DFB-Pokal: Köln wirft Hoffenheim raus

Von am 28. September 2013 – 22.40 Uhr 12 Kommentare

Zum Auftakt der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal sorgte am Samstag Zweitligist 1. FC Köln für eine Überraschung und zog gegen Erstligist TSG 1899 Hoffenheim ins Achtelfinale ein. Dabei brachte Ex-Nationalspielerin Inka Grings ihr Team auf Erfolgskurs. In den weiteren sechs Samstagsspielen setzten sich die Favoriten, darunter der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Frankfurt, durch.

Beim 2:0 (1:0)-Sieg der Kölnerinnen vor 392 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion erzielte Ex-Nationalspielerin Inka Grings nach einem Fehler von Hoffenheims Torhüterin Alisa Vetterlein die Führung (42.), in der Nachspielzeit machte die eingewechselte Mandana Knopf den Erfolg in einer umkämpften Partie perfekt (90.+1). Hoffenheim musste kurzfristig auf Mana Iwabuchi verzichten, die sich beim Aufwärmen am Knie verletzte.

Leistungssteigerung reicht nicht
„Wir haben heute besser gespielt als gegen Duisburg, aber das Ergebnis ist natürlich nichts. Leider haben wir es wieder nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen“, so Hoffenheims Fabienne Dongus über die Niederlage.

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Wolfsburg ohne Mühe
Titelverteidiger VfL Wolfsburg kam beim Regionalligisten TSG Burg Gretesch zu einem standesgemäßen 9:1 (6:0)-Sieg. Dabei machten die Niedersachsen bereits in der ersten Halbzeit das halbe Dutzend voll, Anna Blässe (9.), Alex Popp (20., 36.), Martina Müller (23., 38.) und Lina Magull (44. Foulelfmeter) sorgten für die Treffer. Nach dem Wechsel trafen Jovana Damnjanovic (59.), Desire Oparanozie (66.) und erneut Müller (83.), für die Gastgeberinnen erzielte Lisa Drews den Ehrentreffer (78.).

Jubel des 1. FFC Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt zog souverän ins Achtelfinale ein © Zetbo / Framba-Fotos.de

Frankfurt siegt in Bad Neuenahr
Der 1. FFC Frankfurt kam beim SC 07 Bad Neuenahr zu einem 5:0 (2:0)-Erfolg. Lira Bajramaj gelang für die Frankfurterinnen die Führung (27.), Saskia Bartusiak erhöhte noch vor der Pause (37.). In der zweiten Halbzeit waren dann Dzsenifer Marozsán (50.) und zweimal Kerstin Garefrekes erfolgreich (63., 80.).

Martens trifft dreifach
Der FCR 2001 Duisburg hielt sich auch ohne die mit einer Kniereizung ausfallende Kapitänin Jennifer Oster mit 6:0 (3:0) gegen den SV B/W Hohen Neuendorf schadlos. Lieke Martens, die von Oster die Kapitänsbinde übernahm, war mit drei Treffern beste Torschützin (4., 29., 52.), die weiteren Tore erzielten Vanessa Wahlen (10.), Barbara Müller (65.) und Laura Luis (83.).

Zufriedener Kahlert
„Mit diesen prächtigen Kombinations-Toren können wir sehr zufrieden sein“, so Duisburgs Trainer Sven Kahlert, der aber auch meinte: „Ein wenig betrübt bin ich, weil wir uns in vielen anderen Situationen etwas ungeschickt angestellt haben. Gleich drei Lattentreffer sind aber auch Beleg dafür, wie verdient dieser Sieg war.“

Fünf Tore von Panfil
Bayer 04 Leverkusen kam beim GSV 1910 Moers zu einem deutlichen 9:0 (3:0)-Sieg. Spielerin des Tages war mit fünf Treffern, darunter ein lupenreiner Hattrick, Neuzugang Theresa Panfil (27., 54., 81., 83., 90.). Die weiteren Tore erzielten Venus El-Kassem (7.), Turid Knaak (36. Foulelfmeter), Isabelle Linden (47.) und Francesca Weber (77.).

Späte Tore von Cloppenburg
Auch Erstliga-Aufsteiger BV Cloppenburg hatte beim 6:0 (2:0) gegen den Magdeburger FFC wenig Mühe. Mandy Islacker sorgte für die Pausenführung (9., 37.), ehe in der Schlussviertelstunde Agnieszka Winczo (75.), Sofia Jakobsson (77.), Gentjana Rochi (84.) und erneut Winczo (90.+1) das Ergebnis in die Höhe schraubten.

Saarbrücken gewinnt Zweitligaduell
Im Duell zweier Zweitligisten gewann der 1. FC Saarbrücken mit 3:0 (2:0) gegen den 1. FFC 08 Niederkirchen. Die Tore für die Saarländerinnen erzielten Sarah Schatton (8.), Jacqueline De Backer (14.) und Amy Thompson (66.). Die weiteren neun Partien der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal werden am Sonntag ausgetragen.

DFB-Pokal, 2. Hauptrunde, Ergebnisse

Samstag, 28. September

FCR 2001 Duisburg – SV B/W Hohen Neuendorf 6:0 (3:0)
BV Cloppenburg – Magdeburger FFC 6:0 (2:0)
SC 07 Bad Neuenahr – 1. FFC Frankfurt 0:5 (0:2)
1. FC Köln – TSG 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)
TSG Burg Gretesch – VfL Wolfsburg 1:9 (0:6)
GSV 1910 Moers – Bayer 04 Leverkusen 0:9 (0:3)
1. FC Saarbrücken – 1. FFC 08 Niederkirchen 3:0 (2:0)

Sonntag, 29. September

11.00 Uhr: Herforder SV – FFV Leipzig
11.00 Uhr: FC Viktoria 1889 Berlin – SV Meppen
11.00 Uhr: VfL Bochum – SV 67 Weinberg
13.00 Uhr: 1. FC Lübars – SV Werder Bremen
14.00 Uhr: SGS Essen – 1. FFC Turbine Potsdam
14.00 Uhr: FSV Gütersloh 2009 – FF USV Jena
14.00 Uhr: TSV Crailsheim – FC Bayern München
14.00 Uhr: SC Freiburg – VfL Sindelfingen
14.00 Uhr: ETSV Würzburg – SC Sand

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wiederum kein Tor für Celia, die allerdings lt. obigen Spielfoto am tollsten über einen anderen FFC-Treffer gegen ihren vorherigen Verein jubelt, was ich irgendwie schade, weil unangebracht, finde!
    Da halten sich andere dezenter zurück…

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  • wrack sagt:

    Bemerkenswert: 2200 Zuschauer beim Regionalligisten in Osnabrück und das in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals. Burg Gretesch hat laut Wiki 3300 Mitglieder. Die anderen Partien im Pokal am Samstag hatten zwischen 200 und 400 Zuschauer. Ich gehe wohl kaum fehl in die Annahme, dass der Gegner Wolfsburg hier Zuschauermagnet war.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Das Bild war ein Archivfoto, das wir inzwischen durch ein aktuelles ersetzt haben. Davon abgesehen habe ich persönlich noch nie verstanden, warum man über ein Tor gegen seinen Ex-Verein nicht jubeln dürfen soll, aber das ist wohl Geschmackssache.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ach herrje, Markus, es ist nicht die einzige Meinungsverschiedenheit zwischen uns – und ihr sitzt auch noch am längeren Hebel!
    Mein Verständnis für Dein Unverständnis inkl. der Täuschung hält sich demnach in bescheidenen Grenzen!
    Zur Erklärung:Es gibt keine offizielle Regelung zum Jubeln, sondern es geht hier um eine Frage von Anstand und Respekt gegenüber dem Verein, dem Team, das jahrelang die „Heimat“ war und einen nicht unerheblichen Anteil in der Karriere einnimmt.
    Aber das muss man jetzt nicht unbedingt verstehen…

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  • xyz sagt:

    Wie ich schon anderer Stelle sagte.Celia ist viel in den Mdien vertreten,andere schießen die Tore.Von Islacker liest man so gut wie nichts,dafür schießt sie Tore am laufenden Band.

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  • noworever sagt:

    @Markus Juchem:
    „… davon abgesehen habe ich persönlich noch nie verstanden, warum man über ein Tor gegen seinen Ex-Verein nicht jubeln dürfen soll, aber das ist wohl Geschmackssache.“

    … bzw, eine sache des humors.

    derjenige, der auf solcherlei ‚heroisch/pathetische gesten‘ der selbst-darstellung angewiesen ist … ist schlichtweg selbst dran schuld.
    … or simply, ‚in deep shit‘. 😉

    (im allgemeinen umgang (miteinander) zeugt ein solches verhalten natürlich von einem … „feinen sportlichen geist“.)
    (( … ach ja … die humorlosen reizthemen „anstand“ und „respekt“ … dürfen dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen.))

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  • Dummkopf sagt:

    @Danke Markus
    und da bin ich froh, dass ich SF nicht verstehen muss.
    Aber ich verstehe, dass es toll ist, was man mit „Respekt“ alles argumentieren kann.

    Jubel ist die persönliche Sache jedes einzelnen. DAS sollte man respektieren.
    Wenn ich mit einer (neuen) Mannschaft auflaufe, will ich mit meinem (neuen) Team gewinnen, und freue mich selbstverständlich über jedes Tor. Sonst müsste ich „aus Respekt“ nämlich erst gar nicht auflaufen.

    Das ist es, was zählt, und da ist es mir als Fan auch ziemlich egal, ob der einen Rumba – Hula – Hula Tanz aufführt oder in Weinkrämpfe ausbricht.

    Ich denke sogar, Fussballer sollten Fans generell den gleichen Respekt entgegenbringen, egal ob Anhänger der eigenen Mannschaft, der ehemaligen Mannschaft, oder des Gegners.
    Dann dürften sie ja aus Respekt gar nie Jubeln.

    Ganz abgesehen davon, dass für Fussballprofis Vereine Arbeitgeber sind, das muss man jetzt nicht unbedingt mit „Heimat“ verwechseln.

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  • laasee sagt:

    Nice that Köln and Inka won the game. Jubel, Jubel, Jubel.

    Maybe in the next round it is Köln and FCR – that would be interesting!

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  • Speedy75 sagt:

    Was war denn da heute in Essen los, die Turbinen führen bereits mit 2:0 und verlieren das Spiel dann noch mit 2:3. Den Siegtreffen schoss auch noch Sara Doorsun.

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  • Lucy sagt:

    Und heute hat dann auch noch ausgerechnet eine Ex-Turbine über ein selbst erzieltes Tor jubeln dürfen – böse, böse 😉

    Zu Celia:
    Glaube, sie hat nur etwa zwei Schüsse gefährlich aufs Tor gebracht, die anderen gefühlten 27 Schüsschen von Celia sahen alle eher wie fast harmlose Rückgaben aus… 🙁 Also, für meinen Geschmack braucht sie einfach viel zu viele Torchancen !

    Sehr, sehr traurig finde ich, dass die Neuenahrer Spielerinnen anscheinend von ihren „Fans“ ganz schön fallen gelassen wurden !?! 🙁 Sah jedenfalls heute ganz danach aus. Waren ja fast mehr Frankfurter Fans da, lauter sowieso. Dabei war das doch früher immer noch ganz gut gefüllt, das Stadion (jedenfalls wenn ich mal dort war).

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  • Ratte04 sagt:

    Sehr, sehr traurig finde ich, dass die Neuenahrer Spielerinnen anscheinend von ihren “Fans” ganz schön fallen gelassen wurden !?! Sah jedenfalls heute ganz danach aus. Waren ja fast mehr Frankfurter Fans da, lauter sowieso. Dabei war das doch früher immer noch ganz gut gefüllt, das Stadion (jedenfalls wenn ich mal dort war).

    Ich habe mich gestern gefragt, wo war der Fanclub von Bad
    Neuenahr… Die Celtic wollten doch hinter der Mannschaft stehen, in guten und…..
    Für die toll kämpfenden Spielerinnen von NA tat es mir sehr leid, dass von 312 Zuschauern rund 100 FFC-Fans waren, sie hätten mehr eigne Fans verdient.

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  • FF-Talent sagt:

    Alle Achtung vor den Zuschauerzahlen bei B. Gretesch (gegen WOB). Auch in z.B. Crailsheim (FCB) mehr Zuschauer als gleichzeitig bei manchen Heimspielen von BuLi-Clubs (Duisburg, Cloppenburg, Freiburg)!

    @ Lucy/Ratte04: Der Neuenahr-Fanclub hat sich laut Internet letzten Monat aufgelöst. Laut Begründung lag es aber anscheinend nicht primär an der jetzt nur noch sportlichen Zweitklassigkeit Neuenahrs.

    @ laasee: Grings‘ Goal: 95 % Vetterlein + Hoffenheim „defence“ and 5 % Grings 🙂

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  • […] im November Sieben Spiele wurden bereits am Samstag ausgetragen, dabei warf der 1. FC Köln Erstligist TSG 1899 Hoffenheim mit 2:0 aus dem Wettbewerb. Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird noch in diesem Jahr am Wochenende 16./17. November […]

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