Norwegen folgt Deutschland und Schweden ins Halbfinale

Von am 22. Juli 2013 – 20.11 Uhr 4 Kommentare

Die norwegische Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Schweden als drittes Team das Halbfinale erreicht. Den Norwegerinnen gelang ein 3:1 (2:0)-Erfolg gegen Spanien.

Dabei gehörte die Anfangsphase den Spanierinnen, die offensiv begannen und Norwegen direkt unter Druck setzen. Ein Tor gelang in dieser Phase jedoch nicht, und so kamen die Norwegerinnen mit Verlauf der ersten Halbzeit besser ins Spiel.

Gulbrandsen trifft
In der 20. Minute schoss Caroline Graham Hansen von der Strafraumgrenze noch über das Tor. Ada Hegerberg verfehlte den Kasten vier Minuten später nur um Zentimeter. Aber keine sechzig Sekunden später war es Routinier Solveig Gulbrandsen die auf halbrechter Position abzog und zum 1:0 traf.

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Eigentor von Spanien
Kurz vor der Halbzeitpause war es Spanien selbst, das für die Vorentscheidung sorgte. Graham Hansen verlängerte einen Freistoß, der dann bei Irene Paredes landete. Die wollte in Toraus klären, traf jedoch den Ball nicht richtig, sodass aus dem Klärungsversuch ein Lupfer über die eigene Torfrau wurde (43.)

Potsdams Ada Hegerberg gelang das 3:0. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Potsdams Ada Hegerberg gelang das 3:0. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Hegerberg sorgt für Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel bot sich für kurze Zeit ein Bild wie beim Spiel der Norwegerinnen gegen Deutschland. Nur waren es diesmal die Spanierinnen, die vergeblich versuchten, einen Weg durch zwei defensiv stehende norwegische Viererketten zu finden. Doch nach einigen Minuten taten auch die Skandinavierinnen wieder mehr für ihre Offensive. Und gerade, als Spaniens Trainer Ignacio Quereda auf eine Dreierkette umgestellt und mit Erika Vázquez eine Offensivspielerin eingewechselt hatte, um das Spiel noch zu drehen, sorgte Hegerberg mit einem Treffer aus gut zwanzig Metern für das entscheidende 3:0 in der 64. Minute. Die Partie war entschieden; Spanien gelang in der Nachspielzeit durch Jennifer Hermoso lediglich noch der Ehrentreffer.

Im Halbfinale gegen Frankreich oder Dänemark
Die norwegische Elf trifft nun im Halbfinale am Donnerstag in Norrköping auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Dänemark.

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4 Kommentare »

  • mas sagt:

    Wie geil war das denn. Unfassbar, 2 Sekunden vor dem Tor von Ada dachte ich noch, sie macht Betrieb, ist aber leider unglücklich beim Abschluß. Und dann so ein Tor.

    Glückwunsch Norway

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  • Krissi sagt:

    Also dann: Norwegen – Dänemark…und die Französinnen gewinnen, hehe – nein, nur ein Spaß 🙂 – sensationell, dass Dänemark Frankreich geschlagen hat 😉

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  • sonic sagt:

    Sehr souveräne Leistung von Norwegen.

    Vor dem Spiel hätte ich keinen Pfifferling auf Spanien gesetzt. Gegen ein körperlich starke, defensiv eingestellte Mannschaft schienen mir die spanischen Mittel völlig unzureichend. Daher war ich ziemlich überrascht, daß Norwegen in den Anfangsminuten ziemliche Probleme hatte und in Bedrängnis geriet. Nachdem sie aber gemerkt hatten, daß es ausreicht einfach mal den Körper reinzustellen, um den Ball zu erobern, war die Sache eigentlich gegessen.

    Beeindruckend finde ich die Ruhe und Abgeklärtheit mit der die Norwegerinnen agieren. Aus einer sicheren Abwehr heraus, wird meist mit langen Bällen versucht, saubere zielgerichtete Angriffe zu spielen. Da gibt es ein klares Konzept und jede scheint zu wissen, was sie zu tun hat. Nichts von der Hektik und Aufgeregtheit, die das deutsche Spiel oft so verzweifelt erscheinen läßt. Die Devise hinten dicht zu machen und nach vorne entspannt zu sehen, was geht, scheint mir in einer KO-Runde nicht die falscheste zu sein. Die Tore eins und zwei wahren sicherlich nicht erzwungen, sondern glücklich. Andererseits auch nicht unverdient, Norwegen zu souverän. Die norwegischen Spielerinnen machten, was nötig war und nicht mehr. Weshalb Pellerud sicht die Seele aus dem Leib schrie und seine Mannschaft anwies offensiver drauf zu gehen, erschließt sich mir bis jetzt noch nicht. Seine Frauen hatten alles unter Kontrolle.
    Stensland viel etwas ab, zu viele Fehlpässe. Hansen schien etwas lustlos und die Lust braucht sie wohl für ein richtig gutes Spiel. Hjelmseth sicher. Hegerberg etwas schwächer als gegen Dtl., aber mit dem vielleicht schönsten Tor dieser EM bisher. Auch wenn ich meine Zweifel habe, ob sie richtig gut in das potsdamer System paßt, freue ich mich darauf sie nächste Saison in der Buli zu sehen. Wenn das Spiel auf sie abgestimmt wird und sie mit den richtigen Bällen gefüttert wird, kann sie eine Tormaschine werden.

    Spanien bemüht, spielte was Spanien im Moment spielen kann. Aber insgesamt doch chancenlos.

    Norwegen hat mir von allen Viertelfinalisten am besten gefallen (das ist bisher bestimmt noch niemandem aufgefallen 😉 ), weil ich einfach den Eindruck habe, daß sie mit dieser Spielweise und dieser Einstellung alle noch verbliebenen Gegner besiegen können.

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  • Detlef sagt:

    @sonic,
    Ich teile Deine Beurteilung in den meisten Punkten!!!
    Allerdings habe ich die Spanierinnen nicht so schlecht gesehen wie Du!!!
    Sie waren über weite Strecken des Spieles die aktivere- und ballsicherere Mannschaft!!!
    Allerdings haben sie nur eine Vero Boquete, und alle anderen fallen doch ziemlich stark ab gegen sie!!!
    Aber schon bei der nächsten EM könnte das eine Top-Mannschaft sein, denn Spielerinnen wie Putellas oder Landa traue ich eine große Zukunft zu!!!

    Ihnen fehlt einfach die internationale Erfahrung, da die meisten von ihnen noch in der spanischen Liga spielen, wo das Niveau sicher um einiges schwächer ist als in den europäischen Top-Ligen!!!

    Fußballerisch ausgebildet sind sie alle hervorragend!!!
    Da ist dann die Nähe zu den großen Profi-Klubs in Madrid, Bilbao und Barcelona schon deutlich zu spüren, die sicher über gute Trainer und entsprechende Bedingungen verfügen!!!

    Zu Norwegen hast Du ja schon fast alles geschrieben!!!
    Sie haben sich von der Anfangsbegegnung gegen Island, wo sie wirklich nicht gut gespielt haben, und am Ende für ihre Mauertaktik noch bestraft wurden, Stück für Stück gesteigert!!!

    Sie haben große Probleme, wenn sie das Spiel selber machen müssen, und der Gegner genauso „norwegisch“ spielt, also aus einer guten Defensive kommt!!!
    Das war gegen Island ihr großes Problem, wo ADA ziemlich allein auf weiter Flur war!!!
    Holland, Deutschland und Spanien haben ihnen den großen Gefallen getan, und versucht das Spiel selber zu machen!!!
    Dadurch bekam Norwegen Räume für seine athletischen Stürmerinnen!!!

    Gegen Dänemark dürfte diese Taktik nicht aufgehen, da diese ebenfalls aus einer kompakten Defensive kommen, um mit schnellen Kontern über Rasmussen, Veje oder Harder zum Erfolg zu kommen!!!

    Ich glaube in diesem HF steht es sehr lange 0:0, weil sich beide Teams aus einer sicheren Defensive lange belauern werden!!!
    Dänemark ist hier allerdings in einer Zwickmühle, da sie wissen (und der Gegner sicher auch) daß ihnen zum Ende hin der „Sprit“ ausgeht!!!
    Sie mußten ja zudem gegen Frankreich eine „Extraschicht“ absolvieren, was ihre Drangzeit zusätzlich verkürzen könnte!!!

    Außerdem ist der norwegische Kader in der Breite sehr stark, sodaß sie praktisch wieder mit einer B-Elf anfangen könnten, um dann, wenn die Däninnen „Bleifüße“ bekommen, mit ihrem besten Kader zuzuschlagen!!!

    Ich bin sehr gespannt, welche Taktik sich beide Trainer ausdenken werden!!!

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