DFB-Elf kämpft sich ins Halbfinale

Von am 21. Juli 2013 – 20.40 Uhr 50 Kommentare

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Schweden den Einzug ins Halbfinale geschafft. Die DFB-Elf besiegte Italien mit 1:0 (1:0) und trifft nun am Mittwoch auf Gastgeber Schweden.

Im Vergleich zum Norwegen-Spiel veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihre Startelf. Wie erwartet, standen die zuvor gelbgesperrte Jennifer Cramer und die gegen Norwegen angeschlagene Lena Goeßling wieder in der ersten Elf. Außerdem verzichtete Neid auf Dzsenifer Marozsán und Melanie Leupolz und brachte stattdessen Anja Mittag und Simone Laudehr.

Spielerische Probleme
Die DFB-Elf ging wesentlich engagierter in die Partie als noch gegen Norwegen, spielerisch hatte sie aber weiter große Probleme. Im Spiel war wenig Sicherheit bei den Deutschen erkennbar – am deutlichsten zeigte dies die enorm hohe Fehlpassquote, wodurch sich die Mannschaft immer wieder ihrer Möglichkeiten beraubte. Eine gute Partie zeigte Simone Laudehr, die in der siebten Minute die Chance zur Führung hatte. Doch die Frankfurterin köpfte eine Flanke von Célia Okoyino da Mbabi über das Tor. In der 20. Minute flankte sie selbst, doch die Hereingabe war zu nah vor das Tor gespielt, sodass Chiara Marchitelli keine Mühe hatte, vor Okoyino da Mbabi an den Ball zu kommen.

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Simone Laudehr

Simone Laudehr wurde zur besten Spielerin der Partie gewählt. © Nora Kruse / ff-archiv.de

Führung durch Laudehr
In der 26. Minute fiel schließlich die Führung für die deutsche Mannschaft, die mehr für das Spiel tat als Italien. Nach einer Ecke von Leonie Maier wurde Laudehrs Schuss von Elisa Bartoli zum 1:0 für den Titelverteidiger abgefälscht. Auch wenn es eine Standardsituation war, aus der der Siegtreffer hervorging, waren die Standards, sowohl Ecken als auch Freistöße, im Anschluss erschreckend schwach.

Möglichkeiten für Italien
Italien hatte noch vor der Pause die Möglichkeit zum Ausgleich, aber Elisa Camporese köpfte eine Flanke von Melania Gabbiadini über das Tor (36.). In der 43. Minute landete ein Abwehrversuch von Saskia Bartusiak bei Daniela Stracchi. Nadine Angerer im deutschen Tor war beim Schuss der Italienerin jedoch zur Stelle.

Marozsán trifft die Latte
Nach dem Seitenwechsel begannen die Italienerinnen zunächst druckvoll, aber nach etwa einer Viertelstunde konnte sich die DFB-Elf etwas befreien. Sicherheit gewann das deutsche Spiel allerdings zu keinem Zeitpunkt, sondern war von vielen (Abspiel-)Fehlern und Abstimmungsproblemen geprägt. Insgesamt war es ein glücklicher, wenn auch nicht unverdienter, 1:0-Erfolg für die deutsche Mannschaft, der für Moral und Selbstbewusstsein enorm wichtig gewesen sein wird. Marozán hatte per Freistoß in der 89. Minute sogar noch das 2:0 auf dem Fuß, traf aber nur die Latte.

Steigerung gegen Schweden nötig
Im Halbfinale wartet nun Schweden. Spielerisch hat der EM-Gastgeber bislang sicher nicht das Niveau der Französinnen gezeigt, aber die Mannschaft von Pia Sundhage ist nach dem schweren Auftakt gegen Dänemark längst im Turnier angekommen, spielt temporeich, selbstbewusst und hat mit Lotta Schelin die bislang beste Torschützin des Turniers in den eigenen Reihen. Kämpferisch hat sich die DFB-Elf im Vergleich zum Norwegen-Spiel bereits gesteigert, gegen die Schwedinnen muss allerdings auch spielerisch noch eine Schippe draufgelegt werden.

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50 Kommentare »

  • H2O sagt:

    Einige Gedanken zum Spiel:

    Es war ersichtlich, dass die Vorbereitung und drei Gruppenspiele nicht dazu geführt haben ein funktionierendes Spielsystem einzustudieren.
    Was ich gesehen habe waren viele Abstimmungsprobleme, einige gute Einzelaktionen aber im allgemeinen eine riesige Enttäuschung.

    Als Wolfsburgfan weiß ich, was aber an Spielkultur möglich ist und von daher hoffe ich, dass nach der WM einige Köpfe im DFB ausgetauscht werden um den stetigen Abwärtstrend im spielerisch/taktischen Bereich zu Begegnen.
    Folgenden Artikel fand ich ganz gut:
    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/frauenfussball-em-ratlos-und-verunsichert-12289241.html

    Und besonders darin vom Potsdamer Trainer: „Meines Erachtens haben sich da einige ehemalige Nationalspielerinnen eine eigene Erlebniswelt geschaffen, in der keine neuen Impulse kommen und eine Atmosphäre entsteht, in der kein Widerspruch geduldet wird.“

    Grüße… H2O

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  • Sylvijaaa sagt:

    Es tut mir leid, ich bleibe dabei. Alles nur Krampf. Der Unterschied zum Norwegen-Spiel: Diesmal hat Deutschland durch einen abgefälschten Ball gewonnen.
    DaMbabi kann keinen Ball stoppen. Mittag steht neben sich. Man kommt aus dem Spiel zu keiner Torchance.
    Wie konnte Neid Maro auf die Bank setzen?

    Egal wie das Turnier ausgeht, ich finde, es sollte mal ein Trainerwechsel kommen.

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  • Michele sagt:

    Am Mittwoch ist das Turnier für uns vorbei! Wir werden von Schweden aber sowas von aus dem Stadion geschossen, dass einigen hören und sehen vergeht! Das klingt hart, aber wie will man gegen Schelin und co. bestehen? Ich will der Mannschaft den Kampf nicht absprechen, aber das reicht in so einem Turnier einfach nicht. Was sollte die Aufstellung von Goeßling? Die hatte offensichtlich noch mit den Nachwirkungen ihrer Grippe zu kämpfen! Soviele Fehlpässe habe ich von ihr schon lange nicht mehr gesehen. Was sich Anja heute wieder geleistet hat, war um es vorsichtig auszudrücken, auch nicht das gelbe vom Ei!
    Bin ich blöd, oder verstehen andere die Bundestrainerin auch nicht? Wie kann sie ihre Mannschaft nach dem Spiel, wieder in den Himmel heben?

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  • noworever sagt:

    weiß garnicht so recht – aber so richtig freude aufkommen … sieht wohl anders aus.
    nein – halt – ich freue mich … für simone laudehr! – sie hat sich das wirklich verdient … die unermüdliche kämpferin vor dem herrn.

    aber sonst … die leistung in der 1.halbzeit, der gewohnte hühnerhaufen (was ist nur mit lena gößling los?) – teilweise wirklich erschreckend.
    erst mit dem auftauchen von dzsenifer marozsán kam auch endlich so etwas wie spielkultur mit in das spiel …
    denke, gegen schweden kann man es sich nicht erlauben von anfang an auf solche impulse zu verzichten.

    … wobei, man sich da noch ganz andere dinge nicht „erlauben“ sollte.

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  • waiiy sagt:

    Glückwunsch an die Mannschaft zum Einzug ins Halbfinale!

    In den K.O.-Spielen zählt im Endeffekt nur das Ergebnis. Deshalb muss man über die Leistung gar nicht groß diskutieren. Interessant ist nur, ob das gegen Schweden reichen wird. Aber vielleicht tut sich da unser Team auch leichter, weil der Gastgeber das Spiel machen wollen wird. Das ist eine andere Situation als in den Spielen zuvor.

    Positiv an den Änderungen heute ist mir das Spiel von Laudehr aufgefallen. Sie hat auf ihre Position an der Seitenlinie in meinen Augen viel besser gehalten als zuvor in den Spielen auf der 6-er Position. Dadurch war sie auch viel wirkungsvoller. Vielleicht ist die Außenbahn wirklich besser für sie. Und wenn sie das öfter spielt, wird auch das Zusammenspiel mit Cramer bzw. Maier besser werden.

    Den Versuch, Mittag in der Mitte statt Maroszan zu bringen, war es wert. Gebracht hat es nichts. Die wirkungsvolleren Experimente wären wohl Keßler oder Bajramaj auf dieser Position. Aber das traut Neid ihnen wohl nicht zu.

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  • never-rest sagt:

    Glückwunsch zum Sieg. Aber viel mehr gibt es aber m.E. nicht zu feiern. Spielerisch null Fortschritte. Wieder ein total verkrampftes Spiel in der 1. Hz mit den seit Turnierbeginn bekannten Schwächen im Passspiel, Spielaufbau und Torgefahr und Chancenverwertung. Aber auch kein Wunder, wenn die Bälle von den beiden Innenverteidigerinnen immer nur nach vorne oder in`s Aus gekoppt werden. Das tut regelrecht weh beim Zusehen. Goesling hat heute leider auch einen gebrauchten Tag erwischt. Ich meine sie wäre sowieso in der Innenverteidigung mit ihren Fähigkeiten z.B neben L. Wensing (natürlich in Normalform) besser aufgehoben. Für Umstellungen in der Innenverteidigung ist es aber wohl in der laufenden EM zu spät. Spätestens nach der EM sollten aber durchgehend zentrale Abwehrspielerinnen eingesetzt werden, die den Ball auch mal unfallfrei zu dem eigenen Mitspieler passsen können und überhaupt mehr Spielübersicht haben.

    L. Maier auf ihrer gewohnten rechten Seite stark verbessert. An Cramer geht nach dem Ausfall der Konkurrenz bei dieser EM eh kein Weg vorbei, wie ihr Fehlen gegen Norwegen gezeigt hat.

    Erst Mitte der 2. Hz. lief es etwas besser, nicht zuletzt wegen der Einwechslung von D. Maroszan. Die kleine Verschnaufpause hat ihr vielleicht einmal gut getan. Leider war Mittag trotz des Vertrauens von SN wieder ein Ausfall, an der das Spiel komplett vorbei lief. S. Laudehr hat dagegen ihre Startaufstellung voll gerechtfertigt, mit ihren bekannt unbändigen Kampfgeist und Erfolgswillen, auch wenn bei ihr noch nicht alles rund läuft und beim Tor glücklicher weise eine Intalienerin tüchtig mitgeholfen hat. Gut fand ich ihr Zusammenspiel mit Keßler, die sie immer wieder gut in`s Spiel gebracht hat. Überhaupt ist N. Keßler nach einem zähen Start in das Spiel die zentrale Anspielstation gewesen, die wenigstens zeitweilig so etwas wie Ruhe und Übersicht in das Spiel der N11 gebracht hat, erst recht als mit D. Maroszan eine weitere Mitspielerin im offensiven Mittelfeld dabei war, die auch mal etwas mit dem Ball anfangen kann. Das Zusammenspiel von den beiden und S. Laudehr in Halbzeit 2 passte schon ganz gut und ist ausbaufähig. L. Lotzen und Celia sind zwar gewohnt viel gelaufen und haben sich in Zweikämpfen aufgerieben, aber leider ohne jede Wirkung. Zwischen den beiden stimmen die Raumaufteilung und die Laufwege einfach nicht.

    Vielleicht kommt das erste richtig gute Spiel unserer N11 ja gegen Schweden. Die Hoffnung gebe ich nicht auf. Ansonsten sehe ich für den Einzug in das Finale schwarz. Dafür sind die bisher gezeigten Leistungen einfach zu schwach.

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  • gerd.karl sagt:

    gegen schweden werden wir eine andere mannschaft sehen, viele werden jetzt fragen warum, ganz einfach, das damoklesschwert viertelfinal aus ist weg.

    pia sundhage wird ihre mannschaft nicht gegen deutschland einstellen können.
    celia raus und vorne lena lotzen dazu noch bajramaj der rest bleibt.
    die deutsche mannschaft wird befreit gegen schweden aufspielen und ins finale einziehen.

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  • Altwolf sagt:

    Gewonnen – und das letztendlich auch verdient,da eine kämpferisch bessere Leistung und auch in Teilen eine Mannschaft auf dem Platz stand.Italien mit engagiertem Pressing,wie es auch Norwegen praktizierte,ließ keinen Spielfluss aufkommen und erzwang auch viele Fehlpässe,was doch wiederholt verwundert,denn sowohl Italien,als auch schon Norwegen,waren passsicherer;die harte Spielweise d.Italienerinnen hätte auch durchaus zu einem 11er u.wohl auch zu rot (Tätlichkeit gegen Keßler) und zu gelb-rot führen können,wenn nicht sogar müssen.Positiv die Hereinnahme v.S.Laudehr auf die li.Aussenposition,die sie zur besten deutschen Spielerin machte,da sie die Position u.dann auch die dortigen Räume gut nutzte.Richtig auch die Herrausnahme von D.Marozsan, auch wenn A.Mittag keine Akzente setzen konnte,da das Spiel als 10er hinter den Spitzen in der N11 derzeit nicht von ihr gestaltet werden kann.Sie ist zwar eine technisch hervorragende Spielerin,jedoch kann sie,bis auf einzelne Pässe oder Abschlüsse in Richtung Tor,diese verantwortungsvolle und spielbestimmende Position derzeit nicht ausfüllen und vielleicht auch in Zukunft nicht leisten,da ihr die Mentalität dafür offensichtlich fehlt.Davor sollten auch die vielen Fans von ihr die Augen nicht verschließen.Wenn man nach ihrer Einwechselung so oft besser postierte Mitspielerinnen übersieht,dann ist man nicht die 10,die wir dort brauchen.Die heimliche 10 war heute N.Keßler,obwohl sie dabei auch neben der Offensiv- auch viel Defensivarbeit zu leisten hatte,wie auch L.Gößling dadurch kaum offensiv sichtbar war.Deutlich verbesert die beiden Innenverteidigerinnen,wenn auch mit einigen Unsicherheiten.Problem der „jüngeren“ Spielerinnen,sie lassen sich zu leicht den Ball bei Ballbesitz abnehmen,wohl der fehlenden internationalen Erfahrung geschuldet,denn was in der Buli gepfiffen wird,läuft hier weiter.Wie schon bei den vorangegangenen Spielen kommen sich L.Lotzen und die wieder überall auftauchende Celia bei den Laufwegen oder bei hohen Bällen im 16er ins Gehege.Wie gefährlich ein Flügelspiel sein kann hat S.Laudehr und die sie immer wieder in die Räume anspielende N.Keßler gezeigt; wenn es doch auf der rechten Seite auch mal so gehen könnte,statt diese permantente Neigung die Mitte anzusteuern um zentral vor dem Tor zu sein, wo sich alles was Beine hat versammelt.
    Zumindest für dieses Spiel hat S.Neid einige erfolgreiche Entscheidungen getroffen, auch wenn ihre Spielerinnen noch reichlich Luft nach oben haben.
    Ich sagte schon einmal – nur wer sich steigern kann wird hier Europameister!!(Hippothese).
    @Michelle.Das Spiel wurde nicht durch D.Marozsan besser,sondern die Italienerinnen konnten das Tempo nicht mehr mitgehen,da sie durch das Pressing zuvor auch müde waren.
    Angst vor den Schwedinnen muß man nicht haben,denn es wird ein völlig anderes Spiel werden,als wir bisher gegen rein defensiv spielende Teams leisten mussten.Wenn Schweden versucht das Spiel zu machen wird es für uns einfacher,wenn wir die Kompaktheit im Mittelfeld wieder finden und eine S.Laudehr in dieser Art auf li.Aussen macht doch Mut.

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  • Doc sagt:

    Hallo Frau Neid, es scheint keinen Teil des Wissens zu geben, der schwerer zu erwerben ist, als die Erkenntnis, wann man aufhören muss!

    Ich weiß nicht mehr, was negativer ist: Einerseits die sichtbareie Unfähigkeit des Trainerstabes, aus den greifbaren 20+ Spielerinnen der mitbesten Liga der Welt eine sportpsychologisch stabile, technisch und taktisch gut spielende Elf zu kreieren. Andererseits nach dem Spiel (meiner Meinung nach) irritierende Äußerungen abzugeben, so dass der langjährige und klar denkende FF-Beobachter hier auf seinem Sofa annehmen muss, Frau Neid bewege sich inzwischen in einer anderen Realität und kann das Offensichtliche nicht mehr erkennen. So ein Phänomen findet man bekannterweise in Kreisen von Clübchen und Seilschaften, wo die „Mitglieder“ und Profiteure sich permanenr gegenseitig bestätigen, dass alles in bester Ordnung ist…obwohl unten schon das Wasser reinläuft. Ich zähle inzwischen auch die schneidigen CoKommentatorinnen a la Frau Rottenberg und Kollegin Künzer dazu. Erinnert mich gewaltig an „Des Kaisers neue Kleider“.

    Seit der WM 03 in den USA bin ich beim FF dabei. 10 spannende, erfolgreiche und unterhaltsame Jahre. Jedoch macht mir dieser Sport in Form der Natio keine Freude mehr. Bundesneid & Co. zu beobachten, wie sie an fähigen und talentierten Fußballerinnen herumdilettieren? Nein! Inzwischen regt mich das auf. Das war definitiv das letzte Spiel der deutschen Damenelf auf meinem Fernseher…solange Neid & Co. dabei sind.

    Also bleiben mir Liga, Pokal, CL und die Vorfreude auf eine spannende und bunte Saison. Hitzige Treffen von Erzrivalen, aufstrebende Bayernfrauen, ein neues Experiment in Frankfurt, unberechenbare Turbinen, Duisburg am Scheideweg und ein Triplesieger, der sich anderen und sich selbst nun bestätigen will. Und neuerdings auch noch die Frage, ob am Ende noch alle 12 Vereine dabei sein werden. Eine Stimme tief aus dem Osten, die bei Ligastart erst mal die Bundesneid abserviert sehen will, kommt auch noch. Und dem FFC „Talentschredder“ Frankfurt kann man nur wünschen, endlich den richtigen Zirkusdirektor gefunden zu haben. Denn wenn nicht, hat das weiter negative Auswirkungen auf das Niveau der Natio. Außerdem gingen Seppl Dietrich dann mal wirklich Ausreden und Optionen aus.

    Man liest sich…in einem anderen Thread.

    Viva la revolución

    🙂

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  • laasee sagt:

    The performance of EM 2009 in the Final against England (6:2) showed the brilliant quality that a German team can produce.

    Since then it has been rubbish – WM 2011 debacle, Olympics 2012 no show, and now this!!!

    There is something seriously wrong with N11 but almost everyone buries their heads in the sand and pretends that all is well!

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  • FFFan sagt:

    Glückwunsch zum Einzug ins Halbfinale! Jetzt gilt es, den (Erfolgs-)Schwung mit nach Göteborg zu nehmen, gegen den Gastgeber und Topfavoriten haben wir ja nichts zu verlieren. 🙂

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  • Sven sagt:

    Herzlichen Glückwunsch für den Halbfinaleinzug.

    Natürlich war das Spiel verkrampft, aber wenn man immer die Glanzleistungen der letzten Jahre mit einer völlig anderen Mannschaft zu Grund legt, wird man immer enttäuscht sein. Die Mannschaft spielt, dafür dass es so viele junge Spielerinnen sind, aus meiner Sicht sehr gut.

    Und darf man auch nicht vergessen. Die Gegner werden auch immer stärker.

    Wer meint, dass Deutschland spielerisch immer glänzen muss, jeden Gegner haushoch besiegt, ist eigentlich seit 2011 eines besseren belehrt worden. Die Zeiten des Schönspielens sind vorbei. Wir müssen uns an eher schlechte Spiele gewöhnen.

    Natürlich gibt es viele Spielerinnen, die bislang internationale Spiele absolviert haben, aber man darf auch nicht vergessen, sie spielen in anderen Mannschaftskonstellationen, die von einem anderem Trainer trainiert werden. Man kann nicht die Mannschaftsleistung aus der Bundesliga 1:1 auf die Nationalmannschaft übertragen, so nach dem Motto wer da sehr gut spielt, muss in der Nationalmannschaft auch sehr gut spielen. Ich glaube, so einfach ist das nicht.

    Ich denke, wenn diese Formation noch die Möglichkeit hat 1 bis 2 Jahre zusammen zu halten, werden wir wieder so viel Freude habe, wie zuletzt und bisdahin müssen wir auch mal Niederlagen, vielleicht auch mal hohe, und schlechte Spiele einstecken und das Anspruchsdenken, dass man jeden Gegner in Grund und Boden spielt, beiseite schiebt.

    Ich weiß schon jetzt, dass dies vielen nicht schmecken wird.

    Ich persönlich fand die Leistungen wie gesagt schon ziemlich gut für diese Mannschaft und bin gespannt auf die Zukunft.

    Mittwoch? Schwierig zu sagen. Ich würde sagen, dass es kein Torschützenfest der Schwedinnen geben wird. Es wird ein enges Spiel werden und vielleicht werden wir das nötige Glück haben, den Siegestreffer zu erzielen :-).

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  • karl sagt:

    @Sven: Sehr guter Beitrag, volle Zustimmung.

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  • Dummkopf sagt:

    Denke auch so wie Doc.

    Wirst ja doch bloss wieder enttäuscht beim Zuschauen.

    Und bei den Nachspielanalysen von Fr. N. vom D(FB)
    erkenne ich bei mir schon langsam eine Art – hm –
    Würgereflex, der sich einzustellen beginnt.

    Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

    Weil du denkst:
    Wenn die Spielerinnen trotz der Behinderungen,
    denen Sie bei der N11 wohl ausgesetzt sind,
    auch nur 50% des Leistungsvermögens abrufen, dass Sie
    in anderen Mannschaften bei anderen Trainern zeigen,
    dann kann das immer noch für Schweden reichen.

    Wobei auffällt,
    dass wenn Sie nur für ein Länderspiel
    von der Vereinen zur N11 kommen, dann geht das immer noch.
    Aber offensichtlich je länger die mit dem DFB unterwegs
    sind, desto mieser werden sie.

    Schon mal jemand drüber nachgedacht, die auch bei EM und
    WM nur zu den Spielen einzufliegen und dazwischen nach
    Hause zu lassen?
    Hätte man :
    1. eine bessere Mannschaft und
    2. einen Haufen Geld gespart. Sicher genug um einige Pleiten damit zu verhindern.

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  • Till sagt:

    Ich freue mich bei dem Sieg der deutschen Damen besonders für Simone Laudehr, welche in letzter Zeit viel herbe Kritik einstecken musste – gerade auch hier im Forum und da wurde sie häufig auch mit den Lieblingsspielern vergleichen, welche aber nur durch die rosarote Brille betrachtet worden sind.

    Kämpferisch war die Leistung der Mannschaft gut und ich hatte auch wieder häufiger wirklich das Gefühl, dass da ein Team auf dem Platz steht. Auch die technischen Fehler waren deutlich weniger – aber das war natürlich noch weit weg von dem Leistungsvermögen der Mannschaft.
    Nun muss die Devise lauten sich weiter zu steigern, damit es ein spannendes Halbfinale wird, weil wenn man die Leistungen im Viertelfinale zu Grunde legen würde, dann wäre das eine ziemlich klare Sache. Nur kann sich Schweden dafür nichts kaufen und die deutschen Damen können im Spiel gegen Schweden zeigen, ob sie gut genug für das Finale sind oder nicht. (Getreu dem Motto ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss)

    Noch ein Wort zur Schiedsrichterin, welche ich eigentlich ziemlich gut und ruhig fand – klar stimmten nicht alle Entscheidungen – gerade die Tätlichkeit kurz vor Schluss – aber die war auch ziemlich schwer zu sehen – also keinen Vorwurf und Glückwunsch zu der Leistung.

    Die von vielen gewünschte Veränderungen im Trainerteam sind jetzt erst mal in weite Ferne gerückt …

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  • wrack sagt:

    Nein, dieses Spiel hat mich die Vorrunde nicht vergessen lassen, im Gegenteil. Vieles erinnerte an das Norwegen-Spiel. Natürlich sollte man den Sieg gegen die „unangenehmen“ Italienerinnen nicht kleiner machen als er war. Das Ergebnis und die kämpferische Einstellung war okay. Aber auch in den Testspielen „ohne 6“ hat dieses Team doch bewiesen, dass es sehr viel mehr kann. Von diesem nachgewiesenen Potential sieht man nur einen Bruchteil auf dem Rasen. Und das KANN ich mir mit Unerfahrenheit und jugendlicher Inkonstanz nicht ausreichend erklären, auch wenn man diese Faktoren nicht unberücksichtigt lassen darf.

    Ich will keine Spielerin verdammen. Genauso will ich keine mehr hervorheben. Das empfände ich angesichts der ungenügenden spielerischen Mannschaftsleistung als nicht gerecht.
    Das Trainerteam muss die Leistung des Teams verantworten. Ich kann verstehen, dass Neid (jetzt) das Positive lobt und über das Negative nicht spricht. Aber da hätte sie eine konstante Linie zeigen sollen und nicht nach dem Norwegen-Spiel das Team verreißen dürfen.

    Gegen Schweden wird Celia aller Wahrscheinlichkeit nicht spielen. Noch ein harter Schlag, denn sie gehörte im Turnier zu den besten, weil auch konstanten Spielerinnen.

    Deutschland wird als klarer Außenseiter in das Halbfinale gehen. Eigentlich sollte das die Deutschen zumindest nervlich entlasten und sie wieder Fußball spielen lassen – ein Hoffnungsschimmer.

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  • ziefle sagt:

    In der Regel bin ich auch der Ansicht, dass nicht immer der Trainer schuld ist, wenn die Spielerinnen schlecht spielen.
    Bei dem gestrigen Spiel allerdings gab es derartige haarsträubende Fehler von SN:

    -Wenn eine Spielerin einen schlechten Tag erwischt, muss ich diese doch auswechseln und kann Gößling nicht 80min Frust schieben aufbrummen – nach diesm Spiel ist sie doch verbraucht für diese EM.

    -Weshalb wird den Spielerinnen das eigene Denken und die Kreativität bei der N11 abtrainiert, oder kann mir jemand erklären, warum bei einem Freistoss 10m von der Mittellinie eine Spielerin über den Ball springt und bei jedem Freistoss das GLEICHE!!!!! Ebenso 1min vor Spielschluss: Hier muss man doch zur Eckfahne und sich einen Freistoss abholen von den frustrierten Italienerinnen und das Spiel ist gelaufen. In der BuLi können das die Spielerinnen, in der N11 dürfen sie das wohl nicht mehr. Und so kommt es wie es kommen muss, noch 2 hohe Bälle in den deutschen Strafraum!!

    -Innenverteidigung Krahn hat eine Passquote von 5% angekommen Pässe – ist ja kein Wunder wenn die Bälle nur nach vorn geschlagen werden. Ich erwarte vom Trainer(in) eine Innenverteidigung die am Spielaufbau mitwirkt. Dazu kommt noch, dass Krahn ständig zu weit hinten stand (oder zu faul war nach vorn zu laufen) und deshalb nur ein einziges Mal Abseits gepfiffen wurde.

    -Die Wechsel und deren Zeitpunkt haben bei mir während der ganzen EM nur unverständliches Staunen ausgelöst.

    Dieses Unvermögen in den Vorbereitungslehrgängen, den Taktikbesprechungen, während des Spieles und dann noch der eine Satz nach dem Spiel: „Das war klasse“ müssen meiner Ansicht nach dazu führen, dass noch vor Mittwoch die Bundestrainerin entlassen wird. Den Spielerinnen würde es helfen.

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  • wolle sagt:

    @sven:Wir müssen uns an eher schlechte Spiele gewöhnen.
    Sorry Sven, das möchte ich nicht und viele andere sicherlich ebenso. Schau dir mal die Spielkultur Frankreichs an, es geht sehr wohl noch.
    Ich wusste gestern nach dem Spiel nicht ob ich mich freuen oder ärgern sollte. Für die Spielerinnen, insbesondere die oft gescholtene Simone Laudehr, hat es mich gefreut. Es wurde bis zum Schluß gefightet um das Weiterkommen zu sichern. Man konnte am Fernseher den unbedingten Willen zum Sieg spüren, beeindruckend.
    Andererseits waren Nervosität, und Angst unübersehbar. Manche erfahrene Spieler wie Mittag, Gößling oder Celia sind total von der Rolle. Eigentlich tritt die Manschaft seit 2 Jahren auf der Stelle.
    Nun wird wieder alles schön geredet, Frau Neid behält ihren Job und nichts ändert sich. Bei einer Niederlage wäre ein Neuanfang wahrscheinlicher gewesen was m.M nach unbedingt notwendig wird.
    Wieder eine Chance vergeben ist mein Fazit.

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  • Brandy74 sagt:

    @Ziegel : laut Videotext hatte krahn aber 80% gewonnener Zweikämpfe, danach kam glaube ich Kessler, so schlecht war sie also nicht. Aber wenn man erst mal einen Buhmann hat…

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  • engel sagt:

    @Sven
    ….ich denke, wenn diese Formation noch die Möglichkeit hat 1 bis 2 Jahre zusammen zu halten, werden wir wieder so viel Freude habe, wie zuletzt und bisdahin müssen wir auch mal Niederlagen, vielleicht auch mal hohe, und schlechte Spiele einstecken und das Anspruchsdenken, dass man jeden Gegner in Grund und Boden spielt, beiseite schiebt…

    Richtig! Aber nicht mit allen auf dem Platz stehenden Personen sondern wenn schon ein Neuanfang, dann richtig! 2-3 gestandene Spielerinnen ( Laudehr,Bartusiak,?) und den Rest neu überdenken.
    Neue Impulse braucht das Spiel der Natio, d.h junge, hungrige Spielerinnen die taktisch und technisch gut geschult sind=> das ist der Weg zu einem kompletten Neuanfang !!

    zum Spiel:
    Laudehr,besste Spielerin, die die oben genannten Tugenden
    1 : 1 umgesetzt hat!
    Maro habe ich zum ersten Mal „schnell“ laufen gesehen (hatte ja auch noch Kraft)
    Goeßling habe ich schon besser gesehen
    und über Mittag breite ich den Schleier des Schweigens( Einstellung unverschämt)
    die Jungen haben zwar gekämpft und in Ansätzen gezeigt was sie können, mit der richtigen Hand die Sie führt, haben Sie aber sicherlich noch Luft nach oben.
    Was die Einwechselung von Däbritz ca. 1/4 h vor Schluss anbelangt.. ist mir ein Rätsel meiner E.n. kommt diese Nomminierung für das Mädel viel zu früh?
    Was trainieren die in den Vorbereitungen?
    Stabis, Kraft, Tikitaka auf einer Seite,???
    Wo sind die Passgenauigkeit , das Kurzpassspiel, die Spielverlagerung,die versetzte Doppel-6,DIE TAKTIK ??
    Die EM kann für den Frauenfussball ein Neuanfng werden wenn man dann will!
    Schade ist nur, das zu den besten Sendezeiten im Fernsehen die veieln Zuschauer, eben auch die die FF bisher immer negativ betrachtet hatten, durch diese leistung der Natio, leider bestätigt werden und wieder sagen werden: Fussball ist MÄNNERSACHE, schaut euch doch den Käse den die Frauen spielen an……
    Chance wieder einmal vertan um den FF für die mediale Welt attraktiver und die Vorbehalte der eingefleischten FF-Ablehner ad absurdum zu legen.

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  • waiiy sagt:

    @Engel: Ich glaube nicht, dass die Spielerinnen das Problem sind. Es gibt sicher ein paar einzelne Spielerinnen, die man weglassen oder dazuholen könnte (inklusive der Verletzten). Aber das sind Marginalien und oft auch Geschmackssache.

    Das Problem sitzt für mich auch auf dem Trainerstuhl. Von dort bleiben neue Impulse aus. Und ich sehe vermehrt Spielerinnen, denen die Tugenden, die sie im Verein jede Woche zeigen, bei der N11 abhanden kommen. Dafür ist in meinen Augen das Trainerteam verantwortlich. Außerdem sehe ich derzeit überhaupt nicht, dass wir auf dem Platz das System variieren bzw. uns auf irgendwelche Situationen einstellen können. Das ist ein Manko, dass man als Trainerteam in einer 8-wöchigen Vorbereitungsphase behoben haben sollte.

    Es wird auch immer wieder auf die gute Stimmung angespielt. Von der ist dann auf dem Platz nichts mehr zu sehen. Ist das alles nur gespielt?

    Da wiederholt sich Bajramaj immer wieder, wie gut alles ist und dass Da Mbabi und Maroszan ihre besten Freundinnen sind. Dabei spielen beide nicht gerade toll und nehmen ihr direkt auch noch die Einsatzchancen, weil ihr Silvia Neid offensichtlich nichtmal die Leistung zutraut, die die Beiden bzw. Mittag so bringen. Eigentlich müsste Bajramaj schon längt stumm wie ein Fisch geworden sein. Aber im Prinzip ist sie (wie schon bei der WM 2011) die große Gewinnerin durch „Nichtspielen“…

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  • Maxemus sagt:

    Das Ergebnis stimmt doch ! Hätte Deutschland die Gruppe gewonnen, wäre Frankreich der Gegner im Halbfinale. Jetzt ist es Schweden und die liegen Deutschland. Und Schweden ist spielerisch auch nicht gerade das Superteam. Sie haben eine Menge Tore geschossen, aber Deutschland hat bisher auch nur 1 Tor bekommen und das auch noch unglücklich. Dazu geht das Neid-Team auch noch als Underdog in das Spiel und hat gar nichts zu verlieren. Was kümmert mich jetzt noch, wie Deutschland in das Halbfinale gekommen ist. Hauptsache, sie gewinnen !

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  • gerd.karl sagt:

    das damosklesschwert viertelfinal aus ist weg, und ich werde mich totlachen wenn die deutsche mannschaft jetzt die schwedinnen mit einer packung nach hause schickt.

    schweden wird vor eigenem publikum sehr nervös sein, sie werden sich schwer tun und verlieren.

    und dann möchte ich ihr bitte keine erfolgsfans hören, das sie das immer schon gewusst haben.

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  • laasee sagt:

    @Sven

    „Und darf man auch nicht vergessen. Die Gegner werden auch immer stärker.“

    Italy? England? Finland? Russia? Netherlands?…..

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  • waiiy sagt:

    @gerd.karl: Wieso sollte Schweden auf einmal nervös werden? Bisher gab es keine Anzeichen dafür. Im Gegenteil, sie scheinen das alles sehr zu genießen. Oder gibt es Argumente bzw. Erkenntnisse, die diese Behauptung untermauern könnten?

    Wieso ist das Viertelfinale das Damoklesschwert? Weil die deutsche Mannschaft in einem Turnier mal in dieser Runde ausgeschieden ist? Kann man dadurch empirisch nachweisen, dass dieses Spiel der Knackpunkt ist? Ist Olympia dann die Achillesferse, weil wir einmal nicht teilgenommen haben? Oder gibt es sachliche Argumente, warum die deutsche Mannschaft nach dem Viertelfinale nicht mehr schlagbar ist?

    Ich denke, der Erfolg, dass wir Italien besiegt haben, wir schon gewürdigt. Kritik gibt es an der Leistung des Teams, einzelner Spielerinnen bzw. dem Trainerteam. Das ist schon etwas anderes. Und ich denke, dass sich die meisten hier ein erfolgreiches und gut spielendes deutsches Team wünschen. Auch wenn es anders behauptet wird, sind die meisten hier doch für unsere Mannschaft. Aber gerade deshalb tut es weh, wenn auf dem Jahreshöhepunkt nicht die optimale Leistung abgerufen wird und offensichtlich andere Team besser spielen. Und auch das sollte man als Sport-Fan anerkennen können.

    Ich denke, dass ein bisschen mehr Sachlichkeit den Statements gut tun würde. Ein gutes Beispiel steht gleich darüber, den Maxemus begründet seinen Optimismus mit den wenigen Toren, die Deutschland bisher gefangen hat, womit er zweifellos Recht hat. Auch Schweden wird wohl keine 4 Tore gegen Deutschland schießen. Und solange man zu Null spielt, kommt man immerhin in ein Elfmeterschießen und da steht dann die beste deutsche Spielerin im Tor…

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  • FF-Talent sagt:

    Der Bauch tut weh vor Lachen: „Welche Fehler macht Silvia Neid? Sie kann doch nicht selbst mitspielen.“ Zitat Ratzeburg!

    Sowas wird vom (fachkundigen?) DFB-Präsidium als ernstgemeintes Argument pro Neid ins Feld geführt? Jeder, aber wirklich jeder weitere Kommentar zur Neid-Debatte ist überflüssig. Bessere Diskussionsbeiträge als „Ratze“ schafft niemand mehr! 😀

    Deshalb vier ganz andere Details:

    1. Spiel mit Unterbrechungen am laufenden Band (ob falscher Einwurf, Foul oder Abschlag ins Aus). Trotzdem eine passable und (trotz kleinteiligem Spiel) konstante Schiri-Leistung von Kulcsar, immerhin die jüngste Feldschiedsrichterin der EM aus dem FF-„Entwicklungsland“ Ungarn. Die unerkannte Tätlichkeit beim Eckball-Getümmel oder ein nicht geahndetes gestrecktes Bein: Trübt den Gesamteindruck der Schiri-Leistung, kann man aber tolerieren.

    2. Ziefle hat es auch schon geschrieben: Auch im vierten Spiel der EM wieder mehrfach(!) Antäuschen oder Drüberlaufen von jeweils zwei deutschen Spielerinnen… bei Freistößen aus dem Halbfeld oder von der Mittellinie!!!
    Warum? Gegen Schweden bitte noch zusätzlich „antippen“ beim Schießen, damit solche hohen 40m-Freistöße noch „unberechenbarer“ für die Torhüterin werden. 😉 Bambini-Niveau.

    3. Wechsel nach wie vor unverständlich.

    4. Wer hat der deutschen Elf so radikal die hochstehende Verteidigung mitsamt Abseitspositionierung verboten/ abtrainiert? Während der WM2011-Vorbereitung hat ja z.B. die Abseitsfalle zwischenzeitlich relativ erfolgreich funktioniert … damals.

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  • jochen-or sagt:

    Die Mannschaft hat mit dem gestrigen Spiel und dem Einzug ins Halbfinale das gebracht, was man von so einer jungen Truppe erwarten kann.

    Alles mehr bei diesem Turnier wäre eine Überraschung.

    Spielerisch ist dies weiterhin einigermaßen dürftig.

    Da spricht eben des Trainers Hand – lies die Vorbereitung!

    Das ist jedenfalls keine Werbung für den Frauenfußball, wenn hinten die Bälle nur rausgebolzt werden und noirmalerweise werden die Unachtsamkeiten und Querschläger im Strafraum auch bestraft.

    Auch die damit zum Ausdruck kommende Ängstlichkeit muss sich der Trainerstab teilweise anrechnen lassen, denn zum Turnier gehört auch die mentale Vorbereitung.

    Auffällig ist das mangelhafte Kombinationsspiel, insbesondere im Mittelfeld.
    Eigentlich sollte man auch im Frauenfußball mal das moderne „Onetouch“-Passspiel üben.

    Gott sei Dank haben Sie dieses Mal das erste Tor geschossen.

    Ein Viertelfinale ist immer das schwierigste Spiel, weil eine Niederlage in dieser Phase für eine erfolgsverwöhnte deutsche Mannschaft Erfolglosigkeit bedeutet. Daher ist die psychische Belastung besonders hoch, was deutlich spürbar war.
    Vielleicht spielt es sich jetzt – wo man Außenseitetr ist – lockerer. Dies lässt ein wenig hoffen. Es steckt sicherlich mehr in dieser Truppe, die mal die Chance erhalten sollte, von neuer Trainerhand geleitet und auf Turniere eingestimmt zu werden.

    Immerhin hat Neids Umstellung von Laudehr auf die linke Seite gut funktioniert. Zudem ging es mit Maier und Cramer auf den Außenverteidigerpositionen dort dieses Mal wieder wesentlich besser.

    Allerdings beherrscht vorne offensichtlich niemand das Kopfballspiel. Da kann man bei hohen Flanken eigentlich auf nichts hoffen. (Vielleicht Lotzen?)
    Deutlich erkennbar waren die Italienerinnen nach 60 Minuten platt, denn anders kann ich mir nicht erklären, dass sogar Marozsan diese überlaufen konnte.

    Genau wie Italien im Vergleich zu Spanien der eher machbare Gegner gewesen sein dürfte, dürfte es jetzt mit Schweden im Vergleich zu Frankreich sein mit einem wesentlichen Unterschied:
    Da gibt es torgefährliche Stürmerinnen und auch konditionell dürfte Schweden auf der Höhe sein.
    Aber es läuft auch hier über Kampfkraft und weniger über gepflegtes Kombinationsspiel – so wie dies auch für die deutsche Mannschaft aktuell gilt.

    Ich tippe die Chancen auf 30 – 70.

    Also lassen wir uns überraschen.

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  • noworever sagt:

    @Altwolf:
    „Sie (Maro) ist zwar eine technisch hervorragende Spielerin,jedoch kann sie,bis auf einzelne Pässe oder Abschlüsse in Richtung Tor,diese verantwortungsvolle und spielbestimmende Position derzeit nicht ausfüllen und vielleicht auch in Zukunft nicht leisten,da ihr die Mentalität dafür offensichtlich fehlt.Davor sollten auch die vielen Fans von ihr die Augen nicht verschließen.“

    genau das musste sich damals auch özil in bremen anhören … dabei stillschweigend (quasi mit „verschlossenen augen“) NICHT in betracht ziehend, dass ALLES (um zur vollen entfaltung zu kommen) immer seine ganz eigene zeit braucht.
    bei dieser entfaltung spielen natürlich unter anderem sog. unmittelbar beteiligte eine nicht unwichtige rolle, wie z.b. der/die hier in diesem forum schon oft angesprochenen verantwortlichen trainer(ffc)/trainerin(n11) …

    jedenfalls bedarf es keiner speziellen (‚arttypischen führer‘)mentalität um eine gute 10-er position ausfüllen zu können … es sei denn man „verschließt die augen“ vor den leistungen eines özils oder messis …

    interessant ist auch deine beurteilung, dass: „auch wenn A.Mittag keine Akzente setzen konnte, die Herrausnahme von D.Marozsan richtig war“…
    sorry, aber … ist diese aussage nicht ins sich erneut „ein verschließen der augen“ – denn, dies heißt doch eigentlich nur: obwohl a.mittag (wieder mal) nur ein schatten ihrer selbst war, ist diese leistung immer noch höher zu bewerten … als die anschließende von marozsan?!
    das scheint nun wirklich nicht stimmig – und (auf deutsch) – doesn’t make any sense!?

    aber dafür kommt dann anschließend sofort die richtige auflösung: „Die heimliche 10 war heute N.Keßler,obwohl sie dabei auch neben der Offensiv- auch viel Defensivarbeit zu leisten hatte,wie auch L.Gößling dadurch kaum offensiv sichtbar war.“

    stimme mit dir überein, n.keßler hat auch gestern (wieder!) einen guten job gemacht (und gehört soweit eigentlich zu den positiverscheinungen des deutschen teams)… ob ich das jetzt die „heimliche 10“ nennen würde, mag dahingestellt sein …
    interessant ist dabei aber wieder, dass du l.gößlings leistung (stichwort fehlpässe etc) damit quasi legitimierst … weil … ja eigentlich keine etatmäßige 10 da war … und die, die so ein ‚bißchen da war‘ (in den ersten 58min), dann auch noch ausgewechselt wurde …

    @Altwolf
    stimme mit deinen einschätzungen sonst eigentlich immer im wesentlichen immer überein … heute jedoch, scheint es mir nicht vergönnt
    … mit den wölfen zu heulen 😉

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  • metalCORE sagt:

    …ohne die ganzen Kommentare jetzt gelesen zu haben, mit einem klaren Blick auf das Spiel lässt sich nur folgendes konstatieren:

    1. Kein Spielsystem, gegen einen unzweifelhaft schwächeren Gegener als bspw. gegen Norwegen war irritierenderweise das Spiel nochmals schwächer. Nicht nur von der Struktur, den Spielzügen, als auch allein vom Zweikampfverhalten – ich hatte das Gefühl, es wurden weitaus weniger Zweikämpfe gewonnen als gegen Norwegen oder Holland.

    2. Katastrophale Chancenverwertung. Wenn schon aufgrund des wenig zwingenden Spielstils wenig Chancen auftauchen, sollte man dort wenigsten „konsequenter“ vorgehen – ich sage nichtmal kaltschnäuzig, aber das, was geliefert wurde, spottet JEDER Jugendmannschaft. Der Ball den Keßler nach Freistoß Maroszan versemmelt, bei der einen Ecke, wo 2 Spielerinnen nebeneinander stehen, und statt zur Seite zur spielen wird der Ball meterweit vorbeigeschossen. Auch bezeichnend waren manche Freistösse der „Supertechnikerin“ Maroszan. Peinlich.

    3. Der Kommentar von Neid danach war schon fast lächerlich. Wie gut man gegen einen starken Gegner gespielt hätte, super wie die Mannschaft aufgetreten ist, blablabla…

    Ich hätte den Italienerinnen den Ausgleich gegönnt, mal sehen was dann passiert wäre. Eine Schande, wenn man das mit früheren deutschen Mannschaften vergleicht. Und bitte nicht wieder sowas wie „alle anderen sind viel stärker geworden“ – wenn Deutschland angeblich nur auf sich schaut sollte man da zumindest das Niveau halten, dass man selbst schon hatte…

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  • laasee sagt:

    @waiiy

    „Und ich denke, dass sich die meisten hier ein erfolgreiches und gut spielendes deutsches Team wünschen.“

    Well written. This is most important. The N11 playing good football is the best advertisement for FF – not only in Germany but for FF elsewhere. Playing good football helps the profile of the Buli, helps increase the number of fans, helps attract Sponsors and money.

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  • Detlef sagt:

    Ein Zittersieg über einen zweitrangigen Gegner, der überraschend offensiv agierte!!!
    Mit Ausnahme von Simone Laudehr, konnte ich keine gravierenden Leistungssteigerungen erkennen!!!
    Um so lächerlicher ist für mich das Fazit der Bundesgöttin nach dem Spiel!!!
    Durch ein italienisches Eigentor (Bartoli wurde ja nicht angeschossen, sondern sie versuchte den Ball ins Aus zu klären) wurde aus einer „unterirdischen Leistung“ nach dem Norwegenspiel, plötzlich eine „klasse Leistung auf die man stolz sein kann“!!!
    An solchen Einschätzungen sieht man wohl am Klarsten, woran der deutsche FF am meisten krankt, nämlich an proffessioneller Selbstreflektion!!!

    Wie schon gegen Norwegen blieb vieles nur Stückwerk, weil die Spielerinnen einfach nicht zusammenpassen, oder noch nicht/nicht mehr eingespielt genug sind!!!
    Gegen Kanada und Japan lief es da in der Vorbereitung noch um Einiges besser, was nun im Turnier überhaupt nicht mehr klappt!!!
    Von daher ist die These von Dummkopf;
    „Aber offensichtlich je länger die mit dem DFB unterwegs sind, desto mieser werden sie.“ gar nicht so abwegig!!!

    Vor allem ANJA bleibt mir weiter ein Rätsel!!!
    Nach ihrer Supersaison in Malmö schien es doch auch endlich in der Natio mit ihr zu funktionieren!!!
    Aber leider, leider kann sie weder dem Spiel, noch ihren Mitspielerinnen irgend einen Impuls geben!!!
    Liegt es an ihr, oder an der Trainerin, oder woran sonnst???

    Nach dem Islandspiel haben viele gehofft, daß bei Celia nun endlich der Knoten geplatzt ist!!!
    Aber wie schon gegen Norwegen blieb sie auch gestern völlig blass!!!
    Irgendetwas blockiert sie völlig, die Leichtigkeit ist ihr abhanden gekommen!!!

    Vor der EM waren die größten Befürchtungen immer mit der Defensive verbunden!!!
    Bisher hat die aber nur ein Gegentor kassiert, und sah auch gestern gegen Panico und Gabbiadini gar nicht schlecht aus!!!
    Jetzt kommen aber Schelin, Aslani, Jakobson, GÖRANSON und vor allem Fischer!!!
    Jetzt wird man sehen, ob Krahn und Bartusiak, aber auch Maier und CRAMER dem gewachsen sind???

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  • Grace Kelly sagt:

    Krahn hat gestern ein gutes Spiel gemacht. Sie war in letzter Zeit schlecht und unsicher hat aber in der Vergangenheit schon einige gute Spiele für Deutschland gemacht. Und gestern war sie eine der besseren Spielerinnen. Bartusiak ist die einzige im Kader, deren Leistungen in jedem Spiel in Ordnung waren.
    Nur um mal diesem modischen Krahn/Bartusiak-Bashing was entgegenzusetzen.

    Richtug erfreulich fand auch ich Laudehr auf ungewohnter Position. Schön, dass sich wenigstens eine ohne Spielpraxis erfolgreich in die Mannschaft gekämpft hat.

    Allerdings fürchte ich, dass uns Neid durch das Erreichen des Halbfinales erhalten bleiben wird. Aus einer Klatsche gegen favorisierte Heimschwedinnen kann man sich leichter rausreden, als aus einer Niederlage gegen Italien.
    Mit Neid+Erfolge kann ich leben, aber es sieht nicht so aus, als hätte sie aus der Chance 2011 etwas gelernt und sich die Mannschaft unter ihr weiterentwickeln wird.

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  • gerd.karl sagt:

    wally, meine vermutung, das deutschland jetzt befreit audspielt weil das damoklesschwert viertelfinal aus jetzt weg ist, belegen die aussagen der spielerinnen.

    sie sagen, das sie froh sind das sie jetzt im halbfinale stehen, dies kann man auf, http://www.sportschau.de, http://www.zdfsport.de, http://www.uefa.com sich anschauen und anhören.

    die schwedinnen müssen siegen, sie spielen zuhause, sie spielen gegen deutschland, sie werden sehr nervös sein.

    was deutschland noch zugute kommt ist, das schweden sich nicht hinten reinstellen wird.

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  • MatzeM sagt:

    @gerd.karl
    Auch wenn die Schwedinnen vielleicht unsere N11 als eine Art Angstgegner sehen sollten: Pia wird schon dafür sorgen, dass die Tre Kronors ihre Lockerheit nicht verlieren. Warum sollten sie auch? Der äußere Druck dürfte in Schweden auch längst nicht so hoch sein, wie in D bei der Heim-WM. Der Schwede an sich ist da nämlich etwas gelassener als der Deutsche 😉

    Andere Frage in die Runde: Es gab ja eine Szene, in der eine deutsche Spielerin im Netz landete und dadurch das Tor nach hinten verbog. Just in dem Moment ging ein Ball von der Seite an den Pfosten. Gibts dafür eigentlich eine Regel? Was passiert, wenn durch nach hinten gebogene Pfosten ein Ball, der bei senkrecht stehenden Pfosten an diesen geklatscht wäre, ins Tor geht?

    Matze

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  • pmm...: sagt:

    Immer wieder ist von einer ach so jungen Mannschaft zu lesen. Ja wurde die denn nach Fehlpassquote, Unentschlossenheit, gröstmöglicher Zartheit im Zweikamf, Häufigkeit von fehlerhafter Ballannahme und mangelnder Spielübersicht ausgewählt?
    Doc`s Ausführungen Daumen hoch!!!
    Wie kann es sein das unsere N11 diesen großen Vorsprung einbüssen konnte.
    Die anderen Nationen haben nicht aufgeholt, wir haben stagniert.
    Hätten wir uns weiterentwickelt könnten wir viel besser tiefstehende Mannschaften beherrschen.

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  • Maskal69 sagt:

    Ein großes Lob an die Spielerinnen der N11 und ihrer kämpferischen Einstellung im Spiel gegen Italien. Die beste Spielerin war für mich Jennifer Cramer!
    Aber das wars dann auch schon an Positivem was ich zum Auftritt ausführen kann.
    Absolut schleierhaft ist mir diese unkonzentriertheit die sich von Spiel zu Spiel steigert, sind die Spielerinnen etwa „übersäuert“.
    Dann die fehlende oder besser gesagt die falsche Hierachie im Team, denn eigentlich gibt in der Abwehr nur einer das Kommando.
    Was sind das für Ein-und Auswechslungen, da kann ich kein Sinn und System erkennen.
    Beispiel: Gößling pumpte schon nach 20. Minuten als wäre sie 120. Minuten auf dem Platz, die war definitiv nicht fit!
    Laudehr die ebenfalls völlig ausgepumpt war spielt über 90. Minuten und das bei der Vorgeschichte, richtig fahrlässig erneut eine schwere Verletzung in kauf zu nehmen.
    DFB sollte sein System 4-2-3-1 bei den Frauen überdenken!
    Für mich bleibt die Qualität der Spielerinnen für eine Europameistertitel weiterhin vorhanden!
    Im Halbfinale gegen Schweden stehen meines erachtens die Chancen bei 50:50. Die Statements von S. Neid disqualifizieren sie völlig!
    Eins kann ich auch nicht mehr hören diesen Spruch, die anderen Mannschaften haben sich weiter entwickelt und ist alles enger zusammen gerückt. Wir sind stehen geblieben in unserer Entwicklung, das ist der Punkt!!

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  • Dummkopf sagt:

    SCHWEDEN

    Ist genau WAS gegen Deutschland, BITTE? Favorit?
    JETZT vielleicht. Nachdem man erkennen muss,
    wie unsäglich schwach man eine deutsche N11 hinbekommen kann,
    wenn man sich nur genug anstellt.

    Schweden, das ist Schelin mit 10 mehr oder weniger guten
    Handwerkerinnen dahinter.

    Darf man an vor ca 6 Wochen erinnern?

    Da hat eine Schelin mit 10 TOP-Spielerinnen hinter
    sich gegen eine Innenverteidigung Henning/Hartmann KEINEN,
    aber auch gar keinen Stich gemacht.

    Frau N. vom D. meint aber ja nun, noch viel bessere zu haben.
    Henning ist nicht gut genug, um zu spielen.
    Hartmann nicht einmal, um mitzufahren.
    (Wie auch die anderen aus der Abwehr damals, alle zu schlecht,
    oder wir haben laut Fr. N vom D viel bessere)

    OK. Kann ja sein, oder auch nicht, ABER:

    Wenn Henning und Hartmann also Schelin schon eis-kaltstellen können,
    wir aber jetzt noch viel bessere haben, dann muss:

    1. die Schelin doch am Mittwoch als Eiszapfen rumlaufen, und
    2. nicht Schweden gg Deutschland als Favorit auflaufen.

    Also, mir als Dummkopf kann man ja viel erzählen, aber
    IRGENDWAS STIMMT DA DOCH NICHT. (Ich weiss bloss nicht, was)

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  • labersack sagt:

    Lieber Dummkopf ich weiß es auch nicht. Die besten Vereinsmannschaften in Europa sind Lyon, Wolfsburg, Potsdam und Frankfurt. München und Freiburg sind nicht weit weg. Da ist neben einigen Französinnen, Schwedinen, Norwegerinnen die komplette deutsche Nationalmannschaft vertreten. Der Rest Europas spielt frei und unbekümmert auf und nur unsere Frauen können die Leistung die sie im Verein erbringen nicht zeigen. Wie kann eine Mannschaft so verkrampfen?

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  • Altwolf sagt:

    @noworever.Die Meinungsvielfalt macht die Diskussion erst interessant.Meine Einschätzung zu einer 10er Spielerin ist die Leitung des Offensivspieles mit der erforderlichen Sicht auf meine Nebenleute und auf die,die sich im 16er bewegen.Dabei selbst trotzdem torgefährlich bleiben und in entscheidenden Situationen auch mal dahingehen wo es weh tut – nämlich im Bereich des 5m-Raumes.So erwarte ich von dieser Spielerin auch bei engen u.umkämpften Spielen,daß sie vorangeht und die an der Offensive Beteiligten mitreißt.Ich will nicht behaupten, daß N.Keßler bei der EM, ihre gewohnte Leistung gezeigt hat,aber sie nähert sich ihr an und sie verkörpert für mich im FF diese 10er Position,die sie auch sehr erfolgreich im Verein umsetzt.Sie hat einen sehr ergeizig kämpferischen Charakter und auch den unbedingten Siegeswillen,den man hier uneingeschränkt benötigt.
    Deshalb sehe ich S.Neid in der Konfliktsituation,daß sie die zweifellos tollen technischen Fähigkeiten von D.Maroszan nicht in das Mannschaftsspiel integrieren kann,denn es gibt bei der bisherigen Spielweise keine richtige Position für sie.Ich denke auch der 1.FFC hat damit ein Problem und bin gespannt wie C.Bell das lösen wird.Ich habe A.Mittag nur als Tauschpartner ohne Leistungsbewertung erwähnt,da ich keine Leistung bemerkt habe.Es ging mir mehr dabei um die bisher unglückliche Positionierung von D.Maroszan.Ich schaue ihr gern zu,aber als Mannschaftsspielerin hat sie mich bisher,von einzelnen tollen Aktionen mal abgesehen, nicht überzeugt.Erinnere dich an die Spielsituation kurz vor Schluß:D.Maroszan auf hablinks beim Freistoß vor einer 4er Mauer d.Italienerinnen – N.Keßler steht völlig frei ca. 5-6 m rechts neben ihr – die italienische Torfrau schreit laut zu ihren Vorderleuten,sie sollen diesen Raum zustellen,was dies jedoch nicht machen – warum versucht D.Maroszan den direkten Schuß – in die Mauer- und ignoriert die Chance zum Schuß bei Zuspiel auf N.Keßler. Die 10er Spielerin ist dann auch die Erste,die dann die Defensive einleitet,wenn der Ball verloren geht.Aber vielleicht kannst du meinen Eindrücken folgen,ich versuche es auch, möglichst ohne Vereinsbrille und immer auch als konstruktive Kritik.Ich gebe dir Recht,wenn L.Gößling eine ungewöhnliche Fehlpass-Quote hatte,andererseits lief das Spiel durch die weiten Schläge aus der Abwehr nach vorne, an ihr, vorbei.
    Normalerweise würde ich deshalb N.Keßler auf die 10er Position auch bei der N11 stellen,Problem ist jedoch,wer übernimmt dann die 2.6er-Position? In Frage käme S.Laudehr,die sehe ich nach dem Spiel aber lieber auf dem LA-Position:Eine schwierige Entscheidung für S.Neid.

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  • never-rest sagt:

    @Altwolf. Stimme Deiner Analyse weitgehend zu. Auch ich sehe in dem aktuellen Kader am wirkungsvollsten N. Keßler in der zentralen Mittelfeldposition, allerdings mehr von hinten raus, sozusagen als offensive 6, da sonst ihre Fähigkeiten bei der Balleroberung verloren gehen und gegen Schweden wird diese noch im Verbund mit Goessling dringend gebraucht werden.

    Auch ich bin ein großer Fan von D. Maroszan. Aber bislang ist es ihr nicht annähernd gelungen, ihr fußballerisches Potential abzurufen, weil m.E. die gesamte Abstimmung in der Offensive nicht stimmt. Sie müsste sich nach meiner Einschätzung im Wechsel mit N. Keßler auch mal weiter nach hinten fallen lassen, um das Spiel vor sich zu haben und mehr für einen geordneten Spielaufbau quasi als Ballverteilerin zusammen mit N. Keßler tun. Daran krankt das deutsche Spiel derzeit. Maroszan kann dann immer noch nach vorne stoßen, wenn sich die Gelegenheit bietet oder einen ihrer Zauberpässe spielen. Derzeit treten sich in der zentralen Offensive Celia und Maroszan viel zu oft fast auf die Füsse und nehmen sich so gegenseitig den Raum zum Spielen. Vielleicht wird es gegen Schweden mit Lotzen in der Spitze besser, falls Celia aufgrund Verletzung ausfallen sollte. Insgesamt fehlt mir ein erkennbares Spielsystem, dass auch das Potential des Kaders am besten ausschöpft. In der Offensive wird dies am Deutlichsten. Die heraus gespielten Torschancen sind Mangelware, oft regiert der Zufall und die Torausbeute ist nicht ohne Grund recht erbärmlich.

    Was ich heute in Sachen geordneten Spielaufbau und Raumaufteilung von Frankreich und auch von Dänemark gesehen habe, müsste doch eigentlch auch die deutsche N11 hin bekommen, wenn die Trainerin sie richtig einstellt.

    Aber vielleicht sehen wir ja das beste Spiel der N11 am Mittwoch gegen Schweden. Nach der EM wünsche ich mir aber unabhängig vom Ausgang der hoffentlich noch folgenden 2 Spiele einen personellen Neuanfang auf der Trainerstelle. So wie jetzt kann es m.E. nicht weiter gehen. Egal ob WOB, Turbine, Freiburg oder Bayern München (den 1 FFC nehme ich einmal aus), überall wird eine modernerer FF im Verein gespielt. Nur bei der N11 ist davon nix zu sehen, stattdessen stagniert bestenfalls die fußballerische Entwicklung.

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  • Tom Schlimme sagt:

    So, Frankreich ist draußen, Deutschland ist weiter…

    Vielleicht ist doch etwas dran, dass die Weltspitze enger zusammen gerückt ist, so unter den ersten 10, 15 Ländern.

    Vielleicht ist es sogar gut für den Frauenfußball, wenn nicht immer die Favoriten gewinnen, vielleicht macht es den Reiz des Fußballspiels überhaupt aus, dass man eben nicht vorher weiß, wie es ausgeht.

    Erinnert sich noch jemand an die vernichtende Kritik von einigen, allen voran Matthias Kittmann, damals Frankfurter Rundschau, am Frauenfußball nach der EM 2005, als Deutschland so souverän durch das Turnier spazierte, dass es fast langweilig war? Kittmann zitierte eine ausländische Spielerin mit der Aussage, das deutsche Team sei das einzige, in dem jede Spielerin den Ball bis über die Mittellinie schlagen könne. Diese Zeiten sind nun also vorbei, schlecht???

    @ Altwolf zu Dzsenifer Marozsan: Du bist da meiner Meinung nach auf einen wichtigen Punkt gestoßen. Ich stimme dir zu, dass bisher noch kein Trainer geschafft hat, ihre enormen technischen Fähigkeiten durch eine passende taktische Integration voll zur Wirkung kommen zu lassen. Aber für mich kann der Schluss nicht sein, dann Marozsan, eine der besten deutschen Spielerinnen, nicht spielen zu lassen, ich erwarte da eher eine Veränderung seitens der Trainer/innen.

    Anja Mittag an dieser Stelle war jedenfalls völlig überfordert, das war keine gute Idee von Silvia Neid.

    Nadine Keßler hat bestimmt Potential für eine 10er, aber auch in Wolfsburg spielt sie auf der Doppelsechs, allerdings bei etwas anderem Spielsystem insgesamt, nämlich mit mehr Stürmerinnen vor sich als in der Natio die 10er vor sich hat, und eigentlich täten dem deutschen Spiel eine Keßler UND eine Marozsan gut, nicht entweder oder.

    Dass Marozsan nach ihrer Einwechslung eigensinniger gespielt hat und mehr selbst geschossen hat als sonst, sehe ich auch so, aber es wirkte so, als hätte man ihr genau das gesagt, dass sie öfter selber schießen soll. Hat sie getan, hat nicht ganz geklappt (ein Mal Latte getroffen, der Ball sprang Keßler vor die Füße, doch die haute ihn drüber), ein Mittelding wäre hier wohl das beste, aber Marozsan nach diesem einen Spiel als Egoistin abtun, die den Blick für die Mitspielerinnen nicht hat, sorry, Altwolf, das kann dein Ernst nicht sein, nach den vielen Spielen, in denen sie eher zuviel abgegeben hat als zu wenig!

    Also, richtige Spur, falscher Schluss, meiner Meinung nach!

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  • Zaunreiter sagt:

    So, ich leg mich mal fest. Das rumpelnde Deutschland wird Europameister. Das gefällt mir zwar nicht wirklich, weil mir Frankreich lieber war und Deutschland morgen rumpelnd dem Powerfußball Schwedens was entgegenstellt. Und Norwegen und Dänemark? Hmm…die schauen sich dann im Finale mal so an, was der Gewinner des ersten Halbfinals so anstellt und reagieren entsprechend drauf.

    Ich fand das gestern interessant zu sehen, wie Pellerud aus den Trümmern, die Landsem hinterlassen hat, wieder eine starke Mannschaft aufbaute. Die nimmt sich zwar hin und wieder ihre Kaffeepausen selbst, wo der Trainer dann zum Rumpelstilzchen mutiert. 😉

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  • noworever sagt:

    @Altwolf, @never-rest, @tom schlimme
    zum hausgemachten ‚problem‘ marozsan

    „haus…“ deswegen, da, wie hier mehrfach bereits angedeutet, in allererster linie der/die trainer(in) verantwortlich ist/sind, für ein ‚problem‘ … das eigentlich keins zu sein bräuchte … da die grundlagen (wie z.b. enormes talent, spielverständnis etc) vorhanden sind.

    die aussage von tom, dass es:
    „bisher noch kein Trainer geschafft hat, ihre enormen technischen Fähigkeiten durch eine passende taktische Integration voll zur Wirkung kommen zu lassen. Aber für mich kann der Schluss nicht sein, dann Marozsan, eine der besten deutschen Spielerinnen, nicht spielen zu lassen, ich erwarte da eher eine Veränderung seitens der Trainer/innen.“
    … trifft genau den punkt!

    Es ist doch offensichtlich, dass es sn (wie auch andere kollegen) nicht schafft dieses potential in das spiel eines teams wirklich zu integrieren – und stattdessen mit dem pseudoargument aufwartet, mit maro eine auswechselspielerin zu bringen, die noch einmal für ‚frischen wind'(?) sorgt.

    Okay, sie ist vielleicht (noch?) nicht die schnellste/agilste … trotzdem verlangt man von ihr, dass sie genauso (und, quasi in der gleichen position!) agiert wie celia! – ein absolutes unding! – allein von ihrem ganzen typ her, wird sie NIE ein celia sein.

    bin hier auch vollkommen eins mit @never-rest:
    „Aber bislang ist es ihr nicht annähernd gelungen, ihr fußballerisches Potential abzurufen, weil m.E. die gesamte Abstimmung in der Offensive nicht stimmt. Sie müsste sich nach meiner Einschätzung im Wechsel mit N. Keßler auch mal weiter nach hinten fallen lassen, um das Spiel vor sich zu haben und mehr für einen geordneten Spielaufbau quasi als Ballverteilerin zusammen mit N. Keßler tun. Daran krankt das deutsche Spiel derzeit. Maroszan kann dann immer noch nach vorne stoßen, wenn sich die Gelegenheit bietet oder einen ihrer Zauberpässe spielen. Derzeit treten sich in der zentralen Offensive Celia und Maroszan viel zu oft fast auf die Füsse und nehmen sich so gegenseitig den Raum zum Spielen.“

    … und @tom schlimme:
    „… und eigentlich täten dem deutschen Spiel eine Keßler UND eine Marozsan gut, nicht entweder oder.“

    das finde ich, ist doch zumindest ein ansatzpunkt … bisher sehe ich zu sehr eine gewichtung (als verantwortlich in der eigentlichen spielgestaltung) in DER doppel-6 kessler/gößling – und … ganz ganz weit da vorne irgendwo – marozsan.
    habe jedoch mehr&mehr das gefühl, gößling gehört eigentlich garnicht dahin, wo sie momentan possitioniert ist (und sich auch garnicht so recht wohl dort fühlt) – sondern: sie sollte das tun, was sie wirklich sehr gut & am besten kann und was sie auch beim vfl tut: die innenverteidung!

    kessler UND marozsan sind hingegen das eigentliche herz der mannschaft … und passen auch von ihrer ganzen veranlagung wunderbar zusammen.
    sn und ihr trainerteam scheinen dies entweder anders zu sehen … oder … sind nicht in der lage diese ansich doch so vielversprechenden grundlagen wirklich possitiv zu nutzen.

    zum schluß noch, @Altwolf:
    „Erinnere dich an die Spielsituation kurz vor Schluß:D.Maroszan auf hablinks beim Freistoß vor einer 4er Mauer d.Italienerinnen – N.Keßler steht völlig frei ca. 5-6 m rechts neben ihr – die italienische Torfrau schreit laut zu ihren Vorderleuten,sie sollen diesen Raum zustellen,was dies jedoch nicht machen – warum versucht D.Maroszan den direkten Schuß – in die Mauer- und ignoriert die Chance zum Schuß bei Zuspiel auf N.Keßler.“

    als ich diese zeilen las, hatte ich noch nicht gelesen, was @tom schlimme kurz darauf später geantwortet hatte … es war jedoch genau das, was mir dabei auch durch den kopf ging:

    „Dass Marozsan nach ihrer Einwechslung eigensinniger gespielt hat und mehr selbst geschossen hat als sonst, sehe ich auch so, aber es wirkte so, als hätte man ihr genau das gesagt, dass sie öfter selber schießen soll … aber Marozsan nach diesem einen Spiel als Egoistin abtun, die den Blick für die Mitspielerinnen nicht hat, sorry, Altwolf … “

    wir wissen nicht, was die ‚vorgaben‘ sind, die ein trainer ausgibt … schon garnicht die von einer trainerin vom kaliber einer sn.
    … major mystica … eines der wohl ewig unergründlichsten geheimnis der menschheitsgeschichte! 😉

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  • Germany2013 sagt:

    Ich mache mal einen Vorschlag für die Aufstellung, auch wenn SN so mit Sicherheit nicht spielen lassen wird:

    Angerer
    Huth-Henning-Goeßling-Cramer
    Kessler-Laudehr
    Mittag-Marozsan-Leupolz
    Lotzen

    Celia auf die Bank, auch wenn sie fit ist, genauso leider Leonie Maier, die kann man ja immer noch einwechslen. Würde zudem einfach gern mal ein Spiel ohne RumpelIV sehen. Vorne können Lotzen und Mittag öfter mal tauschen, Anja kann ja nicht jedes Spiel so furchtbar schlecht spielen. Ebenso können Kessler und Marozsan wechslen!

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  • ziefle sagt:

    Aber jetzt im Ernst

    Thomas Schaaf

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  • Altwolf sagt:

    @Tom Sclimme,never-rest,Noworever.Ich möchte bei unserer Diskussion nicht mißverstanden werden.Ich würde D.Marozsan gern in der N11 sehen,aber mit einer eindeutigen Position und in einer guten fußballerischen Symbiose mit N.Keßler. Natürlich hakt das Ganze auch an der Tatsache,daß wir hier ohne richtige Außenstürmerinnen spielen,die das Spiel vorne breit machen und dadurch die Räume zentral schaffen können,die eben genau Celia und D.Marozsan brauchen um ihre Qualitäten einzubringen.Genau das beeinträchtigt unser Spiel,was hier ja schon wiederholt reklamiert wurde,dieses sich im Zentrum gegenseitig auf die Füsse treten.
    Die Rolle,die L.Gößling in WOB spielt,muß man differenzierter betrachten,da sie wechselnde Positionen dort hat,je nach Gegener spielt sie mal neben V.Odebrecht in d.Doppel-6,mit Keßler auf der 10, seltener aber in d.IV,dann jedoch wenn insbes.sehr schnelle Stürmerinnen des Gegeners zu erwarten sind und andererseits,wenn die Spieleröffnung sehr schnell stattfinden soll,da sie in einem Tempo,wie wenig andere, in die gegenerische Hälfte marschieren kann.Ich glaube aber die IV-Position mag sie am Wenigsten.Wenn beide,N.Keßler u. L.Gößling,die Doppel-6 spielen,sind sie auch eher versetzt positioniert mit immer wieder auch regelmäßigem Wechsel in den offensiven bzw.defensiven Part (siehe auch Finale gegen OL).

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  • pinkpanther sagt:

    @Altwolf, @noworever, @never-rest, @tom schlimme
    Ergänzend zu dieser mE sehr fruchtbaren Diskussion über die Rolle von D.Marozsan möchte ich noch folgende Punkte aus dem Italienspiel anmerken:
    1. Nach ihrer Einwechslung kam auf einmal richtig Struktur rein ins deutsche (Offensiv-)Spiel.
    2. Dass Marozsan diesmal in 1-2 Situationen etwas eigensinniger war als sonst, fand ich grundsätzlich gar nicht so schlecht, auch wenn dies nicht von Erfolg gekrönt war. Aber ich traue ihr es zu, dass es nicht mehr lange geht bis sie in der Lage ist, situativ richtig zu entscheiden, ob jetzt das Zuspiel oder der eigene Torschuss die bessere Option ist. Mit ihren erst 21 Jahren kann und wird sie sich noch mächtig weiterentwickeln.
    3. Eine Szene kurz vor Ende des Viertelfinals, die ganz im Gegensatz zur in diesem Turnier meist üblichen Hektik stand, ist mir in lebhafter Erinnerung geblieben: Marozsan behauptet den Ball nahe der gegnerischen Eckfahne, sicher, fängt ein „Spielchen“ mit Däbritz an und war drauf und dran, den Italienerinnen eine harte Nuss zu knacken zu geben, die diese vermutlich nur durch z.B. ein Foul hätten stoppen können. Leider versuchte Däbritz dann (kein Vorwurf an die Jüngste), überhastet eine Flanke in den gegnerischen Strafraum zu schlagen, und die Italienerinnen konnten ihren Gegenzug starten.
    Trotzdem denke ich, dass ihr die „Auszeit“ im Italienspiel gut getan hat, in der zweiten Halbzeit hat sie dann ja zeigen können (nicht zuletzt auch ihres Lattentreffers wegen – den Nachschuss hat Kessler dann ja leider versemmelt), dass sie ohne Wenn und Aber in die Mannschaft gehört!

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  • noworever sagt:

    @pinkpanther:
    „Trotzdem denke ich, dass ihr die “Auszeit” im Italienspiel gut getan hat, in der zweiten Halbzeit hat sie dann ja zeigen können … dass sie ohne Wenn und Aber in die Mannschaft gehört!“

    lassen wir uns überraschen, ob es tatsächlich bei dieser (einmaligen?) auszeit bleibt.

    direkt nach dem spiel (noch ganz in der euphorie des grandiosen sieges) hatte sn, angesprochen auf diese „auszeit“, ja schon herausgestellt, daß „dieses konzept voll aufgegangen sei“ … und, dass … „wer 1:0 gewinnt – alles richtig gemacht hat“!

    von daher hat sie (wie auch immer der nächste (schwaben)streich aussehen mag) alle legitimität auf ihrer seite.

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  • noworever sagt:

    … wollte hier aber noch mal kurz anmerken, was mir besonders bei der hereinnahme von marozsan auffiel … dass, nämlich sofort (allein durch ihre ‚aktive präsenz‘) auf einmal ein ganz anderes MOMENTUM im aufbau des deutschen spiels war.

    vorher, war dieses aufbauspiel mehr oder weniger durch ein hühnerhaufenartiges hin&her gekennzeichnet … eine art verlassenheit … nervöses, überhastetes agieren … bei dem man (bzw, ich) immer das gefühl hatte, dass der ball im nächsten moment bestimmt wieder weg ist.
    einfach keine, in sich ruhende ‚gelassenheit‘ … eine gelassenheit, die darauf beruht, dass man von seinen fähigkeiten überzeugt ist, darauf vertraut und sich (ganz ruhig) auf sie ‚verlassen‘ kann.

    jenni hat, zumindest einen teil dieser (manchmal geradezu provozierenden) gelassenheit mit in das spiel eingebracht – und – damit das ganze aufbauspiel des deutschen teams beeinflußt … eine gelassenheit, die oft kritisiert wird, die aber, wie ich finde so eminent wichtig ist!

    in der ruhe liegt die kraft …

    ich finde, dies ist (neben ihrer schusshärte 😉 ) ein ganz gewichtiges ‚pfund‘, das jenni in das team miteinbringt … und vielleicht sollte man manchmal ein wenig vorsichtiger sein, ihre leistung(bzw. ihre ‚art‘) mit anderen mitspielerinnen zu vergleichen/abzuwerten …

    wie ich schon früher andeutete: sie wird (z.b.) nie ein celia sein … celia’s power ist eine völlig andere und nicht-vergleichbare …
    jede einzelne spielerin bringt ihr ganz eigenes ‚pfund‘ mit in das (zusammen)spiel ein!

    jenni’s ‚pfund‘ hat etwas leichtes … spielerisches … etwas, dass diesem team momentan … sehr von nöten ist …

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  • pinkpanther sagt:

    @noworever: Du sprichst mir aus der Seele 🙂
    Ganz anderer Punkt (natürlich rein spekulativ): Eine Dzseni mit ihrer Spielweise im Italienspiel hätte den Französinnen gegen Dänemark bestimmt gut getan, denn Frankreich ist meines Erachtens in das bei der deutschen Mannschaft zuletzt so oft gesehene Muster gefallen: Zunehmende Hektik, blindes Anrennen gegen ermattete (aber trotzdem ordentlich verteidigende) Däninnen, keine Ruhe mehr in den Aktionen, panisches Geckicke, … Hier wäre wohl eine „intelligentere“ Spielweise erfolgversprechender gewesen. Und Dszeni hat eben das Zeug dazu! Ob sie es in einer solchen Situation dann auch zeigt, steht natürlich auf einem anderen Blatt – ist wie gesagt eh nur Spekulation 😉

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