DFB-Elf ohne Alex Popp zur EM

Von am 2. Juni 2013 – 17.21 Uhr 45 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf muss bei der Europameisterschaft in Schweden (10. bis 28. Juli) auf Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg verzichten.

Die medizinische Eingangsuntersuchung der 22-Jährigen beim ersten EM-Lehrgang am Sonntag in Kamen-Kaiserau ergab, dass die Knöchelverletzung der Stürmerin eine Teilnahme nicht zulässt. Damit ist Popp nach Viola Odebrecht und Verena Faißt bereits die dritte Wolfsburger Spielerin, die nicht an der EM teilnehmen kann.

Verletzung beim Bundesligafinale
Popp hatte sich beim Saisonfinale der Frauenfußball-Bundesliga am 12. Mai beim 4:0-Sieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr einen Riss des vorderen Außenbandes im rechten Fuß zugezogen. Während sie beim DFB-Pokalfinale in Köln fehlte, kam sie im Champions-League-Endspiel in London vier Tage zum Einsatz.

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Alexandra Popp

Fehlt in Schweden: Alexandra Popp © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Neid: „Haben Verantwortung unseren Spielerinnen gegenüber“
Bundestrainerin Silvia Neid erklärt: „Wir bedauern natürlich, dass Alexandra Popp uns jetzt kurzfristig nicht zur Verfügung stehen kann. Allerdings haben wir auch eine Verantwortung unseren Spielerinnen gegenüber. Alex muss ihre Verletzung richtig auskurieren, um Langzeitfolgen zu vermeiden, schließlich ist sie eine junge Spielerin, die noch lange auf hohem Niveau spielen kann. Das steht bei unserer Entscheidung im Vordergrund.“

Kerschowski und Däbritz nachnominiert
Neid nominierte Isabel Kerschowski (Bayer 04 Leverkusen) und Sara Däbritz (SC Freiburg) nach. Während Kerschowski schon am Sonntag anreist, steigt Däbritz aufgrund von schulischen Prüfungen erst zum zweiten EM-Lehrgang ein, der am 12. Juni in Essen beginnt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

45 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Das ist meinen Augen ein herber Verlust, weil sie die Einzige ist, die Da Mbabi gleichwertig ersetzen kann, wenn diese nach kann, wenn diese sich in einem Spiel 60 – 70 Minuten verausgabt hat.

    Was soll noch passieren, dass man eine treffsichere, erfahrene Spielerin reinwirft, die man immer und ohne Eingewöhnungszeit reinwerfen kann? Es ist schon schwach, dass Silvia Neid es nicht einmal jetzt schafft, auf Conny Pohlers zurückzugreifen.

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  • xXx sagt:

    Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen hatte in der Vergangenheit immer ausgezeichnet, dass man immer ein paar der besten Stürmerinnen der Welt im Kader hatte.

    Diese gibt es nun nicht mehr, nachdem Prinz und Grings ihre Nationalmannschaftskarrieren beendet haben. Und andererseits verzichtet man dann auch noch auf die wenigen Stürmerinnen, die in der Bundesliga viele Tore erzielen.

    Die besten deutschen Torschützinnen waren in der vergangenen Saison:

    1. Conny Pohlers (nicht berücksichtigt von Frau Neid)
    2. Mandy Islacker (nicht berücksichtigt von Frau Neid)
    3. Lena Lotzen (im Aufgebot, aber noch recht jung und unerfahren)
    4. Kerstin Garefrekes (Karriere in Nationalmannschaft beendet)
    5. Alex Popp (fällt verletzt aus)
    6. Martina Müller (Karriere in Nationalmannschaft beendet)
    7. Celia Okoyino da Mbabi (ist im Kader)

    Alle anderen deutschen Spielerinnen können nicht als Torjägerinnen gelten, da sie nur einstellig treffen.

    Da ruhen dann die Hoffnungen im deutschen Sturm auf einer jungen Lotzen, einer da Mbabi, die zumindest im Verein bisher nie auf absolutem Toplevel spielte und Mittag.

    Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen ist in dieser Besetzung im Sturm nicht mehr absolute Weltklasse. Da sind doch etliche Nationalteams deutlich besser besetzt, was Torjägerinnen angeht (USA, Frankreich, Brasilien, Schweden, Japan etc.)

    Kein schimmer, wie man es sich leisten kann bei dieser dünnen Besetzung, die beiden besten deutschen Stürmerinnen der Bundesliga (Pohlers und Islacker) nicht zu nominieren.

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  • Sheldon sagt:

    Und Nummer 3… Die Wolfsburgerinnen machen sich immer rarer im EM-Kader. Mittlerweile hat eine der Nachnominierten ihren Platz fasst sich 😉

    Die Nachnominierungen hier sind okay, Isy hat es verdient, auch wenn meines Erachtens deutlich überschätzt, und Sara Däbritz ist mit ihren 18 Jahren durchaus entwicklungsfähig.

    Doch auch hier wieder die Kritik: Wir haben jetzt 5 von 28 Spielerinnen im Kader, die noch nicht ein Länderspiel bestritten haben. Wieso nutzt man Freundschaftsspiele nicht dazu, wozu sie der eigentlichen Bezeichnung nach diesen, nämlich als Testspiele? Muss man wirklich immer die gleichen 14-16 Spielerinnen auflaufen lassen?

    Und die EM ist schließlich erst in einem Monat, da kann sich durchaus noch die ein oder andere Verletzten, ganz zu schweigen von denen, die im letzten Jahr sowieso dauerverletzt waren und kaum Spielpraxis hatten:

    Laudehr in diesem Jahr erst 1 Spiel (in der II. Mannschaft von Frankfurt), genauso wie Bajramaj. Auch Krahn hat seit Februar nur 2 Spiele gespielt.
    Schmidt ist in ihrem Verein keine Stammspielerin mehr.

    Mal schauen, ob wir Anfang Juli überhaupt eine Mannschaft stellen können, die wettbewerbstauglich ist.

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  • wrack sagt:

    Gute Besserung, Alex Popp. Damit geht eine weitere wichtige Alternative, hier für den Sturm, verloren. Nach den Ausfällen von Odebrecht und Faißt erwischt es die dritte Wolfsburgerin, was offenbar schon vor dem CL-Finale zumindest im Raum stand.
    Der Natio-Fan fragt sich inzwischen aber geradezu verzweifelt, WARUM unter den Nachnominierten nicht Conny Pohlers ist (Nix gegen Kerschowski und Däbritz) ? Bis zum Rücktritt von Martina Müller sah ich für die Nichtberüchsichtigung von Pohlers noch plausible Gründe. Aber nunmehr bin ich ratlos. Gibt es den keinen Journalisten, der da mal nachfragen kann ?

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  • Speedy75 sagt:

    Das ist sehr schade, Alex Popp alles gute und den nachnominierten Spielerinnen natürlich viel Erfolg.

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  • hapl27 sagt:

    Das ist natürlich sehr sehr bitter, vor allem für Poppi selbst!Trotz Triple im Verein war es für sie eher eine „Seuchensaison“, viele kleine und nun zum ungünstigsten Zeitpunkt eine eher große Verletzung. Ich wünsche ihr nur das Beste und hoffe,sie nutzt diese Zwangspause um sich vollständig zu erholen und für die kommenden Aufgaben neue Kräfte zu sammeln!
    Für die Nationalmannschaft ist der Ausfall meiner Meinung nach nicht ganz so schwer zu verkraften wie der von Odebrecht oder Faißt!Poppi war in den letzten Spielen der Nationalmannschaft keine Stammkraft und kam nur auf wenige Einsatzminuten! Man kennt also das Spiel ohne Poppi. Was allerdings definitiv fehlen wird ist ihre Dynamik und ihre positive Art, auch sowas ist bei einem solch langen Tunier wichtig!Und natürlich ist sie auch eine klasse Stürmerin und wäre immer nochmal ein tolle Jokerin gewesen. Aber nun muss das Beste aus dieser Situation gemacht werden und die Vorbereitung sinnvoll genutzt werden, sodass wir im ersten Spiel am 11.07. eine Mannschaft auf dem Platz haben, die in der Lage ist dieses Tunier zu gewinnen!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    In der Aufzählung von xXx fehlt definitiv eine dt. Stürmerin, die über 20 Tore in der vergangenen Saison erzielt hat -> Anja Mittag! Wie kann man die nur übersehen? Als Entschuldigung, die spiele ja in Schweden, kann ich nicht gelten lassen.

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  • karl sagt:

    Ich stimme wayyi und wrack zu. Fuer die Nichtberuecksichtigung von Conny Pohlers faellt mir auch kein Grund ein. Die Idee mit dem Journalisten der mal nachfragen koennte ist nicht schlecht. Das einzige was ich mir vorstellen koennte waere ihr Alter hinsichtlich der Perspektive fuer die WM danach, das ist reine Spekulation ,aber der einzige moegliche Grund den ich mir vorstellen koennte.

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  • Ellis sagt:

    Conny Pohlers spielt momentan auf Topniveau, wen interessiert denn das Alter? Bis Juli würde sie ja wohl noch durchhalten… Habe das Gefühl, wir befinden uns permanent im Umbruch und viele der Besten bleiben zuhause. Auch mit der überragenden Kerstin Garefrekes hätte man unbedingt nochmal sprechen sollen, finde ich.

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  • never-rest sagt:

    Schade, Schade, Schade. Die nächste Top-Spielerin aus WOB, die der hohen Belastung beim Triple zum Opfer fällt. Traurig für Poppi, aber ich denke sie wird noch etliche EM spielen.

    Zu der Nichtnominierung von C. Pohlers ist eigentlich alles gesagt. SN kann eben nicht mit echten Spielerpersönlichkeiten, die eine eigene Meinung haben und sich nicht den Mund verbieten lassen. Leistung ist da egal. Das hat SN mit dem Bundes-Jogi gemein.

    Vielleicht bekommt ja eine andere junge Stürmerin wie z.B. Lena Lotzen dadurch ihre Chance bei der EM und kann sie nutzen.

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  • xyz sagt:

    Däbritz ist erst 18 Jahre und wird der Doppelbelastung u19 EM und A-Natio ausgesetzt.Müssen denn immer mehr junge Talente verheitzt werden!Wann lernt der DFB dazu oder reichen die vielen schlimmen Verletzungen bei jungen Spielerinnen immer noch nicht,damit ein Umdenken stattfindet!

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  • Sheldon sagt:

    @xyz: Du glaubst doch nicht wirklich, dass Däbritz mit zur EM fährt, oder?

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  • gerd.karl sagt:

    mein gott, ihr könnt euch nicht entscheiden.
    nimmt die trainerin die jungen spielerinnen, dann verheisst sie sie, nimmt sie die jungen nicht, dann bringt sie den frauenfussball nicht weiter.

    junge spielerinnen die chance zu geben bei einer euro zu spielen, und ihre leistung zu bringen, hat schon so manchen star hervorgebracht.

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  • FFFan sagt:

    Das ist ganz bitter für Alex Popp und ein herber Verlust für die Nationalmannschaft, deren ‚Personaldecke‘ nun schon ziemlich dünn geworden ist. Hoffentlich verletzt sich in den kommenden Lehrgängen und Testspielen niemand mehr!

    Lena Lotzen dürfte ihren Platz im endgültigen EM-Kader nunmehr so gut wie sicher haben; sie könnte die Entdeckung des Turniers werden!

    @ xyz:
    „Däbritz ist erst 18 Jahre…“

    -> Schlimm… jetzt nehmen sie schon die Kinder! 😉

    „… und wird der Doppelbelastung u19 EM und A-Natio ausgesetzt.“

    -> Das wohl nicht. Sollte Sara Däbritz tatsächlich in den endgültigen Kader kommen (was unwahrscheinlich ist, da sie den ersten Lehrgang schon mal verpasst), wird sie vermutlich nicht die U19-EM spielen. Gleiches gilt für Leupolz.

    „Wann lernt der DFB dazu oder reichen die vielen schlimmen Verletzungen bei jungen Spielerinnen immer noch nicht,damit ein Umdenken stattfindet!“

    -> Dass auf Popp jetzt verzichtet wird, zeigt, dass der DFB bereits dazugelernt hat. In der Vergangenheit wurde nicht immer so verantwortungsbewusst gehandelt. Da wurden auch mal verletzte Spielerinnen durch ein Turnier geschleppt, z.B. Marina Hegering bei der U20-WM 2010 oder Lena Petermann bei der U17-WM im gleichen Jahr – mit den bekannten Folgen!

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  • xyz sagt:

    Es gibt genug ältere Spielerinnen,die in der letzten Saison viele Tore geschossen haben.wenn die jungen Talente langsamer,Schritt für Schritt beim DFB aufgebaut würden,dann gäbe es nicht so viele Kreuzbandrisse,gerade im alter zwischen 18 und 20 Jahren! Beispiel: Kyra Malinowski und Frederike Abt,die oft in zwei U- Natiomannschaften gleichzeitig (U15/17 und U17/19)nominiert waren. Ob die mal wieder Fußball spielen können ist fraglich.und da gibt es noch viele Beispiele.

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  • wrack sagt:

    @ never-rest: „Zu der Nichtnominierung von C. Pohlers ist eigentlich alles gesagt. SN kann eben nicht mit echten Spielerpersönlichkeiten, die eine eigene Meinung haben und sich nicht den Mund verbieten lassen.“

    Offensichtlich kennst du eine Erklärung für die Nichtnominierung bzw. die Ursache für einen Dissens zwischen Pohlers und der Bundestrainerin. Da solltest du schon ins Detail gehen. Erzähl doch bitte oder trage eine Quelle bei.

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  • Sheldon sagt:

    Schade, dass mein letzter Beitrag hier nicht genommen wurde, deswegen versuche ich es jetzt noch einmal:

    Der Fall „Popp“ erinnert doch sehr an eine Geschichte um eine Spielerin vor 3 Jahren.

    Dass Alex Popp überhaupt mit noch nicht ausgeheiltem Bänderriss im Finale gespielt hat, ist ja schon schlimm genug. Ein falscher Tritt und das hätte sehr schnell eine sehr viel schlimmere Verletzung geben können.

    Dass sie dann aber, statt ihre Bänder vernünftig zu schonen (Tape, Krücken etc.), mit Luisa Wensing noch vor den Bildschirmen Europas rumhüpft, als gäbe es kein Morgen mehr, und dadurch ihre EM-Teilnahme leichtfertig aufs Spiel setzt, sollte Silvia Neid eigentlich zu denken geben.

    Denn vor exakt drei Jahren gab es unter Maren Meinert einen ähnlichen Fall mit eine Juniorennationalspielerinnen, die auch nach einem gewonnenen CL-Finale eine EM abgesagt hat (absagen musste).

    Dabei schätze ich diesen Fall deutlich schwerwiegender ein:
    1. Alex Popp ist im Gegensatz zur Juniorennationalspielerin volljährig – sie hätte also wissen müssen, was sie tat
    2. Alex Popp hat diesen Pokal schon einmal gewonnen; es bestand also keine Notwendigkeit, so in Freudentaumel auszubrechen
    3. Alex Popp hat in diesem Spiel keine herausragende Rolle gespielt (im Gegensatz zur Juniorennationalspielerin) – sie hätte also gar nicht mitspielen brauchen
    4. Alex Popp hat eine A-EM mit größerer medialer Bedeutung aufs Spiel gesetzt, nicht nur eine U19.

    Dementsprechend sehe ich keinen Grund für ein anderes Verfahren seitens des DFB mit Alex Popp wie mit dieser U-Nationalspielerin.

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  • Karl sagt:

    @sheldon: Ich finde nicht dass das vergleichbar ist. Zum einen wusste Popp wahrscheinlich nichts von der Schwere der Verletzung vor dem Spiel und es wurde wahrscheinlich sowohl von ihr als auch von den Vereinsverantwortlichen fuer harmloser gehalten als es war. Eine herausragende Rolle hat sie insofern gespielt als das Wob keine aehnlich schnelle Spielerin hat die in der Lage gewesen waere als linksverteidigerin Thomis auszubremsen.
    Die Huckepackszene nach dem Spiel war sicher der Euphorie geschulded, da fuehlt man sich in so einer Situation immer gut und eventuelle Verletzungen spuert man ueberhaupt nicht. Das vergisst man einfach. Ausserdem war die Spielerin mit der du es vergleichst soweit ich weis nicht wegen Verletzung ausgefallen. Deswegen wird es auch wohl kaum irgendwelche Konsequenzen haben, warum sollte es auch?

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  • Zorin sagt:

    @sheldon
    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Felix hat die U19-EM seinerzeit aus „privaten Gründen“ abgesagt um dann mit dem Team ausgelassen zu feiern. Es lag keine Verletzung vor. Hinzu kam ein sehr störrisches Auftreten in einem späteren Klärungsgespräch, das ihre Lage noch verschlimmerte.
    Die beiden Fälle sind völlig unterschiedlich und daher nicht vergleichbar.

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  • Sheldon sagt:

    @Karl: Für mich bräuchte es auch keine Konsequenzen haben. Doch beim DFB scheint man solche Fälle ja anders handzuhaben.

    Wie oben beschrieben, hat Popp einen Ausfall bei der EM bewusst in Kauf genommen und damit quasi eine EM-Absage einkalkuliert. Sie hat also ihren persönlichen Erfolg über das Wohl der N11 gestellt.

    Wahrscheinlich hätte sich die damalige U19-Spielerin ihren Arm brechen müssen, damit sie heute N11 spielen kann.

    Sollte es tatsächlich so gewesen sein, wie du es beschrieben hast, dass die Verantwortlichen es für harmloser gehalten haben als es ist, dann kommt diesen eine Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht zu. Letztlich aber ist es auch die Mitschuld der Spielerin, das OK zu geben, gerade wenn sie in einem Alter ist, wo man eigentlich von einer Spielerin erwarten sollte, zu wissen, wo die Grenzen der eigenen Belastbarkeit liegen.

    Und die Szene nach dem Spiel beschränkte sich nicht nur auf den Huckepack, da waren noch ganz andere Dinge bei, die unkontrolliertes Fallen etc. beinhalteten.

    Das ist für mich kein professionelles Verhalten von Alex Popp! Zumindest mindestens so unprofessionell wie beispielsweise diese U19-Spielerin, der man sogar noch zugute halten kann, dass sie die Absage zugunsten ihres Teams gemacht hat, da sie ihre eigene Belastbarkeit zu diesem Zeitpunkt als nicht EM-tauglich eingeschätzt hat.

    Aber beim DFB scheint man da mit zweierlei Maß zu messen: Einmal, ob man die Spielerin mag und sie beim richtigen Verein spielt, und das andere Mal, ob man die Spielerin nicht mag und sie beim falschen Verein spielt.

    Sollte Neid Popp also noch einmal für die N11 nominieren, würde sie sich selbst der Doppelmoral überführen!

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  • Sheldon sagt:

    @Zorin: Die „privaten Gründe“ waren eine extreme familiäre Situation, die Sarholz durchlebte und die sie in der „Party/Feier“ zu ersticken versuchte, was sie später selbst als „Fehler“ erkannt hat.

    Das „Klärungsgespräch“ war ein absolut unpädagogischer Versuch von Neid und Meinert, eine damals gerade erst volljährig gewordene Spielerin mit psychischem Druck zu einem demütigenden Gang nach Canossa zu bewegen, bei dem die Bundestrainerinnen beharrlich bei ihrer Position blieben, dass eine U19-N11 vor allem Vorrang hat, auch vor solchen familiären Problemen wie Sarholz sie damals hatte.

    Sarholz sollte für etwas zu Kreuze kriechen, was sie unter allen Umständen wieder so gemacht hätte, nicht unbedingt in diesem Stil (mit ausschweifenden Feiern ihre wahren Probleme zu verdrängen und zu ersticken zu versuchen), aber doch vom Sachverhalt her, nämlich, die Familie über die sportlichen Belange zu stellen. Daher dieses störrische Auftreten, was nachher kommuniziert wurde.

    Insofern ist dieser Fall wirklich nicht mit dem von Popp zu vergleichen. Denn dieser Fall entstand nicht durch Dummheit und Selbstüberschätzung von Spielerin und Verantwortlichen, sondern aus Verzweiflung, aus psychischer Not und mit einer gesunden Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit!

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  • Spielerfrau sagt:

    Merkwürdig, Pohlers wirkte auf mich im Stadion immer besonnen, ehrgeizig auf dem Feld, ruhig selbst bei Rückstand – warum „krachte“ es da mit SN?

    Kann das mal ein Insider erklären?

    PS: Sport“reporter“ stellen keine kritischen Fragen. Mehr.

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  • Karl sagt:

    @sheldon: Wie Zorin schon richtig bemerkte ist nicht alles ein Vergleich was hinkt. Schoener Spruch, gefaellt mir irgendwie. Im uebrigen ist an anderer Stelle beschrieben dass Popp nicht von vornherein abgesagt hat sondern durch den medizinischen Eingangstest durchfiel:

    „Weniger gut verlief der erste Tag hingegen für Alexandra Popp, die wegen ihres lädierten Knöchels durch die medizinische Eingangsprüfung fiel. Sie ist damit nach Viola Odebrecht und Verena Faißt bereits die dritte Spielerin des VfL Wolfsburg, die für die Europameisterschaft in Schweden ausfällt. “

    Das ist und bleibt schlichtweg unvergleichbar!!! Da gibt es keine Parallelen!!!

    Ausserdem braucht man Popp spaetestens fuer die WM wieder. Man braucht doch wenigstens 4-5 sehr gute Stuermerinnen. Mit Celia und Anja hat man 2 , Popp ist die dritte und dann kommt lange nichts, es sei denn man laesst Maro ganz vorne spielen.

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  • Matze sagt:

    Sheldon, du hast natürlich recht!
    Eine 22jährige, die gerade mit ihrer Mannschaft den dritten Titel in einer Saison geholt hat, hat sich natürlich richtig unter Kontrolle zu haben. Was soll auch das ganze Gejubel.
    Man hat selbstverständlich alles persönliche zu vergessen, um sich ganz in den Dienst der Nation zu stellen.

    Sheldon, also manchmal schreibst du so einen Riesenschmarrn zusammen………

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  • Spielerfrau sagt:

    @ Sheldon, interessante Analogie zu „Felix“, obwohl die Umstände natürlich andere sind.

    Dennoch – „Felix“ war zu diesem Zeitpunkt jung, vom Erfolg überwältigt, hatte auch private „Baustellen“ – und es kommt bei einem Gespräch sicherlich auch auf die Haltung ALLER Teilnehmer an. Kommunikation ist immer eine zweiseitige bzw. -gleisige Angelegenheit.

    Sicherlich baut sich eine Torhüterin in gewisser Weise einen „Schutzwall“ auf, aber es hat auch einen Grund, warum Felix in Potsdam der Publikumsmagnet per se ist.

    Ende OT.

    Zum OT – ich denke, gerade junge Spielerinnen neigen zur Überschätzung ihrer Kräfte – konnte man tragischerweise bei Kim Kulig beobachten, und teilweise auch bei Poppi (die „Huckepack“-Szene hat mich aber auch gerührt).
    Für einen Zweikampf wird alles gegeben – da sind ältere Spielerinnen vernünftiger, und wissen etwas besser, was sie ihrem Körper zumuten können.

    Was noch dazu kommt – junge Spielerinnen sind unerfahrener, oft überwältigt von Großturnieren – ich erinnere mich, wie spät Poppi zum Japan-Spiel eingewechselt wurde, und welche Verantwortung dann auf ihr lastete, während Prinz auf der Bank hocken musste. Deswegen besteht die Gefahr der „Verheizung“ von jungen Talenten.

    Ich habe den Eindruck, als sei „Fitness“ und „jung“ alles, was zählt – ist es mE nicht. Die Tore und die Ruhe bringen eben die erfahreneren Spielerinnen ein.

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  • Alice sagt:

    @Sheldon „Wie oben beschrieben, hat Popp einen Ausfall bei der EM bewusst in Kauf genommen und damit quasi eine EM-Absage einkalkuliert. Sie hat also ihren persönlichen Erfolg über das Wohl der N11 gestellt.“

    WENN ÜBERHAUBT wurde hier das „Wohl des Vereins“ über das der N11 gestellt. Meiner Meinung nach wäre das eher lobens- als verachtenswert. Da stimmen mir nicht alle zu, wie ich der entsprechenden Diskussion an anderer Stelle entnehmen konnte. Das ist aber nicht mehr als eine grobe Unterstellung!
    Wenn dir das Wohl der N11 so am Herzen liegst freust du dich sicher, dass andere pünklich zur EM wieder fit zu sein scheinen.

    Wie dem auch sei: Gute Besserung an dieser Stelle. Poppi wird mit Sicherheit noch viele Turniere bestreiten können. Hoffen wir einfach, dass sie in der nächsten Saison nicht solch enormes Verletzungspecht hat!

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  • Zaunreiter sagt:

    Ich finde es gut, dass Popp, Faisst und Odebrecht sich mal richtig erholen können.
    Ich finde es nicht gut, dass hier Spielerinnen mitgenommen werden, die noch nicht mal die Rückrunde in der Bundesliga gespielt haben.
    Und was der Vergleich zwischen Popp und „Felix“ angeht. Die Natio-Trainerschaft hat damals richtiggehend psychologisch versagt. Um das mal so direkt zu sagen.
    Und bezüglich Sympathie/Antipathie kann man ja einen Vergleich zu den Männern ziehen, wo ein Kießling ja auch geradezu gemieden wird.

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  • Altwolf sagt:

    Man sollte die Fakten doch mal richtig sortieren.A.Popp war nach ihrer Verletzung in Folge des Heilungsprozesses wieder in das Training zurückgekehrt und dort aus medizinischer Sicht offenbar auch wieder für 1 oder 2 Spiele für ausreichend belastbar eingeschätzt worden.Natürlich ist immer auch der „Wunsch“, insbes. auch am Finalspiel teilnehmen zu können, oft „Vater des Gedankens“.wenn diese Belastbarkeit jedoch nicht offensichtlich bestanden hätte, wäre kein Trainer solch e.Risiko eingegangen eine nicht nahezu 100%ig fitte Spielerin dort im Finale einzusetzen.Auch wenn die Freude groß war, eine gravierende Verletzung hätte man auch beim Feiern(sogar dann noch mit Hucke-Pack)nicht überspielen können.Sie selbst hat sich sicher fit genug gefühlt bei der Nati11 anzutreten.Hier muß man den Team-Ärzten aber dann doch ein Kompliment machen, denn ein Turnier mit XX-Spielen ist e.völlig andere Belastung als das zuletzt noch anstehende Finalspiel.Dabei auch noch die deutlich verminderte Erholungszeit nach Saisonende.Wie immer bezahlt der Verein die Spielerin und nicht der DFB, also gilt immer noch zuerst der Verein und dann die Ehre sich in der Nati11 zu zeigen.Warum muß denn Alles dem Nati-Erfolg untergeordnet werden ? Mit Sicherheit wäre A.Popp auch mit Auslassen des Finalspieles nicht zur EM zugelassen worden. Warum denn nicht jetzt im Rahmen e. Umbruches die Spielerinnen zum Zuge kommen lassen, die in dieser Saison deutlich weniger Spiele abgeleistet haben und gerade L.Lotzen hat jetzt die Chance verdient sich international zu präsentieren.Vielleicht sollten auch die Erwartungen, den Titel zu verteidigen, mal reduziert werden. Der Ansatz, A.Popp hätte den Ausfall bewußt in Kauf genommen, ist hier falsch.

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  • Spielerfrau sagt:

    … und wer jemals erlebt hat, wie eine Spielerin selbst nach einer schweren Verletzung blutend undbedingt wieder aufs Spielfeld wollte – eine Spielerin will spielen. Immer.

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  • Sheldon sagt:

    Oha, hier tun sich ja einige Baustellen auf.

    1. Verein hat Priorität vor N11 – sehe ich vollkommen anders. N11 sollte für eine Spielerin IMMER Priorität haben. Es wurde hier immer betont, dass die VfL-Spielerinnen keine Profis sind, jetzt sollen sie auf einmal so finanziell abhängig von Wolfsburg sein, dass der Verein in jedem Fall vorgeht. Was denn jetzt?
    Wenn ich mir anschaue, was im MF letzte Woche abging, dann sollte man sich da bestätigt fühlen. Confed-Cup-Teilnahme geht über einen Vereinspokal. Das hat selbst ein Bayern-Boss wie Rummenigge eingesehen.

    Was hier allerdings an Missachtung der N11 herüberkommt von einigen Fans, ist einfach nur extrem nur dreist. Solche Sprüche wie „Ich finde es gut, dass Spielerinnen wie … sich mal richtig erholen können“ sind echt absoluter Käse. Wieso dann überhaupt noch N11, wenn alle drauf pfeifen? Dann seh ich nicht ein, wieso sich Spielerinnen von Frankfurt oder Bayern sich hier die Knochen in einer EM kaputt machen sollen, während die Wolfsburgerinnen schön auf ihre Spielerinnen in der Vorbereitung zurückgreifen können.
    Solch ein Denken hast du ja nicht einmal bei Turbine, wo man ja eigentlich oft mit den Entscheidungen von Neid nicht einverstanden war. Aber solche Töne habe ich noch von keinem Turbine-Fan gehört.

    2. Eine Spielerin will immer spielen – genau das sehe ich als ein Problem an. Das ist kein professioneller Geist. Und das ist in einer professionell geführten Mannschaft auch nicht nötig. Gerade hier muss ein Trainer seine Spielerinnen bremsen und sie nicht noch darin bestätigen. Und hier sehe ich bei Kellermann und Co. deutliche Defizite gegenüber beispielsweise einem Jürgen Klopp, der letztlich verantwortungsbewusst gehandelt hat und Götze nicht hat spielen lassen, obwohl er der wertvollste Spieler bei Dortmund war.

    Spielerinnen müssen gerade in jungen Jahren lernen, dass sie nicht alles haben können, und gerade durch überstürzte Aktionen oft sich selbst nur mehr schaden als dass sie davon durch falschen Stolz geleitet irgendwas gewinnen.

    Übrigens gibt es gerade bei Wolfsburg ein Beispiel für eine Spielerin, die sich so garantiert nicht verhalten hätte, nämlich Lina Magull. Sie besitzt vielleicht nicht die technischen Fähigkeiten einer Marozsan, nicht die Schnelligkeit einer Schmidt oder die Robustheit einer Behringer. Aber sie strahlt eine unglaubliche Professionalität nach außen aus, die ihr noch sehr zu passe kommen könnte. Deswegen denke ich auch, dass sie bei der WM 2015 zwingend zum Kader gehören wird, weil sie 1. keinerlei Risiko bzgl. Verletzungen eingehen wird, 2. sehr konsequent an sich arbeiten wird und 3. sie kein Respekt vor den Großen hat, sondern sehr selbstsicher ist.

    3. Popp hatte diese Saison kein Verletzungspech. Popp hat diese Verletzungen provoziert. Wer so in Zweikämpfe reingeht wie sie, der nimmt zu jederzeit eigene sowie fremde Verletzungen in Kauf. Kellermann muss sie dort zügeln, sonst passiert noch einmal was ganz Schlimmes. Wenn es bei ihr geschieht, gut, hat sie selbst dran Schuld, dann ist ihre Karriere beendet, das wäre Strafe genug, aber was ist, wenn sie mal in eine Gegnerin so hineinknallt, dass diese bewusstlos auf dem Boden liegen bleibt? Was passiert, wenn Popp bei einem ihrer „spektakulären“ Fallrückzieher mal zu spät kommt und statt den Ball das Kinn einer der Spielerinnen trifft und diese dadurch ihre Zunge verschluckt? Will Popp das wirklich?

    Deswegen bitte ich darum, dass diese Spielerin sich in der nächsten Saison deutlich zurücknimmt, was ihre Harakiri-Spielweise betrifft. Das mag spektakulär und sonst was sein, aber außer eigenen und fremden Schmerzen hat es in dieser Saison eigentlich nix eingebracht.

    Ich für meinen Teil würde Popp im Sturm keine Träne hinterher rollen und fände es eigentlich sehr cool, wenn nicht nur Lotzen, sondern mindestens auch Leupolz bei dieser EM durchschlagenden Erfolg hätte. Man hätte dann 5 Spielerinnen (mit Bajramaj) für die 3 Frontpositionen, und für die WM steht immer noch eine Mandy Islacker bereit. Viola hatte es schließlich auch in die N11 zurückgeschafft, wieso nicht auch sie? Und Magull haben wir ja auch noch, die bei Wolfsburg schon im Sturm eingesetzt wurde.

    Eine Spielerin aber, die nicht weiß, wo die Grenzen zwischen Einsatz und Verbissenheit liegen, die nicht fähig ist, ihre Kräfte professionell einzuschätzen, brauchen wir hier nicht. Das mag alles schön rührend und romantisch sein, nutzt aber zum Erfolg wenig.

    Wir brauchen Leute wie den Max Kruse auch bei den Frauen, die auf dem Platz ihre Leistung bringen, beständig an sich arbeiten, keine großen Spektakel zünden, eine starke und ehrliche Selbsteinschätzung haben und sich auch mal trauen, wirklich unzufrieden zu sein und auf den Putz zu hauen.

    Wir haben auch in Deutschland genug gute bis sehr gute Spielerinnen, um auf eine Spielerin wie Alex Popp angewiesen zu sein.

    Ich würde generell dafür plädieren, solchen Spielerinnen einfach den Weg zur Tür zu weisen und einfach mal andere Spielerinnen erstmal auszuprobieren. Eine ganze Reihe bieten sich noch an: Ivana Rudelic, Juliane Maier, Sarah Romert (kann auch Sturm spielen), Karoline Heinze, Vivien Beil, Kathleen Radtke, Katharina Baunach, Silvana Chojnowski (nächstes Jahr), Pauline Bremer, das sind nur einige von denen, die man einfach mal testen kann, ob sie passen.

    Max Kruse kannten vorher auch nur die Insider, jetzt hat er in zwei Spielen seine Chance genutzt und gehört zumindest zu den 25-30 Spielern, die sich Hoffnung machen dürfen. Andere werden ihre Chance nicht nutzen, aber du kannst nur die Besten ausloten, wenn du die größtmögliche Anzahl testest.

    Und dann werden es sich Spielerinnen wie Popp zweimal überlegen, ob sie es in Kauf nehmen, sich mit der N11 zu überwerfen!

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  • enthusio sagt:

    Alex Popp hat – was ihren Einsatz gegen Lyon angeht – alles richtig gemacht. Sie hat ihrer Mannschaft in einer Notlage(Fehlen von Faißt und Tetzlaff) auf der ungewohnten Außenverteidigerposition mit einer guten Leistung geholfen, gegen die „Unbesiegbaren“ aus Lyon den wichtigsten Vereinstitel der Welt zu holen. Das allein zählt !
    Ob es klug war, Luisa Wensing nach dem Spiel huckepack durch die Gegend zu tragen, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
    Den Frankfurter Spielerinnen ist dagegen hier im Forum wiederholt unterstellt worden, sich in den Vereinsspielen der Bundesliga zugunsten der Natio zu schonen. Bei Alex Popp läuft es mal umgekehrt – und schon wird wieder gemeckert.
    Schade, dass sie bei der EM nicht dabei sein kann, aber schön, dass auch dank ihrer tollen Leistung der CL-Titel nach Wolfsburg geholt werden konnte !

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  • Detlef sagt:

    Bittere Sache für Poppi!!!
    War aber nach ihrem Einsatz im CL-Finale auch irgendwie zu erwarten!!!
    Ich bin hier bei Altwolf, und finde den Einsatz für ihren „Brötchengeber“ sehr lobenswert!!!
    Der Verein sollte grundsätzlich immer vor der Natio kommen, aber leider ist es in den meisten Fällen immer umgekehrt!!!

    Poppi hätte sicher auch gerne die EM in Schweden gespielt, aber ein CL-Finale in so einem Stadion, bleibt wohl für alle Zeit unvergessen!!!
    Andere Natiospielerinnen haben wohl die gesamte BuLi-Saison eher nur an dieses EM-Event gedacht, und dafür ihren „Brötchengeber“ um alle Titelchancen, und am Ende sogar um die CL-Quali gebracht!!!

    @Spielerfrau,
    Ich stimme Dir in allem zu was Du geschrieben hast!!!
    Hier sind mM nach die Trainer in einer besonderen Verantwortung!!!

    Als Poppi noch in Duisburg spielte, machte unter den FCR-Fans die besorgte Frage die Runde; „Wer schützt dieses Mädel vor sich selber???“
    MVT machte es nicht, als in besagtem Spiel, daß Du sicher meintest, Poppi mit großer Platzwunde einen Turban verpaßt bekam, und von MVT wieder aufs Spielfeld gelassen wurde!!!
    War glaube ich in Jöllenbeck, beim Hallenturnier!!!
    Und was machte Poppi das „dumme Huhn“, sie ging mit Turban ins Kopfballduell!!!
    Diesen „Harakiri-Stil“ hat sie nun wohl nach WOB mitgenommen!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „A.Popp war nach ihrer Verletzung in Folge des Heilungsprozesses wieder in das Training zurückgekehrt und dort aus medizinischer Sicht offenbar auch wieder für 1 oder 2 Spiele für ausreichend belastbar eingeschätzt worden.“

    Popp selbst hat hinterher zugegeben, dass ein erster Belastungstest zwei Tage vor dem CL-Finale noch „total in die Hose gegangen“ sei; insofern bestehen erhebliche Zweifel, ob sie ausreichend belastbar war. Aber mit einem Tape-Verband und einer gewissen Dosis Schmerzmittel kann man ein Spiel wohl auch mit Bänderriss durchstehen.
    Ob sie ohne Einsatz im Finale den medizinischen Eingangstest beim DFB-Lehrgang bestanden hätte, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: „Andere Natiospielerinnen haben wohl die gesamte BuLi-Saison eher nur an dieses EM-Event gedacht, und dafür ihren “Brötchengeber” um alle Titelchancen, und am Ende sogar um die CL-Quali gebracht!!!“

    Glaubst Du wirklich, was Du da schreibst?

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Wenn der DFB irgendwann zeigt, dass er Rücksicht auf die Vereine nimmt und die Vereine unterstützt, dann kann im Entferntesten darüber nachgedacht werden, dass die N11 eine höhere Priorität einnehmen kann.

    @Markus: Sicher ist es nicht so extrem, wie es Detlef beschrieben hat. Aber an Frankfurts Stelle würde ich mir schon Gedanken machen, dass Lira und Simon jetzt mit der N11 unterwegs sind so knapp nach ihren Verletzungen. Wenn sie wirklich mit zum Turnier fahren (was ich denke und auch hoffe), dann werden sie nach einem Seuchenjahr keine vernünftige Vorbereitung in Frankfurt machen, was sie dann auch gleich wieder zurückwerfen wird. Von evtl. wieder auftretenden Verletzungen bei der N11 will ich nicht sprechen, weil man da immer das Beste hofft. Aber vielleicht wäre es für Beide oder Eine der Beiden auch sinnvoll gewesen, lieber noch etwas länger zu pausieren und sich dann ganz langsam wieder an das oberste Leistungslevel ranzutasten und das dann in 3 Monaten zu erreichen. Das wird jetzt torpediert, weil den Spielerinnen selbst und dem DFB halt ihre Präsenz bei der N11 und beim Turnier in Schweden zu wichtig ist.

    Ich freue mich natürlich für unsere N11, wenn die Beiden Impulse geben können, die uns dem Titel näher bringen. Aber ich kann auch verstehen, dass man das Ganze aus Frankfurter Sicht mit gemischten Gefühlen sieht.

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  • Spielerfrau sagt:

    @ Detlef,

    bei dieser von dir geschilderten Szene war ich nicht persönlich zugegen. Aber eindrucksvoll.

    Und auch so eine erfahrene Spielerin wie Martine Müller bemerkte eine Armschramme auch erst im Interview nach dem Pokalfinale. Adrenalin.

    Ich kann mich auch noch erinnern, dass gerade Poppis Zweikampfstärke und „Body“ von Trainern geschätzt wird, u.a. von SN – was ja an sich etwas Gutes ist.

    Aber Frauenkörper sind nun mal ein Stück verletzlicher, und jeder Trainer sollte gezielt darauf hinarbeiten, dass eine Spielerin sich nicht durch solche Aktionen verletzt.

    Kellermann traue ich das durchaus zu (und er wurde ja im Forum kritisiert, wenn er Spielerinnen bis zum nächsten Spiel aussetzen ließ), und auch MVT hat die Spielerinnen auch mal pausieren lassen.

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  • Detlef sagt:

    Markus schrieb;
    „Glaubst Du wirklich, was Du da schreibst?“

    Im Normalfall ist es so, daß ich meine Meinung hier „unverschlüsselt“ niederschreibe!!!
    Nur was in „…“ steht, oder mit einem 😉 endet, sollte man nicht so ganz bierernst nehmen!!!

    Die Aussage von mir, die Dir wohl etwas sauer aufgestoßen hat, klingt zugegeben recht provokativ!!!
    Dabei ist sie nicht einmal direkt von mir, sondern kommt von einigen Frankfurt-Anhängern, mit denen ich mich nach dem Spiel Frankfurt gegen SC07BN unterhalten habe!!!
    Da ich als TURBINE-Fan nicht so viele Spiele unseres „Lieblingsgegners“ gesehen habe, verlasse ich mich doch lieber auf Leute, die beinahe bei jedem Spiel des FFC Deutschland dabei waren!!!

    Die Spiele, die ich von ihnen auf DFB-TV gesehen habe, und das eine Live-Spiel gegen BN, bestätigten aber das, was mir die Frankfurt-Fans gerade von ihren Nationalspielerinnen berichtet haben!!!
    Sie waren verärgert darüber, daß Spielerinnen wie Smisek und Weber kaum Beachtung gefunden haben, weil sie keine Nationalspielerinnen waren!!!
    Von solchen Spielerinnen erhofften sie sich viel mehr Einsatzwillen und viel mehr Kämpfermoral, als von den etablierten Stammspielerinnen mit Natiogarantie!!!

    Dazu passt die Aussage von Ali Krieger, die sich in einem Interview darüber gewundert hat, daß immer noch so viele Frankfurterinnen in die A-Natio berufen wurden, obwohl sie in der Liga schlecht gespielt hatten!!!
    Auch der Vorwurf einer Sandra Smisek, daß alles im Verein vom Nationaltrikot abhing, bekräftigt meine Aussage!!!

    Wer also das Natiotrikot sicher hat, muß sich weder im Training, noch im schnöden Ligaspiel voll verausgaben, da dieses Trikot der „Freifahrschein“ für die Stammelf ist!!! (frei nach Sandra Smisek)
    Und egal ob die Spielerinnen in der BuLi gut oder schlecht spielen, sie werden von der Bundesgöttin sowieso nominiert!!! (frei nach Ali Krieger)

    Merkwürdigerweise war das ausgerechnet in den beiden Spielen gegen Potsdam etwas anders!!!
    Hier kämpften Kulig, Behringer, Huth und Marozsan um jeden Ball!!!
    Ob das jetzt am „ewigen Gegner“ lag, oder vielleicht doch nur daran, daß jeweils kurz vorher ein neuer Trainer frischen Wind (also die Angst vor der Reservebank) ins Team brachte, wird man wohl nie so genau beantworten können!!!
    Aber jeder Frankfurt-Fan, mit dem ich nach dem knappen 1:0 gesprochen habe, hatte in etwa die gleichen Worte auf den Lippen!!!
    „Hätten sie mal immer so gekämpft und gespielt, dann ständen wir heute wo ganz anders“!!! 😉

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Das ist so schon richtig;die VFL Spielerinnen sind keine Profis, sondern haben neben den Gehältern vom Verein e. Ausbilder oder e. Arbeitgeber, der bei entsprechenden Anlässen, die Spielerinnen von der Arbeits- bzw. Ausbildungsverpflichtung frei stellt und in diesem Sinne auch Sponsorfunktionen gegenüber der Mannschaft ausübt.Ich bleibe dabei, erst die konstant gute Leistung im Verein mit entsprechender Priorität für den Verein qualifiziert die Spielerin für e. N11-Einsatz.Erst die Arbeit im Verein,dann das Vergnügen in d.N11 und nicht umgekehrt.
    Bezüglich A.Popp hast du nun aber eine zwiespältige Ansicht,denn auf der einen Seite kritisierst du ihre „Fahrlassigkeit“,den N11-Einsatz aufs Spiel zu setzen, andererseits möchtest du sie bei ihrer Art Fußball zu spielen gar nicht in der N11 haben und lieber andere an ihrer Stelle sehen.Dann ist es aus deiner Sicht doch gut gelaufen.Auch wenn die Art zu spielen sehr körperbetont von ihr ist,solltest du nicht so ein „Horror-Szenario“ entwickeln,denn da tust du ihr sicher Unrecht.Von mir aus können ruhig ein paar mehr Bayern-Spielerinnen (sofern deutsch-bayrisch) mit zur EM fahren und ein paar „einsame Wölfinnen“ sind ja auch noch da.
    @FFFan.Da bin ich mir schon ziemlich sicher, daß A.Popp auch bei ausgelassenem Finalspiel nicht zur EM gefahren wäre, wenn jetzt medizinische Gründe dagegen sprechen.In diesem Zusammenhang stellt sich da natürlich auch die Frage von wally, wo ist der entsprechende Belastungsnachweis von S.L. u.L.B.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Der Belastungstest bezog sich doch auf den Verein, oder habe ich es falsch verstanden?

    Ich frage mich allerdings, wie es Popp möglich war, soo zu spielen, wenn sie vorher noch hochkant durch den Belastungstest geflogen ist? Diese Frage möge sich jeder selbst beantworten.

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  • Sheldon sagt:

    Wenn ich hier schon nicht zur Sprache komme, dann möchte ich hier den User „kasseler“ aus dem FFC-Frankfurt-Forum zitieren:

    Er schrieb am 02.06., 19:48:19 im Thread „EM 2013“ wie folgt:

    „Wenn man so liest, dass heute mit Popp bereits die dritte Wolfsburgerin verletzungsbedingt die EM absagen muss, stellt sich für mich die Frage, um welchen Preis der VfL Wolfsburg (bzw. der Volkswagen Konzern) das Triple aus Meister, Pokal und CL Sieg erreichen wollte. Die Gesundheit der Spielerinnen scheint dabei anscheinend eine untergeordnete Rolle gespielt zu haben.“

    Fast meiner Meinung nach das Ganze sehr gut zusammen.

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  • waiiy sagt:

    Ich denke nicht, dass unbedingt der Verein VFL Wolfsburg die Titel um jeden Preis erreichen wollte. Ich denke, dass die Spielerinnen einfach daran geglaubt haben und es wollten und dass sie alles gegeben haben, um das große Ziel ein Mal zu erreichen. Wer weiß, wann sich wieder diese Chance ergibt?

    Und vielleicht fehlt (nicht ganz unberechtigterweise) dieser Glaube dieser Spielerinnen an die N11, wo sich doch nur wenig bewegt. Ich denke, dass 3 Titel mit Wolfsburg für alle dort wichtiger und greifbarer waren als der EM-Titel, zumal man von Silvia Neid erwarten kann, dass sie in der Startelf nicht auf Popp zurückgegriffen hätte (und vielleicht hätte auch Odebrecht für die „topfite“ Laudehr und Faißt für die „in Hochform befindliche“ Peter und die „topfite“ Bajramaj weichen müssen). Von daher sind die Leute Pharisäer, die behaupten, der eventuelle/mögliche/unwahrscheinliche Titel mit der N11 wäre wichtiger gewesen als die Titel mit dem Arbeitgeber.

    Und da, auch wenn das schon sehr weit hergeholt ist (weil Popp ja nicht verzichtet hat, sondern verletzt ist), schließt sich auch der Kreis zu Sarholz, die damals auch zurecht den Fokus auf Meisterschaft und Champions League gesetzt hat.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Ich kann nicht sagen,welche medizinische Maßnahmen erforderlich waren A.Popp in die Lage zu bringen zu spielen, aber wer schon einmal e.Bänderverletzung hatte,der weiß,nicht die Schmerzen sind das Problem,sondern die Gelenkstabilität.Wenn es also dafür gereicht hat, dann ist das eine ganz persönliche Entscheidung von Alex in Abstimmung mit d. Mannschaftsarzt, e. Unfallchirurgen, der wissen sollte was er raten kann, und letzten Endes nicht d.Entscheidung des Trainers. V.Odebrecht hat sich schon länger mit Knieproblemen geplagt und hat, wie bei solchen Problemen üblich, bis zum Saisonende gewartet,um dann die trainings- u.spielfrei Zeit zur Genesung und Therapie zu nutzen (sie hatte damit auch in der Lige,wie auch in d. N11 gespielt u.Keinen hats gestört).Die Erkg.v.V.Faißt ist e.Infektions-Erkg.,kann Jeden und Jede zu jeder Zeit treffen und hat mit den Belastungen beim Fußball absolut nichts zu tun.
    Also bitte den Unsinn mit der Titeljagd des VFL zu Lasten der Gesundheit der Spielerinnen beenden. Solche unglücklichen Konstellationen findet man weltweit in allen Sportarten und bei vielen Vereinen, auch sicher in unserer Buli.

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  • Neutral77 sagt:

    @ Sheldon

    du bist sagenhaft !!!

    Nicht nur das du bei jedem Bundesligisten (und da gerade beim VFL Wolfsburg) die Budgets und Gehälter der Spielerinnen kennst, nein, jetzt kennst du auch noch die privaten Probleme der Spielerinnen und ihre Psyche !!!

    Alex Popp hat einen EM Ausfall bewußt in Kauf genommen, ist der größte Blödsinn der mir letzte Zeit untergekommen ist !! Arbeitest du in der medizinschen Abteilung des VFL und kennst die ärztlichen Unterlagen / Diagnosen / Prognosen ??

    Hast du bei jedem Verein einen Job bei deinem ganzen Insider wissen (oder malst du dir wieder deine Welt, wie sie dir gefällt? 😉

    Wenn du so ein großer Experte auf sämtlichen Gebieten bist, dann übernimm doch mal in einem Verein ein Job, anstatt hier immer riesengroße Reden zu schwingen (die alle nur auf deinen persönlichen „Vermutungen“ basieren, denn belegen kannst du nichts) !!!

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  • Zaunreiter sagt:

    Ich möchte ebenfalls der Meinung von Sheldon entgegentreten, der da meint, die Verletzungen seien der Titeljagd geschuldet.

    Ich finde es fragwürdig, daß Nationalspielerinnen meinen, sie müssten in der Bundesliga nur 70 Prozent geben. Bedingt dadurch, sie sind ja der Madame ihr Liebchen und sie würden ohnehin nominiert. Das ist eine Frechheit gegenüber den Mitspielerinnen, dem jeweiligen Gegner und den Fans. Aber es zeichnet ein Bild, wes Geistes Kind die abhängig Beschäftigten des DFBs sind. Von daher reifte bei mir diese von dir gescholtene Einstellung.

    Sheldon, wenn du Eventfan der Natio sein möchtest, das ist dein Ding, bitte schön. Aber hör auf, den anderen hier, deine Meinung aufoktroyieren zu wollen!

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  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „In diesem Zusammenhang stellt sich da natürlich auch die Frage von wally, wo ist der entsprechende Belastungsnachweis von S.L. u.L.B.“

    Das Zitat von Popp bezog sich (wie Sheldon richtig erkannt hat) auf einen internen Belastungstest im Training des VfL Wolfsburg.

    Was nun „S.L.“ und „L.B.“ betrifft: die beiden mussten sich noch vor der Kadernominierung einem separaten Leistungstest beim DFB unterziehen:

    „Nach ihren langwierigen Verletzungen zählen auch Lira Bajramaj und Simone Laudehr vom 1.FFC Frankfurt zum erweiterten EM-Aufgebot. Die beiden Mittelfeldspielerinnen waren zuvor vom Trainerteam um Silvia Neid in individuellen Einheiten intensiv getestet worden. Dazu die Bundestrainerin: «Ich habe mich selbst von der momentanen Leistungsstärke der beiden überzeugt. Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden, die Grundvoraussetzungen für diesen ersten EM-Lehrgang sind vorhanden. Jetzt muss man sehen, welchen Eindruck sie im Mannschaftsgefüge machen.»“

    http://www.soccerdonna.de/de/neid-benennt-erweiterten-em-kader/news/anzeigen_2260.html

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