Schweden zieht ins Halbfinale ein

Von am 21. Juli 2013 – 17.01 Uhr 2 Kommentare

Sollte die deutsche Nationalmannschaft heute Abend gegen Italien gewinnen, träfe sie am Mittwoch im Halbfinale auf Schweden. Der EM-Gastgeber hat sein Viertelfinale gegen Island souverän mit 4:0 (3:0) gewonnen.

Die Schwedinnen begannen, wie in den ersten beiden Gruppenspielen, stürmisch und drängten sofort auf den ersten Treffer – entsprechend ließ der keine drei Minuten auf sich warten.

Frühe Tore entscheiden das Spiel
Marie Hammarström brachte ihre Mannschaft in der dritten Minute in Führung. Und im Anschluss zeigten die Schwedinnen, wie gegen Italien, starke zwanzig Minuten, in denen sie das Spiel entscheiden konnten. In der 13. Minute versuchte es Josefine Öqvist mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, verfehlte das Tor jedoch. Sechzig Sekunden später machte die Stürmerin es besser und behielt im 1:1-Duell mit der herausstürmenden isländischen Torhüterin Gudbjörg Gunnarsdóttir die Oberhand und erhöhte auf 2:0. Für den dritten Treffer der ersten Halbzeit sorgte Lotta Schelin. Die Stürmerin von Olympique Lyonnais verwandelte eine Flanke von Kosovare Asllani (19.).

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Lotta Schelin

Daumen hoch für Lotta Schelin: Die Schwedin führt nun die EM-Torschützenliste an. © Nora Kruse / ff-archiv.de

Island ohne Chance
Die Isländerinnen hatten – wie gegen Deutschland – große Probleme mit dem schnellen Spiel Schwedinnen und fanden zu keiner Zeit in die Partie. Auch wenn die Gastgeberinnen in der Folgezeit etwas zurückschalteten, hatten sie das Spiel stets unter Kontrolle und ließen keine Gefahr entstehen. In der 45. Minute spielte sich Schelin über rechts in den Strafraum und versuchte es mit einem Schuss ins kurze Eck. Der Ball flog jedoch über den Kasten, sodass es mit dem 3:0 in die Halbzeit ging.

Am Mittwoch gegen Deutschland?
Nach dem Seitenwechsel war es erneut Schelin, die die Fans jubeln ließ. In der 59. Minute traf sie nach einer Flanke von Asllani zum 4:0-Endstand. Damit ist Schweden das erste Team, das den Halbfinaleinzug perfekt gemacht hat. Am Mittwoch trifft die Mannschaft von Trainerin Pia Sundhage ab 20.30 Uhr in Göteborg auf den Sieger der Partie Deutschland gegen Italien.

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2 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Wo für andere (insbesondere Deutsche) ein großer Rucksack aus Verantwortung und Erwartungshaltung geschnürt wird, ist bei Schweden Lockerheit, Spaß und Motivation zu sehen. Da sieht man nicht, was alles schief gehen kann und was nicht klappt, sondern probiert alles und gewinnt damit auch Vieles. Wer nach dem Spiel denkt, dass Schweden unter der Favoritenrolle gegen Deutschland zusammenbrechen wird, der wird sich irren.

    Tolle 2. Halbzeit von Toni. Sie wirkte erfrischt und nutzte es, dass die Gegenspielerinnen schon 45 Minuten in den Beinen hatten.

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  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Absolute Zustimmung!!!
    Ich sehe die Schwedinnen mental viel besser vorbereitet als die DFB-Truppe!!!
    Natürlich liegen ihre Titel auch schon etwas zurück, sodaß der Druck „unbedingt Titel zu holen“ auch nicht so stark ist wie bei Deutschland!!!

    Schweden hatte seinen mentalen Hänger schon im Auftaktspiel gegen Dänemark!!!
    Vor allem die beiden verschossenen Elfer von Schelin und Aslani waren dafür wohl Ausdruck!!!
    Aber spätestens nach dem Finnlandspiel surfen sie auf einer Euphoriewoge, sodaß ich glaube, daß der Druck eher positiv ist als ein Klotz am Bein!!!

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