Kulig-Schock: mindestens ein Jahr Pause

Von am 25. Juni 2013 – 21.44 Uhr 22 Kommentare

Neuerlicher Schock für Kim Kulig, den 1. FFC Frankfurt und die die deutsche Frauenfußball-Nationalelf: Die Nationalspielerin wurde heute nach einem diagnostizierten Außenmeniskusschaden von Dr. Bernd Lasarzewski in der Sportklinik Hellersen am lädierten rechten Knie operiert und erhielt eine niederschmetternde Diagnose.

Niederschmetternde Diagnose
Dr. Lasarzewski erklärt: „Auch wenn es sich um einen längeren und umfangreichen Eingriff handelte, sind wir mit dem Verlauf der Operation zufrieden. In den kommenden sechs Wochen muss das verletzte Kniegelenk komplett entlastet werden, damit sich der Knorpel regenerieren kann. Erst nach einem weiteren Heilungsprozess wird in einer zweiten Operation in etwa vier bis sechs Monaten erneut das vordere Kreuzband ersetzt. Je nachdem, wie der gesamte Heilungsprozess verläuft, wird Kim eine mindestens einjährige Sportpause einlegen müssen.“

Kim Kulig

Kim Kulig muss mindestens ein Jahr pausieren © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

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Intensiver Eingriff
In einem intensiven Eingriff wurden durch den langjährigen Mannschaftsarzt der deutschen Frauen-Nationalmannschaft mehrere medizinische Schritte vorgenommen, um die Funktionsfähigkeit des Kniegelenks wiederherzustellen: Neben dem Auffüllen der Bohrkanäle der gerissenen Kreuzbandplastik mit spongiösen Knochen wurden ebenfalls der Außenmeniskus geglättet sowie der Gelenkknorpel bearbeitet.

Dietrich geschockt
FFC-Manager Siegfried Dietrich meint: „Die Nachricht über die Schwere der Verletzung schockt die gesamte FFC-Familie außerordentlich und ist für Kim eine ganz schwierige Situation sowie Herausforderung in ihrem Leben als Fußballerin! Wir wünschen ihr alles erdenklich Gute und eine bestmögliche Genesung. Wir werden Kimmi natürlich mit all unseren Möglichkeiten für ihre sportliche und berufliche Zukunft zur Seite stehen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • homer-simpson sagt:

    Ich hoffe, Kim hat die Kraft, diese Zeit zu überstehen. Von ganzem Herzen gute Besserung. Mehr kann man eigentlich garnicht schreiben. Ich hoffe, sie schafft es zurück auf den Fußballplatz. Egal wann, egal wie, egal wo.

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  • timmy sagt:

    Autsch. Da würde ich aber überlegen überhaupt nochmal anzufangen mit Profifussball.

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  • Michele sagt:

    Für Kimmi bedeutet Fussball alles! Das ist ein schlimmer Schock für sie!

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  • FanN11 sagt:

    Alles, alles Gute! Woran die Verletzung liegt, wird sie sicher selbst am Besten analysieren können.

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  • wrack sagt:

    Für mich ist Kim Kulig eine der begabtesten Fußballerinnen Deutschlands. Sie MUSS zurückkommen. Sie WIRD zurückkommen.

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  • Benjamin sagt:

    Außenmeniskusschaden??

    Wenn ich mir das so durchlese, muss ich eher daran denken, dass Kim ein Güterzug übers Knie gefahren ist!

    Sorry – schlechter Witz. Aber für jemanden wie mich, der null Ahnung von Sportmedizin hat, kommt das nun mal wie ziemlich mieser Scherz vor.

    *Auf die Faust beiß*…

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  • Janine sagt:

    @Wrack: Es geht hier sicherlich um alles andere als ein MÜSSEN. Wie schon gesagt, es geht wohl eher darum, die Kraft zu finden, das zu überstehen. Eine derartige verletzung in so einem Alter, das wünscht man niemandem, völlig unabhängig vom Grad der „Begabung“. Ob Kim Kulig jemals wieder Leistungssport wird betreiben können, kann wohl – offen gesprochen – gerade niemand absehen. Es wäre ihr mehr als zu wünschen, sollte aber jetzt eben nicht im Vordergrund stehen. Viel wichtiger ist: GESUND zu werden – und hoffentlich schmerzfrei. Gut auf seinen Körper hören zu lernen. Alles Gute, Kim Kulig, Deutschlands Frauenfußball-Fans stehen hinter dir, […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • speedy75 sagt:

    Wie schon im anderen Thread dazu alles alles gute an Kim und hoffen wir alle dass Sie diese Zeit gut übersteht und die Kraft hat nach dieser langen Pause dann wieder an zu greifen.

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  • wrack sagt:

    @ Janine: „Es geht hier sicherlich um alles andere als ein MÜSSEN“

    Natürlich hat die Gesundheit das Primat ! Mein „MÜSSEN“ sollte lediglich aussagen, dass der deutsche FF Kim Kulig braucht bzw. sie bei einem Comeback den deutschen FF bereichern würde. Und WENN sie das Ziel eines Comebacks vor Augen hat, fällt ihr der Weg dahin vielleicht etwas leichter, wenn sie auf diesem oder anderen Weg erfährt, dass es viele Fans gibt, die auf sie warten.

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  • waiiy sagt:

    Das ist wirklich bitter. Gute Besserung!

    Meine Meinung verfestigt sich, dass Kims Körper nicht den Belastungen standhält, die sie durch ihre Kraft aufbieten kann, auch wenn ich hoffe, dass sie nach erfolgreicher Genesung von größeren Verletzungen verschont bleibt.

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  • homer-simpson sagt:

    @waiiy:

    Kuligs Körper hat die Belastungen des Leistungssports zum Anfang ihrer Karriere tadellos ausgehalten. Bis eben zu dieser dritten Minute des WM-Viertelfinals 2011, als sie unglücklich über Kumagai gestolpert ist.
    Wir wissen nicht, warum ihr operiertes Kreuzband jetzt nicht mehr halten mag. Vielleicht ist was beim Zusammenheilen ode rbeim anschließenden Muskelaufbau falsch gelaufen, vielleicht ein Materialfehler (die eingesetzten Bänder sind ja so viel ich weiß aus Kunststoff), vielleicht war es aber auch ganz einfach damals Ärztepfusch (so was kommt in deutschen Krankhäusern deutlich häufiger vor als man denkt).

    Wichtig ist, dass Kulig jetzt nicht die Hoffnung verliert. Ich hoffe, sie macht ihr Sportmanagement-Studium erfolgreich zu Ende und kann dann in den nächsten Monaten vielleicht auch mal bei der Eintracht oder beim VfB reinschnuppern.

    Denn es ist ja nicht so, dass Kulig unheilbar todsterbenskrank ist. Es ist ja „nur“ eines ihrer Knie kaputt und irgendwann muss der Sprung vom Profifußball ins „normale“ Berufsleben ja erfolgen. Sie ist stark genug, um diesen Sprung zu wagen und zu schaffen.

    Ich wünsche ihr ganz einfach ganz ganz viel Gesundheit und ein glückliches Leben als Fußballerin oder was auch immer.

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  • Zaunreiter sagt:

    Ich wünsche Kim eine gute Zeit der Heilung und Gesundung, sowohl körperlich als auch psychisch. Möge sie sich in Geduld üben, sich schonen und gestärkt wiederkommen.

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  • Obresa sagt:

    Mit Kim Kulig fällt eine weitere Stütze der Nationalelf aus.
    Auffällig, dass gerade viele Natios immer wieder über Beschwerden klagen oder aktuell ausfallen: Bresonik, Popp, Odebrecht, Peter oder auch Laudehr.

    Es trifft Spielerinnen, die über Jahre einer Mehrfachbelastung ausgesetzt und teilweise ohne gro0e Pause über Jahre international im Einsatz waren (Ex-Duisburg,Ex-Potsdam).

    Es stellt sich die Frage, ist es einfach zu viel?
    Bundesliga, Pokal, Champions League, Lehrgänge, Tests, lange Turniervorbereitungen, die großen Turniere an sich.

    Sollte man da nicht mal überdenken sachte mit den Spielerinnen umzugehen.

    Mahnendes Beispiel auch Marina Hegering, die über Jahre ausfiel. Hohe Belastung in jungen Jahren. Die U20 WM als Kapitänin noch voran gegangen. Danach gebeutelt durch die Reha.

    Es soll nur ein Denkanstoß sein, keine Schuldzuweisung.
    Aber sollte der DFB nicht zusammen mit den Klubs gerade was das Befinden der Spielerinnen angeht mehr miteinander korrespondieren und/oder Rücksicht nehmen?

    Nach den Beispielen oben fragt man sich in der Konsequenz, wann aktuelle (National-)Spielerinnen des VfL Wolfsburg, mal abgesehen von den oben genannten, zukünftig betroffen sein werden/könnten?

    Wünschen wir allen, dass sie schadlos der Belastung stand halten.

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  • Sheldon sagt:

    @Obresa: Ich will dazu nur anmerken, dass bis auf Spielerinnen wie Jessica Wich oder Nadine Keßler in Potsdam eigentlich nie eine der N11-Spielerinnen aufgrund der Mehrfahrbelastung irgendeine größere Verletzung davon getragen hätte. Die oben genannten Spielerinnen waren beide zumindest im wesentlichen topfit bei Potsdam.

    Und ginge es wirklich nur danach, dann müsste Wensing ihr Rückflugticket schon gebucht haben, denn sie führt die Belastungsskala mit derzeit 51 Spielen in dieser Saison mehr als deutlich an. Ohne Winter- und Sommerpause gerechnet, sind das dennoch ein Spiel pro Woche. Und dann noch solche Aktionen wie den Hallenpokal, der noch dazu kommt. Da kommt man effektiv auf jede Woche zwei Spiele!

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  • sitacc sagt:

    @homer-simpson :“Denn es ist ja nicht so, dass Kulig unheilbar todsterbenskrank ist. Es ist ja “nur” eines ihrer Knie kaputt.“

    Ja, aber wenn man noch das Leben vor sich hat, ist ein kaputtes Knie schlicht und einfach eine Katastrophe. Mir tut sie unendlich leid. Und wenn ich lese, wie kaputt vor allem der Knorpel -was ein Desaster ist- zu sein scheint, stelle ich ernsthaft in Frage, ob sie medizinisch gut betreut und beraten war. Offensichtlich war das Knie nach der OP in keiner Weise bereit für die ruinösen Belastungen, die ihm wieder zugemutet wurden.

    nochmal @homer-simpson : „Wichtig ist, dass Kulig jetzt nicht die Hoffnung verliert. Ich hoffe, sie macht ihr Sportmanagement-Studium erfolgreich zu Ende und kann dann in den nächsten Monaten vielleicht auch mal bei der Eintracht oder beim VfB reinschnuppern.“

    Dem möchte ich mich gerne voll und ganz anschließen. Ich erwarte jetzt einfach vom deutschen Fußball-Establishment, dass die Top-Angebote zur Unterstützung studienmäßig und für die berufliche Perspektive nur so ins Haus flattern bei ihr.

    Ich wünsche ihr das Allerbeste!

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  • homer-simpson sagt:

    @sitacc:

    Simone Laudehr hat sich gerade von einem Knorperschaden vierten Grades erholt. Und sie scheint, so wie es aussieht, keine Probleme mehr damit zu haben.
    Ein Knorpelschaden oder ein Kreuzbandriss bedeutet heutzutage nicht mehr unbedingt, dass man nie wieder Sport treiben darf.

    Ich wollte mit meiner o.g. Aussage eigentlich sagen, dass Kulig trotz eines derzeit kaputten Knies ein langes und erfülltes Leben führen kann, selbst wenn sie in einem Jahr vielleicht erkennen müsste, dass es mit dem Profifußball doch nicht mehr so klappen sollte.

    Leistungssport ist nun mal ungesund, das weiß jede/r vorher, der/die ihn betreiben will. Kulig wusste und weiß das auch.

    Beruflich muss Kulig sich früher oder später eh umentscheiden. Nun ist es eben so, dass sie sich früher entscheiden muss, was sie machen will. Denn finanziell dürfte sie es schon merken, nicht mehr Nationalspielerin zu sein und ihr Vertrag beim FFC läuft ja auch im Sommer nächsten Jahres aus und so einen gut dotierten Anschlussvertrag dürfte sie dann mit Sicherheit von SiDi nicht bekommen.

    Aber jetzt wollen wir erst mal hoffen und Daumen drücken, dass alles wieder gut wird und wir sie irgendwann in der Saison 2014/2015 auf dem Rasen wieder sehen.

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  • Füso sagt:

    @Obresa
    solche schwerwiegenden Verletzungen und auch in dieser Häufikeit sind auch in den vermeidlich unetren Frauenligen keine Seltenheit. Ich, als selbst betroffene Ex-Spielerin der Regional und Oberliga und 3 Kreuzbandrissen spreche da aus Erfahrung; es ist eben auch einfach ein „Frauenproblem“. Das Bindegewebe und alle anderen umliegenden Anteile sind einfach nicht so stabil gebaut wie bei den Herren. Die Anatomie lässt sich hier nicht ändern. Aus, wie gesagt, eigener Erfahrung weiß ich nun aber auch….wenn man sich nicht genug Zeit lässt mit dem Wiederbeginn….passiert es erneut. Und Kim hat früh wieder angefangen.

    Und damit wären wir bei der eigentlichen Person…aus der Hamburger Zeit durfte ich sie kennenlernen. ein ganz ganz toller Mensch mit einer super positiven Ausstrahlung.
    Sie wird es schaffen, wenn sie sich jetzt einfach den Tick mehr Zeit lässt. Sie ist noch jung, hat die Richtige Einstellung und wenn der FFC hinter ihr steht, auch noch in 1 1/2-2 Jahren, wird sie zurückkehren und das auch verdient und zurecht!!!!
    Kim alles alles Gute !!! Du packst das!!

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  • Füso sagt:

    @all sorry für die Tippfehler und Buchstabenverdreher 😉

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  • homer-simpson sagt:

    @Füso:

    Das stimmt. Kim hat ihr erstes Spiel für den FFC-2 damals direkt über volle 90 Minuten (!) bestritten und das war direkt schon mal viel zu viel. Danach wurde ihr Knie wieder dick und sie musste wieder pausieren (inkl. dem DFB-Pokalfinale und dem CL-Endspiel).

    Wie würdest Du es mit Deiner Erfahrung beurteilen, dass Lira jetzt schon eine EM spielen soll/muss/will/darf?

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  • speedy75 sagt:

    Der VfB Stuttgart hat Kim Kulig mit einer netten Geste bedacht.

    Schaut selbst:

    http://instagram.com/p/bGFcnRids2/#

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  • Füso sagt:

    @homer-simpson
    ich halte den Einsatz von Lira bei der EM für verfrüht; natürlich kann ich verstehen, dass sie bei diesem Ereignis dabei sein möchte und die Verantwortlichen sie dabei haben möchten. Andererseits hat sie noch eine Karriere mit vielen Höhepunkten vor sich. Und das aufs Spiel zu setzen….??!!!
    ich kann nur hoffen, dass ihre alleinige Entscheidung war, bei der EM dabei zu sein, ohne Zwang.
    Ich drücke ihr ganz fest die Daumen und dass sie rechtzeitig auf die Signale ihres Körpers hört.

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  • homer-simpson sagt:

    Ein Interview mit Kim Kulig:

    http://sport.de.msn.com/fussball/kim-kulig-exklusiv-ich-glaube-an-unsere-mannschaft

    Folgende Aussage finde ich im Hinblick auf die Qualität der medizinische Abteilung des FFC (und auch des DFB) äußerst bedenklich:

    <>

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