BV Cloppenburg holt Mandy Islacker

Von am 16. Juli 2013 – 17.11 Uhr 13 Kommentare

Der BV Cloppenburg, Aufsteiger in die Frauenfußball-Bundesliga, hat seine Personalplanungen mit einer hochkarätigen Verpflichtung abgeschlossen. Vom FCR 2001 Duisburg kommt Stürmerin Mandy Islacker.Die 24-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag. „Es war wichtig, zum einen eine Vollblutstürmerin und darüber hinaus eine Spielerin mit aktueller Bundesligaerfahrung für uns gewinnen zu können. Mandy Islacker verkörpert dies unisono“, freut sich Cloppenburgs Trainerin Tanja Schulte über die Verpflichtung.

Plötzlicher Sinneswandel
Islacker, die zuletzt noch Treuschwüre für den FCR 2001 Duisburg abgegeben hatte, erklärt: „Bei meinem ersten Training am Montag wurde ich sehr freundlich von der Mannschaft aufgenommen. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und glaube Teil eines sehr netten Teams zu werden.“

Mandy Islacker

Mandy Islacker geht zukünftig in Cloppenburg auf Torejagd © BV Cloppenburg

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Cloppenburg freut sich über Transfer-Coup
Als „Tüpfelchen auf dem i“ bezeichnen die Cloppenburgrinnen ihre Neuverpflichtung, die seit der Saison 06/07 durchgängig in Liga 1 auf Torejagd geht. Ihr Weg führte die gebürtige Essenerin 2004 über die SG Essen-Schönebeck zum FCR 2001 Duisburg, für den sie im Alter von gerade einmal 17 Jahren am 3. Spieltag der Saison 04/05 ihr erstes Bundesligator beim 7:0-Erfolg gegen den FSV Frankfurt erzielte.

Treffsichere Stürmerin
Nach einer einjährigen Auszeit heuerte die heute 24-Jährige erneut bei der SGS an, spielte dann von 2007 bis 2010 beim FC Bayern München, bevor es sie zur Saison 2010/ 2011 wieder nach Duisburg zog. Mit insgesamt 56 Toren in 110 Bundesligaspielen kann Islacker auf eine eindrucksvolle Torquote blicken. In der vergangenen Saison verpasste sie mit 15 Treffern nur knapp die Torjägerkrone, welche sich die Japanerin Yuki Ogimi vom 1. FFC Turbine Potsdam sicherte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • xXx sagt:

    Seitens Mandy Islacker nicht zu verstehen der Wechsel. Eine Stürmerin, die 15 Tore in einer Saison in der Bundesliga schießt und bei einem Abstiegskandidaten spielt, sollte einen höheren Anspruch haben, als mit dem BV Cloppenburg zu einem anderen Abstiegskandidaten zu wechseln.

    Denn mehr ist Cloppenburg nicht. Dafür ist der Unterschied zwischen der 2. Bundesliga Nord und dem Tabellenmittelfeld der 1. Bundesliga einfach viel zu groß.

    Neben Sindelfingen, Hoffenheim und Duisburg (mit Abstrichen vielleicht auch noch Jena) sind die trotzdem einer der Top-Abstiegskandidaten. Um an die Mittelfeldteams (Leverkusen, Freiburg, Essen) ranzukommen reichen die bisherigen Verstärkungen einfach nicht aus. Von der Tabellenspitze Potsdam, Frankfurt, Wolfsburg, Bayern mal ganz zu schweigen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf’m Dach!“
    Ein Motto, das hier u.U. eine Rolle spielte…
    Hoffe und wünsche dennoch, dass Mandy es nicht bereut, sondern ihre Vorstellungen/Träume verwirklichen kann!

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  • Tiberias sagt:

    Vielleicht ist es eine Frage der Richtung: Beim FCR weiß keiner, wohin es geht, beim BVC stehen die Zeichen klar auf „Hinauf!“
    Natürlich kann das schiefgehen. Nur sicher ist beim FCR eben auch nichts mehr.
    Jedenfalls – wenn und falls hier jemand angegriffen zu werden verdient, dann nicht Mandy, sondern das, nun ja, „Management“ des FCR.

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  • ziefle sagt:

    @Futbolista

    Zustimmung!

    Lieber beim BVC eine solide Saison spielen und regelmäßig den Gehaltsscheck bekommen, als im Winter noch 3 Monatsgehälter ausstehen zu haben und den Verein gibt´s nicht mehr.

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  • Sheldon sagt:

    Ganz ehrlich: Der Wechsel birgt ein gewisses taktisches Kalkül. Denn wechselt Islacker zu einem großen Club, kann sie ganz, ganz schnell auf die Schnauze fallen. Und das wäre eine Katastrophe. Denn bei einem der großen Vereine könnte sie schnell auf der Bank sitzen.

    So kann sie über einen längeren Zeitraum eine kontinuierliche Leistung bringen, für ein einigermaßen ansprechendes Gehalt, ohne den Druck des Erfolges zu haben, dem sie in Potsdam, Wolfsburg und Frankfurt ausgesetzt wäre, ohne beurteilen zu können, ob sie da hineinpasst.

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  • engel sagt:

    @ Sheldon

    Genau!!!

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  • Speedy75 sagt:

    Letztendlich wissen wir alle nicht was Mandy Islacker wirklich zum Wechsel bewogen hat, aber vielleicht hängt ja wirklich mit der weiterhin ungewissen Zukunft des FCR zusammen und der BVC hat sich ja nun wirklich sehr gut verstärkt. Ich bin gespannt was Tanja Schulte hier für ein Team formt.

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  • DAWIDenko sagt:

    Nach den ganzen Wechseln sollte man mit Cloppenburg rechenen.

    Sicherlich muss sich vielen erst einmal finden, aber der Konkurrenzkampf in der Bundesliga wird duch die zwei Aufsteiger auf jeden Fall angeheit. Letzte Saison fiel der Abstiegskampf gänzlich aus, da Gütersloh, als auch Sindelfingen insgesamt zu schwach für die 1. Liga waren.
    Durch den Rückzug des SC 07 Bad Neuenahr ist es für Sindelingen sehr überrashcend, schon fast ein zweites Jahr Bundesliga wieder Willen.
    Der Trainer von Sifi meinte ja schon das nach dem Abstieg man einen Neuanfang mit ganz jungen Talenten vorzieht um mittelfristig etwas aufzubauen.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt auf Cloppenburg nächste Saison und ich denke andere etablierte Mannschaften müssn aufpassen, dass sie nicht in den Abstiegskampf reingezogen werden.

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  • speedy75 sagt:

    Auf Framba.de gibt es einen Kommentar zum Islackerwechsel der mit einigen Unklarheiten wohl aufräumen kann.

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  • Jennifer sagt:

    Hier der Bericht von Framba.de

    http://goo.gl/vTfy0

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  • FFFan sagt:

    @ xXx:

    Wir wünschen uns doch alle eine ausgeglichenere Liga! Ist es da nicht besser, wenn Mandy Islacker für Cloppenburg Tore gegen den Abstieg schießt als wenn sie in Wolfsburg, Potsdam oder Frankfurt auf der Ersatzbank verkümmert?

    @ speedy75:

    Welche „Unklarheiten“ haben denn vorher bestanden?

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  • Silberlocke sagt:

    Alles richtig gemacht. Anscheinend haben die Verantwortlichen in CLP aus den Fehlern anderer Vereine, die aufgestiegen sind gelernt. Für die Spielerinnen, die in den Top-Clubs bestenfalls auf der Bank versauern, ist es gut, hier Spielpraxis in der ersten Liga zu haben und sich weiter zu entwickeln. Wie schon einmal kommentiert: Da wächst was ran in Cloppenburg.

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  • frani sagt:

    @silberlocke

    unter wachsen verstehe ich etwas anderes, wo bleibt die Mannschaft die aufgestiegen ist??

    Jetzt gibt es keine Mannschaft mehr, sondern nur Einzelspielerinnen und das Problem ist in der Bundesliga hat man keine Zeit um zusammenzuwachsen. Es bleibt nur die Zeit sich zu entwickeln, aber nicht für beides.

    Gütersloh ist ein gutes Bespiel:
    Die Voraussetzungen waren gut:
    -zahlungkräftiger Sponsor
    -Verstärkungen
    -neues Stadion (wenn auch völlig ohne Flair)
    -anfänglicher Erfolge (zeitweise Platz 2 in der Tabelle)
    -motivierter Trainer und gutes Orga-Team

    Kam es wie es kommen musste, der völlige Absturz mit 17 Niederlagen in Folge.

    Von wachsen würde ich bspw. in Freiburg reden.

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