WM-Quali: Spitzenspiel zum Auftakt

Von am 20. September 2013 – 13.48 Uhr 3 Kommentare

Gleich zum Auftakt der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2015 in Kanada heißt es für die deutsche Mannschaft, topfit zu sein. Denn am Samstag empfängt die DFB-Elf ab 15 Uhr (live im ZDF) im Stadion der Freundschaft in Cottbus mit Russland den vermeintlich schwersten Gegner der Gruppe; die Punkte sind also umso wertvoller, um dem Ziel der direkten Qualifikation näherzukommen.

Nur die sieben Gruppenersten qualifizieren sich auf direktem Wege für die Weltmeisterschaft 2015 – in Gruppe 1 dürfte die Entscheidung zwischen der deutschen und der russischen Mannschaft fallen. So denkt auch Bundestrainerin Silvia Neid: Russland „ist der stärkste Gegner in unserer Gruppe. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen.“ Der achte UEFA-Teilnehmer wird in Playoffs ausgespielt.

Verletzungsbedingte Absagen
Neid geht die Begegnung in Cottbus mit 19 Spielerinnen an, die auch beim EM-Sieg im Juli im Kader standen. Allerdings stehen hier auch vier EM-Akteurinnen nicht zur Verfügung. Verletzungsbedingt fehlen Svenja Huth (Kreuzbandriss) und Josephine Henning (Anriss des Haltebandes der Kniescheibe), unter der Woche mussten auch Anja Mittag (Fingerbruch) und Jennifer Cramer (Flüssigkeitsansammlung im Oberschenkelknochen des Kniegelenkes) ihre Teilnahme in Cottbus absagen. Nachnominiert wurden Alexandra Popp und Katharina Baunach.

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Alexandra Popp

Die EM fand ohne sie statt, jetzt steht Alexandra Popp wieder im Kader. © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Mannschaftlich geschlossener Gegner
Die Stärken Russlands, das als einziger Gruppengegner ebenfalls an der Europameisterschaft teilgenommen hat, sieht Neid vor allem in der mannschaftlichen Geschlossenheit, einem schnellen Umschalten sowie der Fähigkeit, die Räume eng machen zu können. Bei der EM schieden die Russinnen in der Gruppenphase erst durch Losentscheid aus.

Wie spannend wird die Gruppe?
Gleich zum Auftakt gegen den härtesten Konkurrenten zu spielen, heißt, direkt topfit sein zu müssen. Die Spitzenbegegnung zu Beginn der Gruppenphase auszutragen, könnte jedoch die Spannung in der Gruppe minimieren. Gegen die anderen Gruppengegner ist die DFB-Elf haushoch favorisiert, und im Falle eines Sieges gegen Russland ist bereits die größte Hürde genommen.

Irland umgeht die „Großen“
Doch genau diese Kräfteverhältnisse führen zu nicht unberechtigten Interessen der anderen Mannschaften, wenn es nach der Gruppenauslosung um die Einigung auf die Spielansetzungen geht. So war es für Irlands Nationaltrainerin Sue Ronan wichtig, gerade den beiden Favoriten zu Beginn der Qualifikation aus dem Weg zu gehen. In der Hoffnung, nicht gleich zum Auftakt einen Dämpfer zu bekommen, wollte sie den Qualifikationseinstieg gegen vermeintlich schwächere Gegner.

Sue Ronan

Irlands Nationaltrainerin Sue Ronan hofft auf Erfolgserlebnisse zum Auftakt. © Nora Kruse, ff-archiv.de

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Irland ohne Quinn, aber mit Byrne
Ob dieses Kalkül aufgeht, wird sich am Sonntag zeigen. Dann trifft ihre Elf in Dublin auf die Slowakei. Verzichten muss Ronan dabei auf Schweden-Legionärin und Stammspielerin Louise Quinn. Vermutlich wieder einsatzbereit ist hingegen Torhüterin Emma Byrne. Die Spielführerin hatte nach einem Unfall die letzten beiden Spiele für Arsenal verpasst, nahm aber wieder schmerzfrei an zwei Trainingseinheiten teil.

In Gruppe 1 finden keine weiteren Spiele am Wochenende statt. Aber bereits am 26. September geht es weiter. Die Irinnen treten dann in Kroatien an, die Sloweninnen empfangen Nachbar Slowenien. Die DFB-Auswahl absolviert ihre nächste Partie am 26. Oktober in Slowenien, ehe sie am 30. Oktober in Frankfurt die Auswahl Kroatiens empfängt.

Die weiteren Partien zum Qualifikationsauftakt

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3 Kommentare »

  • Lusankya sagt:

    Ich gehe stark von einem Sieg aus. Russland ist nicht stärker als Spanien, eher schwächer, und die haben wir 5:0 weggefegt.

    Russland spielt allerdings deutlich defensiver, also rechne ich nicht mit einem hohen Sieg.

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  • Lusankya sagt:

    Okay, da lag ich wohl daneben. Bereits 4:0 zur Halbzeit und Maier mit einem Anti-Wembley-Tor (Ball über der Linie, aber Tor nicht gegeben). Sehr gute Leistung, auch wenn man zweimal etwas zurückhaltend in der Abwehr war und Russland dadurch zu ordentlichen Chancen kam.

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  • Stefan sagt:

    Tolle Leistung der Deutschen. Aber entsetzlich schwache Russinnen.

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