Englischer Verband trennt sich von Hope Powell

Von am 20. August 2013 – 13.38 Uhr 11 Kommentare

Im englischen Frauenfußball geht eine Ära zu Ende: Hope Powell ist nach 15 Jahren nicht mehr englische Nationaltrainerin und wird mit sofortiger Wirkung ihre Ämter im englischen Verband (FA) aufgeben.

FA-Generalsekretär Alex Home erklärt: „Hope gebührt eine Menge Verdienst und Respekt für Ihr Engagement die Nationalauswahlen über eine so lange Zeit entwickelt zu haben. Der Einzug ins Finale der EURO vor vier Jahren war sicherlich der Höhepunkt.“ 2009 hatte Powell beim Turnier in Finnland mit ihrer Mannschaft erst im Finale mit 2:6 gegen die deutsche Frauenfußball-Nationalelf verloren. Seit 1998 war sie Trainerin der englischen Nationalelf.

Hope Powell

Ende einer Ära: Hope Powell © Nora Kruse, ff-archiv.de

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Zeit für Veränderung
Doch er erklärt weiter: „Jedoch glaubt der Club England Board, dass es nach der Enttäuschung in Schweden an der Zeit für eine Veränderung und frische Auffassungen ist. Der Verband bedankt sich bei Hope für Ihre Anstrengungen und wünscht ihr allen erdenklichen Erfolg in der Zukunft.Hope hinterlässt ein starkes Erbe und hat der FA geholfen, den Frauenfußball in die starke Position zu bringen, in der er heute ist.“

Suche nach Nachfolger
Eine Nachfolgeregelung ist noch nicht getroffen, der Verband ist offen für Kandidaten aus dem In- und Ausland. Viel Zeit bleibt jedoch nicht, denn bereits am 21. September steht in Bournemouth das erste Qualifikationsspiel zur Frauenfußball-WM in Kanada 2015 gegen Weißrussland auf dem Programm.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • Winter sagt:

    War zu erwarten nach dem mageren Auftritt bei der EM.

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  • Sheldon sagt:

    Immerhin zieht sie Konsequenzen! Ebenso wie Frankreich!

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  • Thomas sagt:

    Sheldon sagte: Immerhin zieht sie Konsequenzen! Ebenso wie Frankreich!

    Es waren wohl eher die Verbände, die die Konsequenzen gezogen haben. Weder Powell noch Bini sind freiwillig gegangen.

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  • Sheldon sagt:

    Dann eben so. Immerhin zieht irgendjemand dort Konsequenzen!

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  • Jan sagt:

    Vielleicht verhält es sich im Spitzensport ganz ähnlich wie in der großen Politik: Gibt es reichlich Auswahl an guten Athleten, aus denen sich zumeist eine formidable Mannschaft formen lässt, ist es fast schon egal, wer Trainer/in ist. Und ist die Wirtschaft einer Nation relativ robust, scheint es auch ziemlich egal, wer grad regiert. Doch Neues, Innovatives, Richtungweisendes, Revolutionäres sollte man von Trainer/in bzw. Regierung dann nicht unbedingt erwarten. Denn häufig besteht dazu nur in Krisensituationen eine solche Chance – oder wenn die Entwicklung in Sport bzw. Wirtschaft entsprechend berücksichtigt wird.

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  • laasee sagt:

    Hope Powell should have gone after WM 2011.

    She is a top Coach but the big problem for England is the lack of quality players.
    Without Kelly Smith the England N11 is very average.

    A new Coach will have to live with the same problems.
    Historic lack of investment in FF by the FA is the main issue.

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  • Augustua sagt:

    UND?Nichts ist beständiger als der Wechsel. Die Trainerin alleine reicht nicht. GB braucht auch bessere Spielerinnen

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  • arsenal sagt:

    england HAT gute spielerinnen. das problem lag nur daran,dass hope powell ihre lieblinge hatte und die jungen bzw. leistungsträger (williams,dowie,davison,sanderson,flaherty) aus persönlichen gründen nicht berücksichtigt hat. warum werden verletzte oder angeschlagene spielerinnen mit zu einem sehr wichtigen turnier genommen,wenn man fitte und selbstbewuste spielerinnen hat,da sie in der liga einfach überragend gespielt haben ? hope powell hat ohne frage sehr viel für den englischen frauenfussball getan und wird wohl immer eine legende sein,jedoch hat sie es verpasst ihre mannschaft nach 2011 und „cowardgate“ zu verjüngen. jordan nobbs sass in jedem spiel bei der em nur auf der bank,obwohl sie,meiner meinung nach, zu einer der toptalente im weltfussball zählt. genauso wie tony duggan. die,als sie eingewechselt wurde,viel wirbel gemacht hat. es fehlte einfach an kreativität in der startformation. eine verletzte kelly smith kann auch nicht immer alles alleine machen.
    also im frossen und ganzen die richtige entscheidung der FA. bleibt nur zu hoffen,dass jetzt jemand verpflichtet wird, der/die keine persönlichen lieblinge hat,die immer spielen. egal ib sie verletzt sind oder schlecht gespielt haben.

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  • Therese sagt:

    @arsenal
    arsenal schrieb:

    … das problem lag nur daran,dass hope powell ihre lieblinge hatte …

    Therese antwortet:
    Einverstanden, aber wird diesen Vorwurf nicht auch (fast) alle
    anderen Bundestrainer(innen) gemacht?

    Bruno Bini in Frankreich?
    Anne Noe in Belgien?
    Vera Pauw und jetzt auch Roger Reyniers in den Niederlanden?
    Eli Landsem in Norwegen?
    Silvia Neid in Deutschland?

    Einige Stimmen aus England:
    http://www.theguardian.com/football/blog/2013/aug/22/hope-powell-england-players
    http://www.womensfootball.eu/forum/index.php/topic,7701.0.html
    http://www.bbc.co.uk/sport/0/football/23769343

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  • Therese sagt:

    Hills takes temporary charge

    link:

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