Bayern München ehrt seine Europameisterinnen

Von am 1. August 2013 – 22.15 Uhr 32 Kommentare

Der FC Bayern München hat am Donnerstagabend im Rahmen des Audi-Cup-Finales in der ausverkaufen Allianz Arena seine beiden Europameisterinnen Lena Lotzen und Leonie Maier geehrt.

Die beiden Spielerinnen wurden von FC Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß und dem Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge vor 68 000 Fans in der ausverkaufen Allianz Arena beim Finale des Audi-Cups zwischen dem FC Bayern München und Manchester City geehrt.

Ehrung für Lena Lotzen und Leonie Maier

Von links nach rechts: Karl-Heinz Rummenigge, Lena Lotzen, Leonie Maier, Karin Danner, Uli Hoeneß © FCB Frauenfußball

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Ab in den Urlaub
Nach der erfolgreichen EM in Schweden, wo die DFB-Elf am Sonntag im Finale von Solna mit einem 1:0-Sieg gegen Norwegen den EM-Titel holte, geht es für die beiden Spielerinnen nun in den verdienten Erholungsurlaub.

Bundesligaauftakt in Wolfsburg
Ab Mitte August steigen beide wieder ins Mannschaftstraining ein. Der FC Bayern München startet am Samstag, 7. September, 13 Uhr, mit einem Auswärtsspiel bei Meister VfL Wolfsburg in die neue Saison.

Erstes Spiel im neuen Grünwalder Stadion
Eine Woche später gibt es dann gegen den SC Freiburg in der neuen Heimspielstätte an der Grünwalder Straße das Debüt auf eigenem Platz.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • ziefle sagt:

    Eigentlich bin ich kein Bayernfan.

    Aber hier muss ich annerkennend feststellen die Bayernbosse wissen was sich gehört und bringen den FF nach vorn.

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  • speedy75 sagt:

    Man muss nicht unbedingt Bayernfan sein um zu erkennen dass diese Aktion wirklich top ist, auch so kann man den FF versuchen nach vorne zu bringen.

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  • Altwolf sagt:

    Da ich inzwischen darüber aufgeklärt worden bin,daß der FF der Bayern Fußball AG – also der Profiabteilung – angehört, ist das zwar schön,daß man dort endlich die Spielerinnen des FC Bayern auch in dieser Form wahrnimmt und endlich in dieser Saison in München an der Grünwalder Straße die Buli-Spiele, statt auf dem Dorf (Aschheim), austragen kann, doch Wertschätzung des FF des Vereines mit diesem Hintergrund sollte anders aussehen.Uli Höneß hat sein Faible für den Basketball (Männer) seit einiger Zeit entdeckt und finanziert dort reichlich, aber vom FF hält er offenbar so gut wie garnichts.

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  • Fritz W. sagt:

    Ich bin wirklich gespannt, wie sich der FF bei den Bayern in der nächsten Zeit entwickeln wird.
    Die Mannschaft ist gut besetzt und es gibt einen besseren Spielort.

    Die Unterstützung des Vorstands ist bei den Bayern natürlich immer sehr Erfolgsabhängig, d.h. bei besseren Zuschauerzahlen und Titeln wird der Gesamtverein auch großzügigere Mittel zuweisen.

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  • Jonos sagt:

    Das macht den Manager Hoeneß aus; Hut ab! Über seine Verfehlungen sollten wir hier nicht sprechen.

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  • AUGUSTUS sagt:

    Schön für die beiden Spielerinnen.

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  • ziefle sagt:

    @altwolf
    aber vom FF hält er offenbar so gut wie garnichts

    Nachdem was ich heute in der Zeitung gelesen habe, ist es nicht relevant von was Herr Höneß in seiner Zeller etwas hält und von was nicht.

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  • gerd.karl sagt:

    ziefle, der herr hoeness, der mehr geleistet hat im sozialen bereich als jeder linke politiker, der geht nicht in den knast.
    er wird bewährung bekommen eine strafe zahlen und auch noch die steuern nachzahlen, und dann ist gut.

    und geil das rummenige und hoeness die beiden europameisterinnen im stadion geeehrt haben.

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  • andy43 sagt:

    Find ich auch toll, die Präsentation der beiden Supergirls vor dieser imposanten Kulisse. Nur schade, dass man das bei der Fernsehübertragung nicht gezeigt hat – oder habe ich etwas übersehen?
    Dem Uli Hoeneß scheint es jedenfalls zu gefallen. Ob er seine negative Einstellung zum FF inzwischen geändert hat? Oder schaut er nur so fröhlich wegen der günstigen Verpflichtung von Leonie Maier – steuer- und ablösefrei?

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  • gerd.karl sagt:

    andy43, wenn man sieht was der fc bayern münchen für geld, es kommen gute spielerinnen, in die frauenabteilung steckt.
    dann scheint er seine einstellung geändert zu haben.

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  • fußballfan sagt:

    2009 wurde aucg kim kulig vom hsv beim buli spiel hsv gegen vfb für die europameisterschaft geehrt.
    Wie bekannt ist hat der hsv seine frauenmannschaft abgemeldet.
    Also kein grund zur euphorie .

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  • Sheldon sagt:

    Was den FCB angeht, sollte man sich die über die Situation klarwerden:

    1. Der FF hat bisher maximal 1000 Zuschauer in München. Selbst so jemand wie Hoeneß, der seit 35 Jahren im Verein arbeitet und vorher dort Spieler war, hat die Zeiten, wo zu Fußballspielen der Männer maximal 1000 Zuschauer kamen, lange nicht mehr miterlebt haben. Selbst in der ersten Profisaison, der ersten Bundesliga-Saison 1963/64 hatte jeder Verein einen Zuschauerschnitt über 15000 Zuschauer, zu einer Zeit, wo Fußballspieler noch nen Appel und nen Ei verdient haben. Selbst vor über 100 Jahren waren am 4. Juni beim Meisterschaftsspiel Berliner TuFC Viktoria – VfB Leipzig mehr als 12000 Zuschauer, mehr als je ein Bundesligaspiel der Frauen hatte. Das war noch vor dem 1. Weltkrieg, 50 Jahre vor dem Profifußball. Nachdem 1. WK hatte nie ein Endspiel um die Meisterschaft weniger als 25000 Zuschauer. Wie man also deutlich sieht, bewegen wir uns heute also noch deutlich in einem Niveau des öffentlichen Interesses, was dem der Männer vor 100 Jahren entsprach.

    2. Der FCB ist laut verschiedenen Quellen der „gesündeste Klub“ der Welt. Das haben sie einem über Jahre umsichtigen und austarrierten Wirtschaften zu verdanken, das zwar manche sportliche Fehler, aber kaum finanzielle Fehler beinhaltete.

    Wie passen diese beiden Grundprämissen überhaupt zusammen? Kombiniert man sie unreflektiert, so müsste man sagen, dass ein Investieren des FCBs in den FF von der Vereinsentwicklung dieses Sports allein vollkommen unsinnig wäre. So haben sie es zumindest im MF auch gehalten, wo eigentlich jahrelang 1860 die Oberhand hatte, bis dieser Sport Ende der 60er lukrativ wurde. Das heißt, das Investment des FCBs in den FF ist eigentlich an sich schon einmal erstaunlich.

    Insofern sollten wir einmal bedenken, wie und wieso der FCB dennoch auf dem FF-Markt operiert:

    a) Die Erfolge der FF-Nationalmannschaft – immer und zu allen Zeiten lenkten schon die Erfolge der N11, auch bei den Männern, den Fokus deutlich stärker auf den Sport als irgendetwas sonst. Es war daher kein Zufall, dass das große Finanzengagement im MF zu dem Zeitpunkt stattfand, als die WM im eigenen Land vor der Tür stand (Ende der 60er). Hier operiert Bayern in beiden Sparten gleich: So wie sie Ende der 70er deutlich in den FF investierten, so merkte man dies auch vor der WM 2011, wo sie sich mit dem zweiten Platz 2009 schon frühzeitig, vielleicht etwas zu früh ins Rampenlicht spielten. Ob dies allerdings geplant war, kann man heute nicht mehr sagen. Viel deutete damals zumindest auf dem Transfermarkt nicht darauf hin.
    Aber durchaus kann dies ein Motiv sein, sich innerhalb der Glanzzeiten als Marke zu etablieren.

    b) Weitaus wichtiger ist – so meine ich -, dass Bayern in diesem Gebiet in seiner Region ohne Konkurrenz ist. Es gibt ansonsten nur noch Weinberg und Würzburg in den höchsten beiden Ligen, beide aber aus dem Norden von Bayern. In der B-Jugend-Liga gibt es dazu noch mit Nürnberg und Augsburg zwei weitere Teams, die aber erst im Aufbau sind.
    Damit besitzt Bayern den Status (anders als Duisburg und Essen), für sämtliche Talente aus ihrem Umkreis (inklusive Österreich und teilweise Schweiz und Italien) nahezu konkurrenzlos die erste Anlaufstelle zu sein, wodurch es möglich ist, eine konkurrenzfähige Mannschaft in der 1. Liga sehr kostengünstig zu stellen, zumal man als Weltstadt München durchaus mit Reizen werben kann, die über das Sportliche hinaus gehen. Der Investitionsrahmen ist also von diesem Punkt aus deutlich geringer als in anderen Regionen, sodass der Kosten-Nutzen-Effekt bereits bei geringerer Investition sehr gut ist.

    c) Die günstige Situation auf dem Transfermarkt – hier hat der FCB in den letzten Jahren von vielen günstigen Dingen profitiert: 1. Der wackligen Situation in den USA, wodurch einige US-Amerikanerinnen nach Deutschland gelotst werden konnten; 2. dem Abstieg von Herford (Laura Feiersinger), 3. der Kaufsucht des FFC Frankfurt, der Spielerinnen wie Gina Lewandowski und Petra Wimbersky zum Opfer fielen und so zu Bayern kamen, 4. nun kürzlich der Insolvenz von Bad Neuenahr (Leonie Maier).
    Hinzu kommen die vielen Jungen Talente, die man durch eine gute Jugendarbeit auf N11-Niveau bringen konnte.

    d) Und zum Schluss natürlich auch die Tatsache, dass sich im FF noch verhältnismäßig einfach Pokale wie der DFB-Pokal oder der BuLi-Pokal gewinnen lassen, die doch ein gewisses Prestige im Namen tragen.

    Alle diese Faktoren zeigen: Das Engagement im FF des FCB kann lediglich als Folge des gravierenden Unterschieds zwischen N11-Erfolgen und BuLi-Niveau angesehen werden. Der Kosten-Nutzen-Effekt bei einem geringen finanziellen Engagement ist durchaus lohnenswert. Dass das Engagement aber höher ausfiele, kann man aufgrund des ersten Faktums, der absolut unterentwickelten Zuschauerresonanz absolut nicht erwarten, bereits jetzt ist es für diese Zuschauerzahlen schwindelerregend hoch!

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  • waiiy sagt:

    Irgendwie sollte die Ehrung auch ein bisschen die Ehrung für Bad Neuenahr sein, da Leonie noch keine Trainingseinheit in München absolviert hat… 😉

    Bayern kann sich aber glücklich schätzen, sich als die beste Option für sie dargestellt zu haben, als es um ihre Zukunft ging. 🙂

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  • ziefle sagt:

    Wenn ich das gewußt hätte, dass Sheldon das hohe Lied des FCB singt, hätte ich mir mein Lob verkniffen. 😉

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  • andy43 sagt:

    waiiy, bravo! Dem Lob für Bad Neuenahr kann ich mich nur anschließen. Schön, dass das mal jemand ausspricht! Nur leider kann sich der SC 07 dafür nichts kaufen, etwas Kohle wäre da schon besser!
    Ich glaube, ich werde noch FC-Bayern-Fan – aber nur wegen der großartigen Leonie Maier!

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  • waiiy sagt:

    @andy43: Für München könnte man auch Fan werden, weil sie einen Plan zu haben scheinen. Da wird langsam aber stetig aufgebaut. Jetzt müssen es nur noch die Fans mitkriegen. Aber vielleicht ist solch eine Aktion wie jetzt mit Rummenigge und Hoeneß auch etwas Anschubhilfe.

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  • michael sagt:

    2011 gab es eine Gesprächsrunde über FF, bei der K.H. Rummenigge vom FCB den Vorschlag machte, aus der FF-BuLi eine Profiliga zu machen und dass der FCB dazu sofort bereit sei. Allerdings hätte das nur einen Sinn, wenn alle FF-Vereine dies auch in die Tat umsetzen könnten, was leider bis heute nicht passiert ist.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Hallo,schön mal wieder etwas von Dir zu lesen,jedoch habe ich schon klarere Statements deinerseits zur Kenntnis genommen.Mit vielen Worten und einem bis in die „Steinzeit“ reichenden Ausflug des Fußballs (FF gibt es offiziell glaube ich erst seit 1970)erklärst Du,warum ein Verein von der Kategorie Bayern München mit kleinem Geld seine FF-Abteilung führt.Die Barriere von erforderlichen 1000 Zuschauer (wenn ich mich erinnere durch U.Hoeneß als Wertmesser vorgegebn)ist doch weniger als ein dürftiger Grund, denn jetzt wird sich bei den Spielen an der Grünwalder Straße zeigen,wie interessiert die Münchner an FF sind. Wenn sich dann im Zentrum Münchens nicht mehr als 1000 Zuschauer einfinden, dann stimmt da irgendetwas in der Öffentlichkeitsarbeit nicht (auf dem Dorf Aschheim mit ca.30-50 km Fahrstrecke war das ja nicht anders zu erwarten).Wenn ich das richtig einschätze (man möge mich da gern korrigieren) reden wir hier über einen Jahresetat von ca. max.2-3 Millionen €.Diese Summe mal ins Verhältnis gesetzt zu der Bilanz der Bayern München AG (bzw. Gehalt eines Bayernspielers)zeigt wohl deutlich das bisherige Desinteresse am FF, trotz der eigentlich vorhandenen Erfolge.Ich glaube nicht,daß sich dahinter das Konzept versteckt, mit Talenten der Region und Spielerinnen aus der „Insolvenzmasse“ anderer Vereine bzw. „Schnäppchen“ Ausgemusterter zu agieren, sondern mangels zugestandenem Budget offenbar nicht anders kann; so schön München auch ist.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Altwolf: Also ganz so weit weg ist Aschheim dann doch nicht, rund 15 Kilometer von der Stadtmitte. Allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln (vor allem sonntags) nicht zu gut zu erreichen, von daher sollte sich der Umzug ins Stadion an der Grünwalder Straße mittelfristig auf jeden Fall positiv bemerkbar machen.

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  • Altwolf sagt:

    @Markus Juchem. Naja, hin und zurück und man fährt nicht Luftlinie.Und richtig, am Sonntag überlegt man sich das dann auch 2x ,mehr Zeit bei der An- und Abreise zu verbringen,als das Spiel selbst dauert.Es kann ja sein,daß bisher keine zentraleren Spielstätten zur Verfügung standen,falls man sich um solche überhaupt bemüht hatte, aber bisher sah das doch ein wenig nach „Abschieben“ aufs Land aus.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Altwolf: Hab ja auch nix von Luftlinie geschrieben, aber mehr als 15 Kilometer sind es vom Zentrum nun mal nicht. Aber tut wenig zur Sache, der Standort war sicherlich für die Spiele suboptimal. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Münchner mitkriegen, dass die Bayern-Frauen im Grünwalder Stadion spielen, bisher hat man das seitens des Vereins eher zurückhaltend kommuniziert, um es mal elegant auszudrücken. 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Es geht hierbei nicht darum, wie wenig der Anteil ist, den man investiert, sondern wieviel man dafür herausbekommt. Der FCB ist nunmal kein Verein, der mit seinem Geld herumwirft, ohne irgendwelches Kapital daraus zu schlagen. Obs einem passt oder nicht.

    Fakt ist doch nun einmal, dass bei 70.000 Zuschauer in jedem Spiel, die bereit sind, zwischen – sagen wir mal 20 Euro und 200-300 Euro (VIP-Loge) bei Bundesligaspielen (CL-Spiele natürlich umso teurer) bei 17 BL-Spielen + 4-5 CL-Spielen, also 21-22 Spielen im Jahr -> das beläuft sich durchaus auf Einnahmen von locker mal 30-40 Millionen Euro, dazu Fernsehgelder, die gerade in der CL auch in den zweistelligen Millionenbereich gehen, dazu noch Preisgelder, da ist man insgesamt durchaus bei schätzungsweise 70 Millionen Euro.

    Bei FF kommen da vielleicht bei 1000 Zuschauern pro Schnitt, die im Durchschnitt 10 Euro für ne Karte bezahlen, bei 11 Spielen gerademal 110.000 Euro zusammen. Rechnet man noch Preisgelder und vllt CL dazu, dann ist man vielleicht maximal gerade bei ner halben Million, wenns hochkommt.

    140mal mehr Einnahmen! Dazu eine Flut an Sponsoren, während beim FF vielleicht mal 2-3 Sponsoren zu finden sind.

    Es ist nunmal so: Wer heute in den FF groß investiert, der wirft das Geld aus wirtschaftlicher Sicht zum Fenster heraus. Am Ende sollte man nicht die Ausgaben vergleichen, sondern wirklich die Bilanz, nämlich Einnahmen im Verhältnis zu den Ausgaben.

    Außerdem: Wieso sollte Bayern investieren? Man hat diese Saison 4 der 6 BL-Spiele gegen die Großen gewonnen. Man hat jeden der großen mindestens einmal geschlagen. Man gehört zu den besten Teams Deutschlands und damit zu den besten Teams der Welt. Wenn man sogar so mit den ganz Großen mithalten kann, wieso dann unnötig Geld verschleudern?
    Zumal man die guten Spielerinnen ja anscheinend sowieso halten kann. Ein paar wenige Stammspielerinnen wurden in den letzten Jahren abgeworben: Behringer, Islacker, Simic, vllt noch Banecki.

    Anscheinend macht Bayern bis jetzt aus rein finanziell-wirtschaftlicher Sicht alles richtig, gemäß den Verhältnissen.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Es ging hier nicht um den FF allgemein,der sich wirtschaftlich rentieren muß um die erforderlichen Kosten zu decken,sondern allein um die Stellung des FF beim Ausnahme- Club Bayern München.Wenn du das rein wirtschaftlich betrachten willst,dann solltest du auch die Sponsoren des FC Bayern z.T.jedenfalls auch auf die Frauenabteilung übertragen,denn die laufen ja auch mit dem Hauptsponsor auf dem Trikot auf. Andererseits würden sich alle 2. Mannschaften u.Jugendmannschaften nicht rentieren,da die ebenfalls auf Zuschüsse angewiesen sind.Nur die Hoffnung aus denen mal einen Spieler für die 1.Mannschaft zu generieren ist nach strengen wirtschaftlichen Kriterien Spekulation.Es ist nicht sehr glaubhaft,wenn man bei e. FC Bayern mit oberem Mittelmaß zufrieden ist.Du möchtest offenbar ein Konzept hinter diesem Status des FF beim FC Bayern vermitteln,jedoch wenn man dort ernsthaft etwas betreiben möchte, um auch ein Spitzenteam zu formen, dann erfordert es auch Investitionen in die Infrastruktur und das Umfeld, was vielleicht mit dem Spielbetrieb an der Grünwalder Straße jetzt beginnt.Ich bin gespannt, was da noch kommt.Mit einzelnen Siegen gegen die 3 Top-Clubs können sich Essen u.Freiburg zufrieden geben,aber micht der „Mia san mia“-Verein Bayern München (oder gilt das nur für d.1.Herren-Mannschaft).
    Was der Verein mit seinem Geld macht, ist mir eigentlich unwichtig und ob er wirklich nur danach handelt,für sein Engagement immer etwas herauszubekommen, kann und will ich nicht beurteilen.Mich wundert nur Deine rel.unkritische Haltung ( ganz im Gegensatz zu Deinen sonstigen Kritiken bezüglich Geschehen in anderen Vereinen) gegenüber diesem Verein.Bisher jedenfalls kann ich ein Bekenntnis des FC Bayern zum FF nur schemenhaft erkennen, aber vielleicht liegt das an der großen Entfernung von ca. 600 km.

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  • Zaunreiter sagt:

    @Sheldon: Wenn die Sponsoren aus deiner Sicht ihr Geld zum Fenster rauswerfen, dann würde ich dafür plädieren, die Bundesliga einzustampfen. Dann macht man mehrere Regionalligen, deren Meister und Vizemeister dann im Pokalsystem den Meister ausspielen. Wäre auch billiger.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Zu den von Dir angesprochenen generellen Punkten,wie die finanziel-wirtschaftliche Struktur im FF,sehe ich zwar auch, daß die erforderlichen Eckpunkte z.B.der positiven Bilanz von Einnahmen und Ausgaben stimmen müssen, doch warum soll das nicht auch im FF möglich sein.Wenn man das Potential an möglichen FF-Besuchern nimmt,liegt dies deutlich höher als bei allen anderen Sportarten – ausgenommen der Männerfußball.Schaut man sich die Zusasmmensetzung der Besucher an, so findet man dort männliche Rentner,wenige jüngere Männer,deutlich mehr Frauen, sowohl ältere als auch jüngere aber insbes. auch Mädchen, wobei viele davon in Gruppen oder als Familie ein Spiel wahrnehmen.Fragt man diese mal nach ihrer Motivation sich FF anzusehen,so kommt auch das „Besondere“ des FF zum Vorschein.Wenn man nun diese Besonderheiten mehr in die Öffentlichkeit bringt, ohne nun den Männerfußball zu diskreditieren,dann kann man auch mehr FF-Interessierte gewinnen und dann auch die entsprechenden Folgeabläufe (Sponsoren,Medien usw.) initiieren.Warum sollen diese Mechanismen nicht greifen, wo wir soviele weibliche Mitbürger haben, die sich bisher nicht für den Sport als Zuschauer interessiert haben.Es geht nicht darum „eingefleischte Männer-Fans“ umzustimmen und nun FF gut zu finden, sondern bisherige Nicht-(Wähler)-Zuschauer zu generieren bzw. erst einmal zu interessieren.Gerade über den Aspekt als Familie solche Spiele wahrzunehmen wäre ein da ein Kernmotiv.Dafür benötigt man aber auch in den Vereinen entsprechend engagierte Personen, die sich das zur Aufgabe machen.

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  • ziefle sagt:

    @sheldon
    „Bei FF kommen da vielleicht bei 1000 Zuschauern pro Schnitt, die im Durchschnitt 10 Euro für ne Karte.“

    Bei den Spielen bei denen ich war gab´s keine 300 Zuschauer (im Schnitt lt.dfb 340, im Top-Spiel gegen Potsdam 830) also weit weg von 1000 im Schnitt!!!!

    Allerdings ist das auch kein Wunder bei der gastronomischen Armut – nur Wiener Würste – eines Top-Vereins nicht würdig.

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  • waiiy sagt:

    @Altwolf: Du wirfst dem FC Bayern quasi Konzeptlosigkeit beim Umgang mit den Sponsorengeldern vor. Das ist schwierig zu beweisen. Ich denke schon, dass es ein Konzept gibt, dass es aber anders aussieht als beispielsweise bei Wolfsburg oder Potsdam.

    @Zaunreiter: Sheldon meint große überregionale Sponsorenpartner, die die Frauen und Jugendmannschaften im Verein quasi „mitnehmen“ (wie Adidas u. T-Mobile bei Bayern). Für diese zahlt sich ein Engagement natürlich nicht aus. Aber für sie ist das Image vielleicht in den Größenordnungen auch wichtiger. Kleinere, regionale Sponsoren können aber durchaus mehr Interesse an der FF Bundesliga haben und daraus auch einen Gegenwert ziehen (siehe die Sponsorenpools diverser anderer Vereine).

    @Sheldon: Im Prinzip müssten die Bayern für die Frauen ein eigenständiges Sponsorenkonzept entwickeln und „eigenes“ Geld generieren oder eben die Frauen als finanzielles Minus-Geschäft aber mit sportlichem Erfolg pushen. Beides sollte bei der Tragkraft des Vereins möglich sein, wenn man es ernsthaft will. Die Frage ist, ob man es will.

    Wenn man ehrlich ist, war diesen Sommer DIE Stoßstürmerin Deutschlands auf dem Markt. Da hätte man mit Lotzen / da Mbabi den Traumsturm bilden können, wenn man solch ein Konzept gehabt hätte und es hätte auch so darstellen können. Aber dann hätte man wohl auch nicht die beliebteste Spielerin (auch wenn sie 2 Jahre nicht gespielt hat) ziehen lassen, was teilweise immer noch auf Unverständnis bei den wenigen Fans des Vereins stößt.

    Natürlich sieht es bei Bayern wie ein langsamer gefestigter Aufbau aus und Leonie Maier ist auch ein wichtiger Baustein. Aber man darf Chancen auch nicht verstreichen lassen, wenn es denn stetig sein soll.

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  • Altwolf sagt:

    @wally. Nein ,ich werfe dem FC Bayern keinen konzeptlosen Umgang mit den Sponsorengeldern beim FF vor, sondern ich glaube, daß es dort ein Budget für die FF-Sparte gibt,das nicht den „angemessenen“ Support eines solchen Vereines wiederspiegelt. Wie Du es dann selbst auch ausführst, hat der FF dort offenbar nur einen geringen Stellenwert und dadurch den Verantwortlichen im FF auch keine „großen“ Sprünge möglich sind, jedoch „Presse-Sprecher“ Sheldon uns das nun als positives Konzept erklären möchte. Diese Geste von K.-H.Rummeninge u. U.Hoeneß die Europameisterinnen zu präsentieren ist oberflächlich gesehen zwar schön, aber die Führungsetage des Fußball-Clubs Bayern München steht nicht hinter einem Engagement für den FF.Man wird sehen, ob durch die Spielortverlegung an die Grünwalder Straße auch mehr Hinweise vom Verein ausgehen dort mal zu erscheinen.Hier in WOB werden die Termine der U23,der A- und B- Jugend,wie auch der Frauen-Buli-Spiele auf der Anzeigentafel vor jedem Buli-Spiel angezeigt.So etwas wäre auch bei d. Bayern möglich und sicherlich für die Zuschauerzahlen förderlich.

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  • Sheldon sagt:

    @Zaunreiter: Dein System würde dem jetzigen Stellenwert der FF-Bundesliga durchaus mehr entsprechen als ein aufwendiges Ligensystem mit wöchentlichen langen Reisen und übermäßig vielen Spielen. Finanziell würde das die Vereine deutlich entlasten. Man muss sich mal vorstellen, dass die Bundesliga erst eingeführt wurde, als man ein Zuschaueraufkommen hat, sodass man in der ersten Saison ein Durchschnittszuschauerschnitt von etwa 25000 hatte. Das hat man bei den Frauen nicht mal in Japan.

    @Altwolf: In Bayern wird alles der 1. Herren untergeordnet (wie eigentlich bei jedem Verein). Es ist ein Verein, der keinen Groschen wegwirft, der nicht diesem Imagegaranten an einer anderen Stelle fehlen könnte. Und das ist auch gut so. Denn wenn man die Männer nicht mehr hat, dann machen die Frauen auch keinen Sinn.
    Selbst die Junioren und die 2. Mannschaft generieren insofern Gewinne, als dass man die Talente für Ablösesummen verkaufen kann.

    Im übrigen: Was ist „angemessen“? Wenn das danach ginge, wieviele Erfolge oder welches Medieninteresse besteht, dann hätte Birgit Fischer ja Millionen verdienen müssen. Hat sie aber nicht!

    Das Potential an Zuschauern auf Vereinsebene ist überhaupt noch nicht da. Die Stadien sind vielleicht zu 20% gefüllt, bei den großen Vereinen vielleicht zu 50%. Wo siehst du dort ein größeres Zuschaueraufkommen als in anderen Sportarten? Beim Handball, Basketball, Eishockey hast du überall mehr Zuschauer, obwohl das alles Hallensportarten sind.
    Und den Trugschluss zu begehen, es gäbe in Deutschland zu diesem Zeitpunkt Menschen, die sich nicht für den MF, dafür aber für den FF interessieren, würde ich nicht tun. Denn bei den positiven Schlagzeilen, die der MF zur Zeit produziert, ist dort kaum große Massen zu erwarten!

    Bayern lässt den Dingen einfach ihren natürlichen Gang. Das geht nicht von heute auf morgen und das geht auch nicht in einem oder zwei Jahren, sondern das muss über einen langen Zeitraum wachsen, wenn es gut werden will.

    Da hinein passt auch die Nichtverpflichtung von Celia. Celia hätte die Gehaltsstruktur gesprengt, und dabei wohl kaum einen großen positiven Nutzen erzeugt. Mit Lotzen und Hagen hat man zwei der absoluten Topstürmerinnen der Liga, die Nr. 4 und 5 der letztjährigen Torschützenliste. Wozu sich damit also belasten?
    Dagegen hat man mit Maier die wertvollste Spielerin von Bad Neuenahr, vielleicht der Liga verpflichtet. Maier kann IV, RV, LV, LA und auch RA spielen. 6 Positionen, vielleicht irgendwann auch noch DM, bei ihrer Qualität. Die vielseitigste Spielerin Deutschlands. Und das zu einem Zeitpunkt, wo sie noch deutlich preiswerter war als Celia.

    Zudem ist die Mannschaft, die Bayern hat, doch mehr als beachtlich:

    Längert – Maier, Wenninger, Cross, Baunach – Brooks, Romert – Feiersinger, Bürki – Lotzen, Hagen

    Bank: Schroffenegger, Lewandowski, Huyleur, Schöne, Schnaderbeck, Rudelic

    Bank immer noch recht dünn, alles andere ist hochklassig. Keine einzige Schwachstelle!
    Passt doch, oder?

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  • Sheldon sagt:

    Noch ein kleiner Nachtrag, da wir hier darüber gesprochen haben: Statt vom EM-Sieg in den Printmedien zu profitieren, leidet die FF-Bundesliga erwartungsgemäß unter der stark gewachsenen europäischen Dominanz der Männer. So hat der Kicker zum ersten Mal seit Jahren die Berichterstattung über die Frauenbundesliga nahezu komplett gestrichen, lediglich eine Spalte auf der letzten Seite mit den Terminen sowie einem Bild von Martina Müller mit den Pokalen.
    Damit ist man beim Kicker in der Wertigkeit noch unter die Regionalliga gerutscht. Es stehen also alle Anzeichen eher auf ein Abflauen des FF-Interesses statt des „großen“ Booms…

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  • DAWIDenko sagt:

    @ sheldon: “ So hat der Kicker zum ersten Mal seit Jahren die Berichterstattung über die Frauenbundesliga nahezu komplett gestrichen, lediglich eine Spalte auf der letzten Seite mit den Terminen sowie einem Bild von Martina Müller mit den Pokalen.“
    Das ist soweit richtig.
    Im Kickersonderheft fehlt seit dieser Saison die Berichterstattung über die neue Saison. Allerdings habe ich in der letzten Ausgabe vom Montag gelesen, dass es zeitnah zum Bundesliagastart im September eine Sonderbeilage geben soll, wahrscheilich ähnlich wie, diesmal über die Regionalligen.
    Der Kicker nahm jedenfalls dazu, als Antwort auf einen empörten Leserbrief, Stellung.

    Letztes Jahr brachte die Sport-Bild eine Sonderbeilage zur Frauen-Bundesliga heraus. Mal sehen ob in Anbetracht der erfolgreichen EM etwas ähnliches Folgen wird.
    Im Statistikteil der Sport-Bild wurden bereits die ersten 4 Spieltage angekündigt mit allen Partien mit Datum versehen, auch auffallend illustriert.

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  • Sheldon sagt:

    @DAWIDenko: Danke für die Info. Das mildert das Ganze etwas. Dennoch hat das Sonderheft eine deutlich größere Auflage als der normale Kicker. Dadurch verliert man eine große Gruppe, an der das vorbeiführt…

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