FCR 2001 Duisburg: Zukunft weiter ungewiss

Von am 2. Juli 2013 – 9.42 Uhr 33 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat zwar die Lücke von 200 000 Euro für den Bundesligaetat der nächsten Saison geschlossen, doch den Verein und Vereinsnamen in seiner jetzigen Form dürfte es allerdings wohl nicht mehr allzu lange geben.

Bei aller Freude über die vorläufige Rettung stellte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Andreas Röpke am Montag nüchtern fest: „Der Antrag auf Insolvenz läuft weiter; denn der Verein ist weiterhin zahlungsunfähig und überschuldet. Es würde mich auch sehr überraschen, wenn es gelingen würde, den FCR 2001 ev. komplett zu sanieren.“

FCR 2001 Duisburg bald Geschichte?
Im Klartext bedeutet dies, dass der FCR 2001 Duisburg sich schon in absehbarer Zeit einem anderen Verein wird anschließen und dann wahrscheinlich auch unter anderem Namen wird antreten müssen. Denn schon Mitte März 2014 müssen die Unterlagen für die Bundesligasaison 2014/15 eingereicht werden, und die verschärften Lizensierungsbedingungen des DFB werden dafür sorgen, dass nur ein schuldenfreier FCR 2001 Duisburg die Bundesligalizenz erhalten würde. Dass die Schulden bis dahin jedoch getilgt werden können, hält Röpke für „Fantasterei“.

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Die naheliegende Lösung ist deshalb der mittelfristige Übergang aller Mannschaften inklusive Übertragung des Spielrechts in einen anderen Verein – eine Lösung, die „auch schon mit dem DFB besprochen worden ist“, so Röpke. Die logische Konsequenz wäre dann, anschließend „das Insolvenzverfahren über die noch vorhandene ‚rechtliche Hülle‘ des FCR e.V. zu eröffnen.“

Dank an den DFB
Diesen Weg kann man durchaus während einer laufenden Saison gehen, auch das ist mit dem DFB abgesprochen. Röpke: „Wir sind dem Deutschen Fußballbund sehr dankbar für die Art und Weise, wie der Verband uns in der aktuellen Situation unterstützt hat.“ Wie berichtet, sind aus diesem Grunde bereits Gespräche über eine mögliche Fusion mit dem VfB Homberg und dem MSV Duisburg geführt worden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

33 Kommentare »

  • ziefle sagt:

    Den FCR 2001 wirds also nur noch dieses Jahr geben.

    Schön wenn es den Verantwortlichen gelingt die nächste Saison zu spielen, allerdings bin ich skeptisch:
    MSV – hier regiert das Chaos, die bringen womöglich nicht mal die Lizenz für die 3.Liga
    Wenn dann den Deal mit Homberg platzt, bis jetzt zeigt sich die Homepage des VfB nicht FF-freudlich, nicht mal ein Hinweis über die Gespräche mit dem FCR, geht alles den Bach runter und eine Insolvenz in der Laufenden Saison ist ein Fiasko.

    Was mich aber wirklich aufregt ist, dass die selben Menschen die die insolvenz verursacht haben einfach so weiter machen und das auch ungestraft.
    Die Gläubiger schauen dabei völlig in die Röhre. Bei der Sparkasse kann ich das noch verschmerzen, aber bei den Handwerkern, Bäcker, Wirt der Stadiongaststätte der noch auf sein Geld der Weihnachtsfeier wartet und allen anderen ist dies zu tiefst frustrierend. In dem gesamten Umfeld braucht niemand mehr kommen für ein Sponsoring und so hat der Frauenfussball in Duisburg bestimmt auch ein Imageproblem solange die gleichen Leute am Ruder sitzen egal wie der Verein heißt.

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  • waiiy sagt:

    Immerhin ist das Geld da, dass ich den Vereinsbus letztes Wochenende 2 Mal in Berlin gesehen habe (an unterschiedichen Tagen)… 🙂

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  • nadenn sagt:

    Wie hoch sind die Schulden denn eigentlich?
    Ich dachte das man mit den 200.000 aus den Gröbsten raus wäre.
    Wenn die Schulden so hoch sind, warum wurde nicht schon eher gehandelt. Völlige Inkompetenz! Von einer Namensänderung bzw Vereinswechsel halte ich nichts, solche Vereine sind halt am ende und schluss. Da sollte man lieber platz machen und einen anderen Verein die chance in der Bundesliga geben.

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  • ziefle sagt:

    @nadenn
    nee, nee, so wie das zu lesen war braucht der FCR 200TEuro für die neue Saison (wahrscheinlich auch für den Bus). Alte Verpflichtungen werden gar nicht mehr angefasst.

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  • Obresa sagt:

    Willkommen in Deutschland. Du kannst pleite sein, egal.
    Geht es halt unter einem anderen Namen weiter.

    Immer wurde im Verein propagiert man wolle eigenständig bleiben.
    Eine Verbindung zu einem „großen Verein“ des Männerfußballs schloß man kategorisch aus.
    Nun, wo man so tief gesunken ist, greift man nach dem sonst so verpönten Strohhalm.

    Mal sehen wie lange das gut geht.

    Gibt es den jetzt auch Retter-Aktionen, Benefizspiele und Versteigerungen für diejenigen, die auf ihren Forderungen sitzen bleiben?

    Leute des Aufsichtsrates und des Vorstands der letzten Jahre bleiben sie geschützt unter der Rubrik „Ehrenamt“?
    Dann kann ja jeder sich mal für eine Zeit ins Rampenlicht rücken und wenn es dann bergab geht, mal eben so wieder abtauchen.

    Naja, wie gesagt egal.

    Aber wie verträgt sich das mit der Tatsache, dass auf Borkum mal wieder ein Trainingslager abgehalten wird.
    Bleibt der Hotelbesitzer auch auf seinen Kosten sitzen?
    Lassen wir alles nochmal unter „FCR“ laufen, den gibt es ja dann bald nicht mehr.

    Wo bleibt da die Moral???

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  • ziefle sagt:

    Moral???
    So weit wollte ich gar nicht kommen, aber ein wenig Fairness den Spielerinnen gegenüber muss sein.
    Heute ist den 2.Juli und keine kann sich mehr abmelden ohne eine Sperre zu riskieren.
    Schämt Euch Funktionäre des FCR – aber dazu bräuchte es Moral, oder?

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  • Santiago sagt:

    …und das Schlimmste daran ist, dass der DFB all das unterstützt und die Lizenz erteilt hat – UNVERSTÄNDLICH!

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  • tomdo sagt:

    Von den Frauenfußballvereinen wird sich sicherlich keiner einen eigenem Vereinsbus leisten können (Anschaffungskosten ca. 500.000 €). Entweder werden sie angemietet, oder Busunternehmen treten als Sponsoren auf und kleben die Vereinswappen drauf. In jedem Fall sind diese Busse so viel wie möglich im Einsatz (kann von jedermann gechartert werden), um ihrer Anschaffungskosten hereinzufahren. Oder soll so eine teure Investition nur alle 2 Wochen für ein Auswärtsspiel eingesetzt werden und in den Winter-/Sommerpausen vor sich hinrosten?

    Anderes gilt natürlich für Wolfsburg, München, Freiburg, Leverkusen. Hier wird sicherlich einer der vielen Busse des Männervereins für die Frauen abgestellt.

    Erstaunlich, was hier einfach mal als vermeintlich Negativem herausgestellt wird, ohne Fakten zu kennen.

    Im übgrigen stellt die Insolvenzordnung strenge Voraussetzungen an die Abwicklung eines Insolvenzverfahrens und der Insolvenzverwalter muss seine Aktivitäten ggü. dem Insovenzgericht verantworten und dokumentieren.

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  • waiiy sagt:

    @tombo: Du hast recht, das ist unglaublich, wie oft nicht recherchiert wird.

    Ach ja, hier noch ein nützlicher Link (der meine Augen unterstützt):

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  • frani sagt:

    @tomdo

    so wie ich das in der Presse lese komme ich auch zur Erkenntnis wie Obresa und Ziefle.

    Aber wenn Du andere Fakten oder gar etwas positives weißt dann teile uns dies doch mit

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  • Speedy75 sagt:

    Na eine gewisse Skepsis darf man ruhig an den Tag legen denn so sonnig ist es beim FCR nun wirklich nicht. Wenn die da das Ruder nicht wirklich rumreisen heisst es spästens Ende der Saison wieder alles von vorne.

    @waiiy
    Evtl. wird das Bus ja auch anderweitig genutzt damit bischen Geld in die Kasse kommt.

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  • Heini1968 sagt:

    @waiiy

    lest Ihr auch die Artikel durch, die Ihr verlinkt ??
    Zitat:

    Hückels und FCR-Sportdirektor Claudio Marcone nutzten die Präsentation dann noch, um den Busunternehmern Birgit und Dieter Zachlod („Der Schwafheimer“) ebenfalls ein dickes Kompliment zu machen: „Dieser Bus ist ja eines der Flaggschiffe des Unternehmens – innen perfekt eingerichtet mit bester Ausstattung, sowohl technisch als auch im Sitzkomfort; und nun ist er auch von außen endgültig ein echter Hingucker.“

    Zitat:
    Fotonachweis:
    Das Foto zeigt (v.l.) Thomas Porceddu vom Trikotsponsor „Rheinpower“, die FCR-Spielerinnen Linda Bresonik, Stefanie Weichelt und Alexandra Popp, den Vorsitzenden Thomas Hückels sowie

    Dieter Zachlod vom Busunternehmen „Der Schwafheimer“. Foto:
    Christian Mittelbach

    Damit dürfte doch wohl klar sein, dass das ein Bus
    der Fa. VZ-Reisen (DerSchwafheimmer) ist:

    http://www.vz-reisen.de

    Es müsste doch wohl allgemein bekannt sein, dass die von den
    Vereinen beauftragten Busunternehmen
    – Auch der große FC Bayern München hat einen Buspartner –

    Busse im jeweiligen Design des Auftraggebers / zu unterstützenden Vereines gestalten.

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  • nadenn sagt:

    Für mich unverständlich das in den Verein noch jemand Geld investiert hat, wenn absehbar ist das es ihn bald (spätestens nächste Saison) nicht mehr gibt.

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  • Beopbachter sagt:

    – Zum Bus: Der FCR ist am 17. April zum Bundesligaspiel gegen Turbine Potsdam in zwei kleinen unkomfortablen Bussen (9er) angereist. Hin und zurück am selben Tag, das war schon ein deutliches Zeichen, wie leer die Kasse war. Es ist nur zu hoffen, dass hier keine Insolvenzverschleppung stattfindet.

    – Zu „Verantwortlichen“: Manche aus dem Bereich Vorstand und Aufsichtsrat mischen zum Teil inzwischen woanders mit. Auf dass sie da nicht Gleiches anrichten.

    – Die Dummen sind am Ende die Spielerinnen und die normalen Vereinsmitglieder.

    – Das Ende mit Schrecken wäre besser gewesen als diese Agonie ohne Ende.

    – Nur traurig, was sich da abspielt, man mag sich das nicht mehr angucken. Hört beim FCR endlich auf, euch dauernd was in die eigene Tasche zu lügen.

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  • tomdo sagt:

    @waiiy

    Deinen Hinweis auf den Artikel verstehen ich jetzt nicht, widerspricht er mir doch nicht im geringsten. Oder willst Du damit zeigen, dass Du den Bus von Berlin wiedererkennst?

    Ich bezweifle ganz und gar nicht, dass Du den Bus in Berlin gesehen hast. Denn gerade weil er fremdvermietet wird, ist er ja in ganz Deutschland unterwegs.

    Bei Deiner Aussage: „Immerhin ist das Geld da, dass ich den Vereinsbus letztes Wochenende 2 Mal in Berlin gesehen habe“ scheinst Du anzunehmen, der Verein würde Geld verschwenden, um nach Berlin zu fahren.

    Übrigens: Wäre der Bus im Eigentum des Vereins, würde er zur Insolvenzmasse gehören und verwertet werden.

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  • Detlef sagt:

    Also jetzt muß ich den FCR Duisburg auch mal etwas in Schutz nehmen!!!
    Auch wenn ich TURBINE-Fan bin, war ich immer ein Symphatisant der Löwinnen, da wir zumindest sehr lange die selbe Vereinsphilosophie hatten, nämlich die gute Jugendarbeit!!!

    Nun ist unbestreitbar viel Mist gemacht worden in Duisburg!!!
    Nicht umsonst stand der Verein kurz vor der Insolvenzeröffnung, und ist immer noch hoch verschuldet!!!
    Und jetzt mußten sie sich „völlig nackig“ machen, und alles auf den Tisch legen!!!
    Glaubt Ihr denn wirklich, daß das Gemauschle nun so weitergehen kann, wenn der Insolvenzverwalter überall die Finger drauf hat???

    Und tomdo hat natürlich Recht, daß sich kein FF-Verein (nicht einmal der FFC Frankfurt und TURBINE) einen eigenen Mannschaftsbus leisten könnte!!!
    Der BUS gehört SAMT FAHRER einem Reiseunternehmer, und fährt im NORMALFALL alte Ommmas (habe ich so von Jochen Malmsheimer gelernt) und Opas zu ihrer Kaffeefahrt, wo sie sich Rheumakissen und Heizdecken aufschwatzen lassen können!!!
    Und dieser Reiseunternehmer, im Falle Duisburg ist das „Der Schwafheimer“, ist Mobilitätssponsor der Löwinnen!!!

    Ich hoffe sie haben da alle Rechnungen bezahlt, denn sonst könnte es ihnen mal so ergehen wie den Mädels von TeBe Berlin, daß sie eines Tages umsonst auf den Bus zum Auswärtsspiel warten, weil der Finanzer die letzten Rechnungen „noch“ nicht überwiesen hatte!!!

    FF-Ableger von MF-Profiklubs fahren natürlich mit dort ausrangierten „Edelkarossen“ umher!!!
    Ist kaufmännisch logisch, denn die stehen ohnehin da, und der Fahrer wird auch vom Hauptverein bezahlt!!!
    Die Freiburgerinnen fahren zB auch mit der Bahn nach Berlin, und von dort mit dem Bus nach Potsdam!!!
    Der ICE ist natürlich viel schneller als ein Reisebus!!!
    Frankfurt und München fliegt auch oft so weite Strecken wie bis nach Potsdam!!!

    Doch zurück zu den Löwinnen, die sich weder ICE, noch Flieger leisten werden, sondern artig mit dem Bus fahren werden!!!

    tomdo schrieb;
    „Erstaunlich, was hier einfach mal als vermeintlich Negativem herausgestellt wird, ohne Fakten zu kennen.“

    Das habe ich mir auch gedacht, beim lesen der ganzen Beiträge!!!
    Warten wir doch erst mal ab, wer da noch zum Kader der Löwinnen dazustößt, und wie diese finanziert werden!!!

    Obresa schrieb;
    „Aber wie verträgt sich das mit der Tatsache, dass auf Borkum mal wieder ein Trainingslager abgehalten wird.
    Bleibt der Hotelbesitzer auch auf seinen Kosten sitzen?“

    Ganz bestimmt nicht!!!
    Die Nachricht von der drohenden Insolvenz wird sicher auch bis zur Nordsee vorgedrungen sein, und man wird dort bestimmte Sicherheiten (Vorkasse) verlangen!!!
    Trainingslager werden meistens von Sponsoren finanziert, wahrscheinlich auch beim FCR!!!

    Ich bleibe auch weiterhin dabei, daß die Hauptsponsoren der Löwinnen (Sparkasse Duisburg, Rheinpower, und Duisport) wirtschaftlich so starke Unternehmen sind, daß sie ganz allein den Verein (wenn schon nicht auf einen Schlag) zumindest Schritt für Schritt entschulden könnten!!!
    Das wären pro Sponsor ca 67.000 €, auf 5 Jahre verteilt wären das 13400 € pro Jahr!!!
    Käme noch die Stadt Duisburg hinzu, und weitere „Retter-Aktionen“ der umtriebigen FCR-Fans, würde sich der Betrag sicher um unter 10.000 € pro Hauptsponsor/ pro Jahr senken lassen!!!
    Eines müßte der FCR dann aber ganz sicher zulassen, nämlich das dann von den Hauptsponsoren je einer mit im Aufsichtsrat sitzt, und den handelnden Personen aber ganz genau auf die Finger schaut!!!

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  • ziefle sagt:

    @Detlef

    Ich bin mir nicht sicher ob Du den Artikel gelesen hast, aber drin wird angekündigt, dass der FCR so hoch verschuldet und weiterhin zahlungsunfähig ist, dass er nicht zu retten ist.

    Deshalb der Plan zusammen mit den Chaos-Zebras oder dem Macho-VfB mit übertragenem Spielrecht in der 1.Liga spielen und danach den FCR endabzuwickeln.

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  • labersack sagt:

    Ich hbe Verständnisprobleme. Der FCR hat die finanziellen Mittel um den Spielbetrieb in der kommenden Saison sicherzustellen. Innerhalb dieser Saison wechseln möglicherweise die Mannschaften einschließlich Spiellizenz in einen anderen Verein. Nehmen sie auch das Geld für den restlichen Spielbetrieb mit?

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  • ziefle sagt:

    @labersack

    das angekündigte Geld für die Saison 2013/14 wird den FCR2001 wohl nie erreichen. Der DFB zahlt erst im September und mit den Sponsoren ist dies wahrscheinlich ebenso vereinbart, dass sie in den „neuen“ Verein zahlen.
    Alles Geld was jetzt zum FCR2001 kommt geht in die Insolvenzmasse und ist somit weg. Natürlich ist es nicht weg, die Gläubiger hätten was davon, aber es wäre eben nicht für den Spielbetrieb im „neuen“ Verein verfügbar.

    Mich würde interessieren was mit dem Geld aus Retter-Shirt´s, Benefizspiele, Veranstaltungen, Versteigerungen usw. passiert ist.
    Aber hier gibt es womöglich auch ein legales Konstrukt mit Freudeskreis e.V. und Fördervereine. Allerdings hoffe ich, dass hier das Finanzamt genau hinschaut ob eine Gemeinnützigkeit noch vorliegt.

    Bisher habe ich auch gehofft für den FF im allgemeinen, dass es der FCR2001 schafft.

    Unter diesen Voraussetzungen wende ich mich aber angewidert ab.

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  • Obresa sagt:

    Die Situation ist wie sie ist. Der FCR steht vor dem Aus.
    Ein neuer Name wird in der Bundesliga auftauchen, die Trikotfarbe wechseln. Es wird (erstmal) irgendwie weitergehen,
    was mich für die Aktiven freut, die trotz aller Probleme dem Verein erhalten geblieben sind.

    Doch wo bleibt die Aufarbeitung der Vergangenheit?

    Hierzu ist zu lesen:

    Sportvorstand Dieter Weber sagt: „Natürlich haben wir Fehler gemacht. Man kann ja nicht so tun, als hätte uns das so plötzlich wie ein Meteorit getroffen.“ Andreas Röpke unterstreicht: „Die Saison 2009/10 lief wirtschaftlich so schlecht, dass diese Entwicklung danach nicht mehr aufgefangen werden konnte. Es wurde zu sehr auf den möglichen sportlichen Erfolg gesetzt.“

    Rekapitulieren wir mal:

    Saison 2008/2009 der FCR gewinnt den (damaligen) UEFA-Pokal vor fast 30.000 Zuschauern in der MSV-Arena und den DFB-Pokal.

    Saison 2009/2010 Gewinn des DFB-Pokals und Halbfinale Champions League (Aus gegen Potsdam)

    Saison 2010/2011 Halbfinale Champions League (erneutes Aus gegen Potsdam)

    Saison 2011/2012 Halbfinale DFB-Pokal (Aus nach 11er-Schiessen in Frankfurt)

    Da fragt man sich, was ist da falsch gelaufen, wenn es zu Zeiten der größten Erfolge wirtschaftlich schlecht lief?

    Ist das Geld in falsche Kanäle gelaufen?
    Oder hatte man etwa schon mögliche (weitere) Titel mit den damit verbundenen weiteren Einnahmen einkalkuliert(Die Champions League gewinnen wir auch, kein Problem )?
    Oder ist alles vollkommen falsch disponiert worden?
    Hat das alles denn keiner gemerkt?

    Weiter viele Fragezeichen?

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  • Detlef sagt:

    @ziefle;
    Ich weiß nicht ob Du meine Antwort verstanden hast???

    Ich kenne den Artikel, und weiß was darin gestanden hat!!!
    Wenn alle beteiligten Sponsoren es gewollt hätten (Plus Zuschuß der Stadt Duisburg), wäre eine Entschuldung aber absolut machbar gewesen (siehe meine Ausführungen)!!!
    Vor allem darum ging es mir, daß kein Gläubiger auf seinen Forderungen sitzen bleibt, und damit das Vertrauen in das Sponsoring allgemein verloren geht!!!

    Den Worten aus dem Beitrag entnehme ich aber, daß die Summe aller Forderungen entweder viel höher sein muß, als diese 200.000 € (und damit meine ich wirklich VIEL HÖHER), oder eben das der Wille nicht da war, diesem Verein wieder eine Chance zu geben!!!

    200.000 € sind für uns Privatleute sehr viel Geld, der Gegenwert von zwei teuren Eigentumswohnungen, oder einem tollen Eigenheim mit Garten!!!
    Aber für die angesprochenen Sponsoren, die täglich mit Millionen, oder gar Milliarden hantieren, wären 10.000 € im Jahr wirklich nur „Kläckerkram“!!!

    Und mir geht es ähnlich wie labersack, denn ich begreife einfach nicht, wie der FCR gerettet sein kann, wenn er weiter zahlungsunfähig ist???
    Wie geht sowas???

    Kann man denn innerhalb der Saison überhaupt so einfach seinen Namen ändern, bzw auch noch mit einem anderen Verein fusionieren???
    Wie geht sowas???

    Und wie kann man einen Kader aufstellen, und sogar neue Spielerinnen verpflichten, wenn man doch zahlungsunfähig ist???
    Wie geht sowas???

    Und wenn ich mich mit dem Vereinsrecht richtig auskenne, geht nach dessen Auflösung alles was einem „gemeinnützigen“ Verein gehört hat, wieder in andere „gemeinnützige“ Einrichtungen und Vereine über!!!
    Dann dürfte also für irgendwelche Gläubiger auch nix mehr da sein, was „unter den Hammer“ kommt???
    Also wie geht sowas???

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  • hsc sagt:

    Der FCR befindet sich in einem Insolvenzverfahren nach dem reformierten Insolvenzrecht. Das heißt, dass das Ziel die Sanierung des Betriebes ist – und er solange vor den Forderungen der Alt-Gläubiger geschützt ist. Sponsorengelder etc., die momentan reinkommen, fließen also in die Aufrechterhaltung des Betriebes. Also in Gehälter etc. Hier fehlten zuletzt 200.000 Euro, die von Sponsoren (Schauinslandreisen) übernommen wurden.
    Was aber weiterhin fehlt, sind Einnahmen, mit denen die Alt-Schulden in Höhe von 250.000 Euro bedient werden können. Wenn das nicht irgendwann klappt, endet das Insolvenzverfahren trotz aller Bemühungen mit der Zahlungsunfähigkeit (Pleite). Und genau das scheint sich nun anzubahnen.
    Entscheidend ist aus meiner Sicht eines: Das Duisburg weiterhin in der ersten Liga vertreten ist. Und aus Sicht der für den Männer- wie den Frauenfußball identischen Sponsoren heißt dieser Verein MSV. Denn Schauinslandreisen, Stadtwerke etc. haben keine Lust, zwei Chaosvereine zu kontrollieren, in denen sich jeweils zwei bis drei
    […] Gruppierungen beharken, mit denen man eigentlich noch nicht mal die Bezirksligareife erhalten könnte ….

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Silberlocke sagt:

    Obwohl ich es dem FCR als „Traditionsklub“ in der ersten Liga eigentlich gönne, weiterhin in der ersten Liga zu spielen, sehe ich durch die – anscheinend auch vom DFB mitgetragene – Planung ein deutliches Übervorteilen anderer Vereine. Es ist sehr schade, dass ähnlich wie im Herrenbereich nun ein „Bonusjoker“ für den Klassenerhalt reicht. Wenn doch die finanziellen Mittel für die erste BuLi nicht reichen, sollte zwangsläufig eine Rückstufung in Liga 2 erfolgen.

    Wenn das Verfahren wie angedacht so durchläuft, wird jeder andere Verein ähnlich wirtschaften können und nicht abgestraft werden – gleiches Recht für alle. Das wiederum bestraft indirekt die Vereine, die verantwortungsvoll wirtschaften und ggfs. sportlich den Klassenerhalt nicht schaffen.

    Das saubere Image des FF wird durch solche Aktionen jedenfalls in den Schmutz gezogen. Wenn das im Sinne der Verantwortlichen des DFB ist und so scheint es ja zu sein, dann wird der FF langfristig wohl keine Zukunft haben.

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  • FF-Talent sagt:

    Zitat Beobachter: „Die Dummen sind am Ende die Spielerinnen und die normalen Vereinsmitglieder.“

    Jede Duisburger Spielerin der BuLi 2013/14 wird hoffentlich das Risiko kennen, dass vllt. plötzlich kein pünktliches Gehalt mehr auf dem Konto ankommt. Und zu den Vereinsmitgliedern: Einerseits tun sie einem leid, sie wurden nicht richtig ernstgenommen (im Sommer bekommen sie z.B. gesagt alles sei super und auf der Hauptversammlung wenige Monate später war plötzlich der ganze Kahn abgesoffen). Andererseits: Im Gegensatz zu GmbHs wie dem VfL Wolfsburg haben in Duisburg Vereinsmitglieder Mitbestimmungsrechte. Und wer hat denn jahrelang den personell fast unveränderten (kompetenten?) Vorstand wiedergewählt und lieber vom Uefa-Cup geträumt statt sich mit „gesichertem Mittelfeld“ zufrieden zu geben? Häppchenessen auf Weihnachtsfeiern und mit Nationalspielerinnen per du sein ist nicht alles. Maßnahmen wie außerordentliche Mitgliederversammlung per Unterschriftensammlung erreichen um Tacheles zu reden etc. … so etwas hätte die Mitgliederbasis machen können. Hätte. Jetzt hat sowieso der Insolvenzverwalter das Sagen.

    Zitat Obresa: „Ist das Geld in falsche Kanäle gelaufen? … Hat das alles denn keiner gemerkt?“
    Also schwarze Kassen oder anderes dubioses Zeug, dafür hat ein FF-Club doch gar nicht genügend Geld. 😉 Das sollte man Duisburg nicht unterstellen! Und nicht zu vergessen: Ein FF-Verein hat nach wie vor auch eher ehrenamtliche Enthusiasten statt börsenerprobten Finanz-Aufsichtsräte im Vorstand. Das Duisburger Problem ist (im Nachhinein betrachtet), dass es schwierig wird, wenn diese „kleinen“ FF-Leute dann versuchen trotzdem „großer“ Uli Hoeneß zu spielen.

    @ Detlef: Das beschriebene Sponsorenkonzept klingt zwar grundsätzlich plausibel, ist aber aus einem schwer zu beschreibenden Punkt nicht möglich: „Es ist Duisburg!“ Wäre nicht gleichzeitig das MSV-Chaos am Laufen, wären durch das Einsteigen des MSV-Großsponsors „Schauinslandreisen“ beim FCR nicht neue Interessenskonflikte entstanden (hsc hat ähnliches schon erwähnt), würden Verantwortliche und z.B. Sport-PR-Leute alte Denkmuster über den Haufen werfen … dann wäre das auch alles weit weniger dramatisch verlaufen. Man muss ja fast schon Verständnis für den FCR-Insolvenzverwalter haben, dass er mit Partnern und Gegenparteien nur noch taktisch stur und auf Zeit pokernd im Gesamt-Duisburger Chaos verhandelnd aktiv ist! Ohne diese Netzwerke und Macht-„Peanuts“ wäre auch das Finanzielle viel leichter, Zitat Detlef, „Kläckerkram“. PS: In anderen Städten wie z.B. Leipzig können sie auch ein „Kläckerkram“-Lied davon singen … da hat der FF bisher aber auch immer nur gelitten und noch nie die Gunst erhalten!

    Und noch allgemein: Alle Mannschaftsübertritte, Änderungen (von Vereinsname bis Trikotfarbe) gelten im DFB-Bereich fast ausnahmslos im Rahmen einer gesetzten Frist erst für die Folgesaison. Der 1. FFC Turbine Potsdam (gegründet April 99) hat ja z.B. die Saison 98/99 auch noch als SSV fertig gespielt (erst zur neuen Saison gab es dann die komplette Ausgliederung).

    Die Saison 2013/14 ist beim FCR also vorerst abgesegnet, die Duisburger müssen nur jetzt bis zur Frist schon alles fix machen. Erschwerend kommt aber hinzu, dass ausgerechnet dieses Jahr (für die Folgesaison) das neue Lizenzierungsverfahren kommt, d.h. es kommt eine zweite, deutlich frühere Frist dazu (und für das neue Lizenzsystem braucht es auch noch einmal mehr Anstrengungen als bisher, die der Insolvenzverwalter realistischerweise beim aktuellen Vereinszustand nicht für möglich hält).
    Der FCR könnte also im Jahresverlauf eingestampft werden und der nötige Insolvenz-Zwangsabstieg könnte dann (wenn alles mit der Spielrecht-Übertragung abgesegnet wird) vom neuen Verein aufgefangen werden. Richtig kritisch wird es, wenn das mit dem neuen Club etc. doch nix wird bis zur Frist (aktuell wieder wahrscheinlicher), dann haben wir schon in der noch laufenden BuLi-Saison 2013/14 (und nicht erst in der Folgesaison) einen BuLi-Club weniger.

    Zitat Detlef: „Und wie kann man einen Kader aufstellen, und sogar neue Spielerinnen verpflichten, wenn man doch zahlungsunfähig ist?“

    … in der Theorie sind das die Feinheiten des Insolvenzrechts. In der Praxis ganz konkret (vor wenigen Tagen erst angesprochen) z.B. eine steuerbezahlte Sportsoldatin, die beim Militär und nicht beim FCR auf der Gehaltsliste steht. Weil es ein explizites „Financial Fairplay“ oder Lizenzverfahren wie im MF hier im FF (noch) nicht gibt, fehlen auch Sanktionsmöglichkeiten wie z.B. ein generelles Transferverbot für Duisburg. So etwas wäre höchstens möglich, wenn es jetzt in mehreren Fällen wiederholt bei Verträgen mit einzelnen Spielerinnen zu Ungereimtheiten kommen würde.

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  • Obresa sagt:

    @ FF Talent

    zum Thema „schwarze Kasse“:

    Gastronom Frank Betke hatte Ex-Vorständler des FCR Duisburg angezeigt. Der Verein hatte in „Franky’s Clubrestaurant“ groß Weihnachten gefeiert und bis heute die Rechnung nicht bezahlt. Der Gastronom hatte Anzeige wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung gestellt.

    „Thomas Hückels und Hans-Jürgen Kohl haben mich vorsätzlich vorgeführt“, ärgert sich Betke über die damaligen FCR-Vorstandsmitglieder. Knapp vier Wochen nach der Weihnachtsfeier hatte der Verein Insolvenz angemeldet. „Wenn es im Dezember schon im Verein gequalmt hat, hätten sie die Feier erst gar nicht machen dürfen“, sagt Betke. „Stutzig wurde ich, als der Vorstand auf der Feier erklärte, dass die Gehälter der Mannschaft nicht bezahlt werden konnten, das sei aber kein Grund zur Besorgnis.“
    Daraufhin nahm sich der Gastronom sowohl den Vorsitzenden Hückels als auch den Marketing-Chef Kohl, die die Party bei ihm bestellt hatten, zur Seite. „Sie haben mir versichert, ich würde mein Geld bekommen.“ Diese Beteuerungen hätten die beiden auch in den nächsten Monaten immer wieder erneuert: „Im Zweifel gebe es eine SCHWARZE KASSE, ich bräuchte mir keine Sorgen machen.“

    Quelle:

    FCR Duisburg prellt die Zeche im Clubrestaurant | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/fcr-duisburg-prellt-die-zeche-im-clubrestaurant-id7786720.html#893410555

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  • ziefle sagt:

    Schwarze Kasse

    Es gibt natürlich völlig legale Möglichkeiten über verschiedene rechtliche und eigenständige Konstrukte wie bspw. Förderverein, Freundeskreis, Unterstützergemeinschaft …… und welche klangvolle Namen die man erfinden kann, zweckgebunden für die Förderung des eigentlichen Vereinszweckes Gelder zu generieren und auch auszugeben.
    In Gesprächen oder auch umganssprachlich werden solche, zugegebenermaßen fragwürdige, Verflechtungen gerne in die ilegale Ecke (Schwarzgeld) gestellt.

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  • FF-Talent sagt:

    @ Obresa: Die Weihnachtsfeier-Geschichte haben hier wohl auch noch viele in Erinnerung. Hoeneß spielen und Party machen, selbst wenn schon alles vorbei ist … einbesseres Beispiel dafür, wie der FCR zu Großteilen tickt (getickt hat), gibt es fast nicht.
    Dass der geprellte Gastronom von einer schwarzen Kasse gesprochen hat, heißt aber nicht, dass es die auch gibt (Unschuldsvermutung bis etwas anderes nachgewiesen wurde! Das Zitat mit den schwarzen Kassen ist höchstwahrscheinlich aber auch keine Verleumdung des Grastronomen! Vllt. haben die Vorstandsleute vom FCR in der „Panik“ eine Ausrede zum Beschwichtigen gesucht und tatsächlich von dubiosen Finanzsachen im Hintergrund gelabert? Klingt dumm … Problem: Genau so etwas wäre dem FCR aber leider zuzutrauen! Da muss man mittlerweile (in der Rückschau) eigentlich leider auf alles gefasst sein.

    PS: In Vergessenheit mittlerweile geraten: In dem Artikel ging es auch um die Anzeigewegen Insolvenzverschleppung. Die wurde ja schon damals abgelehnt. Also in der Hinsicht kommt wohl nun nix mehr. So eine Art „moralischer Vorwurf“ der Insolvenzverschleppung bleibt natürlich trotzdem vorhanden, wie man bei einigen Kommentaren hier sieht. Nicht zu Unrecht.

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  • Obresa sagt:

    Ich frage mich nebenbei, warum bzw. wie es zu einem so eklatanten Fehlbetrag kommen konnte?

    Schauen wir doch mal auf die Abgänge der letzten Jahre:

    2009
    Fatmire Bajramaj
    Sonja Fuss
    Kathrin Längert

    2011

    Inka Grings
    Sonja Fuss (erneut als Winterzugang)
    Ursula Holl
    Annemieke Kiesel
    Femke Maes

    2012
    Linda Bresonik
    Annike Krahn
    Simone Laudehr
    Alexandra Popp

    Da hat man doch jede Menge Gehalt gespart. Die haben doch nicht wie viele andere für ein Butterbrot gespielt.

    Was wäre gewesen, wenn die weiter für den FCR gespielt hätten?
    Der Verein hätte sicherlich die Saison 2012/2013 nicht mehr erlebt.

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  • FFFan sagt:

    Mal was Positives:

    Der MSV Duisburg hat die Lizenz für die 3.Liga erhalten. Einer Fusion mit dem FCR steht also nichts mehr im Wege. Alles wird gut! 😉

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  • labersack sagt:

    Minus mal Minus ergibt Plus. Alles wird gut!

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  • FF-Talent sagt:

    @ Obresa: Aus wirtschaftlicher Sicht hätte ca. zwei Drittel der aufgezählten Spielerinnen erst gar nicht verpflichtet werden dürfen! Und ohne teils nicht nachvollziehbare (auch finanzielle) Zugeständnisse, hätte man manche Spielerinnen auch überhaupt nicht so lange halten können bei den entsprechenden Angeboten von anderen Clubs. Andere FF-Clubs sagen an solchen Punkten schon längst: „Da können wir nicht mehr mitmachen, wir steigen aus.“ Krass formuliert: Der FCR hat die Selbstregulierung seiner Kaderpolitik jahrelang missachtet. Dazu zählt z.B. auch: Bei Verletzungen meistens Spielerinnen als Ersatz nachkaufen statt (wie die meisten anderen FF-Clubs) kurzfristig welche aus der 2. Mannschaft ausleihen.
    Das waren alles laufende Personalkosten und die konnte man hinterher z.B. nach Kosteneinsparungen in Folge von Abgängen oder an anderer Stelle nie mehr ausgleichen. … Nebenbei: Die wenigsten der aufgelisteten Abgänge waren ja schließlich auch aus Einsparungsgründen resultierend.

    @ FFFan: Die Nachricht von 3. Liga für den MSV hat nun wohl endgültig einem Beitritt des FCR bei den „Zebras“ den Weg geebnet, das stimmt.
    Aber: „Fusion“ nennen das die FCR-Leute (übrigens dieselben Leute, die jahrelang gegen die gemeinen Männer-Ableger gewettert haben!) … in Wirklichkeit ist es eher ein „Dürfen wir bei euch mitspielen?“ des FCR. Natürlich schmückt sich der MSV dann auch gern mit den FF-Erfolgen aus alten FCR-Zeiten (dürfen sie ja auch), aber ob das eine gleichberechtigte Fusion und Partnerschaft wird? (@ labersack: Minus PLUS Minus bleibt bei einer Fusion trotzdem minus).

    Die Damen werden auch beim MSV hinten anstehen. Ganz schlecht für das Ego eines früher eigenständigen FF-Clubs!Es ist Duisburg! Der MSV ist zwar nur in Liga 3 gefallen, aber weder das langfristig Finanzielle noch die Machtspielchen sind deshalb schon vorbei!
    Wo steht geschrieben, dass die Beteiligten alle geläutert und schlauer als zuvor aus der Sache herausgehen?

    Ein großer MSV, der Duisburger MF und FF vereint, das kann richtig Identifikation stiften … kann. Aber es kann auch ganz schnell (polemisch ausgedrückt!) die Frage aufkommen: Neuer Stürmer um den Aufstieg der Männer in die 2. Liga zu schaffen oder den vereinsinternen FF unterstützen? … Vor solchen Grabenkämpfen ist in keine FF-Abteilung in solch einem Club sicher (v.a. wenn die alten Eigenansprüche beim MSV und beim dann Ex-FCR wieder aufkommen werden).

    Ein Insolvenzverwalter oder ökonomisch denkender Vereinsvorstand ist berufsbedingt meistens schlecht zum Fanbetreuer oder Fanprojekt-Verantwortlichen qualifiziert: Nur weil die FCR-Führung in der Insolvenz die Fusion gut findet, muss das nicht heißen, dass er automatisch auch die breite Akzeptanz der MSV-Basis auf der Männer-Mitgliederversammlung hat!

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  • enthusio sagt:

    Es gibt nach längerer Pause mal wieder eine Meldung über die Zukunft des FCR Duisburg:

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/sport/beim-fcr-spricht-vieles-fuer-einen-uebergang-zum-msv-1.3704370

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/duisburg/abstimmung-hinter-dem-vorhang-id8491728.html

    Auf der Homepage des FCR ist darüber allerdings nicht berichtet worden.

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  • enthusio sagt:

    Inzwischen ist auch auf der FCR-Homepage ein kurzer Bericht veröffentlicht worden.
    Er lautet:
    „Die Mitglieder des finanziell angeschlagenen FCR 2001 Duisburg haben auf einer Versammlung am Mittwochabend den Weg frei gemacht für Verhandlungen über die Zukunft des Frauenfußball-Bundesligisten. Bei nur zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen beauftragten die 68 Mitglieder den Vorsitzenden Dr. Gregor Reiter und den vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Andreas Röpke, mit den Vereinen VfB Homberg und MSV Duisburg über eine Übertragung des kompletten Spielbetriebes zum Beginn der Rückrunde zu verhandeln.
    In der leb- und ernsthaften Debatte, die der MSV-Vorsitzende Udo Kirmse aufmerksam verfolgte, plädierten auch Aufsichtsratsvorsitzender Ferdi Seidelt und FCR-Urgestein Knut Baak für diese Lösung. Nachfolgend werde dann über das Vermögen des FCR 2001 Duisburg e.V. das Insolvenzverfahren eröffnet – eine Konsequenz, die Reiter und Röpke erneut wegen der großen Schuldenlast des Vereins als „alternativlos“ bezeichneten.“

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