SC 07 Bad Neuenahr stellt Insolvenzantrag

Von am 27. Mai 2013 – 14.10 Uhr 96 Kommentare

Nach dem FCR 2001 Duisburg hat auch Frauenfußball-Bundesligist SC 07 Bad Neuenahr heute beim Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Der Verein strebt die Entschuldung im Rahmen eines Insolvenzplans an, heißt es in einer Presseerklärung.

Hoffen auf dauerhafte Sicherung
„Gemeinsam mit dem durch das Insolvenzgericht zu bestellenden vorläufigen Insolvenzverwalter sollen die Weichen für die dauerhafte Sicherung der Aufgaben des Vereins, zu denen neben der Jugendarbeit auch der Spielbetrieb mehrerer erfolgreicher Amateur- und Lizenzligamannschaften gehören, gestellt werden“, heißt es.

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Großes Bedauern
Zwar waren finanzielle Engpässe seit langem vorhanden und bekannt, aber die Vereinsleitung hatte es in der Vergangenheit mit viel Unterstützung aus dem Kreis der Gläubiger und Sponsoren immer wieder geschafft, die Zahlungsfähigkeit noch aufrechtzuerhalten. „Mit großem Bedauern musste das im November vergangenen Jahres neu gewählte Präsidium feststellen, dass die Hilfen der Sponsoren letztlich nicht den erhofften Erfolg hatten und das Vertrauen der Gläubiger nicht erfüllt werden konnte.“

Logo Bad Neuenahr

Logo des SC 07 Bad Neuenahr © SC 07 Bad Neuenahr

Ausfall von Sponsoren
Der Verein erklärt weiter: „Die stetig gestiegenen Verbindlichkeiten und die hohen Altlasten aus mehreren Jahren, die auch durch den Ausfall ehemaliger Hauptsponsoren wie RWE, Apollinaris/Coca-Cola und Deutsche Bahn AG beeinflusst wurden, machen den jetzt beantragten Gläubigerschutz unvermeidlich.“

Fortführung des Vereins angepeilt
Die Vereinsführung wird sich mit allen Präsidiumsmitgliedern weiter um die Belange des Vereins kümmern und in Zusammenarbeit mit dem vom Gericht zu bestellenden vorläufigen Insolvenzverwalter versuchen, die finanziellen Voraussetzungen für die Fortführung des Vereins gleichgültig in welcher Form zu ermöglichen.

Entzug des Bundesliga-Startrechts droht
Sollte ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt oder vor Ende des laufenden Spieljahres bis zum 30. Juni 2013 eröffnet werden, würde dem SC 07 Bad Neuenahr das Startrecht in der Frauenfußball-Bundesliga für die Saison 2013/2014 entzogen werden. Damit würde sich die Zahl der sportlichen Absteiger für die Saison 2012/2013 entsprechend vermindern, und ein sportlich abgestiegener Verein könnte nachrücken. Würde ein Insolvenzverfahren nach dem 1. Juli 2013 eröffnet, stünde der Verein als erster sportlicher Absteiger der Frauenfußball-Bundesligasaison 2013/2014 fest. Alle bis dahin erzielten Punkte und Tore der laufenden Spielzeit würden aus der Wertung fallen.

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„Es gibt mehrere Optionen“
Heike Ullrich, DFB-Abteilungsleiterin Spielbetrieb, erklärt: „Wir sind mit dem Verein in Kontakt. Hier gibt es nun mehrere Optionen. Wir wünschen uns natürlich für einen Traditionsverein wie Bad Neuenahr, dass er es trotz beantragtem Insolvenzverfahren schafft, kurzfristig Partner zu finden, die mit dem dann konsolidierten Verein in eine neue Bundesligasaison gehen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

96 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Das ist wirklich traurig, war aber nach den letzten 6 Monaten und den diesbezüglichen Meldungen leider zu erwarten.

    Die Frage wird sein, inwiefern damit ein Verbleib in der 1. Liga möglich bzw. gerechtfertigt werden kann und inwieweit es auch weitere Konsequenzen für den Kader haben wird, in dem ja auch noch einige sehr interessante Spielerinnen stehen.

    Gespannt darf man auch sein, ob Patricia Hanebeck mit der Wahl des neuen Vereins unter diesen Umständen glücklich werden wird.

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  • Sheldon sagt:

    Schade… aber wen wunderts? Vielleicht sollte man sich beim DFB ernsthaft darüber Gedanken machen, ob man das wirklich alles einfach so weiterlaufen lassen will oder ob man endlich mal einschreitet!

    Seit der WM 2011 gibt es soviele Insolvenzen wie schon lange nicht mehr. Kaum ein Verein ist noch fähig dazu, die Mittel, um überhaupt an diesem Geschäft teilnehmen zu können, wirklich noch aufzubringen.

    Und gerade Bad Neuenahr hat ja in diesem Jahr alles dafür getan, den Verein zu strukturieren und wirtschaftlich zu modernisieren. Dass nun auch so ein Verein in die Insolvenzfalle getrieben wurde, muss ein klares und deutliches Signal sein, dass es so nicht mehr weitergehen kann in der Liga.

    Die Bundesliga ist mittlerweile für Vereine derart unattraktiv, da unerschwinglich geworden, dass es solche Maßnahmen wie die von Meppen in Zukunft noch deutlich öfter geben dürfte.

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  • gerd.karl sagt:

    entschuldigung, aber das könnte sich gut für köln anhören.
    köln könnte dann als dritte mannschaft aufsteigen.

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  • Detlef sagt:

    Ohjeh, jetzt hat es die Kurstädterinnen doch noch erwischt!!!
    Sie waren ja schon mehrfach von der Pleite bedroht, nun scheint es unabwendbar geworden zu sein!!!

    Wenn sie nicht schnell ein paar neue Sponsoren finden, werden sie, Not oder Übel, auch noch die restlichen Leistungsträgerinnen verlieren!!!
    Arme PATTI, die Rückkehr in die Heimat hat sie sich sicher anders vorgestellt!!!

    Falls es aber trotzdem zur Insolvenz kommen sollte, dann lieber vor dem 1.Juli!!!
    Eine „Geistermannschaft“ darf es nicht geben!!!

    Aber wer soll dafür aufrücken???
    Sindelfingen war ja Vorletzter, aber dort sieht es wohl finanziell ähnlich prekär aus wie in der Kurstadt!!!
    Außerdem haben sie fast die Hälfte ihres Kaders verloren, und müßten somit mindestens 11 Spielerinnen plus Torwarttrainer neu verpflichten, die erstligafähig sind!!!
    Das dürfte weit außerhalb des Machbaren sein, wenn nicht der wohlhabende Nachbar etwas unter die Arme greift!!!

    Einzig der FSV Gütersloh wäre dazu in der Lage, müßte aber seinen vom Hauptsponsor bereits zugesicherten Zweitligaetat nochmal kräftig nachbessern!!!

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  • Santiago sagt:

    Wie schon geschrieben wurde, war diese Meldung über kurz oder lang leider zu erwarten.

    Für mich stellt sich die Frage, wie es weitergeht, FALLS Bad Neuenahr nächste Saison nicht erstklassig spielen könnte (was natürlich noch nicht feststeht!).

    Automatisch würde Sindelfingen auf den 10. platz rücken, der zum Klassenerhalt berechtigt. Aber was wäre denn, wenn Sindelfingen gar kein „Interesse“ hat, zum jetzigen Zeitpunkt in der Liga zu bleiben? Aufgrund der ebenfalls angespannten finanziellen Situation kam es dort zur Winterpause schon zu einem personellen Abbau. Darüber hinaus haben sie jetzt nach der Saison schon 11 Abgänge bestätigt. Coach Koutroubis hatte in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Potsdam angekündigt, in allen Bereichen (Kader, Infrastruktur, Organisation, Finanzen, Sponsoring, …) einen Neuaufbau zu starten, um in 4 Jahren wieder aufzusteigen.

    Dürften sie überhaupt „freiwillig verzichten“ (womit Gütersloh nachrücken würde!?) oder „müssten“ sie erste Liga spielen?

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  • Detlef sagt:

    @gerd.karl,
    Wer lesen kann, usw…!!!

    Markus schrieb;
    „Damit würde sich die Zahl der sportlichen Absteiger für die Saison 2012/2013 entsprechend vermindern, und ein sportlich abgestiegener Verein könnte nachrücken“

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  • Detlef sagt:

    Eine Frage an die Regelkundler hätte ich noch!!!

    Markus schrieb;
    „Würde ein Insolvenzverfahren nach dem 1. Juli 2013 eröffnet, stünde der Verein als erster sportlicher Absteiger der Frauenfußball-Bundesligasaison 2013/2014 fest. Alle bis dahin erzielten Punkte und Tore der laufenden Spielzeit würden aus der Wertung fallen.“

    Ähnliches hatte man ja bereits beim Insolvenzantrag in Duisburg lesen müssen!!!

    Würde dies jetzt auch beim SC07 zutreffen, wenn er vor dem 1. Juli insolvent geht???
    Müßte also der SC07 quasi aus der Tabelle entfernt-, und alle Ergebnisse gestrichen werden???
    Ohje, das gäbe ja eine schöne Rechnerei!!!
    Könnten sich dadurch noch Platzierungen in der Tabelle ändern??? 😉

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  • gerd.karl sagt:

    ich kann lesen, aber sindelfingen und gütersloh haben nicht die mittel, es sei den tönnies greift tief in die tasche, dann bleiben halt nur die potenten vereine aus der 2 liga, köln sand.herford

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  • Meta sagt:

    @ Detlef:

    So stehts auf http://www.dfb.de:

    Sollte ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt oder vor Ende des laufenden Spieljahres bis zum 30. Juni 2013 eröffnet werden, würde Bad Neuenahr das Startrecht in der Frauen-Bundesliga für die Saison 2013/2014 verlieren. Damit würde sich die Zahl der sportlichen Absteiger für die Spielzeit 2012/2013 entsprechend vermindern, und ein sportlich abgestiegener Verein könnte nachrücken. Der SC 07 Bad Neuenahr würde ans Ende der Tabelle rücken, der Zehnte der bereinigten Tabelle in der Klasse bleiben.

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  • gerd.karl sagt:

    detlef, bitte, die saison ist abgeschlossen da kann an den punkten und da du ja turbine fan bist nichts geändert werden.

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  • Ralligen sagt:

    Auch ich habe ne Frage!
    Wie ist der aktuelle Kenntnisstand im Falle des FCR Duisburg und warum gab es keine Punktabzüge oder Strafen? Was ist zwischen dem
    Insolvenzverfahren in Duisburg anders,als dem Verfahren in Bad Neuenahr?

    Vielen Dank

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  • uwe sagt:

    @ Santiago

    Man darf „freiwillig“ verzichten, siehe Meppen.

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  • speedy75 sagt:

    Sehr traurig das ganze. Da kann man nur hoffen die schaffen das und ihnen viel Glück/Erfolg bei den weiteren Maßnahmen wünschen.

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  • H-GD sagt:

    Man solte am besten beide Vereine -Duisburg sowie Bad Neuenahr in die 2Liga setzen,da es sonnst am Ende der saison 2013/14 ein erhebliches Durcheinander mit der Streichung der Ergebnisse und der Spuielwertungen geben.
    Ferner könnten so beide Teams besser ihre Kader planen,was letztlich auch bei Bad Neuenahr Almut und Celia eine sorgenfreiere EM bescheren könnte.

    Sindelfingen ist auch im Umbruch-wird daher wohl verzichten-Gütersloh das große ? und ob etwa ein Verein mehr aus der 2Liga nachrücken darf wage ich zu bezweifeln.

    Schade nur,dass es jetzt schon den zweiten Traditionsverein erwischt hat.

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  • sitac sagt:

    Immer wieder die gleiche Frage: Quo vadis 1. Buli der Frauen?

    Und wieder mehr Verständnis, Nachsicht und Respekt gegenüber Vereinen wie Jena, die mit knapper Kasse bisher es geschafft haben, dem Abstieg von der Schippe zu springen – und dabei solvent bleiben.

    Zum Schluss@Detlef: vorne in der Tabelle hätte Wolfsburg einen um 2 Punkte größeren Abstand. Dahinter – wie jetzt auch – Frankfurt und Potsdam

    Und noch eine immer gleiche Frage: wie bekommt man mehr Zuschauer in die Stadien und damit mehr Anreize für mögliche Sponsoren zum Einsteigen.

    Dazu passt indirekt(Wahrnehmung der Liga) auch, dass die „Stuttgarter Zeitung“ von heute den Aufstieg von Hoffenheim überhaupt nicht, nicht mal mit einer Zeile, meldet. Die Ergebnisse der 2.Buli Süd kommen auf der Ergebnisseite ganz rechts unten grad noch so reingequetscht, ohne Tabelle. Davor aber in aller Breite Männerfußball Kreisliga A und Kreisliga B, jeweils Staffel 1-6, mit ausführlicher und vollständiger Tabelle.

    Die Ergebnisse der 3. Frauenliga (Regionalliga) geschweige denn der 4. Frauenliga (OL BW) hat diese Zeitung noch nie veröffentlicht.

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  • sitac sagt:

    edit: Das „zum Schluss“ muss wirklich ans Ende, ist falsch reingerutscht. Außerdem natürlich: dahinter Potsdam und Frankfurt!!!

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  • timmy sagt:

    Tja, wo soll das Geld herkommen?

    Wäre ein Antrittsgeld des DFB von einer Millionen Euro pro Verein pro Saison die Lösung?

    Ob nun 1500 oder 500 Zuschauer ins Stadion juckeln macht die Vereinskasse ja auch nicht voll. Geld muss über Sponsoren oder Rechteverkauf kommen. Vielleicht die Eurosport-Bundesliga: Jede Woche ein Spiel live am Nachmittag. Danach vielleicht 30 Minuten Höhepunkte der anderen Spiele. Das machte die Liga etwas bekannter, man würde die Vereine kennenlernen und sich auch mal ein paar Gesichter der Spielerinnen einprägen. Nur so können sich doch Fans für eine Mannschaft entwickeln.

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  • gerd.karl sagt:

    sitac, quo vadis buli, sehr übertrieben.
    wolfsburg, frankfurt, potsdam, bayern, freiburg, bayer leverkusen geht es gut, man muss natürlich sagen das der weg weck von den reinen frauenvereinen geht.
    aber das ist natürlich ganz klar, den die fussballerinnen wollen auch mehr geld verdienen.
    der dfb müsste das sponsoring für die liga übernehmen, das würde sehr viel mehr geld einbringen.

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef/gerd karl/Ralligen: Noch gibt es weder hier noch dort ein Insolvenzverfahren, es wurden lediglich Insolvenzanträge gestellt.
    Habe allerdings bei Duisburg nichts davon gelesen, dass es – sollte der Insolvenzantrag nach dem 1. Juli eröffnet werden – zum automatischen Abstieg käme. Bis jetzt hieß es immer noch, dass Duisburg gerettet ist, wenn das Verfahren bis zum 1. Juli nicht eingeleitet ist. Vielleicht kann Markus das klarstellen.

    Solange noch kein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, kommt es auch zu keinen Strafen oder Abzügen. Wenn überhaupt, würden alle Ergebnisse lediglich für den Gegner zählen.

    Ich weiß auch nicht, wie man das handhaben wird. Sollten beide Insolvenzverfahren nach dem 1. Juli eröffnet werden, kann es sein, dass alle Spiele von Duisburg und Bad Neuenahr einfach aus der Wertung genommen werden und die Bundesliga mit 10 Mannschaften weiterspielt.

    Quo vadis, Buli? Far away, America (WM-Song 1994). Ja, es kann gut sein, dass – sollte nichts unternommen werden – wir in 1-2 Jahren hier in Deutschland Zustände wie in den USA haben, wo man gerademal 8 Vereine zusammenbekommen hat.
    Es müssen nun einfach mal klare Worte gefunden werden: So wie es zur Zeit ist, geht es mit Sicherheit nicht weiter. Der DFB tut überhaupt nichts dafür, innerhalb der Bundesliga ein einigermaßen intaktes Gleichgewicht zu garantieren, sodass die Bundesliga immer mehr an Attraktivität für Sponsoren und Vereine verliert. Man schmückt sich mit den Vereinen wie Wolfsburg, Potsdam und lange Zeit auch Frankfurt, lässt aber die kleinen Vereine ausbluten.

    Nicht nur Bad Neuenahr und Duisburg können sich die 1. Bundesliga nicht leisten, nein, auch Herford, auch Sand, auch Meppen, auch Sindelfingen, auch Gütersloh, alle, die in dieser Reihe kommen, können den nötigen finanziellen Aufwand, um wettbewerbsfähig zu sein, gar nicht mehr stemmen.

    Ein gesundes Kosten-Nutzen-Verhältnis ist schon längst nicht mehr gegeben, die Ausgaben, die für Gehälter, Stadion und sonstige Dinge erwartet werden, um ein erstligareifen Betrieb zu gewährleisten, stehen in keinem Verhältnis zu dem medialen Interesse, das de facto nicht vorhanden ist. Lenkt der DFB dort nicht ein, dann kann er seineen Ligabetrieb vergessen, denn dann wird es bald keine 8 Vereine mehr geben, die sich diesen Spaß leisten können und wollen. Denn auch Essen und Jena werden immer wieder zu kämpfen haben und können ihr Schicksal nur verzögern!

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  • M.aus H. sagt:

    Eine Finanzweisheit (falls es sowas gibt) bestätigt sich immer wieder: Geld kommt zu Geld! Dehalb ist nun der DFB gefordert:
    Es ist fraglich ob ohne eine breite, gute Basis der Erfolg der DFB-Elf auf Dauer gewährleistet ist.
    Die gesamte 1. und 2. Frauen-Bundesliga wäre schon gesichert mit 0,75% der Kosten, die für die Männer-Nationalmannschaft in 2014 anfallen. Dies ist überlegenswert hierfür nur „noch“ 99,25% auszugeben, und dafür 36 Mannschaften a´ 25 Spielerinnen das Überleben zu sichern und deren Leistung zu fördern und zu würdigen.

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  • Jennifer sagt:

    @sitac: Wahrnehmung ist schon wichtig und da müssen sich die Vereine und Fans (und natürlich der DFB, aber der scheint nicht so ein grosses Interesse zu zeigen) überlegen, was sie da in Zukunft unternehmen möchten. Allerdings gibt es zur Champions League der Frauen in der Stuttgarter Zeitung ausführliche Vor- und Nach-Berichte, was mich positiv überrascht hat.

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  • Detlef sagt:

    @Meta und sitac,
    DANKE!!!

    @gerd.karl,
    SiFi hat weder Geld, noch eine Mannschaft!!!
    Gütersloh hat sowohl als auch!!!

    Die Spielzeit 2012/2013 ist erst am 30.06.2013 Zuende!!!
    Deswegen kann der SC07 auch bis zu diesem Datum noch Letzter werden, und sich die Punktzahl der Anderen noch entsprechend verringern!!!

    @sitac,
    Auch der USV bleibt nach wie vor ein sehr gefährdeter Verein was eine Insolvenz betrifft!!!
    Deren Schulden sind zwar nicht so dramatisch wie in DU oder BN, aber beim Wegbruch eines- oder mehrerer Sponsoren kann das Zünglein an der Waage auch ganz schnell in die selbe Richtung zeigen!!!

    sitac schrieb;
    „Und noch eine immer gleiche Frage: wie bekommt man mehr Zuschauer in die Stadien und damit mehr Anreize für mögliche Sponsoren zum Einsteigen.“

    Zumindest nicht so, wie der DFB in den letzten Jahren die Termine festgelegt hat!!!
    Gerade kleine Vereine leiden besonders darunter, wenn Spiele am Mittwoch oder Donnerstag Mittags gegen 13 Uhr ausgetragen werden müssen, da kein Flutlicht vorhanden ist!!!

    Die potentiellen Sponsoren kennen ja nicht die Hintergründe und den wahren Schuldigen!!!
    Sie sehen nur die nackten Zuschauerzahlen und sagen; „Uninteressant“!!!

    Und die “Stuttgarter Zeitung” ist nun mal ein sehr konservatives Blatt, da hat der FF (sei er Erstklassig oder Zweitklassig) nun mal absolut keine Chance gegen den „hochwertigen MF“ in der Kreisklasse A+B!!!
    Aber ich denke mal schon, daß die lokale Presse um Heidelberg und Sinsheim, die Hoffe-Mädels gerne medial begleiten wird!!!

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  • gerd.karl sagt:

    sand, lieber sheldon, kann sich die 1 buli locker leisten.
    und ich kann verstehen was der dfb will.
    er will gesunde vereine in der 1 buli und das heisst, das ausser frankfurt und potsdam alles vereine sind die auch ein männer team haben das in der 1 buli, männer, spielt.

    das wird die zukunft sein, reine frauenmannschaften werden es sehr schwer haben in zukunft.

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  • de nubbbel sagt:

    Zum einen ist ja Duisburg heute die Spielberechtigung erteilt worden. Stand jetzt sieht es wohl auch in BN gut aus, die kommende Saison in der 1. Liga zu spielen und auch gewertete Spiele abzuliefern. Die Frge mit welcher Mannschaft ist berechtigt. Spielerinnen vom Charakter einer Peggy Kuznik, Laura Störzel, Rebecca Knaak oder Toni Hornberg werden wohl dem Verein weiter helfen. Der Rest wird sich zeigen. Für die Verantwortlichen und Fans an der Ahr waren das jetzt wohl die schlimmsten 10 Tage der Vereinsgeschichte. Erst der Tod von Bernd Stemmeler und jetzt das.
    Sehr gut ist hier der Kommentar von Sheldon, denn noch ist hier nichts entschieden. Da vor allem im letzten Jahr einiges umstruktuiert wurde, wird mit Sicherheit weiter gekämpft. Der SC 07 sollte dies als Chance sehen. Eine Chance verstärkt das zu sein, was man immer wollte und propagiert hatte. Ein Ausbildungsverein.
    Solange allerdings immer nur die Nationalmannschaft vom DFB in den Vordergrund gerückt wird, wird es derartige Meldungen vermehrt geben. Bitte, wo werden denn die Spielerinnen ausgebildet? Ja, in den Vereinen. Aber dann wird die Liga durch irgendwelche Schwachsinnstests der Nationalmannschaft zerstückelt. Es wäre natürlich schön, wenn Eurosport das weiterführt was sie begonnen haben. Die Botschaft hör ich wohl, allein fehlt mir der Glaube. Eine Bundesliga, in der alle 14 Tage ein Heimspiel stattfindet, bleibt auch in den Köpfen der Menschen. Wobei es eigentlich ein Tropfen auf den heißen Stein wäre, wenn anstatt 500 plötlich im Schnitt 1000 das Stadion bevölkern. Bei der WM wurde ein massiver Gewinn erwirtschaftet. Wo blieben da die Vereine, die sechs Monate auf Einnahmen verzichten mussten, da Frau Neid ja 3 Monate Vorbereitung brauchte. Ach ja 180 000 Peanuts für DFB. TV. ok. Das holen die Männervereine aus der Kasse um ihr mtl. Porto für Briefe zu bezahlen, auch in Zeiten von E- Mail usw.
    Nein Leute. Vereine wie Essen, Jena, Sifi, Gütersloh, Cloppenburg, Duisburg oder BN brauchen die Fans. Denn ansonsten können wir im FF den gleichen Konsorten zuschauen wie bei den männlichen Kollegen. Ich habe fertig.

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  • EGU sagt:

    @de nubbbel

    Ich glaube Cloppenburg ist in deine Auflistung vielleicht etwas fehl am Platz, dort finanziert Herr Sprehe bis jetzt eigentlich die komplette Frauenabteilung, und wie zuletzt zulesen war, soll sie jetzt auch nochmal erheblich Verstärkt werden, so hatte man ja vor 2 Jahren mal Marta ein Angebot vorgelegt, mal schauen wenn sie jetzt noch holen wollen.

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  • Speedy75 sagt:

    Wo wir grad beim BV Cloppenburg sind. Neustes Gerücht seit man weiss dass neben Natze auch Lira wohl den FFC verlässt wird sie mit dem BV in Verbindung gebracht.

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Falls du nicht gelesen hast: In diesem Falle würde es wie bei der Arminia nach dem Betrug 1973 sein, dass alle Ergebnisse nur für die Gegner gewertet würden. Denn diese Ergebnisse sind ja alle noch in der solventen Phase entstanden.

    @Speedy: Zu den Spekulationen um Bajramaj: Das mit dem BVC sollte sie genauso wenig machen wie mit Hoffenheim. Vielleicht noch stärker ein Retortenclub als die Mädels aus Sinsheim.

    @gerd.karl: In der Bundesliga ist so ziemlich nichts gesund. Denn Gesundheit von Vereinen bemisst sich nicht allein an der Liquidität, sondern auch an funktionierenden, professionellen Strukturen. Und da hapert es noch bei allen Vereinen, das hat man in dieser Saison gesehen.

    Ich frage mich, ob das wirklich der richtige Weg sein soll, den du vorschlägst, als schärfster Ami-Kritiker. Denn genau das ist das amerikanische Modell, nämlich finanziell liquide Vereine, die Verluste in Kauf nehmen können. Wir bewegen uns genau in die Richtung der WPS. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass die Bundesliga mehr einem Kamelrennen gleicht, auf das Ölscheichs Millionen wetten, als einem sportlichen, volksnahen Wettbewerb. Ein kleines Schmankerl Einzelner, ohne jegliche Anbindung an die Gesellschaft.

    Ich stelle die Ernsthaftigkeit, mit der der DFB diese Liga betreibt, stark in Frage. Es scheint, als wäre ihr Verbleib irrelevant. Dann sollte man sie gleich streichen, wenn man derart gleichgültig damit umgeht!

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  • gerd.karl sagt:

    sheldon, schon mal in bayern, potsdam, bayer, wolfsburg und freiburg gewesen.
    die haben dort profesionale bedingungen.
    und da jetzt auch in frankfurt gebaut wird, ändert sich das auch dort.
    die liga besteht seit 23 jahren, 16 jahre eingleisig, und sie wird weiterbestehen.

    ich glaube wenn deutsche vereine die wie duisburg 250 000 oder bad neuenhar 400 000 schulden haben und insolvenz beantragen und sich dadurch entschulden, dann finde ich das besser als wie in anderen ländern wo sehr viel mehr schulden gemacht werden und man so lange wartet bis die liga zerbricht.

    ich finde es auch gut das der dfb diesen vereinen nicht heimlich geld gibt damit sie so weitermachen wie bisher.

    bad neuenhar hat schulden gemacht weil man hohe ansprüche hatte, aber nichts gewonnen hat.
    und das dann sponsoren gehen ist doch klar.

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Die Spielzeit 2012/2013 ist erst am 30.06.2013 Zuende!!!
    Deswegen kann der SC07 auch bis zu diesem Datum noch Letzter werden, und sich die Punktzahl der Anderen noch entsprechend verringern!!!“

    Das stimmt so nicht! Zwar kann der SC 07 (im Fall der Insolvenzeröffnung bis zum 30.06.) ans Tabellenende gesetzt werden, die Punktzahlen der anderen Vereine bleiben aber unangetastet. Nach dem letzten Spieltag werden grds. keine Ergebnisse mehr aus der Wertung genommen.

    Die Passage „Alle bis dahin erzielten Punkte und Tore der laufenden Spielzeit würden aus der Wertung fallen.“ im Artikel bezieht sich auf die Saison 2013/14 (und auf eine Insolvenzeröffnung nach dem 30.06.)! Das scheint nicht allen Kommentatoren klar zu sein.

    @ uwe:
    „Man darf “freiwillig” verzichten, siehe Meppen.“

    Der VfL Sindelfingen hat aber nicht verzichtet, im Gegenteil: er hat für die Saison 2013/14 eine Lizenz für die 1.Liga beantragt. Gut möglich, dass der DFB den Verein nun beim Wort nimmt!

    @ m. aus. h.:
    „Die gesamte 1. und 2. Frauen-Bundesliga wäre schon gesichert mit 0,75% der Kosten, die für die Männer-Nationalmannschaft in 2014 anfallen. Dies ist überlegenswert hierfür nur “noch” 99,25% auszugeben, und dafür 36 Mannschaften a´ 25 Spielerinnen das Überleben zu sichern und deren Leistung zu fördern und zu würdigen.“

    Eine solche ‚Finanzspritze‘ ist allenfalls dann sinnvoll, wenn sie dazu führt, dass die Vereine der Frauen-Bundesliga in einigen Jahren finanziell ‚auf eigenen Beinen stehen‘. Das sehe ich im Moment aber nicht.

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  • Wolle sagt:

    Sheldon, du sprichst mir aus der Seele. Ich bezweifle auch schon seit längerem das dem DFB noch was an der Liga liegt.
    Wenn ich daran denke wie oft BN diese Saison mitten in der Woche um die Mittagszeit antreten mußte um ausreichend Termine für die N11 bereitzustellen, dann fasse ich mir an den Kopf. Einerseits fordert man von den Vereinen Professionalität, andererseits muss sich alles der N11 unterordnen.
    Der Hype um die eigene WM ist rum, jetzt brauch man die Frauen-Buli nicht mehr. Am liebsten nur noch Vereine wie WOB, Bayern Lev oder FC Hopp die die Frauenabteilungen am Leben halten, dann muss ich mich nicht selber drum kümmern. Und alle anderen Vereine: l.m.a.A.
    Die Quittung wird aber auch die N11 in ein paar Jahren zu spüren bekommen wenn die so genannten Ausbildungsvereine nicht mehr ausbilden können.

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  • gerd.karl sagt:

    ihr verwechselt was, die finanzielen hilfen und zuwendungen des dfb für die jugendförderung und die elite schulen sind nicht an die erstliga zugehörigkeit gekoppelt.
    siehe saarbrücken.

    wie gesagt mir ist es lieber die vereine die schulden haben melden insolvenz an, entschulden sich und können danach viel besser weitermachen als bisher

    als fan der nationalmannschaft ist es doch klar das die natios gefördert werden, das machen die anderen länder doch auch.
    das renomee des amerikanischen frauenfussballs deviniert sich nur über die natio und nicht über die liga, witzliga.

    denn habt ihr euch schon mal spiele der nwsl auf womensoccerunited angeschaut.
    die kleinen stadien sind halbvoll, das medien interesse ist sehr gering.

    da hat doch der sieg von wolfsburg gegen die unbesiegbaren ein ordentliches medien echo entfacht.
    ard, zdf, ndr und sogar rtl, rtl hat noch nie über frauenfussball berichtet, haben filmberichte gebrachtund die kanzlerin hat vor dem männerfinale den sieg von wolfsburg auch erwähnt.

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  • M. aus H. sagt:

    In der Lokalpresse kann man lesen:
    Sindelfingen spielt in der 1. Liga, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

    Allerdings ohne Hilfe des automobilen Nachbars, ich glaube beim Stern weiß man gar nicht, dass in sichtweise Frauenbundesliga gespielt wird und wenn, interessiert es Keinen.

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  • Holly sagt:

    Ich finde es auch schade das nach Duisburg mit Bad Neuenahr der zweite Verein diesen Schritt gehen muss.
    Bin kein Insider beider Vereine aber das sie auf Teufel komm raus Erfolg haben wollten, dafür müssen sie nun die Konsequenzen tragen.
    Das der DFB was für die BL tun muss is klar. Die Vereine müssen aber auch seriös wirtschaften. Wenn ich mir Spielerinnen nicht leisten kann muss ich sie halt ziehen lassen und nicht dem Druck nachgeben.

    Warum läuft dann nix im Fernsehen vom FF? Die Frage is ganz einfach beantwortet. Weil der DFB für einen 3 Minuten Fernsehbericht von einem B-Juniorinnen Bundesligaspiel 400 € haben will. Bei uns im Norden gibt es ja einige Vereine die in der Juniorinnen Bundesliga spielen. Zu sehen war da aber nie was davon im TV.

    Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich die FF Bundesliga von März bis Dezember spielen lassen. Dann könnte man den Sommer durchspielen und vielleicht so einige neue Zuschauer gewinnen. Bei 22 Spieltagen in einer Saison sollte da auch noch genung Zeit für die N11 sein um irgendwelche LSP zu machen.

    Was für einen Stellenwert der FF hat beim DFB hat haben wir letzten Donnerstag gesehen als Not gegen Elend zur gleichen Zeit gespielt hat wie die VFL Frauen. Es wäre doch kein Problem gewesen das Spiel einen Tag vorzuverlegen

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  • gerd.karl sagt:

    holly, eurosport hatte 740 000 zuschauer, framba.de, eurosport, das war die höchste zuschauerzahl für eurosport in deutschland.
    eurosport hat schon ein spiel der buli übertragen und nach diesem zuschauer ergebnis bin ich mir sicher das eurosport noch mehr frauenfussball spiele der buli übertragen wird.

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  • Wolle sagt:

    Ich weiß ja nicht wo Holly und Gerd Karl ihre Informationen her haben, aber Erfolg auf Teufel komm raus gab es in BN nicht.
    Ich verfolge seit etwa 5 Jahren das Geschehen und fahre auch schon mal zu den Heimspielen. Die Vorgabe war zu Saisonbeginn eigentlich immer Platz 4-7 und möglichst schnell von den Abstiegsrängen wegkommen. Das halte ich für realistisch, an spektakuläre Verpflichtungen kann ich mich nicht erinnern. I.d.R. waren es junge Spielerinnen aus der 2. Liga die die Möglichkeit Buli zu spielen nutzen wollten. Dazu einige Eigengewächse, z.B. Celia, Störzel, Knaak. Schult, Maier, Rolser, Petzelberger,Dohrsun u.v.m. kamen aus Liga 2 oder sogar noch niedriger.
    Fakt ist nun mal das 3 Sponsoren auf den WM-Zug gesprungen sind und anschließend ganz schnell wieder weg waren. Es ist nicht gelungen dafür adäquaten Ersatz anzuwerben.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Es geht nicht um professionelle Bedingungen, die es bei dem ein oder anderen Verein rein objektiv geben kann. Es geht um professionelle Strukturen, um eine professionelle Einstellung. Wenn man beispielsweise schaut, was in Freiburg mit Pilipovic abgelaufen ist, dann ist das alles andere als ein professioneller Umgang. Ganz zu schweigen von Duisburg oder anderen Dingen.

    Vor allem aber geht es um einen professionellen Umgang mit den Medien. Der fehlt heute noch in allen Bereichen. Professionell bedeutet, wahrzunehmen, dass man selbst wahrgenommen wird. Profil zeigen ist da angesagt. Was man von den Spielerinnen und Trainern heute hört, kann man zumeist vor dem Spiel schon eingrenzen. Das sind die 3 oder 4 Standardantworten, die – je nach Ausgang des Spiels – immer in der ein oder anderen Form kommen. Das ist unattraktiv.

    Was die Ausbildervereine betrifft: Nun, wo wird denn in Saarbrücken noch wirklich ausgebildet? Die finanziellen Zuwendungen braucht man, um den Verein am Leben zu erhalten, so sieht es aus.

    Generell frage ich mich, ob eine Liga, in der man ausschließlich Schulden machen kann, bei dem jetzigen Zuschauerzuspruch überhaupt attraktiv ist?

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  • gerd.karl sagt:

    professionelles verhalten und umgebung sind in wolfsburg, turbine bayern, bayer freiburg hoffenheim und bald in frankfurt vorhanden.
    bitte sheldon informiere dich richtig, wo geht denn der herr philipovic hin,
    die medien berichten schon und das sind ja fussballerinnen und keine journalisten oder moderatoren und die fragen die die spieler bekommen sind ja auch immer die selben.

    saarbrücken ist nach wievor ein ausbildungsverein, saar-fv.de, fc-saarbrücken.de,

    sheldon, englische, französische und schwedische frauenfussball vereine sind doch auch sehr hoch verschuldet, sollen die das dürfen und ehrlich 250 000 und 400 000 sind nicht viel im vergleich zu den anderen europäischen ländern.
    ffschweden, uefa, foxsoccer über die verschuldung der englischen vereine die ja hauptsächlich die frauenfussball abteilungen finanzieren, le monde artikel über die verschuldung des französischen fussballs, fussball.de artikel über die verschuldung des eng. fussballs vom 13.04.2010, rb-online bericht über die verschuldung liverpools des hauptsponsors der liverpool ladies.süddeutsche über dieverschuldung des eng. fussballs.

    ich hoffe das sind genug quellen angaben.

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  • laasee sagt:

    Problems are not just in Germany.

    In WSL there is now the crazy decision of the FA to already relegate Doncaster to WSL2 for the season 2014.
    They will be replaced in WSL1 by Manchester City.
    Franchise football!!

    After decades of being banned by Federations, the biggest mistake FF made was to allow those same Federations to organise FF league football.

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  • Holly sagt:

    @ Wolle, da musst Du dir nur mal den Kader von BN ansehen.
    Es ist ja schön das sie die Spielerinnen aus den unteren Spielklassen geholt haben und sie weiter geformt haben. Aber wenn ich dann das Geld nicht habe um diese Spielerinnen zu halten, dann muss ich sie halt weglassen.
    Es sind immerhin in der aktuellen Saison 3 N11 Spielerinnen bei BN.
    Gut Leonie wurde erst im Laufe der Saison N11 Spielerin.
    Aber eine Celia wird da sicher nicht für 2,50 € die Woche spielen. Ebenso eine Sarah Gregorius usw.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Gerd Karl: Bitte zu den Quellen jeweils Links einstellen, danke.

    Wohin geht denn Herr Pilipovic?

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Der Herr Pilipovic geht nirgendwo hin. Der wurde abgesägt in Freiburg in einer Weise, dass sogar der Kicker berichtete.

    Ich sehe ehrlich gesagt, enorm wenig professionelles Verhalten in der Bundesliga, sonst würde sie sich ja positiv entwickeln. Insbesondere auch vom DFB, da durch die mangelnden Ressourcen, die der DFB in Sachen mediale Aufmerksamkeit und dementsprechenden Einnahmen zur Verfügung stellt, die Entwicklungsfähigkeit des FFs als solches stark beeinträchtigt ist.

    Welche Erfolge hatte den Saarbrücken in den letzten Jahren in der Ausbildung? Welche ehemalige Spielerin hat sich denn in den letzten Jahren nach dem Kollaps noch in der Bundesliga noch durchsetzen können? Keine!

    Und hier auf andere zu verweisen, um zu sagen, dass wir zwar Mist bauen, deren Mist aber viel schlimmer ist, zieht bei mir nicht. Wenn man sich immer nur darüber definiert, dass man am besten Fehler vermeidet, dann gibt es keine positive Entwicklung.

    Was Deutschland fehlt, ist ein nachhaltiges Konzept im FF. Ein Matthias Sammer im FF. Wenn man sich jemand wünschen könnte, der die Leitung des FFs übernehmen sollte, wäre er mein Wunschkandidat. Alles, was er anfasst, wird zu Gold. Jüngster Meistertrainer mit Dortmund, als Sportdirektor mitverantwortlich für die zunehmende Dominanz der deutschen Nationalmannschaft im europäischen und globalen Raum sowie mitverantwortlich am ersten Triple der Bayern 2013.

    So einen Motzki, vielleicht auch der Marke Stefan Effenberg oder Mario Basler, bräuchte es im FF auch mal, der dort aufräumt und sich nicht zu schade für unpopuläre Entscheidungen ist.

    Wir können nicht einfach nur darauf vertrauen, dass alle anderen Länder es dauerhaft schlechter anstellen als Deutschland!

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  • Sheldon sagt:

    @Holly: Wenn ich mir anschaue, wieviele Nationalspielerinnen Wolfsburg und Frankfurt haben, sind die vielleicht 6 Nationalspielerinnen (incl. international) bei Bad Neuenahr durchaus angebracht für einen Verein in der Bundesliga.

    Wenn ich mir unseren N11-Kader für die WM anschaue, muss ich sogar sagen: Jede Mannschaft unter den Top 10 der Bundesliga sollte mindestens 3-4 deutsche Spielerinnen haben, die in den erweiterten Kreis der N11 hineingehören könnten. Denn wir haben gerade das Phänomen, dass wir gerade noch mal 15-20 Spielerinnen zusammenbringen, die N11-Niveau haben und der Kader dann aufgefüllt werden muss.

    Der schleichende Verlust von gut arbeitenden Clubs (von denen Bad Neuenahr unbestritten einer war) in der Bundesliga sorgt dafür, dass auch die Basis, die N11 langsam bröckelt. Wenn es dann noch zu solchen Ausfällen wie von Faißt und Odebrecht kommt, wird es sehr schnell sehr dünn für internationale Wettbewerbe.

    Großen und talentierten Nachwuchs haben wir kaum, wie die letzten Ergebnisse der EMs und WMs zeigen. Die Qualität nimmt nicht nur in der Spitze (beispielsweise im Bereich der Top-Stürmerinnen) ab, sondern auch und im Besonderen in der Breite, und da massiv.

    Man kann es so sehen: Alle Wolfsburgerinnen sind ob des heftigen Programms und der wenigen Rotationen vollständig KO, in Potsdam gibt es kaum noch verfügbare Spielerinnen, in Frankfurt sind alle gefrustet ob der vielen Trainerwechsel und der verpassten Saisonziele, und alle anderen Vereine sind entweder zu arm oder zu unerfahren, um Spielerinnen von N11-Niveau wirklich auszubilden.

    Trotzdem wird es reichen bei der EM, weil alle anderen Nationen genauso wenig in den FF investieren wie Deutschland!

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  • de nubbbel sagt:

    Hat eigentlich schon mal irgendeiner daran gedacht, welche Rolle Spielerberater hier spielen. Die machen die Spielerinnen uch nicht günstiger. Dazu kommen erheblich verschärfte Anforderungen seitens des DFB. Medizinische Abteilung, Security, und und und. Sind auch zusätzliche Belastungen die irgendwann nicht mehr gestemmt werden können.

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  • gerd.karl sagt:

    ach, sheldon geh mal bitte auf die seite des saarländischen fussball verbandes, wer wurde da gefördert und jetzt geehrt, kessler, henning, wagner und vetterlein.

    denn diese spielerinnen haben sich durchgesetzt und sind deutsche meister, pokalsieger und champions league sieger 2013.

    keine hat sich durchgesetzt, das glaube ich nicht.

    da wurde und wird viel gefördert.

    was ist den mit kellermann, was er anfasst wird zu gold.

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  • waiiy sagt:

    Ich hatte vor einem halben Jahr, als über die Umstrukturierung bei Bad Neuenahr berichtet wurde, schon etwas geschrieben, wie man die Vereine besser konsolidieren sollte und dass das nur über mehr Zuschauer und damit Medien- und Sponsoreninteresse geht. Es wird nicht funktionieren, wenn man hohe oder höhere Eintrittspreise nimmt bzw. mehr Merchandising machen will, wenn keiner kommt, der Eintrittskarten bzw. Trikots kauft. Vorbild muss so etwas wie Biathlon (vor ca. 6 Jahren) sein und nicht der Männerfußball.

    Aber in Bad Neuenahr hat man bis Saisonende 150% des Eintritts gezahlt, um Frankfurt zu sehen, wenn man sich mit dem amtierenden Meister der Saison aus Potsdam vergleicht. Und alle „Ausreden“, die auch schon vor einem halben Jahr dazu gefunden wurden, haben keinen neuen Sponsor angelockt.

    Ich bin kein Freund davon, dass man einen „Nack-Kalender“ macht oder sich wie Rossiyanka vor der Saison 2011/2012 präsentiert. Aber man muss neue Marketingwege gehen, die dann auch mal den Einsatz des besten Kapitals, den Spielerinnen, erfordern. Ein gutes Beispiel ist, dass Spiele bei Eurosport wie zuletzt aus London und München von Spielerinnen mit kommentiert werden (Odebrecht und Simic). Über Facebook muss viel mehr kommen, weil man da genau die Zielgruppe erreicht, die man haben will.

    Klar ist jetzt alles schade und ich will Bad Neuenahr auch nicht verschwinden sehen. Aber ich sehe auch keine Kurskorrektur. Ich finde, dass ein Konzept vorgelegt werden soll, was glaubhaft macht, wie man in Zukunft die Sponsoren finden will und wenn das nachhaltig ist, bin ich sogar für die Finanzspritze durch den DFB, ansonsten eher nicht.

    Das gilt übrigens für alle Vereine, dass man sich die Gedanken machen sollte und dass man die „neuen Medien“ mehr nutzen muss.

    Potsdam hat beispielsweise einen Facebook-Account, der regelmäßig aktualisiert wird. Aber auch dort können noch viel mehr exklusive News veröffentlicht werden, mehr Dinge angeschoben werden, mehr auf die Facebook-Profile der Spielerinnen hingewiesen werden.

    Die Spielerinnen sollten sensibilisiert werden, dass die Eigenwerbung zum Beruf dazugehört, auch wenn man es nicht so sehr mag. Da gibt es Spielerinnen, die sich bemühen (Cramer, A.+A. Hegerberg), die das gern machen (Sarholz, Simic) und welche die da total wenig von halten (Hanebeck). Da muss einfach mehr eingewirkt werden. Ich sehe, wie meine Tochter die News dort aufsaugt und sie ist DIE Zielgruppe.

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  • gerd.karl sagt:

    de nubbel, ach so medizinische abteilungen auflösen, das ist aber nicht professionel.

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  • Holly sagt:

    @ Sheldon, sicher wäre es schön, wenn jeder Verein so aufgestellt wäre, aber einige können das nicht und die bezahlen halt dann jetzt dafür.
    Dann muss halt rechtzeitig die Reissleine ziehen und sich von Spielerinnen trennen die zu teuer sind.

    In nicht allzu ferner Zeit werden wir nur noch im FF in der BL Mannschaften haben die zu MF Vereinen gehören

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  • de nubbbel sagt:

    Wer lesen kann.. Wo steht da jetzt was von Auflösung der medizinischen Abteilung????

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  • FF-Fuchs sagt:

    @sheldon: Woher willst du denn wissen ob Philipovic in Freiburg
    abgesägt wurde. Der Kicker berichtet da auch, dass MP nach Frankfurt geht. Soviel zu den Beiträgen von den Print-Medien, alles Spekulationen ohne Hintergrund!!

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  • Sheldon sagt:

    @Holly: Ist das erstrebenswert? Ich denke auch nicht, dass die MF-Vereine allzuviel in den FF investieren werden, solange das noch ein reines Verlustgeschäft ist. Ich gehe davon aus, dass eine Bundesliga, wie sie sich zur Zeit präsentiert, nur Potsdam, Frankfurt, Bayern, Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg leisten wollen und können. Selbst Mannschaften wie Freiburg oder Köln werden sich eine 1. Liga über kurz oder lang im deutschen Modell nicht mehr leisten können.
    Super, dann spielen wir in einer Liga mit 6 Mannschaften. Dann haben wir auch nicht das Problem mit den Spielverlegungen, dann können nämlich 5 Spieltage zwischen August und September stattfinden, und 5 Spieltage zwischen April und Mai. Ist doch perfekt.

    Wir brauchen ein Bundesligamodell, in dem alle Bereiche von vornherein eingeplant und durchstrukturiert sind. Es muss einen Ligarat / eine Ligaaufsicht geben, die die Spielpläne in Abstimmung mit dem DFB verantwortlich plant, es muss Lizensierungsauflagen zur Förderung des FFs geben, wie beispielsweise die Errichtung eines Jugendleistungszentrums, Beteiligung an Förderungsprogramme für den FF in der jeweiligen Region etc., bei jedem Wetter bespielbare Stadien incl. Flutlichtanlage und Rasenheizung.

    Darüber hinaus muss es Fortbildungslehrgänge für Trainer und Manager geben im gesamten Profibereich (1. und 2. Liga). Es muss eine zentral gesteuerte Vermarktung durch den DFB geben, die sich um die mediale Aufmerksamkeit kümmert, sprich: Zeitungsartikel, Berichterstattung im Fernsehen und im Internet, Werbung vor allen Bundesligaspielen mit Flyer- und Plakatmaterial etc. etc.

    Natürlich sind die Vereine nicht von Eigeninitiative entbunden. Doch ist zunächst einmal der DFB gefragt, einen geordneten Vereinsaufbau überhaupt zu gewährleisten. Man will eine Liga, dann muss man sich dafür auch einsetzen, dass sie spielfähig ist.

    Was Pilipovic anbelangt, hat nicht nur der Kicker, sondern auch so ziemlich jedes FF-Medium davon berichtet (auch hier konnte man mehrere Artikel dazu lesen). Außerdem würde mich mal wirklich interessieren, wer MP ist? Und was der/die bei Frankfurt will?

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, bin ganz deiner Meinung. Aber die reinen FF Vereine können sich gegen die Vereine die auch MF haben, nicht finanziell behaupten. Da reicht bei denen ein halbherziges Engagement um die rauszudrängen.
    Am liebsten wäre es mir eine Liga mit 18 Mannschaften und Qulität zu haben. Aber dafür muss noch ganz viel pasieren. die Realität sieht wohl leider so aus das es so wie von mir geschildert laufen wird.
    Ich wünsche mir das die reinen FF Vereine noch lange dabei sein werden, aber leider wird das in der Realität nicht machbar. Potsdam is vielleicht die Ausnahme die es schaffen könnte.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Welche MF-Vereine engagieren sich denn wirklich im FF?

    In der 1. Liga sind das insbesondere die Werks- bzw. Mäzenclubs: Wolfsburg, Hoffenheim, Leverkusen

    Diese Clubs werden zum großen Teil hobbymäßig von ihren Werken betrieben, Hopp, VW und Bayer. Gerade bei Wolfsburg und Hoffenheim ist der FF-Bereich so immens wichtig geworden, weil sie trotz unendlichen Versuchen im MF keinen echten Fuss auf den Boden bekommen haben, da dort Strukturen gewachsen sind, die solche Phänomene überdauern.

    Deswegen investieren sie in die Frauenbundesliga, weil dort diese Strukturen noch nicht vorhanden sind, ein halbherziges Engagement also eben reicht, um dort die großen Trophäen abzustauben.

    Daneben sind aber die einzigen beiden MF-Clubs, die im FF wirklich Bedeutung haben, Bayern und Freiburg. Bei Bayern bin ich mir relativ sicher, dass sie sich längerfristig festsetzen werden, weil sie großen Wert darauf legen, sich normal und kontinuierlich zu entwickeln. Sie haben ihre Strukturen im Griff und arbeiten „step by step“. Das ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber effektiv. Sie haben sich jetzt seit 7 Jahren in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt, mit kleineren Schwankungen, haben ihre ersten Krisen bewältigt im letzten Jahr, als sie nach der Hinrunde akut abstiegsgefährdet war, und gleichzeitig aber auch den DFB-Pokal geholt.

    Dazu haben sie sich in den letzten paar Jahren durch gute, aber wenige und unspektakuläre Transfers verstärkt, wobei der Schwerpunkt auf jungen Talenten lag (Lotzen, Romert etc., alle 16 oder 17, als sie zu Bayern kamen). Dadurch gab es die Möglichkeit, den Kader gemächlich umzustrukturieren und zu verstärken, ohne die ganz großen Umbrüche wagen zu müssen, wie sie bei Wolfsburg und anderen Vereinen zum Teil vorgenommen wurden. Alles in allem also auf lange Zeit gedacht und zunächst einmal mit der Absicht, sich langsam hochzuarbeiten, um sich irgendwann in den CL-Rängen festzusetzen.

    Freiburg kann ich nach dem Abgang von Pilipovic nicht einschätzen, es könnte gut sein, dass der Laden dort schnell zusammenfällt. Solange die Männer aber oben stehen, wird vermutlich genug für die Frauen abfallen.

    Aber was kommt dann an Vereinen?

    In Liga 2 spielen die Mannschaften von Bremen und Köln, in Liga 3 die Mannschaften des HSV, Aue, Union, Eintracht Frankfurt, KSC, Bochum, Gladbach und Aachen.

    Jede Menge Mannschaften wie der BVB, Schalke 04, Mainz, Hannover, Nürnberg, Stuttgart, Augsburg, Kaiserslautern, Hertha, Braunschweig usw. scheinen keinerlei Interesse an der Bundesliga zu haben.

    Die große Investition in den FF gibt es bei den Männerclubs noch nicht, und sie wird sobald auch nicht kommen. Nur weil es einige Klubs nun machen, die es bei den Männern zum Teil großartig vergeigt haben, heißt das noch lange nicht, dass die Liga irgendwann komplett von Männerclubs übernommen wird.

    Generell wäre ich für ein zweigliedriges System, wie man es in kleinen Ländern bei den Männern hat:
    Eine Reguläre Saison mit 10-12 Mannschaften und dann Playoffs in zwei Gruppen (5 bzw. 6 um die Meisterschaft, 5 bzw. 6 um den Abstieg). Damit hätte man noch einmal deutlich mehr Spiele auf dem eigenen Niveau, die dann auch medial gerade in den Meisterschaftsplayoffs größere Brisanz hätten und damit auch mehr Aufmerksamkeit genießen würden.

    Die Aufstockung zum jetzigen Zeitpunkt scheint mir unsinnig zu sein, denn dadurch würde die sportliche und wirtschaftliche noch heftiger aufgehen.

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  • be sagt:

    Waiiy, ich muss dir bei deiner Empfehlung, „soziale“ Netzwerke zu nutzen, doch empfindlich widersprechen.

    Ziel dieser Netzwerke ist es, von den Benutzern ein möglichst umfassendes und aktuelles Bild des (Konsum-)Verhaltens und persönlicher Daten zu erfassen, um diesen Werbekunden gezielt vermitteln zu können. Und das funktioniert so gut, dass die Netzwerkbetreiber ein wesentlich genaueres Bild über jedes einzelne Mitglied haben als man selbst (und die meisten Nutzer auch nur zu träumen wagen würden). Mir ist jedoch keine Studie bekannt, die bei der Nutzung von Facebook als Unterhmen (als Nutzer, nicht als Kunde zur Schaltung von Werbebannern) diesem mehr Umsatz generieren (in unserem Fall also zu mehr Zuschauern im Stadion führen) würde. Gutes Beispiel ist hier wohl Bayern, die derzeit eine sechsstellige Zahl an „Fans“ auf dieser Werbeplattform haben, deren Zuschauerschnitt in den vergangenen sechs Jahren hingegen gesunken statt gestiegen ist – trotz anhaltenden, sportlichen Erfolges.

    Darüber hinaus wüsste ich nicht, dass Facebook besonders aktiven und stark frequentierten Nutzern an den dadurch erzielten Werbeeinnahmen beteiligt. Wer als Unternehmen oder Verein also Facebook als Mitglied nutzt, sorgt einzig und allein für Gewinn des Unternehmens Facebook, ohne einen ernsthaften Gegenwert zu erhalten. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Youtube (auch wenn Google, was die Profilierung von Personen angeht, keinen Deut besser ist), bei denen besonders aktive Nutzer mit hohen Zuschauerzahlen an den Werbeeinnahmen beteiligt werden – dort kann man (mindestens fünfstellige Aufrufe für jedes einzelne Video vorausgesetzt) also tatsächlich auch Geld mit verdienen. (Dass so viele Zuschauer allerdings nicht von alleine, sondern nur durch intensive Werbung vorab erzielen kann und mit den geringen Aufrufen von Frauenfußballvideos eben keine Erlöse ausgezahlt werden, steht auf einem anderen Blatt).

    Jede Nutzung eines Unternehmens oder Vereins von Facebook ist damit ausschließlich Werbung für eben diese Plattform. Mir ist nicht bekannt, dass Facebook bei irgendeinem FF-Verein als Sponsor in Erscheinung tritt. Mir fällt auf, dass auf der Turbine-Website häufig auf dieses Unternehmen verwiesen wird – sogar wesentlich öfter, als es bei den zahlenden Sponsoren der Fall ist. Ich bin erstaunt, dass die echten Sponsoren dem Verein ob dieser steten Gratiswerbung nicht die Hölle heiß machen. Ich würde mir so etwas als Sponsor nämlich nicht gefallen lassen. Von daher kann ich deinen Ratschlag, auch noch Exklusivbeiträge dort zu veröffentlichen, überhaupt nicht nachvollziehen. Exklusives sollte Sponsoren, oder redaktionell geführten Medien (wie Womensoccer oder auch der Lokalzeitung) vorbehalten sein – also Geldgebern oder Leuten/Unternehmen, die öffentlichkeitswirksam über den Verein berichten. Bei Facebook fehlt jegliche Gegenseitigkeit. Und nein, ich glaube auch nicht, dass man die meisten potentiellen Zuschauer ausschließlich über so ein Netzwerk erreichen könnte. „Fan“/“Freund“ von irgendeinem Unternehmen oder Verein bei besagtem Netzwerk sind in erster Linie zur gezielten Schaltung von Werbung relevants. Außerdem bewegt man sich als Nutzer dort doch eher in seinem eigenen Mikrokosmos. Das heißt, ich werde doch nicht zufällig auf den Frauenfußball aufmerksam gemacht, sondern hatte bereits zielgerichtet danach gesucht. Dabei habe ich dann doch auch deren Website gefunden und sie mir angesehen, daher sind aktuelle Informationen gerade dort sehr wichtig. DIE ist eigentlich erste Informationsquelle. Daher wäre es zum Beispiel wichtiger gewesen, die Spielverlegung von Potsdams Zweiter am Sonntag dort zu nennen (und meinetwegen zusätzlich auf Twitter oder/und Facebook). So leid es mir tut, aber hier muss ich Potsdam Defizite in Sachen Medienkompetenz nachsagen.

    Um potentielle Zuschauer gewinnen zu können, muss man Ereignisse schaffen und auch bei denen ins Gespräch kommen, die den FF eben nicht auf dem Schirm haben. Wolfsburg hat das – neben den Titeln in dieser Saison – mit vereinzelten Stadionfesten und Eintritt-Frei-Aktionen vor besonderen Spielen denke ich ganz gut gemacht. Natürlich ist es wichtig – und da sind wir uns hier wohl alle einig – regelmäßig aktuelle Pressemeldungen und Spielberichte zu emittieren als erster Schritt. Da hat gerade Potsdam vergangene Saison doch leichte Probleme gehabt, insbesondere was die Spielberichte angeht. Der Bericht zum Halbfinalrückspiel der U17 kam jetzt erst drei Tage nach dem Spiel, die Medien hatten längst berichtet. Potsdam hat Glück, bereits eine vergleichsweise große Fanbasis/viele Stadionbesucher zu haben… Derartiges, auch der Versuch der Zuschauergewinnung durch diese Tankstellendienste haben mir bei Sindelfingen auf dem Papier sehr gut gefallen. Leider sieht man aber auch, dass der Erfolg doch weitgehend ausgeblieben ist.

    Aber nur wer regelmäßig im Gespräch ist, erlangt auch die Aufmerksamkeit potentieller Sponsoren.

    Man könnte aber soziale Netzwerke/“Neuer Medien“ dazu nutzen, wozu sie erschaffen wurden. Das bedeutet, Leute, aus deren Profil ein allgemeines Sportinteresse (idealerweise Besuch von Sportveranstaltungen im Freien) hervorgeht, die in Stadionnähe (Umkreis 50 km) leben, am Wochenende Zeit haben und aus denen eben nicht hervorgeht, dass sie bereits FF-Veranstaltungen besucht haben, gezielt zu bewerben, ja direkt einmal Freikarten oder zumindest Ermäßigung/einen Currywurstgutschein anzubieten. Und nicht nur denen, sondern auch deren Facebookfreunden, mit denen sie häufig etwas zusammen unternehmen (Gesichtserkennung auf eingestellten Bildern und semantische Auswertung von Nachrichten machen es möglich). Letzteres dafür, damit sie gleich mal zusammen hingehen oder zumindest darüber diskutieren können. Ja, das kostet Sponsorengeld. Bringt aber viel mehr als jede noch so kleine Wasserstandsmeldung über Facebook loszuwerden (so etwas sollte ohnehin besser auf die eigene Website). Neukundengewinnung ist eben wesentlich teurer/aufwendiger als Bestandskundenpflege.

    Vielleicht wäre das – neben einer anständigen Spielplanung – auch mal etwas, das der DFB beisteuern könnte. So eine Sache wie „Mit dieser Nationalmannschaftseintrittskarte können Sie ein beliebiges Spiel eines Bundesligisten in Saison 2013/14 kostenfrei besuchen. Einfach am Spieltag an der Stadionkasse eintauschen…“

    Die Spielerinnen sollten sensibilisiert werden, dass die Eigenwerbung zum Beruf dazugehört, auch wenn man es nicht so sehr mag. Da gibt es Spielerinnen, die sich bemühen (Cramer, A.+A. Hegerberg), die das gern machen (Sarholz, Simic) und welche die da total wenig von halten (Hanebeck). Da muss einfach mehr eingewirkt werden. Ich sehe, wie meine Tochter die News dort aufsaugt und sie ist DIE Zielgruppe.

    Selbstvermarktung ist im Sport ein Thema, aber ich halte es im von dir geforderten Umfang im Amateurbereich doch für unangemessen – zumal in Potsdam bekanntlich die Mannschaft hervorgehoben wird und nicht die Individuen. Aber bleiben wir einmal bei Bad Neuenahr: Welche Spielerin(nen) assoziiert der Nicht-FF-Freak mit dem Verein? Celia hat dort unbestritten Starbonus, sollte sie allerdings wechseln: Wer kann medial diese Rolle übernehmen? Marketingtechnisch wäre vielleicht schlau gewesen, hier vorzeitig „Ersatz“ heranzuzüchten. Sodass bei Celias Weggang nicht das Gefühl entsteht, dass ohne sie bei dem Verein nichts mehr läuft.

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  • Fritz W. sagt:

    Leider scheint es bei BN nicht mehr um die erste Liga zu gehen.

    Zitat aus der rz: „Seit gestern Mittag, 13.30 Uhr, arbeitet der Insolvenzverwalter aus einer Anwaltskanzlei in St. Augustin daran, die Zahlen aufzuarbeiten. Ziel ist, bis zum offiziellen Saisonende am 30. Juni das Insolvenzverfahren zu eröffnen – oder festzustellen, dass es „mangels Masse“ abgelehnt werden muss. In beiden Fällen würde der SC 07 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum Abstieg aus der Bundesliga verurteilt und könnte in der zweiten Liga einen Neuanfang starten.“

    Dann würden natürlich Fernsehgelder usw. auch noch wegfallen und der Klub kaum mehr Sponsorengelder einnehmen.

    Aber wenn es sein muss…

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  • FF-Fuchs sagt:

    @shedon:
    Außerdem würde mich interessieren wer MP ist? Und was der/die bei Frankfurt will?

    MP=Milorad Pilipovic

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  • waiiy sagt:

    @be: Die Quintessenz aller Deiner Einwände, die ja nicht nur von Dir sondern von den meisten kommen, ist, dass alles so, wie es grad gemacht wird, richtig ist und man nichts verbessern kann und dass neue Wege generell erstmal schlecht und völlig gefährlich sind. Dann muss man auch damit leben, dass Mannschaften, die auf ihrer Homepage kaum News haben, deren Spieler für die einfachen Menschen kaum greifbar sind, mit einem Schnitt von 400 Leuten im Stadion leben und irgendwann insolvent gehen müssen. Aber dann brauchen wir hier auch keinen Nachruf zu schreiben oder ein Klagelied zu singen.

    Das ist eine typisch deutsche Eigenschaft, dass man neue Sachen nicht probiert und nicht alle Wege nutzt, um die eigenen Interessen voranzutreiben.

    Da werden dann auch gern die anderen Ausreden der „großen“ Konkurrenz von Köln, Düsseldorf und Co. bei Bad Neuenahr mit rangezogen, als wenn man sich ernsthaft mal bemüht hätte, die Zuschauer aus diesen Stadien mal ernsthaft in die Apollinaris-Arena zu ziehen.

    Das Motto heißt: „Sich in das Schicksal ergeben und jammern.“ und nicht „Ärmel hochkrempeln und alles versuchen.“

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  • Holly sagt:

    @ Sheldon, dafür müssen die tradionellen MF Vereine ja noch nichtmal viel Geld aufbieten um die reinen FF Vereine zu verdrängen.
    Die besten Beispiele sind doch Duisburg und jetzt BN. Leider werden das nicht die letzten der reinen FF Vereine sein.
    Was wird mal aus Cloppenburg wenn der Gönner/Sponsor genung davon hat? Dann können die ganz von vorne anfangen.
    Warum wollte Meppen dann nicht aufsteigen? Weil es finanzell und logisitisch für einen reinen FF Verein kaum möglich ist.
    Ich weiss nicht in wie weit Du dich selbst bei einem FF Verein engagierst oder das Innenleben ein wenig kennst.
    Selbst bei vielen Erstligisten läuft vieles übers Ehrenamt. Im Gegenteil eher muss man noch Geld mitbringen muss.

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  • Nora Kruse sagt:

    @Holly:

    Warum wollte Meppen dann nicht aufsteigen? Weil es finanzell und logisitisch für einen reinen FF Verein kaum möglich ist.

    Der SV Meppen ist kein reiner Frauenfußball-Verein, die Männer spielen in der Regionalliga.

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  • Holly sagt:

    @ Nora,

    ohja stimmt. Ja da war ich in Gedanken noch immer bei Victoria Gersten dem Vorgängerverein

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  • Sheldon sagt:

    @Holly: Da sind wir doch beim Thema: Genau das ist das Problem. Die Einnahmen sind im FF nicht da. Obwohl es genug Möglichkeiten gäbe, das vom DFB zu ändern.

    1. Bessere Vermarktung – durch die Abkopplung der Fernsehrechte vom MF würde man anderen Sendern (Spartensendern wie Eurosport) die Möglichkeit geben, sich die Fernsehrechte zu sichern und könnte dadurch deutlich mehr Einnahmen generieren, da mehr Spiele ausgestrahlt würden. Dabei läge es an den Fans, möglichst viele Vereinsspiele dann auch wirklich anzuschauen, um die Nachfrage zu steigern und damit bei anderen Sendern Begehrlichkeiten zu wecken, sodass um diese Rechte wie beim FF ein echter Konkurrenzkampf entsteht. Außerdem würde man so Sponsoren generieren, da für diese eine vernünftige Vermarktungsmöglichkeit notwendig ist. Ein Trikotsponsor wird deutlich interessierter sein, wenn seine Trikots jede Woche im Fernsehen zu sehen sind, statt nur einmal pro Jahr vielleicht.

    2. Einen vernünftigen Rahmenplan erstellen – durch die ständigen, unnötigen Verschiebungen, die häufig durch Missplanung entstehen, gehen den FF-Vereinen viele Zuschauer flöten. Dass es immer mal wieder Spielausfälle gibt, ist nicht ganz zu verhindern, doch man könnte Möglichkeiten schaffen, um zumindest den ein oder anderen Nachholtermin schon mal einzuplanen, sodass diese verstreuten Spiele unter der Woche nicht mehr in der Häufigkeit auftreten.
    Hierzu sollte man mal überlegen, inwieweit hier bereits die Vereine bei dem Aufrüsten ihrer Stadien mit Rasenheizung, Flutlichtanlage etc. unterstützt werden könnten, um gerade auf einen Winter wie den letzten reagieren zu können

    3. Die Installation eines Playoff-Systems nach der Saison – auch dies könnte zur Verstärkung der Zuschauereinnahmen und der Generierung von mehr Sponsoren führen, wenn man hier versucht, die Attraktivität noch einmal zu erhören, indem man beispielsweise die Liga in 3 kleine Gruppen aufteilt, von denen die besten 4 um die Meisterschaft spielen, und dann zwei Gruppen a 4 Mannschaften um je 1 Abstiegsplatz (5,7,9,11 und 6,8,10,12 oder 5,8,9,12 und 6,7,10,11).

    In jeweils 6 Spielen werden dann die jeweiligen Mannschaften ermittelt, wobei zu diesem Zweck die zuvor erspielten Punkte halbiert werden, um die Abstände nicht schon im Vorhinein zu groß sein zu lassen.

    Durch die vielen direkten Duelle um Meisterschaft und Abstieg wäre noch einmal für viel Kampf gesorgt, spannende Spiele und knappe Ergebnisse. Das könnte viele Zuschauer noch einmal mobilisieren.

    In diesem Jahr hätte das beispielsweise so ausgesehen:
    Wolfsburg 27, Potsdam 25, Frankfurt 24, Bayern 22 – fünf Punkte Abstand vom 1.-4. bei 18 zu vergebenden Punkten.

    Freiburg 16, Leverkusen 13, Duisburg 12, Gütersloh 4 (das ist schon etwas deutlicher in dieser Saison, Gütersloh müsste noch 8 Punkte aufholen)

    Essen 15, Bad Neuenahr 15, Jena 11, Sindelfingen 6 (auch hier sind die Verhältnisse klar).

    Sollte dies nicht klappen (man könnte dieses Modell auch in zwei Gruppen mit je 10 Spielen machen), dann zumindest eine Art Liga-Pokal, nach Bundesligavorbild, mit den besten 5 der Liga + Pokalsieger bzw. besten 6 der Liga.

    4. Umgestaltung der internationalen Wettbewerbe – hier ist die UEFA gefragt. Wie das aussehen soll, weiß ich nicht, zumindest ist aber das Modell, dass Deutschland, die nunmal mindestens 3 Mannschaften haben, die die CL gewinnen könnten, nur mit zwei Mannschaften vertreten sein darf, längst überholt. Eine Europaliga wie beispielsweise die Weltmeisterschaften im Eishockey mit dann Vorqualifikation wäre vielleicht eine Hilfe, vielleicht auch ein Europapokal der Pokalsieger, der die nationalen Pokalwettbewerbe aufwerten würde.

    Das sind alles Möglichkeiten, wie man gerade reinen FF-Clubs gerade finanzielle Mittel ermöglichen kann, die zur Professionalisierung der Strukturen notwendig sind.

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  • Detlef sagt:

    Leute, Leute, wenn ich das hier alles so lese, hauts mir glatt den Vogel raus!!!
    Ich lese hier immer „Professionalisierung“!!!
    Ich frage mich, wozu eigentlich???
    Ist die FF-Buli eine Profiliga, und wenn ja seit wann???

    FF ist in Deutschland zu 99,9% reiner Amateursport!!!
    Also wozu dann das ganze Streben nach gewerbsmäßigen Strukturen???
    Amateursport war, ist, und bleibt auch in Zukunft ein reines Zuschußgeschäft für die Vereine!!!

    Hat der SC07 Bad Neuenahr in der Vergangenheit schlecht gewirtschaftet, oder sind sie vielleicht nur das Opfer von falschen Sponsorenversprechen geworden???
    Auch beim FCR hatte man sich womöglich zu sehr auf das Versprechen seiner Sponsoren verlassen???

    Wollen wir überhaupt eine Profiliga im FF haben???
    Machte nicht gerade dieses „nicht immer ganz perfekt zu sein“ den eigentlichen Charme des FF aus???
    Spielerinnen, Trainer und Funktionäre, die genau so unnahbar sind wie bei den Herren, die man nicht „anfassen“ und mit denen man nicht reden-, sondern höchstens mal in 5-10m Entfernung, hinter Absperrungen und Zäunen einen Blick erhaschen kann!!!
    Wollen wir das wirklich???

    Natürlich kostet dieser Amateursport auch Geld, und Mitgliedsbeiträge, Eintrittskartenerlöse und Erträge aus Fanartikelverkäufen reichen da in KEINEM Verein aus, um auch nur die Fixkosten decken zu können!!!
    Man braucht also Sponsoren, die trotz sehr überschaubarer Präsentationsfläche dazu bereit sind, ihren erwirtschafteten Überschuß in den FF zu investieren!!!
    Und wenn es keine FF-Enthusiasten sind, oder allgemein Sport-Mäzene, die ihr Geld in viele Sportarten stecken, dann wird die Luft sehr schnell, sehr dünn!!!
    Gerade Vereine mit wenigen Zuschauern werden sich sehr schwer damit tun, einem potentiellen Förderer eine Werbeplattform zu verkaufen!!!

    Also wie verschafft man dem FF eine größere- und attraktivere Präsentationsfläche???
    Das geht nur über die Massenmedien, vor allem übers Radio und über TV!!!
    Dafür sind eigentlich die dritten Programme der ÖR-Sendeanstalten da, die Dank der GEZ-Gebüren keinem unmittelbaren Quotendruck unterliegen!!!
    Hier wäre die beste Präsentationsfläche gerade für kleinere/schwächere Vereine, um möglichst oft und regelmäßig im Gespräch zu bleiben, und die Werbebanner der Sponsoren in die TV-Kameras zu zeigen!!!
    Aber auch das Radio (Lokalsender, Internetradio) könnte hier ein werbewirksames Medium sein, wie es zB „14482 Babelsberg-Hitradio“ für TURBINE ist, wo sowohl die Vereinssponsoren regelmäßig ihre Werbespots senden, als auch viele Informationen rund um die Spielerinnen „TURBINE zum Anfassen“, und um den Verein selber zu hören sind!!!

    Und selbstverständlich gehören die Überschüsse der Frauen-WM hauptsächlich in die Buli reinvestiert!!!
    Wer mußte denn mit zT fatalen Einbußen die 3 monatige Vorbereitungszeit erleiden???
    Wer erbrachte denn die Vorleistungen dafür, daß sich die Bundesgöttin und ihr gesamter Dachverband in „Ruhm und Ehre“ sonnen durfte
    (zumindest bis zum Viertelfinale)???
    Dieses Geld gehört den Vereinen in Liga Eins und Zwei, die mit ihrer Jugendarbeit dies erst ermöglicht haben!!!
    Und wenn ich immer mehr, und mehr Forderungen an Amateurvereine stelle, dann muß ich als Dachverband auch für deren Finanzierung aufkommen!!!
    Man könnte FF-Vereine, die einem Profiverein angegliedert sind auch von solchen Zahlungen ausnehmen, um eine Ausgeglichenheit mit den reinen FF-Vereinen, und den schwächeren- und unterklassigen Vereinen herzustellen!!!

    Aber will der DFB überhaupt starke-, und unabhängige FF-Vereine???
    Will er dann auch bei den Frauen zum „Bittsteller“ werden, um möglichst die Nationalspielerinnen einsetzen zu können die man möchte???
    Will man sich wirklich alle Steuer- und Regelungswerkzeuge aus der Hand nehmen lassen, und mit einem freien und unabhängigen Ligarat verhandeln??
    Meine Antwort auf diese Fragen dürften die meisten hier kennen!!!
    Und deshalb ist es so wie es ist, und die Löwinnen und die Kurstädterinnen werden ganz gewiss nicht die letzten Vereine sein, die die WM, und der ganze Hype drumherum „zu Fall“ gebracht hat!!!

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  • Alice sagt:

    Ich kann waiiy nur zustimmen! Ich würde mich mit 23 Jahren auch noch zu „DER Zielgruppe“ zählen und kann sagen, dass in meinem Umfeld so gut wie nichts mehr ohne soziale Netzwerke läuft. Ob nun Schule, Uni oder eben persönliche Interessen (inklusive FF) betreffend. Bei der Generation nach mir ist das natürlich noch auffälliger! Vor der Erkenntnis kann man sich eigentlich nicht verschließen. Webseiten werden kaum noch durch Eigenmotivation aufgerufen, sondern durch einen Klick bei Facebook, der direkt zum Artikel führt (übrigens auch bei womensoccer, framba, etc. häufig der Fall). Ein weiterer Vorteil ist die direkte Vernetzung der Fangemeinde! Hört sich blöd an, aber wer die Fangemeinde in der Breite stärken will und auch für den einsatzbereiten „Nachwuchs“ sorgen will, der muss auf soziale Netzwerke setzen.
    Diesbezüglich ist es nur von Vorteil, wenn sich auch Einzelpersonen mit Identifikationspotential auf solchen Seiten hervortun (siehe Kessi, Poppi, Viola, Celia, Leo Maier, Maro,etc.) Näher kommt man an als Normalbürger an die Vertreter seiner Vereins nicht heran. BN hätte bis jetz noch Aylin Yaren, welche eine funktionierende Internet/Netzwerkpräsenz besitzt und die laut FB 18-24Jährigen begeistert. Was wird eigentlich aus ihr bei einem möglichen Zwangsabstieg?

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  • Michele sagt:

    Angeblich wird Collin Bell neuer Trainer beim FFC Frankfurt! Er soll dem Verein mitgeteilt haben, dass er Bad Neuenahr verlässt!

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  • FF-Fuchs sagt:

    Ich würde einfach mal folgendes behaupten:

    Ohne MF 1.oder 2. Bundesliga gäbe es in München, Leverkusen, Freiburg, Wolfsburg, Hoffenheim etc. keine Frauen-Bundesligisten.

    Diese Frauenabteilungen leben alle vom MF in ihren Vereinen.

    Und noch eine provokative Frage: Würden denn alle die hier posten für ein Spiel der FF-Bundesliga zwischen 25,oo und 50,00 Euro Eintritt pro Spiel bezahlen?? Soweit mir bekannt
    liegen die Eintrittspreise zwischen 4,00 und 7,00 Euro.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    @Alice:

    Frau Yaren hat auf eben jener Internetpräsenz bereits großspurig bekanntgegeben, dass sie den SC 07 Bad Neuenahr „natürlich“ (!) verlassen wird, sollte er es nicht schaffen.

    Ansonsten bin ich eher weniger begeistert von eben jenen Facebookpräsenzen von unseren Spielerinnen Nati und Yaren. Dort tummelt sich die Creme de la Creme der Unwissenheit. Wie oft darf man dort Kommentare lesen, vor allem auf Frau Natis Seite, bei denen man sich einfach an den Kopf fassen muss!?

    Frau Nati hat auf ihrer Facebook-Seite auch angegeben, dass sie den SC 07 verlassen wollte. Ob das so wirklich aus freiem, eigenen Willen geschieht, sei dahin gestellt. Für viele war schon im Winter klar, dass sie keine Rolle mehr in unserem Verein spielt.

    Was ich damit sagen will: Solch eine Seite ist auch nicht immer wirklich förderlich. Mich persönlich hat es eher genervt und gestört. Und ich bin unwesentlich Älter als du, Alice 😉

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  • Detlef sagt:

    @FF-Fuchs,
    Dein erster Absatz ist sehr spekulativ!!!
    Wolfsburg hieß früher ganz anders, und hat sich erst später dem VfL angegliedert!!!
    In Potsdam und Gütersloh entstanden zuerst Frauenableger eines Gesamtvereins, und spaltete sich später von diesem ab, um einen reinen Frauenverein zu gründen!!!

    Da wo bereits fertige Strukturen vorhanden waren, (München, Hamburg) konnten nach dem DFB-Verbotsende auch Frauen diese nutzen!!!

    Leverkusen und Köln haben ja die Lizenzen von zwei fremden Vereinen (Köln rRh, Brauweiler) übernommen/gekauft, um so vor der WM möglichst schnell auf den Zug aufzuspringen!!!

    Andere MF-Klubs beschränkten ihr Engagement auf Kooperationen mit bestehenden FF-Vereinen (Schalke-Flaesheim, Recklinghausen), (Hertha BSC-Lübars), (Dynamo Dresden-Fortuna Rhänitz), usw!!!

    Deinen zweiten Absatz kann man auch mit städtischen Theatern und Museen vergleichen, die durch Steuergelder finanziert werden, und deshalb vergleichsweise wenig Eintritt kosten!!!
    Gehst Du dagegen zu Musical-, Schlager- oder Rockkonzerten, oder in Privatmuseen, zahlst Du in der Regel ein Vielfaches davon!!!

    Nochmal, die FF-Buli ist eine Amateurliga, und keine Profiveranstaltung!!!

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  • Wolle sagt:

    Habe gestern wie Fritz W. den Artikel in der RZ gelesen wonach im Interview mit dem stellv. Vorsitzenden ein Neuaufbau nach Insolvenz „mit dem Rest“ in Liga 2 geplant ist.
    Ich frage mich ob da die richtigen Leute an den Hebeln sitzen nachdem Bernd Stemmeler leider verstorbene ist?
    Zunächst einmal empfinde ich es als Frechheit gegenüber den Spielerinnen. Wie bitte sollen diese in so kurzer Zeit einen neuen Verein finden? Celia, Schult sind da mal außen vor aber für die anderen incl. Hanebeck ist das eine mittlere Katastrophe obwohl sie sich für den Außenstehenden immer loyal zum Verein verhalten haben.
    Außerdem wird ein in mehreren Jahren mühevoll aufgebauter Kader von C. Bell zerschlagen.
    Man möchte aus den „Resten“ aus 1., 2. und U17-Mannschaft eine schlagkräftige Mannschaft formen und wieder aufsteigen. Ich glaube da unterschätzen die Herren etwas die 2. Liga, so einfach wird das nicht. Wie lange versucht jetzt schon Köln aufzusteigen und die sind finanziell sicherlich besser gestellt.
    Von dem Vertrauensverlust gegenüber dem Verein für Spieler und Sponsoren fange ich erst gar nicht an. Für junge Talente wird der Verein auch nicht attraktiver, die werden sich zukünftig wohl lieber Köln oder Lev in der Nachbarschaft anschließen. Außerdem werden die Zuschüsse vom DFB reduziert.
    Ich denke es wird enden wie bei den anderen Traditionsclubs in BGladbach oder Niederkirchen. Adieu SC 07, ich fahre jedenfalls keine Stunde mit dem Auto um 2. Liga zusehen.
    Im übrigen kann ich dem Beitrag von Detlef nur zustimmen, ein ähnlicher Kommentar findet man übrigens auch auf fansoccer.de von Tom Schlimme.

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  • holly sagt:

    @ FF Fuchs,

    bei den MF Vereinen gibt es auch billigere Karten, bei fast allen Vereinen unter 20€

    Wäre aber auch bereit mehr zu bezahlen. bin jetzt am WE in Cardiff beim Speedway GP. die reine Laufzeit des Events liegt so ca bei einer Stunde. Die Tickets kosten so ungefähr 60 € und dann aufwärts.

    Ich mecker ja auch gerne über den DFB, sie tun aber schon was für die Vereine.
    Auf jeden Fall haben alle Vereine die in der B-Juniorinnen Bundesliga gespielt haben einen guten Betrag bekommen damit sie die Saison stemmem können.
    Sonst hätten viele kleine und auch größere Vereine garnicht an der B-Juniorinnnen Bundesliga teilnehmen können.
    Erwartet jetzt aber nicht das ich euch den Betrag verrate. das werde ich nicht tun.

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  • M. aus H. sagt:

    @holly
    Der Betrag ist wohl kein Geheimnis – kann man auf den DFB-Seiten nachlesen.
    Allerdings reicht dieser nicht für den Spiel- und Trainingsbetrieb (Fahrten, bei mehr als 300km Übernachten, Trainer, Plätze….) aus.
    Es ist ein Zuschuss, wenn auch ein Guter.

    Dies bringt den FF weiter, das Problem an der Basis ist aber, dass die FG in der 2. Liga je nach Entfernungen unter dem Zuschuss der U17-Buli liegen.

    Deshalb kann ich Detlef nur zustimmen der FF ist eine Amateurliga und hat deshalb auch ihren Scharm.

    Wer schon mal in Magdeburg beim Hallenpokal war kann dies bestätigen. Die Top 100-Spielerinnen in Deutschland sind mitten unter den 4500 Zuschauern. Beim MF unvorstellbar.

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  • Karl sagt:

    Da kann ich den Beitraegen von Be und Detlef nur zustimmen. Ich sehe das genauso. Und FF-Fuchs, Ja, wuerde ich, aber nicht wenn das ganze zu nachtschlafender Zeit um 11:00 Uhr stattfindet. Bei Laenderspielen macht man es doch auch, jedenfalls hin und wieder:-)

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    @Wolle: Machs gut, es wird dich denke ich niemand vermissen. Wenn es für einen „Fan“ schon zu viel ist eine Stunde zu fahren und das ganze eine Liga tiefer abläuft, dann zweifle ich sowieso an wirklichem Interesse am Verein.
    Es gibt einen schönen Spruch: Liebe kennt keine Liga! Mir persönlich ist relativ egal, in welcher Liga der SC 07 letztlich landen wird. Ich werde trotzdem bei jedem Spiel da sein, wie immer eben.

    Was die Spielerinnen angeht: Jammern auf hohem Niveau.
    Wie gesagt, einer Frau Yaren scheint das ganze ja sowieso mehr oder weniger egal zu sein. Sie hat ihre „Ankündigung“ übrigens wieder aus dem Netz genommen. Auf Spielerinnen mit solch einem Charakter kann ich getrost verzichten!

    „Die Übrigen“… Wer sind das? Rinast, Kuznik, Störzel, Knaack, Hornberg. Nur ein paar Spielerinnen, denen ich zutraue auch bei einem Zwangsabstieg bleiben zu wollen, weil ich ihnen einen gewissen Charakter attestiere! Und wer sagt, dass es direkt um den Aufstieg gehen soll? Bleiben wir halt 5-6 Jahre in der 2. Liga, haben dafür in diesem Zeitraum aber vllt. endlich keine finanziellen Sorgen mehr. Und wenn es 10 Jahre dauert, oder 20, oder ich nie wieder 1. Liga in Bad Neuenahr sehe, es sei denn, man wird mal im Pokal einem Erstligisten zugelost. Egal, was ändert das, ausser, dass das, was auf dem Platz abgeht, vllt. nicht mehr so ansehnlich ist wie zuvor? Abgesehen davon, dass die große Mehrheit der Damen und Herren der Haupttribüne sowieso wenig begeistert war von der Spielweise der letzten beiden Jahre. All das ändert nichts an meiner Begeisterung für den Verein! Wenn ich an die 2. Liga denke, dann denke ich an neue Vereine und Stadien, die ich kennenlernen werde. An neue Menschen. Vllt. entfernen sich endlich ungeliebte Menschen vom SC 07, eben weil sie „nicht eine Stunde für 2. Liga fahren“.
    Was will ich damit sagen? Ich sehe einen „Zwangsabstieg“ nicht als Strafe, oder als Versagen, sondern als Chance für einen Neuanfang mit offenem Ende!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Okay, mag sein, dass die FF-Bundesliga in großen Teilen noch eine Amateurliga oder maximal halbprofessionelle Liga ist. Doch eine Professionalisierung wird sich kaum vermeiden lassen, selbst wenn man sie nicht will. Sonst werden irgendwann internationale Titel Geschichte sein, denn in Nationen wie Frankreich, Schweden, England, Spanien, Italien und Dänemark wird es diese Professionalisierung geben.
    Nicht wie in Deutschland, selbstverständlich, die Modelle sind anderer Natur. Gerade in England, Spanien und Frankreich wird entweder der Staat oder ein Scheich oder Oligarch diese Kosten bzw. Schulden auffangen, bzw. letztlich die EU, wenn es der Staat sein sollte.
    Da kann dann der Charme vielleicht erhalten bleiben, weil Zuschauer in diesem Konzept keine Rolle spielen. Die Einnahmen und die medialen Auswirkungen sind wirkliche Peanuts dort.

    Ich aber will nicht auf die Güte von Ölscheichs oder SAP-Chefs angewiesen sein, um guten Frauenfußball sehen zu können. Das ist auch nicht das deutsche System.
    Will man kontinuierlichen, unabhängigen, gesunden und dabei noch erfolgreichen Sport sehen, dann muss man notgedrungen bei dem Charme Abstriche machen. Leistungssport hat immer was mit Leistung bringen zu tun. Dabei zählt, wer mehr Leistung bringt. Wie hoch also die Leistung für Titel sein muss, hängt dabei immer vom Niveau der anderen ab. Wenn die anderen also Richtung Perfektion davon ziehen, muss man zwangsläufig mitziehen. Wenn nur ein oder zwei Klubs auf dieser Welt den Perfektionsdrang entwickeln und man selbst zurückbleibt, wird sich Erfolglosigkeit einstellen und damit auch der Charme verloren gehen.

    Ich glaube dabei nicht einmal, dass dieser Charme verloren gehen muss. Das hängt nicht allein an der Professionalisierung, sondern an den Charakteren auf dem Platz und der Fans. Aber zunächst einmal geht der Charme des Sports immer von der Qualität des Sports aus. Sport ist immer künstlerisch-kämpferische Leistung.

    Wir sind hier in der höchsten deutschen Liga im Frauenfußball, einer Liga mit dem Anspruch, dass unsere Mädels Weltmeister werden. Da hat Charme nicht Vorrang. Schön, wenn er Platz findet, aber zunächst geht es um eine würdige Vertretung der deutschen Nation.

    Aber das muss ja nicht schlimm sein. Es gibt im Frauen- und Männerfußball viele 3., 4. und 5. Ligen, alle im Amateurbereich, alle mit viel Charme und Zuschauernähe.

    Und was die Eintrittskarten betrifft, habe ich oben einige Modelle vorgestellt, wie der FF mehr Einnahmen kriegt, selbst wenn man die Kartenpreise runtersetzen würde.

    Noch ein Wort an die Facebook-Fraktion: So viel man mit FB auch erreichen kann, gebe ich folgende Dinge zu bedenken:
    1. Facebook ist anarchisch – es gibt fast keine Aufsicht und dort kann jeder etwas völlig Undifferenziertes schreiben.
    2. Facebook hat viele Mogelpackungen – nicht überall, wo FF oder FF-Spielerin drauf steht, ist FF-Spielerin drin. Das sah man letztens bei Lena Goeßlings Homepage sehr schön. Während des CL-Finales postete sie etwas. Konnte ergo nicht von ihr sein.
    Das Problem: Viele Seiten werden nicht von den Stars persönlich betrieben, werden aber trotzdem für deren eigenes Geschreibsel gehalten.

    […]

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  • holly sagt:

    @ M.aus H.

    beim DFB steht nichts davon wie hoch der Sockelbetrag für die teilnehmenden Vereine ist. Bekannt sind nur die Fahrtkosten

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  • sitac sagt:

    Sehr interessante und lesenswerte Diskussion hier. Darf ich bitte dennoch wieder kurz auf eine banalere Ebene zurückkehren. Nochmal Thema Zuschauerzahlen. Finanziell sei das ja irrelevant, wurde hier ab und zu bemerkt.
    Rechenbeispiel: Schnitt 3000 Zuschauer / Heimspiel. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Ich setze mal niedrig 10 000 Euro Einnahme/Spiel an ( u.U. Familienkarte etc.). Bei 11 Spielen 110 000 Euro. Bei Schnitt 500/Spiel sind das in der Saison 17000 Euro (manche haben sogar weniger als 500 Zuschauer/Spiel). Differenz über 90 000 Euro. Wegen welcher Summe kam Duisburg ins Schlingern? Ich weiß es nicht mehr genau- 80 000 Euro? In Jena gingen wegen 30 000 Euro rote Lichter an, wenn ich mich richtig erinnere. Ein Vorstandsmittglied eines Vereins sagte mir mal, wir wären schon für einen Sponsor dankbar, der uns 20 000 Euro bringt. Geschäftsführer eines Männer-Bundesligisten würden dafür nichtmal den Telefonhörer in die Hand nehmen. Wieviel Geld jetzt konkret BN fehlt, habe ich noch nirgends gelesen.

    Noch ein Problem, ein Dilemma, hinsichtlich Zuschauerzahlen. Um Zuschauer anzulocken, muss die Mannschaft mithalten können. Um sich Spiel um Spiel eine Klatsche anzuschauen, gehen nur die treuesten der Treuen ins Stadion, oder lupenreine Masochisten.
    Also, wenn kein Geld für eine starke Truppe da ist, kommen auch nicht mehr Zuschauer –> klassischer Teufelskreis.

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  • Sheldon sagt:

    @sitac: Das mag so sein. Doch man kann diesem Teufelskreis entkommen. Wieso gehen beispielsweise Tausende immer zum 1.FCK, der Hertha, auch dem FCN oder anderen Vereinen, selbst im schlimmsten Abstiegskampf? Weil das zu einem Markenzeichen geworden ist. Und weil man gebraucht wird. In der Bundesliga wird selbst Misserfolg so inszeniert, dass auch im Keller die Stadien oftmals ausverkauft sind.

    Aber dazu müsste man Medieninteresse wecken. Dazu müsste man schauen, wie man die FF-Liga auch dann vermarkten kann, wenn der Erfolg nicht unbedingt da ist. Das geht nur über Identifikationsmöglichkeiten mit dem Verein. Doch diese Identifikationsmöglichkeiten können nur über den Verein selbst kommen. Der Verein muss sich zu einer Marke machen. Mir fällt da der Duisburger Stahlkocher ein (nur der Name nicht, das Bild habe ich vor Augen), vom MSV, der sein ganzes Leben für den MSV gespielt hat und dort eine solche Identifikationsfigur war.

    Das geht aber wiederum nur, wenn selbst der Klassenerhalt als Erfolg überhaupt gerechnet werden kann. Was wiederum nur dann geht, wenn die Bundesliga so vermarktet wird, dass allein das Spielen in der Bundesliga einen Imagegewinn bringt!

    Letztlich läuft also alles wieder auf den DFB und eine gezielte Imagekampagne und Finanzreform seinerseits hinaus.

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  • Detlef sagt:

    @sitac,
    Sehe ich auch so!!!
    Es sind ja nicht nur die direkten Einnahmen, die den Vereinen fehlen!!!
    Der Stadionsprecher der Bayern-Ladies hat mir mal verraten, daß Uli Hoeneß sich erst dann für die Frauen zu interessieren beginnt, wenn die einen Saisondurchschnitt von 1000 Zuschauern vorzuweisen haben!!!

    Die Wechselwirkung mit den Medien wurde ja schon erwähnt, also je mehr Zuschauer um so höher das Interesse der Medienmacher!!!
    Es ist aber auch andersherum, wie wir in Potsdam feststellen mußten!!!
    Also je öfter Spiele im TV übertragen wurden, um so mehr Besucher kamen ins KARLI!!!
    Bleiben die regelmäßigen TV-Berichte aber aus, bleiben leider auch die Leute Zuhause!!!
    Also auch hier der Teufelskreis!!!

    Und ob sich jetzt 500, 1000 oder 1500 potentielle Kunden regelmäßig ins Stadion „verirren“, dürfte für Neu- wie Bestandssponsoren sicher nicht unerheblich sein!!!

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Ich bin mir darüber im Klaren aus dir keinen WOB-Fan zu machen,aber mit der „Schönrederei“ der Entwicklung bei Bayern München hast Du meiner Ansicht ein „Eigentor“ geschossen.Alles was Du da bei den Bayern in einem positiven Licht beschreibst, ist auf WOB-Seite in deinen Augen ein mit aller Macht erzwungenes Erfolgsstreben.Ich habe dich hier bisher als sehr sachkundigen und für den FF engagierten „Poster“ kennen und auch respektieren
    gelernt, aber bei WOB scheinen dich die eigenen Kenntnisse zu verlassen.
    Die Stadt WOB hat eine „“FF-Tradition“ mit dem Gründungsverein der FF-Buli, Eintracht Wolfsburg.Im weiteren Verlauf konnten diese in dem rel.kleinen MF-Verein im Norden WOBs die Kosten für die Reisen u.d. Drumherum (Trainingsmöglichkeiten u.Spielbetrieb bei Heimspielen) nicht mehr stemmen.So übernahm dann der WSV-Wendschott-WOB die FF-Abteilung, da die mehr Trainingsplätze hatten und auch schon zuvor diese von d.Eintracht WOB-Frauen genutzt worden waren.Aber auch dort konnten die Kosten für d. 1.Liga nicht auf Dauer aufgebracht werden und so hat, unter der Vermittlung auch der Stadt, der VFL WOB diese FF-Sparte übernommen,um den 1.Liga-FF in WOB zu erhalten.Dies erfolgte bewußt in d.Profi-Bereich (Fußball-GmbH,damit d.Gesamtverein VFL-WOB nicht von d.Kosten belastet wurde)
    Unter diesem Dach d.VFL hat man nun begonnen auf der e.Seite die Klasse zu halten,jedoch auch das Ziel ins Auge gefaß,t besser zu werden.Das begann mit dem Trainer u.dann Manager Huhnholz,der dann aufgrund des Engagements von Klaus Fuchs, R.Kellermann 2008 erst als Trainer u.dann als Trainer-Sportlicher-Leiter implantierte.Seitdem erfolgte der kontinuierliche Aufbau mit M.Müller als Leitwölfin noch in d.2.Liga, nach zuvor erfolgtem Abstieg u. Wiederaufstieg.Dann hat sich die Stadt u.d.Verein für d.WM als Austragungsort beworben und durch die dann erfolgten Spiele hier vor Ort auch e.Indentifikation der Stadt mit dem FF erreichen können.Wenn sich eine Stadt und e.Verein eben nicht nur halbherzig mit dem FF beschäftigt, dann ist das WOB und wohl auch noch Potsdam,aber sicher nicht München.

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  • timmy sagt:

    Nun gut, klar, wenn man den Schnitt von um 500% steigern kann rechnet sich das schon. Das ist aber selbst optimistisch gesehen eine Aufgabe von mehreren Jahren.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Man mag das für die Argumentation für die Zeit vor 2009 gerne auch auf Wolfsburg anwenden. Was aber danach geschah, hat mit kontinuierlichem Aufbau nichts mehr zu tun. In der nächsten Saison wirst du noch genau 4 Spielerinnen haben, die vor 2009 im Kader standen, und von diesen Spielerinnen gerade mal zwei im Bereich der Startelf.

    2009 begann dann die große Transferschlacht: Zunächst wurden A. Vetterlein, Z. Jakabfi und S. Wagner verpflichtet, ein Jahr später kamen Hartmann und Faißt dazu.
    Dann tauschte man 2011 den halben Kader aus, und verpflichtete mit Jana Burmeister, Merle Frohms, Laura Vetterlein, Josephine Henning, Nadine Keßler, Lena Goeßling und Conny Pohlers (die letzten 4 N11-Spielerinnen + Torschützenkönigin) gleich 7 neue Spielerinnen, gefolgt von 2012, wo mit Luisa Wensing, Viola Odebrecht, Annabel Jäger, Lina Magull und Alex Popp noch einmal 5 Spielerinnen (allesamt N11) hinzukamen.

    Und 2013 werden es mit Schult und sicherlich noch der ein oder anderen (vielleicht Bajramaj, Leupolz, S. Hagen, Lotzen, Anonma, um nur einige im Offensivbereich zu nennen) wieder mindestens 5 Spielerinnen sein.

    Wenn ich mir dagegen Bayern anschaue, wie das dort abläuft, so sehe ich da ein sehr viel moderateres Herangehen an die Sache: So wurden mit Islacker, Behringer, Längert, Bachor, Wimbersky, Hagen/Cross, Brooks und nun Maier seit 2007 immer nur eine bzw. 2 Starspielerinnen zur neuen Saison geholt, alle anderen Spielerinnen waren Talente aus der Region, die im Alter von 16, 17 Jahren geholt werden und langsam herangeführt werden. Keine Spielerinnen für das sofortige Durchstarten in Liga 1. Alles unbeschriebene Blätter.

    Das mag vielleicht alles stiefmütterlich sein, aber was Hoeneß sagt, ist schon richtig: Wenn es die Frauen nicht schaffen, aus eigener Hand 1000 Zuschauer über eine Saison zu mobilisieren, dann ist das auch richtig so. Das Etablieren in der Liga muss man schon selbst schaffen.

    Wie Bayern das macht, so scheint mir das der beste Weg zu sein. Denn dort spielt der Stamm schon seit 6, 7 Jahren zusammen (Baunach, Wörle (zwischendurch woanders), Simic, Wenninger, Schnaderbeck, Rudelic, Bürki, Banecki), viele Spielerinnen sind noch sehr jung und sind zum Teil Eigengewächse aus der eigenen U17 (Schöne, Hartmannsegger) bzw. vom städtischen Konkurrenten Wacker München (Gratz, Huyleur) oder aus der Region (Lotzen, Romert).
    Die U17 wird dieses Jahr zum ersten Mal Meister in einer Art und Weise, die den Männern in nichts nachsteht (6:1-Sieg gegen Potsdam). Dort werden sicherlich wieder einige den Sprung hoch in die erste Mannschaft schaffen. Auch in der II. Mannschaft hat man ja außer Eder und de Pol einen riesigen Pool junger, jugendlicher Spielerinnen.

    Hier zeigt sich, dass Bayern über längere Zeit diesen Platz oben von unten, von der Basis her festigen will, aus dem eigenen Bestand.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • O. Christ sagt:

    @Sheldon:

    „In der nächsten Saison wirst du noch genau 4 Spielerinnen haben, die vor 2009 im Kader standen, und von diesen Spielerinnen gerade mal zwei im Bereich der Startelf.“

    Dann liste uns doch mal auf, bei welchen BL-Clubs diese Zahlen höher oder gar wesentlich höher liegen…

    „2009 begann dann die große Transferschlacht: Zunächst wurden A. Vetterlein, Z. Jakabfi und S. Wagner verpflichtet, ein Jahr später kamen Hartmann und Faißt dazu.“

    In zwei Jahren fünf Spielerinnen, davon eine ausländische und keine deutsche A-Nationalspielerin (Faißt hatte noch nicht debütiert). Da hat selbst Bad Neuenahr zuletzt innerhalb von zwei Jahren eine größere „Transferschlacht“ angezettelt…

    „Dann tauschte man 2011 den halben Kader aus, und verpflichtete mit Jana Burmeister, Merle Frohms, Laura Vetterlein, Josephine Henning, Nadine Keßler, Lena Goeßling und Conny Pohlers (die letzten 4 N11-Spielerinnen + Torschützenkönigin) gleich 7 neue Spielerinnen“

    Darunter eine einzige aus dem WM-Kader von Silv Neid…

    „gefolgt von 2012, wo mit Luisa Wensing, Viola Odebrecht, Annabel Jäger, Lina Magull und Alex Popp noch einmal 5 Spielerinnen (allesamt N11) hinzukamen.“

    Nicht 5, sondern 3 aus der A-Mannschaft.
    Für mich sieht das alles nach einer geordneten, schrittweisen Transferpolitik aus, bei der man mittlerweile zweifelsohne oben angekommen ist.

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  • Sheldon sagt:

    Frankfurt und Potsdam haben beide noch 5 Spielerinnen, die länger als 4 Jahre beim Verein sind (obwohl Potsdam die meisten Spielerinnen weggekauft wurden).

    Bei Bayern hast du 7 in der neuen Saison, darunter nicht wenige Stammspielerinnen. Bei Freiburg hast du zwar nur 3, allerdings hast du darüber hinaus 3 weitere Spielerinnen aus der eigenen Jugend plus Carmen Höfflin, die eine Rückkehrerin ist.

    Essen hat 6 Spielerinnen usw.

    Nahezu jede Verein hat mehr. Allerdings kann man die Rechnung auch wie folgt machen, nämlich, wieviele Titel Wolfsburg in diesen 4 Jahren verpflichtet hat. Da kommt nämlich unglaublich viel zusammen:

    Nationentitel:
    2x Weltmeisterschaft (Pohlers, Odebrecht)
    1x Europameisterschaft (Pohlers)
    2x Algarve-Cup (Odebrecht, Popp)
    1x U20-Weltmeisterschaft (Popp)
    1x U19-Weltmeisterschaft (Goeßling)
    6x U19-Europameisterschaft (Burmeister, A.Vetterlein, Odebrecht, Keßler (2), Wensing)
    1x U18-Europameisterschaft (Odebrecht)
    1x U17-Weltmeisterschaft (Popp)
    1x U17-Europameisterschaft (Wensing)

    Vereinstitel:
    7x Champions League (davon 4x UEFA Womens Cup) (Pohlers 2, Odebrecht 2, Keßler, Henning, Popp)
    12x Deutsche Meisterschaft (Odebrecht 5, Pohlers 3, Henning 2, Keßler 2)
    10x DFB-Pokal (Pohlers 5, Odebrecht 2, Popp 2, Wensing)
    3x Bundesliga-Torschützenkönigin (Pohlers)

    In 4 Jahren 16 Nationentitel und 32 Vereinstitel verpflichtet. Nur Frankfurt kann eine solche Bilanz toppen mit über 70 Titeln in 4 Jahren.

    Bei Turbine wurden in den letzten 4 Jahren insgesamt 43 Titel verpflichtet, u.a. aber mit dabei 8 bosnische Titel (Kulis), 4 mazedonische Titel (Andonova), 7 schottische Titel (Evans) und 1 belgischer Titel (Jaques).

    Turbine hat in den letzten 4 Jahren keine einzige Weltmeisterin, keine einzige Europameisterin und keine Champions League-Siegerin verpflichtet, die heute noch bei Turbine spielen (Bajramaj hatte hingegen schon alles, außer ihr hatte aber nur Schröder noch einen CL-Titel bereits gewonnen).

    Dagegen liest sich die Bilanz der CL-Sieger, Meistertitel und Europameistertitel und Weltmeistertitel, die von den Spielerinnen mit Potsdam errungen wurden bzw. unter Vertrag bei Potsdam, ganz anders.

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  • HaRatz sagt:

    Hannelore Ratzeburg hat sich bereits im SID-Beitrag zur Situation geäußert und die Schuld pauschal den handelnden Personen im Verein zugeschrieben.

    Auch Sindelfingen hat sich geäußert und würde im Falle eines Abstiegs von Bad Neuenahr in der FBL bleiben. Inwiefern sie das finanziell und personell stemmen können, ist fraglich. Hier der Artikel.

    http://www.reviersport.de/234102—frauenfussball-bundesligisten-kaempfen-finanzproblemen.html

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  • M. aus H. sagt:

    Derjenige der nicht arbeitet macht auch keine Fehler – deshalb können nur die handelnde Personen schuld sein.

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  • O. Christ sagt:

    „Frankfurt und Potsdam haben beide noch 5 Spielerinnen, die länger als 4 Jahre beim Verein sind […] Bei Bayern hast du 7 in der neuen Saison, darunter nicht wenige Stammspielerinnen. Bei Freiburg hast du zwar nur 3, […] Essen hat 6 Spielerinnen usw. Nahezu jede [sic!] Verein hat mehr.“ (Sheldon)

    Da komme ich bei Frankfurt und Potsdam auf 4 (von denen jeweils nicht alle zur Startelf gehören), also genauso viel wie Wolfsburg. Ebenso Essen (dein Kriterium war ja die nächste Saison, nicht diese). Jena etwa ähnlich, dann hast du mit dem Ausreißer Bayern recht, aber alle anderen Clubs haben weniger. Im Ergebnis liegt die Wolfsburger Zahl 4 also nicht (!) unter dem Schnitt der Bundesligisten. So ist die Fluktuation nun mal (fast) überall.

    Und bei den Titeln stellst du ja selbst fest, dass Frankfurt in den letzten vier Jahren wesentlich stärker aufgerüstet hat als Wolfsburg – mit gegenteiligem Ergebnis.

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  • sitac sagt:

    @ M. aus H.: „Derjenige der nicht arbeitet macht auch keine Fehler – deshalb können nur die handelnde Personen schuld sein.“

    Dazu eine kleine Korrektur, bzw. Ergänzung.

    Man kann natürlich auch durch Nicht-Handeln, durch Nichtstun schuldig werden. Im persönlichen Leben eines Jeden gibt es möglicherweise vereinzelt solche Stationen. Geschichtlich auf Völkerebene füllt dieser Tatbestand ganze Bücher.

    Und – Inhalt der Tragödie von der Antike bis heute – es gibt natürlich das „Schuldlos Schuldig-Werden“. Das heißt, das Schuldig-Werden ist unausweichlich, gegründet auf Schicksal, Götterfluch, etc.- je nach kulturellem Background.

    Aber Frau R. hat gesagt, dezidiert, Schuld sind die handelnden Personen.

    Hätte sie gesagt, die handelnden Personen sind schuldlos schuldig, hätte dies automatisch bedeutet, dass die Umstände, die Konstrukte, in die Alles eingebettet ist, auswegslos sind.

    So aber hat sie sich klar eindimensional positioniert: Schuld sind die handelnden Personen. Das heißt für mich im Klartext: Weitere Diskussionen überflüssig!

    Dies nur ein kleiner Ausflug in die Philosophie der Schuld. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    Okay, noch einmal Spielerinnen, die länger als 2009 im Verein sind, zum Mitschreiben:

    Bei Turbine Potsdam (5): Anna Sarholz (seit 2006 im Verein), Jenny Zietz (1999), Tabea Kemme (2005 im), Jenny Cramer (2008), Stefanie Draws (2006)

    Beim FFC Frankfurt (5): Saskia Bartusiak (2005), Kerstin Garefrekes (2004), Jasmin Herbert (2007), Svenja Huth (2007), Meike Weber (2004)

    Beim FC Bayern München (8): Clara Schöne (2006), Katharina Baunach (2006), Vanessa Bürki (2006), Katrin Hartmannsegger (2008), Sandra de Pol (2000), Carina Wenninger (2007), Sylvie Banecki (2006), Viktoria Schnaderbeck (2007)

    Beim SC Freiburg (5): Laura Benkarth (2008), Juliane Maier (2006), Lohmann (2008) sowie Ann-Kathrin Selz und Teresa Straub ohne Vorgängerverein (beide erst 1994 bzw. 1995 geboren)

    Bei Essen (4): Lisa Weiß (2007), Sabrina Dörpinghaus (2008), Sarah Freutel (2006), Caroline Hamann (2008)

    Bei Bad Neuenahr (3): Laura Störzel (2008), Lisa Umbach (2008), Maren Weingarz (2004)

    Bei Leverkusen (3): Audrey Knopp (2008), Lisa Schmitz (2008), Lisa Steinbach (2008)

    Bei Duisburg (5): Chiara Kirstein (2007), Gülhiye Cengiz (2006), Alice Hellfeier (2006), Jennifer Oster (2003), Christina Bellinghoven (2007)

    Bei Jena (7): Julia Arnold (2006), Christiane Gotte (2007), Elisa Müller (2006), Sabrina Schmutzler (2003), Lisa Seiler (2006), Sabine Treml (2008), Susann Utes (2008)

    In diesen Angaben fehlen noch die Spielerinnen, bei denen ich nicht ausreichend Nachweise für die Zeit seit 2009 gefunden habe, weil die Spielerinnen Jahrgang 1995 sind und damals 14 Jahre.

    Es zeigen sich aber ein interessanter Aspekt, der vielleicht das Geheimnis von Bayern und Jena sein könnte: Bei beiden Vereinen spielt das Gerüst schon 6, 7 Jahre zusammen. Die Mannschaft ist eingespielt, man kennt sich viel besser. Das könnte das Geheimnis dieser unglaublichen Konstanz der beiden Teams sein und gerade bei Jena das immer wieder rettende Element.

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  • Speedy75 sagt:

    Bevor wir uns nun in der Diskussion aufhängen welche Spielerin wie lange bei welchem Verein ist mal wieder zurück zum eigentlichen Thema.

    Neben dem Insolvenzantrag gibt es ja nun bisher folgende Abgänge, Maier, Schult und Celia. Wenn sich die Gerüchte mit Bell bestätigen ist auch noch der weg. Man darf also gespannt sein selbst wenn der SC 07 die Zukunft positiv gestalten sollte in Sachen Insolvenzantrag, wie die Ausrichtung der Mannschaft dann zukünftig sein wird.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    Die Ausrichtung der Fans ist jedenfalls klar, weswegen ich gerne folgenden Text der Celtics Bad Neuenahr hier teilen möchte:

    Einige Tage sind vergangen, der erste Schock verdaut.
    Vielen schwirrt momentan nur eine Frage durch den Kopf: Wie wird es mit unserem SC07 weitergehen? Zweifelsohne kann gesagt werden, dass es weitergehen wird. Wie, in welcher Liga, mit welchen Protagonisten, das sei dahingestellt. Momentan scheint die wahrscheinlichste Variante, dass wir einen Zwangsabstieg in die 2. Liga hinnehmen werden müssen.

    Was bedeutet das für uns Fans?
    Nun, zunächst müssen wir uns darauf einstellen, dass die erste Mannschaft in der kommenden Saison wohl ein völlig anderes Gesicht haben wird. Unsere drei Nationalspielerinnen haben den Verein bereits verlassen, was wir ihnen nicht vorwerfen wollen. Bei allen Dreien war mehr oder weniger schon lange klar, dass sie in der Sommerpause wechseln werden. Unklar ist, was mit etwaigen geplanten Neuzugängen passiert. Kommen diese auch, sollte es „nur“ in der 2. Liga weitergehen? Welche Abgänge müssen wir noch verkraften und bleibt zumindest ein kleiner Teil der aktuellen Stammspielerinnen? Wer wird der neue Trainer, nachdem wohl endgültig allen klar ist, dass Colin Bell in der kommenden Saison nicht mehr hier arbeiten wird?!

    All das sind Fragen, die wir Fans uns nicht selbst beantworten können und auf deren Lösung wir nur geringen Einfluss haben.

    Eine Frage jedoch kann sich jeder einzelne Fan selbst beantworten: Wie reagiere ich, sollte es in der kommenden Saison keinen Bundesligafußball mehr in Bad Neuenahr geben?

    Hier unsere Antwort: Wir werden weiterhin immer da sein, egal, was nun endgültig mit unserem geliebten SC07 passiert!
    Liebe kennt keine Liga! Egal, ob in der Bundesliga, in der 2. Liga, oder gar in der Regionalliga. Wir werden weitermachen wie bisher und alles dafür geben unseren SC07 mit all unseren Mitteln zu unterstützen!

    Und daher auch an alle anderen Fans eine große Bitte: Egal, wie die Zukunft des SC07 aussieht, lasst unseren geliebten Verein nicht hängen! Kommt weiterhin zu den Spielen, engagiert euch weiterhin ehrenamtlich. Wenn wir auch unseren Startplatz in der Bundesliga verlieren, unsere Identität als einer der traditionsreichsten Frauenfußballvereine des Landes werden wir nie verlieren!
    Wir sind uns nicht immer alle einig, aber wenn es um unseren Verein geht, dann sollte jeder auf seine Art sein möglichstes geben diesem zu helfen.

    Zu guter Letzt noch eine weitere bitte:

    Am kommenden Sonntag um 14:30 Uhr bestreitet unsere U17 ein Testspiel gegen die C-Junioren der JSG Urbar auf dem Kunstrasenplatz des Apollinarisstadions. Zeigt der Stadt Bad Neuenahr, den Sponsoren und allen Aktiven des Vereins, dass unser Verein nicht einfach so stirbt! Bitte, macht euch ALLE am kommenden Sonntag auf den Weg zu diesem Testspiel. Lasst uns alle zusammen ein Zeichen setzen für unseren Verein! Auch ihr, liebe Spielerinnen, Trainer und Betreuer der ersten und der zweiten Mannschaft. Auch Trainer, Betreuer und Spielerinnen der U15 und der U13. Auch ihr, liebe Eltern der Jugendspielerinnen. Wir alle zusammen machen den Sportclub 07 Bad Neuenahr aus, der 1969 zum ersten Mal eine Frauenfußballmannschaft auf den Platz schickte. Noch zu einer Zeit, in der Frauenfußball ausdrücklich vom DFB untersagt war, wurde in Bad Neuenahr bereits von Frauen Fußball gespielt. 1978 holte unser Verein den größten Titel seiner Geschichte, die deutsche Meisterschaft! Wir führen diese Tradition weiter, egal in welcher Liga und in welcher Form! Gemeinsam können wir am Sonntag durch unsere bloße Anwesenheit zeigen, was uns dieser Verein bedeutet.

    Verbreitet diesen Aufruf so gut es geht. Bringt eure Freunde mit zu diesem Spiel am Sonntag. Lasst uns gemeinsam zeigen, dass unsere große Liebe, die manche von uns seit Jahrzehnten verbindet nicht einfach so von der großen Frauenfußballbühne verschwindet!

    Wir hoffen am Sonntag viele Freunde bei diesem vermeidlich alltäglichen Testspiel zu sehen!

    Für immer Sportclub 07!

    Passend dazu der Facebook-Link zum obigen Text:

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  • M. aus H. sagt:

    @sitac
    Danke für die Einführung.
    Allerdings war mein Kommentar ironisch gemeint, da Frau Ratzeburg jegliche Schuld von sich weist, aber der DFB im Thema FF auch in der Schuld steht.

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  • O. Christ sagt:

    Um den statistischen Detaildisput mit Sheldon abzuschließen:
    Wenn wir vom Mannschafts-„Kader“, wie in seinem Ausgangspost, ausgehen, nicht vom Verein, entfallen aus seiner Aufzählung 17 Spielerinnen , die der 1. Mannschaft vor 2009 nicht angehört hatten. Außerdem ist er ja in seinem Ausgangspost von der nächsten Saison ausgegangen, daher sind nach aktuellen Transferlisten zusätzlich drei weitere Frauen abzuziehen. Somit liegt, vorbehaltlich weiterer Transfers, das arithmetische Mittel für die zehn nicht aus der ersten Bundesliga abgestiegenen Vereine bei unter drei, und WOB hat vier Spielerinnen schon so lange im Kader der 1. Mannschaft, also überdurchschnittlich (!) viele.

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  • Altwolf sagt:

    @O.Christ.Sheldon hat da eine ganz eigene Sichtweise wenn es um Bayern München geht.Habe das unter d. Blog BVC nochmal erörtert.

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  • Sheldon sagt:

    @O. Christ: Natürlich meine ich immer den ganzen Verein, zumal die Spielerinnen auch „springen“. Außerdem können in einem Verein wie Freiburg, dessen Durchschnittsalter bei 21,6 liegt, kaum Spielerinnen wirklich derartig lange 1. Mannschaft spielen, wie beispielsweise in Wolfsburg mit seinen 24,9 Jahren.

    Außerdem kenne ich nicht eine Spielerin, die den Verein verlassen wird, die ich oben aufgezählt habe. Bitte um Korrektur, falls das nicht stimmen sollte.

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  • sitac sagt:

    @M. aus H.: Ich musste auch erst mal lachen, als ich deine prägnante Formulierung las. Ich wollte nicht belehren, sondern nur meine Gedanken, ausgelöst durch deinen Kommentar, zusammenfassen. Kam wahrscheinlich missverständlich rüber. Selbstverständlich sehe auch ich in dem Statement von Frau R. ein gehörig Maß an Ausblendung und Verblendung seitens des DFB. War von mir als Quintessenz so gedacht.

    Etwas knapper hätte meine Antwort an dich, wie zuerst geplant, auch so aussehen können.
    @M. aus H.: 🙂 Danke!

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  • O. Christ sagt:

    Ach Sheldon, du hattest dich auf den Kader der 1. Mannschaft bezogen, und kannst jetzt nicht mit dem Verein ankommen, um deine Behauptung geradezubiegen. Für die Kontinuität des Mannschaftsgefüges spielt es ja keine Rolle, ob jemand einem anderem Team des gleichen Vereins oder einem anderen Verein angehört. Übrigens läge Wolfsburg selbst nach deiner neuen Berechnung im Durchschnitt, von einem vergleichsweise großen Kaderaustausch kann eine also keine Rede sein.
    Aus deiner Aufzählung wechseln nach derzeitigem Stand: Knopp (unbekanntes Ziel), Schoki Banecki (2. Mannschaft) und Bellinghoven (erneutes Karriereende).

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  • Sheldon sagt:

    @O.Christ: Quelle?

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  • O. Christ sagt:

    @Sheldon:
    Wechselbörsen bei Framba und Fansoccer. Im Falle Bellinghovens auch keine neue Info, sondern es fand am letzten Spieltag bereits eine Verabschiedung statt.

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