1. FFC Frankfurt verpflichtet Asuna Tanaka

Von am 12. Juni 2013 – 10.42 Uhr 9 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt hat die japanische Weltmeisterin Asuna Tanaka verpflichtet. Die 25-jährige Innenverteidigerin unterschrieb beim dreifachen UEFA-Pokalsieger einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2015.

Die 1,64 Meter große Tanaka hatte bereits in der Vorbereitung auf die Rückrunde 2012/2013 als Gastspielerin beim 1. FFC Frankfurt mittrainiert und sich mit sehr guten Leistungen empfohlen.

Flexible Spielerin
Mit ihrem bisherigen Verein, dem japanischen Erstligisten INAC Kobe Leonessa, gewann sie 2010 den Pokal sowie 2011 das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal. Asuna Tanaka, die neben der Innenverteidigung ebenso im defensiven Mittelfeld flexibel eingesetzt werden kann, ist auch in der japanischen Nationalelf eine feste Größe. In 23 Spielen erzielte sie drei Treffer.

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Asuna Tanaka

Asuna Tanaka soll die Defensive des 1. FFC Frankfurt verstärken © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

„Möglichst viele Titel gewinnen“
Tanaka: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass mein Wechsel nach Frankfurt zustande gekommen ist. Bereits seit meinem Probetraining im vergangenen Winter wollte ich für den 1. FFC Frankfurt auflaufen, nun hat es geklappt. Ich möchte dem Team und dem Club mit seinen vielen Anhängern helfen, erfolgreichen Fußball zu spielen und natürlich möglichst Titel zu gewinnen.“

Hervorragender Gesamteindruck
FFC-Manager Siegfried Dietrich meint: „Mit der Verpflichtung von Asuna Tanaka haben wir nach dem Weggang von Saki Kumagai unsere Defensive final komplettieren können. Sie soll mit ihrer Erfahrung und ihren Defensivfähigkeiten zu einer festen Stütze innerhalb der Mannschaft werden. Asuna hat im Frühjahr bei unserem Trainerteam einen hervorragenden Gesamteindruck hinterlassen und auch unser neuer Cheftrainer Colin Bell konnte die japanischen Nationalspielerin zuletzt beim Algarve Cup beobachten und ist von ihren Qualitäten als Defensivakteurin überzeugt.”

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Hm, schwer einzuschätzender Wechsel… Asuna Tanaka wirkt in der Abwehr Japans eher wie das 5. Rad am Wagen (hinter Sameshima, Kinga, Kumagai und Iwashimizu). Zudem wurde sie zuletzt an der Algarve eher außen (als Ersatz für Kinga) eingesetzt.

    Ob man sich jetzt da im Vergleich zu Kumagai wirklich verbessert haben wird, bleibt abzuwarten.

    Erst einmal bin ich persönlich nicht so glücklich über den Transfer, da hätte es durchaus Spielerinnen gegeben, die auf dem Blatt bessere Chancen gehabt hätten, sich durchzusetzen.

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  • DAWIDenko sagt:

    „FFC-Manager Siegfried Dietrich meint: „Mit der Verpflichtung von Asuna Tanaka haben wir nach dem Weggang von Saki Kumagai unsere Defensive final komplettieren können“

    Bei Framba steht dass Saki Kumagai zur nächsten Saison zu Olympique Lyon wechselt.

    Ich kannte Tanaka bisher nicht. Also so eine große Verstärkung kann sie eingentlich nicht sein. Ich meine mich ein wenig mit der japanische Nationalmannschaft auszukennen, vor allem da sie auch bereits 25 ist. Stammspielerin ist sie bei den „Prachtnelken“ nicht, wie auch Sheldon schon angemerkt hat.

    Eigentlich ist Frankfurt bekanntlich bestrebt nur nahmhafte Spielerinnen zu verpflichten. Aber scheinbar trübt die sportliche Perspektive doch so langsam die Transferaussichten der Frankfurter nach zwei dritten Plätzen in der Bulli.

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  • J. Edgar sagt:

    eine 164 cm große Innenverteidigerin?
    Da freuen sich jetzt schon Spielerinnen wie Popp, Hagen…

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  • Sokrates sagt:

    Bei allem Respekt vor Asuna und der japanischen Spielkultur – dieser Wechsel scheint auf den ersten Blick sportlich keinen Sinn zu machen und ist vor allem ein weiterer Schlag ins Gesicht von Super-Talent Valeria Kleiner. Asuna ist eindeutig schwächer als Saki und mit 1,64 m zu klein für eine IV.

    Ich befürchte, dass Vale den FFC jetzt verlassen wird. Vielleicht hat sie sogar schon bei einem anderen Verein unterschrieben. Dann wäre Asunas Verpflichtung als eine von drei Optionen für die IV in der Startelf neben der Frankfurter „Führungsspielerin” „Sassi” und der anderen Neuverpflichtung Alina Garciamendezguez nachvollziehbar, zumal Kozue jetzt wieder eine Landsfrau an ihrer Seite beim FFC hat.

    Zum Wechsel von Saki nach Lyon darf ich mich vielleicht selbst zitieren:

    Sokrates sagt:
    11. Juni 2013 um 1.37 Uhr
    FFFan sagt:
    10. Juni 2013 um 19.39 Uhr
    Wenn ich diesen Zeitungsartikel

    http://www.20minutes.fr/lyon/1170375-lyon-laisse-miettes

    richtig verstanden habe, verlassen neben Bompastor auch Ohno(!), Otaki, Deville, Georges(!) und Agard Olympique Lyon, während Saki Kumagai (bisher 1.FFC Frankfurt) als Neuzugang bestätigt wurde.

    Du hast den Artikel ganz richtig verstanden, FFFan. Saki wird als Wunschspielerin („une recrue de choix”) Laura Georges in der IV ersetzen und zusammen mit dem „Turm von Lyon” spielen. (Ich könnte mir vorstellen, dass Laura zu PSG wechseln wird, weiß es aber nicht.)

    Sonia Bompastor wird wohl nicht durch Laure Boulleau ersetzt. Megan Rapinoe wird Ende September aus Seattle zu OL zurückkehren.

    Bisher ist nur eine Neuverpflichtung in Lyon geplant, die eine vielseitig einsetzbare Spielerin sein soll. Der Kader wird also nach den zahlreichen Abgängen zunächst kleiner werden und durch junge Nachwuchsspielerinnen aufgefüllt werden. Möglicherweise werden im Winter neue Spielerinnen hinzu kommen, was (aus finanziellen Gründen?) u.a. von der (noch offenen?) CL-Qualifikation der Männer von OL abhängig gemacht wird.

    Patrice Lair hat übrigens den Gewinn des Weltpokals im November 2012 in Japan als absoluten Höhepunkt („le moment le plus fort”) in den letzten drei Jahren bezeichnet.

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  • FFFan sagt:

    @ Dawidenko:
    „Eigentlich ist Frankfurt bekanntlich bestrebt nur nahmhafte Spielerinnen zu verpflichten. Aber scheinbar trübt die sportliche Perspektive doch so langsam die Transferaussichten der Frankfurter nach zwei dritten Plätzen in der Bulli.“

    Müssen es denn immer die großen Namen sein? Die haben Frankfurt zuletzt doch auch nicht immer weitergebracht. Tanaka ist zwar eine in Europa noch eher unbekannte Spielerin, könnte sich aber trotzdem (oder gerade deswegen) als ‚Glücksgriff‘ erweisen. Von der Qualität der japanischen Defensivallrounderin hat sich der FFC vor der Verpflichtung jedenfalls gründlich überzeugt. Diesmal muss man sich auch nicht mehr vorwerfen lassen, nur mit zwei Innenverteidigerinnen in die Saison zu gehen.

    Verschlechtert haben sich dadurch allerdings die Aussichten von Valeria Kleiner, sich beim FFC doch noch durchzusetzen. Vielleicht sollte die U20-Weltmeisterin von 2010 über einen ‚Tapetenwechsel‘ nachdenken. Nach Freiburg kann sie zwar nicht zurück (die Zusammenarbeit endete etwas disharmonisch), aber es gibt ja neuerdings einen weiteren badischen Club in der ersten Liga…

    Zurück zu Asuna Tanaka: vielleicht kann sie schon am 29.Juni beim Länderspiel in München eine Kostprobe ihres Könnens geben. Ist eigentlich der japanische Kader für dieses Spiel schon bekannt?

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  • Rouven sagt:

    @FFFan
    „Von der Qualität der japanischen Defensivallrounderin hat sich der FFC vor der Verpflichtung jedenfalls gründlich überzeugt.“

    Nur zur Info:
    Die Spielerin hat das kompetente und sehr erfolgreiche Trainer-Team Dahm & Rennich sowie den Fußball-Experten S. Dietrich überzeugt.

    Mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

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  • DAWIDenko sagt:

    @ FFFan:
    „Müssen es denn immer die großen Namen sein? Die haben Frankfurt zuletzt doch auch nicht immer weitergebracht.“

    Richtig, dass denke ich auch. Gerade mit der Verpflichtung von vielen großen Namen können bei einem holprigen Start in eine Saison auch große Probleme kommen.

    Nur wundert es mich, dass nach den vielen Transfers von hochkarätigen Nationalspielerinnen bei den letzten Verpflichtungen eher unbekanntere Spielerinnen aus anderen Ligen geholt wurden, wie Munk, Garciamendez oder auch Tanaka, die bei den letzten Turnieren nicht zum Stamm der japanischen N11 gehört hat.

    Eigentlich ist das nicht der Anspruch von Frankfurt, daher vermutete ich in meineim Beitrag, das angesichts der sportlichen Situation zum zweiten Mal die Champions-League zu verpassen, diese hochkarätigen Verpflichtungen auch für Frankfurt schwerer zu stemmen sind, auf Grund dieser verschlechterten sportlichen Perspektive.
    Gerade bei anderen Vereinen in Europa kann amn auch gutes Geld verdienen, wie Chelsea, PSG, Lyon oder Tyressö. Wolfsburg bietet auch über ddas finanzielle hinaus auch gute berufliche Perspektiven für die Spielerinnen. Von daher hat es Frankfurt schwerer bei den Hochkarätern mithalten zu können.

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  • Sheldon sagt:

    Ich sehe keinen Grund, dass Valeria Kleiner den Verein nun verlassen sollte. Im Gegenteil, ich denke sogar, sie hat eine reelle Chance, sollte sie die Klasse von damals noch einmal abrufen können.
    Gerade jetzt hat man mit Tanaka und Garciamendez Spielerinnen verpflichtet, vor denen man sich qualitativ nicht verstecken muss. Ich gehe davon aus, dass sich Colin Bell jede verfügbare Spielerin im Kader bzw. im Verein – sei es 1.,2. oder U17-Mannschaft – zu Gemüte führen wird und sich nicht von Namen irritieren lassen wird.

    Gerade auch, weil Tanaka in der N11 eher außen gespielt hat, ist die Mitte noch sehr dünn besetzt.
    Da könnten wir in der nächsten Saison doch einige Überraschungen erleben, mit denen wir bei Frankfurt gar nicht mehr gerechnet haben!

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  • wfm sagt:

    @FFFan
    Man wird sehen…
    Bell hat ja als ein Ziel auch die Durchlässigkeit ausgegeben, d.h. er will nach Möglichkeit Nachwuchsspielerinnen einbinden. Von daher kann Valerie Kleiner sich ja nach ihrer langen Verletzung vielleicht doch auch beim FFC durchsetzen.

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