Souveräner Sieg für die DFB-Elf

Von am 14. Juli 2013 – 23.15 Uhr 40 Kommentare

Nach dem schwachen EM-Auftakt gegen die Niederlande hat die deutsche Nationalmannschaft im zweiten Gruppenspiel einen souveränen 3:0-Erfolg gegen Island gefeiert. „Wir sind jetzt erst im Turnier angekommen“, kommentierte Lena Lotzen, die mit ihrem ersten Länderspieltor die Weichen auf Sieg stellte.

Die deutsche Mannschaft begann, wie von Bundestrainerin Silvia Neid angekündigt, im Vergleich zum Spiel gegen die Niederlande auf einer Position verändert. Für Anja Mittag rückte Melanie Leupolz in die Startformation – zum ersten Mal überhaupt.

Führung durch Lotzen
Die DFB-Auswahl startete offensiv in die Partie, wenngleich zu Beginn noch viele Abspielfehler gemacht wurden und es an Präzision mangelte. Doch mit Verlauf der ersten Halbzeit wurden die Deutschen sicherer. Insbesondere Lena Lotzen sorgte für Wirbel. In der zehnten Minute flog sie an einer Hereingabe von Célia Okoyino da Mbabi knapp vorbei. Sieben Minuten später wurde ihr Kopfball von Islands Torhüterin Gudbjörg Gunnarsdóttir an die Latte gelenkt. Doch in der 24. Minute kam schließlich die Erlösung für die DFB-Elf. Nach einem schönen Zuspiel von Dzsenifer Marozsán spielte Lotzen Hallbera Gísladóttir aus und schloss souverän zum 1:0 ab.

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Island in der eigenen Hälfte
Von den Isländerinnen war hingegen nichts zu sehen. Die Deutschen arbeiteten gut gegen den Ball, machten die Räume eng und ließen sich von den langen Bällen der Isländerinnen nicht in Bedrängnis bringen. Die Niederländerinnen hatten zum Auftakt mit ihrer offensiven Verteidigung gezeigt, wie man die DFB-Auswahl unter Druck setzen konnte. Die Isländerinnen zeigten jedoch das Gegenteil, zogen sich bei deutschem Ballbesitz weit zurück und übten kaum Druck aus. Am Ende konnten sie nicht eine gute Torchance verbuchen, wohingegen die DFB-Elf schon in der ersten Halbzeit hätte nachlegen können, wenn nicht müssen. Okoyino da Mbabi scheiterte mit einem Drehschuss in der 42. Minute, in der Nachspielzeit sprang sie knapp an einem von Nadine Keßler verlängerten Eckball vorbei.

Frauenfußball - Célia Okoyino da Mbabi

Célia Okoyino da Mbabi meldete sich mit einem Doppelpack zurück. © Herbert Heid / girlsplay.de

Doppelpack von Okoyino da Mbabi
„Die Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir wollten“, so Bundestrainerin Silvia Neid nach der Partie, in der ihre Mannschaft auch die zweiten 45 Minuten bestimmte und sich zahlreiche Möglichkeiten erspielte. In der 55. Minute erhöhte Okoyino da Mbabi auf 2:0. Den ersten Schuss von Leonie Maier hatte Hallbera Gísladóttir noch parieren können, gegen den Nachschuss der Neu-Frankfurterin war sie machtlos. In der 71. Minute scheiterte Okoyino da Mbabi nach einer von Marozsán verlängerten Flanke an der isländischen Torfrau. Zehn Minuten später verfehlte die eingewechselte Anja Mittag mit einem Schlenzer den Kasten knapp. Wenn man etwas kritisieren könne, sei es die Chancenverwertung, meinte Marozsán nach dem Spiel. Doch zumindest einmal war ihr Team noch erfolgreich. Nach einer Flanke von Fatmire Bajramaj erzielte Okoyino da Mbabi, die später zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde, den 3:0-Endstand. „Nach vorne hat es riesenviel Spaß gemacht“, freute sich Marozsán, und auch Neid war zufrieden mit dem zweiten EM-Auftritt. „Wir wollten präsent sein im 16er und immer nachschieben. Das hat die Mannschaft ganz klasse gemacht.“

Gegen Norwegen ohne Cramer
Die drei Punkte bedeuten nun die Tabellenführung in Gruppe B – wenngleich punktgleich mit den Norwegerinnen. Denn nach einem Unentschieden zum Auftakt gegen Island hat auch Norwegen sein zweites Gruppenspiel gewonnen. Gegen die Niederlande setzte sich die Mannschaft von Trainer Even Pellerud knapp mit 1:0 durch. Der Siegtreffer gelang Solveig Gulbrandsen in der 54. Minute. So entscheidet sich der Gruppensieg am Mittwoch im direkten Duell zwischen der DFB-Auswahl und den Norwegerinnen. Und auch dann wird Neid wieder mindestens auf einer Position wechseln müssen – diesmal allerdings gezwungenermaßen, denn Jennifer Cramer sah nach einem Foulspiel an Dóra Maria Lárusdóttir zurecht die Gelbe Karte und ist gegen Norwegen gesperrt.

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40 Kommentare »

  • Svensson sagt:

    I told you so… Good performance. 🙂
    And now I know what LEUPOLZ can do.

    Who do you think will replace CRAMER?

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  • wrack sagt:

    Schön: Lena Lotzen mit erstem Länderspieltor, Celia hat auch zwei gemacht, ihr zweites wirklich gekonnt und erabeitet. Schön auch die 3 Punkte und 3 Tore. Wenn es dem Selbstbewußtsein und der Sicherheit hilft, hochwillkommen.
    Auch schön der durchgehende Einsatz von Leupolz, die überzeugen konnte
    Weniger schön: Zweite Gelbe für Cramer.
    Auch nicht schön: Island. Spielte wie eine Schießbude. Irgendwie nahm einem die Schwäche des Gegners etwas von der Freude über den Sieg.
    Auch nicht schön: Wieder viele Abspielfehler, wieder unpräzises Zuspiel. Viel zu viele Chancen liegengelassen, vertändelt, vertan.
    War das wirkich so viel besser als gegen Holland ? Oder war nicht einfach nur der Gegener schwächer ?
    Nein, ich bin nicht sicher, ob Deutschland schon „im Turnier angekommen ist“. Ich hoffe es nur.

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  • xXx sagt:

    Natürlich ein souveräner Sieg, gegen aber zugegeben sehr, sehr schwache Isländerinnen. Sicherlich das schwächste Team bei dieser Endrunde.

    Das es trotz diesem Einbahnstraßenfußball und über 30 Torschüssen für Deutschland dann am Ende „nur“ 3 Tore wurden stößt mir aber schon schlecht auf.

    Pro Tor mehr als 10 Torschüsse zu brauchen, ist alles andere als gut. Es gibt Gegner, auch bei dieser Endrunde, gegen die man erstmal zu 10 Torversuchen kommen muss. Das muss DEUTLICH besser werden.

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  • Michele sagt:

    Mir geht diese lobpudelei ganz gewaltug auf die Nerven. Kann Neid nur alles schönreden? Natürlich war ihre Elf formverbessert gegenüber der Niederlande, aber alles umgesetzt hat die Mannschaft wohl nicht! Von Keßler und Gößling muss einfach mehr ausgehen! Sie müsen das Spiel versuchen an sich zureißen! Was Frau Krahn in dieser Mannschaft zu suchen hat, ist wohl jedem ein Rätsel! Jeder zweite Ball landet bei der Gegnerin! Celia hat zwar zwei Tore gemacht, aber von ihr bin ich immer noch enttäuscht! Sie ist eine Führungsspielerin, aber schafft es einfach zu selten, ihre Topleistung abzurufen! Es gab aber auch Spielerinnen von denen ich begeistert war: Lena Lotzen! Was dieses junge Ding heute gezeigt hat, war aller erste Sahne! Melanie Leupolz hat auch eine ansprechende und zufriedenstellende Leistung gezeigt!
    Aber wenn diese Elf was erreichen will, müsssen sie sich kräftig steigern! Gegen Frankreich oder Schweden hagelt es sonst Niederlagen!

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  • never-rest sagt:

    Alles andere als ein klarer Sieg der N11 gegen Island wäre auch eine Enttäuschung.

    Die Offensive hatte heute die Gelegenheit, sich gegen einen schwachen Gegner zu profilieren und hat diese Chance auch ausnahmeslos genutzt. Mut machen die guten Leistungen der beiden Youngster Lotzen und Leupolz. Maro ist wieder aufgetaucht und hat in etlichen Aktionen gezeigt, welches Talent in ihr steckt, wenngleich die Medien (habe das Spiel wieder bei Eurosport geguckt) mir doch mit den ewigen Lobeshymnen übertreiben , Celia nach unglücklicher 1Hz endlich wieder mit verdienter Torausbeute. Auch die Einwechslungen spielten gut mit. Lira Bajramai kommt so langsam in Form.

    Positiv aufgefallen sind mir auch die unermüdlich von hinten antreibenden L. Maier und die stark verbesserte, heute sehr offensive N. Keßler. Neben ihrer Übersicht kam heute auch ihr gutes Kopfballspiel mehrmals zur Geltung.

    Die Defensive war heute allerdings nicht gefordert. Was die deutliche Leistungssteigerung und der Sieg wirklich wert sind, wird sich erst am Mitttwoch im Spiel gegen den vermeintlich stärksten Gruppengegner Norwegen zeigen.

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  • Krissi sagt:

    Klasse Spiel dieser deutschen Mannschaft – Respekt – das Zuschauen hat Spaß gemacht 😉 Allerdings muss man auch sagen, dass es heute gegen einen ganz schwachen Gegner ging…ehrlich gesagt, ich weiß nicht worauf die Isländerinnen hinaus wollten (kein Vergleich zum Norwegen-Spiel!)…einzig die Chancenverwertung unserer Mädels war übel :-/ – so, von der Spielweise her, muss es auch gegen Norwegen sein, denn der Gruppensieg ist nun (fast) Pflicht, wenn es danach nicht gleich gegen Frankreich gehen soll 😉

    PS: Krahn war wieder schwach, hoffentlich bekommt Wensing eine Chance…

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  • gerd.karl sagt:

    schweden hat 5-0 gegen finland gewonnen und die leute ihr brechen in jubelstürme aus.
    leute finland, island hat gegen norwegen einen punkt geholt, so schlecht waren sie nicht , ausserdem hatten sie eine gute torhüterin, sonst hätte die deutsche mannschaft auch 6-0 gewinnen können.

    und was ist denn bei den anderen mannschaften angesagt, alte und erfahrene spielerinnen geben dort denn ton an.

    ich habe bei der deutschen mannschaft heute eine junge spielerin gesehen die frech nach vorne gespielt hat, melanie leipolz, ja der kindergarten kann was.

    wie gesagt das 5-0 von schweden wurde gegen finland erzielt, warten wir mal ab wie die schwedinnen ihr drittes spiel bestreiten.

    ich fand die deutsche mannschaft heute sehr gut, der kindergarten kommt in fahrt.

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  • Fuxi sagt:

    Dem Modus ist es zu verdanken, dass das 3:0 praktisch der Einzug ins Viertelfinale war, zumindest als einer der beiden besten Gruppendritten. Platz drei ist in jedem Falle sicher.

    Was der wert ist…? Gehen wir mal von Gruppe C aus, dann wird England Frankreich am letzten Spieltag nicht schlagen, und Russland wird sich wohl auch nicht gegen Spanien durchsetzen. Unter der Prämisse, dass Deutschland gegen Norwegen verliert, müsste England gegen Russland schon mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen, um mit vier Punkten weiterzukommen. Dass Dänemark gegen Finnland gewinnen wird, ist recht wahrscheinlich, und das wohl höher als England gegen Russland (wenn überhaupt). Dann hängt’s am Duell zwischen Schweden und Italien. Durchaus möglich, dass es Italien am letzten Spieltag erwischt, mit einer Niederlage hätten die eine Tordifferenz von 0, was bedeutet, dass Deutschland schon mit mehr als vier Toren verlieren müsste.

    Kurzum: Da müsste schon viel zusammenkommen, dass Deutschland noch rausfliegt – allen voran ein Sieg der Niederlande gegen Finnland mit mehr als drei Toren Unterschied, um Deutschland zu überholen.

    Als Dritter ginge es gegen den Gruppensieger aus A – wahrscheinlich Schweden -, als Zweiter gegen den Zweiten aus A, was auf Dänemark oder Italien hinausliefe. Die beiden hielte ich durchaus für machbar, Schweden hingegen weniger. Blöd wird’s, wenn doch England bester Dritter werden sollte. Dann hieße der Viertelfinalgegner nämlich wahrscheinlich Frankreich. Oder bei einer Überraschung heute doch Spanien…? Gegen Frankreich würde ich keine 10 Cent auf einen deutschen Sieg wetten.

    Die Losfee hat sich eigentlich einen dicken Knutscher verdient.

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  • FFFan sagt:

    @ Fuxi:
    „Kurzum: Da müsste schon viel zusammenkommen, dass Deutschland noch rausfliegt – allen voran ein Sieg der Niederlande gegen Finnland mit mehr als drei Toren Unterschied…“

    Das dürfte schwierig werden, auch weil die beiden gar nicht in derselben Gruppe spielen! 😀

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  • noworever sagt:

    super leistung der gesamten mannschaft!

    NIE hatte man das gefühl, dass sie dieses ding NICHT gewinnen, bzw. nicht aus der hand geben wollten!

    in dieser form und mit diesem willen ist das team nur schwer schlagbar.

    besonders gefreut haben mich die leistungssteigerungen von nadine kessler, aber auch(!) von annike krahn und (nochmals!) die von lena lotzen … es ist eine lust ihr mitzuzuschauen (perfektes äquivalent zu celia)!

    selbst, wenn die an sich gut kommentierende sprecherin(zdf) mit ihren aussagen darum bemüht war die leistung der isländerinnen kleinzureden, vergaß sie dabei doch zu betonen, dass der gegner immer nur so gut spielt – wie man es zulässt!
    bei einer ähnlich guten und konzentrierten leistung im spiel gegen holland – hätte nadine angerer NIE die möglichkeit gehabt sich so auszuzeichnen!

    okay … vielleicht noch ein (immer noch) kleines manko: jennifer marozsan spielt (für meinen geschmack) immer noch einen tick zu weit vorne.
    tut sie das einmal nicht, sieht man gut was dabei herauskommen kann … wie z.b. bei der vorbereitung des so eminent wichtigen 1:0!

    last but not least:
    yes @svensson, i told you too … you said it 😉

    „Who do you think will replace CRAMER?“
    … i would bark up the tree luisa wensing is sitting in. 😉
    but, if i could choose … i would be bold – (and hence probably mad in the eyes of a lot folks!) – and it would be svenja huth!

    so or so … norway can come! 😉

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  • Tiberias sagt:

    Die DFB-Elf auf jeden Fall formverbesert, auch wenn noch nicht alles Gold war, was glänzte. Die Chancenverwertung – miserabel! Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass die Isländerinnen wirklich „klebend“ verteidigt haben und man zeitweilig dachte, da stehen mindestens 20 Verteidigerinnen im Strafraum.
    Gut die Denkpause für Anja Mittag, statt dessen die Chance und der Auftritt von Melanie Leupolz! Gegen Norwegen sollte SN auch so beginnen.
    Schade – sehr schade – die gelbe Karte für Cramer. Klar, es war Gelb, aber wer hätte bei gleichem Maßstab nicht noch alles Gelb sehen müssen! 🙁
    Im letzten Gruppenspiel erwarte ich einen stärkeren Gegner. Vor allem offensiv, denn Island war ja nicht mal ein laues Lüftchen. Margrét Lára und Co. zur Wirkungslosigkeit verdammt! Da dürften allein Solveig Gulbrandsen und vor allem Ada Hegerberg ein anderes Kaliber sein.

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  • Grace Kelly sagt:

    Nettes Trainingsspiel. Trotzdem kann diese Mannschaft auch gegen Norwegen gewinnen.
    Mein Magengrimmen wegen Leupolz unnötig, endlich haben die Jungen gezeigt, was wir von ihnen erwartet haben. Sehr ärgerliche und unnötige gelbe Karte, muss wirklich nicht sein in so einem Spiel, zumal sie absolut verdient war.

    Insgesamt hatte ich Spaß beim Zuschauen.

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  • Till sagt:

    Also so richtig einzuordnen weiß ich die Leistung von gestern Abend auch nicht… .

    Ich würde schon sagen, dass die Mannschaft deutlich verbessert war und sie hat sich gestern Abend auch auf jeden Fall wieder eine Portion Selbstbewusstsein zurückgeholt. Allerdings gab es auch viele Sachen, welche mir absolut nicht gefallen haben … und da kann ich hier auch einigen nicht zustimmen, welche vermutlich ihre Lieblinge (?) soo positiv hervorheben.

    Ich hoffe einfach, dass die Mannschaft sich weiter steigert und bin gespannt, wie das Spiel gegen Norwegen aussieht.

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  • Sheldon sagt:

    Die Spekulationen, ob Deutschland rausfliegt, sollte man sich sparen. Deutschland wird gegen Norwegen wieder präsent sein und die Mannschaft schlagen (und wenn nicht, ein 0:0 reicht auch schon für den Gruppensieg).

    Ich könnte das ****** kriegen bei dem, was ich hier schon wieder lese. Dass man so dermaßen durch die Vereinsbrille auf die deutsche Mannschaft schaut, ist dem Rahmen einer WM ganz und gar nicht angemessen.

    @Michele: Du hast doch gestern noch gemeint, dass man Laudehr, Bajramaj, Behringer und Huth Chancen geben sollte. Glaubst du in irgendeiner Weise, dass die es besser gemacht hätten als die deutsche Mannschaft?

    Das, was ich bisher vom gestrigen deutschen Spiel gesehen habe (die ersten 15 Minuten), war genau der Spielstil, den wir alle haben wollen. Pressing nach vorne, Passsicherheit, Spielwitz, Kombinationsvielfalt und ne sichere Abwehr. Klar, Island hat Räume gelassen, doch die Räume hat man klar ausgenutzt.

    Nachdem hier schon einige geunkt hatten, Deutschland würde nach der Vorrunde ausscheiden, sollte man klar sagen: Nachdem Schweden gestern 5:0 gewonnen hat, hat Deutschland nachgezogen und seinen Favoritenanspruch deutlichst unter Beweis gestellt!

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  • Aldur sagt:

    Um eine Fussballweisheit von Franz Beckenbauer leicht abzuwandeln: „Die Isländerinnen sind keine Holländerinnen – das hat man ganz genau gesehen.“
    Dennoch bleibt eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem etwas zähen Auftakt gegen Oranje zu konstatieren. Ähnlich wie Schweden tags zuvor schafft es somit auch der zweite Turnierfavorit, seinen ausbaufähigen Turnierauftakt etwas vergessen zu machen.

    Der Wechsel von Mittag zu Leupolz hat sich durchaus positiv ausgewirkt. Leupolz war eine deutliche Belebung für das Angriffsspiel. Nach der Ankündigung, dass der eine Wechsel in der Startformation eine zusätzliche Wechseloption schaffen soll, hatte ich schon vermutet, dass es Mittag oder Lotzen treffen würde, weil beide auch als Backup für die zentrale Stürmerposition taugen.

    Sehr erfreulich finde ich die deutliche Steigerung in Sachen herausgespielter Torchancen gegenüber dem Auftaktspiel, ungeachtet dessen, dass Island vielleicht etwas mehr zugelassen hat als die Niederlande. Nur die Chancenverwertung darf noch etwas verbessert werden. Vor dem 2:0 hatten wir in meinen Augen etwas Glück, dass Keßlers am Mann (bzw. in dem Falle an der Frau) angesetzter Fallrückzieher nicht abgepfiffen wurde, aber das gehört nach dem Elfmeterpech im ersten Spiel wohl auch dazu.

    Jetzt bleibt zu hoffen, dass der Schwung ins Norwegen-Spiel mitgenommen und der Gruppensieg überzeugend unter Dach und Fach gebracht werden kann. Dann würde aus der starken Gruppe C wohl ein echter Prüfstein warten, was nur gut sein kann, um die Spannung bis zu einem möglichen Duell mit einem echten Topgegner hochzuhalten.

    Interessant wird nur sein, wer Cramer gegen Norwegen ersetzen wird – Schmidt, Wensing oder gar Huth? Vermutlich wird Maier aber wohl die Seite wechseln.

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  • Tiberias sagt:

    Statt Cramer:
    Leonie Maier nach links, dafür Schmidt oder Wensing auf rechts.
    Vielleicht… 😉

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  • jochen-or sagt:

    Nach dem gestrigen Spieltag bleibe ich ein wenig verwirrt zurück!
    Die Holländerinnen, die uns so viel Schwierigkeiten bereitet haben, sind gegen Norwegen klar unterlegen. Die Isländerinnen, die Norwegen einen Punkt abgenommen haben ( ein wenig glücklich), ganz schwach gegen uns!

    Die Quali für das Viertelfinale dürfte mit den 3 Toren klar sein.
    Dank @fuxi quasi wissenschaftlich belegt.

    Wie schon nach der Auslosung geschätzt ( und durch Anreise u. Ticketkauf vorbereitet) sehe ich die N11 am 25.07. im Halbfinale in Norrköping – aber gegen Frankreich und weiterhin habe ich große Zweifel, dass diese junge Mannschaft genügend Potential hat, diese aufzuhalten.
    Das muss sie aber auch nicht – es wäre dann das erreicht, was man von ihr erwarten kann – alles andere wäre Zugabe, denn die Qualität der Mannschaften von 2007 oder gar 2003 hat dieses Team ( noch) nicht.
    Die Chancenverwertung ist leider weiterhin unterdurchschnittlich. Dies ist etwas, was man sich gegen Große nicht leisten kann – und die Abwehr muss sich dann ggfs. auch mal gegen eine Delie oder eine Thomis bewähren.

    @sheldon: Muss Dir mal recht geben. Es hat mich auch befremdet, dass ein eigentlich ansonsten recht objektiver Frankfurtfan hier ausgerechnet Gößling und Keßler kritisiert, wo es gestern eigentlich keinen Ausfall gab.

    @noworever

    Genau! Marozsan gehört weiter nach hinten.
    Ihre Passgenauigkeit und Schussstärke hebt sie über andere, aber für weit vorne ist sie (noch???) zu langsam.
    Bis zur Weltklasse, die jeder erwartet, ist es noch ein weiter Weg – und wo man bleiben kann, sieht man an Lira!

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  • wrack sagt:

    @ Jochen-or: „Die Holländerinnen, die uns so viel Schwierigkeiten bereitet haben, sind gegen Norwegen klar unterlegen.“

    Ich habe die Niederländerinnen vor dem Spiel überschätzt, aber deine Einschätzung des gestrigen Spiels teile ich nun auch wieder nicht.
    Norwegen hatte mehr Ballbesitz und mehr Torchancen, aber „klare“ Überlegenheit habe ich nicht gesehen. Am Ende waren die Niederländerinnen dem Ausgleich sehr nahe.

    Im Spiel gegen Island war Norwegen m.E. klar überlegen mit Island ohne mir erinnerbarer Torchance, bis dann in der 87′ der Elfer kam.
    Wobei ich einen Glückwunsch nach Holland senden will, denn das Team ist offensichtlich „penaltyproof“ bzw. elfmetergefeit. Gestern wieder ein mögliches Foul und ein Handspiel im Strafraum zugunsten von Reijners Mädels entschieden 🙂

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  • noworever sagt:

    @Aldur:
    „Interessant wird nur sein, wer Cramer gegen Norwegen ersetzen wird – Schmidt, Wensing oder gar Huth? Vermutlich wird Maier aber wohl die Seite wechseln.“
    denke auch, dass maier nach links wechseln muss … egal, wie der vertreter von cramer heißt.

    @jochen-or:
    appropo „lira“
    habe nach wie vor das gefühl, dass ihre einsätze zu früh kommen (im gegensatz z.b. zu laudehr).
    auch wenn ihre leistung gestern durchaus ansprechend war, scheint ihre ganze körpersprache etwas anderes zu signalisieren … „bitte lira, tue langsam“ (siehe kim).
    der erste schreckensmoment 🙁 (etwa 10min nach ihrer einwechslung) … und das (nach dem spiel) dick bandagierte knie scheinen dies zu belegen.

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  • Stefan sagt:

    @jochen-or: Die Niederländerinnen waren gegen Norwegen nicht chancenlos, sie waren einfach genauso uneffektiv oder gar uneffektiver wie/als im Spiel gegen Deutschland (wenn ich das beurteilen kann, da ich das Spiel gegen D nicht gesehen habe). Chancen hatten sie genug, optisch waren sie über weite Strecken die bessere Mannschaft, hatten ein klares Chancenplus. Aber sie haben einfach keine Tore gemacht. Und Solveig Gulbrandsen hat eine der wenigen oder gar die einzige Chance genutzt – optimale Chancenverwertung. Im Grunde genommen war es ein total dreckiger Sieg von Norwegen, aber mit einem sehr schönen Tor.

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  • Sheldon sagt:

    @jochen-or: Ich sehe es schon so, dass sich Deutschland vor Frankreich und Schweden nicht unbedingt verstecken muss. Bis dahin sind es 1. noch drei Spiele, und zweitens hat zumindest Schweden schon gezeigt, dass da nur mit Wasser gekocht wird.

    Und, sollte Deutschland sich im Vergleich zum vorigen Spiel immer so steigern können, wie sie es gegen Island getan haben, kann einem nun wirklich nicht angst und bange sein!

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  • Detlef sagt:

    Ich bin mir nicht sicher, ob die gestrige Leistung nun schon der große Durchbruch war!!!
    Island war deutlich schwächer als das Oranje-Team, und konnte seine gute Leistung vom ersten Spiel leider nicht bestätigen!!!
    Dort konnten sie die Norwegerinnen schon einige Male in Verlegenheit bringen, was ihnen gegen die DFB-Elf fast gar nicht gelang!!!
    Andererseits zeigten die Holländerinnen gestern in Kalmar, daß auch sie starken Leistungsschwankungen unterliegen!!!
    Spielerisch und technisch den Norwegerinnen zwar überlegen, fehlte ihnen doch der Zug zum Tor, den sie gegen Deutschland so eindrucksvoll demonstrierten!!!
    Den Norwegerinnen reichte am Ende eine starke Einzelaktion von Solveig Gulbrandsen, um sich ebenfalls schon mit mehr als einem Bein fürs Viertelfinale zu qualifizieren!!!
    Ihre Defensive steht relativ gut, nur Akerhauge scheint mir eine Schwachstelle in der Viererkette zu sein!!!
    Dazu helfen auch Stendsland und Gulbrandsen immer wieder hinten aus, und mit Hjelmseth haben sie eine erfahrene und gute Torfrau!!!

    In der Offensive spielt mir Norge viel zu statisch!!!
    Da ist zu wenig Bewegung drin, und ADA ist fast immer allein gegen die gegnerische Abwehr!!!
    Wenn sich Pellerud gegen Deutschland nicht etwas Besseres einfallen läßt, wird es wohl sehr schwer für sein Team!!!
    Bartusiak und Krahn dürften damit wohl wenig Probleme haben, wenn der Ball immer nur lang und hoch auf die mutterseelenallein stehende ADA kommt!!!

    Ich sehe Norwegen daher als ähnlich stark an, wie die Holländerinnen!!!
    Man wird sehen, ob die DFB-Elf nun besser klar kommt, denn die Ausreden vom „ersten Spiel“ und dem „immer schwierigen Auftaktmatch“ kann man sich dann schenken, falls das Ergebnis ähnlich ausfallen sollte!!!

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  • jochen-or sagt:

    Ich gestehe! Ich sehe Norwegen immer ein wenig durch die Vereinsbrille!

    Ich hatte aber gestern abgesehen von den wenigen Schlussminuten und anders als gegen Deutschland nie das Gefühl, dass die Holländerinenn ein Tor machen könnten.
    Ich fand das Zusammenspiel auch viel weniger gefällig als gegen uns.
    Allerdings tun sich auch die Norwegerinnen im Abschluss recht schwer, so dass ich fest daran glaube, dass die uns nicht schlagen können, auch wenn Pellerud dies laut Zeitungsberichten so verkündet.

    Übrigens spielt m.E. auch bei Norwegen deren überragendes Talent auf der falschen Position.
    Caroline Graham Hansen müsste wie im Verein aus der Halbposition im Mittelfeld kommen. Da ist sie wesentlich unberechenbarer und würde der deutschen Abwehr mit ihrer Schnelligkeit wesentlich mehr Probleme bereiten.

    Ich bin gespannt, wer auf links gegen sie spielt.

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Schweden kocht ganz sicher nur mit Wasser!!!
    Denn das Remis gegen Dänemark, die ja auch nicht die Übermannschaft sind (siehe 1:2 gegen Italien), zeigte doch einige Probleme der Trekronors auf!!!
    Allerdings könnte das Publikum noch eine entscheidende Rolle spielen, denn die gute Stimmung schaukelt sich wohl so langsam in Rekordverdächtige Größen auf!!!
    Ich habe beide Spiele live in Göteborg gesehen, und ich bin fasziniert von den Gastgebern, und ihren super netten Leuten!!!

    Sverige hat ganz sicher noch nicht alles gezeigt was sie drauf haben, aber sie scheinen zumindest mit dem Druck besser klar zu kommen als Deutschland 2011!!!

    Frankreich scheint sich dagegen nicht mit Wasser zu begnügen, sie kochen wohl lieber mit Wein!!!
    Mal sehen, wie sie heute gegen die Überraschungsmannschaft von der iberischen Halbinsel klarkommen???

    @Jochen-or,
    Ich sehe es wie Stefan, daß eher Holland das spielerisch bessere Team war!!!
    Aber eine Manon Melis reichte eben nicht, um den Sieg perfekt zu machen!!!
    Die Entwicklung von Oranje ist aber trotzdem sehr positiv, und es wird sehr interessant sein, was da in Zukunft noch alles kommt!!!

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  • Hanah sagt:

    Endlich mal wieder ein Sieg der N11 😉 Ich bin mit der Leistung zufrieden aber alles andere gegen einen Gegner wie Island wäre lächerlich. Wer mich gestern am meisten überrascht hat ist Lotzen:) Leupolz war mir dagegen zu nervös. Bei den Einwechslungen muss ich jetzt mal wieder Lira loben:) Gestern war sie wieder fast in Form und hat mir richtig gut gefallen, besonders ihre Pässe,die immer genauer werden:D Sie ist und bleibt einfach die beste auch nach langen Verletztungspausen:) Trotzdem sollte sie es langsamer angehen lassen! Laudehr ist mir gestern nicht wirklich aufgefallen also das sagt alles…! In der Abwehr würd ich Wensing statt Krahn bringen!! Sonst kann ich nur sagen,dass für mich Lotzen die Spielerinn des Spiels war, trotz Célias Toren weil Lwna ihre Chance besser genutzt hat und Célia voll viele verhauen hat!!

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  • Tiberias sagt:

    @Noworever und andere,
    ich habe auch kein gutes Gefühl, was Lira betrifft. Bei allem, was sie an Unberechenbarem für den Gegner bringen könnte – ich finde es schlichtweg verantwortungslos, sie nach einem Jahr Pause gleich in dieses „highest level“ zu werfen. M.m.N. sollte die Gesundheit der Spielerin und des M e n s c h e n immer noch im Vordergrund stehen.
    Ist, zugegeben, nur ein Blick von außen.

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  • Jan sagt:

    Bei NOR – NED hat letztlich vllt. die Größe u. somit die Reichweite der Torfrauen den Ausschlag gegeben.

    Bei der EM 2009 hatte Island jeweils nur denkbar knapp 0:1 gegen Norwegen u. Deutschland verloren, sowie 1:3 durch 2 Elfmeter gegen Frankreich. Diesmal hatte Island in den Schlussminuten Norwegen am Rand einer Niederlage, das sie ja in der EM-Quali bereits besiegen konnten. Und stand Island nicht sogar mal im Algarve Cup Finale? Also soo schlecht ist Island eigtl. nicht. Vllt. gewinnt Island ja gegen die vorm Tor bislang harmlosen Niederlande u. kommt ins Viertelfinale? Und die Isländerinnen wollten wohl gegen Deutschland genauso agieren wie die Niederlande – was diesmal aber nicht gelang. Denn mit ihrer Spielstärke hätten die Deutschinnen an dem Tag wohl jeden der 3 Gruppengegner besiegt. Will heißen, man muss erst mal so stark spielen, dass ein Gegner schwach aussieht. Und die Torchancen besser zu nutzen, kann man sich ja für die wichtigen kommenden Spiele aufheben.

    Angerer als einzige (eingesetzte) Torfrau noch ohne Gegentor – evtl. wieder ein gutes Omen? Und all die dt. „Küken“ einzusetzen, gilt sicher auch schon im Hinblick auf die WM 2015.

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  • xyz sagt:

    Ich finde es verantwortungslos wi e Li ra mit ihrer Gesundheit umgeht.Für so ein Turnier ist es viel zu früh.Als ich gestern das band agierte knie gesehen habe,dachte ich an Kim die auch nicht auf ihren Körper gehört hat.Da wird sie wohl wieder nach dem Turnier dem Verein fehlen

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  • Maskal69 sagt:

    Glückwunsch N11 für diesen tollen und wichtigen Sieg. Die vier auf der Außenbahn waren die besten Spielerinnen im Team, was die abliefern ist einfach klasse. Man darf nicht vergessen wieviel Einsätze in der N11, die vier erst vorweisen können. Auch ein Glückwunsch an S. Neid dir Ihr Team mental wieder gestärkt hat.
    Das ist sicherlich noch Luft nach oben, aber das war richtig guter Fußball, nach dem schwachen Auftritt gegen Niederlande.

    Die beste Schiedsrichterleistung war, die der Schweizerin in der Partie England – Spanien!!

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  • Manny sagt:

    Eine klare Steigerung zum letzten Spiel, ohne zu glänzen. Die Isländerinnen waren natürlich sehr, sehr schwach und sind wohl die schwächste Mannschaft des Turniers. Lotzen, Leupolz und Mbabi waren richtg stark, der Rest o.k. Aber leider gab es auch wieder viele, zu viele einfach Fehler. Lira Bajramaj tut mir richtig leid, nicht fit, scheinbar zu früh wieder auf dem Platz und total außer Form. Na ja, mal sehen wie es weiter geht mit dem Team. Liebe Frau Neid, mit Regenschirm auf der Trainerbank, das war schon oberpeinlich.

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  • Fuxi sagt:

    @FFFan
    Grmpf. Ich meinte Island…

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  • Altwolf sagt:

    Wie heißt es so schön in den Büchern der Fußballweisen: „Man spielt so gut wie der Gegner es zuläßt“. Holland hat es unserer N11 in dem Spiel nicht gestattet ein besseres und erfolgreicheres Spiel abzuliefern, Island schon, da die deutsche N11 den Isländerinnen nicht gestattete besser zu spielen.Dadurch war der Eindruck,den die deutsche N11 hinterließ ein deutlich besserer als zuvor.Da immer noch nicht alles rund lief,hat man sich die Möglichkeit offengelassen sich weiter zu steigern,was in einem Turnier von entscheidender Bedeutung ist.
    N.Angerer souverän und solide in der Betrachtung des Spielgeschehens von hinten.Beide IV ebenfalls solide mit dem sichereren Part durch Bartusiak, da auch wiederum den besseren Spielaudbau bietend insbes. die nun entdeckten Eröffnungen über die AV.
    Hierbei war es zwar schön zu sehen,das man sehr deffensiv stehende Teams darüber angreifen kann,aber da hat mir L.Meier die Vorgabe der Eröffnung über Aussen oft zu stur versucht diese durchzuziehen, statt über kurze Pässe nach Innen mit den 6en die zugestellten Wege zu umgehen und dadurch das Spiel nach vorn im Tempo zu halten.Hier wurden viele Angriffe durch die Isländerinnen unterbrochen.Nicht ganz so aktiv war dabei Cramer auf d.andern Seite.L.Gössling hatte durch die tiefstehenden Isländerinnen wenig Möglichkeiten mit Tempo in die Räume vorzustoßen,so daß sie sich nur mit Defensivarbeit beschäften konnte,zumal diesmal N.Keßler sich erkennbar offensiver einbrachte und damit auch verbessert erschien.Leider ist immer noch erkennbar,daß die beiden 6er in die Verbindung von Defensive zu Offensive nicht in das Spiel so eingebunden werden,wie man sich das für ein gutes Umschaltspiel vorstellt.Auch hier spielen die Laufwege und das Verhalten unserer Stürmerinnen eine mitentscheidende Rolle.Wärend Leupolz ihre Position recht gut gehalten hat, dabei eine gute Leistung ablieferte und sich deutlich lebendiger als A.Mittag präsentierte (nur etwas mehr Ruhe beim Abschluß fehlt ihr noch)ist es zwar schön,wenn Celia um den 16er herum sehr aktiv ist und auch gut gegen den Ball arbeitet, doch sollte sie ihre Ausflüge etwas einschränken,zwar mit L.Lotzen rochieren,aber doch dort präsenter sein,wo sie eigentlich sein sollte.Es ist zwar ihre Art, wie auch in Bad Neuenahr wohl erforderlich, überall aufzutauchen und ihre kämpferischen Qualitäten einzubringen,jedoch hinterläßt es in mir den Eindruck, in den entscheidenden Momenten das Quentchen Konzentration u.Biss durch diese Dauerbewegungen nicht auf den Punkt bringen zu können.Ferner ist es dann auch als nachrückende Mittelfeldspielerin sehr schwer zu ahnen, wohin man bei ihr den letzten Paß hinspielen kann,wie das so toll von D.Marozsan auf L.Lotzen gelungen ist.Gerade L.Lotzen hat durch besser einzuschätzende Positionstreue auch D.Marozsan wieder mehr Ideen entwickeln lassen und das an Pässen zu kreieren, was wir uns alle von ihr wünschen. A.Mittag,S.Laudehr u.L.Bajramaj sehe ich weiterhin als Einwechselspieler, da sie sich nicht als deutlich bessere Alternativen anbieten.

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  • Neutraler Zuschauer sagt:

    Folgenden Leserkommentar fand ich im Tagesspiegel:

    „Deutschland schlägt Island! (?)
    Es geht doch eigentlich nur um Fussball – oder?
    Da sollte jeder, der sich dazu berufen fühlt, sich das Spiel mal völlig emotionsfrei und unparteiisch ansehen, bewerten und analysieren.
    Wenn ich dazu den Kommentar des selbsternannten Reporters und Spezialisten hören, denke ich oft, ich sehe ein anderes Spiel: Ballannahme, Ballkontrolle & Ballbeherrschung, Stellungsspiel ohne Ball, Spielübersicht, Abspielverhalten, Abspielgenauigkeit & Kurzpass-Spiel, genaues Zuspiel, Chancenverwertung, Kombinationen, Doppelpass & Strategien, Voraussicht & Abseitsfalle, sinnvolle und gut plazierte(erfolgreiche)Schüsse auf das gegnerische Tor & Ballabgaben an die dortige Torwart-Frau, fehlerhaftes Zuspiel auf engem Raum, Ballverlust durch Eigensinn – das ist das Ergebnis meiner Analyse des Spiels der deutschen Frauen-Fussballnationalmannschaft. Da müssten bei ca. 35 Angriffen und 15 Torschüssen, mehr als drei Tore möglich sein.
    Island war von Anfang an eine ganze Klasse schlechter und wir sollten endlich mal wieder höhere Ansprüche stellen. Diese Kritik wendet sich im Wesentlichen an die Trainer der Mannschaft. Die Fehler verfolge ich seit Jahren bei jedem Spiel, aber gerade in letzter Zeit bekomme ich immer nur die Bestätigung meiner Erkenntnis. Der Aufwand, die Leistung und der Einsatz der Mannschaft muss uneingeschränkt anerkannt und gelobt werden. Aber das Spiel und das Ergebis sind enttäuschend. Das Verhalten unserer Mannschaft im gegnerischen Strafraum ist gelinde gesagt, eine Blamage. Die drei Tore helfen nur jedem selbstverschuldet unmündigen Zuschauer darüber hinweg zu täuschen.
    Meine Frage ist darum noch immer: Was wird eigentlich trainiert?
    HJK.“

    Dem ist nichts hinzuzufügen…

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  • noworever sagt:

    @Altwolf
    … feine stimmige analyse.

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  • wrack sagt:

    @ altwolf: „Positionstreue“
    Ich habe mit Teile des Spiels eben noch einmal angesehen und stelle fest, dass von „Positionstreue“ weder bei Lotzen, Leupolz noch bei Celia die Rede sein kann, weil die tatsächlich alle munter um den 16er herumschwirrten. Es gibt zwei Szenen, von denen du in deiner Wahrnehmung vielleicht stark beeinflußt wurdest. Die eine ist das Tor von Lotzen, die andere ein entsprechender Fehler von Celia, als Maro über die Flanke kam und Celia, statt auf denn kurzen Pfosten zu laufen, hinter der isländischen Verteidigerin blieb und sich Richtung 5er orientierte, worauf die hereingabe Maros einfach abgefangen wurde. Das war aber m.E. die Ausnahme. Das Problem war nach meiner Beobachtung weniger die Positiontreue als vielmehr das unpräzise und oft überhastet wirkende Zuspiel vor das TOr bzw. an den 16er. Überhaupt sollte man es noch einmal betonen: Die Aktivitäten Celias außerhalb des 16ers haben in beiden Spielen wesentlich, um nicht zu sagen, fundamental zum deutschen Offensivspiel beigetragen. Sie macht da nicht selten den Job, den eigentlich die 10er oder 6er machen müsste(n). Und: Celia kommt durch Schnelligkeit und körperlichen Einsatz im Strafraum oft an Bälle, die andere Stürmerinnen nicht einmal annehmen könnten und macht Torchancen (Drehschüsse, hineingestocherte Schüsse, Schüsse am Gegner) daraus. Das wird dann als vergebene Torchance gezählt, obwohl es ohne Celia vermutlich nie eine Torchance geworden wäre. Für mich ist sie die beste Spielerin aus beiden Spielen und an ihr, da bin ich in dieser Form sicher, wird es nicht liegen.

    Resultat: Ich würde gerade an ihr und ihrem Spiel im Team nichts ändern.

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  • Jan sagt:

    Wie wrack sehe auch ich Celia als beste dt. Feldspielerin in beiden Partien. Bloß wenn’s überhaupt nicht läuft, wie im 1. Spiel, musste ohne Unterstützung ihr Bemühen weitgehend harmlos bleiben. Gerade durch ihre Positionswechsel war sie ja ständig ein unberechenbarer Unruheherd kreativer Art. Bliebe sie hingegen stets auf ihrer Position, wäre sie sicher die best bewachte Spielerin der EM und somit wohl deutlich wirkungsloser; zumal alle dt. Spielerinnen das Zeug haben (sollten), vorne Tore zu schießen. Zudem war Celia an allen 3 dt. Toren beteiligt. Dass nicht nur sie sich über vergebene Chancen bei der EM ärgert, möchte ich anerkennend auch den etlichen tollen Torwartleistungen bei der EM hoch anrechnen.

    Super fänd ich’s auch, wenn international – wie bei Brasilien, Island u. tlw. Spanien üblich – in Zukunft vermehrt nur die Vornamen der Spielerinnen auf den Trikots wie auch in den Einblendungen stünden. (wie bei Celia im Verein wohl schon üblich)

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  • Altwolf sagt:

    @wrack.Mit Positiontreue meine ich eine gewisse Grundausrichtung
    bei schnellem Umschaltspiel z.B.nach vorn.In diesen Situationen muß ich erkennen können,wer welche Position einnimmt,denn e. Celia in der zentralen Position ist anders anzuspielen als e.L.Lotzen oder M.Leupold in der gleichen Situation.Und wenn ich Laufwege im Training abstimme, muß ich diese auch im Spiel in vergleichbaren Konstellationen wiederfinden, um durch entsprechende Pässe auch das Tempo hochhalten zu können und letztendlich auch daraus eine Torchance zu generieren.Das bedeutet nicht,daß die Stürmerinnen nicht auch rochieren sollten.
    Ich sehe Celia stärker,wenn sie einen kleineren Bewegungsradius einnimmt und sich mehr dem Torabschluß widmen kann. Nicht selten haben wir Situationen,wo sich 2 Stürmerinnen bzw.OM-Spielerinnen im Wege stehen bzw. den Ball gleichzeitig verarbeiten wollen.Es sollte damit ein konstruktiver Hinweis gegeben werden,keine Leistungskritik.

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  • engel sagt:

    Zusammenfassung aller Kommentare aus „meiner“ Sicht:

    – schwache Isländer, keine Herausforderung
    – nicht beschäftigte rumpelnde Innenverteidigung mit Fehlern bei Pässen unter 3 m
    – ideenloses Mittelfeld 6 & 8(defensiv und offensiv)
    – Aussenpositionen => rechts gut, links gut
    – 10 Position=> Könnte schneller,laufstärker und präziser werden
    – Sturm => Kampfstark aber unglücklich trotz 2 Tore
    – Keine starke Kopfballspielerin bei Standards
    – Torausbeute zu minimal

    Fazit

    Mittelklassiges Spiel mit einem mittelklassigen bis schwachen Gegner und keinerlei Fingerzeig für die tatsächliche Spielstärke unserer Natio.

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  • NaviDrH sagt:

    und was das allgemein uebliche Hochjubeln speziell der beiden Fussball-Nationalmannschaften bei den oeffentlich-rechtlichen angeht, dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen – pro Eurosport!

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  • Karl sagt:

    @NaviDrH: Zu dem Artikel kann man durchaus geteilter Meinung sein. Ich finde das geschriebene eher typisch fuer die Einstellung typischer Maennerfussballfans die immer noch glauben dass Maennerfussball besser sei. Ich jedenfalls schlafe beim ansehen von Maennerfussballspielen regelmaessig ein und der Artikel ist so etwa auf Mario Barth Niveau, finde ich. Weis nicht was daran gut sein soll.

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