Potsdam remis, Bayern verliert

Von am 26. August 2013 – 13.18 Uhr 23 Kommentare

Am Wochenende standen wieder einige Testspiele von Bundesligisten auf dem Programm. Dabei kam Vizemeister 1. FFC Turbine Potsdam gegen den FF USV Jena nicht über ein Remis hinaus, der FC Bayern München zog erneut gegen ein männliches Juniorenteam den Kürzeren.

In Sangerhausen trennten sich am Samstag der 1. FFC Turbine Potsdam und der FF USV Jena mit 1:1 (0:1). Die Neuseeländerin Ria Percival erzielte für Jena die Führung (37.), Asano Nagasato traf nach einer schönen Einzelaktion zum Ausgleich (74.), Maren Mjelde hatte wenige Minuten zuvor den Pfosten getroffen.

„Zum jetzigen Zeitpunkt der Saisonvorbereitung kann man kein Superspiel erwarten. Die Mannschaft hat nach den Trainingswochen, die wir jetzt absolviert haben, ein körperliches Minus erreicht“, so das Fazit von Turbine-Assistenztrainer Dirk Heinrichs.

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Aufstellung 1. FFC Turbine Potsdam: Berger – Singer (46. Mirlach), Draws (46. Wesely), Kemme – Göransson, Elsig, Mjelde, Cramer – Simic (46. Zietz) – Anomna (46. Wälti), Evans (46. Nagasato)

Essen feiert Kantersieg gegen Twente
Die SGS Essen kam gegen BeNeLeague-Meister FC Twente zu einem 6:2 (1:1)-Sieg. Dabei sah es nach dem 0:1-Rückstand zunächst nicht viel versprechend aus, doch der Ausgleich von Ana Oliveira Leite nach einer halben Stunde brachte die Wende. Nach der Pause drückte Essen aufs Tempo, die gerade eingewechselte Natalia Mann sorgte für die Essener Führung (47.). Charline Hartmann baute die Führung aus (56.), ehe Mann mit ihrem zweiten Treffer auf 4:1 (60.) erhöhte.

Nach dem Twente-Anschlusstreffer zum 2:4 (67.) schlug Irini Ioannidou mit einem 18-Meter-Schuss zu  (76.), Mann setzte mit ihrem dritten Treffer den Schlusspunkt. „Ich habe heute gegen den Champions-League-Teilnehmer einen couragierten Auftritt meiner Mannschaft gesehen. Die Abstimmung mit den Neuzugängen nimmt immer mehr Formen an“, so Trainer Markus Högner.

Aufstellung SGS Essen: Lisa Weiß – Sarah Freutel, Christin Janitzki, Vanessa Martini, Irini Ioannidou – Ana Cristina Oliveira Leite, Ina Mester, Jacqueline Klasen (72. Lena Ostermeier), Sara Doosoun (46. Christina Dierkes) – Isabelle Wolf (46. Natalia Mann), Charline Hartmann (80. Geldona Morina)

Spielszene Bayern München gegen FC Ismaning

Szene aus dem Spiel FC Bayern München gegen FC Ismaning © Markus Juchem / Womensoccer.de

Bayern-Frauen verlieren, Schroffenegger verletzt
Der FC Bayern München unterlag am Samstagnachmittag im Sportpark Aschheim mit 1:3 (1:2) gegen die U17-Männer des FC Ismaning. Zwar gingen die Münchnerinnen durch Sarah Hagen in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung, doch noch vor der Pause drehten die körperlich überlegenen Ismaninger die Partie zu einer 2:1-Führung. In der zweiten Halbzeit war die Elf von Trainer Thomas Wörle um den Ausgleich bemüht, musste in der Schlussphase aber einen weiteren Gegentreffer einstecken. Beim Aufwärmen zog sich Bayerns neue Torhüterin Katja Schroffenegger eine Verletzung am linken Knie zu, eine Diagnose steht noch aus.

Spielabbruch in Sindelfingen
Das Testspiel zwischen dem VfL Sindelfingen und der TSG 1899 Hoffenheim wurde nach 22 Minuten wegen eines Unwetters zunächst unterbrochen und wenig später abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt lag Hoffenheim durch Treffer der Ex-Sindelfingerin Tamar Dongus (1.) und einem Fallrückzieher von Susanne Hartel (6.) mit 2:0 in Führung.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @ balea und grammofon,
    Mein Informant hat später noch mal zurückgerudert, und auch JENNY CRAMER als Torschützin genannt!!!
    Da hatte ich meinen Labtop aber schon aus!!!

    Freut mich ja echt zu lesen, daß TURBINE sich gegen einen sicher viel stärkeren Gegner als Jena so gut verkaufen konnte!!!
    Nach dem eher mageren Unentschieden in Sangerhausen, hatte ich schon das Schlimmste befürchtet!!!

    Gute und weniger gute Leistungen die Ihr aufgezählt habt, decken sich in etwa mit denen von Sangerhausen!!!
    Auch da haben JULIA und LISA nicht wirklich gut gespielt, und LIA und ASANO gehörten neben ULLA noch zu den besten TURBINEN!!!
    Allerdings sind es dann von „nicht gut“ bis zu „schlecht“ auch noch einige Stolprer und Fehlpässe mehr!!!

    TONI war gegen Jena auch mehr in der Abwehr beschäftigt, und konnte so nur sehr bescheiden zu Potsdams Offensivspiel beitragen!!!
    Euren Berichten zufolge hatte sie in Deetz wohl mehr „Auslauf“, und so kam sie auch gleich zum Torerfolg!!!

    Sehr schade das AYOMA nicht getroffen hat!!!
    Gegen Jena spielte sie ja wieder (fast schon traditionell) mit etwas angezogener Handbremse, machte aber trotzdem ein ordentliches Spiel!!!
    Ich hatte auch den Eindruck, daß sie ihren Spaß am Fußballspielen wieder gefunden hat, und somit erneut eine heiße Anwärterin auf die Torjägerkanone ist!!!

    Ich bin sehr gespannt auf den Auftritt am Freitag!!!
    Schröder hat ja angekündigt, das Trainings-Level nun etwas runterzufahren, damit die Mädels so langsam regenerieren können, und die Müdigkeit aus den Beinen und vor allem aus den Köpfen weicht!!!

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  • balea sagt:

    @grammofon
    So einen grossen Widerpruch haben wir da, glaube ich, nicht. HZ2 ging klar an Turbine, was Druck, Ballbesitz und Chancen angeht. Die Koreanerinnen haben auf Defensive geschaltet – blieben aber stets kreuzgefährlich und schnell bei den Kontern. In der HZ1 fand ich Turbine zu passiv und auch viele Aktionen recht fahrig und fehlerhaft. Klar ist viel über Evans Seite gegangen – aber ich habe gerade da eine Menge Stockfehler etc gesehen. Toni war da in HZ2 wesentlich ballsicherer und gefährlicher. Maren und Zietz haben recht gut harmoniert. Anonma hat mir auch sehr gut gefallen – aber ich finde sie eigentlich meist sehr erfrischend. Im Publikum gab es manchmal Murren, weil ihr auch was daneben ging und sie manchmal zu starrköpfig ist, aber ich finde es braucht jemanden, der sich auch noch für den aussichtlosesten Ball aufreibt.
    Julia hat sich Anschautzer von Schröder eingehandelt ob ihren Stellungsspiels (aber nicht nur sie). Irgendwie habe ich das Gefühl dass sie einfach noch mehr Zeit braucht, bis die ganzen Abläufe, Zuspiele etc automatisch und selbstverständlich laufen. Da knirscht es noch ziemlich.
    Relativ spät kamen noch Wesely und Elsig in Spiel – aber das war so spät, das sie eigentlich nicht mehr recht hineinfanden.

    Insgesamt sollte man aber auch sagen, dass das Spielfeld deutlich kleiner als ein normaler Platz war – da fehlten in der Breite wahrscheinlich 6 – 8 Meter und mir kam er auch etwas kürzer als normal vor. Vielleicht ist das auch ein Grund für die nicht ganz überzeugende Performance zB von Evans.

    @be
    Ich hab deswegen die Lösung Zug plus Fahrrad genommen. Auf dem Weg konnte man noch leckere Birnen unter den Bäumen einsammeln…

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Ich beziehe mich, was die Umstellung des Spielsystems betrifft, auf das obige Spiel. Und das sieht mir sehr nach einem 4-4-2 bzw. 4-3-3 aus.

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  • grammofon sagt:

    @Sheldon: Dazu kann ich nicht viel sagen, da ich nicht da war. Aber ich denke eher, dass Elsig gegen Jena mit Mjelde die doppel-6 gebildet hat, ähnlich wie Zietz und Mjelde gegen N Korea. So hat es zumindest auch in Deetz ausgesehen, nachdem Elsig in der 2. HZ für Mjelde reinkam.

    In der oben (im Artikel) gegebenen Aufstellung kann man immerhin auch (offiziel?) erkennen, dass jetzt eine der 3 Stürmerinnen tiefer sitzt und damit als eine Art 10er fungiert. Dadurch wird das System zu einer Art 3-4-1-2, wenn man so will, was wiederum zu meinen Eindrücken aus Deetz passt. Aber ob man deshalb gleich von System-Wechsel sprechen sollte…?

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Mir geht es um die Aufstellung in der zweiten Halbzeit: Die lautete nämlich wie folgt:

    Berger – Mirlach, Wesely, Kemme – Göransson, Mjelde, Zietz, Elsig, Cramer – Wälti, Nagasato

    Dort kamen Mjelde, Zietz und Elsig gleichzeitig zum Einsatz, dazu drei Abwehrspielerinnen. Das sieht mir doch eher danach aus, dass eine der 3 DMs sich zurückfallen hat lassen. Oder wie siehst du das?
    Denn ich vermute nicht, dass Zietz auf der 10 gespielt hat oder eine der anderen beiden!

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  • balea sagt:

    @sheldon
    Ich meine an Deiner Aufstellung stimmt etwas nicht. Da kam zB Wesely für Kemme, wenn ich mich recht erinnere. Vielleicht veröffentlicht Turbine noch die genauen Daten.

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  • Sheldon sagt:

    @balea: Die Aufstellung bezieht sich auf die von Markus oben veröffentlichte.

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  • grammofon sagt:

    @Sheldon: Also, du meinst 2. HZ gegen Jena… ja, könnte sein. Aber warum eigentlich nicht Zietz auf der 10? Oder Mjelde? Gerade wenn man 1-0 zurück liegt, stellt man doch nicht auf ne 4er Kette um. Da können wir beide aber auch nur spekulieren.

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