Island verliert, Japan nur remis

Von am 23. Juni 2013 – 11.49 Uhr

In den vergangenen Tagen standen sowohl in Europa als auch auf anderen Kontinenten zahlreiche Testspiele auf dem Programm. So verlor DFB-Gruppengegner Island im Jahr 2013 im siebten Spiel zum sechsten Mal, Deutschlands nächster Testspielgegner Japan kam auf heimischem Boden in Unterzahl zu einem glücklichen Remis gegen Neuseeland.

Während die Formkurve der DFB-Elf bei den Siegen gegen Schottland (3:0) und Kanada (1:0) nach oben zeigt, ist bei Deutschlands EM-Gruppengegner Island weiter Sand im Getriebe.

Island kommt nicht in Schwung
Im siebten Spiel des Jahres setzte es die sechste Niederlage, denn nach dem 2:3 gegen Schottland Anfang des Monats gab es für die Isländerinnen auch beim 0:2 (0:1) in Viborg gegen EM-Teilnehmer Dänemark nichts zu ernten. Zwar hielten die Isländerinnen in der ersten Halbzeit gut mit, doch nach einer guten halben Stunde erzielte Nadia Nadim die dänische Führung, drei Minuten nach der Pause sorgte Julie Rydahl Bukh per Kopf für den Endstand.

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Unbequemer Gegner
Islands Trainer Siggi Eyjólfsson meinte: „Natürlich macht es mehr Spaß Spiele zu gewinnen, aber mit Dänemark hatten wir schon immer Probleme. Wir müssen daraus einfach lernen und es nächstes Mal besser machen.“ In zwei weiteren Vorbereitungsspielen auf die Frauenfußball-EM in Schweden (10. bis 28. Juli) gab es jeweils Remis.

Schweden trotz Überlegenheit nur remis
So kam EM-Gastgeber Schweden in Stockholm gegen Brasilien trotz Überlegenheit nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Nilla Fischer sorgte nach einer Ecke der starken Antonia Göransson in der sechsten Minute per Kopf für die frühe Führung, doch Andressa gelang nach 31 Minuten per verwandeltem Foulelfmeter der Ausgleich, Göransson hatte Rosana im Strafraum zu Fall gebracht. Zuvor hatte Schweden Pech, dass Caroline Seger nur den Pfosten traf und Fischer weitere gute Chancen ausließ. Schwedens Trainerin Pia Sundhage war nicht unzufrieden: „Wir haben uns eine Menge Ecken erarbeitet und je näher wir zum Turnier kommen, umso wichtiger wird das sein. Wir werden noch viel mehr Zeit für Standardsituationen investieren.“

Bachmann rettet Remis
Finnland musste sich in seinem letzten Spiel vor der EM mit einem 2:2 (1:1) in Helsinki gegen die Schweiz begnügen. Dabei hatte Emmi Alanen Finnland zweimal in Führung gebracht (9., 72.), doch Ramona Bachmann verdarb den Gastgeberinnen zwölf Minuten vor Schluss mit ihrem Ausgleichstreffer nach tollem Pass von Lara Dickenmann die Party, ein finnisches Eigentor hatte nach knapp einer halben Stunde den Ausgleich beschert.

Schweiz beklagt verpasste Chancen
Die Schweizer Trainerin Martina Voss-Tecklenburg war mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Spielweise ihres Teams unzufrieden: „Respekt ans Team, das bis zum Ende auf Sieg gespielt hat. In Punkto Moral und Einsatzbereitschaft war das eine klasse Leistung. Wir hatten mehr als doppelt so viele Torchancen und müssten eigentlich schon in der ersten Halbzeit drei machen.“

Shlyapina trifft, Todua verletzt
Russland kam trotz Unterzahl gegen die Ukraine nach dem Platzverweis gegen Innenverteidigerin Darya Makarenko kurz vor der Pause in Moskau zu einem 1:0 (0:0)-Sieg. Einwechselspielerin Natalia Shlyapina erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer. „Wir haben trotz Unterzahl versucht dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen und dafür wurden wir belohnt“, so Trainer Sergei Lavrentyev. Wermutstropfen: Torhüterin Elvira Todua müsste früh ausgewechselt werden, da sie sich beim Aufwärmen an der Schulter verletzte. Eine endgültige Diagnose steht noch aus.

Frauenfußball-Nationalelf Japan

Weltmeister Japan stand gegen Neuseeland am Rande einer Niederlage © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Führung durch Ogimi, Rot für Miyama
Auch international fanden zahlreiche Testspiele statt. So kam Deutschlands nächster Gegner, Weltmeister Japan, beim heimischem Kirin Challenge Cup nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Neuseeland hinaus. Yuki Ogimi brachte ihr Team zwar Mitte der ersten Halbzeit mit einer schönen Direktabnahme in Führung, doch nach dem Platzverweis gegen Kapitänin Aya Miyama gewannen die Neuseeländerinnen in der zweiten Halbzeit Oberwasser, trafen zunächst durch Hannah Wilkinson die Latte und belohnten sich durch den späten Ausgleich von Annalie Longo (83.). In der Schlussphase hatten Sara Gregorius und Ria Percival sogar den Siegtreffer auf dem Fuß. Zuvor hatte Neuseeland bereits in den beiden Spielen gegen Australien (0:1 und 1:1 /2:4 n.E) spielerische Fortschritte offenbart.

USA souverän, Wambach bricht Rekord
Die USA kamen in zwei Spielen gegen Südkorea in Foxborough (4:1) und Harrison (5:0) zu klaren Siegen gegen Südkorea. Beim 5:0 (4:0)-Sieg im zweiten Spiel brach Abby Wambach mit vier Treffern in der ersten Halbzeit die alte Rekordmarke von Mia Hamm. Mit 160 Toren ist Wambach jetzt die beste internationale Torschützin aller Zeiten.

Alle Testspiele im Überblick (13. bis 22. Juni)

Australien – Neuseeland 1:0
Deutschland – Schottland 3:0
USA – Südkorea 4:1
Australien – Neuseeland 1:1 (1:1) 4:2 n.E.
Slowakei – Wales 2:2 (1:1)
Republik Irland – Österreich 2:2 (0:1)
Finnland – Schweiz 2:2 (1:1)
Slowakei – Wales 1:1 (0:1)
Deutschland – Kanada 1:0 (0:0)
Serbien – Rumänien 3:2 (1:1)
Schweden – Brasilien 1:1 (1:1)
Dänemark – Island 2:0 (1:0)
Japan – Neuseeland 1:1 (1:0)
USA – Südkorea 5:0 (4:0)
Russland – Ukraine 1:0 (0:0)
Polen – Tschechische Republik 4:0 (1:0)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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