Verena Faißt fällt für die EM aus

Von am 28. Mai 2013 – 11.25 Uhr 23 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf wird bei der Europameisterschaft in Schweden vom 10. bis 28. Juli ohne Verena Faißt auskommen müssen. Die am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte Mittelfeldspielerin vom VfL Wolfsburg wird nicht rechtzeitig wieder gesund werden.

Keine Nachnominierung
Eingehende medizinische Untersuchungen ergaben, dass der Genesungsprozess bei der 24-Jährigen zwar voranschreitet, ein Einstieg in die am 2. Juni beginnende EM-Vorbereitung jedoch noch zu früh kommen würde. Bundestrainerin Silvia Neid verzichtet deswegen auf eine Nachnominierung.

Faißt: „Sehr enttäuschend“
„Ich wusste nach der Diagnose bereits, dass es für die EM eng werden würde. Die Hoffnung war insofern von Anfang an klein. Inzwischen geht es mir nun zwar schon besser, trotzdem mussten wir aber erkennen, dass es einfach keinen Sinn machen würde. Das ist sehr, sehr enttäuschend, aber die Gesundheit steht über allem“, so Faißt.

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Fokus auf nächster Saison
Und sie erklärt weiter: „Der Fokus liegt bei mir jetzt klar auf der nächsten Saison. Wenn ich wieder vollständig gesund bin, werde ich meinen Körper langsam wieder heranführen, um dann zur Vorbereitung hoffentlich topfit an den Start gehen zu können. Das ist jetzt mein großes Ziel.“

Verena Faißt in Aktion

Verena Faißt wird nicht rechzeitig wieder gesund © Nora Kruse / ff-archiv.de

Vorläufiger Kader reduziert
Die Frauenfußball-Nationalelf startet am kommenden Sonntag in Kaiserau mit dem ersten EM-Lehrgang in ihre direkte Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Nach der Absage von Faißt zählen noch 27 Spielerinnen zum vorläufigen Kader, der für das Turnier in Schweden auf 23 reduziert werden muss.

Im Rahmen der Vorbereitung stehen die Länderspiele in Essen gegen Schottland (15. Juni), in Paderborn gegen Kanada (19. Juni) und in der Allianz Arena in München gegen Weltmeister Japan (29. Juni) an.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Gute Besserung noch einmal!

    Das EM-Aus ist natürlich schade. Aber nur unverbesserliche Optimisten konnten überhaupt annehmen, dass es eine Chance bestand, bis zur EM fit zu werden. Von daher ist diese Meldung (leider) keine Überraschung.

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  • Sheldon sagt:

    Damit schon die zweite Wolfsburgerin, die ausfällt.

    Ich sehe es schon kommen: Bei allen Wolfsburgerinnen brechen in den nächsten Wochen nach und nach verschleppte Krankheiten und Verletzungen aus, wegen der langen und harten Saison ohne Rotation; Potsdamerinnen sind sowieso fast gar nicht nominiert, und alle Frankfurterinnen fallen wegen der verkorksten Saison in ein derartiges Formtief, dass wir bei der EM aus allen drei Mannschaften nicht eine fitte Spielerin in Form erleben werden.

    Wo soll das bloß hinführen?

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Die Startaufstellung wird sich immer mehr der Aufstellung bei der „erfolgreichen“ EM annähern (plus Maroszan). Dahin wird es führen…

    Ich bin gespannt, wer das Endspiel gewinnt: Schweden oder Frankreich… 😉

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  • never-rest sagt:

    Sehr traurig für V. Faißt und wahrlich eine weitere Schwächung des EM-Kaders nach dem Ausfall von V. Odebrecht.Kopf hoch Verena und gute Besserung.

    Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens Wensing, Goeßling, Keßler und Popp aus dem tollen Wolfsburger Team wieder vollständig fit und gut erholt zur Stammelf der EM gehören werden. Aber SN steht ja mehr auf die etablierten Spielerinnen vom 1 FFC, auch wenn die mal wieder in der abgelaufennen Saison mehr oder weniger versagt haben.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Da muß ich Dir mal widersprechen,auch wenn Du von deiner Linie mit der Vorstellung bei WOB sind nun alle platt,da sie nicht ausreichend rottiert haben, nicht abzubringen bist. V.Faißt hat eine virale Infektionskrankheit erlitten,die sich durch direkten Kontakt verbreitet – auch „kissing disaese“ genannt, da hauptsächlich unter älteren Schülern u.Studenten untereinander verbreitet.Also völlige Unabhängigkeit von der körperlichen Verfassung.Lediglich V.Odebrecht ist bei vorgeschädigten Kniegelenken diesen Belastungen erlegen.Alle Anderen werden sich bis zu den Trainingslehrgängen und späteren Freundschaftsspielen und dann bis zur EM wieder erholt haben.
    In diesem Zusammenhang erinnert mich die Situation von A.Vetterlein an die von R.Weidenfeller vom BvB,super im Finale und auch davor gehalten und trotzdem keine Chance auf e. Berufung.Wer von den deutschen Torhütern(-innen) ist denn nach N.Angerer o.M.Neuer wirklich besser? Ich finde auch daß sich L.Magul inzwischen deutlich weitertwickelt hat und gerade auch zum Ende d.Finales e.Top-Leistung gezeigt hat -ich hätte sie schon früher für C.Pohlers eingewechselt,denn die war inzwischen wirklich platt. Also nicht so „Schwarzmalen“ für d. Nati.

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  • FFFan sagt:

    Alles Gute, ‚Knoche‘!

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Natürlich hängt die Überlastung der Wolfsburgerinnen ganz immens mit einer solchen Erkrankung zusammen. Denn man wird davon ausgehen können, dass durch den übermäßigen Spielbetrieb ohne Pause (Faißt hat in dieser Saison 42 Spiele bestritten, es wären vermutlich noch bis zu 9 Spiele in der N11 dazugekommen, 3x Freundschaft, 6x EM, insgesamt also 51) das Immunsystem massiv geschwächt ist und damit das Risiko, dass nach der Infektion die Krankheit ausbricht, deutlich höher ist.

    Gleiches gilt besonders für Luisa Wensing (bereits 49 Spiele, hatte auch bei der U20-WM gespielt), aber auch für Henning (36), Keßler (37), Goeßling (41) und Popp (38).

    Alle hätten, sollten sie in allen möglichen Spielen eingesetzt werden, knapp 50 Spiele in dieser Saison gemacht, Wensing sogar 58. Das sind Werte, die selbst bei den Männern im Topbereich lägen. Selbst die Bayern-Spieler haben in dieser Saison nicht solch ein Pflichtspiel-Pensum bestritten wie Wensing, nicht ein einziger.

    Deswegen hoffe ich, dass alles gut geht, doch ich habe ehrlich Zweifel, ob das alles gut gehen kann!

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  • Detlef sagt:

    Das war leider vorrauszusehen!!! 🙁
    Diese Krankheit ist schlimmer als eine normale Grippe, und schon an der sterben jedes Jahr über 50.000 Leute in Deutschland!!!
    Man darf das also nicht auf die leichte Schulter nehmen!!! 🙁

    Nicht ganz nachvollziehen kann ich dagegen den angeblichen „Grund“, warum Frau Bundesgöttin keine Spielerin nachnominiert???

    Markus Schrieb;
    „Eingehende medizinische Untersuchungen ergaben, dass der Genesungsprozess bei der 24-Jährigen zwar voranschreitet, ein Einstieg in die am 2. Juni beginnende EM-Vorbereitung jedoch noch zu früh kommen würde. Bundestrainerin Silvia Neid verzichtet DESWEGEN auf eine Nachnominierung.“

    Das muß man nun nicht wirklich verstehen!!!

    Ich wünsche Verena, daß sie möglichst rechtzeitig wieder gesund wird, um dann mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen zu können!!!
    Und in Zukunft besser aufpassen Verena, wen Du küßt!!! ;-)(“kissing disaese”)

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  • Matze sagt:

    Sag mal, Sheldon, über was weißt du eigentlich nicht Bescheid?
    Und dann hast du auch noch so tiefgehende Kenntnisse über alles und jeden.
    Chapeau!

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  • Spielerfrau sagt:

    An Verena natürlich gute Besserung!

    @ Detlef, die Übertragung erfolgt wohl auch auf dem Wege der Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion.

    Finde es schade, dass keine Nachwuchsspielerin zumindest eine Chance bekommen hätte, zumindest mit dem zukünftigen EM-Kader zu trainieren und Erfahrungen zu sammeln – vielleicht gerade aus den Vereinen aus dem „Mittelfeld“ der Tabelle. Aber die müssen ja erst noch in einen „Topverein“ wechseln, um überhaupt berücksichtigt zu werden.

    Bin gespannt, ob die Strategie, weiterhin die Auswahl aus einem bestimmten Kreis von Spielerinnen zu wählen, und dass die Auswahl nicht unbedingt an die Leistungen in der Bundesliga und an internationale Spielerfahrung gekoppelt ist, von Erfolg beschienen ist.

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:

    Auf der Website des DFB steht lediglich: „Bundestrainerin Silvia Neid verzichtet auf eine Nachnominierung.“ (ohne „deswegen“)

    Von mir aus hätte Frau Neid aber ruhig z.B. Tabea Kemme nachnominieren können. Der erste Lehrgang hat noch nicht einmal begonnen, und es können noch weitere Spielerinnen ausfallen.

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  • Detlef sagt:

    @Spielerfrau,
    Immerhin stehen 3 Kurstädterinnen im Kader, die weder in der Buli besonders weit oben gelandet sind, noch in der CL dabei waren!!!
    Außerdem ist für VIOLA mit Isabelle Linden eine Leverkusenerin nachnominiert worden, auf die das Gleiche zutrifft!!!

    Dafür steht mit JENNY CRAMER nur eine Spielerin vom Serienmeister und CL-Dauergast Potsdam im Kader!!!
    Auch die Bayern-Ladies haben als Tabellenvierter mit Lotzen und Längert gerade einmal 2 Akteurinnen dabei!!!

    Und das die Nationominierungen zum aller größten Teil eben nicht an die Leistungen in der Buli gekoppelt sind, zeigt ja die Auswahl der Bundesgöttin sehr anschaulich!!!

    Dann wünsche ich mal gutes Gelingen!!!

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  • Humi sagt:

    Auch die Bayern-Ladies haben als Tabellenvierter mit Lotzen und Längert gerade einmal 2 Akteurinnen dabei!!!

    Wer sollte denn deiner Meinung nach von den Münchnerinnen noch in die (dt.) Nationalmannschaft berufen werden? Hagen, Cross, Feiersinger oder Bürki? 😉

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  • Detlef sagt:

    @Humi,
    Zumindest bei den ersten Drei würde sich eine Blitz-Einbürgerung schon lohnen!!! 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Humi: Da wüsste ich noch einige, beispielsweise eine Sarah Romert. Auch eine Katharina Baunach gehört da hin, wenn sie fit ist. Eine Ivana Rudelic könnte durchaus auch in den Bereich gehören, der mal in die N11 berufen werden könnte.

    Und laut Soccerdonna besitzt Niki Cross sogar einen deutschen Pass.

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  • wrack sagt:

    @ waiiy: „Ich bin gespannt, wer das Endspiel gewinnt: Schweden oder Frankreich… 😉 “

    Schweden 🙁

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  • Sheldon sagt:

    Als Turbine-Fan muss man ja dies Jahr mal Norwegen-Fan sein. Die meisten Abstellungen für die N11^^

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  • waiiy sagt:

    @Spielerfrau: Der Backup für Verena Faißt ist Jenny Cramer und damit eine Nachwuchsspielerin, die letzten Sommer bei der U21 WM gespielt hat. Also von daher ist da schon vorgesorgt. Ansonsten ist man in der Abwehr mit einigen Spielerinnen (Wensing, Peter) sehr flexibel, sodass man die linke Seite auffangen kann.

    Und im Mittelfeld wird wohl:
    a) Jenny Cramer links einen Stammplatz haben (wäre gut)
    b) Svenja Huth auf links spielen (wäre auch gut)
    c) Lira Bajramaj vollends fit sein und spielen (erhofft)
    d) Mel Behringer wieder das Vertrauen kriegen (befürchtet, aber leider erwartet)

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Da hast Du recht, aber auch Toni würde ich es gönnen. Vielleicht ja ein Finale wie das des Algarve Cups dieses Jahr… 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Du hast Popp vergessen, die wahrscheinlich links spielen sollte.

    Ansonsten sind die ersten beiden eher Abwehrspielerinnen.

    Generell hat man mittlerweile in der Abwehr ein unglaubliches Überangebot:

    Selbst, wenn Krahn (und Bresonik) zuhause bleiben sollten, hat man immer noch:

    Wensing, Henning, Goeßling, Bartusiak, Schmidt, Peter, Huth, Maier, Cramer – alle in dieser Saison in der Abwehr eingesetzt und bewährt.

    Da ist jede Position doppelt besetzt, selbst wenn Goeßling im Mittelfeld spielt: Wensing, Henning, Bartusiak, Cramer im Zentrum, Peter/Maier links, Huth/Schmidt rechts.

    Im Mittelfeld defensiv hat man auch noch deutlich zuviel, mit Goeßling, Keßler, Kulig, Laudehr, Behringer (und Bresonik) 6 Spielerinnen für die 2 Positionen.

    Keßler könnte auch offensiv spielen und sich dort mit Marozsan (glaube nicht, dass Bajramaj zentral eingesetzt wird) streiten.

    Und auch den Sturm hat man mit 4 arrivierten Kräften (Bajramaj, Mittag, Celia, Popp) und 3 frischen Spielerinnen (Leupolz, Lotzen, Linden) adäquat besetzt.

    Aus diesem Kader kann man einiges machen. 3 Feldspielerinnen werden noch gestrichen, ich tippe auf Linden und Krahn und hoffe auf Kulig, Laudehr oder Bresonik.

    Noch einmal meine Startaufstellung: Angerer/Schult – Huth/Schmidt, Wensing/Henning, Bartusiak/Cramer, Peter/Maier – Goeßling/Kulig, Keßler/Behringer – Bajramaj/Leupolz, Marozsan, Celia/Mittag, Popp/Lotzen

    Alle Positionen doppelt besetzt, bis auf Marozsan. Dafür wird wohl noch eine ZDM dabei sein.

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Generell kann Popp natürlich jede Position auf der linken Seite spielen. Ich sehe sie aber eher als Backup für Da Mbabi, weil eine einzelne Stürmerin in diesem System meiner Meinung imm ab der 60. Minute getauscht werden sollte, weil sie dann fertig sein muss (wenn sie alles richtig gemacht hat). Und haben wir ja leider kaum eine andere (mitgenommen), da Mittag lieber gern aus der Tiefe kommt und so in meinen Augen rechts außen besser aufgehoben ist.

    Cramer spielt in Potsdam durchaus oft im Mittelfeld und weniger in der Abwehr, kann aber beides. Huth ist eigentlich Mittelfeldspielerin links, bevor sie diese Saison auf die rechte Verteidigerin umgeschult wurde.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Brauchen wir eine Stoßstürmerin? Meines Erachtens ist der Kader darauf eingestellt, dass man nicht unbedingt mit Stoßstürmerin gespielt werden muss. Gerade wenn Bajramaj und Mittag auf dem Platz stehen, könnte schnell ins Potsdamer Rotationsspiel verfallen werden. Gerade Maro und Keßler sind auch Spielerinnen, die beide sehr gut ohne echte Stürmerin spielen können.

    Zu den anderen Spielerinnen: Cramer wurde in der N11 immer nur als IV wie schon in der U20 eingesetzt, und Huth hat bewiesen, dass sie deutlich besser hinten rechts spielt!

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  • xXx sagt:

    Nach Faißt und Odebrecht, fällt nun auch Popp für die EM aus. Isy Kerschowski (Leverkusen) und Sara Däbritz (SC Freiburg) werden nachnominiert. Ebenfalls nachnominiert wurde ja schon Isabelle Linden (Leverkusen).

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