Jena holt Lara Keller – Schroffenegger und Heinze gehen

Von am 16. Juni 2013 – 17.12 Uhr 8 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena hat die Schweizer Stürmerin Lara Keller vom Erstliga-Absteiger FSV Gütersloh 2009 verpflichtet, muss aber auch zwei namhafte Abgänge verkraften. Denn Torhüterin Katja Schroffenegger und Karoline Heinze verlassen den Verein.

Keller erklärt: „Überzeugt hat mich vieles: Das Team, die Verantwortlichen, die ganze Infrastruktur. Und, das Training hat mir Spaß gemacht. Ich habe mich gleich wohl gefühlt“, so die 22-Jährige, die bereits im Mai ein Probetraining absolvierte.

Gefallen an der Bundesliga gefunden
„Im Vergleich zu der Schweiz ist vieles professioneller und sportlich gesehen ein großer Schritt für mich. Das ist auch der Grund, warum ich weiterhin in der Bundesliga bleiben wollte.“ In der vergangenen Saison bestritt sie zehn Erstligaspiele mit dem FSV Gütersloh 2009. Über die Vertragsdauer machte der Verein keine Angaben.

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Lara Keller

Lara Keller (re.) kommt vom FSV Gütersloh 2009 © Lothar Weisner

Abschied von Schroffenegger und Heinze
Dagegen nimmt der Verein Abschied von Katja Schroffenegger und Karoline Heinze. „Die Zeit in Jena war eine tolle Erfahrung, sehr lehrreich, mit vielen Höhen und Tiefen. Ich möchte die Zeit hier nicht missen und wünsche den Mädels eine erfolgreiche neue Saison“, so Schroffenegger. Heinze sucht ihrerseits eine neue Herausforderung im Ausland: „Es war von Beginn an mein Ziel, in Florida zu studieren. Dieser Traum wird nun wahr. Es ist wahnsinnig aufregend, bald in einer ganz anderen Liga zu spielen, als die letzten Jahre“, so Heinze.

Der Verein heißt Lara Keller herzlich willkommen und bedankt sich bei Katja Schroffenegger sowie Karoline Heinze für ihre Leistungen und wünscht ihnen viel Erfolg bei den neuen Herausforderungen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • wieb ke sagt:

    an amerikanischen Unis studieren und Fussballspielen: nach Brüggemann, Moik, Howard, Petermann jetzt auch Heinze – die Mädels haben Mut. Aber nehmen sicher auch eine Menge mit!

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  • FFFan sagt:

    Laut ‚Fansoccer‘ geht Schroffenegger zum FC Bayern München. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht.

    In thüringischen Medien wurden außerdem Nadine Kraus und Safi Nyembo als Abgänge genannt. Bleiben diese dem FF USV nun doch erhalten?

    @ wieb ke:

    das sind noch längst nicht alle, z.B. gehen auch die bisherigen Sindelfingerinnen Rädle, Schmidt und Spengler in die USA.

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  • sitac sagt:

    Für Schroffenegger würde es mich sehr freuen. Ihr Handgelenk scheint ja wie durch ein Wunder wieder ganz in Ordnung zu sein. Ich hoffe sehr, sie in Schweden im Tor der Squadra azzurra zu sehen.

    Zum Thema USA:

    Hier ein Link mit dem Ranking der besten 64 College-Womensoccer-Teams.

    Scheint für die Unis in den USA immer bedeutsamer zu werden für das Prestige. Wer hierzulande 1. Liga spielt, wird mit offenen Armen, Stipendien und barrierefreiem Studienplatz aufgenommen.

    Ich beglückwünsche alle Spielerinnen, die hier aus den Angeboten eine gute Wahl treffen können.

    Interessant finde ich, in den Kadern der einzelnen Mannschaften ein bisschen herumzustöbern. Da taucht doch schon immer wieder die eine oder andere Deutsche auf.

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  • Sheldon sagt:

    Schroffenegger zu Bayern wäre interessant. Meines Erachtens ist sie ein guter Back-up, auch vom Typ her. Würde auch in das regionale Spektrum Alpenländer bei den Bayern passen.

    Da wird anscheinend weiter munter aufgerüstet.

    Mal schauen, welches Talent es noch dahin verschlägt!

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  • sitac sagt:

    Kleine Korrektur, letzter Satz muss heißen:
    Da taucht doch schon immer wieder eine europäische Spielerin auf, darunter auch ein paar deutsche.

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  • frek sagt:

    Ich freu mich für Katja, dass sie hoffentlich endlich den Zuspruch bekommt den Sie sich verdient hat.
    Sie stand kurz vor dem Karriereende und hat sich wieder super rangekämpft.
    Jetzt hat sie es nicht mehr soweit bis in die Heimat.
    Ich werd sie hier in Jena vermissen.
    Ich hoffe Jena hat einen adäquaten Ersatz im Auge, denn sollte Jena mit Muhle und Ippensen ins Rennen gehen sehe ich schwarz.

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  • Detlef sagt:

    Katja hat mich besonders beim Hallencup in Magdeburg überzeugt!!!
    Sie hat großartige Reflexe, und spielt auch gut mit!!!
    Auf dem Großfeld habe ich sie allerdings noch nicht gesehen!!!

    Falls sie wirklich zu den Bayern-Ladies gehen sollte, dürfte Kathrin Längert ordentlich Druck von der Bank bekommen!!!

    @frek,
    Also Franzi Ippensen hat auf mich im Spiel gegen TURBINE einen durchaus erstligatauglichen Eindruck gemacht!!!
    Sie ist noch jung, und kann noch einiges dazulernen!!!

    Zu Clara Muhle kann ich nichts sagen!!!

    Vielleicht kommt ja auch eine alte Bekannte zurück ins Paradies???
    Denn falls Alisa Vetterlein doch in Wolfsburg bleiben sollte, dürfte für Jana Burmeister nur noch der undankbare Platz hinter Merle Frohms übrig bleiben!!!

    Und dann müßte das „Wolfsburger Gesamtpaket“ schon sehr überzeugend sein, damit sich eine Torhüterin ihres Kalibers freiwillig auf die Reservebank in Liga Zwei setzt!!! 😉

    Also vielleicht kommt Jana dann doch lieber zurück zu ihren Wurzeln???

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  • FF-Talent sagt:

    Wie Frek und Detlef hier schon richtig geschrieben haben, die Frage nach dieser Meldung, wer jetzt das Jenaer Tor hüten soll?
    Nur Ippensen und Muhle ist ein bisschen wenig um mit zwei Mannschaften in beiden Bundesligen zu bestehen. Burmeisters Rückkehr klingt plausibel, ein Vertragsabschluss würde aber wahrscheinlich nicht so einfach werden.

    Nebenbei: Fast unverständlich, wieso Schroffenegger (trotz Herankämpfen nach Verletzungspausen) und Ippensen in der Rückrunde der abgelaufenen Saison nicht der (erwartete) konstant starke Rückhalt im Abstiegskampf waren … obwohl der Jenaer Cheftrainer selbst aktiv Torwart war und auch heute als Männer-Torwarttrainer arbeitet! Die Rückkehr von Rinkes nach Jena (Rückrunde 2011/12) war ja schon ein ähnlicher Fall auf der TW-Position.

    Schroffenegger hat ja sehr gut in Jena damals angefangen und war (was man so hört) relativ beliebt bei den Zuschauern. Dass sie langfristig und konstant ihr gutes Niveau wieder erreicht, wäre nach der Verletzungsmisere zu wünschen. Aber „ordentlich Druck von der Bank“ wie Detlef meinte, wird es wahrscheinlich für Längert nicht, eher eine dauerhafte solide „Nummer 2“ mit Liga- und internationaler Erfahrung (wie z.B. Burmeister nach ihrem Wechsel von Jena nach WOB). In dieser Hinsicht macht der FCB nix falsch, wenn er Schroffenegger holt!

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