Schweden gewinnt Generalprobe gegen England

Von am 4. Juli 2013 – 22.04 Uhr 31 Kommentare

Gastgeber Schweden hat sein letztes Testspiel vor der Frauenfußball-EM im eigenen Land (10. bis 28. Juli) gegen England klar gewonnen. Dabei hatte das Team zunächst sogar im Rückstand gelegen, doch Antonia Göransson leitete mit ihrem Treffer die Wende ein.

In Ljungskile kam die Elf von Trainerin Pia Sundhage unter der Leitung der deutschen Schiedsrichterin Christine Baitinger zu einem dem Ergebnis nach deutlichen  4:1 (2:1)-Sieg gegen die Engländerinnen. Die Treffer für Schweden erzielten Antonia Göransson (30.), Lotta Schelin (34., 68.) und Caroline Seger (51.), für England traf Ellen White (13.).

White bringt England in Führung
Dabei waren die Engländerinnen nach gutem Beginn der Schwedinnen, die durch einen Drehschuss von Kosovare Asllani die erste Chance hatten (4.), durch White noch in der Anfangsviertelstunde in Führung gegangen (13.), nachdem Charlotte Rohlin den Ball vertändelt hatte.

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Antonia Göransson

Die starke Antonia Göransson brachte ihr Team zurück ins Spiel © Nora Kruse / ff-archiv.de

Ausgleich durch Göransson
Es dauerte eine Weile, bis das schwedische Spiel in Gang kam, nach einer halben Stunde lief Göransson Alex Scott auf und davon und erzielte den 1:1-Ausgleich (30.). Von nun an hatte Schweden die Partie im Griff und stellte die wacklige englische Defensive ein ums andere Mal vor Probleme.

Schweden zunehmend dominant
Nach einer Flanke von Seger leitete Asllani den Ball zu Schelin weiter, die aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten musste (34.). Noch vor der Pause hatte Schweden weitere gute Torchancen, bei Schüssen von Sara Thunebro, Marie Hammarström und Asllani. Auch in der zweiten Halbzeit war die englische Verteidigung oft unsortiert.

Wacklige englische Defensive
Seger bedankte sich nach Vorlage von Schelin mit dem 3:1 (51.). Und damit noch nicht genug, Schelin reagierte im Duell mit Sophie Bradley am schnellsten und staubte einen vom Pfosten abgeprallten Ball zum 4:1 ab (68.). Die Engländerinnen konnten nur noch selten Akzente setzen, etwa bei einem Pfostenschuss von Toni Duggan aus 25 Metern (73.), am Ende blieb es beim verdienten, aber etwas zu hoch ausgefallenen Erfolg der Schwedinnen.

Erste EM-Spiele
Schweden trifft zum EM-Auftakt in Gruppe A am Mittwoch, 10. Juli, 20.30 Uhr, in Göteborg auf Dänemark, England startet in Gruppe C am Freitag, 12. Juli, 20.30 Uhr, in Linköping gegen Spanien.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Bernd Zeller sagt:

    🙂 klare Ansage zur Heim-EM

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  • waiiy sagt:

    Das ist in meinen Augen das aussagekräftigste Vorbereitungsspiel der letzten Wochen, da sich beide Mannschaften intensiv auf das Turnier in Schweden vorbereiten.

    Das Ergebnis und das Zustandekommen ist sehr beeindruckend. Schweden scheint in guter Form zu sein – mein Favorit auf den EM-Titel.

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  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Volle Zustimmung in Punkto Aussagefähigkeit!!!
    England geht immerhin als Vizeeuropameister in dieses Turnier, und hat ganz sicher große Ambitionen auf den Titelgewinn!!!
    Da kann man Hope Powell nur wünschen, daß ihre Elf aus dieser klaren Niederlage die richtigen Konsequenzen zieht!!!

    Ich freue mich aber für die Schwedinnen, daß sie schon jetzt so gut in Form sind!!!
    Vor allem freut es mich für TONI, daß sie ihre guten Leistungen aus der Buli auch in der Natio bestätigen kann!!!

    Ganz klar, mit SVERIGE wird zu rechnen sein, sie sind mein Favorit auf den Titel!!!

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Immer mal langsam mit den jungen Pferden. Sicherlich mag Schweden stark sein, doch England scheint mehr als überbewertet zu sein. Haben gegen Japan auch sehr, sehr schlecht gespielt, die könnten es in ihrer Gruppe sogar schwer haben, Platz 2 zu erreichen, so wie sie zur Zeit spielen.

    Daher sehe ich den Sieg von Schweden, auch in der Höhe, überhaupt nicht aussagekräftig, sondern eher den Erwartungen gemäß!

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  • gerd.karl sagt:

    in den augen von wally ist jede mannschaft ausser der deutschen gut vorbereitet für die em.
    zwar hat die deutsche mannschaft 6 top spielerinnen durch verletzung verloren und 7 junge spielerinnen haben sie hervorragend ersetzt und die drei vorbereitungsspiele gegen schotland, kanada und gegen den weltmeister japan klar gewonnen.

    das ist nach wally natürlich keine richtige vorbereitung, was ich sehr komisch finde, denn gegen den weltmeister zu spielen und hin zu schlagen, das nenne ich eine gute vorbereitung.

    das ist für die hasser der deutschen frauen nationalmannschaft kein grund die leistungen zu würdigen.

    zum spiel kann man sagen das sich beide mannschaften nicht mit ruhm bekleckert haben.
    ich muss dazu sagen , ich habe das spiel gesehen, beide abwehr reihen waren nicht auf der höhe und haben schlecht verteidigt.
    die englische torhüterin ist die schlechteste aller em favoriten, man muss sich fragen warum steht sie noch im tor.

    das schwedische team hat probleme bei der angriffeinleitung, da das mittelfeld oft mit hohen bällen überbrückt wird.

    das schwedische team lebt hauptsächlich von einzel aktionen.

    vor diesen mannschaften muss die deutsche mannschaft keine angst haben.

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  • waiiy sagt:

    @gerd.karl: Ich habe bisher noch keine Form eines anderen Teams bewertet. Meine Aussage zu Norwegen war lediglich, dass sie in meinen Augen eine gute Mischung zwischen jung und alt haben und dass ich Frankreich neben Schweden als stark einschätze, weil sie praktisch mit Lyon minus Schelin plus Delie spielen und dadurch eingespielt sind.

    Bei Frankreich erlaube ich mir aber kein Urteil über die Form. Bei England bin ich nach dem Spiel gegen Schweden skeptisch. Norwegens Form kann ich auch noch nicht so richtig einschätzen, aber sie scheinen ohne viel Ballast und mit viel Freude zu spielen.

    Zu den deutschen Spielen habe ich mich sehr zurückgehalten mit Kommentaren (siehe auch Thread zum Japan-Spiel). Fakt ist, dass sie mit Kanada und Japan starke Gegner dominiert haben und dass Kanada wohl auch der Spielweise von Norwegen und Schweden sehr ähnlich ist. Fakt ist aber auch, dass alle 3 Teams kein großes Turnier vor der Nase haben und deshalb nicht so richtig einzuschätzen sind, was die Formkurve angeht. Außerdem ist Deutschland von den Ausfällen her schwer einzuschätzen. Aber sie können auch eine Chance sein, weil man eben nicht mehr in der unbedingten Favoritenrolle ist. Trotzdem traue ich dem Team einiges zu, wenn ich es auch nicht als selbstverständlich ansehe.

    In meinen Augen ist Schweden Favorit. Dahinter rangieren für mich Deutschland und Frankreich. Geheimfavorit ist Norwegen.

    Ich hoffe, ich war damit deutlich genug und habe auch gezeigt, dass ich weder Hasser unseres Teams bin noch ihm irgendwie anders schlechte Ergebnisse wünsche.

    Im Gegenteil, ich war jemand, der zum Beispiel nicht die Nominierung des Kaders (weder die 1. noch die letztendliche) kritisiert hat, auch wenn ich vielleicht am Ende lieber Kerschowski wegen der internationalen Erfahrung und ihrer robusten Art mitgenommen hätte. Aber das wäre (und da bin ich ehrlich) nur eine Marginalie an Stelle 22 oder 23 im Team.

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  • WalesGER sagt:

    also soooo hoch würde ich das Spiel jetzt auch nicht bewerten-aber vorallem für die (von mir sehr geschätzten) Engländerinnen der Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt.
    Hingegen anderweitiger Aussagen haben die Engländerinnen insbesondere gegen Japan das Spiel eindeutig dominiert und es lag nur an der Abschlusschwäche, dass das Ergebnis letztlich nicht wie bei GER-JPN stand!

    zu gerd.karl meines Wissens stand gestern Rachel Brown-Finnis im Tor- weshalb wird warscheinlich für immer ein von Hope Powell gehütetes Geheimnis bleiben- sie ist mit Abstand die schlechteste der drei Torhüterinnen im Kader , wenn auch die Dienstälteste ( vielleicht spielt da mit, dass es sicherlich ihr letztes grosses Turnier im dress der Lionesses sein wird und ich davon ausgehe, dass sie bei der EM keine einzige Minute spielen wird! )

    Ansonsten hat Schweden durchaus gezeigt, dass sie unter Pia zu alter Stärke zurück gefunden haben und nicht nur als Gastgeberinnen mit dem Publikum im Rücken durchaus als -sagen wir mal- Kandidat für das Podest gelten dürften!

    Letztlich zeigt sich das aber auch erst nächste Woche, wenn es dann los geht.

    P.S. England ist da ja eher eine sogenannte Turniermannschaft die „the hard way“ geht- war bei der letzten EM so, erst als beste Dritte Mannschaft überhaupt weitergekommen und dann Vize geworden! und bei der WM war das auch nicht viel anders…..nur das Elfmeterschiessen…. tja England eben!

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  • xXx sagt:

    @waiiy

    „In meinen Augen ist Schweden Favorit. Dahinter rangieren für mich Deutschland und Frankreich. Geheimfavorit ist Norwegen.“

    Sehe ich genauso. Außer, dass ich zu den Geheimfavoriten auch noch Spanien zählen würde.

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  • Bernd Zeller sagt:

    Das England in der Gruppe Platz 2 belegt ist eine Annahme, die nicht unbedingt eintreffen muss, ich persönlich sehe das noch nicht so.

    Aus den Kommentaren folgernd ist der Turnierverlauf und das Turnierergebnis in den Köpfen schon so festgelegt, dass ich mich frage, weshalb überhaupt die EM gespielt wird … es langweilt total.

    Mal von den Ansprüchen der Deutschen abgesehen, soll es Verbände und Mannschaften geben, die Freude und Spass daran haben, sich an einer EM mit anderen Teams zu vergleichen, um den eigenen Leistungsstand unter „harten“ Bedingungen kennenzulernen, um für den eigenen Sport in der Heimat gerade zu stehen und die dortigen Mentalitäten zu ändern, weil schöner Fussball gezeigt wird.

    Etwas weniger „Hurra“-Patriotismus und etwas mehr Idealismus und Sportsgeist wären sehr angenehm 🙂

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  • gerd.karl sagt:

    na ich bin glaube ich der einzige ihr der etwas patriotismus zeigt.
    das ist aber verständlich, ich bin auch zur schule gegangen und musste mir alt 68 antuen die meinten deutschland ist immer scheisse.

    ich bin nun mal so, für mich ist die deutsche nationalmannschaft die beste der welt und das sie europameister werden ist mir ganz klar.

    jedem seine meinung, aber bitte nicht immer negativ sein, weil man es so beigebracht bekam.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: In allen Aussagen muss ich dir (und Detlef) widersprechen und gerd.karl hier ausnahmsweise einmal zustimmen:

    Wenn man bedenkt, dass England 3 Tage vor Deutschland gegen Japan nur ein klägliches 1:1 zustande bekommen hat, was von Detlef hier noch als grauenhaftes Spiel bezeichnet wurde, wo beide Mannschaften sehr schlecht gespielt haben, dann kann man jetzt nicht ankommen und sagen: Das war der Vizeeuropameister!

    England sehe ich als deutlich schwächer als Deutschland, Frankreich, Schweden, Norwegen, ja vielleicht sogar Dänemark an. Sie stellen keinen Gradmesser dar wie beispielsweise Japan.

    Ich sehe Deutschland auch gerade wegen ihrer vielen Ausfälle in der Favoritenrolle, da endlich die spielen, die sich über Jahre dazu berechtigt erwiesen haben, einen Platz in der N11 zu haben. Sie haben Kanada und Japan mehr als dominiert, nach allem, was ich gesehen und gehört habe.

    Und auch zu deiner Kaderplanung, waiiy, da denke ich nicht, dass die Personalie Däbritz während des Turniers unbedingt eine Marginalie bleiben wird. Es muss bloß mal Keßler oder Goeßling ausfallen, und das könnte Däbritz großes Turnier werden. Ähnlich wie bei Müller vor 3 Jahren, mit dem ja auch absolut keiner international zumindest gerechnet hat!

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  • Zaunreiter sagt:

    Tja…da wollte ich auf die Schnelle heute morgen den Re-Live-Stream auf den Rechner ziehen…und der Content verwies mich in der http-Zeile auf einen Facebook-Account…war wohl nix… 😉 Kennt jemand eine Seite, wo ich mir das Spiel ziehen kann?

    @gerd.karl: Kennst du die Unterschiede zwischen Fanatismus, einem einfachen Gefühl für seine Heimatumgebung, Patriotismus und Nationalismus.
    Hier hat niemand die deutsche Nationalmannschaft schlecht gemacht. Ich z.b. habe mich nur gegen den Wertkonservatismus im Trainerteam gewandt. Das ist etwas völliges anderes.
    Wenn du schlechte Erfahrungen mit den 68ern gemacht hast, dann ist das dein Problem. Die brauchst du nicht dann den anderen oktroyieren.

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  • waiiy sagt:

    @gerd.karl: Ich halte Patriotismus und Einschätzung der Leistungsfähigkeit bei mir schon auseinander. Das ist natürlich der Unterschied. Ich kann mich auch zu 100% mit unserem Team identifizieren, wenn ich glaube, dass andere stärker sind. Deshalb kann ich aber trotzdem einschätzen (nach meiner Meinung), dass andere in meinen Augen stärker sind. Trotzdem wünsche ich Deutschland den Titel und zwar ohne Wenn und Aber.

    @Sheldon: Das ist kein Widerspruch. Es zeigt nur 2 Dinge: dass England nicht so stark ist (was ich auch so sehe) und dass Japan in den Leistungen schwankt (weil sie sich auf kein Turnier vorbereiten und es alles Freundschaftsspiele sind). Von daher bestärkst Du meine (subjektive) Argumentation.

    Was Däbritz betrifft, freue ich mich, dass die Jugend den Vorzug erhalten hat. Aber was ist wahrscheinlicher:

    – dass Keßler und Goeßling (und wahrscheinlich auch noch Behringer) ausfallen oder

    – dass Deutschland in einem spiel in Rückstand gerät und kämpferische Qualitäten wie die von Kerschowski gebraucht werden, um die Mannschaft aufzurütteln?

    Das ist der einzige Grund, warum ich die Personalie anders gesehen hätte. Trotzdem bleibt es Nr. 22 bzw. 23 und ich würde mich wundern, wenn es wichtiger werden würde.

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  • jochen-or sagt:

    Als ein Alt-68er -:) -:) -:) -;) -;) sehe ich gerne die glücklicherweise spürbar verjüngte deutsche Mannschaft – allerdings nicht als Favorit, weil auch diese Mannschaft erst noch zeigen muss, dass sie nervlich der Belastung in EM-Spielen gegen gleichwertige Mannschaften Stand hält.
    Die letzten Spiele machen aber hoffnungsfroh.

    Ich tippe auf ein Finale Schweden gegen den Sieger aus Frankreich/Deutschland – mit Schweden als Favorit und hoffe auf ein Finale Norwegen – Deutschland.

    Ich hab jetzt sogar für Schweden ein Deutschlandhemdchen, auch wenn mir blinder Patritiosmus a la Gerd.Karl immer noch ziemlich suspekt ist, zumal ich meine, dass – objektiv betrachtet – zur Aufwertung und Verbreitung des Frauenfußballs mal ein anderer Europameister wie z.B. England oder Frankreich eher hilfreich wäre als das 6. Mal in einer Reihe die Deutschen.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Wieso müssen sie sich das Leben schwer machen, indem sie jeden als einen Feind betrachten, nur weil er ein paar andere Meinungen hat als sie? Grundsätzlich wollen wir doch alle, dass Deutschland gewinnt (auch wenn dies für den internationalen FF, den wir ja stärken wollen, damit er auch in Deutschland größere Beachtung findet, sicherlich besser wäre, wenn wir den Titel nicht schon wieder holen würden).

    Das heißt aber weder, dass wir die Leistungen anderer Nationen nicht würdigen können, selbst wenn sie besser sind als unsere. Das heißt auch nicht, dass wir alles so hinnehmen, was Neid uns vorsetzt, auch wenn der Kader dieses Jahr wirklich erfolgversprechend aussieht.
    Das heißt auch nicht, dass wir nicht ansprechen dürfen, wenn Deutschland mal schlecht spielt.

    Wegen all dieser Dinge hasst niemand Deutschland. Wir stellen den deutschen Staat nur nicht über den Fußball. Es hilft niemandem, wenn Deutschland nur deshalb die beste aller Nationen im FF ist, nur weil die anderen Nationen noch schlechter spielen. Wir sind hier, weil wir guten Fußball sehen wollen.

    Dass du mit Alt-68ern schlechte Erfahrungen gemacht hast, tut mir leid, aber dieser Blog ist nicht dazu da, die zu kompensieren, indem du andere als Hassprediger und Antipatriotisten diffamierst!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich zähle mich ja zu den großen Fans von Toni und das sie bei meinem Lieblingsvereinsteam eine wichtige Rolle einnimmt, macht sie für mich nur noch attraktiver! Dennoch würde ich jetzt nicht soweit gehen und damit auch gerd.karl den Wind aus den Segeln nehmen und schreiben, ich drücke den Schwedinnen auch im Spiel gegen unsere Mädels die Daumen.
    Toni ist ein wunderbarer Charakter und von ihrer gesamten Art her völlig mein Geschmack. Ihre Beidfüßigkeit, die unmüdliche, weil robuste und kämpferische Bereitschaft ein Spiel mitzubestimmen, sind ihr auf den Leib geschrieben und machen sie so wertvoll. Ich war froh, als ich von ihrer vorzeitigen Vertragsverlängerung erfuhr, und das obgleich sie nicht immer in der Startformation auflief!
    Ihr N11-Trainerin scheint aber ihr großes Potenzial erkannt zu haben, denn die Einsatzzeiten wurden zuletzt immer umfangreicher, was Toni mit ansprechender Leistung zurückzahlte. Ich glaube, ja hoffe regelrecht, dass sie die EM auch für ihre weitere Profilierung gut nutzt und das daraus resultierende Selbstvertrauen nach Potsdam mitbringt. Immerhin ist der Abgang von Yuki auch nur durch Tonis Mitwirkung aufzufangen.

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  • labersack sagt:

    Eine Toni macht noch keinen Sommer bzw eine schwedische Mannschaft gleichwertig. Ich sehe in Europa keine Mannschaft im Frauenfußball auf deutschem Niveau. Allerdings muss man das auch im Turnier rüberbringen. Wolfsburg bewegte sich auch nicht auf dem Niveau von Lyon und wurde trotzdem CL Sieger.

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  • Mosan sagt:

    Die Engländerinnen hatten brutale Probleme sobald Schweden schnell nach vorne gespielt hat … und dies obwohl das schwedische kick’n rush nix neues ist. Spielerisch wird sich unter Sundhage da auch nix ändern. Pia stellt eher Wettkampfhärte und Durchsetzungsvermögen in den Vordergrund. Ist mir nicht so sympatisch, aber die Ergebnisse geben ihr in weiten Teilen recht. Asslani ist wirklich „Lira auf schwedisch“. Sieht spannend und dynamisch aus. Ist technisch versiert. Nur hinten kommt bei allem Aufwand verhältnismäßig wenig raus. Wie Lira ist sie schon ein paar Schritte weitergekommen, jedoch verleitet solches Talent den Zuschauern stets sich mehr zu erhoffen.

    Rachel Brown ist afaik und zum Segen Englands nur #2. Bei allem was hoch kommt gerät sie meist peinlichst ins Flattern. Reflexparaden sind hingegen ihre Stärke. Ellen White mal wieder mit einem Treffer. Sie gefällt mir immer mehr. Wenn England erfolgreich sein will, führt der Weg nur über Ihre Torgefährlichkeit. Bin gespannt, ob England bei der Euro gegen die spielstärkeren Spanierinnen bestehen kann. Die haben eh noch ne Rechnung mit Hope Powell Truppe offen.

    Deutschland wird bei jedem Turnier als (Mit)favorit starten. Um zu diesem Urteil zu gelangen muss man weder deutsch noch patriotisch sein. Der Unterschied zu vergangenen Turnieren ist die Ungewissheit, wie sich ein derart junges Team Deutschland schlagen wird. In Anbetracht der Vorbereitungsspiele und des jeweiligen Talents, sehe ich die deutschen Damen mit einer Nasenspitze vor Schweden und Frankreich.

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  • Therese sagt:

    05.07.2013 18:00 Norwegen – Russland (1-1HZ) 2-3EZ

    1-0 Caroline Graham Hansen
    1-1 Nelly Korovkina
    HZ
    2-1
    2-2
    2-3

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Wenn man bedenkt, dass England 3 Tage vor Deutschland gegen Japan nur ein klägliches 1:1 zustande bekommen hat, (…) dann kann man jetzt nicht ankommen und sagen: Das war der Vizeeuropameister!
    England sehe ich als deutlich schwächer als Deutschland, Frankreich, Schweden, Norwegen, ja vielleicht sogar Dänemark an. Sie stellen keinen Gradmesser dar wie beispielsweise Japan.“

    Da komme ich jetzt nicht mit! England soll kein Gradmesser sein, weil sie gegen Japan „nur ein klägliches 1-1“ geschafft haben, aber Japan ist ein Gradmesser, obwohl sie umgekehrt gegen England ja auch nur ein „klägliches 1-1“ erzielt haben?

    Wenn man überhaupt aus dem Testspiel England-Japan Schlüsse für einen indirekten Vergleich ziehen will, müsste man doch sagen, dass England und Japan zur Zeit ungefähr gleich stark/schwach sind und der schwedische Sieg gegen England folglich nicht weniger wert ist als der deutsche gegen Japan.

    Aber letztendlich lässt sich aus Testspielergebnissen sowieso nicht viel ableiten. Wenn ich eine Prognose für das Turnier abgeben müsste, würde ich ein Endspiel Schweden-Deutschland für nicht unrealistisch halten. Ob ich dabei Deutschland als Sieger sehe, hängt davon ab, wieviel Patriotismus ich an den Tag lege! 😉

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  • Therese sagt:

    05.07.2013 18:00 Norwegen – Russland (1-1HZ) 2-3EZ

    2′ 1-0 Caroline Graham Hansen
    8′ 1-1 Nelly Korovkina
    HZ
    51′ 2-1 Caroline Graham Hansen
    52′ 2-2 Ksenia Tsybutovic
    59′ 2-3 Ksenia Tsybutovic

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @labertsack
    Prima Eigentor, wenn man schreibt, dass eine Toni noch keinen Sommer bzw. eine schwed. N11 gleichwertig macht, im Kontext mit dem Vfl und OL.
    Gerade dieser Kontext beweist das Gegenteil, nämlich die reelle Chance der Schwedinnen auf den EM-Titel! Ich‘ lach mich jedenfalls kaputt über das Gelaber…

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Genauso sieht es aus. Der Sieg von Schweden sagt zumindest nicht mehr aus als der Sieg von Deutschland.

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  • balea sagt:

    Habe ich das richtig verstanden? gerd.karl kommentiert für Eurosport die Länderspiele bei der EM ohne deutsche Beteiligung? Finde ich super.

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  • gerd.karl sagt:

    habe ich das richtig verstanden, das balea in schweden ihre lieblinge aus frankreich betreut.

    und ja, balea hat es schon verraten, ich kommentiere alle nicht deutschen spiele, da ich sehr neutral bin.

    danke eurosport.

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  • balea sagt:

    @gerd.karl

    zu gern hätte ich diese französischen Damen persönlich betreut. Aber da ich kein Französisch kann wurde meine Bewerbung leider abgelehnt…

    Da muss ich also noch viel lernen in dieser multikultiglobalverrückten Welt.

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Sehr gute Kombinationsgabe, alle Achtung!!!
    Da kommt unser Sheldon aber mächtig ins Schleudern mit „seiner Logik“!!! 🙂

    Zur „Ehrenrettung“ des Weltmeisters könnte man beim mageren Ergebnis gegen die Powell-Truppe noch die Nachwirkungen des Jetlags als „Ausrede“ geltend machen!!! 😉

    Und zu meiner persönlichen „Ehrenrettung“ sei zumindest angemerkt, daß ich zum Spiel England gegen Japan gar keine Meinung geäußert habe!!! 😉

    Um so „bombastischer“ und „phänomenaler“ darf man dann den Sieg der DFB-Truppe gegen ausgeruhte-, „in voller Wettkampfstärke“ und „mit dem kompletten WM-Kader“ angereiste Prachtnelken ansehen!!!
    Die Welt,…..naja zumindest Europa „zittert“ wieder vor der „Stärke“ Deutschlands!!! 🙁
    Naja, zumindest in den Augen einiger (zum Gück) weniger fundamentalistischer Fanatiker!!!

    Bernd Zeller hat doch absolut Recht!!!
    Warum verzichtet man eigentlich nicht gleich völlig auf die „blöden“ Spiele, und ernennt Deutschland schon vorher zum…..quasi Gewohnheitseuropameister??? 🙂

    @Zaunreiter und Jochen-or,
    Ich stimme Euren Beiträgen voll und ganz zu!!!

    Als Produkt der 68-er Bewegung, schließlich erblickte ich in diesem Jahr das Licht der Welt :-), kann ich die Generation meiner Erzeuger voll und ganz verstehen!!!
    Sie stellten unbequeme Fragen an ihre Erzeuger, und haben sich mit dem großen Schweigen nicht zufrieden gegeben!!!
    Und alles was an diesem Größenwahnsinn haften blieb, war purer-, idiotischer Nationalismus!!! 🙁
    Deutschtümelei war (und ist es bis heute) deshalb stark anrüchig, Französischtümelei war (und ist bis heute) eben „Nationalstolz der Grand-Nation“!!! 🙁
    Ich finde beides völlig lächerlich, aber naja wers braucht!!! 😉

    Ich halte es da lieber mit den Worten meines Lieblingskabarettisten;
    „Ich habe mit meinem bisschen Mensch sein so viel zu tun, zum deutsch sein komme ich eigentlich nur sehr selten“!!! 🙂

    Deshalb habe ich im Gepäck neben einem Schweden-TShirt auch ein Deutschland-Trikot eingepackt!!! 🙂
    Ich freue mich jetzt auf 3 Wochen Schwedenurlaub, wo FF nur ein Aspekt meiner Reise sein wird!!!

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  • Rainer sagt:

    Gestern Abend hat Schwedens Assistenztrainer Birger Jacobsson plötzlich, aber nicht unerwartet, hingeschmissen. War gerade im Januar erst verpflichtet worden mit Fokus auf Defensivarbeit. Am Dienstag hieß es schon in einer schwedischen Boulevardzeitung, dass einige Spielerinnen gegen ihn gewesen seien, gestern war Schluss. Jacobsson sagte, dass Pia Sundhage und er unterschiedliche Auffassungen über seine Rolle gehabt hätten und er finde, dass seine Kompetenz nicht optimal genutzt würde. Trouble in paradise? Wohl kaum, nur eine verunglückte Personalie und der Beweis, dass es Jacobsson nicht geschafft hat, in den engeren Kreis zu kommen.

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  • Rainer sagt:

    Nochmal ich: Schweden spielt ein wahnsinniges Pressing am Anfang jeder Halbzeit. Sundhage hat die Losung ausgegeben, dass in den ersten zehn Minuten kein Ball rückwärts gespielt wird, nur nach vorne und das hat die Engländerinnen enorm unter Druck gesetzt. Und da sowohl Caroline Seger als auch Lotta Schelin ihre Aufträge erfüllt haben und glänzten, lief es auch für Schweden.
    Antonia Göransson wurde hier mehrfach erwähnt. Wenn sie in Potsdam Toni genannt wird, dann heißt sie in Schweden übrigens Ante. Und Ante hat wohl einen Stammplatz sicher, lediglich auf der rechten Seite könnte zwischen Lina Nilsson und Jessica Samuelsson oder zwischen Josefine Öqvist und Sofia Jakobsson gewechselt werden.
    So und bald geht’s los. Vielleicht trifft man sich ja in Schweden, würde mich freuen. Ich werde mir drei Spiele in Kalmar ansehen und dann noch Halbfinale in Norrköping und sowieso das Finale quasi zu Hause.
    Der schwedische Fußballverband und das OK teilten gestern mit, dass jetzt 102.000 Karten verkauft sind, dabei sind die Tickets für Medien, UEFA und Sponsoren nicht eingerechnet. Am besten verkaufen sich die Schweden-Spiele, die sind praktisch ausverkauft und viele, die sich nicht für FF vorher interessiert haben und jetzt gedacht haben, hey, da läuft ja ne EM, kriegen keine Tickets mehr. Fraglich aber, ob die sich Italien – Finnland oder Russland – Spanien anschauen.
    Auf bald!

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  • Detlef sagt:

    @Rainer,
    Da hätte man die Schweden-Spiele eigentlich in größere Stadien, zb das neue Rasunda-Stadion, verlegen können!!!
    Oder hatte man gar nicht mit so viel Zuspruch gerechnet???
    Ich werde Mittwoch trotzdem nach Göteborg fahren, mal sehen, vielleicht gibt es auf dem „Schwarzmarkt“ doch noch eine Karte???

    Schaust Du in Kalmar die 3 Vorrundenspiele an, oder auch Viertelfinale???
    Ich werde bestimmt da sein, da sind ja 3-4 TURBINEN, und 3 EX-TURBINEN anzufeuern!!!

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  • Detlef sagt:

    So, habe mir nun auch die kurze Zusammenfassung angeschaut!!!

    Zum Thema „wacklige Defensive“, was bei den Engländerinnen schon fast eine Beschönigung war, fallen mir doch glatt Frau Bartusiak und Frau Krahn ein!!!

    So wie Seeger, Asllani, Schelin und TONI da durchmarschiert sind, dürfte es auch für unser „Dream-Team“ in der IV ziemlich arbeitsreich werden!!!

    Dafür dürfte dann das schwedische Gegenstück ebenfalls einige Probleme bekommen!!!
    Beim Führungstor der Engländerinnen sehen sowohl Rohlin als auch Fischer ziemlich alt aus!!!

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