EURO: Siege für Frankreich und Spanien

Von am 12. Juli 2013 – 22.52 Uhr 19 Kommentare

Nach vier Unentschieden in Serie gab es am dritten Spieltag der Europameisterschaft die ersten Siege. Während Frankreich einen ungefährdeten Erfolg gegen Russland feierte, entschied Spanien die Partie gegen England erst in der Nachspielzeit.

Mit 3:2 gewannen die Spanierinnen gegen den Vize-Europameister, der damit seiner Serie bei großen Turnieren treu bleibt und im ersten Spiel nicht als Sieger vom Platz geht. Frankreich gewann gegen Russland souverän mit 3:1.

Ereignisreicher Start
Dabei sah man im Spiel zwischen England und Spanien die bislang schnellsten Tore des Turniers. Schon in der vierten Minute setzte Sonia mit einer schönen Kombination Teamkollegin Verónica Boquete in Szene, und der spanische Stürmerstar schloss souverän zum 1:0 ab. Doch die Engländerinnen fanden die richtige Antwort. Nur vier Minuten später war es Jill Scott, die Eni Aluko mit einem schönen Pass bediente. Aluko, die oftmals zu viele Chancen für ein Tor benötigt, behielt im Duell mit Torhüterin Ainhoa Tirapu die Nerven und erzielte überlegt das 1:1.

Tags: , , ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

19 Kommentare »

  • intersoccer sagt:

    toll zu sehen, wie sich Spanien entwickelt hat. Ich habe das ganze Spiel regelrecht mitgefiebert!

    (0)
  • Ralf sagt:

    Ich bleibe dabei:
    Das dritte spanische Tor war’n Kopfball von Frau Goalkeeper!

    (0)
  • xXx sagt:

    Also dann doch die beiden ersten Siege bei der EM. Und die beiden Favoriten der Gruppe haben sich am 1. Spieltag auch gleich mal durchsetzen können.

    Super die Spanierinnen. Mit Boquete, Jennifer und Adriana (ihre Auslandsakteure) haben sie ja auch tolle Offensivspielerinnen. Aber auch einige Spielerinnen vom FC Barcelona sind echt klasse ( wie z.B. Sonia und Alexia).

    Alexia wäre eigentlich eine für Turbine Potsdam. Großes und junges Talent (verpflichtet ja Schröder ganz gerne mal) und würde auch gut zum Spiel von Turbine passen.

    (0)
  • never-rest sagt:

    Gutes und spannendes Spiel zwischen Spanien und England, wenngleich beide Mannschaften auch einige „Böcke“ geschossen haben, wie der Torwartfehler beim Siegtreffer der Spanierinnen. So macht die EM jedenfalls Spaß. Ich sehe den spanischen Frauenfußball in ein paar Jahren ganz weit vorne in Europa, wenn die Entwicklung so weiter geht. Vielleicht sorgen die Spanierinnen schon bei dieser EM für eine positive Überraschung.

    Auch die „Three Lions“ haben mich trotz der am Ende unglücklichen Niederlage überzeugt.

    Das gilt erst recht für Frankreich, die schon mal gezeigt haben, warum sie zu den Favoriten gezählt werden, auch wenn die Russinnen keine echte Herausforderung waren.

    Auch den Däninnen traue ich nach dem 1. Spiel durchaus zu, dass sie für Furore sorgen. Die anderen Teams hatten doch einige Startschwierigkeiten wie Schweden und Norwegen. Der 1. Auftritt unserer N11 hat mich sogar regelrecht entäuscht. Aber es kann ja noch werden.

    (0)
  • gerd.karl sagt:

    ich will meine kiste bier von grace..
    deutschland und schweden sind gestrauchelt aber nicht gefallen, die engländer haben die spanierinnen unterschätzt.

    und die engländer haben ihre alte krankheit wieder, die torhüter sind verdammt schlecht.

    (0)
  • laasee sagt:

    England have big problems. Without Kelly Smith they are just an average team.

    Spain were good to watch. They have very technical players and pass the ball very well.

    After the first round of matches, I have been very impressed with Denmark and they have played the best football so far.

    (0)
  • Stefan sagt:

    Das erste Spiel der EM, das ich ganz gesehen habe. Auch ich habe für Spanien gefiebert – die Spanierinnen haben zwar eine ziemlich grottige Abwehr, aber mit Engagement und Leidenschaft haben sie sich den Sieg auch verdient, niemals aufgesteckt. Könnten ein Vorbild für die Deutschen sein, Nervosität habe ich bei Spanien keine gespürt, allenfalls positive Begeisterung.

    (0)
  • Tiberias sagt:

    Na das war doch eine Freude, die beiden Spiele am Freitag! Damit ist jetzt die „erste Runde“ durch. Obwohl Frankreich zurückgeschaltet hat in HZ2, bleiben sie mein Titelfavorit. Bei Spanien muss man sehen, ob sie die Freude über den Sieg und das Tempo über das weitere Turnier mitnehmen können. Bernd Schröder würde vermutlich die „Mentalität der Südländer“ anführen: Wenn es läuft, sind sie zu allem fähig, wenn nicht, dann „Adios“.
    Die Torhüter-Position scheint bei England und Spanien, aber auch bei weiteren Teams immer noch wie ein notwendiges Übel betrachtet zu werden. Das kann böse nach hinten losgehen, wie gestern bei mindestens 2 Toren zu sehen war. Wenigstens was das betrifft, kann sich D. glücklich schätzen! Erinnert mich ein bisschen an die Herren-WM 2002: Hinten hielt Kahn alles, und gegen nicht ganz so „gefährliche“ Gegner schaffte man es irgendwie ins Endspiel.
    Bin gespannt, ob Dänemark heute seinen starken Auftritt gegen Schweden bestätigen kann und wie sich der Gastgeber fängt.

    (0)
  • Grace Kelly sagt:

    Karen Bardsley = ohne Worte

    @gerd.karl England ist in der Vorrunde rausgeflogen? Hab ich was verpasst?

    @lassee England haven’t shown constancy for ages (ever). With or without Kelly Smith. Kelly Smith is outstanding but they have enough good players to compensate They play great and crappy games within a week. Yesterday all three goals were avoidable, if Bardsley hadn’t had one of her amateur days, they might have won. Not necessarily deservedly, but still. Can’t blame everything on Kelly Smith.

    (0)
  • sonic sagt:

    Aus meiner Sicht ein glücklicher Sieg für Spanien. Beim 3:2 trifft die Spanierin nicht den Ball, dafür erwischt sie aber die Arme der englischen Torfrau. Diese kann dadurch den Ball nicht fangen und das Unglück nimmt seinen Lauf. Da die Behinderung im 5-Meter-Raum stattfand ein irreguläres Tor.

    Leider eine Fehlentscheidung der Schiedsrichterin, die bis dahin vielleicht die beste Schiedsrichterleistung im Turnier abgegeben hatte (sollte man vllt auch erwähnen, nachdem die Leistungen der Schiedsrichterinnen zu Recht viel kritisiert wurden).

    Bardsley hat sicherlich Fehler gemacht (beim 1:0 bekommt sie den Fuß nicht hoch + der aufspringende Ball, den sie völlig falsch einschätzt), aber das 3:2 würde ich ihr nicht auf die Rechnung setzen.

    Gibt es irgendwo nochmal die Bilder und die Zeitlupen? Auf der UEFA-Seite ist die Qualität ja ziemlich mies.

    (0)
  • Thomas sagt:

    @sonic,

    bei BBC gibt es die Highlights, bin mir allerdings nicht sicher ob man sie außerhalb von England sehen kann. Die Pundits haben es klaren Torwartfehler gesehen und nicht als Foul. Nicht jeder Körperkontakt ist ein Foul.

    Highlights

    (0)
  • AdiPreissler sagt:

    Ich kann da nicht den Hauch eines Fouls erkennen.
    Ich empfehle Lektüre des Artikels auf Seite 8-9 in der Schiedsrichter-Zeitung 1/2011.

    http://www.youtube.com/watch?v=azL5Uv7uGnE

    (0)
  • sitac sagt:

    @sonic: sehe es auch wie du. Habe die Scene mehrmals in Zeitlupe gesehen auf Eurosport und mich sehr gewundert, als der Kommentator sagte, es sei ein reguläres Tor. Die Spanierin springt der Torfrau gegen die nach dem Ball ausgestreckten Arme, drückt sie zur Seite und der Ball fliegt an den Armen vorbei gegen den Kopf und ins Tor. Alles, wie du auch schreibst, im geschützten Raum. Ich frage mich, was geht in einer Schiedsrichterin/einem Schiedsrichter vor, wenn so ein klar irreguläres Tor gegeben wird?

    Mir vergeht einfach auch wie hier als völlig neutralem Betrachter der Spaß, wenn ein Super-Spiel durch so was entschieden wird.

    (0)
  • xXx sagt:

    Nicht jede Berührung zwischen Stürmerin und Keeperin ist auch gleich ein Foul. Alexia geht nur zum Ball (genau, wie auch die englische Torfrau) und touchiert dabei leicht die Arme von der englischen Keeperin. Aber nicht wirklich ausreichend, um da Offensivfoul geben zu können. Eine Torfrau braucht da einfach mehr Durchsetzungsfähigkeit und muss sich so einen Ball, trotz leichter Berührung einer Gegenspielerin, auch greifen können.

    Konnte sie halt nicht und den Ball gegen den Kopf bekommen, von wo er dann ins Tor sprang.

    (0)
  • sitac sagt:

    @AdiPreissler: Danke für das Einstellen des Videos. Auch nach mehrmaligem Ansehen bleibe ich dabei, dass das Tor irregulär ist. Die Zeitlupe, aufgenommen aus der Perspektive von der Mittellinie könnte den Eindruck aufkommen lassen, die Spanierin springe an der Torhüterin vorbei. Aber die Kamera, die von der Grundlinie filmt, zeigt eindeutig, dass die Torhüterin gerempelt wird mit der Schulter. Demzufolge fällt sie auch den physikalischen Kräften folgend Richtung Torlinie.

    Und auch Dank für den Link. Habe nachgelesen und stelle hier ein Zitat ein:

    Der einzige Unterschied zwischen
    „drinnen“ und „draußen“ findet
    sich in der DFB-Erläuterung Nr. 16
    zur Regel XII: Innerhalb des Torraums
    darf der Torwart nicht
    „gerempelt werden, außer er hält
    den Ball oder hindert einen Gegner“.
    Wozu man wissen muss, dass
    das korrekte Rempeln als „das Wegschieben
    des Gegners mit angelegtem
    Arm Schulter gegen Schulter“
    definiert ist (DFB-Schiedsrichter-
    Handbuch, Seite 143), wenn es im
    Kampf um den Ball geschieht. Das
    ist also innerhalb des Torraums verboten,
    wenn der Torwart zum Ball
    springt oder läuft.

    Aber genau das macht die Spanierin. Das „nur“ zum Ball-Gehen darf im Torraum nicht die Komponente Rempeln des zum Ball springenden Torwarts enthalten.

    Wenn ich diejenigen höre, die hier nicht den leisesten Anschein eines irregulären Tores sehen, dann plädiere ich für die gänzliche Abschaffung des Torraumes.

    Und warum gibt es bei der EM keine Torrichterinnen? Eine solche hätte hier gegen die Torentscheidung Einspruch erheben müssen.

    (0)
  • Stefan sagt:

    Selbst bei mehrfacher Betrachtung, so mein Eindruck, wird nicht eindeutig klar, ob Putellas nun Bardsley gerempelt hat oder nicht – meines Erachtens nicht. Eine Berührung war da, jedoch ob es ein Foul war – ich vermag es nicht zu sagen, und die Schiedsrichterin oder Torrichterin, die keine Zeitlupe zur Verfügung haben, wohl auch nicht.

    (0)
  • Mosan sagt:

    Wenn die Schiedsrichterin pingelig ist, kann sie das pfeifen. Fands hier nicht erforderlich. Bardsley hat zwar die richtige Größe, aber spielt viel kleiner. Oftmals buckelt sie sie sich geradezu zusammen bei Flanken und beraubt sich damit des Längenvorteils. Kurzum sie reagiert zu panisch/hektisch bei den hohen Bällen und ihr fehlt es an Übersicht sowie Selbstvertrauen, um mit angemessener Autorität diese Zweikämpfe zu gewinnen.

    Mehr Kraft und Athletik (jops dat iss nicht unbedingt sexy) würde den meisten Torhüterinnen unglaublich gut tun.

    Vero und Adriana kannte ich schon – von Alexia habe ich bisher nur ein paar Zusammenschnitte gesehen. Die ist auf dem Weg eine richtig Gute zu werden. Wirkt stilistisch wie eine Kreuzung aus Alex Morgan und L8 Schelin.

    (0)
  • sonic sagt:

    @AdiPreissler

    Danke für den Link, fühle mich dadurch in meiner Auffassung nur bestätigt. Die Szene entspricht ja ziemlich genau der Situation 2 (S. 5), nur trifft die Spanierin zum einen nicht den Ball (weder vor noch nach dem Körperkontakt) und zum anderen springt sie gegen die Arme der Torhüterin und stößt diese dadurch weg, was nach der „regelkonformen Auflösung der Situationen“ (S. 6) der Grund ist, kein Tor zu pfeifen, da eine unerlaubte Spielweise vorliegt.

    (0)
  • FFFan sagt:

    „Dabei sah man im Spiel zwischen England und Spanien die bislang schnellsten Tore des Turniers.“

    Man sah in diesem Spiel aber auch die bislang ‚langsamsten‘ Tore des Turniers! 😉

    Zu der Diskussion um den Siegtreffer der Spanierinnen, ob er regulär ist oder nicht: ich kann da beim Betrachten des Videos kein Foul erkennen, weder in Normalgeschwindigkeit noch in Zeitlupe; erst auf den Bildern der Hintertorkamera (diese Perspektive hatte die Schiedsrichterin nicht, schon deshalb ist ihr kein Vorwurf zu machen) ist zu sehen, dass überhaupt eine leichte Berührung stattgefunden hat, von „Rempeln“ kann aber keine Rede sein. Ich stufe den Treffer daher als regulär ein, auch wenn sich die Situation im Torraum abgespielt hat.

    Das nicht ‚gegebene‘ Tor von Jennifer Zietz im DFB-Pokalfinale 2011 kann kaum als Präzedenzfall herhalten. Dort war der Kontakt zwischen Angreiferin und Torfrau viel deutlicher, und trotzdem war die Entscheidung sehr umstritten und wurde überwiegend als falsch angesehen!

    Interessanter (aus regeltechnischer Sicht) finde ich die Frage, ob beim (zweiten) Ausgleichstreffer der Engländerinnen eine Abseitsstellung von E.White vorgelegen hat und ob diese ggf. als aktiv zu bewerten ist, weil sie der spanischen Torhüterin die Sicht nimmt. Nach neuester Regelauslegung wäre dies wohl zu verneinen, denn eine Abseitsstellung gilt nur noch dann als aktiv, wenn der betreffende Spieler entweder zum Ball geht oder den Zweikampf sucht. Beides war hier nicht der Fall. Somit auch hier: gültiger Treffer und richtige Entscheidung des Schiedsrichtergespanns!

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar