Turbine Potsdam gründet Perspektivteam

Von am 21. Juni 2013 – 14.56 Uhr 25 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam geht neue Wege und hat für vorerst elf Spielerinnen der Jahrgänge 1996 bis 1998 ein gesondertes Perspektivteam ins Leben gerufen, um zukünftig verstärkt Talente an das Bundesligateam heranzuführen.

Das Team wird zukünftig täglich am Nachmittag unter Regie von Cheftrainer Bernd Schröder außerhalb und zusätzlich zum vormittäglichen Eliteschul-Training spezielles Training durch ausgewählte Vereinstrainer des 1. FFC Turbine Potsdam erhalten.

Mehr qualifizierte Spielerinnen fürs Bundesliga-Team
„Wir versprechen uns durch diese zielgerichtete Auswahl unserer besten Nachwuchstalente spätestens in der Saison 2015/16 wieder ausreichend qualifizierte Spielerinnen für unsere erste Bundesliga-Mannschaft aus den eigenen Reihen zu bekommen“, so Schröder zur Zielsetzung.

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Bernd Schröder

Turbine-Trainer Bernd Schröder wird auch im Perspektivteam das Zepter schwingen © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Elf Spielerinnen erhielten Förderungsverträge
Die derzeit elf Spielerinnen – im Prinzip allesamt DFB-Auswahlspielerinnen von der U16 bis zur U19 – erhielten am Mittwoch im Beisein der entsprechenden Erziehungsberechtigten nach der Zeugnisausgabe an der Eliteschule des Sports in Potsdam entsprechende Förderungsverträge.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • Andreas sagt:

    Tolle Idee. Nachwuchsarbeit ist sowohl für den Verein als auch die N11 die wichtigste Investition in die Zukunft. Ein Beispiel, das Schule machen sollte.

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  • speedy75 sagt:

    Das könnte wieder was wegweisendes werden und sich langfristig bei vielen Bundesligisten durchsetzen. Schröder wird auf seine „alten Tage“ nicht müde und ist immer für was neues offen.

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  • waiiy sagt:

    Ich frage mich, wo der Mann noch die ganzen Kapazitäten hernimmt! 🙂

    Die Idee ist klasse, weil man gerade in dem Alter von 15 bis 17 Jahren mit einer solchen Maßnahme sehr viel Motivation schaffen kann, allein weil die Mädels mit dem Cheftrainer trainieren können. Das ist das Alter, wo aus dem Spaß am Spielen Ernst bei der Quälerei wird und wo viele junge Frauen entweder aufhören, weil die Motivation fehlt oder eben abwandern, weil sie woanders mehr Möglichkeiten sehen, sich zu entwickeln.

    Gibt es denn auch schon eine Namensliste zu den 11 Spielerinnen?

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  • Bernd Zeller sagt:

    Da braucht es keine grossen Kommentare, es ist genau der richtige Weg, den der Verein für sich gewählt hat, qualifizierten Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu generieren.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Nimm doch einfach die U-16- bis U19-N11-Spielerinnen zusammen, dann dürftest du ein ganz gutes Bild haben 🙂

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  • enthusio sagt:

    Ja habt Ihr es denn alle nicht verstanden ? Das ist doch eine klare Ansage von Bernd Schröder im Sinne von: Ich bleibe bis 2016 Cheftrainer, denn ich will ja schließlich erleben, dass meine Arbeit Früchte trägt und wir spätestens 2016 noch einmal Deutscher Meister werden. 🙂
    Gutes Konzept ! 🙂

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  • TurbinePaul sagt:

    Das ist genau der richtige Weg…

    (Damit wird genau der folgende Satz von Bernd Schröder unterstrichen:
    „Manche Mannschaften (Wolfsburg, Frakfurt) sind personell besser aufgestellt, aber wir treten als gesamtes Team auf!“ )

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  • Altwolf sagt:

    Ist ja schön,wenn ihr alle so euphorisch bei dieser Idee seid, aber ich sehe eigentlich nur die Reaktion eines Trainer/Managers auf die sich im FF geänderten Verhältnisse gerade im deutschen FF.
    „Markenbindung“ heißt das in der Marketing-Welt. Turbine hat nicht mehr die herausragende Stellung im FF, da inzwischen auch andere Vereine attraktiv genug sind Alternativen zu sein.Also tritt man die Flucht nach vorn an und bindet die hoffnungsvollsten Talente an Verträge, um sie zumindest befristet nicht nur emotional fester an den Verein zu binden.Warum müssen die nun neben Schule,evtl.Ausbildung und normalem Training nun auch noch zusätzliches Training leisten? Haben wir nicht schon, auch in diesem Forum, kritische Stimmen zu körperlichen Belastungen – Folgeschäden („Kreuzbandrisse usw.)- reichlich vernommen? Ich kritisiere hier nicht die Idee, sondern die „Stilisierung“ zu etwas Neuem und Einzigartigem.

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  • Altwolf sagt:

    @Wally u.Detlef.Ihr als engagierte TP-Fans und auch kritische Geister,solltet diese Idee von B.Schröder doch mal vom Grundsatz und eurer Vereinsphilosophie her überdenken, denn mir ist das zu sehr „Kader-Schmiede“ und „Elite-Schule“;gebauchpinselt,die,die dazu gehören sollen,aber die Anderen der entsprechenden Mannschaften sind dann die „Looser“, eigentlich nicht mehr mit so richtigen Chancen weiterzukommen.Hilft das dem doch eigentlich auf die Fahnen geschriebenen „Team-Spirit“?
    @enthusio.Na, da bist Du vielleicht mit deiner Einschätzung zu voreilig bezüglich – „gutes Konzept“
    Warum will man diese Spielerinnen mit Verträgen „festnageln“ und sie nicht Monat für Monat, entsprechend ihrer Leistungen und Fähigkeiten dann in gesonderten Maßnahmen fördern, so daß auch bisher nicht so als „Supertalent“ eingestufte Spielerinnen für sich noch Chancen sehen. Für m ich ist das kein „überzeugendes“ Konzept.

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  • Mosan sagt:

    Kann mich jemand aufklären, was darin jetzt neu ist? Dachte Turbine kombiniert bereits Kaderschule mit Jugendteam? Hat man a jetzt die Altersgrenzen aufgebrochen oder gehts ums Geld/Prämien?

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Nur dass man bei Turbine zumindest in der Nachwuchsförderung anderen Teams wie beispielsweise Wolfsburg, auf die du ja anspielst, lange und immernoch weit voraus ist. Dieser Schritt erweist sich deswegen als etwas Neues, weil er in diesem Bereich vielleicht bei allen anderen Vereinen, nicht aber bei Turbine notwendig gewesen wäre.

    Attraktiv sind andere Vereine erst für Spielerinnen ab 20-22, für Spielerinnen in dem Alter 15-17 gab es noch nie einen attraktiveren Club als Potsdam, vielleicht schließt Bayern demnächst auf.

    Du scheinst die Jugendarbeit in Potsdam überhaupt nicht zu kennen, oder? Dort werden Talente meist im Alter von 14, 15 Jahren an das Jugendinternat geholt, wo sie einen extra auf die Doppelbelastung abgestimmten Stundenplan haben. Hier durchlaufen sie alle 1. Mannschaften in der Jugend, und gehen dann meist zu anderen Vereinen, da nur die allerbesten die Chance in der Bundesligamannschaft bekommen.

    Vielleicht weißt du es noch nicht, aber soweit mir bekannt ist, ist das Internat in Potsdam die einzige Schule in Deutschland, die bewusst auf Abi nach 14 Jahren ausgerichtet ist, um den Stundenplan dementsprechend zu strecken, dass die Spielerinnen alles soweit schaffen.

    Was hat Jenny Cramer zwischen den DFB-Lehrgängen bzw. zwischen den Länderspielen gemacht? Richtig, ihr Abi, zusammen mit Sandra Starke. Tabea Kemme hat vor zwei Jahren noch am Abend vor dem CL-Finale fürs Abi gelernt.

    Wenn es einen Verein gibt in Deutschland, der alles tut, um eine Doppelbelastung Beruf bzw. Schule/Sport so verletzungsfrei wie möglich zu garantieren, dann Potsdam. Die Kreuzbandrisse, die sich die Potsdamer Spielerinnen zugezogen haben, haben sie sich vor allem bei U-N11-Lehrgängen zugezogen, nicht aufgrund zu hoher Belastungen im Vereinstraining!

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    So ganz neu ist die Idee dann auch nicht!!!
    Perspektivteams hat es in Potsdam auch schon früher gegeben, als der „Ausstoß“ von Top-Talenten noch wesentlich höher war!!!

    Die „angeblich veränderten Verhältnisse im FF“ von denen Du sprichst, sind gar nicht so viel anders als seither!!!
    Ein bis zwei Vereine sind in die Spitze vorgerückt, dafür ist Duisburg abgestürzt!!!

    Früher hatte es Potsdam fast ausschließlich nur mit Frankfurt zu tun, wo um Titel und Pokale, aber auch um Spielerinnen gekämpft wurde!!!
    Beim Erstem konnte TURBINE einige Male die Oberhand behalten, aber bei Letzterem war man stets der Unterlegene!!!
    Mit dem VfL Wolfsburg ist lediglich ein Verein hinzugekommen, der über die selbe Finanzkraft verfügt wie Frankfurt, und somit ebenfalls um die Potsdamer Leistungsträgerinnen buhlt!!!
    Früher sind ja nur die Spielerinnen in die Autostadt gewechselt, die sich in Potsdam nicht, bzw nicht mehr durchsetzen konnten!!!

    Für mich ist dieser Schritt der Versuch, die Fehler der letzten Jahre, die man in Potsdam im Nachwuchsbereich gemacht hat, ein Stück weit zu korrigieren!!!

    Ich sehe diesen Schritt aber durchaus auch mit einer gesunden Skepsis!!!
    Es gibt nicht wenige TURBINE-Fans, die wie ich der Meinung sind, daß Schröders Trainingsmethoden nicht mehr zeitgemäß sind!!!
    Viele werden jetzt wieder entrüstet aufspringen, und „der Erfolg gibt ihm Recht“ schreien!!!
    „Richtig“ sage ich, „aber“!!!

    Man könnte jetzt eine Menge Kritikpunkte aufzählen, wie mangelhafte Standartsituationen seit Jahren, oder schlechtes Kopfballspiel ebenfalls seit Jahren, oder mangelhafte Schußtechnik bei etlichen Spielerinnen, usw, usw!!!
    Von seinem Spleen, den Ball unbedingt ins Tor hineintragen zu wollen, rede ich erst gar nicht!!!
    Das sind alles Dinge die ich am Trainer fest mache, weil er in der täglichen Arbeit mit den Spielerinnen diese Fehler sehen und beheben müßte!!!

    Deshalb sehe ich es durchaus mit gemischten Gefühlen, daß er jetzt auch noch den Nachwuchs unter seine Fitiche nehmen will!!!

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  • nadenn sagt:

    Andere Vereine nennen das B-Jugend.

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Wie Du sicherlich mitbekommen hast, sehe ich diesen Schritt durchaus kritisch!!!
    Allerdings hat das nichts mit der Idee ansich zu tun, die ich durchaus positiv sehe!!!

    Kaderselektionen finden ja in allen Vereinen und Mannschaften statt, auch in WOB!!!
    Da werden die Besten besonders gefördert, zT mit Extra-Trainingseinheiten, und die Schwächeren werden abgestuft oder aussortiert!!!
    Das hört sich jetzt vielleicht brutal an, aber Leistungssport ist keine Kuschelrock-Veranstaltung!!!
    Nicht umsonst nennt man eine gute Mannschaft auch „Auswahl“!!!

    Wie Du es nennen magst bleibt Dir überlassen!!!
    Der Begriff „Kaderschmiede“ ist zugegeben ziemlich DDR-lastig, trifft es aber im Wesentlichen!!!
    Du kannst auch „Reise nach Jerusalem“ dazu sagen, oder „10 kleine Jägermeister“, oder „PSDS, Potsdam Sucht Die Superspielerin“ klingt auch neuzeitlicher, aber am Ende ist und bleibt es ein Selektionsprozeß!!!

    Und wie dieser interne Konkurrenzkampf sich auf den Teamspirit auswirkt, liegt auch weitestgehend mit am Trainer!!!

    @Mosan,
    wie ich schon schrieb, ist es eigentlich keine wirkliche Neuerung in Potsdam!!!
    Schon die Auswahl an der Sportschule ist eigentlich der Beginn eines Perspektivteams!!!
    Das setzt sich dann fort durch die einzelnen Nachwuchsteams bis zur U15 und später zur U17!!!
    Überall wird gefördert und gesiebt, bis schließlich die „Krönung der Perspektivteams“, die U17-Bundesligamannschaft ins Rennen geschickt wird!!!

    Sheldon schrieb;
    „Attraktiv sind andere Vereine erst für Spielerinnen ab 20-22, für Spielerinnen in dem Alter 15-17 gab es noch nie einen attraktiveren Club als Potsdam, vielleicht schließt Bayern demnächst auf.“

    Das ist „Quatsch mit Soße“!!!
    Es hat schon immer viele erfolgreiche Nachwuchsteams auch außerhalb von Potsdam gegeben!!!
    Duisburg, Hamburg, Essen, Saarbrücken, Bad Neuenahr, Freiburg, Sindelfingen und München, um nur ein paar zu nennen!!!
    Neuerdings sind auch Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg und sogar Frankfurt auf den Trichter gekommen, daß man sich seinen eigenen Nachwuchs selber heranziehen könnte!!!

    Sheldon schrieb;
    “ Die Kreuzbandrisse, die sich die Potsdamer Spielerinnen zugezogen haben, haben sie sich vor allem bei U-N11-Lehrgängen zugezogen, nicht aufgrund zu hoher Belastungen im Vereinstraining!“

    Das ist zwar korrekt, aber so ein Kreuzband unterscheidet nun mal nicht zwischen Training in Potsdam und Training beim DFB!!!
    Die Kreuzbänder sind bei Frauen nun mal wesentlich dünner, und damit permanent gefährdet!!!
    Es liegt auch am Training im Verein, wie gut die Muskulatur um diese Bänder beschaffen ist!!!
    Ich bin kein Mediziner, aber das hat mal einer der Physios bei „TURBINE zum Anfassen“ so gesagt!!!

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  • gerd.karl sagt:

    sheldon, der vfl wolfsburg hat auch weibliche mannschaften,
    das a-team ist deutscher meister, pokalsieger und championsleague sieger geworden.
    die wolfsburger frauen II sind meister in der regionalliga nord geworden.
    ja jetzt komme ich zum punkt:
    die b-juniorinnen sind 3 der b-juniorinnen bundesliga geworden.
    die c-juniorinnen sind 3 der bezirksliga braunschweig geworden.
    die d-juniorinnen sind 3 der 1.kreisklasse wolfsburg,jungen, geworden

    richtig sheldon, du hast recht, wolfburg betreibt keine jugendarbeit, und ist ein söldner verein der keine erfolge hat.

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  • Bernd Zeller sagt:

    Na, diese Perspektivvereine vertreiben uns die Zeit bis zum Beginn der EM – dabei sind doch von Frau N. schon die Perspektivspielerinnen erschaffen worden.

    Ich denke, die Frauen-Liga wandelt sich, neben der Turbine und dem FFC treten andere Vereine an, die Meister, Pokal- und Championsleague-Siegerinnen werden können (aktuell Wolfsburg) und Bayern hat seine diesbezüglichen Absichten durchaus bekräftigt. Und wo Kapital ist, kann sich auch am Transfermarkt bedient werden.

    Es ist völlig klar, dass die Turbinen was tun (müssen).

    Allerdings handelt es sich um einen schwierigen Spagat bei sich steigernder Kommerzialisierung und Vermarktung im FF.

    Mädchenfussball ist ein Breitensport und findet sich in den örtlichen Sportvereinen. Kein Dorfverein mehr, ohne mehrere Mädchen(Frauen)-Abteilungen. Hier beginnt „Nachwuchs“, „Unterschiedlichkeit“, „Vielfalt“, deshalb begeistern wir uns doch zurecht für FF. Die breite Vereinsbasis ist wichtig, um die weiterführenden Strukturen bis hin zur Liga und Nationalmannschaft gewährleisten zu können. Das die professionellen Vereine diese Arbeit dann fortsetzen bzw. ergänzen ist folgerichtig. Das ist ein ganz entscheidender Unterschied z.b. zum amerikanischen Profisystem.

    Mein Wunsch ist, dass bei aller berechtigter Profisierung und Profitisierung die Bindung zwischen Basis und Vereinen erhalten bleibt.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Es geht mir dabei in keiner Weise um irgendwelche Vergleiche mit WOB;das sollte dabei völlig außen vor bleiben.Eigentlich hast Du dir in deiner Argumentation eher selbst widersprochen und das war auch mein Duktus bezüglich der kritischen Auseinandersetzung mit der „Perspektiv-Mannschaft“
    Gerade weil TP bisher eine so hervorragende Nachwuchsarbeit hat mit all den für den FF bisher optimalen Bedingungen, frage ich mich, wozu dann noch diese zusätzliche “ Hervorhebung“ der bereits schon nach elitären Maßstäben ausgesuchten Spielerinnen.Was, außer dem offensichtlichem Bestreben diese Spielerinnen durch Verträge zu binden und sicherlich auch die geleisteten Investitionen des Vereins, während der jahrelangen Ausbildung, auch einer Nachhaltigkeit zu zuführen, sind die Motivation für diese „Neuerung“.Gibt es da noch weitere Argumente solch eine „Auslese“ zu installieren?
    @Detlef. Selektionen sind der Extrakt der über das normale und talentierte Können hinausgehenden Fähigkeiten und sind die Basis einer hochklassigen Spielkultur, aber dies dann nochmals einer Auslese zu unterziehen leuchtet mir nicht so ein, es sei denn,man hat den Eindruck im Verein, der Zugang zu Turbines Mannschaften sei nicht selektiv genug um Spitzenspielerinnen in genügender Anzahl hervorzubringen.Dann hätte man aber im Umkehrschluß Fehler im bisherigen Auswahlverfahren der Spielerinnen gemacht.
    Um es nochmals deutlich zu sagen,ich verstehe die doppelte Selektion nicht als „Innovation“ und würde das Motiv von B.Schröder gerne nachvollziehen können.Dies hat nichts mit irgendeiner Vereinsliebe zu tun oder soll gegen irgendeinen Verein gerichtet sein.

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  • Altwolf sagt:

    @Bernd Zeller.Wenn der FF längerfristig überleben will,muß eine Professionalisierung kommen und zwar fehlt sie genau da, wo uns gerade 2 Vereine die eklatanten Probleme aufzeigen. Nicht die Spielerinnen und deren Verhältnisse müssen diese Professionalisierung zeigen, sondern die Vereinsstrukturen mit Leuten,die die wirtschaftlichen Verhältnisse regeln können, also nicht „ehrenamtliche“ Helfer,die sich dazu überreden ließen das mal für den Verein zu tun,sondern „Profis“ was Bilanzen und Wirtschaftlichkeit eines solchen Vereines betrifft und dazu gehört auch eine entsprechende personelle Ausstattung um verlässliche Sponsoren und Geldgeber mit Konzepten zu überzeugen und längerfristig zu binden.Wer dies in Zukunft nicht leisten kann,sollte sich erst gar nicht Leistungs-FF auf die Fahnen schreiben.Hier könnte gerade auch der DFB viel mehr Hilfe3stellung bezüglich der Rahmenbedingungen leisten und sich zumindest anbieten zu vermitteln.

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  • FFFan sagt:

    Täusche ich mich oder gab es das gleiche schon vor Jahren unter dem Namen „Team 2011“?

    Also quasi ‚alter Wein in neuen Schläuchen‘?

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  • Winter sagt:

    Turbine ist auf einem guten Weg!
    Schröder hat mehrfach angekündigt, dass in 2 bis 3 Jahren hoffnungsvolle Nachwuchstalente nachkommen. Man hat es in der Vergangenheit schon mit vielen Nachwuchsspielerinnen aus den eigenen Reihen bewiesen, was da möglich ist (Odebrecht, Mittag, Kemme, Cramer, Zietz, Peter, Schmidt, Draws, Sarholz, Schumann, Angerer, … und, und, und). Ich bin mir sicher, man wird es wieder beweisen! Ich wünschte, Schröder hätte noch ein zweites Leben und könnte noch mal so lange machen wie bisher. Aber vielleicht wird er ja 100 Jahre und trainiert die Turbinen bis zum 99. Lebensjahr!
    Vorwärts Turbinen, Ihr seid Potsdam – Potsdam ist Turbine!!!

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  • Bernd Zeller sagt:

    @Altwolf: ich teile Ihre Ansicht vollkommen …

    Allgemein formuliert finden sich Defizite auf beiden Seiten, auf der des Verbandes und auf der, der Vereine.

    Ich persönlich war von einem Interview bei der ARD kurz vor dem Schottland-Spiel (sofern ich mich jetzt nicht täusche) mit Herrn Niersbach verwundert, und zwar über dessen Erstaunen, dass der Zuschauerschnitt in der BuLi bei um die 1000 liegt (diese Zahl höre ich aber auch schon seit Jahren) und sinngemäß ein für mich nicht zulässiger Vergleich mit der Männer-BuLi gezogen wurde (in bezug auf die wirtschaftliche Attraktivität des FF).

    Nun, ich bin kein hauptberuflicher Verbandsfunktionär, aber hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Was will „man“ denn nun? Zumindest ein hübsches Aushängeschild mit der Nationalmannschaft, denn diese ist relativ erfolgreich und das lässt sich auch darstellen, in diesem Bereich wird gefördert, werden Prioritäten gesetzt, Sponsoren gesucht, Funktionäre beschäftigt.

    Die Vereine werden sich selbst überlassen und auf der Verbandsseite herrscht Verwunderung, dass diese es nicht schaffen, vom Ansehen und den Erfolgen der Nationalmannschaft zu profitieren – einerseits.

    Dann überlege ich mir, als Laie, wieso ARD und ZDF, Eurosport, Sport1 und wer auch immer das tun möchte, nicht über den FF berichten? Regelmässig, von mir aus immer am Wochenende, das ist sicherlich nicht so von heute auf morgen machbar, aber doch wohl nicht unmöglich, oder?

    Wer, ausser uns, nimmt schon gross Notiz davon, dass die Frauen-Mannschaft des VfL Wolfsburg Tripple-Siegerinnen geworden sind, ist Wolfsburg denn nun nicht auch „Tripple-Stadt“, so wie München, wo das Länderspiel gegen Japan gerade so toll vermarktet wird?

    Wo ist die Bundeskanzlerin, wenn Frauen im Champions-League Finale stehen?

    Wo, ausser auf Womensoccer, erfahren Jugendliche, Familien etc. etwas über Mädchen-Fussballturniere vor Ort?

    Also es ist schon was machbar, wenn „man“ will und das auch nicht immer sehr viel Geld kostet.

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  • Sheldon sagt:

    Um wieder aufs Thema zurückzukommen: Ich glaube, diese Selektion könnte mit der neu gegründeten U17-Bundesliga zusammenhängen. Schließlich ist es dadurch nun so, dass die U17-Spielerinnen dadurch nun eine deutlich anspruchsvollere und längere Saison spielen. Sie müssen sich erst einmal darauf konzentrieren, und dafür braucht man auch einen eigenständigen Kader mit allem Drum und Dran.

    Dieses Perspektivteam soll meines Erachtens verhindern, dass die Kluft zwischen 1. Mannschaft, 2. Mannschaft und U17 größer wird. Durch dieses Perspektivteam selektiert man aus der eigenständigen U17 noch einmal die Spielerinnen, die wirklich eine Perspektive haben, einmal in der 1. Mannschaft eingesetzt zu werden, von den Spielerinnen, die zugegebenermaßen nur Füllmaterial sind, um eine Konkurrenzfähige U17 auf die Beine zu stellen.

    Für diese 11 Spielerinnen wird es stärker darum gehen, sich in Richtung erste Elf zu arbeiten und darauf vorzubereiten, als die U17-Meisterschaft zu gewinnen. Natürlich hängt damit auch eine gewisse Bindung an den Verein zusammen, zu beidiger Planungssicherheit.

    Es geht genau um diese Spielerinnen, die eigentlich irgendwo immer zwischen U17 und A-Mannschaft hängen, die sich in diesem Übergang befinden. Spielerinnen wie Pauline Bremer, die schon erste Spielpraxis in der A-Mannschaft sammeln, aber auch hier und da die U17 unterstützen. Diese sollen nun destilliert werden und gezielter an die A-Mannschaft herangeführt werden!

    Es ist meines Erachtens also lediglich eine Strukturänderung zur konzentrierteren und fokussierteren Arbeit!

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Deine Darstellung des Problems mit der Überbrückung der Spielentwicklung zwischen U17 evtl. 2.Mannschaft und 1.Mannschaft wäre eine auch mir einleuchtende Erklärung, um so die Leistungssprünge dadurch besser ausgleichen zu können. OK

    @Bernd Zeller.Ja ,da liegt sicher auch der „Hund“ begraben,nämlich die öffentliche Wahrnehmung in den überregionalen Medien, wobei ich so ein wenig hoffe, daß nach dieser „besonderen“ Erfolgsgeschichte in 2013 vielleicht Volkswagen auch mal in der “ deutschen FF-Buli“ mehr Support für diese Liga übrig hat und mit seinen Connections auch die TV-Präsenz mal etwas zu puschen versucht.Derzeit eine Hoffnung, mehr nicht.

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  • grammofon sagt:

    Der Neid auf die Nachwuchsarbeit von Turbine scheint hier bei einigen doch sehr offensichtlich zu sein. Ob dies ein gutes Konzept ist lässt sich dann beurteilen, wenn in 7 Jahren wieder die Halbe Nationalmannschaft früher mal bei Turbine ausgebildet wurde.

    @waiiy: „Zu diesem Team gehören Vanessa Fischer, Felicitas Rauch, Ina Tran, Annika Hofmann, Jenny Hipp, Victoria Krug, Elisa Emini, Isabella Möller, Aline Reinkober, Viktoria Schwalm und die Dänin Luisa Rinsing.“

    Quelle: http://www.pnn.de/regionalsport/763401/

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Wieso wieder? Wenn ich mir so anschaue, wer in der aktuellen N11 die Kaderschmiede von Turbine durchlaufen hat oder wenigstens dort für längere Zeit aktiv war, dann haben wir mit Angerer, Schmidt, Henning, (Peter, Odebrecht, Kershowski), Keßler, Cramer, Mittag und Bajramaj allein 10 Spielerinnen, die zwischenzeitlich zum vorläufigen EM-Aufgebot gehörten, also immerhin 1/3 der N11 ausmachten.

    Und wenn ich mir so anschaue, wo die anderen Nationalspielerinnen ihre jungen Jahre verbracht haben, bevor sie ausgereift waren, dann dürfte die Rolle von Turbine in den nächsten Jahren noch wichtiger werden. Denn die Zubringer waren nunmal Bad Neuenahr (Celia, Goeßling, Maier, Schult), Saarbrücken (Keßler, Henning, Marozsan), Duisburg (Wensing, Popp, Bajramaj, Krahn, Laudehr) usw. Alle pleite, alle können diese Arbeit nicht mehr leisten.

    Deswegen ist so eine Arbeit unbedingt notwendig!

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