DFB-Elf zum Auftakt nur Remis

Von am 11. Juli 2013 – 23.02 Uhr 74 Kommentare

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Unentschieden in die Europameisterschaft gestartet. Gegen die Niederlande kam eine über weite Strecken ideenlos und ängstlich agierende DFB-Elf nicht über ein 0:0 hinaus.
Damit gibt es bei dieser EM weiter keine Sieger, denn wie am Vortag endete auch die zweite Partie des Tages remis. Norwegen und Island trennten sich 1:1.

Frühe Chancen für Deutschland
Für die deutsche Auswahl begann die Partie durchaus aussichtsreich. Schon in der siebten Minute hatte Célia Okoyino da Mbabi die erste Möglichkeit zur Führung, doch die Neu-Frankfurterin traf bei ihrem Drehschuss den Ball nicht richtig, sodass Loes Geurts im niederländischen Kasten keine Probleme hatte. In der 14. Minute war es Leonie Maier, die nach einem Freistoß von Dzsenifer Marozsán ihren Kopfball nicht voll traf, wodurch auch diese Chance ohne Erfolg blieb.

Nadine Angerer

Nadine Angerer hielt mit einigen Paraden die Null fest. © Marion Kehren / girlsplay.de

Anzeige

Angerer hält die Null
Die Niederländerinnen stellten sich keineswegs hinten rein, wenngleich ihr Abwehrverbund stark agierte und bei deutschen Angriffen immer ein Bein dazwischen brachte. Doch auch sie selbst kamen zu Möglichkeiten. In der 17. Minute versuchte es Lieke Martens mit einem Schuss aus gut 25 Metern. Er hätte gepasst, doch Torhüterin Nadine Angerer war zur Stelle und klärte zur Ecke. Auch fünf Minuten später war Angerer hellwach und parierte den Kopfball von Kirsten van de Ven.

Gelähmte DFB-Elf
Kurz vor der Halbzeitpause hätte sich die Partie zugunsten der DFB-Elf drehen können. Doch nach einem Foul von Daphne Koster an Lena Lotzen im Strafraum blieb der Elfmeterpfiff von Schiedsrichterin Tea Spinelli aus. Insgesamt konnte dies jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die deutsche Mannschaft nicht in ihr Spiel fand. „Wir haben sehr ängstlich gespielt. Jetzt geht es um etwas, und wir waren wie gelähmt dadurch“, so Angerer.

Enttäuschte Okoyino da Mbabi
„Wir sind enttäuscht, weil wir nicht abgerufen haben, was wir uns vorgenommen hatten“, so Okoyino da Mbabi. Die DFB-Auswahl agierte ideenlos, „wir haben nicht gezeigt, dass wir das Spiel machen wollten. Dann hat Holland Hochwasser bekommen, und dann wird es natürlich schwierig.“ Nach einem tollen Zuspiel auf Manon Melis (62.) scheiterte die Angreiferin im 1:1-Duell mit Angerer, in der 78. Minute verpasste sie einen langen Ball in den Strafraum knapp, und in der Nachspielzeit war es auch nach einem Konter über Melis noch einmal knapp.

Gerechtfertigte Nullnummer
Doch am Ende stand auf beiden Seiten die Null. „Gerechtfertigt“, sagt Bundestrainerin Silvia Neid. Im nächsten Spiel trifft die deutsche Mannschaft am Sonntag auf Island. „Wir müssen schauen, dass wir viel zielstrebiger werden, von Anfang an Druck auf den Gegner machen, besser in Ballbesitz kommen und zu gezielten Abschlüssen kommen.“

Remis zwischen Norwegen und Island
Noch ist nichts passiert, betonte auch die Bundestrainerin nach der Partie. Das liegt auch daran, dass die zweite Partie der Gruppe ebenfalls remis endete. Norwegen und Island trennten sich 1:1 (1:0). Dabei versuchte es Norwegen in der ersten Halbzeit vor allem über Caroline Graham Hansen auf der rechten Seite. Für die Führung in der 26. Minute sorgte allerdings Kristine Hegland nach einem Abschlag von Ingrid Hjelmseth. Mit dem 1:0 ging es in die Pause. Und als alles nach einem knappen Sieg für die Norwegerinnen aussah, bekamen die Isländerinnen nach einem Foul im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen. Margret Lara Viðarsdottir trat an und schloss erfolgreich zum Ausgleich ab.

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

74 Kommentare »

  • Bernd Zeller sagt:

    🙁 sind alle plötzlich sprachlos ??? Frau N. sagt „gerechtfertigt“, also ich finde, ein holländischer Sieg wäre „gerechtfertigt“ gewesen 🙂

    (0)
  • Grace Kelly sagt:

    Verdientes Ergebnis. Mit der Leistung der zweiten Halbzeit hätte man die zwei nicht gegebenen Elfer fairerweise verschießen müssen. Enthusiasmus stark gedämft, andereseits hat kein Turniersieger (meistens Deutschland) je ein Turnier mit ausnamslosen guten Leistungen gewonnen.

    (0)
  • xXx sagt:

    Am Ende ist das torlose Unentschieden für Deutschland noch sehr glücklich. War ja unfassbar, was die Niederländerinnen in der 2. Halbzeit für Torchancen haben liegen lassen. Besonders der Konter in Überzahl, kurz vor Spielende, mit 2 gegen 1 hätte besser ausgespielt und ein Tor sein müssen.

    Es ist halt doch was ganz anderes seine Testspiele zu gewinnen, wenn es um nichts geht, anstatt bei einer EM, wo man noch als Titelfavorit antreten muss. Und das ganze mit einer recht unerfahrenen Mannschaft.

    Vor der WM 2011 war es ja genau das Gleiche. In den Testspielen, auch gegen gute Gegner, ausnahmslos gewonnen und kaum kam dann beim Endturnier der Druck dazu, ging nicht mehr viel.

    Da ist es nur wenig verwunderlich, gerade mit diesem jungen Team, dass es jetzt nicht anders ist.

    (0)
  • Grace Kelly sagt:

    @Bernd Zellner Faiererweise muss man sagen, dass die Niederländerinnen den Sieg auch nicht verdient haben. Sie haben ihre Torchancen nicht genutzt und zweieinhalb Elfer verursacht. Und tollen Fußball haben sie auch nicht wirklich gespielt, auch wenn sie im Gegensatz zu den Deutschen in der zweiten Halbzeit auch mal einen Ball halten konnten.

    Abgesehen davon hätten wir natürlich auch eine Niederlage verdient gehabt mit der Leistung.

    (0)
  • rockpommel sagt:

    Ich kann mich schön jetzt eines gewissen Eindruckes nicht erwehren:

    Die Trainerin hat die Jugend als Ausrede dabei. Zumindest klang das nach dem Spiel schon an.

    Aber sie hat ja, ihrer Meinung nach, die Besten mitgenommen.

    Nehmen wir mal beispielhaft Angreiferinnen, bzw. offensive Mittelfeldspielerinnen.

    z.B.: Däbritz: Saison 12/13 0 Tore 17 Spiele 1472 Spielminuten.

    Leupolz: Saison 12/13 3 Tore 21 Spiele 1844 Spielminuten

    …..

    Was ist z.B. mit Pohlers?

    16 Tore 21 Spiele 1614 Spielminuten

    Oder Islacker?

    15 Tore 21 Spiele 1679 Spielminuten

    Usw., etc. Die Aufzählung ließe sich sicherlich noch weiter ergänzen.

    Wann gilt beim DFB eigentlich endlich mal das Leistungsprinzip im FF ?

    Wer setzt den alten Seilschaften endlich mal ein Ende?

    Unbegreiflich !!!

    (0)
  • Sylvijaaa sagt:

    Heute zeigten sich mal wieder die ganzen Probleme dieser Mannschaft. Man ist einfach nicht in der Lage sich gute Torchancen herauszuspielen.

    Gegen Kanada und Japan brauchte man Traumtore einer Rechtsverteidigerin und 2 Elfmeter um die Spiele überhaupt zu gewinnen.

    Wie bei der WM ist es jetzt schon fast zu spät noch die nötigen Änderungen vorzunehmen.

    Sicher ist aufgrund der Physis auch der EM-Titel drin, aber spätestens ab dem Viertelfinale werden wir wieder solche Spiele sehen wie heute.

    (0)
  • grammofon sagt:

    Der größte Schock dieser EM sind für mich bisher die Schiedsrichterleistungen. Wenn das wirklich die Besten Europas sind, dann können wir uns in der Bundesliga ja noch glücklich schätzen. Auch Frau Steinhaus war im Schweden Spiel nicht gerade souverän.

    Aber klar ändert das nichts an der Leistung der Mannschaft. Auf Elfmeter kann man sich natürlich nicht verlassen…

    (0)
  • Herr Schulze sagt:

    Wunderbarer, geradliniger Konterfußball der Holländerinnen, die in der zweiten Halbzeit auch die bessere MANNSCHAFT waren. Mehr noch als die gute Nadine Angerer stand die holländische Unfähigkeit im Abschluss Pate für Deutschland, insbesondere der letzte 2:1 Angriff musste doch eigentlich sitzen. Die deutsche Ratlosigkeit auf dem Feld mit „zwei nicht-gegebenen Elfmetern“ und Schiedrichterinnen-Schelte aufrechnen zu wollen ist, halte ich für Augenwischerei. Es ist ein glückliches Unentscheiden. Die einzige echte Chance der deutschen Mannschaft war der Kopfball von Laudehr. Mir fiel auf, dass der Reporter mindestens dreimal meinte das Unentschieden Hollands als „neidlos gerechtfertigt“ anerkennen zu müssen. Und das Sylvia Neid eine gute deutsche Abwehr gesehen hat. Sachen gibt’s!

    (0)
  • never-rest sagt:

    Das Spiel der N11 war nicht nur ernüchternd, es war schlicht entäuschend. Die 1 HZ war noch einigemaßen ordentlich, aber die 2. Hw. war grottiger Rumpelfußball: Nicht eine herausgespielte Torchance, die ganze Mannschaft wirkte verunsichert und verkrampft. Einfachste technische Fehler, kein geordneter Spielaufbau, sondern wieder ein Rückfall in kick-and-rush-Zeiten.

    Ich hatte schon fast meine Frieden mit SN gemacht. Aber die Auswechselung von N. Keßler verstehe ich nicht. N. Keßler hat wirklich für ihre Verhältnisse kein gutes Spiel gemacht. Aber als eine der zweikampfstärksten Spielerinnen und Strategin im Mittelfeld ist sie im aktuellen Kader ohne Alternative. Schon gar nicht S. Laudehr nach ihrer gerade überstandenen schweren Verletzung und etlichen Monaten ohne Wettkampfpraxis, ersichtlich noch nicht in Form, auch wenn sie vor Ehrgeiz natürlich brennt. Das Spiel der deutschen Mannschaft war jedenfalls spätestens nach diesem mehr als unglücklichen Wechsel reichlich vorgelwild. Auch L. Goeßling ist ohne N. Keßler an ihrer Seite nur die Hälfte Wert.

    Aber natürlich ist nicht S. Laudehr an dem schlechten Spiel schuld. Fast alle Spielerinnen haben weit unter Ihren Möglichkeiten gespielt. Ich denke da z.B. Mittag und an D. Maroszan, die aktuell als Spielmacherin einfach noch überfordert ist. Wenn sie trotzdem weiter so gehypt wird, endet sie am Ende noch wie L. Bajramai. Aber den Youngstern kann ich am Ende keinen Vorwurf machen. Sie haben ihre Sache noch recht ordentlich gemacht.

    Aber A. Krahn geht gar nicht mehr. Tut mir leid. Aber ihr Aufbau- und Passpiel nach vorn ist eine mittlere Katastrophe, genügt einfach nicht mehr für die N11. Dann schon lieber L. Wensing.

    Beste Spielerin heute ohne wenn und aber N. Angerer, und das sagt über das Spiel unserer Mannschaft eigentlich alles.

    Eigentlich kann es gegen Island nur besser werden.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Ein paar Punkte zum Spiel:

    Zunächst einmal: Ganz schwacher Auftritt der deutschen Mannschaft. Da hat kaum etwas wirklich funktioniert.

    Dennoch: Hätte Deutschland auch nur einen dieser drei ganz, ganz klaren Elfmeter bekommen (1.Halbzeit, die Aktion gegen Lotzen; zweite Halbzeit, das Umreißen von Bito gegen Laudehr und das Handspiel beim Torschuss von Leupolz kurz vor Spielende), wäre das ganz anders ausgegangen.

    Normalerweise bin ich ja keiner, der die Schiedsrichterin für etwas verantwortlich macht. Aber wenn sich die deutschen Spielerinnen nicht mal mehr trauen, noch den Arm zu heben, weil eine Gegnerin im Strafraum den Arm zu Hilfe genommen hat, sondern sowieso wissen, dass das alles nichts bringt, während die Holländerinnen sogar nach mehreren Sekunden noch einen Einwurf reklamieren dürfen und den kriegen, obwohl der Ball nicht nachweislich im Aus war, dann ist das ein deutliches Signal, dass die Schiedsrichterin einen immensen Einfluss auf das Spiel hatte.

    Auf der anderen Seite pfiff sie kleinlichst jedes taktische Foul ab und zeigte Gelb. Dadurch waren Spielerinnen wie Keßler und Maier, zentrale Figuren von Beginn an vorbelastet, und konnten eben nicht mehr einfach so befreit hinlangen und in die Zweikämpfe gehen.

    Alles in allem muss vieles besser werden.

    Dennoch war meine Prognose berechtigt: Bei einem einigermaßen normalen Spielverlauf hätte Niederlande nicht den Hauch einer Chance gehabt. Denn vorne waren sie unglaublich harmlos. Wer solche Chancen nicht reinmacht, der darf und kann solche Spiele einfach nicht gewinnen. Ein Sieg wäre überhaupt nicht gerechtfertigt gewesen, das holländische Spiel bestand zugegebenermaßen nur aus „Kick & Rush“, immer mit langen Bällen in die Schnittstelle, wenn es gefährlich wurde. Ansonsten waren sie noch zahmer als die Deutschen.

    Ich hoffe, dass diese Spiel als Anlass genommen wird, die Reißleine zu ziehen. Zumindest aber ist die deutsch-italienische Beziehung durch dieses Spiel sicherlich nicht besser geworden.

    Aber noch ist ja nichts verloren, den Gruppensieg hat man immer noch in eigener Hand!

    (0)
  • Stefan sagt:

    Enttäuschend war, dass sie nicht einmal gewechselt hat.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Natürlich, jetzt kommen die Spötter wieder heraus, die alles und jedes kaputt reden müssen. Bei der WM 2011 gehörte ich auch zu ihnen. Damals mit Recht, Deutschland schied absehbar aus.

    Doch letztlich sehe ich das Auftreten heute nicht so kritisch. Natürlich ist es müßig zu spekulieren, aber das heute war ein Weg, wie so ein Spiel ausgehen kann. Ein anderer wäre gewesen, dass Deutschland den Elfer für Lotzen bekommen hätte und das Marozsan ihre Chance reingemacht hätte. Dann hätte es vor der Halbzeit 2:0 gestanden.
    Das war aber nicht so. Niederlande hat darauf gehofft, dass es ausreichen würde, solange wie möglich gut zu verteidigen und dagegen anzurennen, und das hat geklappt. Doch das klappt einmal von 100 Malen. Und man muss sagen, Holland hatte extremes Glück. Den Elfer konnte man eigentlich nicht nicht geben. Wer vor zwei Jahren noch über die Südkoreanerin gegen Nigeria gemeckert hat, der darf jetzt nicht sagen, dass die Italienerin nicht das Spiel versaut hätte.
    Auch Elfmeter sind herausgespielte Chancen. Denn diese Chancen sind so herausgespielt, dass sie den Gegner dazu zwingen, sich im Strafraum dumm und regelwidrig zu verhalten. Dazu haben wir Holland dreimal in diesem Spiel genötigt. Dreimal hat die Italienerin Deutschland eine 100%-ige Chance verwehrt.

    Ich sage nicht, dass ein deutscher Sieg gerechtfertigt gewesen wäre. Ich sage aber, dass Niederlande sehr, sehr hohes Glück hatte, dass das Spiel so gelaufen ist, wie es gelaufen ist, und dass Holland so ein Glück in den nächsten 10-20 Jahren nicht ein zweites Mal gegen Deutschland haben wird.

    Und dafür haben sie wirklich viel zu wenig draus gemacht!

    (0)
  • Jarmusch sagt:

    Vorab mein Respekt an die Niederländerinnen für eine gute Leistung!

    Zum deutschen Spiel: Ein paar Ausfälle zu viel (Mittag, Marozsan, Keßler, Cramer, Krahn) und fehlender Mut zum Risiko haben den Spielfluss gewaltig gelähmt.

    Mein Vorschlag für das nächste Spiel: Mittag und Krahn raus, sie haben in der derzeitigen Verfassung nichts in der Mannschaft zu suchen! Cramer würde ich verschonen, da Linden als Alternative ohne internationale Erfahrung wohl auch nicht mehr bringen kann. Lotzen rückt auf ihre starke linke Seite (Rechts beraubt man sie ihrer großen Qualität mit Schnelligkeit zur Grundlinie vorzustoßen und mit ihrem starken linken Fuß gefährliche Flanken zu schlagen), Maier rückt nach vorne rechts. Und hinten kommen Wensing (Rechtsverteidigung) und Henning (Innenverteidigung) neu ins Team.
    Je nach Spielverlauf können dann Leupolz, Bajramaj und Laudehr das Spiel neu beleben. Warum Frau Neid nicht Bajramaj für Mittag als 3. Wechseloption gebracht hat verstehe ich zudem auch nicht.

    (0)
  • enthusio sagt:

    Komisch, Nadine Angerer „hält die Null“. Vor kurzem wollten etliche hier im Forum sie noch zum Teufel (in den Ruhestand) jagen. So kann man sich irren … :-). Aber Ihr seid ja bestimmt lernfähig …

    @Bernd Zeller:
    genau, offensichtlich wurden unserer Mannschaft zwei klare Elfmeter verwehrt,
    demnach wäre ein Sieg der Niederlande natürlich absolut „gerechtfertigt“.
    Kann man so sehen …

    (0)
  • mas sagt:

    Zum Kommentator auf Eurosport: „das beste Spiel der EM“
    Das wars nicht, auch nicht am Anfang!

    (0)
  • Speedy75 sagt:

    Es gibt noch viel zu tun das hat man gestern im Spiel ganz deutlich gesehen. Manche haben sich von den Eindrücken der Testspiele zu sehr blenden lassen.

    Die Niederlande hat mächtig aufgeholt die letzten Jahre.

    So einfach wie sich viele das vorgestellt haben wird es nicht werden.

    (0)
  • Manny sagt:

    Ich lese hier oft, hätte, hätte. Ja wenn der Elfer gegeben worden wäre, wäre es vielleicht anders gelaufen. Aber auch nur vielleicht!! Fakt ist ja wohl, dass das deutsche Spiel grauenhaft war und mann zu keiner Zeit in der Lage war, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und am Ende einen glücklichen Punkt gewonnen hat. Aber Hauptsache Frau Neid ist mit dem Spiel zufrieden, lob die „gute Abwehrarbeit“ (muß ein anderes Spiel gewesen sein) und stellt sich nach dem Kick mit einem Lachen im Gesicht der Presse. Wenn so weiter gespielt wird, wird die EM für die NN wohl bald vorbei sein, aber dann hoffentlich auch die Zeit der Bundestrainerin Silvia Neid.

    (0)
  • noworever sagt:

    eine punkteteile, die alles in allem in ordnung geht.

    ein remis, bei dem (außer dem ball, und, zumindest dem deutschen team) oft nicht alles rund lief.

    dabei galt es auch durchaus positivem mitbeizuwohnen.
    z.b. nicht (wie der tv-kommentator des öfteren betonte) das GANZE abwehrverhalten kleinzureden.
    eine nadine angerer, aber auch eine saskia bartusiak sind hier sehr wohl hervorzuheben (das lob silvia neids ist hier leicht nachvollziehbar).
    auch vorne sorgten die wie immer unermüdliche celia, aber auch vor allem lena lotzen(!) immer wieder für unruhe … und setzten die ein oder andere duftmarke. (der klare, nicht gegebene 11er war nur eine davon)

    nein, das spiel so wie es lief, war nicht so entscheidend davon beeinflußt was hinten oder vorne ablief, sondern mehr von dem, was so dazwischen, im sog. mittelfeld passierte … oder nicht passierte (sowohl in der vorwärts- als auch in der rückwärtsbewegung).

    verantwortlich für diese bewegungsprozesse sind eigentlich (zumind. zu einem großen teil) das vorher vielleicht doch etwas zu hoch (oder zu früh?) gelobte doppel-6er-duo.
    leider kam nie wirklich das gefühl auf, dass diese beiden (bei anerkennung all ihrer bemühungen!) in der lage waren das spiel so zu lenken und zu gestalten … wie es eigentlich ihren positionen entspricht. (sorry, wenn ich es trotzdem tue, aber der vergleich schweinsteiger/kedhira … is immediately … rising).

    nadine kessler scheint die form/leistung, die sie im verein auszeichnet, irgendwie nicht richtig in dieses team miteinbringen zu können, scheint fast ein bißchen neben sich zu stehen … und kann so ihr eigentliches potential nicht abrufen.

    bei lena gößling drängt sich fast das gefühl auf, dass sie wie ausgepowered erscheint … dass sie der langen saison doch langsam ihren tribut zollt.
    in ihren lang angesetzten driblings, deren abschluß bei weitem nicht immer mit erfolg beschieden ist, scheint sie sich nur noch zusätzlich aufzureiben …
    aber, wo sind die sog. klugen ersten pässe, die „hinten“ mit „vorne“ verbinden … und somit aus einer mannschaft tatsächlich ein team machen?

    der andere punkt, der im mittelfeld mangelt – ganz einfach, weil er nicht stattfindet – ist die 10, die position, die die (viel zu wenigen) bälle der 6-er weiterleitet.
    d.h.: dzsenifer marozsan ist eindeutet zu weit vorne possitioniert!
    auf einer linie, im gemeinsamen vorpressung mit celia, hat man fast das gefühl, dass ihr eigentliches talent verausgabt wird – nicht, dass dieses vorpressing nicht wichtig wäre! – aber – DAS ist nicht ihr job, nicht ihr eigentliches ding! (man sieht das auch immer wieder deutlich – celia kann dies viel besser!)

    dzsenifer marozsans position MUSS eine etwas mehr zurückgezogene sein … damit das (wenn es überhaupt zustande kommen soll/kann) so eminent wichtige dreieck zwischen doppel-6 und 10 überhaupt stattfinden kann.

    summa summarum: es gilt jetzt nicht das spiel schlecht zu reden – das holländische team war ein guter partner – aber von hier (meiner ganz persönlichen perspektive 😉 … sah es so aus, dass es speziell im mittelfeld (und deren positionierung) noch einiges an „luft nach oben“ gibt. 🙂

    (0)
  • Maren sagt:

    Wieder mal beweist Natze, dass Sie auf den Punkt fit ist.
    Was macht bitte Krahn in der Startelf. Ist mir völlig unklar. Bei so einer Leistung kann man auf die lange Erfahrung verzichten.
    Zwischenzeitlich hat mich diese Ideenlosigkeit an die WM2011 erinnert. Erschreckend.
    Das deutsche Spiel ist total berechenbar. Das wissen die gegnerischen Trainer nun schon zur Genüge und stellen ihre Mannschaften drauf ein.

    Auch ich bin positiv überrascht von den Niederlanden. Respekt. Das hätte ich so nicht erwartet. Daumen hoch.

    Zu den Schiedsrichterinnen: Unfassbar. Wieder das gleiche Problem wie bei der WM2011. Einfach nur peinliche und unerklärliche Entscheidungen. Nicht nur gestern im Deutschlandspiel. Ob die das nochmal in den Griff bekommen?!

    Trotzdem bleibe ich optimistisch. Das wird noch… 🙂

    (0)
  • Dirk sagt:

    Gratulation an Frau Neid! In der EM Wertung „Schönreden von katastrophalen Leistungen“ liegt sie schon jetzt uneinholbar vorne. Als haushohe Favoritin in dieser Wertung kann sie dem immensen Druck standhalten und führt ihre grandiosen Leistungen seit 2011 auch im Interview nach dem Niederlande-Desaster in dieser Disziplin fort. Respekt!

    Ansonsten macht sie das, was sie am Besten kann: alles falsch!

    Leider hat man beim DFB den wirklich einzig fähigen Trainer vor ein paar Jahren vor die Tür gesetzt. Schade Ralf Peter, von den Spielerinnen vergöttert, und mit immenser Fachkompetenz gesegnet, haben sie leider nicht die vom DFB geforderten Vetternwirtschaftseigenschaften, die ein Amt im FF beim DFB erfordert. Wie auch Herr Adrion bei der U21 der Männer mussten auch Sie nach einem einzigen Misserfolg Ihren Stuhl räumen. Eine Frau Neid, wie auch eine Frau Bernhard dürfen von einer Peinlichkeit in die nächste stolpern, müssen sich aber keine Sorgen um ihr Amt machen. Einen Bundestrainer Löw würde man des Landes verweisen, wenn er nur halb so viel falsch machen würde, wie sein weibliches Pendent seit 3 Jahren. Wie man sowas nennt? Leistungsprinzip! 😀

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Leute, bitte! Keine Torschlussreaktionen hier. Man kann jetzt nicht die komplette deutsche Nationalmannschaft zerpflücken. Ich beispielsweise war ziemlich froh, dass wir Krahn gestern hatten. Denn die ist wenigstens knallhart in die Zweikämpfe gegangen.

    Ich sehe übrigens Goeßling als Ausfall des Spiels. Dass sie kaum einen Ball zum Mitspieler gebracht hat und völlig neben sich gestanden hat, das war mit ein Knackpunkt dafür, dass die deutsche Mannschaft im Spiel nach vorne so gut wie nichts zustande bekommen hat. Dafür hatten wir übrigens noch einige gute Chancen (Celia, Maier, Marozsan in der 1. Halbzeit, dazu die 3 glasklaren Elfmeter).

    Aber auch, dass Maier und Cramer kaum ins Spiel nach vorne eingebunden waren, weil Deutschland viel zu tief stand. Diese drei Spielerinnen hatten entscheidenden Anteil an den Siegen gegen Japan, Kanada und Schottland. Dass alle drei kaum ins Offensivspiel eingegriffen haben, war durchaus ein Grund dafür, dass Holland ziemlich ungestört spielen konnte.

    Dennoch denke ich, dass wir am Sonntag wieder mit derselben Mannschaft an den Start gehen sollten. Sie wird ihre Lehren daraus ziehen und endlich das abrufen, was sie kann. Denn wenn sie das tut, da bin ich mir immer noch sicher, kann sie bei dieser EM niemand stoppen!

    (0)
  • Fritz W. sagt:

    Insgesamt ein mutloser Auftritt unserer Mannschaft.

    Die Schiedsrichterleistung war sehr schlecht, aber nicht so, dass wir nicht hätten besser spielen können.

    Ich war zunächst ganz froh, dass wir nach dem Gegurke nicht noch gewonnen haben, weil ich dann Friede, Freude, Eierkuchen befürchtete.
    Aber das gab es von SN ja dann trotzdem. Hoffentlich hat sie sich nur nach Außen hin so verhalten…

    Das A. Krahn verletzt weitergespielt hat, trotzdem wir noch hätten Wechseln können, hat uns um ein Haar den Punkt gekostet.
    Dieses Nichtwechseln fand ich katastrophal!!!

    Jetzt freue ich mich aber auf das Spiel am Sonntag!
    Fangt bitte mit einfachen, sicheren Pässen an und steigert euch dann, Mädels!!!

    (0)
  • Sheldon sagt:

    An alle Kritiker, nur mal eine kleine Frage: Wen gibt es in deutschen Landen, der gestern auch nur einen Deut besser gespielt hätte? Maier, Marozsan, Goeßling, Keßler, Mittag, Celia – da gibt es vielleicht noch eine Pohlers oder eine Islacker, von denen aber zumindest die letzte von beiden auch nicht sonderlich mehr Tore in der Liga geschossen hat als Lotzen. Aber ansonsten ist das die Creme de la Creme des deutschen Fußballs, das kann man nicht von der Hand weisen. Sie konnten es nur gestern nicht abrufen. Aber ganz ehrlich: Mir ist es lieber, wenn das jetzt passiert, als wie bei der WM, dass man mit 9 Punkten durch die Gruppe marschiert und dann im Viertelfinale ne Bauchlandung hinlegt.

    Im Fußball können von heute auf morgen große Veränderungen geschehen, weil vieles mit der Psyche zusammenhängt.

    Es ist schon sehr erstaunlich: Natürlich ist es nur hypothetisch, aber wenn es in der 1. Halbzeit den Elfmeter und das Tor von Marozsan gegeben hätte, wäre man mit 2:0 in die Pause gegangen, und hätte das Ding in der 2. Halbzeit womöglich mit 4:0, 5:0 nach Hause gebracht. Vielleicht hätte es die ein oder andere kritische Stimme gegeben, aber das wäre Spitzfinderei.
    So aber wurden der deutschen Mannschaft durch die Holländerinnen drei ganz klare Torchancen genommen, die Spinelli versäumt hat, zu ersetzen.

    Und bis jetzt haben vielleicht noch die Däninnen besser gespielt als die Deutschen, andere Mannschaften aber noch nicht.

    (0)
  • Till sagt:

    Ich finde es sehr verwunderlich wie manche hier meinen, dass die Niederlande mehr den Sieg verdient hätte … – ich mein klar sie hatten gute bis sehr gute Chancen, aber das hatte die deutsche Mannschaft auch ! Dazu kommen noch die zwei bis drei nichtgegebenen Elfmeter. Das spiel hätte genauso 2:2 ausgehen können – ist es aber nicht … und das unentschieden ist das GERECHTESTE Ergebnis meiner Meinung nach. Ein Sieg von egal welcher Mannschaft wäre glücklich gewesen.
    Das Spiel war aus objektiver Sicht schon ein sehr spannendes und schönes Spiel – und schönste Spiel der EM … na ja es gab gerade mal erst vier, da ist die Auswahl noch nicht wirklich groß … .
    Zur deutschen Mannschaft … ich war schon ein wenig überrascht wie anders sie aufgetreten ist … gut für viele ist es das erste große wichtige Spiel, aber von jugendlich unbekümmertheit war da nicht viel zu spüren. Es fehlte bei allen Spielerinnen durch die Bank weg die Ruhe, die Übersicht und die Präzession in ihren Aktionen.
    Da jetzt eine Spielerin besonders positiv oder auch negativ rauszuheben fällt schwer mir schwer … positiv sicherlich Nadine Angerer und mit sehr deutlichen Abstrichen Simone Laudehr, welche zumindest in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit für viel frischen Wind gesorgt hat, aber dann schienen sie die Kräfte zu verlassen.
    Negativ vielleicht Anja Mittag, bei welcher ich mir unsicher war, ob sie überhaupt auf dem Platz stand.
    Die Schiedsrichterin … fand ich sehr mhh unkonstant in ihrer Regelauslegung – die gelbe Karte gegen Leonie Maier war ein Witz – harmloses erstes Foul. Die gelbe Karte gegen Nadine Keßler hingegen fand ich absolut okay – zumal sie einige Fouls innerhalb kürzer Zeit begangen hatte. Allerdings hätte nach diesem Massstab auch noch einige andere Spielerinnen die gelbe Karte verdient gehabt und mindestens zwei der drei kritischen Elfmetersituationen hätten gepfiffen werden müssen !

    Die EM wird ganz sicher kein Selbstläufer (hat hoffentlich auch niemand erwartet). Deutschland wird nicht einfach alle aus dem Turnier schiessen. Es war aber auch erst das Auftaktspiel und vielleicht (hoffentlich) haben die Spielerinnen im nächsten Spiel die Nervosität abgelegt und finden zurück zu ihrer „alten“ Stärke.

    PS Jetzt über die Nominierungen reden zu wollen bringt uns nicht weiter !

    (0)
  • Andreas sagt:

    Zunächst muss ich allen recht geben, die die katastrophale Schiedsrichterleistung bemängelt haben. 3 nicht gegebene recht klare Elfmeter sprechen schon eine deutliche Sprache. Dann bei dem Umreißen von Laudehr auch noch Stürmerfoul gegen Laudehr zu pfeifen, setzt dem ganzen die Krone auf. Deshalb wäre auch ein Sieg der Niederländerinnen absolut nicht verdient gewesen.

    Dennoch muss ich sagen, dass ich schon sehr enttäuscht bin. Am Anfang habe ich noch gedacht, ok sie sind nervös, ist halt kein Vorbereitungsspiel sondern es geht um was. Aber es wurde eigentlich eher schlimmer. Was mir besonders aufgefallen ist, waren diese schlimmen technischen Mängel. Kaum ein Ball blieb mal am Fuß und wenn es mal schnell nach vorne gehen könnte, kamen Fehlpässe ala Kreisklasse oder Bälle, die man sich selbst viel zu weit vorgelegt hat. Mit der Jugend der Mannschaft kann man das auch nicht erklären, denn die jüngeren gehörten noch zu den Besseren. Lena Lotzen hat mir gut gefallen, immer anspielbereit, hat sich freigelaufen und auch mal was gewagt und Maier und Cramer hat man zwar auch eine Verkrampftheit angemerkt, aber viele haarsträubende Fehler haben sie nicht gemacht. Nei die schlimmsten Ausfälle waren unter den Spielerinnen zu suchen, an denen die Mannschaft hätte wachsen sollen. Bei Krahn war es im Aufbauspiel ein Rückfall in schlimmste Zeiten und auch ihr Abwehrverhalten war nicht gut. Dazu kamen die beiden Totalausfälle Keßler und Mittag. Ich kann nicht verstehen warum never rest die Bundestrainerin für die Auswechslung nach der Halbzeitpause kritisiert hat. Bei mir hätte Keßler nicht mal bis zur Halbzeit gespielt, zumal sie akut gelb-rot gefährdet war, da sie so zweikampfschwach war, dass sie sich nur durch Fouls zu helfen wußte und im Spiel nach vorne war es auch grauenhaft, ihre Fehlpassquote muss bei nahe 100% gelegen haben. Ich hätte allerdings Mittag auch zur Halbzeitpause ausgewechselt. Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst (das allerdings auch schon in den Vorbereitungsspielen), war unsichtbar und wenn sie mal am Ball war, war der fast immer schnell wieder weg. Unverständlich, dass sie durchgespielt hat. Ich hätte Bajramaj für sie eingewechselt, die hätte noch mal für frischen Wind sorgen können und hätte wenigsten Erfahrung mit reinbringen können. Stattdessen kommt dann die unerfahrene Leupolz für Lotzen mit null Wirkung im Spiel nach vorne. Laudehr hat zu Beginn der 2. Halbzeit für frischen Wind gesorgt und hat immer wieder etwas probiert, konnte am Ende aber auch keine großen Impulse geben, weil der Rest der Mannschaft zu schwach war. Maroszan war auch oft abgetaucht. Die Kommentatoren schütten ja immer Lobeshymnen über ihr aus, was ihre technischen Fähigkeiten angeht, im Spiel zeigt sie es zu selten. Sie ist wohl noch damit überfordert, das Deutsche Spiel zu lenken. Wahrscheinlich fehlt ihr auch mal ein Erfolgserlebnis. Schade, dass sie ihre große Chance nicht nutzen konnte.

    Toll, dass wenigstens Angerer in guter Form war und am Ende das Unentschieden festgehalten hat.

    Und jetzt noch ein Satz fürs Phrasenschwein, der aber dennoch stimmt. Nach der Leistung kann es eigentlich nur aufwärts gehen, denn schlimmer geht es fast nicht mehr.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Ich mag die Ahnungslosigkeit, die sich jetzt in den Interviews zeigt. An ihr sieht man, dass man den Quatsch, den man nach den Vorbereitungsspielen abgesondert hat, wirklich geglaubt hat. Und selbst jetzt sieht man noch nicht die Möglichkeiten, wie man es besser machen sollte. Nach den Alibi-Wechseln war gestern auch sofort klar, dass es nicht mehr darum ging, das Spiel zu gewinnen.

    Die Pessimisten von gestern sind auf jeden Fall die Realisten von heute.

    In meinen Augen sind die Niederlande immer noch das schwächste Team in unserer Gruppe und da haben wir immerhin die Null gehalten (Glückwunsch an Nadine Angerer, sie hat toll gehalten).

    Am Spielberichtsbogen kann man locker erkennen, wer sich gegen das Ergebnis gestemmt hat… die Spielerinnen sind mit einer gelben Karte gekennzeichnet!

    Den Quatsch mit Lotzen verstehe ich immer noch nicht. Sie war immer dann gefährlich, wenn sie in die Mitte zog. Ist ja auch klar, weil sie außen nicht spielen kann. Maier war dann immer völlig allein auf der Seite, genau wie Cramer links, wenn Mittag den Weg in die Mitte suchte. Das sind verdammt lange 100m, wenn man sie fast ständig allein beackern muss…

    Und mit Lotzen auf rechts nimmt man sich natürlich auch die Option, sie zu bringen, wenn Da Mbabi einen schlechten Tag erwischt (wie es in letzter Zeit öfter der Fall war). Welche Stürmerin haben wir denn noch?

    Kann mir einer die Frage beantworten, warum Maroszan gestern nicht mitgespielt hat? Mit ihr wären wir doch total überlegen gewesen! 😉 Spaß beiseite… sie hat wieder das getan, was sie perfekt kann, sie hat sich versteckt, wenn es schwer wird. Und die einzig aggressive Spielmacherin, die sich auch mit Schiedsrichter, Gegner und zur Not eigenen Spielerinnen anlegt, bleibt 90 Minuten auf der Bank. Die EM hat bei Deutschland schon jetzt wieder eine Gewinnerin, wie bei der WM ist es Bajramaj durch „Nichtspielen“. Das ist sehr witzig, wo sie sich selbst ohne ihr Knie mehr gegen das Ergebnis gestemmt hätte als Maroszan im gesunden Zustand.

    Wieso wurde eigentlich Keßler ausgewechselt? Das habe ich auch nicht verstanden. Aber gegen Holland kann man sich schon erlauben, die Spielmacherin der besten Vereinsmannschaft rauszunehmen…

    Ach ja, zur Not helfen ja Standards… Und da wurde ja auch in den Vorbereitungsspielen nicht alles gezeigt… Und trotzdem schießt Maroszan die Freistöße und nicht Maier. Warum? Weil man sie sonst nirgendwo einsetzen kann bei einem Standard? Oder man Maier in der Liga nie bei Freistößen beobachtet hat? Wenigstens Da Mbabi hätte der Bundestrainerin mal einen Tipp geben können, wie hart und präzise sie schießen kann.

    Aber es wird sicher alles besser. Wir dürfen nur hoffen, dass weder Norwegen noch Island ein Video des Spiels von gestern in die Hände bekommen.

    (0)
  • wrack sagt:

    Zunächst zum x-ten Male: Der Schiri gehört zum Spiel wie der Pfosten. Mal geht der Abpraller rein, mal ins Aus. Man muß philosophisch darauf hoffen, dass sich am Ende alles ausgleicht 🙂 . Frau Spinelli wird sicher in der KO-Runde nicht mehr auftauchen.

    An den nicht gegebenen Elfern lag es ja auch nicht. Ich finde es sehr kurz gedacht, jetzt schon der Trainerin die Schuld zuzuweisen. Sie hat ein umgekrempeltes Team, das bisher nur Testspiele bestritten hat. Sie hatte vorher kein Muster, wie sich dieses junge Team im Ernstfall verhalten würde. AB JETZT ist sie gefragt, auf den Erfahrungen dieses Krampf-Spieles aufzubauen. Und da hat sie entschieden, ihr Team vor der Presse nicht in die Pfanne zu hauen, sondern das Positive hervorzuheben oder auch schönzureden. Das ist ihre Herangehensweise, das Team zu beeinflussen bzw. dem Team nicht noch eins reinzuwürgen.

    Ab jetzt muß SN zeigen, dass sie diese Verkrampfung herauskriegt, ab jetzt ist sie verantwortlich, in den weiteren Spielen das Potential herauszukitzeln.

    Gestern ist fast jede deutsche Spielerin deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben und bitte ! Die Niederlande sind schon lange kein Fallobst mehr, im Gegenteil. Sie haben die erste Viertelstunde des Pressings überstanden und es den Deutschen mehrfach ähnlich heimgezahlt. Die haben sich doch auch das Spiel gegen Japan angeguckt und waren entsprechend vorbereitet. Und vor allem sind ihre Spielerinnen ja nun auch nicht so viel schlechter als das deutsche Team.
    Ich finde es verfrüht, jetzt schon Abgesänge zu intonieren und die Mädels zu verdammen. Das kann man immer noch, wenn der Lernprozess nicht einsetzt.

    Und auch wenn sich Deutschland freispielt, sollte man doch endlich die Äußerung SNs ernst nehmen: Die anderen haben aufgeholt.
    Nach der Verletzungserie immer noch den EM-Titel zu fordern, wie z.B. jüngst Herr Schröder, ist doch zu diesem Zeitpunkt nur dem „Krieg“ gegen eine unbeliebte Bundestrainerin geschuldet und ignoriert stur, dass mit der erhöhten Qualität des FF die Abstände zwischen den Team enger geworden sind.

    (0)
  • Tiberias sagt:

    Tja, die Botschaft für Norwegen und Island ist jetzt: Diese DFB-Elf ist durchaus zu schlagen!

    (0)
  • Andreas sagt:

    @ waiiy: s. mein Kommentar. Keßler wurde zu recht ausgewechselt, weil sie mit Mittag zusammen die schlechteste Feldspielerin war.

    (0)
  • wolle sagt:

    Leider ist es so gekommen wie ich es befürchtet habe. Ein Testspiel ist halt was anderes. Aber erst mal zum Spiel.
    Ich denke das Ergebnis ist so OK. Deutschland in HZ1 etwas besser, die Niederländer dafür in HZ2 stärker. Die Schiedsrichterin wie so oft im FF eine Katastrophe. Wenn ich an das Gezerre an Celia in HZ1 denke ohne Bestrafung und Maier nach dem 1. Foul direkt gelb sieht finde ich das schon sehr hart. Insgesamt 3x gelb für GER und erst kurz vor Schluß eine für NER, sicherlich nicht ausgewogen. Mind. ein klaren Elfer nicht gegeben, habe ich allerdings auch erst in der WH so gesehen. Ich denke die NEL haben insgesamt cleverer gespielt, da merkte man schon die Unerfahrenheit einiger deutscher Akteure. Die von auch von mir oft kritisierte Angerer rettete am Ende den 1 pkt. Die vorher hochgelobten Maier und Cramer hatten auf einmal sehr viel Respekt und agierten sehr nervös. Beide Sechser waren für mich ein Totalausfall. Kessler musste im Prinzip als „halbe 4“ die Bälle am eigenen 16er holen, da Krahn und Bartusiak nun mal keine Spieleröffnung können. Gössling hielt den Ball viel zu lange und hatte etliche Abspielfehler. Über außen kam relativ wenig, am meisten noch über Lotzen.
    Ich hoffe jetzt einfach mal das alle Spielerinnen jetzt in der EM angekommen sind und das es beim nächsten Spiel besser läuft.

    (0)
  • Fuxi sagt:

    Den Keßler-Wechsel hab ich durchaus verstanden. Ihre Zweikampfquote – laut ZDF – lag bei 12 (in Worten: ZWÖLF) Prozent, das ist einer von acht Zweikämpfen. Damit war sie die zweikampfschwächste Spielerin auf dem Platz (was auch eine Leistung war – Marozsan 17%, Cramer, Krahn und Lotzen je 33%, Maier 38%). Laudehr zu bringen, war daher die richtige Entscheidung.
    Zum Vergleich: Bei Holland lag NUR Slegers (20%) unter 50% Zweikampfgewinnen, alle anderen Spielerinnen gewannen mindestens jeden zweiten Zweikampf.

    Bei den Pässen sah das ebenso eindeutig aus. Und: Die meisten Ballkontakte bei Deutschland hatten Cramer (72) und Maier (61), bei Holland Koster (87) und Hoogendijk (65). Selbst Loes Geurts hatte mit 56 mehr Ballkontakte als die meisten deutschen Spielerinnen…

    Das Frappierendste: Es war keinerlei Spielstruktur erkennbar, keine Ansätze, mit denen man die Oranje vielleicht hätte knacken können. Entweder wurde der Ball viel zu lange geführt (Fehler 1), mögliche Anspielstationen versteckten sich hinter ihren Gegenspielerinnen (Fehler 2), oder zügige Pässe verloren sich im Klein-Klein (Fehler 3). Dazu der Versuch, den Ball ins Tor zu tragen (Fehler 4), in der zweiten Hälfte gleichzeitig viel zu tiefes Stehen und zu große Abstände (Fehler 5 und 6).

    Ebenfalls auffällig: Leupolz hatte fast keine Bindung zum Spiel. Bis zu ihrem ersten Ballkontakt vergingen mehr als sechs Minuten. So ein Wechsel ist witzlos.

    Dazu: Offenbar hat Silvia Neid kein Vertrauen in die Durchschlagskraft ihrer Bank, wenn sie trotz 0:0 und auffallender Harmlosigkeit den dritten Wechsel nicht vollzieht, notfalls die Doppel-Sechs zugunsten einer zweiten Stürmerin auflöst, um dieses vermaledeite Tor zu machen.

    Gegen Norwegen und Finnland wird es wohl kaum leichter werden. Nur dass die im Gegensatz zu den Niederlanden schon wissen, wie das Runde ins Eckige passt…

    (0)
  • Dummkopf sagt:

    @waiiy:
    schön, jemand der denkt, bevor er schreibt

    @andreas:
    Brille? -> Fielmann

    @Till:
    Du meinst Präzision?
    (Prozession ist was anderes)

    @alle
    Schiedsrichter, Ball und Platz waren Schuld.
    War schon immer so. (Wenn man immer 6jährig bleibt)

    @sheldon,
    und alle, die etwas länger brauchen:
    Versucht doch einfach noch einmal,
    das Phänomen Frankfurt zu verstehen.
    Fussball ist ein Mannschaftsspiel.
    Es ist nicht erheblich, ob es noch 10
    bessere Einzelspielerinnen gibt, wenn
    man es nicht schafft, eine Einheit zu
    formen.

    (Ok, Ok ich weiss, manche Trainer, die beim
    DFB angestellt sind, kapieren das auch nicht)

    In Mannschaftsportarten redet man gerne
    von einer „eingespielten Mannschaft“
    Wenn die Innenverteidiger nicht gegenseitig,
    nicht mit den Aussenverteidigern, nicht
    mit dem defensiven MF, Die Aussen nicht
    miteinander. Die 4 Offensiven alle aus
    anderen Vereinen, natürlich auch nicht mit
    den defensiven MF, und dann (obwohl mir
    Kessler auch nicht gefallen hat, das letzte
    Pärchen im def MF auch noch auseinandergerissen
    wird)….

    Und das alles, obwohl man einen Champions-League
    Sieger stellt.
    VfL Wolfsburg Vereinsmannschaft würde Holland deutlich schlagen.
    Oder glaubt hier jemand, mehr als 1-2 Holländerinnen
    hätten überhaupt eine kleine Chance in Wolfsburg oder Frankfurt
    in die Startformation zu kommen?

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Tiberias: Ich habe gestern keine Möglichkeit gesehen, dass Holland Deutschland irgendwie hätte schlagen können. Wieso? Weil sie vor dem Tor vollkommen harmlos waren.

    Und wenn man sieht, dass in 4 Spielen bisher schlappe 4 Tore bei der EM gefallen sind, dann wird das bei Island und Norwegen sicherlich auch nicht viel besser werden.

    Deutschland hat gestern den Fehler gemacht, dass sie zu schnell aufgesteckt haben. Sie haben das Pressing viel zu schnell eingestellt, obwohl sie rein körperlich mit Sicherheit noch nicht am Ende waren. Da war zu schnell die Frustration da, auch über eigene Fehler.
    Hätten sie das weiter so gespielt, die Verteidigung immer hoch an der Mittellinie stehend (zumindest Maier und Cramer), und vorne weiter auf jeden Ball rauf, dann wäre Niederlande irgendwann eingeknickt. Dass sie sich dreimal zu solchen Aktionen im Strafraum haben hinreißen lassen, zeugt nicht unbedingt von Klasse. Da fande ich das Verhalten der deutschen Mannschaft im eigenen Strafraum deutlich besser, wo man gezeigt hat: Man kann auch ohne Fouls verteidigen.

    Gestern war ein Ausdauerspiel, ein Spiel, wo irgendwann irgendjemand irgendein Tor reinmogeln muss, um den Abwehrwillen der Gegner zu brechen. Und das ist Deutschland nicht gelungen. Punktum.

    Diesen Fehler werden sie nicht noch einmal machen (es war derselbe Fehler wie gegen Japan), da bin ich mir sicher. Es war ein Warnschuss vor den Bug zum richtigen Zeitpunkt!

    (0)
  • waiiy sagt:

    Ich sehe die Leistung der beiden 6-er ein wenig differnzierter und die Begründungen werden eigentlich von Wolle schon quasi aufgeführt:

    „Kessler musste im Prinzip als “halbe 4″ die Bälle am eigenen 16er holen, da Krahn und Bartusiak nun mal keine Spieleröffnung können.“ Das ist so richtig. Außerdem hat sie auch noch Lücken gestopft, die in der Innenverteidigung entstand und musste sich die gelbe Karte holen, um schlimmeres zu verhindern. Dann sicherte sich oft noch ab, weil Goeßling sich mehr nach vorn einschalten musste. Sie konnte also nicht so glänzen wie gewünscht.

    „Gössling hielt den Ball viel zu lange und hatte etliche Abspielfehler.“ Das ist mir auch negativ aufgefallen. Aber dann habe ich auch hingeschaut, warum sie das gemacht hat. Und da bin ich dann wieder bei der Kritik an den vor ihr spielenden Mittag, Lotzen, Maroszan und Da Mbabi. Da war überhaupt keine Bewegung ohne Ball zu sehen. Folglich waren die Anspielstationen auch nicht zu finden. Das macht es schwer mit der Spieleröffnung. So trug sie den Ball selbst nach vorn, bis sich 2-3 Holländerinnen erbarmten und sie aufhielten.

    Die beiden 6-er sollen die Drecksarbeit machen und solange es „zu Null“ steht, haben sie eine Hauptaufgabe erfüllt. Wenn sie dann zusätzlich das Spiel nicht so ankurbeln können, liegt es vielleicht auch ein wenig an anderen Gründen, zumal die beiden wirklich durch Einsatz auffielen.

    Übrigens kann man von Keßler und Goeßling nicht dieselbe Leistung wie in Wolfsburg verlangen, wenn man sie nicht auf denselben Positionen einsetzt.

    (0)
  • KarlMai sagt:

    „Dann hat Holland Hochwasser bekommen, und dann wird es natürlich schwierig.”

    Immerhin ein sprachliches Highlight… ^_-

    (0)
  • Aldur sagt:

    Ähnlich wie die Schwedinnen hat auch der zweite Titelfavorit offenbar noch Sand im Getriebe. Zuviel Schwarzmalerei bezüglich der gestrigen deutschen Vorstellung ist meines Erachtens aber auch nicht angebracht. Das würde auch die Leistung der Niederlande schmälern. Vor dem Turnier hätte ich entsprechend der Papierform auch die Norwegerinnen als ärgsten Konkurrent in unserer Gruppe angesehen. Nach Ansicht der beiden gestrigen Spiele muss ich mich da etwas revidieren. Das teilweise ansehnliche niederländische Kombinationsspiel ist dem altbackenen norwegischen kick-and-rush deutlich vorzuziehen.

    Besonders gefallen hat mir auf Oranje-Seite die quirlige van de Donk mit der Nr. 10. Eine derart aufgelegte Spielerin hätte es gestern in schwarz-weiß gebraucht, um das Offensivspiel etwas anzukurbeln. Wenn die Niederlande die gestrige Form konservieren können, sollte eine Wiederholung des Halbfinaleinzugs von 2009 auch bei dieser EM im Bereich des Möglichen sein.

    Auf deutscher Seite kann man sicher nur die Leistung von Angerer herausheben, wirklich negativ habe ich allerdings auch nur Keßler gesehen, deren Auswechslung zur Pause sicher nicht nur der akuten Gelb-Rot-Gefährdung geschuldet war. Würde mich nicht wundern, wenn da gegen Island Laudehr in der Startelf steht.

    Insgesamt ist das Unentschieden in meinen Augen leistungsgerecht. Der niederländische Trainer weist zurecht darauf hin, dass seine Mannschaft die etwas klareren Chancen hatte. Dafür hatten wir etwas Pech mit den Elfmeterentscheidungen. Da habe ich allerdings nur einen glasklaren gesehen – Koster an Lotzen. Den Handelfmeter hätte man vermutlich auch geben müssen, allerdings ist da in meinen Augen noch zuviel Ermessensspielraum in der Auslegung solcher Situationen möglich (siehe CL-Finale). Das „Umreißen“ gegen Laudehr mag die eine oder andere Schiedsrichterin auch pfeifen, ein klarer Elfer war das für mich aber nicht.

    Das die Schiedsrichterleistung gestern sehr schwach war, lag für mich vor allem an der praktisch nicht vorhandenen Linie in der Zweikampfbewertung. So sah Maier gleich zu Beginn Gelb für ein taktisches Foul. Das kann man den Regeln entsprechend so pfeifen, dann sollte man diese Linie aber auch durchziehen. Nur wenig später kamen allerdings erst eine Niederländerin, und dann Keßler in vergleichbaren Situationen ohne Gelb davon. Das zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel.

    Am Ende bleibt abzuwarten, inwieweit die deutsche Mannschaft sich gegen Island steigern kann. Das wird vermutlich auch ein ganz anderes Spiel werden. Während die Niederlande gestern sehr offensiv verteidigt, gut gegen den Ball gearbeitet, und wann immer möglich auch selbst die Offensive gesucht haben, könnte ich mir bei Island vorstellen, dass da etwas mehr Beton angerührt wird. Da wird dann vor allem Geduld gefragt sein. Möglicherweise kommt es unserer Mannschaft aber auch entgegen, wenn sie etwas mehr Platz für den Spielaufbau bekommt. Ich bin zumindest vorsichtig optimistisch.

    (0)
  • Andreas sagt:

    @waiiy: Sicher hast Du recht, dass man die Leistung einzelner Spielerinnen im Kontext sehen muss und hat vielleicht auch eine Keßler mildernde Umstände verdient, weil es halt in allen Mannschaftsteilen nicht gestimmt hat. Dennoch ist mir bei Keßler (neben Mittag und Krahn)das Thema schneller Ballverlust, Fehlpassquote und Fouls am stärksten aufgefallen.

    Hoffen wir mal, dass es am Sonntag eine bessere Leistung zu sehen gibt. Da habe ich bei Keßler zumindest mehr Hoffnung als bei einer Mittag, die schon recht lange komplett von der Rolle ist. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Bundestarinerin die richtigen Schlüsse zieht, was wahrscheinlich ohnehin nicht einfach istGegen Japan war Wensing ein Unsicherheitsfaktor, gestern war es Krahn. Sollte jetzt Wensing für Krahn eingesetzt werden. Meiner Meinung nach schon, weil die Mängel von Wensing wohl gegen Mannschaften wie Island und Norwegen nicht so stark zum Tragen kommen wie gegen die technisch starken Japanerinnen. Es wäre aber auch eine Alternative Goessling in die IV zu beordern und Laudehr von Anfang an auf der 6 zu bringen. Hier stellt sich nur die Frage, ob Laudehr physisch 90 Minuten durchhalten kann. Da machen sich dann doch die vielen Ausfälle bemerkbar. So tief ist unsere Bank halt jetzt nicht, viele Alternativen stehen SN nicht zur Verfügung. Da kann man ihr dann auch keinen Vorwurf machen, wenn mit Odebrecht und Kulig 2 gute 6 ér verletzt sind und auch im Sturm nicht die erfolgversprechenden Alternativen auf der Bank sitzen.
    Auf jeden Fall sollte sie Bajramaj für Mittag bringen. Besser als die in ihrer jetzigen Verfassung ist Bajramaj selbst mit wenig Spielpraxis allemal, wie sie in der Vorbereitung bereits gezeigt hat.

    (0)
  • Bernd Zeller sagt:

    Ich bin sicherlich ein Mensch, der versucht, Sachverhalte objektiv darzustellen und wenn es eine Leistung rechtfertigt, würdige ich diese auch, selbst, wenn ich es gerne anders gehabt hätte … gut die Schiedsrichterin war schlecht (das war die deutsche im Schwedenspiel ebenfalls) … das ändert aber nichts an den Defiziten im deutschen Spiel, die hätte man in den Trainingsspielen schon bemerken können … die Niederländerinnen haben aus den Fähigkeiten, die sie besitzen, das optimale herausgeholt, das ist effizient und völlig legitim

    Die Leistungsdichte wird zunehmen und Verbände wie der deutsche oder der schwedische müssen sich nunmal daran gewöhnen, dass andere aufschliessen … aber das kann wie ein Mandra vorgesagt werden, es ändert sich nichts … wenn z.B. Patricia Hanebeck eine der besten Mittelfeldspielerinnen ist, wieso spielt sie nicht in Schweden?

    (0)
  • never-rest sagt:

    Manchmal frage ich mich, ob wir hier alle dasselbe Spiel gesehen haben. Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass alle Spielerinnen bis auf Natze teilweise weit unter ihren Möglichkeiten gespielt haben. Neben den alt bekannten Problemen in der Innenverteidigung insbesondere bei der Spieleröffnung (Krahn !) hat gestern das zentrale Mittelfeld entäuscht.

    Ohne Frage hat N. Keßler kein gutes Spiel gemacht. Aber ihre Auswechselung in der Halbzeit hat der Mannschaft endgültig den Rest gegeben. Jegliche Ordnung und Spielplan ist in der 2. Hz. verloren gegangen. Konnte man in der 1. Hz. wenigstens noch eine Struktur im Mittelfeld und einen Spielplan (frühes Gegenpressing und hoch stehende Außenverteidigerinnen) erkennen, lief in der 2. Hz. alles ziemlich vogelwild durcheinander und die Abstände bzw. Lücken im Mittelfeld wurden immer größer.

    Ich hätte ja noch verstanden, wenn S. Laudehr für Mittag halblinks gekommen wäre, aber so hat SN jede Ordnung aus dem Spiel genommen. S. Laudehr war – wie ich finde etwas übermotiviert oder falsch von SN eingestellt – überall und nirgends zu finden, aber nie dort wo sie gebraucht wurde, im zentralen defensiven Mittelfeld. Leider ist sie aus bekannten Gründen auch nicht in Normal- /Topform.

    Auch im offensiven Mittelfeld sollte sich SN dringend mal etwas Neues überlegen. D. Maroszan ist bei allem unbestreitbaren Talent als Spielmacherin derzeit (noch) völlig überfordert. Es wurde schon angemerkt, dass sie oft viel zu hoch, beinahe in einer Reihe mit Celia im Sturm steht, statt das Spiel in die Spitze zu lenken. Dazu gehört m.E. aber auch, dass sie das Tempo mal variiert, Ruhe und Übersicht in das Spiel bringt und nicht immer gleich den Zauberpass zu spielen versucht.

    Außerdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass von Ecken und Freistössen mangels Ideen und fester Zuordnung viel zu wenig Gefahren ausgehen. Zumal eigentlich jede hohe Flanke in den Strafraum verschenkt ist, weil keine kopfballstarken Abnehmer da sind (jedenfalls wenn Wensing nicht mitspielt und bei Ecken nach vorne geht).

    (0)
  • Jan sagt:

    Ich glaube nun, Frau Neids ausgeklügelte wie simple Marschroute zum EM-Titel durchschaut zu haben:
    1.) Den favorisierten Niederländerinnen ein kostbares 0:0 abringen.
    2.) Gegen durchaus Furcht einflößende Isländerinnen souverän ein 1:0 einfahren.
    3.) Den bärenstarken Norwegerinnen glorreich ein 0:0 abtrotzen.
    Dann hätte Deutschland 5 Punkte, und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, damit nicht ins Viertelfinale zu kommen. Nachdem man also gegen die drei o.g. Top-Teams bestanden hat, steht der Weg zum EM-Titel weit offen. 😉

    (0)
  • Martin sagt:

    @Fuxi

    Gute Analyse. Endlich mal ein paar Fakten. 😉

    (0)
  • noworever sagt:

    … klar @waiiy, kesslers leistung beruhte (natürlich) darauf, dass die beiden 4 „es nicht können“!

    … und gößling kann ja auch garnicht anders … wenn sie solch miserable mitspielerinnen vor sich hat, die sich nicht bewegen!

    genial! – wie einfach doch alles ist!

    … wenn man, wie du „genau hinschaut“ … durch die brille der verbitterung schaut.

    weiterhin viel spaß dabei!

    (ja ja … ich weiß, ich schaue (natürlich) durch die rosarote …)

    (0)
  • Till sagt:

    @Dummkopf

    Ja richtig Präzision 😉

    Das Argument mit den Päarchen auseinander reißen kann ich zwar verstehen, aber da das Päarchen Keßler und Gössling gestern Abend auf dem Platz nicht funktioniert hat, fand ich es gut (und auch etwas mutig) von Frau Neid den Wechsel vorzunehmen.
    Ich hatte schon in den letzten Testspielen den Eindruck, dass den beiden langsam die Kraft nach der langen und anstrengenden Saison ausgehen … .

    Aber Gestern Abend war nicht nur die Doppel-Sechs an der schlechten Leistung Schuld – das komplette Team hat nicht sein Potential abgerufen.

    (0)
  • noworever sagt:

    @Andreas:
    “ Es wäre aber auch eine Alternative Goessling in die IV zu beordern und Laudehr von Anfang an auf der 6 zu bringen. Hier stellt sich nur die Frage, ob Laudehr physisch 90 Minuten durchhalten kann.“

    …ist durchaus eine überlegung wert.

    (0)
  • Krissi sagt:

    Es ist das eingetreten, was ich befürchtet habe…mit Glück einen Punkt gewonnen (vor allem Dank Natze). @Sheldon: Es ist mir immer noch ein Rätsel, dass du nach wie vor der Meinung bist, die Niederlande wären KLAR zu schlagen gewesen – ja wo und an welcher Stelle denn???? Selbst wenn unsere Mädels wenigstens einen von mindestens 2 berechtigten Elfern bekommen hätten, wäre der Käs‘ noch nicht gegessen gewesen…die Niederlande haben gezeigt, wie es geht, Hut ab vor der Leistung. Für die Schiedsrichterleistung als auch die Leistung unserer Mädels in der 2. HZ finde ich nur einen gemeinsamen Nenner: das war gar nix! Und bei einigen Aktionen von Krahn ist mir auch das Herz gestockt, bitte beim nächsten Spiel Wensing rein! Sicher ist es eine junge Truppe mit viel mehr Potential, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Spiele gegen Island und Norwegen „leichter“ werden…eher nicht (die werden sich das Spiel schon angeschaut haben!) – Und wenn mich manche jetzt auch als Schlechtredner oder Pessimist oder was weiß ich abtun: es muss ganz schnell was passieren, sonst droht, tut mir leid, das Vorrundenaus…. 🙁

    (0)
  • jochen-or sagt:

    Denke, dass das einfach eine gute niederländische Mannschaft ist, die in diesem Turnier eine gute Rolle spielen wird.
    3 : 1 gegen Australien, die selbst anschließend in Frankreich gewinnen, sagt doch einiges über die Stärke aus, die mit dem gepflegten Passspiel in der 2. Halbzeit unter Beweis gestellt wurde.
    Gott sei Dank sind Frauen i.d.R. ziemlich (ab-)sch(l)ussschwach, sonst hätte es sicherlich nicht nur einmal im Kasten der Deutschen geklingelt.

    Insoweit muss man das Ergebnis auch relativ sehen.

    Wenn man die 2,5 nicht gegebenen Elfmeter und die bessere 1. Hälfte berücksichtigt, geht das Unentschieden in Ordnung.

    Wie viele hier festgestellt haben, macht eben ein Pflichtspiel einen bedeutenden Unterschied zum Freundschaftsspiel aus.
    Das eigentliche Problem sehe ich in der Hilflosigkeit, die sich zeigte, als die Holländerinnen das Zepter übernahmen.

    Problematisch fand ich ferner, dass auch konditionell die Holländerinnen gegen Ende frischer wirkten.

    Gößling ( vorher sehr gut) war offensichtlich in der letzten halben Stunde völlig ausgepumpt. Neben Angerer fand ich noch Bartusiak recht ordentlich und da Mbabi zumindest sehr fleißig.
    Jennifer Marozsan war wirkungslos wie zuletzt immer und die kleinen Tricks täuschen nicht darüber hinweg, dass sie weiterhin weit unter den Erwartungen bleibt und keine Schlüsselspielerin für diese Mannschaft ist; Anja leider in der N11 einmal mehr ohne Durchschlagskraft und ohne größere Momente wie zuletzt mit einigen Torvorbereitungen, Maier schwächer als sonst, Cramer einigermaßen;
    Laudehr ohne größere Wirkung, Lotzen zunächst recht ordentlich, dann in der 2. Hälfte untergetaucht.

    Grauselig war einmal mehr der Rumpelfußball von Krahn anzusehen. Im Wesentlichen räumt sie mit ihrer körperlichen Robustheit ungelenk die Bälle hinten raus. Hier haben wir doch Wensing, die jetzt eine Chance erhalten sollte, auch wenn sie auch nicht fehlerfrei spielt. Technisch und in der Spielöffnung ist sie jedenfalls wesentlich stärker als Krahn.

    Aber es war ja nur das erste Spiel – die Mannschaft ist jung und kann sich steigern – es gibt noch andere auf der Bank – und sie muss auch nicht den Titel erringen.

    Die beiden Punktverluste sind nicht schlimm. Das größte Manko besteht darin, dass alle gesehen haben, wie eine deutsche Mannschaft schwimmt, wenn sie unter Druck gerät.

    PS: Die italienische Schiedsrichterin wird hoffentlich nicht nochmals ein Spiel von uns pfeifen.

    (0)
  • waiiy sagt:

    @nororever: Also ich ersehe aus Deinem Geschriebenem, dass Dir meine Argumentation nicht gefallen hat. Das ist an sich nicht schlimm, sondern eher etwas Gutes, da wir ja Meinungsvielfalt fördern wollen (ich jedenfalls). Und ich kann auch gut damit leben, dass Andere andere Ansichten haben. Ich selbst hab ja auch nur meine (subjektive) Meinung aufgeschrieben, von der ich keinen Anspruch erhebe, dass sie die allgemein gültige sein sollte.

    Aber wenn denn meine Ansicht in Deinen Augen so daneben ist, wieso gelingt es dann nicht in einfachen (nicht sarkastischen) Worten eine Begründung zu finden, die mir erklärt, warum es anders sein sollte.

    Btw: Ich bin gar nicht so sehr verbittert über das Spiel gestern und über die Entscheidungen von Silvia Neid. Was mich ein wenig verwundert, warum nicht einige hier einfach bestätigen, dass sie diejenigen, die teilweise schon fragwürdige Leistungen gegen Kanada und Japan gesehen haben, Recht hatten und jetzt bestätigt wurden. Diese mahnenden Schreiber wurden noch vor ein paar Wochen als die totalen Pessimisten und Mies-Schreiber entlarvt und sind doch einfach nur Leute, die bestimmte Dinge so eingeschätzt haben, wie sie jetzt sind.

    Dass wir (fast) alle uns bessere Leistungen und vor allem bessere Ergebnisse wünschen, steht auf einem anderen Blatt und ist (hoffentlich) unbestritten.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Ich kann das Argument, dass Wolfsburger Spielerinnen nach der langen Saison ausgelaugt und alle sind (mental oder körperlich), nicht mehr hören. Das ist für mich entweder eine ausgemacht Ausrede (wovon ich ausgehe) oder ein Versagen der Nationaltrainerin (was sehr schlimm wäre).

    Die Spielerinnen sind jetzt seit 19.05. (ca. 8 Wochen) aus dem Spielbetrieb und fast so lange auch unter der Aufsicht des DFB und den Nationalmannschaftsverantwortlichen. Das ist Zeit genug, diese Spielerinnen zu regenerieren und wieder zur vollen Leistungsfähigkeit zu führen. Wenn das für Spielerinnen von Wolfsburg heißt, dass sie schwerpunktmäßig regenerieren und ein anderen Programm als die anderen Spielerinnen haben müssen, dann sollte das das hoch qualifizierte Trainerteam beim DFB wohl einordnen und einplanen können. Wenn es also wirklich stimmen sollte, dass Spielerinnen wie Keßler (die bei weitem nicht die gesamte Saison durchgespielt hat) und Goeßling nicht ihre volle Leistungsfähigkeit haben, wäre das ein Armutszeugnis. Daran glaube ich, ehrlich gesagt, auch nicht. Deshalb sollte man das Argument auch nicht weiter anführen.

    Abgesehen davon kommen die Spielerinnen, die vorher das grüne Trikot getragen haben und jetzt das weiße tragen, mit breit geschwellter Brust zur N11, weil sie schon 3 Titel gesammelt haben und jetzt den 4 haben wollen. Außerdem sind sie unverkrampfter als Spielerinnen, die seit mehreren Jahren zwar das „beste Gesamtpaket“ haben, welches aber nicht das Holen von Titeln beinhaltet und die jetzt unbedingt auch mal dran sein wollen.

    (0)
  • laasee sagt:

    Problem 1 – the Coach
    Problem 2 – the philosophy st the DFB
    Problem 3 – the N11 in Sweden has only ONE World Class Player : Angerer – the other two (Inka and Conny) are in Amerika.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Krissi: Deutschland hat gestern tatsächlich verdammt schlecht gespielt. Dennoch hatten sie klare Chancen (zum Teil auch gut heraus gespielt), mit denen sie alle Mal das Ding hätten gewinnen können. Elfmeter für Lotzen und das Tor von Marozsan kurz vor der Halbzeit, und wir wären mit 2:0 in die Pause gegangen und der Drops wäre gelutscht gewesen. Denn Holland hätte gestern noch zwei Stunden spielen können, ein Tor hätten sie nicht hinbekommen.

    Alles, was sie gemacht haben, ist das Mittelfeld dicht zu machen und in der Abwehr solide zu stehen (obwohl das bei 3 Elfmeterreifen Fouls bzw. einem Handspiel davon auch ne kühne Aussage ist). Trotz der vorher hochgelobten Melis, van de Ven und Martens hat Holland nach vorne eigentlich so gut wie nicht stattgefunden. Das einzige, wo sie mal gefährlich waren, war bei Kontern mit Kick & Rush, wofür wir aber Angerer hatten.

    Wenn in der 1. Halbzeit die 2 Tore gefallen wären, wäre der Bann gebrochen gewesen, Deutschland hätte freier aufspielen können und hätte noch 2-3 Buden nachgelegt.

    @Dummkopf: Teile deine Meinung überhaupt nicht, das diese Mannschaft nicht homogen ist. Wieso?
    1. Die schlechtesten Spielerinnen befanden sich gestern klar auf der Doppel-6 in der ersten Halbzeit. Goeßling war ein Totalausfall, Keßler hat nicht sonderlich besser gespielt. Ich habe kaum eine einzige vernünftige, ruhige, gut überlegte Situation von den beiden gesehen, was dazu geführt hat, dass das Angriffsspiel nahezu lahmgelegt war.
    2. Neben Keßler und Goeßling haben wir auf der linken Seite ein Duo, das sich aus dem Eff-Eff kennt. Cramer und Mittag haben lange genug auch in dem Stil zusammengespielt, dass sie eigentlich die Laufwege der jeweils anderen kennen sollten. Auch auf der anderen Seite harmonieren Maier und Lotzen normalerweise viel besser zusammen. Das wird auch noch deutlich besser werden, wenn die beiden erstmal bei Bayern zusammenspielen. Und auch im Sturm werden wir bald ein Vereinsduo haben mit Celia und Maro.

    Ich denke übrigens nicht, dass Wolfsburg gestern gegen Niederlande gewonnen hätte. Denn Holland hätte genauso gemauert wie sie es gestern getan haben und die Schaltzentralen des Wolfsburger Spiel ausgeschaltet (was auch dort lediglich Keßler/Goeßling sind). Genau wie Wolfsburg sich gegen Lyon zum Titel gemauert hat, hätte sich gestern auch Holland zum Unentschieden gemauert!

    (0)
  • wrack sagt:

    @ xXx: „Vor der WM 2011 war es ja genau das Gleiche. In den Testspielen, auch gegen gute Gegner, ausnahmslos gewonnen und kaum kam dann beim Endturnier der Druck dazu, ging nicht mehr viel.“

    Der Vergleich ist soch etwas verzerrt:
    Deutschland hat vor der WM 2011 gegen Nordkorea (2-0), Italien (5-0), die Niederlande (5-0) und Norwegen (3-0) getestet und entgegen der deutlichen Ergebnisse dabei gar nicht so gut ausgesehen.
    Vor der EM waren es zuletzt Schottland, Kanada und Japan, gegen die man testete. Schon das ist eine viel höherwertige Riege. Und davor spielte man u.a. mit den USA und Frankreich gegen die absolute Weltspitze.
    Das WM-Team hatte wenig Verletzungsprobleme und war eingespielt. Das EM-Team in dieser Formation gibt es erst seit Wochen !

    Ich stimme völlig zu, Testspiel ist Testspiel und EM ist EM. Aber der Unterschied liegt nicht im Fußballerischen, sondern im Kopf. In den Testspielen hat das junge (sowohl an Jahren als auch in der Teambildung) Team zumindest im Groben gezeigt, was möglich wäre. Ob es fähig ist, in guter Form das Finale zu erreichen, hängt aber auch von den anderen Mannschaften ab. Das WM-Team war (für mich) damals die Nr. 1 der Welt. Dieses EM-Team ist es nachweislich NICHT, besonders nicht nach den Verletzungen.

    Man hat doch gestern Odebrecht und Kulig als Alternativen auf der 6 schmerzlich vermisst, zu schweigen von einer Alex Popp oder besonders einer Verena Faißt, die alle vier in diesen Kader gehört hätten. Eine gesunde Babett Peter möchte ich nicht vergessen. Der Kader ist durch die Verletzungen geschwächt. Damit muß man leben. Damit muß man seine Ansprüche aber auch senken ! Das fällt wenigstens einigen Fußballfreunden offenbar doch schwer.

    Ich sage aber auch: SN muß diese Situation in den Griff bekommen und die MANNSCHAFT entkrampfen. Das ist ihr Job. Man muß sich gegen Island und Norwegen freispielen, was gleichzeitig bedeutet: gewinnen können. Gelingt das nicht, schützt Neid m.E. auch das Verletzungspech des Teams nicht mehr.

    (0)
  • Karl sagt:

    Ich habe das Spiel so aehnlich gesehen wie noworever. Den Totalausfall der doppelsechs seh ich jedoch nicht so sehr in der Schwaeche von Goessling und Kessler sondern eher darin dass der hollaendische Trainer offenbar erkannt hat dass er genau da sofort stoeren muss und er hatte Spielerinnen auf dem Platz denen es gelungen ist das Aufbauspiel erfolgreich zu unterbinden. Das Problem ist dass die deutsche Mannschaft in so einer Situation ziemlich hilflos dasteht weil sie nicht mit langen Paessen aus der Abwehr spielen will oder kann. Das waere aber das einzige probate Mittel gegen diese Taktik der hollaendische Mannschaft gewesen. Wenn man das Mittelfeld kaputtattackiert bekommt muss man es halt ueberbruecken. Was auch garnicht geht dass man bei eigenen Ecken mehr gefaehrdet ist ein Gegentor zu fangen wie der Gegner. Da muessen eben mehr als nur eine Spielerin hinten bleiben. Diese Schwaeche bei eigenen Ecken und Freistoessen hat die deutsche Mannschaft schon lange und das sollte abgestellt werden. Dass das Spiel nicht gestern noch in der letzten Minute verloren wurde hat man nur der individuellen Klasse von Bartusiak und Angerer , dem Glueck und der zoegerlichkeit der 2ten hollaendischen Stuermerin zu verdanken. Das ist etwas was dringendst abgestellt werden muss, ansonsten bin ich fuer den weiteren Verlauf der EM eher aehnlich optimistisch wie Sheldon.

    (0)
  • LibudaStan sagt:

    Ehrgeiz und Wille waren spürbar aber schönzureden gibt es nichts.
    Einfach kein gutes Zusammenspiel. Warum ist das nicht möglich ??
    Und dann immer und immer wieder diese Fehlpässe.
    Überraschend dagegen der streckenweise wunderbar anzusehende Kombinationsfussball der Mannschaft aus Dänemark.

    Zu den Schiedsrichterinnen. Ich hatte die Hoffnung das sich da etwas verbessert. Leider keineswegs. Auch so wird das Interesse am Frauenfussball immer wieder gemindert. Das wir uns nicht falsch verstehen, Fehlentscheidungen wird es immer geben und gehören auch dazu, aber nicht bei so absolut eindeutigen Situationen. Die drei sind mit Sprechfunk gekoppelt und auch einer gemeinsamen Sprache mächtig. Mir soll da keiner kommen mit falsch gestanden oder so. Wir sind bei einer EM. Eine Abwehrspielerin im Strafraum zieht im Sprung den Arm hoch und blockt den Ball ab. Ein so eindeutiges Handspiel. Was soll das?

    (0)
  • FF-Talent sagt:

    … wieder ein großes Turnier und urplötzlich aus dem Nichts merken wieder alle, dass die Schiris im FF dem (neuen oder nicht mehr so neuen?) internationalen Niveau nicht gewachsen sind.
    Das ist doch seit Jahren schon so und das wird sich auch kurzfristig bis zum Finale dieses Jahr fortsetzen! Grundsatzdebatte anfangen statt sich über jeden Elfer/Nicht-Elfer neu aufregen wäre mal eine Maßnahme. (@ grammofon: Nur weil die EM-Schiris kritisiert werden, macht das die FF-BuLi-Schiris nicht automatisch besser.)

    Außerdem als nicht zu unterschätzendes Defensiv-Detail gestern … Wenn Maier und Cramer (also beide Außenverteidigerpositionen!) schon so früh im Spiel bei zwei taktischen Fouls völlig regelkonform gelb bekommen:
    Dann ist das (unabhängig von der Bewertung anderer Gelb-Situationen im Spielverlauf) nicht unbedingt ein böser Eingriff der Schiedsrichterin in die weitere Spielentwicklung. Das ist stattdessen ganz einfach taktischem Unvermögen bzw. falscher taktischer Defensiv-Einstellung geschuldet! Einfachstes taktisches Unvermögen in der Defensive (Umschalten, Zurücklaufen, defensiven Raum wieder zuteilen).
    Wenn es solche Probleme nicht gäbe, müsste man auch nicht so leichtfertig derartig kritische Situationen mit Taktikfouls provozieren. Solche Unzulänglichkeiten muss man von einer solchen deutschen N11 eigentlich nicht erwarten!

    PS: Hätten mehr FFC-Spielerinnen mitgewirkt, hätte man zur Leistung gesten Abend wenigstens entschuldigend sagen können: „Frankfurt hat letzte Saison auch schon schlechter gespielt.“ 😀 So muss man auch einfach sagen: „Glückwunsch, Niederlande zum Punkt.“ 😉

    (0)
  • Altwolf sagt:

    Wie bei den bisherigen Spielen auch haben einige ein anderes Spiel gesehen als ich und ich habe ein ähnliches Spiel gesehen wie wally.Die allgemeinen Bewertungen über Schiedsrichterin usw.erspare ich mir.
    Einzige herausragende Spielerin mit guter Leistung N.Angerer.Alle anderen haben „ihre“ Leistungen nicht zeigen können.Bartusiak weiterhin zu langsam,jedoch etwas besser im ziemlich dürftigen Spielaufbau als Krahn,ebenfalls zu langsam und genauso fehlerbehaftet,wie man es häufig Wennsing vorwirft.Beide 6-er haben die Verbindung nach vorne nicht umsetzen können und das hat sicherlich auch Gründe.Nämlich keine schnellen bzw.ordentlichen Zuspiele aus der Defensive heraus,wenn die Räume (1.HZ) es zuließen und auf der offensiven Seite offenbar völlig unklare Laufwege der Stürmerinnen bzw. rasche Ballverluste durch die z.T.auch unpräzisen Pässe.Marozsan ist derzeit keine Spielmacherin hinter den Spitzen,da sie zwar unbestritten technische Fähigkeiten,jedoch kein Durchsetzungsvermögen hat.Hier stehen sich Keßler und sie im Wege,denn gerade Keßler füllt bei WOB diese Position aus und wirkt in allen bisherigen Spielen der N11 in dieser Konstellation wie gehemmt.Sie erfüllt hauptsächlich defensive Aufgaben aber keine kreativen offensiven,da das hier d.Position v.Maroszan ist.Gössling braucht den Freiraum,den ihr Keßler schaffen kann,sonst startet sie in Räume in deren Umgebung sich dann niemand anbieten will,denn, ich wiederhole mich hier gern nochmals,wir haben keine (außer Bajramaj)Aussenstürmerin.Auch wenn sich Mittag und Lotsen bemühen, es sind zentrale Stürmerinnen und auch die kommen sich dauernd mit Celia ins Gehege.Die Spieleröffnngen über die Flügel – bei WOB am Häufigsten- kommen hier über Cramer und Meier gar nicht erst zustande.Es ist schon bezeichnend,daß Celia die beste Torchance für Maroszan vorbereitet und nicht umgekehrt.Die noch bestehende Kompaktheit in der 1.HZ ist nach Keßlers Wechsel in der 2.HZ völlig verloren gegangen,da Laudehr zwar die ersten 15 Minuten initiativ war,weil auch die Räume vorn rechts frei waren, jedoch hat sie dann danach die defensive Rolle deutlich schlechter ausgefüllt als Keßler.Auch bei ihr habe ich die Frankfurter Eigenart feststellen müssen, mitlaufende Außenspielerinnen nicht zu bemerken und lieber mit Zug zur Mitte dort alles dicht zu machen.Auch wenn ich sicherlich eine WOB-Brille trage,ich würde Wennsing als rechte AV sehen und Meier nach re.vorn ins OM statt Lotzen u.diese dann auch statt Mittag vor Cramer positionieren,damit endlich auch wieder Druck über die Aussen nach vorn kommen kann; und ich sehe Keßler auf der Position von Maroszan,denn die ist noch nicht in der Phase,wo sie mit Kampf und Einsatz Druck um den 16er erzeugen kann.Maroszan braucht Mitspielerinnen,die ihr den Raum und d.Zeit verschaffen ihre technischen Fähigkeiten einzubringen.

    (0)
  • never-rest sagt:

    @Altwolf: Stimme Deiner Analyse voll und ganz zu. Mal sehen, was SN für Schlüsse aus dem Spiel zieht. Noch ist es nicht zu spät, etwas Grundsätzliches zu ändern, bevor die EM in der KO-Runde mit einer solchen Leistung wie gegen NL schnell vorbei sein kann. Ich erinnere mich noch immer mit Grausen an die WM in Deutschland, als nach bereits durchwachsenen Leistungen in der Gruppenphase bei der N11 gegen Japan nichts mehr ging und SN hilflos wirkte, weil kein Plan B mehr da war.

    (0)
  • noworever sagt:

    @waiiy:
    „@nororever: Also ich ersehe aus Deinem Geschriebenem, dass Dir meine Argumentation nicht gefallen hat.“
    … es geht weniger ums „gefallen“ oder „nicht-gefallen“ – es ist mehr, ob sich etwas stimmig oder nicht-stimmig anfühlt … in englisch würde ich sagen (z.b., wenn etwas „un-stimmig“ erscheint) it just doesn’t resonate.

    wenn ich also z.b. lese, dass kessler’s und gössling’s leistung nur deswegen ‚relativ bescheiden‘ ausfiel, weil ihre unmittelbare mitspielerinnen noch bescheidener gespielt haben … dann fühlt sich dies (für mein! empfinden) nicht besonders stimmig an.
    dies würde ja beinhalten, dass ich nur dann eine gute leistung abrufen kann, wenn meine mitspieler mit gutem beispiel vorangehen.
    dass dies der pure nonsens ist, beweist z.b. gerade die gestrige leistung von nadine angerer … sie hatte die identischen, unmittelbaren mitspielerin wie die beiden doppel-6-er.
    klar hilft es, wenn der mitspieler gut drauf ist – dann gibt es ein produktives miteinander! – aber, es kann doch nicht sein, dass ich ihn (in erster linie) für meine ‚bescheidenheit‘ 😉 verantwortlich mache.

    @waiiy:
    „Aber wenn denn meine Ansicht in Deinen Augen so daneben ist, wieso gelingt es dann nicht in einfachen (nicht sarkastischen) Worten eine Begründung zu finden, die mir erklärt, warum es anders sein sollte.“
    … habe meine „ansicht“ (so wie ich den gestrigen spielverlauf gesehen/empfunden habe) bereits in einem früheren beitrag kundgegeben.
    könnte eventuell noch als nachtrag zu der speziellen 6-er thematik hier einfügen (in anlehnung an @wrack’s beitrag), dass man hier viola odebrecht’s präsenz sehr hilfreichvorstellen kann.

    es lag übrigens nicht in meiner absicht dich mit „sarkistischen worten“ zu drangsalieren … habe mich aber wohl vielleicht durch bemerkungen, wie …
    „Kann mir einer die Frage beantworten, warum Maroszan gestern nicht mitgespielt hat? Mit ihr wären wir doch total überlegen gewesen! 😉 Spa ß beiseite… sie hat wieder das getan, was sie perfekt kann, sie hat sich versteckt, wenn es schwer wird.“
    … vielleicht doch etwas dazu verleiten lassen(?)
    ja, solche aussagen meinst man im „spass“ … doch, wenn der „beiseite“ ist … bleibt (trotzdem) ein gehöriges portiönchen sarkasmus zurück.
    sarkasmus macht (wenn ich wirklich ehrlich zu mir bin/sein kann) nie wirklich „spass“.

    „Btw: Ich bin gar nicht so sehr verbittert über das Spiel gestern und über die Entscheidungen von Silvia Neid.“
    … „nicht so sehr“ ist aber immer noch ein gewisser grad an verbitterung … der die brille der objektiven gelassenheit (zumindest etwas) drübt.

    lieber @waiiy, ich selber leide unter dem gleichen schicksalsschlag wie du & viele andere:
    auch ich darf mich wohl nie zur fangemeinde von sn zählen … aber, wie müssen nun einmal damit leben und … das beste daraus machen … ohne (wirklichen) sarkasmus natürlich, aber bestimmt nicht ohne etwas humor.
    halten wir’s doch einfach z.b. so wie @wrack immer betont (sinngemäß): „ein elfmeter ist ein elfmeter – basta!“
    in englisch würde ich (wieder) sagen: „argue with reality – and you lose!“
    so @waiiy – sn – this is our coach! 😉

    ansonsten halte ich es so, wie @Karl:
    „ansonsten bin ich fuer den weiteren Verlauf der EM eher aehnlich optimistisch wie Sheldon.“

    freuen wir uns doch einfach auf den sontag!

    that’s … fun! 😉

    (0)
  • Hanah sagt:

    Kann mir mal jemand beantworten warum meine Lieblingsspielerinnen kaum oder garnicht spielen? Ich freu mich das ganze Jahr drauf die spielen zu sehen und dann spielt bei Schweden Jakobsson nur 10 minuten ( Ich hätte sie den Elfmwter schießen lassen) dann spielt Bajramja garnicht, sie hätte der Mannschaft sicher noch Schwung gegeben und Nécib auch nur auf der Bank-.- Zum gesterigen Spiel kann ich sagen,dass die Niederlande den Sieg verdient hätte…

    (0)
  • Maskal69 sagt:

    Also ich habe auch das gleiche Spiel gesehen wie waiiy. Für mich war Keßler ein ganz wichtig Stütze in Halbzeit eins, musste viele taktische Fouls begehen da die Zuordung in der Abwehr und vor allem das Stellunsspiel der beiden IV ne Katastrophe war. Ich hatte das Gefühl die beiden IV haben nicht miteinander sondern gegeneinander gespielt. Wo da Frau Neid eine überragende Bartusiak gesehen hat ist mir ein Rätsel. Ne Frage hatten wir eigentlich eine Stürmerin?!da Mbabi war überall nur nicht da wo sie hätte sein sollen. Ich hätte in Halbzeit 2 auf zwei Stürmerin gesetzt, aber der DFB möchte ja diese verstaubte 4-2-3-1 Formation. Bei dem Interview von Neid nach der Partie konnte ich nur den Kopf schütteln! Es ist nichts passiert, alles im grünen Bereich ? Die Niederländerinnen war für mich genauso wie in den Jahren zuvor, technisch und spielerisch schwach ( beste Beispiel war den Angriff in letzter Minute ). Allein taktisch waren sie Perfekt auf uns eingestellt, ein Manko das unsere Mannschaft unter Neid seit Jahren besitzt. Aber wenn ich als Trainerin meiner Mannschaft vor dem Spiel den Gegner stark mach, wundert es mich nicht das vor allem die jungen Spielerinnen so gehemmt auftreten. Ach ja Frau Neid man darf 3 Spielerinnen auswechseln, nicht nur 2!
    Was waren das eigentlich für Standarts, nichts neues nur alt bekanntes.
    Ich sehe es genau so wie Schröder:
    Für mich muss man mit der Qualität und Klasse dieser Mannschaft, den Europameister Titel holen!

    (0)
  • noworever sagt:

    @waiiy
    … abschließend noch, als info:
    „nadine und ich wissen, dass wir nicht unser bestes spiel gemacht haben.“
    aus der pk

    … aber, bestimmt sie in ihrer eigenbeurteilung einfach zu … ‚bescheiden‘?

    wer weiß? 😉

    (0)
  • Michele sagt:

    Ich wollte ja eigentlich nichts schreiben,aber jetzt mache ich es doch! Ich bin immer noch stinksauer über die Art und Weise von Bundestrainerin Silvia Neid. Wie kann sie sich nach dem Spiel hinstellen und ihre Mannschaft auch noch loben? Von einer Trainerin erwarte ich, dass sie mit ihrer Mannschaft auch mal hart ins Gericht geht und nicht nur Süßholz raspelt! Das war mir einfach nur peinlich, wie die Mannschaft gespielt hat! Gößling und Krahn waren von einer ganz schwachen Mannschaft(außer Angerer), noch die schlechtesten!
    Hoffentlich wird diese Mannschaft nicht Europameister! Auch die Wechsel waren nur peinlich! Bei Stand von 0:0 Leupolz zubringen? Ohne Worte!

    (0)
  • wrack sagt:

    @ Maskal69: „Für mich muss man mit der Qualität und Klasse dieser Mannschaft, den Europameister Titel holen!“

    Herr Schröder verband die Forderung, EM zu werden, auffallend mit der Forderung, dass Frau Neid bei Nichterfüllung gehen müsse. Ich vermute, es ist ihm schnuppe, ob das deutsche Team das Zeug zum EM hat. Der wichtige Teil ist der zweite Teil den Rücktritt Neids betreffend.

    Gerade hat Spanien in letzter Sekunde die Engländerinnen geschlagen. In der ersten Runde der EM fällt auf, dass lediglich Frankreich die europäische Hackordnung hat durchsetzen können. Wie anmaßend, angesichts der deutschen Leistung gegen die Niederlande und der offensichtlichen Ausgeglichenheit in Europa den Titel für Deutschland zu fordern ! Anmaßend ? Oder berechnend ? Oder verkalkt ?

    (0)
  • Svensson sagt:

    Take it easy people. It was the first game in the tournament!
    They are always special.

    The results so far make this EM more exciting and entertaining than I expected. That’s good! 🙂

    (0)
  • noworever sagt:

    thanx @svensson, you said it …

    (0)
  • FFFan sagt:

    Auf der gestrigen Pressekonferenz hat Silvia Neid angekündigt, dass sie die Mannschaft auf einer Position verändern wird, und zwar werde es ein „Eins-zu-eins-Wechsel“ sein. Ziel dieser Maßnahme sei es, in der zweiten Halbzeit eine Option mehr zu haben.

    Zunächst konnte ich mit dieser Aussage nichts anfangen. Wenn alle Spielerinnen des EM-Kaders einsatzfähig und -berechtigt sind, haben wir doch zu Beginn immer elf auf dem Platz und zwölf auf der Bank, von denen maximal drei im Verlauf des Spiels eingewechselt werden können – wo soll da eine zusätzliche Option herkommen?

    Inzwischen interpretiere ich es so: sie plant offenbar, z.B. Lena Lotzen zunächst auf der Bank zu lassen und auf dem Flügel durch Simone Laudehr (oder Lira Bajramaj) zu ersetzen. Später könnte Lotzen dann evtl. für Celia eingewechselt werden, falls diese einen schlechten Tag erwischt hat oder einfach ‚platt‘ ist. Man könnte freilich einwenden, dies sei keine „zusätzliche“ Option, da man ja genausogut mit der gleichen Aufstellung wie im ersten Spiel beginnen und dann ‚Simon‘ oder Lira für Celia bringen könnte, wodurch Lotzen dann ins Sturmzentrum rückt. Käme das nicht aufs gleiche heraus? Ja – aber! Wenn Lotzen bis dahin schon 60 Minuten die Außenbahn rauf- und runtergerannt ist, ist sie als Mittelstürmerin nicht mehr so wirkungsvoll wie wenn sie als ‚frische‘ Kraft von der Bank kommt. Das meint die Bundestrainerin wohl mit der „zusätzlichen Option“. Denn gegen Holland war das Problem, dass alle vier ‚etatmäßigen‘ Stürmerinnen (Mittag, Marozsan, Lotzen und Okoyino da Mbabi) bereits in der Startelf standen und in diesem Bereich nichts mehr von der Bank ’nachgeschoben‘ werden konnte.

    Was haltet ihr von dieser Theorie?

    (0)
  • wrack sagt:

    @ FFFan: Das ist natürlich plausibel, aber nicht die einzige MÖglichkeit. Es könnte m.E. auch Laudehr für Keßler kommen. Keßler könnte dann möglicher Ersatz sowohl für Laudehr als auch für eine schwächelnde Maro sein.

    Mit Island hat Deutschland nach der Nullnummer m.E. einen dankbaren Gegner zur Erholung, der weit schwächer ist als die Niederlande, welche ich als Gruppenerster oder – Zweiter sehe. Ein deutlicher deutscher Sieg muß natürlich sein, denn sowohl in der Vorbereitung als auch gegen Norwegen war Island schlecht. Der Nachteil: Auch mit einem deutlichen deutschen Sieg wird Deutschland noch nicht definitiv freigespielt sein, denn die vermutlich eher passiv agierenden Isländerinnen werden wohl das letzte Team bei dieser EM sein, dass so agiert. Und wenn Deutschland nicht deutlich gewinnt (Ab 2-0 aufwärts), dann darf man wirklich die Krise ausrufen 🙂

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Danke, Frau Bundestrainerin, nun können die Spekulationen wieder wie Pilze aus dem Boden schiessen, denn ohne ihre nichtssagenden und dennoch bedeutungsvollen Worte wäre dieses Portal zum Ruhetag verdammt gewesen! 😀 😉 🙁

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @FFFan.Da S.Neid den bisherigen Aüßerungen zufolge wohl nichts an der Viererkette ändern wird und eigentlich faktisch auch nichts an den 6er-Positionen,da hat sich S.Laudehr nicht gerade aufgedrängt,so bleibt auch nur die Offensive übrig. Hier ist deine Überlegung sicherlich die angesprochene Option,denn wir müssen endlich über die Flügel mehr Druck entwickeln und da fällt mir auch nur L.Bajramaj als einzige echte Außenstürmerin ein, zumal L.Lotzen (aber eigentlich auch A.Mittag) vom Stürmertypus die richtige Alternative zu Celia wäre.Ich hoffe,daß sie nicht S.Laudehr dafür einsetzt, denn dann haben wir 3 Spielerinnen, die sich eigentlich gestalterisch für das Spiel verantwortlich fühlen und sich bisher nicht vorteilhaft für das Spiel ergänzen(Maroszan,Keßler,Laudehr) Probleme sehe ich derzeit jedoch noch mehr in der Rolle von Z.Maroszan, die eigentlich vorne das Offensivspiel bestimmen sollte und es hoffentlich diesmal hinbekommt.Sie scheint mir bei einem Spielstand von 2:0 oder ähnlich ihre Fähigkeiten einbringen zu können,jedoch derzeit nicht bei e.O:O,1:1 oder gar Rückstand.

    (0)
  • Doc sagt:

    Der Bundesneid wurde vor Jahren von TTM eine erstklassige Natio in die Hände gegeben. Ich habe nicht den Eindruck, Neid hat den Level halten können. Verletzungspech hin oder her, das Niveau ist über Jahre sukzessive gesunken. Am schlimmsten empfinde ich die taktische Ideenlosigkeit und die mutlose Personalpolitik. Da erscheinen ihre Verquickungen und Vorlieben für den FFC aus Frankfurt inzwischen recht kontraproduktiv für eine deutsche Nationaltruppe. Maroszan entwickelt sich definitiv seit längerer Zeit fußballerisch nicht weiter, und ist für die Aufgaben einer „10“ zu lieb und zurückhaltend. Überhaupt erscheint der FFC als eine Sackgasse, was die Ausarbeitung individueller fußballerischer Qualitäten angeht. Talentförderung ist logistisch schwer umzusetzen, wenn die Vereinsfrauenschaft quasi nur aus solchen besteht.

    Celia wird zu hoch gehandelt. Anja Mittag ist in allem, was mit „Anführen“ und „Verantwortung auf dem Rasen“ zu tun hat, eine Fehlbesetzung. Nadine Keßler wird erst unter einer neuen Bundestrainerin ihre Fähigkeiten dauerhaft abrufen können. Bartusiak steht unter Neidschem Artenschutz. Krahn ist ein prima Zerstörer gegnerischer Angriffe, dummerweise aber auch der eigenen Spieleröffnung; ein Hingst-Ersatz bis heute nicht gefunden, vielleicht wurde auch gar nicht gesucht.
    Bisher wurde das System Neid durch die Anwesenheit von „Typen“ neben und auf dem Rasen kaschiert und quasi gerettet. Die Arianes, Renates und Birgits sind aber passé. Die Tarnung is‘ nun futsch. Es wird sichtbar.

    General Schröder weiß das natürlich und nutzt die Situation, Neid zu schwächen. Er ist Trainer genug, um zu erkennen, dass diese Truppe keinen Favoritenstatus hat. Also erklärt er sie kurzerhand zum Europameister in spe und steigert somit Neids Fallhöhe beim Ausscheiden. Gemein und clever. Er will sie aus dem Amt haben und nennt bereits Namen potentieller Nachfolgerinnen. Ob sein Vorstoß allein der bekannten Antipathie geschuldet ist oder er taktisch denkt und auf diese Weise die Sonderstellung des Erzrivalen aus Frankfurt beim DFB schwächen will, weiß nur er selbst.
    Wie auch immer, es darf sich „gefreut“ werden auf das erste Interview der Bundesneid nach der nächsten unterirdischen Vorstellung. Diese selektive Wahrnehmung ist immer wieder verblüffend.

    Ich muss an entscheidender Stelle eine Aussage revidieren. Zu Anfang schrieb ich von Mut- und Ideenlosigkeit. Das stimmt so nicht. Nun dürfen ALLE Spielerinnen die Bundesneid duzen. Wenn das keine Meldung wert ist!

    Das erste deutsche Gruppenspiel sah ich mir mit einem FF-unerfahrenen Freund an. In der Pause fragte er mich, ob die Assistenztrainerin tatsächlich „Ball weg!“ heißt.
    Mal sehen, ob er der Einladung zum heutigen Spiel folgt.
    (Ironie aus.)

    Bleibt die Hoffnung, die Mädels strafen mich gleich Lügen und explodieren ja sowas von.

    🙂

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @Doc.Anamnese,Befund und Diagnose sehr treffend, fehlt nur noch die erfolgreiche Therapie.

    (0)
  • Dirk sagt:

    @ Doc

    überragendes Posting!!! Das unterschreibe ich sowas von…

    (0)
  • karl sagt:

    Mich wuerde mal brennend inerressieren ob solche Leute wie Doc, Altwolf und Dirk nicht vor Jahren Theune und die Arianes, Renates und Birgits genauso niedergemacht haben wie sie es heute mit Neid und den aktuellen Spielerinnen tun? Es wuerde mich nicht wundern wenn man derartige alte Beitraege finden wuerde:-).
    Doc schreibt zm Beispiel:’Celia wird zu hoch gehandelt“ Da widerspreche ich. Sie ist in jedem Spiel der groesste Aktivposten und hat gerade in der Torschuetzenliste Kerstin Garefrekes eingeholt.
    Der Satz „ein Hingst-Ersatz bis heute nicht gefunden, vielleicht wurde auch gar nicht gesucht.“ stimmt teilweise , gesucht wurde er bestimmt , koennte bald in J. Cramer gefunden werden.
    Ausserdem haben sowohl Krahn als auch die unter „artenschutz“ stehende bartusiak heute ein gutes Spiel abgeliefert, Bartusiak war sogar im Spiel gegen Holland eine der besten.
    Und fuer Birgit und Renate hat man heute halt Celia und Maro.
    Ich versteh nicht was das ewige Neid bashing und gleichzeitig die Verklaerung der Vergangenheit sollen. Auch die Birgits Arianes und Renates haben zu ihrer Zeit hin und wieder mal grottige Spiele abgeliefert soweit ich mich erinnern kann.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ karl:
    „Mich wuerde mal brennend inerressieren ob solche Leute wie Doc, Altwolf und Dirk nicht vor Jahren Theune und die Arianes, Renates und Birgits genauso niedergemacht haben…“

    Haben sie!

    (0)
  • wrack sagt:

    @ karl: „Doc schreibt zm Beispiel:’Celia wird zu hoch gehandelt” Da widerspreche ich. Sie ist in jedem Spiel der groesste Aktivposten und hat gerade in der Torschuetzenliste Kerstin Garefrekes eingeholt.“

    Dazu muß man vielleicht sagen, dass Celia an viele Bälle im Strafraum noch herankommt, egal wie schwer sie zu nehmen sind, und daraus noch Chancen generiert. Dass das oft kein Tor ist, wird dann offenbar von einigen Leuten auch unter mangelnde Chancenverwertung (die sicher z.zt. auch existiert) geführt.

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar