Thomas Wörle: „Uns fehlt noch Reife und Qualität“

Von am 3. September 2013 – 9.15 Uhr 28 Kommentare

Wenige Tage vor dem Start in die neue Saison der Frauen-Bundesliga spricht Bayern Münchens Trainer Thomas Wörle mit Womensoccer über seine Elf, das Auftaktspiel in Wolfsburg und die Saisonziele.

Womensoccer: Herr Wörle, in wenigen Tagen beginnt die neue Bundesligasaison, ist Ihr Team gerüstet?

Thomas Wörle: Wir sind soweit auf Kurs und haben in den vergangenen Wochen die Basis gelegt. Aber ich habe bereits die Erfahrung gemacht, dass Punktspiele in der Bundesliga eine ganz andere Sache sind. Jedes Testspiel ist zwar intensiv, aber man hat keinen Druck, es geht um keine Punkte und man hat nichts zu verlieren. Das ist in der Bundesliga ganz anders.

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Womensoccer: Nun wartet gleich zum Auftakt die vermeintlich schwerstmögliche aller Aufgaben. Es geht zum Tripelsieger VfL Wolfsburg. Ist das gut oder schlecht?

Wörle: Wir freuen uns auf das Spiel und sind hochmotiviert. Wir wissen, dass mit Wolfsburg die beste Mannschaft Europas auf uns zukommt, die sich noch einmal verstärkt hat, brutal gut aufgestellt und voller Selbstbewusstsein ist. Aber wir haben dort nichts zu verlieren. Wolfsburg ist haushoher Favorit, aber auch wir wissen um unsere Stärke. Letzte Saison waren wir zwar knapp dran [1:2-Niederlage], haben aber kein gutes Spiel gemacht. Wolfsburg war zudem damals schon ein bisschen platt. Aber wir haben eine kleine Chance, wenn wir ein perfektes Spiel machen, einen Glanztag erwischen und Wolfsburg vielleicht noch nicht ganz auf Topniveau ist. Eines ist klar: Wir dürfen uns nicht nur hinten reinstellen, sondern müssen sie auch beschäftigen.

Bayern-Trainer Thomas Wörle

Bayern-Trainer Thomas Wörle zählt sein Team nicht zu den Favoriten © Markus Juchem / Womensoccer.de

Womensoccer: Wie schätzen Sie die Kräfteverhältnisse an der Spitze in der kommenden Saison ein?

Wörle: Manche zählen uns bereits zum Favoritenkreis, aber das ist natürlich absoluter Quatsch. Die Mannschaften, die letzte Saison oben standen, sind seit vielen Jahren dort. Wir waren Vierter und für uns ist es ein Prozess, ein bisschen näher zu kommen. In den Spielen gegen die Topteams haben wir gezeigt, welch unglaubliches Potenzial wir haben, aber uns fehlt die Konstanz und wir sind immer noch nicht die Mannschaft, die Spiele gegen etwas schwächere und defensivere Teams klar dominieren und in Serie gewinnen kann. Da fehlt uns Reife und auch noch Qualität. Im Vergleich zu Wolfsburg, Potsdam und Frankfurt haben wir auch bei weitem nicht die finanziellen Möglichkeiten. Dementsprechend sind auch die Kader aufgestellt. Wolfsburg und Frankfurt haben einen Wahnsinnskader, Potsdam ist auch gut aufgestellt. Deswegen glaube ich, dass wir zwar immer wieder jemanden ärgern können, aber über die gesamte Saison werden wir noch nicht unter den Top 3 landen können. Wenn wir die Saison wieder als Vierter abschließen, wäre es eine gute Saison.

Womensoccer: Fehlt zu mehr vor allem im Mittelfeld, im Kreativbereich noch Potenzial?

Wörle: Wir haben in den letzten zwei Jahren ja schon ohne Julia Simic auskommen müssen und haben das gut kompensiert, haben unseren eigenen Stil gefunden, ohne eigene Spielmacherin. Mit Sicherheit ist da etwas dran, wir arbeiten jetzt auch verstärkt mit Matthias [Novak; Kreativ-/Techniktrainer] an unserer Kreativität. Wir sind aber vor allem in der Breite nicht gut aufgestellt und unser Kader ist nicht allzu groß. Wir haben aktuell nur 14 gesunde Feldspielerinnen, mit Erika Tymrak, die am Donnerstag zu uns stößt, sind es dann 15.

Bayern-Trainer Thomas Wörle und Assistenztrainer Thorsten Zaunmüller

Bayern-Trainer Thomas Wörle und Assistenztrainer Thorsten Zaunmüller © Markus Juchem / Womensoccer.de

Womensoccer: Inwieweit können die neuen US-Spielerinnen in der kurzen Zeit weiterhelfen?

Wörle: Der Vertrag der beiden Spielerinnen läuft über vier Monate, aber danach müssen wir weiter sehen und Gespräche führen. Ich bin froh, dass wir im Fall von Katja Schroffenegger so kurzfristig in Bianca Henninger Ersatz gefunden haben. Das musste ja innerhalb von ein paar Tagen geschehen. Mit Erika stehen wir schon länger in Kontakt. Sie ist eine richtig gute Spielerin, aber man muss sehen, wie schnell sie sich bei uns nach der Profisaison in den USA einfinden wird. Wir brauchen definitiv Optionen, leider haben wir jetzt nochmal Verletzungssorgen hinzubekommen, die sich erst langfristig zerstreuen werden, wir sind wirklich sehr dünn besetzt. Allerdings haben wir uns auch sinnvoll verstärkt und die Mannschaft im Großen und Ganzen zusammengehalten.

Womensoccer: Erhoffen Sie sich durch den Umzug von Aschheim ins innerstädtische Grünwalder Stadion mehr Zuschauer?

Wörle: Das erste Spiel [am 14. September gegen den SC Freiburg] ist eingebettet in ein  Fanfest der Stadt München. So erhalten viele die Möglichkeit, sich so ein Spiel einmal anzuschauen. Wir werden uns zukünftig sicherlich einfacher tun, Zuschauer zu gewinnen, aber wir müssen sie mit unserer Spielweise auch einfangen und sie mit gutem Fußball bei der Stange halten. Aber ich freue mich auf das neue Stadion, ich habe zu meiner aktiven Zeit noch dort gespielt, es ist ganz toll dort.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Tiberias sagt:

    Herr Wörle soll mal nicht so tief stapeln, seine Bayern-Mädels sind ein absoluter Lichtblick in der Liga! Ich traue es ihnen durchaus zu, in die Phalanx der „großen Drei“ einzubrechen. Etliche Nationalspielerinnen, u.a. mit Leonie Maier und Lena Lotzen zwei Sympathieträger des Europameisters, ein neues Stadion, gute Ergebnisse gegen die „Großen“ in der letzten Saison – das sind Pfründe, auf die man aufbauen kann.
    Klar muss mehr Konstanz rein. Aber auch Rom wurde nicht an einem Tage erbaut (5 Euro ins Phrasenschwein 🙂 ). Herr Wörle, Sie können in dieser Saison nur gewinnen – greifen Sie an!
    Und die Fans der Bayern-Frauen sind (zumindest in Potsdam) einfach Spitze!!! So muss ein Fußballspiel aussehen!

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  • Maxemus sagt:

    Man sollte Wörle gut zuhören:

    „uns fehlt die Konstanz“ und
    „Deswegen glaube ich, dass wir zwar immer wieder jemanden ärgern können, aber über die gesamte Saison werden wir noch nicht unter den Top 3 landen können.“ und
    „Wir sind aber vor allem in der Breite nicht gut aufgestellt“

    Das halte ich für eine realistische Selbsteinschätzung, Tiefstapeln Fehlanzeige. Unter- oder Übertreibung ist auch nicht Wörles Art. Natürlich kann das Pendel zu beiden Seiten etwas ausschlagen. München könnte, wenn es sehr gut läuft, um den CL-Platz kämpfen. Sie könnten aber auch im breiten (Na ja, oder schmalen) Mittelfeld enden. Ich teile also Wörles Ansicht:
    „Manche zählen uns bereits zum Favoritenkreis, aber das ist natürlich absoluter Quatsch.“

    Ich glaube, die Meisterschaft wird zwischen Frankfurt und Wolfsburg ausgemacht. Potsdam hat mit Ogimi den entscheidenden Verlust erlitten und Schröder ist nicht mehr der, der er einmal war, sonst hätte ich ihnen den Kampf um den Titel zugetraut.

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  • Tiberias sagt:

    @ Maxemus,

    „Potsdam hat mit Ogimi den entscheidenden Verlust erlitten“

    – das sehe ich anders, Ogimi hat seit mindestens einem Jahr weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. Sie ist kein „entscheidender Verlust“. Mal abgesehen davon, dass Potsdam mit Ayoma, Lisa Evans und Ada Hegerberg weitere Top-Stürmerinnen hat.

    „und Schröder ist nicht mehr der, der er einmal war,“

    – da ist allerdings was dran. Nur, wer sagt ihm das in Potsdam?

    Generell ist Wörles Einschätzung natürlich realistisch. Aber ich bleibe dabei: Was hat Bayern zu verlieren? Wer, wenn nicht Bayern, greift die „großen Drei“ endlich mal an? Essen? Freiburg? Vielleicht Leverkusen, die sich auch klug verstärkt haben?
    Ich meine, diese „folgenden“ Mannschaften müssen sich endlich mal mehr zutrauen. Sie können doch gewinnen! (Z.B. Essen – Turbine 1:0) Sie können doch auf alle Ewigkeit nicht „einen Platz im oberen Mittelfeld“ als Ziel ausgeben!

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  • waiiy sagt:

    Ich glaube, dass „Konstanz“ das falsche Wort für das ist, was den Bayerinnen fehlt. Es ist die Fähigkeit, ein Spiel selbst zu machen und gegen einen tief stehenden Gegner, der nur das Spiel zerstören will, ordentlich Druck aufzubauen. Das ist auch der Grund, warum sie gegen die Favoriten immer gut aussehen. Dort müssen sie das Spiel nicht machen. Es ist also schon die „Kreativität“, die fehlt und Spielerinnen, die die ganze Mannschaft zur Attacke treiben können.

    Von daher ist es nicht verwundert, dass der Name Julia Simic wieder gefallen ist. Es wird sich in der Saison rausstellen, ob man (trotz langer Verletzungspause) das Risiko hätte gegen müssen, sie an sich zu binden. Ich denke, dass die persönlichen Aussichten für sie in München ein großer Teil davon waren, warum sie weggegangen ist. An das Finanzielle glaube ich eher sekundär bei ihr.

    Platz 4 sollte erreicht werden, mit einem deutlichen Unterschied zu Platz 5 (in Spielkultur wie auch in Punkten). Platz 3 ist unter normalen Umständen sicher nicht möglich, wenn nicht eine der oberen 3 Mannschaften völlig einbricht. Aber daran glaube ich diese Saison eher nicht.

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  • waiiy sagt:

    @Maxemus: Im Vergleich zu den direkten Konkurrenten darf Potsdam diese Saison nicht klagen. Sie sind wie gewünscht aufgestellt und haben nur 1 Verletzte (Andonova). Die Teilnehmer bei der EM halten sich in Grenzen und haben auch schon teilweise wieder ansprechende Form (Göransson, Cramer, Mjelde) erreicht. Dazu stoßen viele Spielerinnen wieder in den Kader, die darauf brennen, das Trikot zu tragen.

    Und mir scheint, dass man einigen Situationen noch viel besser aufgestellt ist als früher. Ein Beispiel werden die hohen Standards sein. Da dürfen selbst die Abwehrreihen von Wolfsburg und Frankfurt zittern, wenn Schröder die Mannschaft mit Elsig, Singer, Mirlach, Wesely und Hegerberg richtig groß macht. Das hat zuletzt schon ganz gut funktioniert, auch weil mit Simic und Wälti die nächsten Spielerinnen hinzugekommen sind, die die Standards auf hohem Nieveau gleichmäßig schießen können.

    Ich freue mich schon auf diese Mannschaft und bin gespannt, wie unterschiedlich die Aufstellungen aussehen werden.

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  • Herr Schulze sagt:

    Herr Wörle ist gewiss kein Selbstdarsteller und verrät nicht nur in diesem Interview eine gesunde Sicht. Ich glaube nicht, dass er tiefstapelt, sondern eher, dass er die Konkurrenz etwas zu hoch hält. Potsdam ist meines Erachtens nicht mehr soo gut besetzt, dass es nicht von den Bayern gefasst werden könnte. Das hat aber gewiss nichts mit Schröder zu tun, den ich nach wie vor für äußerst bemerkenswert halte. Zumindest hat er mehr Format als ein Herr Westerberg, der nach meinen Eindrücken zunehmend zur Selbstinszenierung neigt.
    Dass der FFC unter Bell in der Lage wäre, sein Potenzial auch manschaftlich abzurufen, ist nach den ersten Tests noch nicht ersichtlich, muss also nach wie vor noch bewiesen werden. Es ist gewiss die einzige Mannschaft, die den ähnlich stark besetzten, aber bislang mannschaftlich kompakteren Wölfinnen dauerhaft Paroli bieten könnte, genau das aber war sie mit bekanntem Ausgang auch in den vergangenen Jahren. Miene These: Wenn der FFC Meister wird, dann wird Bayern Dritter. Wenn der FFC nicht Meister wird, geht Bayern in die Champions League.

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  • Peter sagt:

    Nach der FCB-Einkaufstour darfs gerne mehr als Platz 4 sein. Sonst hätte man auf die eigenen Talente setzen können die in den 15 Spielerinnen nicht mitgezählt sind. Warum nicht eine paar Talente ins Kälte Wasser werfen…
    Ob dann Platz 4 oder 8 rauskommt ist dann egal….

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  • Sheldon sagt:

    Ich sehe Wörles Einschätzung bescheiden realistisch. Das ist auch richtig so. Er ist der Trainer einer Mannschaft von vielen Talenten, denen eben noch Reife und Konstanz fehlt. Gerade bei ihnen ist es wichtig, von Spiel zu Spiel zu denken und keine zu großen Erwartungen zu wecken. Die Gefahr eines Formloches durch Frustration, wenn es dann nicht so läuft, ist sehr groß und im Alter von 19-20 Jahren pures Gift für die Karriere. Insofern ist diese Prognose durchaus verantwortlich.

    Dass Bayern allerdings die Qualität für die Top 3 fehle, sehe ich nicht so und ist tatsächlich meines Erachtens zu tief gestapelt. Man hat im letzten Jahr bereits bewiesen, dass man jeden schlagen kann, Bayerns Kader ist von der Grundqualität her also nicht schlechter als Wolfsburg oder Frankfurt.
    Das Sturmduo Lotzen/Hagen war letztes Jahr genauso erfolgreich wie das Sturmduo Popp(Müller)/Pohlers mit 28 Treffern. Dahinter hat man mit Tymrak aufgestockt. Auch die Abwehr ist durch den Transfer von Maier noch stabiler geworden, und auch dort war man mit 24 Gegentoren im letzten Jahr bereits die drittbeste Mannschaft (vor Frankfurt mit 4 Nationalspielerinnen in der Abwehr).

    Um ganz oben angreifen zu können, braucht es natürlich die Konstanz gegen die kleinen Teams, auch das hat er richtig erkannt. Bad Neuenahr, Leverkusen, Duisburg, das sind alles Teams, die man schlagen muss, auch auswärts. Hätte man gegen diese Teams im letzten Jahr alle Spiele gewonnen, wäre man am Ende der Saison Meister gewesen. Soweit weg ist der Titel nicht.

    In der Tat sehe ich allerdings das Problem bei Bayern in dem sehr kleinen Kader. Gerade mit vielen Verletzten kann die Situation ganz schnell sehr heikel werden. Die Breite des Kaders ist noch recht dürftig.
    Allerdings denke ich, dass Wörle durchaus auch auf seine Mädels aus der U17 oder aus der II. Mannschaft zurückgreifen wird und das auch ruhigen Gewissens tun kann.

    Wie auch immer, einen Zweikampf zwischen Frankfurt und Wolfsburg erwarte ich nicht. Potsdam wird sicherlich eingreifen, auch Bayern. Denn auch die beiden haben zwar Geld, aber Geld schießt keine Tore, sondern kann auch kalt gestellt werden! Und mittlerweile sehe ich in der Bundesliga locker 5-6 Teams, die beide schlagen können!

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  • Sheldon sagt:

    Das beste an Wörle ist: Er ist ehrlich, nüchtern, kompetent und hartarbeitend. Nichts ist für eine Liga gefährlicher als diese Mischung auf der Trainerbank!

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  • Neutral77 sagt:

    @ Sheldon

    ich sehe mittlerweile in der Bundesliga locker 9-10 Teams, die beide schlagen können!

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  • Sheldon sagt:

    @Neutral: Wenn du realistisch bleibst, dann besitzt ein Team wie Sindelfingen oder Duisburg nicht die Klasse, um Wolfsburg oder Frankfurt wirklich in Gefahr zu bringen!

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  • derBA sagt:

    Also ich glaube, dass Herr Wörle hier zu bescheiden ist. Ich denke, für den FC Bayern ist in dieser Saison von Platz 1-4 alles möglich. Ich halte sehr viel von dieser Mannschaft und gerade das Sturmduo Lotzen/Hagen gehört mit zu dem Besten, was die Bundesliga zu bieten hat.

    Ich denke, wir können uns auf eine spannende Bundesliga-Saison freuen, in der jeder der Top 4 Mannschaften am Ende Meister werden kann. Gerade Verletzungen könnten ihr eine entscheidende Rolle spielen, aber das wünsche ich natürlich keiner der Mannschaften.

    Bei Wolfsburg muss man gucken, wie der Saisonstart so verläuft, weil doch ein paar wichtige Spielerinnen fehlen. Natürlich ist der Kader immer noch groß genug und die erste Elf kann mit jedem Gegner in der Bundesliga mithalten, aber auf bestimmten zentralen Positionen darf nichts mehr passieren.

    Hier mal mein Tipp zu den Top 4:

    1. VfL Wolfsburg
    2. FFC Frankfurt
    3. Bayern München
    4. Turbine Potsdam

    In diesem Sinne, ich freu mich schon auf Samstag!

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  • Sheldon sagt:

    Ich frage mich, wieso hier jeder Potsdam so schwach einschätzt. Potsdam hatte Abgänge von zwei wirklich wichtigen Spielerinnen mit Naeher und Ogimi. Mehr nicht. Auf Hanebeck und Doorsoun-Khajeh kann man verzichten, ebenso auf die anderen.

    Und für Ogimi und Naeher steht mit Andonova (die in der letzten Saison verletzungsbedingt nur 10 Ligaspiele bestritten hat) und Sarholz hochwertiger Ersatz bereit.

    Außerdem stehen mit Elsig, Simic, Wesely und Wälti eine ganze Reihe hochklassiger Spielerinnen zusätzlich zur Verfügung, zudem kann man auf einen deutlich größeren Kader zurückgreifen als im letzten Jahr, wo bis zu 11 Spielerinnen gleichzeitig wegen Verletzungen ausfielen.

    Was also lässt euch glauben, dass Turbine nächste Saison nur auf Platz 4 kommen sollte, wenn es nach diesem Jahr noch ein zweiter Platz geworden ist???

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  • Altwolf sagt:

    Ich empfinde die Einschätzung von T.Wörle als absolut realistisch und das gefällt mir auch an ihm.Das hat mit „Tiefstapelei“ o.“Bescheidenheit“ nichts zu tun.Wie @wally und ich auch schon früher konstatiert haben, hat Bayern München eine sehr gute Offensive, die den 3 Top-Clubs in Nichts nachsteht,aber sie haben nicht die spielbestimmende Qualität im Mittelfeld um insbes. gegen defensive Teams das Spiel zu dominieren und dann auch in Siege umzusetzen.Das ist das, was auch T.Wörle wohl auch mit der fehlenden Konstanz meinte.Gegen WOB,TP und den FFC wird Bayern aufgrund der dann selbst einnehmenden defensiven Spielgestaltung weiter gut aussehen,wenn sie ihre Chancen nutzen können, aber im Normalverlauf werden sie diese Saison noch nicht um 1,2 oder 3 spielen können.Gerade auch die Spiele gegen WOB waren in der letzten Saison auch sehr den für WOB sehr ungünstigen Verhältnissen (2.Spieltag im Dez.nach Auswärtsspiel in BN,bei englischer Woche,auf Reisen und um den Gefrierpunkt)geschuldet.WOBs Stärke ist das Mittelfeld in Verbindung mit einer sehr guten Defensive und so etwas ist in einer Meisterschaft entscheidend.Der Sturm gewinnt einzelne Spiele, aber,so heißt es in den „Fußballweisheiten“ nicht Meisterschaften.Für den DFB-Pokal kann es aber schon mal passen.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Wenn man im „Konjunktiv“ alle Spiele gewinnt,ist man zwangsläufig Meister.Fußballspielen können sie alle in der Liga.
    Die Qualität einer Mannschaft zeigt sich aber dann,wenn sie das Spiel dominiert,aber nicht schafft das Führungstor zu erzielen oder gar im Rückstand liegt.Genau dann zeigt sich die Klasse eines Teams,wenn es gelingt mit allem Einsatz noch den Ausgleich oder gar noch den Sieg zu erzielen.Dies war der entscheidende Unterschied zu den anderen Teams, der letztendlich für WOB den Titel brachte.Sinnbildlich das Freitagabendspiel gegen TP im strömenden Regen bei Flutlicht in WOB.Drückende Überlegenheit der Wölfinnen mit den Möglichkeiten Turbine mit einer richtigen Packung nach Hause zu schicken (6,7:1 wäre nicht vermessern gewesen); stattdessen 1 Chance für Turbine und es stand 0:1 bis in die 70.Minute, dann endlich der Ausgleich,aber weiteres Anrennen um unbedingt den Siegtreffern zu erzielen,was dann auch noch fast mit dem Schlußpfiff erzwunden werden konnte.Wenn deine Mannschaft so einen Charakter hat,dann gewinnst du Titel und Meisterschaften.

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  • H2O sagt:

    Ein nettes Interview, aber das ist ja meistens so wenn die PR-Abteilung das Interview absegnet und gegebenenfalls anpasst. Dafür werden die ja auch bezahlt.
    Leider klingen die Interviews dann auch alle sehr ähnlich. 🙂

    Die geäußerte Erwartungshaltung entspricht dem, was man als vernünftig nach außen vertreten kann und es wäre interessant zu erfahren, was das die interne Zielvorgabe für den Trainerstab ist. Vermutlich schon mindestens einen der 3 großen hinter sich zu lassen und ab spätestens nächstem oder übernächstem Jahr auf die Championsleagueplätze zu gehen.

    @Schulze
    „Herr Wörle ist gewiss kein Selbstdarsteller…“
    Sehe ich ebenso. Er und sein Team arbeiten meiner Meinung nach sehr professionell. Mal schauen wann der „Prozess“ abgeschlossen ist. Die Arbeitsweise des Trainerstabes erinnert mich an Wolfsburg.

    @Sheldon
    „Das beste an Wörle ist: Er ist ehrlich, nüchtern, kompetent und hartarbeitend.“

    Wer ist das nicht? 😉

    „Nichts ist für eine Liga gefährlicher als diese Mischung auf der Trainerbank!“
    Du meinst vermutlich die anderen Vereine in der Liga.
    Vermutlich hast du da recht, sieht man ja an Kellermann und Schröder.

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  • derBA sagt:

    Also wie ich bereits erwähnt habe, denke ich, dass jede der Top 4 Mannschaften Meister werden kann. Also sind sie für mich auch alle gleich stark. Ich denke (und hoffe), dass zwischen diesen Mannschaften nicht viele Punkte liegen werden. Ich halte Potsdam nicht für schwach und denke, dass unter den ersten 4 auch jede andere Konstellation möglich ist.

    Zu meinem Tipp der Top 4:
    Also bei mir ist das überwiegend nur Bauchgefühl, dass natürlich unterstützt wird, durch die gesehenen Leistungen in der letzten Saison plus der getätigten Transfers. Wobei ich sagen muss, dass ich Spiele vom und gegen den VfL Wolfsburg intensiver beobachtet habe als andere und so auch bei mir eine gewisse Meinung entsteht, die nicht unbedingt objektiv und allumfassend ist. 😉 Mein Tipp ist also nicht durch Statistiken oder Ähnliches zu begründen sondern eher ein Gefühl. Ich versuch trotzdem mal kurz zu erläutern, warum ich meine Top 4 so getippt habe.

    1. VfL Wolfsburg: Nun ja, da bin ich nicht objektiv. Das ist nun mal meine Lieblingsmannschaft. Also ist das mein Wunsch. 🙂 Aber ich halte den Kader auch in der Breite für am besten besetzt in der Bundesliga.

    2. FFC Frankfurt: Ich finde, Frankfurt war die beste Mannschaft, die ich letzte Saison in Wolfsburg gesehen habe. Und wenn jetzt noch Laudehr und Bajramaj richtig fit sind und Celia Sasic dazukommt, dann finde ich das richtig stark.

    3. FC Bayern: Super Trainer, super Sturm, gute Abwehr, tolle Torhüterin. Leonie Maier kommt dazu. Gute Spiele gegen die Top-Mannschaften. Also warum nicht mal Platz 3?

    4. Turbine Potsdam: Bleibt ja nur noch Platz 4 für Turbine. Für mich ist Ogimi ein Verlust, aber ich bin kein Potsdam-Insider. Für mich haben die anderen sich ein bisschen besser verstärkt, aber wer weiß das schon.

    Ich weiß, mein Tipp ist leicht angreifbar. Aber am Anfang einer Saison ist es ja alles nicht so leicht vorauszusehen.

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  • Detlef sagt:

    Dieses Interview ist absolute Tiefstapelei, und das weiß natürlich keiner besser als Thomas Wörle selber!!!

    Ich schätze ihn wirklich sehr!!!
    Und ich glaube außerdem, daß er seine Mannschaft recht gut beurteilen kann!!!
    Aber das muß er natürlich nicht gleich jedem auf die Nase binden, und wird so lieber weiter auf Understatement machen, um den Druck von seinen Mädels zu nehmen!!!

    Ähnlich ist ja auch Ralf Kellermann über viele Jahre verfahren, und so haben sich die Wölfinnen ganz langsam von hinten durch die Brust ins Auge nach ganz oben vorgearbeitet!!!

    Ich halte den Kader der Bayern-Ladies für ähnlich stark wie den der TURBINEN!!!

    Vorteil für die Potsdamerinnen,
    …wir haben diese Saison fast den gesamten Kader schon zu Beginn zur Verfügung, denn lediglich WIBKE MEISTER wird noch etwas länger brauchen, alle anderen werden am Sonntag sicher einsatzbereit sein!!!

    Vorteil für die Bayern-Ladies,
    …ihr Kader ist besser eingespielt, da man über mehrere Jahre die Hauptleistungsträgerinnen halten konnte, und sich so eine homogene Truppe gebildet hat!!!

    Wer in einer Saison alle drei Titelanwärter zT sogar mehrmals bezwingen konnte, der ist bei noch weiter verstärktem Kader selbstverständlich selber zum Titelanwärter geworden!!!
    Denn auch Frankfurt und Potsdam hatten es 2012/2013 nicht so mit der Konstanz in ihren Leistungen, was verschiedene Gründe hatte!!!
    Lediglich die Wölfinnen gönnten sich nur wenige Ausreißer (0:3 in Aschheim), und wurden deshalb auch Meister!!!

    Und hier ähneln sich bei allen 3 Klubs die Ursachen, die mM nach waiiy sehr schön beschrieben hat!!!
    Alle Mannschaften hatten enorme Defizite auf der Spielmacherposition, und damit absoluten Kreativmangel!!!

    Bei Bayern fehlte eine Julia Simic an allen Ecken und Kanten!!!
    Ich habe das Spiel in Duisburg gesehen, was an Ideenlosigkeit und Harmlosigkeit kaum zu übertreffen war!!!
    Alles hoch und weit nach vorn, irgendwie auf Hagen oder Lotzen bringen, die dann sehen mußten, wie sie klarkamen!!!
    Bei hochstehender Abwehr funzte daß sehr gut, wie beim 2:0 gegen TURBINE!!!
    Aber wenn sich der Gegner hinten „einmauerte“, fehlten die spielerischen Mittel, um dieses Bollwerk zu knacken!!!
    Standarts mußten da oft helfen, um Hagen irgendwie in die richtige Position vors Tor zu bekommen!!!

    TURBINE erging es ähnlich, da unsere eigentliche Spielmacherin oft krank oder verletzt war!!!
    Und selbst wenn PATTI dann mal auf dem Rasen stand, mußte man oft lange warten, bis sie mal einen ihrer genialen Momente hatte!!!
    Schröder versuchte zwar, mit YUKI dieses Manko irgendwie auszugleichen!!!
    Aber er hatte leider bis zum letzten Spiel nicht begriffen, daß YUKI auf dieser 10-er Position eine glatte Fehlbesetzung war!!!
    Deshalb auch hier, aus der Abwehr lang und hoch auf AYOMA, LISA und NATASCHA, irgendwie schnell das Mittelfeld überbrücken!!!

    Auch Frankfurt tat sich schwer mit seiner Kreativabteilung!!!
    Kulig lange verletzt, Simon und LIRA dito!!!
    Marozsan war hier oft auf sich allein gestellt, und spielte wohl insgesamt eine eher schwache-, unglückliche Saison!!!
    Da aber lange Bälle (wie bei Bayern und Potsdam) für alle drei Frankfurt-Trainer wohl unter ihrer Würde waren, vertändelte man sich so zu oft im Mittelfeld, und die Stürmerinnen bekamen kein „Futter“!!!
    Wenn man nicht eine Kerstin Garefrekes gehabt hätte, die man wohl als die Überlebensretterin der Hessinnen bezeichnen könnte, die sich die Bälle oft selber in der eigenen Hälfte abgeholt, und nach vorne gespielt hat, dann wäre man am Ende wohl noch hinter den Bayern-Ladies gelandet!!!

    Hier war WOB mit KESSI, Goeßling, und VIOLA gleich mehrfach gut bestückt, und auch Jakabfi leitete viele gute Aktionen ein!!!
    Dieses starke Mittelfeld machte für mich den Unterschied zwischen dem Meister, und den 3 anderen Top-Mannschaften aus!!!
    Ja, ich zähle auch die Bayern-Ladies zu den Top-Vereinen dieser FF-Buli mit dazu!!!
    Ob es dann am Ende schon zum Meistertitel oder dem CL-Platz 2 reicht, hängt natürlich auch vom Auftreten der anderen Mitfavoriten ab!!!

    Die Qualität ist ohne Frage da!!!
    Am Ende werden dann aber auch die Nerven, und das nötige Quäntchen Glück mit darüber entscheiden!!!

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  • Dummkopf sagt:

    @derBA
    da unterschreib ich gleich mit.

    RR 2013:
    Wob 27 Pkte
    Fra 25 Pkte
    Bay 25 Pkte
    Pot 24 Pkte

    Da ist es von Wörle natürlich (cleveres) understatement zu sagen, man sei nicht so gut wie die anderen 3. Recht hat er mit der fehlenden Breite des Kaders – aber nur halb. Nämlich vorne. Ich meine auch, Lotzen/Hagen ist das beste Duo vorne von allen.
    Aber wehe, eine davon verletzt sich. Dann schafft es Bay nicht.

    So wie Sheldon schreibt, Potsdam hat eine Menge Gute, aber die einzige Weltklassespielerin eben verloren. Man wird erst sehen müssen, wie das kompensiert werden kann. Hoffentlich schaffen es ja Bremer oder Hegerberg.

    Und die vielen Verletzungen haben sicher letztes Jahr auch schon eine grosse Rolle gespielt. Wie sehr 2-3 Ausfälle die Qualität beeinträchtigen, hat man bei Wob am Ende gesehen.

    Und ohne Faisst, Henning, Jakabfi, Odebrecht sind die auch am WE gegen Bayern für mich kein Favorit mehr.

    Und bei Fra wie immer. Aber irgendwann, denkt man, lernen ja vielleicht doch auch die unfähigsten Manager aus ihren Fehlern.
    Fragt sich eben, wie lange das dort noch dauern mag.

    Alles ist eng zusammen. 1-2 Langzeitverletzte können da locker den Unterschied ausmachen. Sonst: 1 Wob 2 Bay 3 Fra 4 Pot

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  • Dummkopf sagt:

    @derBA:
    edit: habe mich auf deinen ersten Post bezogen.

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  • noworever sagt:

    was die einschätzungen des leistungsvermögen der bayern-ladies betrifft, befinde ich mich wohl in der illustren gesellschaft von @waiiy und @altwolf … die mit ihren aussagen, wie
    „Es ist die Fähigkeit, ein Spiel selbst zu machen und gegen einen tief stehenden Gegner, der nur das Spiel zerstören will, ordentlich Druck aufzubauen. Das ist auch der Grund, warum sie gegen die Favoriten immer gut aussehen. Dort müssen sie das Spiel nicht machen.“
    … es auf den knackpunkt bringen.

    hat eine mannschaft einfach eine bestimmte qualität, ist sie immer in der lage die sog. großen zu ärgern … und diese qualität hat dieses team definitiv. (das hat sie gezeigt)
    in der lage aber zu sein, ein spiel konsequent auf-&durchzuziehen, egal, ob es ein ‚großer‘ oder ‚kleiner‘ ist … das können nur ganz wenige … und nur die, die dies wirklich können … finden sich dann am ende auch ganz ganz vorne wieder.
    vielleicht gehören die bayern ja jetzt dazu … vielleicht … gezeigt haben sie es jedenfalls bis JETZT noch nicht (und deswegen waren sie auch (noch) nicht … ganz ganz vorne).

    träumereien aus dem reich der „hätte & wäre’s“ sind zwar legitim, aber letztenendes einfach nicht seriös und taugen höchstens um gewisse gähn-effekte zu provozieren …
    „Bad Neuenahr(?), Leverkusen, Duisburg, das sind alles Teams, die man schlagen muss, auch auswärts. Hätte man gegen diese Teams im letzten Jahr alle Spiele gewonnen, wäre man am Ende der Saison Meister gewesen. Soweit weg ist der Titel nicht.“
    sorry @sheldon, solch eine feststellung ist zwar in sich durchaus stimmig … andererseits, ist eine solche weisheit auf ein jedes team übertragbar … auf einen der sog. ‚großen‘, wie potsdam und frankfurt … als auch auf einen ‚mittleren‘ oder ‚kleinen‘ … der, z.b., „dann nicht abgestiegen wären …“hätte“ … „wäre“ … „nicht in dem EINEN spiel … in dem jeweiligen, alles entscheidenden moment … der pfosten, die latte (oder die fliege im auge) im weg gewesen“.

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.Gut möglich,daß sich die Kaderqualität von Bayern und TP auf ähnlichem Niveau bewegen und in den einzelnen Mannschaftsteilen bzw. in der individuellen Qualität nur um Nuancen unterscheiden.Es wäre daher schon interessant, ob sich die Spielweise der Bayuwarinnen gegen WOB und d.FFC wieder erfolgreich zeigt, denn wenn dem so sein sollte, könnte Turbine ja mal in München sein Spielkonzept ändern.Sich mal deutlich defensiver aufstellen und Bayern das Spiel gestalten lassen und entsprechend bei Balleroberung ein Konterspiel aufziehen und so München mit der eigenen Spielweise konfrontieren.
    WOB und d.1.FFC werden sich hierauf sicher nicht einlassen,da sie zu starke Einzelspielerinnen haben und gewohnt sind das Spiel von Beginn an zu gestalten.Aber B.Schröder könnte ich so eine Taktik schon mal zutrauen,wie er es in WOB auch schon hat spielen lassen.
    @noworever.Genau dieser Konjunktiv mit hätte,könnte,wenn und aber erhält uns unsere Diskussionen und Stellungnahmen und laut @Sheldon dem FC Bayern die Titelchance, die er eigentlich schon vergangene Saison „hätte“ holen können.

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  • noworever sagt:

    @Altwolf

    du sagst es … wenn wir nicht mehr träumen können, sähe oft alles viel trister aus. 🙁

    … dagegen sollte man die traum-deutung nicht allzu ernst nehmen. 😉

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  • Sheldon sagt:

    Ich frage mich, wieso hier alle ans Träumen denken. Wir geben Prognosen für die nächste Saison.
    Man könnte den Satz von oben auch anders formulieren: „Wenn es Bayern schafft, die Punkte gegen die kleinen Vereine zu holen, dann ist in dieser Saison alles drin.“

    Darum geht es doch, ob sie ihre Qualität gegen Teams wie Leverkusen und Duisburg abrufen können. Mannschaften wie Wolfsburg oder Frankfurt können sie dank ihrer starken Defensivbesetzung komplett aus dem Spiel nehmen.

    Außerdem haben sich alle Mannschaften deutlich sinnvoller verstärkt als Wolfsburg und werden auch im Vergleich zum letzten Jahr mit einem deutlich stärkeren Kader in die Liga starten.

    Wolfsburg hat mit Fischer und Schult nur zwei nennenswerte Neuzugänge geholt, die tatsächlich eine Verstärkung darstellen. Doch für Schult ist Vetterlein gegangen und damit wurde das Tor wahrscheinlich eher geschwächt. Außerdem haben sie mehrere Langzeitverletzte, so dass unter dem Strich ein Minus herauskommt.
    Potsdam hat dagegen mit Simic Hanebeck deutlich stärker ersetzt, zudem kehren mit Andonova, Elsig, Zietz und Wesely mehrere Spielerinnen zurück, die langzeitverletzt waren und vorher zum Stamm bei Potsdam gehörten.
    Bayern hat mit Bachor und Banecki nur zwei Ergänzungsspielerinnen verloren, hat mit Maier und Tymrak zwei Stammspielerinnen dazu bekommen. Zudem sind Baunach und Schöne fit, die letzte Saison beide lange Zeit verletzt waren und die Defensive weiter stärken werden.

    Ich wüsste also nicht, wieso nicht Potsdam und Bayern die Liga in diesem Jahr nicht so dominieren sollten wie es Wolfsburg im letzten Jahr getan hat.

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  • Tiberias sagt:

    Wow… was für ein Hin und Her an Kommentaren, aber alle sind sich m.o.w. einig: Den Bayern-Mädels ist in dieser Saison einiges zuzutrauen! Deshalb bleibe ich dabei: Sie sollen sich mehr trauen, sie müssen angreifen, und mit Thomas Wörle haben sie einen absolut fähigen Trainer dazu.
    Wenn ihnen Platz 3 oder gar mehr gelingt, bin ich sicher, haben sie den Beifall der ganzen Liga (auch, schluck, aus Potsdam). Wenn nicht – Wörle ist jung, sein Team ist jung und hat jede Menge Perspektive. Und vor allem Qualität!
    Wenn es doch wieder nur Platz 4 oder weniger werden sollte, bricht in München keine Welt zusammen. Das wissen alle.
    Wie viele Anläufe hat Potsdam gebraucht, um gesamtdeutscher Meister zu werden… das war auch kein Durchmarsch! Und damals gab es einen Bernd Schröder in Topform!

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  • Dummkopf sagt:

    @waiiy
    bei der WM fand ich deine Posts ja super, aber dieser?
    Na ja, ein bisschen.
    Auch für das Problem gegen tiefstehende Mannschaften und fehlende „Kreativität“ gilt doch, dass es für ALLE Mannschaften gilt, nicht nur für die Isar-Nixen.
    Wer genau bringt und was genau ist denn diese Kreativität? Ribery, Müller, Robben? Reus, Götze, Ronaldo, Bale? Den 10er gibt es nicht mehr. Oder Maroszan. Ist die nun „kreativ“ gut oder nicht? Kann man lange drüber streiten.

    Ich glaube eher, die Bayern haben hier ein Taktik-Problem. So ordentlich sie hinten organisiert sind, so wenig sieht das nach vorne geordnet aus.

    Eine tiefe Abwehr knackt man zB. mit lauffreudigen Spielern (wie Müller), oder klar angewiesenem Spiel über die Flügel (mit Ribery und Robben). Hagen hat den berühmten Bierdeckelradius, Lotzen läuft sehr viel, aber da unerfahren oft ineffektiv. Flügelspiel ist eher wie es halt gerade so kommt.

    Ich habe kein Spiel gegen die „Schwachen“ gesehen. Aber diese Mängel kommen schon gegen gute Gegner klar zum Vorschein. Hoffentlich liege ich für die Zukunft falsch.

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  • Aldur sagt:

    Sheldon sagt:
    „…zudem kehren mit Andonova, Elsig, Zietz und Wesely mehrere Spielerinnen zurück, die langzeitverletzt waren und vorher zum Stamm bei Potsdam gehörten.“

    Nach meiner Erinnerung hat sich Elsig ihren Kreuzbandriss in ihrem letzten Spiel für Leverkusen zugezogen. Wie soll sie denn vorher zum Stamm in Potsdam gehört haben?

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  • Sheldon sagt:

    @Aldur: Sie wurde als Stammspielerin verpflichtet und war designierte Nachfolgerin von Peter als Libero.

    @Tiberias: Ich selbst bin gerade bei jungen Mannschaften kein Freund von Saisonzielen und Prognosen. Eine Saison hat 22 Spiele. 22x die Möglichkeit, dass ein Spiel durch einen unberechtigten Elfmeter für den Gegner entschieden wird. 22x die Möglichkeit, durch einen dummen Zweikampf irgendeine wichtige Spielerin zu verlieren. 22x die Möglichkeit, zu gewinnen oder zu verlieren. Es kann viel, sehr viel passieren.
    Für junge Spielerinnen, die noch nicht unbedingt die Reife haben, mit solchen Situationen umzugehen, ist der Druck eines festen Saisonzieles, das auch von unbeeinflussbaren Faktoren mitabhängt, einfach sehr gefährlich.

    Es mag sein, dass für Bayern nicht die Welt untergeht, wenn es nur wieder Platz 7 oder 8 wird, auch wenn das Ziel höher war. Doch für manch eine Spielerin kann das einen tiefen, mentalen Knick geben, der ihr die Fähigkeit raubt, sich später vernünftig zu entwickeln.

    Gerade für solche Spielerinnen ist es wichtig, jedes Spiel neu zu denken. Das ist in einem absehbaren Zeitraum, da kann man sich voll darauf konzentrieren, da geht es erstmal bloß um 3 Punkte, das ist viel besser handhabbar.

    Und dann kann man ja auch gerne angreifen, aber sich bitte nicht von Zielen abhängig machen!

    @Dummkopf: Ich vermute stark, dass das Problem bei Bayern die fehlende Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen sein wird. Das Verschieben funktioniert kaum. Taktische Überlegungen, nach denen sich beispielsweise einer der DMs zwischen die IVs zurückfallen lässt, während die AVs das Flügelspiel ankurbeln und die Flügelstürmerinnen unterstützen, die derweil stärker nach innen rücken und mit dem „6“er das Kreativspiel anregen, um dann die beiden Sturmspitzen zu bedienen, da fehlt es noch massiv dran.

    Doch mit Maier, Schöne, Tymrak und Lotzen hat und bekommt man nun einige Spielerinnen, die das bereits beherzigen und damit für Variabilität sorgen könnten. Insbesondere Tymrak könnte ein wichtiger Verbindungsfaktor zwischen Mittelfeld und Sturm sein, denn bis jetzt wirkte das System bei Bayern immer wie ein 4-2-4, wo zwischen den 2 MF und den 4 ST kaum Verbindung bestand.

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