DFB-Frauen erhalten 22.500 Euro für EM-Titel

Von am 2. Juli 2013 – 14.54 Uhr 27 Kommentare

Sollte die deutsche Frauenfußball-Nationalelf bei der EM in Schweden (10. bis 28. Juli) zum sechsten Mal in Folge den Titel holen, erhielte jede Spielerin 22.500 Euro.

Auf diese Summe einigten sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Frauen-Nationalelf. Dabei verständigten sich beide Seiten auf eine leistungsbezogene Prämienregelung.

Leistungsbezogene Regelung
Für den Einzug ins EM-Finale gäbe es für jede Spielerin 15.000 Euro, das Erreichen des Halbfinales ist mit einer Prämie von 10.000 Euro dotiert. Bei Erreichen des Viertelfinales erhält jede Spielerin  5.000 Euro.

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Jubel der DFB-Elf

Die DFB-Elf bejubelt einen Treffer gegen Japan © Karsten Lauer / girlsplay.de

Prämie fast doppelt so hoch wie vor vier Jahren
Damit erhält jede DFB-Spielerin im Erfolgsfall fast eine doppelt so hohe Prämie wie beim Titelgewinn 2009 in Finnland. Damals erhielten die Spielerinnen jeweils 12.000 Euro. Höher war die Ausschüttung bisher nur bei Weltmeisterschaften. 2007 gab es für den Titelgewinn 50.000 Euro pro Spielerin, 2011 hätte ein WM-Sieg im eigenen Land jede Spielerin um 60.000 Euro reicher gemacht.

EM-Auftakt am 11. Juli
Die DFB-Elf steigt in Gruppe B am 11. Juli mit einem Spiel gegen die Niederlande in Växjö in die EM ein, es folgen Partien gegen Island (14. Juli, Växjö) und Norwegen (17. Juli, Kalmar).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Kurz und bündig:Lächerlich! 🙁 Ein finanziell so gut aufgestellter Verband sollte bei einem EM-Titel ruhig tiefer in die Tasche greifen (ohne jetzt irgendeinen Vergleich lostreten zu wollen)!

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  • Pauline sagt:

    — und 50% gehen davon an den Fiskus den Mädels bleibt unter dem Strich — (die Männer würden nicht mal ein Bein auf den Rasen stellen)

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  • timmy sagt:

    Ist doch fein. Die überzogenen Prämien der Männer sind lächerlich.

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  • Zaunreiter sagt:

    Ach…ich will ja nich so sein…

    Ich leg noch ein siebenteiliges Kaffeeservice für jede oben drauf!

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  • xXx sagt:

    Das die Männer deutlich höhere Prämien bekommen ist doch klar, schließlich kann ein Verband bei erfolgreichem Abschneiden bei einer WM oder EM im Männerfußball deutlich mehr Einnahmen verbuchen, als das im Frauenfußball möglich ist. Auch ein Verband muss ordentlich wirtschaften. Und wenn im Frauenfußball nunmal deutlich weniger Geld unterwegs ist, dann fallen Gehälter und Prämien eben auch deutlich geringer aus.

    Weiß nicht, was man darüber so meckern muss. Sollte im Frauenfußball auch irgendwann mal mehr Geld unterwegs sein, dann werden auch die Prämien für solche Fälle steigen.

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  • Karl sagt:

    @pauline: Nicht ganz 50 prozent. Bei Steuerklasse 1 kriegt das Finanzamt 9.776,50 € , und je nach sonstigen Einnahmen im Jahr bekommt man einen Grossteil davon bei deer Jahressteuererklaerung zurueck.
    @timmy: Laecherlich sind die ueberzogenen Praemien der Maenner sicher nicht, aber total uebertrieben.

    Es gibt kein anderes Berufsfeld wo es derartige genderunterschiede in der Bezahlung gibt wie im Fussball.

    @Schenschtschina Futbolista: Das finde ich auch. Sie sollten den Praemien der Maenner angepasst werden. Den Gesamtpool nehmen und in der Mitte halbieren waere fair.

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  • Ralf sagt:

    @Pauline

    „— und 50% gehen davon an den Fiskus…“

    Mit Sicherheit nicht! Fiskus = Finanzamt, … oder?
    Zur Steuerberechnung verweise ich auf die einschlägigen Paragraphen des Einkommensteuergesetzes EStG und der Lohnsteuerrichtlinien LStR! 🙂
    Differenziere bitte mal in Steuern und Beiträge
    (Beiträge zur SozVersicherung; sprich KrankenV & RentenV & ArbeitslosenV).

    Wäre das was geworden bei der Heim-WM 2011 und der seinerzeit ausgehandelten Prämienzahlung, dann wäre in diesem Jahr für den Erfolgsfall auch mit Sicherheit eine höhere Summe rumgekommen.

    Insoweit ist die gestaffelte Erfolgsprämie (VF, HF, Endspielteilnahme und Turniersieg) deutlich mehr im Sinne der N11-Spielerinnen.

    @Karl

    Da hast du aber schnell gerechnet! 😉

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  • Grace Kelly sagt:

    In dem Fall verdient der Verband aber auch ein paar Cent mehr an den Männern. Ich will den riesigen Prämienunterschied jetzt nicht verteidigen, aber ich finde es skandalöser, wenn Vereine – und das gilt für jeden deutsche Verein, quer durch alle Sportarten – alles Geld in die ersten Männer stecken, selbst wenn die Frauen erfolgreicher sind und in einer höheren Spielklasse spielen.

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  • Speedy75 sagt:

    Wie waren eigentlich die Prämienregelungen bei der WM und der letzten EM damit kann man dann schon eher einen Vergleich ziehen.

    Mit dem was die Männer bekommen weil ich das nicht vergleichen.

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  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    es kommt selten vor, daß wir einer Meinung sind, aber hier muß ich Dir absolut zustimmen!!!

    @xXx,
    Wird denn der Göttinnenrat und sein gesamtes Gefolge auch von den Einnahmen bezahlt, die „so im FF unterwegs sind“???
    Ich glaube die Antwort ist Nein!!!
    Warum sollte es deswegen nicht auch den Spielerinnen vergönnt sein, vom großen Kuchen ein adäquates Stück abzubekommen???
    Geld ist genug da in Frankfurt!!!
    Und jeder EM-Titel steigert das Prestige des DFB!!!
    Gerade in letzter Zeit werden auch die Erfolge der Frauen so langsam anerkannt, und immer mehr auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen!!!

    Alle 23 Spielerinnen zusammengenommen würden gerade einmal auf 517.500 € kommen!!!
    Selbst wenn man die Prämien der Bundesgöttin, aller Trainer, Betreuer, Köche und Physios dazunimmt, wird man wohl immer noch nicht auf die Summe kommen, die ein deutscher Spieler im Falle eines EM-Sieges erhalten hätte!!!

    Und dieser Unterschied ist nicht logisch, und er ist schon gar nicht lächerlich, sondern er ist eine Sauerei die zum Himmel stinkt!!!
    Was sagt eigentlich das AGG dazu???

    Der Vorschlag von Karl wäre natürlich der Gipfel der Fairness!!!

    Aber im DFB regieren noch immer die alten Männer, und die klammern sich mit allem was sie haben an den Strohalm, so lange wie möglich die Frauen außen vor zu lassen!!!

    Und Äußerungen wie von Bernd Schröder, und auch vielen Usern hier im Blog, daß man FF und MF nicht miteinander vergleichen könne, es sich sogar um „eine völlig andere Sportart“ handle, spielen diesen alten Männern im DFB dabei in ihre verstaubten Karten!!!

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  • Ralf sagt:

    @Grace Kelly

    Die Frage ist doch zuerst mal, wie viel lässt die UEFA für die Turniersiegerinnen (sprich den Nationalverband) springen?
    Also was kommt an Einnahmen (E) rein.

    Es sind 23 Spielerinnen x 22.500 €; das wären dann die Ausgaben (A) für den Nationalverband.

    Die Differenz zwischen E und A ist dann der Betrag, den unsere N11-Kickerinnen dem DFB wert sind!

    Wie sieht die Relation zu den Einnahmen/Ausgaben für den DFB bei einer Männer-EM aus?

    Danach würde ich meine positive/negative Kritik an die Adresse des DFB richten.

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  • Grace Kelly sagt:

    Naja, die Frage ist auch wieviel z.B. Bitburger dem DFB zahlt und welche Fernsehgelder reinkommen. Und für Frauenfußballübertragungen im Fernsehen müssen wir ja fast schon dankbar sein, bei den Männern springt da auch noch mal etwas mehr raus.

    Ich will diese Prämie nicht verteidigen, der DFB könnte locker das Doppelte und Dreifache zahlen für einen Rekordeuropameister, ich sehe die Probleme aber auch an anderen Stellen. Unsere Nationalspielerinnen können im Moment vom Fußball leben, während Frauensport generell viel mehr gefördert werden könnte und sollte.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Speedy75: Bei der EM 2009 gab es für den Erfolg 12 000 Euro pro Spielerin, bei der WM hätte es 50 000 Euro pro Spielerin gegeben.

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  • Ralf sagt:

    @Markus

    Mein Kenntnisstand ist:
    Bei der WM2007 gab es 50T€/Spielerin, bei der WM2011 waren 60T€/Spielerin für die Titelverteidigung ausgelobt.

    Der Sprung bzw. die Steigerung von 12.000 € auf 22.500 € zwischen EM2009 und dem diesjährigen Turnier ist doch auch nicht gerade wenig.
    Freilich könnte es mehr sein, aber ich habe es ja versucht an meinem o.a. Beispiel zu erklären.
    Es kommt auf die Relation an!

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  • Speedy75 sagt:

    @Markus
    Danke für die Info. Also haben sich die Summen im Vergleich zur letzten EM schon mal erhöht.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Ralf: Korrekt, ich hab die Zahlen verdreht. EM 2009 = 12 000, EM 2013 = 22 500, WM 2007 = 50 000, WM 2011 = 60 000

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  • Michele sagt:

    Bekommt die Summe jede Spielerin? Auch die, die zum Beispiel nicht gespielt haben?

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  • Detlef sagt:

    @Michele,
    Alle Spielerinnen die im Kader sind!!!

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  • FFFan sagt:

    Ich weiß nicht, was ihr habt…
    Ich finde die Prämienregelung völlig in Ordnung. Im Vergleich zu früheren Turnieren ist es eine enorme Steigerung. Von dem legendären „Kaffeeservice“ will ich jetzt gar nicht erst anfangen…

    Forderungen nach gleichen Prämien wie bei den Männern sind abwegig. Sicher, die hätten letztes Jahr für den EM-Titel 250.000 € pro Mann bekommen, aber man muss es auch in Relation zum sonstigen Gehalt sehen: während diese Summe für die meisten Spieler nicht mal ein volles 13.Monatsgehalt bedeutet, sind die bei den Frauen ausgelobten 22.500 € für manche Spielerin fast ein zweites Jahreseinkommen!

    Viel entscheidender noch für die Höhe der Prämie sind die Zahlungen der UEFA: 2012 wurden an den spanischen Verband für den Turniersieg 23 Millionen Euro ausgeschüttet! Ob und in welcher Höhe der Frauen-Europameister 2013 Prämienzahlungen vom europäischen Verband erhält, ist mir nicht bekannt, aber es dürfte wohl nicht annähernd diese Dimension erreichen.

    @ Michele:
    „Bekommt die Summe jede Spielerin? Auch die, die zum Beispiel nicht gespielt haben?“

    Davon gehe ich aus. Turnierprämien sind üblicherweise nicht nach Einsätzen gestaffelt.

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  • speedy75 sagt:

    @Michele
    Ich vermute mal alle die in den Kader berufen waren, also erhalten diese Summe auch die Spielerinnen die nicht gespielt haben bzw. verletzt waren.

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  • Fritz W. sagt:

    Ich weiß gar nicht, was ihr immer mit dem Kaffeeservice habt 🙂

    Ich kenne Ex-Spielerinnen, die das immer noch in Gebrauch haben und vehement verteidigen.

    Obwohl es sich imho besser im „Haus der deutschen Geschichte“ als Ausstellungsstück machen würde…

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  • FF-Talent sagt:

    @ FFFan: Neben den Geldern von der Uefa für das Gastgeberland zur Vorbereitung (Infrastruktur, Werbemaßnahmen etc.) der EM, bekommen die übrigen EM-Teilnehmer eine Art „Antrittsgeld“ (die genaue Bezeichnung müsste irgendwo in den allg. Turnierrichtlinien stehen), wichtiger ist aber dabei die Uefa-Mitfinanzierung der Teilnehmer bei Team-Unterkünften, Logistikkosten etc. … Richtig relevant wird es dann für die Mannschaft erst wieder beim Geld für die zwei Finalteilnehmer, die EM-Gewinnerprämie ist dabei ein bisschen höher. Genaue Zahlen gibt es wenn dann in Randnotizen von vergangenen Turnieren (irgendwo tief unten in den Archiven des FF-Internets und da auch nur lückenhaft). Vllt. hat z.B. Herr Juchem lückenlosere, aussagekräftigere Informationen/ Erfahrungen parat?

    Alle Uefa-Gelder davon fließen natürlich an die Verbände. Was die damit machen, ist erst einmal nicht zweckgebunden. Man kann wohl davon ausgehen, dass das meiste tatsächlich beim FF im jeweiligen Land ankommt (siehe z.B. WM-Überschüsse der FIFA für den DFB, wovon der DFB auch eine kleine „Bonuszahlung“ an die FF-Clubs gemacht hat, wurde zumindest 2012 so kommuniziert). Die DFB-Zentrale darf natürlich auch nie zu kurz kommen bei der Verteilung von Verbandsgeldern! 😀

    Der DFB nimmt die Uefa-Gelder (oder bei der letzten WM die FIFA-Gelder) ja dann auch für die Spielerinnenprämien … von ganz allein würde der die (obwohl möglich) nicht zu 100 % übernehmen. PS: Und ohne die unglaublich hohen EM- und WM-Gelder des Uefa- und FIFA-Finanzzirkus bei den Männern für Turnierteilnehmer als teilw. Rückfinanzierungsmöglichkeit gäbe es von DFB-Seite wohl auch nicht solche hohen Prämien für die männlichen Spielerkollegen.

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  • FF-Fuchs sagt:

    Immerhin wurden die Prämien fast verdoppelt. Ist aber mM trotzdem noch zu wenig. Einen Fortschritt ist schon zu erkennen!

    Erhalten die Vereine die ihre Spielerinnen abstellen auch Geld vom DFB?? Ich glaube bei den Herren ist das so (sorry man soll ja nicht vergleichen)!!

    @zaunreiter: Ich hoffe doch du hälst Dein Wort!!Das Kafeeservice war übrigens 41 teilig, also mußt schon noch etwas dazu legen!!;-)

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  • Bernd Zeller sagt:

    🙂 also ich finde so ein Kaffeeservice von (…) gar nicht soooo übel, kommt halt auch a bisserl darauf an, um welche Serie es sich handelt …

    Ernsthaft: m.E. ist die Prämiendiskussion überflüssig

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  • Ralf sagt:

    @Bernd Zeller

    Naja, … überflüssig ist die Prämiendiskussion sicher nicht.

    Ist schon richtig, das hier mal grundsätzlich diskutiert wird, was unsere N11-Kickerinnen für ihre N11-Berufung zu einem Turnier an ‚Aufwandsentschädigung‘ erhalten können.

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  • ziefle sagt:

    Ob genug oder gerecht sei mal dahingestellt.

    Allerdings ist die Überschrift und der Inhalt in der Südwestpresse von Heute eine Sauerei:

    „Fußballfrauen machen Kasse
    Die deutschen Fußballerinnen haben für den EM-Titel in Schweden eine Rekordprämie von 22500 Euro ausgehandelt.“

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  • Karl sagt:

    @ziefle: Das ist garnicht mal so untypisch fuer unsere Presselandschaft. Da hat oft genug die Ueberschrift mit dem Inhalt entweder nichts mehr zu tun oder ist total uebertrieben.

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