Leverkusen holt auch Theresa Panfil

Von am 5. Juni 2013 – 9.27 Uhr 14 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen rüstet seinen Kader weiter auf. Vom 1. FFC Frankfurt wechselt U19-Nationalspielerin Theresa Panfil zum Team von Trainer Thomas Obliers, zuvor hatte der Verein bereits U17-Nationalspielerin Venus El-Kassem verpflichtet.

„In Leverkusen war alles hochprofessionell aufgezogen, dort werden die jungen Fußballerinnen in allen Bereichen super gefördert“, so Panfil in einem Bericht der Fuldaer Zeitung, warum sie sich für Leverkusen und gegen Frankfurt entschieden hat. Die 17-Jährige verspricht sich vom Wechsel auch größere Hoffnungen auf einen Stammplatz im Mittelfeld. In Leverkusen erhält Panfil einen Zweijahresvertrag, wie Obliers auf Womensoccer-Anfrage bestätigte.

Obliers erfreut
„Es ist ein gutes Zeichen für Bayer 04 Leverkusen, dass in Theresa Panfil ein solches Top-Talent vom 1. FFC Frankfurt zu uns kommt. Die Spielerin ist von unserem Ausbildungskonzept und der jungen Mannschaft total überzeugt. Ich freue mich auf die hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit“, so Obliers.

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Mehr Chancen in Leverkusen
„In Frankfurt sind so viele Nationalspielerinnen dabei, an denen ein Vorbeikommen sehr schwierig geworden wäre. Leverkusen hat dagegen eine sehr junge Mannschaft, in der ich mir konstante Einsatzzeiten in der Bundesliga erhoffe.“

Zweifach erfolgreich: Theresa Panfil. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Bayer 04 Leverkusen darf sich auf Theresa Panfil freuen © Nora Kruse, ff-archiv.de

Drei Jahre lange stand Panfil beim 1. FFC Frankfurt unter Vertrag. „Gerade die vergangene Saison in Frankfurt hat mich nochmal ein ganzes Stück weitergebracht, da ich mich im Training mit den Nationalspielerinnen messen durfte“, so Panfil.

U19-EM-Endrunde in Wales
Vor der neuen Herausforderung steht für Panfil ein weiteres sportliches Highlight an, denn vom 19. bis 31. August findet in Wales die U19-Europameisterschaft statt und nach der starken Lelstung in der 2. EM-Qualifikationsrunde steht einer Nominierung wohl nichts im Weg.

Und auch der Umzug in die neue Heimat steht Panfil noch bevor. Der Auszug von Zuhause könne „bestimmt immer mal Heimweh hervorrufen, insgesamt freue ich mich aber riesig auf meinen neuen Club.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • Herr Schulze sagt:

    Alles Verständnis für diese Spielerin, die ich in dieser Saison nur einmal, dafür aber mit ener starken Leistung im FFC-Bundesliga-Team sah. Jammerschade für den FFC und nach Chojnowski ein weiterer starker interner Hinweis, was bei den unmittelbar Betroffenen die Aussagen Herrn Dietrichs, zukünftig auf den Vereinsnachwuchs zu setzen, wiegen. Nicht viel. Jetzt wartet alles auf den für diese Tage angekündigten neuen „starken“ Mann. In Leverkusen tut sich freilich was, auf das man gespannt sein darf.

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  • Sheldon sagt:

    Aua… der Schlag sitzt. Für mich, der ich nun durch den neuen Trainer Glass schon etwas Sympathie für diesen Verein entwickelt habe, ein herber Verlust! Da hat man mit Chojno und Panfil wirklich zwei gute Spielerinnen gehabt, die aus der Jugend kamen, und dann lässt man sie einfach ziehen. Das tut ganz schön weh.

    Wie dem auch sei, Leverkusen scheint ja aufzurüsten. Das Schema ist sehr interessant, es werden junge U-Nationalspielerinnen verpflichtet, die kleine Schwester von Wolfsburg, wie es scheint^^

    Aber es ist ziemlich clever, sich die Spielerinnen zu holen, die in ihren großen Vereinen keine Perspektive sehen. Man spart viel im Gehalt und verpflichtet doch gute Talente, auf die man aufbauen kann.
    Das geht schon über mehrere Jahre so und folgt dem Schema, dem auch die Wechsel von Caro Simon oder Turid Knaak unterlagen. Bin gespannt, was dieser Kader mit den ganzen Ausgemusterten reißen kann.

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  • Manschmi sagt:

    Leverkusen holt immer wieder junge Spielerinnen aus anderen Vereinen, die dort nicht richtig zum Zug kommen. Sicherlich langfristig eine gute Investition. Leider bleiben bei dieser Vereinspolitik die eigenen Spielerinnen, z.B. der zweiten Mannschaft auf der Strecke. Für diese Spielerinnen bleibt dann selbst nur ein Vereinswechsel, oder weiter mit frust in der Regionaliga zu kicken. Die Aussage : „In Leverkusen war alles hochprofessionell aufgezogen, dort werden die jungen Fußballerinnen in allen Bereichen super gefördert“ stimmt leider nicht für alle in Leverkusen.

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  • Janine sagt:

    @Manschmi, das ist so ja nicht ganz richtig: Wer schon in der Jugend absolut überragend war (Beispiele: Natalie Moik, Merle Barth), wird direkt nach der U17 in den BuLi-Kader gezogen. Das waren bislang in jedem Jahr ein paar Spielerinnen; die beiden obengenannten sicherlich die, die sich auch langfristig durchsetzen konnten. Schon im Laufe der Saison gibt es ja mehrere U17-Spielerinnen, die regelmäßig mit dem Bundesliga-Team trainieren. Ich denke, das Trainerteam wird da einen guten Überblick haben, wer sich langfristig in der 1. Liga würde durchsetzen können und bei wem es eben doch nicht ganz reicht. Dass es durchaus als junge Spielerin möglich ist, sich mit guten Leistungen in der zweiten Mannschaft für die Erste zum empfehlen, hat man z.B. bei Mandana Knopf gesehen. Dennoch ist das Leistungsgefälle zwischen 1. Liga und Regionalliga so groß, dass der Sprung sicherlich schwierig ist. Das ist in anderen Teams aber auch nicht anders als bei Leverkusen.

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  • speedy75 sagt:

    Bin gespannt was Obliers aus den ganzen Neuzugängen formen wird. Nun hat Leverkusen wieder 2 talentierte Nachwuchskräfte von anderen Vereinen geholt, ob darunter deren eigener Nachwuchs leiden muss kann ich aber nicht einschätzen.

    Was ist nur beim FFC los nachdem nun schon die 2te talentiere Fußballerin zu nem anderen Verein wechselt weil sie sich dort mehr erhofft.

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  • Zaunreiter sagt:

    Meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser Verpflichtung.

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  • FFFan sagt:

    Erst El-Kassem, jetzt Panfil: Bayer Leverkusen setzt unter Th. Obliers anscheinend vor allem auf junge Nachwuchsspielerinnen (auch wenn der Transfermarkt natürlich noch längst nicht geschlossen ist und ich mir durchaus vorstellen kann, dass auch noch die ein oder andere namhafte Verstärkung geholt wird).

    Theresa Panfil erhofft sich von dem Wechsel mehr Spielpraxis in der 1.Bundesliga. Vielleicht hätte sie mit etwas mehr Geduld auch in Frankfurt den Durchbruch geschafft (bei Svenja Huth hat es ja auch einige Jahre gedauert, bis sie dort ‚etabliert‘ war); immerhin hatte Panfil in dieser Saison bereits zwei Kurzeinsätze, darunter auch beim Auswärtsspiel in Leverkusen. Angesichts der zahlreichen Nationalspielerinnen im Kader wäre das aber sicherlich kein einfacher Weg gewesen.

    In Leverkusen sind die Chancen für die U19-Nationalspielerin auf den ersten Blick natürlich größer, obwohl die Konkurrenz im Mittelfeld auch dort erheblich ist: an Petzelberger, F.Weber, Hegering, Götte oder Hendrich muss man erst mal vorbeikommen. Noch schwerer wird es m.E. für El-Kassem, die u.a. mit Kerschowski, Linden, Knaak, Schwab und Beckmann um einen Platz im Angriff konkurriert.

    @ Sheldon;
    „Das Schema ist sehr interessant, es werden junge U-Nationalspielerinnen verpflichtet, die kleine Schwester von Wolfsburg, wie es scheint.“

    So hat es in Wolfsburg auch mal angefangen, mit U-Nationalspielerinnen wie Blässe, Bunte, Bock, Chandraratne, Wagner und A.Vetterlein. Später wurde der Verein zunächst für ausländische und dann auch für deutsche A-Nationalspielerinnen interessant.

    @ speedy75:
    „Was ist nur beim FFC los nachdem nun schon die 2te talentiere Fußballerin zu nem anderen Verein wechselt weil sie sich dort mehr erhofft.“

    Was soll los sein? Solange die Trainerfrage nicht geklärt ist, wird der FFC beim ‚Tauziehen‘ um Talente immer den kürzeren ziehen. Die jungen Spielerinnen wollen schließlich wissen, woran sie sind.

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  • Manschmi sagt:

    Janine, klar ist das Leistungsgefälle zwischen der 1. Liga und der Regionalliga sehr groß, aber um ein vielfaches größer ist es ja wohl zwischen 1.Liga und der U 17 Bundesliga, oder wie bei Neuzugang Laura Widak (16 Jahr)) die auf Kreisebene in einer Jungenmannschaft spielt. Für die U 17 Spielerinnen die mit der 1. Mannschaft mittrainieren können, ist dies sicherlich sehr schön, aber immer ein Schlag ist Gesicht für talentierte Spielerinnen der 2. Mannschaft, die alle keine Möglichkeit haben mit der 1. zutrainieren, zumindest nicht in der jetzigen Spielzeit. Mandana Knopf hatte ein paar Einsätze in der letzten Saison in Leverkusen, einen Vertrag hat sie dort nicht bekommen und spielt jetzt in Köln in der 2. Bundesliga.

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  • wieb ke sagt:

    @Manschmi
    im Endeffekt ist es egal, wo man her kommt (U17, Regionalliga, 2. BL, Jungs….)die Leistung entscheidet, ob man es „oben“ schafft oder nach einigen Trainings- und Spieleinheiten eben nicht und dann das Glück irgendwo anders suchen muss.
    Eine talentierte Jugendspielerin, in der man Potenzial sieht, wird wohl immer bevorzugt werden.

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  • Detlef sagt:

    Oha, Obliers rüstet aber mächtig auf!!!
    Mit Leverkusen wird in den nächsten Jahren sicher zu rechnen sein!!!
    Vielleicht nicht gleich für den Meistertitel, aber zumindest ein Favoritenschreck wie Freiburg und Essen dürften sie bald sein!!!

    Für Frankfurt ist das wohl das beste Zeichen, daß man es mit der angeblichen Strategie, junge Spielerinnen zu etablieren nicht so genau nimmt!!!
    Sonst wären nicht die beiden einzigen Eigengewächse gegangen, die (außer Weber) der Verein hatte!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:

    Meike Weber ist kein ‚Eigengewächs‘ des FFC. Chojnowski strenggenommen auch nicht. An ‚Eigengewächsen‘ gibt es im bisherigen Kader der ersten Mannschaft (neben Panfil) noch Jasmin Herbert und Svenja Huth.

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  • Zaunreiter sagt:

    Eigengewächse, Detlef?

    Chojnowski hat doch, so lang das noch ging, mit den Jungs beim FSV Frankfurt gespielt. Und Panfil kam wahrscheinlich von einem Verein aus dem osthessischen. Ihre Wurzeln hatten die also nicht beim 1.FFC Frankfurt!

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  • Detlef sagt:

    @FFFan und Zaunreiter,
    Jetzt seit mal nicht päpstlicher als der Papst!!! 😉

    Streng genommen gibt es gar keine Eigengewächse!!!
    Selbst die Spielerinnen, die mit 10-12 Jahren an die Potsdamer Sportschule kommen, haben vorher in ihren Heimatvereinen mit Jungs zusammen gekickt!!!

    Meike Weber ist schon mit jungen Jahren zum FFC Frankfurt gekommen!!!
    Damals (2006) war sie sogar noch Jugendnationalspielerin, und gewann zusammen mit NADINE KESSLER, NICKY & ISY KERSCHOWSKI, LIRA BAJRAMAJ, Romina Holz, CARO SCHIEWE, Anna Blässe, Imke Wübbenhorst, usw, die U19 EM in der Schweiz!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Streng genommen gibt es gar keine Eigengewächse!!!“

    Es gibt schon „Eigengewächse“, nur definiert diesen Begriff anscheinend jeder anders. Ich definiere ihn so: Als „Eigengewächs“ eines Vereins gilt, wer vor dem Übertritt zu den ‚Aktiven‘ mindestens ein Jahr für eine Jugendmannschaft dieses Vereins gespielt hat.

    -> Auf Panfil trifft das zu (auch wenn sie parallel dazu noch bis 2011 für Buchonia Flieden gespielt hat), auf Chojnowski nicht.

    „Meike Weber ist schon mit jungen Jahren zum FFC Frankfurt gekommen!!!“

    -> Wenn es danach ginge, wäre Marozsan auch ein „Eigengewächs“ des FFC! Das ergibt keinen Sinn.

    P.S.: Apropos „päpstlicher als der Papst“:

    „Jetzt seit mal nicht päpstlicher als der Papst!!!“

    -> http://www.seidseit.de/

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