U19: Traumstart für DFB-Elf

Von am 20. August 2013 – 8.33 Uhr 21 Kommentare

Die deutsche U19 hat einen perfekten Start in die Europameisterschaft in Wales erwischt. Zum Auftakt der Gruppe B gab es einen klaren Sieg gegen Norwegen, alle Treffer fielen bereits in der ersten Halbzeit. Linda Dallmann glänzte als Torschützin und Vorbereiterin, Pauline Bremer gelang gar ein Hattrick.

Ein Doppelpack  von Dallmann (12., 15.) und ein Hattrick von Bremer (21., 39., 43.) sorgten im Parc y Scarlets von Llanelli für einen 5:0 (5:0)-Sieg der Auswahl von DFB-Trainerin Maren Meinert.

Doppelschlag von Dallmann
Schon in der Anfangsviertelstunde legten die deutschen Spielerinnen den Grundstein für den Erfolg, erst traf Dallmann nach Vorarbeit von Annabel Jäger aus kurzer Distanz, ehe sie nur wenige Minute später mit einem Kopfball nach Flanke von Theresa Panfil die Führung ausbaute.

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Magull verschießt Elfer
Norwegen hatten dem druckvollen Offensivspiel der Deutschen kaum etwas entgegenzusetzen, Bremer erhöhte zum 3:0 und die DFB-Elf konnte sich sogar den Luxus leisten, einen Foulelfmeter zu verschießen – Guro Bergsvand hatte Bremer von den Beinen geholt -, Lina Magull vergab vom Punkt (34.).

Linda Dallmann

Linda Dallmann (SGS Essen) traf doppelt und bereitete zwei Tore vor © Zetbo / Framba-Fotos.de

Lupenreiner Hattrick von Bremer
Dann war es Dallmann, die für Bremers 4:0 auflegte, kurz vor der Pause machte die Spielerin des 1. FFC Turbine Potsdam dann einen lupenreinen Hattrick perfekt, als sie zum 5:0 einnetzte, nachdem erneut Dallmann als Vorlagengeberin glänzte.

Meinert schont Trio
In der zweiten Halbzeit schaltete die DFB-Elf einen Gang zurück, nach einer Stunde nahm Meinert Bremer und Magull vom Feld und später auch Dallmann, um sie für die weiteren Partien zu schonen. Norwegen beschränkte sich auf die Defensive, kam aber nun zu gelegentlichen Konterchancen, Vilde Bøe Risa traf anfangs der zweiten Halbzeit bei der besten norwegischen Chance nur den Pfosten (47.).

Zufriedene Trainerin
Meinert freute sich nach der Partie: „Hätte mir jemand das Ergebnis vorher angeboten, hätte ich es dankend angenommen. Wir sind glücklich und zufrieden, vor allem mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben.“

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Mit Sieg gegen Schweden ins Halbfinale
Durch das 1:1 (1:0) zwischen Schweden und Finnland im Duell der beiden anderen deutschen Gruppengegner hat die DFB-Elf nun die gute Ausgangslage, dass mit einem Sieg gegen Schweden am Donnerstag (15 Uhr, Haverfordwest) bereits vorzeitig die Halbfinalteilnahme und damit die Qualifikation für die U20-WM in Kanada perfekt gemacht werden kann.

Deutschland – Norwegen 5:0 (5:0)

Deutschland: Kämper – Tietge, Romert, Barth, Wilde – Jäger, Magull (57. Streng), Knaak, Panfil – Bremer (56. Chojnowski), Dallmann (69. F. Dongus)

Norwegen: Ervik – Naess, Reinás, Bergsvand (46. Fennefoss), Bakke – Naalsund, Bøe Risa (85.) Voltersvik), Reiten Eikeland, Thun (69. Skinnes Hansen), Jensen

Tore: 1:0 Dallmann (12.), 2:0 Dallmann (15.), 3:0 Bremer (21.), 4:0 Bremer (39.), 5:0 Bremer (43.)

Zuschauer: 358

Schiedsrichterin: Olga Zadinová (Tschechische Republik)

Gelbe Karte: Panfil

Besondere Vorkommnisse: Lina Magull verschießt Foulelfmeter (34.)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • wrack sagt:

    Über diesen Start (gemeint ist auch der psychologisch wichtige Doppelschlag 12/15) kann man nur begeistert sein, auch wenn ich berücksichtige, dass Schweden am Donnerstag vermutlich ein anderer Gegner sein wird.
    Aber so schlecht ist Norwegen nicht.

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  • Augustus sagt:

    Laßt die Kirche im Dorf.Laßt die Mädchen einfach Fußballspielen und geilt euch nicht an Ergebnissen auf. Die Mädels sollen nicht irgendwelche Bedürfnisse befrieden. Freut euch über jedes schöne Spiel. Vieleichtspielt die ein oder andere irgendwann bei Frau Neid. Genießen wir die Technik

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  • wrack sagt:

    @ Augustus: „Laßt die Mädchen einfach Fußballspielen und geilt euch nicht an Ergebnissen auf.“

    Ich denke, die Mädchen werden sich eher über Begeisterung daheim freuen. Zuspruch erhalten die deutschen FF-Natios hier ohnehin eher selten. Ich meine, DU darfst natürlich die „Mädchen“ ruhig spielen lassen und dich an der Technik aufgeilen (Wo hast du das Spiel gesehen ?) und meinetwegen auch die Kirche im Dorf noch zusätzlich einmauern, ich für meinen Teil betrachte ein Lob von Frau Meinert als eine eher seltenen Gelegenheit, selbst Begeisterung zu äußern… ohne dabei ergebnisgeil zu werden. Ich habe das bei der A-EM bewiesen: MIR haben die 1-0s absolut ausgereicht 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Markus: Kommen nicht nur die ersten 3 zur WM? Dann würde Halbfinale nicht ausreichen.

    Es ist schön, dass die EM so gut anläuft. Die Mannschaft ist stark, keine Frage. Bremer, Magull, Romert, Dallmann, Barth, Dongus, das sind alles Spielerinnen, die in der letzten Saisons regelmäßig in der BuLi eingesetzt wurden. Mit Panfil, Jäger, Chojnowski, Knaak und Streng dürften weitere Spielerinnen in der nächsten Saison Aussicht auf nen Stammplatz haben.

    Ich denke, dadurch ist der Druck ein wenig weg. Sie können befreit aufspielen, und niemandes Karriere hängt davon ab, ob sie jetzt U19-Europameister werden oder nicht. Deswegen darf man auch mal Fehler machen und muss nicht 90 Minuten versuchen, bloß jeden Fehler zu verhindern.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @wrack
    Ich selbst habe mir abgewöhnt, auf derartige Kommentare wie den vom August zu reagieren!
    Soviel Aufmerksamkeit hat sich dieser nämlich absolut nicht verdient, ob seines Trollcharakters…
    Obgleich erst ein Kommentar abgegeben wurde, verwendet er bereits die Mehrzahl vonwegen „laßt“, da kann ich nur kopfschüttelnd abwinken und zur Tagesordnung übergehen. 🙁

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  • waiiy sagt:

    Wenn man davon ausgeht, dass die „Mädchen“ im Schnitt schon über 10 Jahre lang den Sport betreiben und sich auf den sportlichen Wettkampf mit den besten Mannschaften vorbereitet haben und freuen, dann darf man sich auch über das Ergebnis freuen.

    Zum Start eines Turniers zählen die 3 Punkte. Aber wenn man dann deutlich gewinnt, ist das auf jeden Fall nicht schlecht.

    Vielleicht zahlt sich bei Pauline Bremer wirklich die Praxis aus, die sie im Zusammenspiel mit einer der besten Mannschaften Deutschlands und im Gegenspiel gegen hochklassige Spielerinnen sammeln durfte. Ich freue mich für sie, dass auch ihr Start so geglückt ist. 🙂

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  • Hum sagt:

    @Sheldon
    „Die vier europäischen Teilnehmer werden im Rahmen der UEFA Frauen-Meisterschaft 2012/13 ermittelt, die vom 19. bis 31. August 2013 in Wales stattfindet. Die zwei Qualifikationsrunden für das Turnier sind bereits abgeschlossen. Von den ursprünglich 43 Nationen haben sich Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Norwegen und Schweden qualifiziert und starten neben mit Gastgeber Wales in die Europameisterschaft.“

    Davon abgesehen gibt es ja gar kein Spiel um Platz drei bei der EM.

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  • Therese sagt:

    @Sheldon

    EM U19/WM U20 2014 Uefa hat vier Teilnehmer
    EM U17/WM U17 2014 Uefa hat drei Teilnehmer

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  • wolle sagt:

    Sheldon, kleine Korrektur.
    Rebecca Knaak hat letzte Rückrunde in BN regelmäßig gespielt, meistens sogar in der Startelf als 6er neben Jessi Bade. Beide zusammen dürften in der Rückrunde wohl die jüngste Doppel-6 mit 17 bzw. 20 Jahren gewesen sein.
    Das erste mal ist sie mir so richtig im Hinspiel gegen den VW-Club aufgefallen. Sie wurde eingewechselt, und schlug aus der Bedrängung den finalen Pass zum 1:1. Da hat sich die Pillenelf wieder mal eine tolle Spielerin aus der BN Talentschmiede geangelt, vielleicht sogar das größte Talent ihres Jahrganges 1996.

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  • Sheldon sagt:

    @wolle: Das war mir schon bewusst, nur stand sie nach meinen Daten lediglich fünfmal in der Startelf und wurde sonst nur eingewechselt, meist erst in den letzten 10 Minuten. Daher hatte ich sie noch nicht mitgezählt!

    Sie als das größte Talent ihres Jahrgangs einzustufen, halte ich zumindest angesichts der namhaften Konkurrenz durch Pauline Bremer für fraglich!

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  • Altwolf sagt:

    @wolle.Das tut mir aber jetzt wirklich leid für dich,daß dir die Namen entfallen sind.Der eine Club ist der VFL Wolfsburg, der andere Bayer Leverkusen – so mal als Info! Vielleicht schreibst Du dir das mal auf!

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  • labersack sagt:

    Da hat der Sheldon mal Recht.Wenn man keine Fanbrille aufsetzt kann man an Paline Bremer nicht vorbeischauen.

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  • FF-Talent (Goldstatue für Angerer!) sagt:

    @ Altwolf: Unabhängig vom Inhalt der Kommentare von Nutzern wie Wolle und anderen: Aber „Pillen-Elf“, „Pillendreher“ undsoweiter ist nun wirklich ganz normaler Fußballjargon, verbreitet von Fußballstammtisch bis Fachzeitschriften (11Freunde etc.)… LEV macht doch sogar selbst Werbung mit seinen Zitat „Werkselfen“ und hat bei den Männern schon „Werkself“ auf den Trikots gedruckt gehabt. Wieso sich da ernsthaft darüber polemisch aufregen?

    Pauli-Fans bezeichnen sich seit Jahrzehnten in Sprechchören selbstironisch als „Zecken“, selbst die „Fans“ von RB Leipzig malen seit neuestem Plakate mit „RB-Schweinen“ drauf … wo bleibt die Wolfsburger Lockerheit im Umgang mit dem eigenen Club? 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Ich wüsste nicht, was du an wolles Kommentar auszusetzen hast. Die Pseudonyme sind doch treffend und jeder weiß, was gemeint ist. Wobei ich bei dem zweiten schon etwas brauchte, aber das liegt bestimmt einfach nur daran, weil der Begriff sich noch etablieren muss.

    In der kreativen Note aber bekommt sein Beitrag dadurch Pluspunkte und wird aufgewertet. Das lockert die Stimmung des Beitrags. Find ich gut, weiter so! 🙂

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  • Alice sagt:

    Altwolf, diese pure Arroganz mancher User auf dieser Seite sollte wirklich ignoriert werden, denn es gehört ja nunmal fast zur Fußballkultur sich über andere zu stellen. Der Subtext ist es, der das Ganze ärgerlich macht. Die popkulturelle Phrase „DON’T FEED THE TROLL“ trifft hier jedoch den Nagel auf den Kopf (google doch mal ;)).

    Blicken wir mit Stolz auf unsere „Werkself“. Aus dem Begriff kann man schließlich durchaus die Geschichte und Tradition unseres Vereins ableiten. 🙂
    Desweiteren muss man sich mit VW „im Nacken“ nun wahrlich nicht „verstecken“ oder die Wichtigkeit des Konzerns leugnen. Durfte gerade meine Semesterferien dort.. ich sage mal „lukrativieren“ und bin durchaus glücklich mit diesem Werk im Stadtbild 😉

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  • lieberal sagt:

    @ an wolle und sheldon:
    Die zwei vom 1996er Jahrgang zählen sicherlich zu den Besten.
    Allerdings gibt es einige Spielerinnen, die man beim DFB, oder in der Bundesliga nicht findet, da Sie sich schlicht und einfach im Ausland aufhalten und dort in ein Sportinternat gehen, wie z.B. Emily Evels. Eine sehr talentierte Spielerin, die in den USA lebt und unter professionellem Bedingungen täglich 2x trainiert. Aber insgesamt ein sehr guter Jahrgang. Liebe Grüße an Euch.

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  • Hugo_der_Troll sagt:

    Sicherlich gibt es auch heute zu 15 Uhr keinen Livestreem, oder? Wenn doch bitte, bitte posten!

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  • holly sagt:

    im Moment führt Deutschland 1:0 gegen Schweden durch ein Tor von Pauline Bremer

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  • holly sagt:

    in der 84 Minute bringt wieder Pauline Bremer die dt. Mannschaft mit 2:0 in Führung. Im Spiel England – Wales führt England auch 2:0

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  • FF-Talent (Goldstatue für Angerer!) sagt:

    Zitat Alice „… Desweiteren muss man sich mit VW “im Nacken” nun wahrlich nicht “verstecken” oder die Wichtigkeit des Konzerns leugnen. … und bin durchaus glücklich mit diesem Werk im Stadtbild.“

    Genau sowas meinte ich in meinem letzten Post mit „Lockerheit im Umgang mit dem eigenen Club“. Schön zu sehen, dass es sowas also tatsächlich auch in WOB gibt, Alice!

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  • Altwolf sagt:

    Ich möchte meinen Kommentar an @wolle eigentlich nicht kommentieren, denn es war als kleine ironische Bemerkung gedacht, um vielleicht auch etwas Distanz zum MF im Umgang miteinander einzufordern, denn auch bei unterschiedlichen Fanlagern muß man sich nicht unbedingt dem relativ niedrigen Niveau des MF anpassen.Grundsätzlich ficht mich die Betitelung des VFL oder der Stadt nicht an; wer also meint diesen Umgang weiterhin in der angesprochenen Form zu pflegen, der mag das auch weiterhin tun.Auch wenn sich besonders „talentierte“ Journalisten in dieser Form Aufmerksamkeit u.vordergründigen „Erfolg“ bei Gleichgesinnten suchen,muß man sich dieser „meiningsbildenden“ Art nicht unbedingt anschließen.
    Was die U-19-Euro betrifft,GW an P.Bremer,eine herausragende Leistung in e. guten Team.

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