Vier Tage EM: Die Presseschau

Von am 13. Juli 2013 – 10.36 Uhr 2 Kommentare

Vier Tage EM – und was schreibt die Presse? Wir fassen für euch die prägnantesten Beiträge in der Presseschau zusammen.

Das Spiel der deutschen Elf

Seit dem 0:0 (hier in der Videozusammenfassung der Sportschau) gegen die Niederlande ist Schluss mit lustig und der „Wir-können-es-nicht-mehr-abwarten“-Stimmung: Die DFB-Elf ist im europäischen Wettbewerb angekommen. Die Reaktion der Presse ist nahezu einhellig. Der Spiegel sieht eine enttäuschende Mannschaft, die Stuttgarter Zeitung schreibt gar vom Leiden „unter dem imaginären Rucksack von 2011“ und sieht im Spiel gegen Holland das größte Manko im deutschen Mittelfeld: „Ursächlich für die Unordnung war nämlich das Versagen der Wolfsburger Doppel-Sechs mit Lena Goeßling und Nadine Keßler.“ Sachlicher dröselt die 3D-Analyse des ZDF Knackpunkte im Spiel der DFB-Elf auf.

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Kein Grund zur Sorge, heißt es beschwichtigend aus dem DFB-Lager. Die Reaktionen fasst die dpa zusammen. Quintessenz: Am Sonntag gegen Island soll (fast) alles besser werden.

Die Anderen

Französischer Frauenfußball Fan

Sind die Französinnen wirklich nicht aufzuhalten, wie dieser Fan glaubt? © Nora Kruse / ff-archiv.de

„Die Konkurrenz hat aufgerüstet“, konstatierte die FAZ vor Turnierbeginn und stellte die Mitfavoritinnen vor. Ganz vorn dabei sieht Autor Daniel Meuren die Französinnen, die am Freitag ihren Turniereinstand mit einem Sieg über Russland gaben. „Spielerisch sind die Französinnen dank einer Strategin wie Camille Abily oder der Filigrantechnikerin Louisa Nécib seit geraumer Zeit das Maß der Dinge in Europa“, meint die FAZ. Mehr hier.

Dass die Konkurrenz nicht schläft, bekam jetzt auch Vize-Europameister England zu spüren. Das Team von Hope Powell musste eine bittere Last-Minute-Niederlage gegen Newcomer Spanien hinnehmen. „Crushing was how Hope Powell described it“, schreibt der Guardian anschließend und urteilt: „Careless and self-inflicted would also apply.“

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Vom Sport zum Spot(t)

Wir hatten sie seit der WM ja sehr vermisst: die Genderdebatte im Frauenfußball. Mit der gestiegenen Berichterstattung seit EM-Start ist sie zurück. Zuletzt war zum Werbespot des ZDF zweifelsfrei mehr zu lesen als zum Sport. Was der Waschmaschinenspot ausgelöst hat, fasst die dpa zusammen, ein Meinungsbeitrag findet sich auch in The European. Gewaschen hat sich die Kolumne dazu in der taz, wobei Autor Markus Völker die Debatte weiterdreht, indem er Weichspülertendenzen in der journalistischen Berichterstattung mit einbezieht. Fußballerinnen bräuchten „keine Medienfuzzis, die sie mit Wattestäbchen abtupfen“, meint Völker. „Diese Art des wohlmeinenden Gefasels hat der Frauenfußball nicht verdient. Er fühlt sich zwar recht wohl in der Nische, aber deswegen muss man ihn ja nicht behandeln wie eine vom Aussterben bedrohte Art.“

Zu guter Letzt: die Widerlegung eines Vorurteils

Ebenso hartnäckig wie die Genderdebatte begleitet der Frauenfußball seit jeher die These, es gebe keine Fans. Die Deutsche Welle hat in Växjö hingeschaut – und welche entdeckt! Ein Stimmungsbericht vom EM-Start in Schweden – auch für die Daheimgebliebenen.

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2 Kommentare »

  • Bernd Zeller sagt:

    Euere Presseschau fasst das Wesentliche gut zusammen: GENAU SO IST ES und es tut gut. Das jetzt ausgerechnet die finnische Frauenauswahl hinhalten muss, eine angebliche Leistungssteigerung zu dokumentieren, ist lächerlich … die Stunden der Wahrheit kommen danach. Was den Deutschen nach Finnland bevorsteht, durften Schweden und England schon erfahren.

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  • grammofon sagt:

    @Bernd Zeller:

    Ich glaube du meinst Island…

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