WM-Quali: Irland übernimmt Tabellenführung in deutscher Gruppe

Von am 27. September 2013 – 12.41 Uhr 5 Kommentare

Die Republik Irland hat in der WM-Qualifikation den spielfreien Tag der deutschen Mannschaft genutzt und in Gruppe 1 vorübergehend die Tabellenführung übernommen. In einem Spiel der Eigentore kamen die Irinnen in Kroatien allerdings nicht über ein Unentschieden hinaus. Souveräner präsentierte sich die Schweiz.

Vier Punkte haben die Irinnen nun auf dem Konto – das Spiel in Kroatien verlief allerdings eher kurios.

Gruppe 1: Sands Allison Scurich trifft ins eigene Tor
Keinen einzigen Torschuss gaben die favorisierten Irinnen in der ersten Halbzeit auf das kroatische Tor ab – dafür einen auf das eigene, und schon stand es durch Diane Caldwell in der elften Minute 1:0 für die Gastgeberinnen. Nach dem Seitenwechsel investierten die Irinnen mehr und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Im 100. Länderspiel von Torfrau und Spielführerin Emma Byrne deutete alles auf einen knappen Sieg Kroatiens hin, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel das Eigentor auch auf der anderen Seite. Allison Scurich vom SC Sand traf zum 1:1 ins eigene Netz.

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Im zweiten Spiel der Gruppe 1 unterlag die Slowakei gegen Slowenien mit 1:3.

Gruppe 2: Zweiter Sieg für Italien
Die Italienerinnen haben nach dem 5:1-Auftakterfolg gegen Estland ihr zweites Spiel knapp mit 1:0 gegen Rumänien gewonnen. Der entscheidende Treffer gelang der eingewechselten Cristiana Girelli in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Ramona Bachmann

Ramona Bachmann legte den Grundstein zum Schweizer Erfolg. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Gruppe 3: Perfekter Start für die Schweiz
Mit zwei Siegen aus zwei Spielen und 11:0 Toren steht die Schweizer Nationalmannschaft an der Spitze der Gruppe 3. Die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg kam bei EM-Teilnehmer Island zu einem 2:0-Erfolg. In der Partie, die von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus geleitet wurde, erzielte Ramona Bachmann in der achten Minute die frühe Führung. Ein von Lara Dickenmann in der 54. Minute verwandelter Strafstoß brachte die Entscheidung. Zwar dürfte der härteste Gegner der Schweizerinnen die Auswahl Dänemarks sein, doch mit Island ist sicherlich einer der Konkurrenten um die vorderen Plätze bezwungen worden.

Gruppe 4: Evans trifft beim souveränen Sieg
Keinerlei Mühe hatte die schottische Nationalmannschaft beim 7:0-Erfolg gegen Bosnien und Herzegowina. Die Schottinnen zeigten von der ersten Minute an schöne und schnelle Spielzügte gegen völlig überforderte Bosnierinnen. Und so fiel schon in der achten Minute nach schönem Zuspiel von Megan Sneddon das 1:0 durch Lisa Evans. Auch beim 2:0 fünf Minuten später waren beide beteiligt. Diesmal schloss jedoch Leanne Ross ab. Kim Little erhöhte in der 36. Minute auf 3:0, und fast hätte sich auch Evans noch einmal in die Torschützenliste eingetragen, doch das Tor der Potsdamerin in der 41. Minute wurde wegen Abseits nicht gegeben. Nach dem Seitenwechsel schraubten Rachel Corsie (48.), Jane Ross (55.), Jennifer Beattie (65.) und Suzanne Lappin (91.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Zu den Highlights der Partie.

Im zweiten Spiel siegte Polen ebenso souverän gegen die Färöer mit 6:0.

Gruppe 5: Niederlande gewinnen
Bereits am Dienstag hatte Norwegen die Auswahl Belgiens mit 4:1 bezwungen, nun gelang Portugal ein klarer 5:1-Erfolg in Griechenland. Außerdem siegten die Niederlande mit 4:0 in Albanien. Ein Hattrick von Manon Melis (4./8./53.) sowie ein Treffer von Renée Slegers stellten den Erfolg gegen die Mannschaft von Ex-Bundesligaprofi Altin Rraklli sicher.

Gruppe 6: Türkei chancenlos
Man habe etwas gutzumachen war das Credo der englischen Nationalmannschaft nach der schwachen Europameisterschaft. Und nach dem 6:0 gegen Weißrussland gelang den „Three Lions“ nun ein 8:0 gegen die Türkei. Interimstrainer Brent Hills gab Spielerinnen, wie Toni Duggan und Natasha Dowie, die bei Vorgängerin Hope Powell zumeist auf der Bank saßen, ihre Chancen, und beide dankten es. Ein Hattrick von Duggan (2./3./37.), die zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde, sowie Treffer von Ellen White (30./39.), Eni Aluko (33./49.) und Dowie (75.) führten zum Erfolg gegen überforderte Türkinnen.

Nachbar Wales kam unterdessen dank eines späten Treffers von Helen Ward in der 81. Minute zu einem knappen 1:0-Sieg gegen Weißrussland.

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5 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Ein paar überraschende Ergebnisse sind dabei. Erstaunlich, dass es Irland nicht gelingt, in Kroatien zu gewinnen. Auch der Auswärtssieg von Slowenien gegen die Slowakei war nicht unbedingt zu erwarten.

    Am meisten beeindruckt mich aber momentan die Schweiz! Erst der Kantersieg gegen Serbien, dann der kaum für möglich gehaltene Erfolg auf Island, wobei vor allem die Art und Weise imponiert: mit 13-1 Torschüssen und 10-4 Ecken müssen die Eidgenossinnen den EM-Viertelfinalisten geradezu dominiert haben.
    Die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg hat nun ausgezeichnete Chancen, zumindest die Play-Off-Runde zu erreichen, ja sogar Platz 1 in der Gruppe und damit die direkte WM-Qualifikation erscheint nicht mehr ausgeschlossen, denn Dänemark ist nicht unschlagbar. Es ist dies wahrscheinlich die stärkste Schweizer Frauen-Nationalmannschaft aller Zeiten: mit Lara Dickenmann und Ramona Bachmann haben sie zwei Weltklassespielerinnen in ihren Reihen, die bei internationalen Top-Clubs unter Vertrag stehen. Die meisten anderen spielen in der deutschen Bundesliga auf hohem Niveau, was wiederum der ‚Nati‘ zugutekommt.
    Die Chancen auf eine Endrundenteilnahme stehen, natürlich auch wegen der Vergrößerung des Turniers auf 24 Mannschaften, so gut wie noch nie!

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  • Dummkopf sagt:

    @FFFan
    Wie kommst du zu deiner Einschätzung bzgl der Chancen der Schweiz?
    Ob Dickenmann und Bachmann Weltklasse sind, ist wohl Definitionssache. Ob sie überhaupt die Besten sind auch, weil die CH noch viel mehr gute Spielerinnen hat. Island und Dänemark sind so unterschiedlich zuletzt nicht gewesen, und für mich ist die CH haushoher Favorit in ihrer Gruppe, und zZt hinter D,F,S,UK vllt. sogar Nr 5 in Europa, mit Chancen auf mehr.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na ja, an der Äußerung von FFFan bzgl. der Qualitäten von Bachmann und Dickenmann sollte ein FF-Insider kaum Zweifel hegen – sie sind die Korsettstangen der Eidgenössinen und werden ihrer Verantwortung als Führungsspielerinnen und MVT auch gerecht!
    Ich freue mich auch über die aktuellen Ergebnisse der Nati, meine aber, dass Dänemark in Normalform nicht zu schlagen sein wird. Island hatte u.U. noch wegen des Trainerverlustes mit Problemen zu kämpfen und wird sich ggf. erst neu finden und definieren müssen.

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  • Detlef sagt:

    Die Schweiz hat ja schon länger viele gute Spielerinnen!!!
    Aber erst unter MVT scheint daraus eine richtig starke Mannschaft geworden zu sein!!!

    @Dummkopf,
    Das Dickenmann und Bachmann zwei Weltklassespielerinnen sind, dürfte wohl unbestritten sein!!!
    Bis jetzt ist mir auch keine andere Eidgenössin aufgefallen, die den beiden das Wasser reichen könnte!!!

    Allerdings sind einige dabei, die durchaus mal dieses Level erreichen könnten, im Moment aber noch nicht konstant genug in ihren Leistungen sind!!!
    Crno, Matiz, Humm und WÄLTI zähle ich vor allem dazu!!!

    Bei Bürki scheint mir etwas der Ehrgeiz zu fehlen, es bis ganz nach oben schaffen zu wollen!!!
    Eigentlich schade, denn die Anlagen dazu hätte sie!!!

    Lara Keller hat mich bisher auch noch nicht so wirklich überzeugen können!!!

    Das größte Problem dürfte MVT mit ihren Torfrauen haben!!!
    Marisa Brunner hat ein Riesenloch hinterlassen, welches bisher weder von Oehrli, noch von GAGA auch nur ansatzweise gestopft werden konnte!!!

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  • Jan sagt:

    ruv.is/ruv zeigte Island – Schweiz live. Leider ist es anschl. nicht mehr abrufbar (früher 4 Wochen lang). Ich hab ab Min. 20 geschaut, u. wusste vorher auch nicht, ob es zu empfangen ist, so dass es zu kurzfristig schien, dies hier noch mitzuteilen.

    Hab noch kein so schwaches Heimspiel Islands gesehen, mit nur 1 Torchance. Ob’s am neuen Trainer lag, oder an MVT’s verschworener Truppe, oder beidem? Die Schweiz mit viel Spielfreude hätte weit höher gewinnen können. Besonders gut aufgelegt u. stets torgefährlich wirbelte Instinktfußballerin Ramona Bachmann; die 2 Leistungsträgerinnen Crno u. Dickenmann ebenfalls sehr engagiert u. gefällig; od. z.B. auch Fabienne Humm, die bei ihrer Auswechslung (evtl. wg. gelber Karte) von MVT lobvoll geherzt wurde, aber sichtlich ungern ausgewechselt werden wollte.

    Island spielte diesmal unerklärlich uninspiriert u. ideenlos u. konnte kaum Akzente setzen. Auffälligste Isländerin schien neben der Torfrau vllt. noch die ganz junge Verteidigerin Glódís, die wohl 2-3 echt brenzlige Situationen aufmerksam klärte. Gegen Ende schien man den Isländerinnen den Frust etwas anzumerken. Über weite Strecken war’s auch ein zähes Spiel. Bei den nächsten Heimspielen Islands im Sommer 2014 also ggf. o.g. Webeite aufrufen, z.B. das Derby vs. Dänemark. Die Eidgenössinnen wirken recht entschlossen u. wittern diesmal ihre große WM-Chance. In den WM-Play-Offs 2010 konnten sie Dänemark ja ausschalten.

    zu Italien – Rumänien 1:0
    Das Tor fiel erst in Min. 93. Trotz ital. Überlegenheit hätte ich Rumänien 1 Punkt gegönnt. Aber nur 2 Minuten vorher wurde die beste rumän. Stürmerin ausgewechselt. Und solch berechnende altbackene Sicherheits-Taktik gehört im modernen Fußball manchmal bestraft! (wie im CL-Finale 1999)

    übrigens:
    Slowakei u. Slowenien sind ebensowenig Nachbarn wie:
    – China u. Chile
    – Indien u. Indonesien
    – Paraguay u. Uruguay
    – Georgien u. Georgia (US-Bundesstaat)
    – Vereinigte Staaten u. Vereinigtes Königreich
    – Irland u. Island
    – Libanon u. Liberia
    – Sachsen u. Niedersachsen
    – Togo u. Tobago
    – Haiti u. Tahiti
    – Südamerika u. Südafrika
    – Moldawien u. Molwanien
    – Balkan u. Balkonien
    – Kurdistan u. Kublai Khan
    – Germanien u. Geranien
    – Kummerland u. Lummerland
    – Krethi u. Plethi

    🙂

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