Bayern München verlängert mit Quartett

Von am 12. Mai 2013 – 21.33 Uhr 22 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München hat gleich mit vier Spielerinnen die Verträge verlängert.

Torhüterin Kathrin Längert erhielt genauso einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 wie ihre Teamkolleginnen Laura Feiersinger und Carina Wenninger. Sarah Romert unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2016.

Längert hofft auf künftige Erfolge
Längert erklärt: „Letztes Jahr mit dem Gewinn des DFB-Pokals haben wir gezeigt, dass sich konzentriertes und kontinuierlich gezieltes Arbeiten mit einer so jungen und hungrigen Mannschaft am Ende bezahlt macht. Um so mehr freue ich mich natürlich Teil des Ganzen sein zu dürfen und hoffe mit meiner Vertragsunterzeichnung dazu beitragen zu können, dass wir auch zukünftig Erfolge erzielen können.“

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Kathrin Längert

Kathrin Längert will mit den Bayern an die Spitze © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Spielerinnen sehen Luft nach oben
Und auch Romert freut sich auf die nächsten Jahre. „Ich habe mich in den letzten Jahren hier extrem weiter entwickelt. Aber da ist noch viel Luft nach oben. Ich fühle mich sportlich und privat sehr wohl in München.“ Carina Wenninger ergänzt: „Die sportliche Perspektive stimmt einfach beim FC Bayern. Ich glaube, dass wir mit dieser Mannschaft noch viel erreichen können.“ Und Laura Feiersinger gibt die Devise aus: „Wir wollen noch näher an die Spitzenteams heranrücken. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen, daher verlängere ich gerne!“

Weg an die Spitze weiter ins Visier nehmen
Managerin Karin Danner meint: „Unser Konzept der nächsten Jahre hat unsere Spielerinnen überzeugt, weiterhin für den FC Bayern zu spielen. Wir sind sehr froh und stolz, diese wichtigen Personalien nun unter Dach und Fach zu haben.“ Und sie ergänzt: „Der Weg an die Spitze wird weiter ins Visier genommen, wir sind noch nicht am Ende unserer Kaderplanung. Um in der neuen Saison, gegenüber den Spitzenteams, konkurrenzfähig zu bleiben, wird sicherlich noch die ein oder andere Neuverpflichtung folgen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Big Points auf dem Transfermarkt. Alle vier sind über die Saison hinweg Stabilisatoren gewesen, sehr wichtig für das Team, weil sie zum absoluten Stamm des Teams gehörten (4 von 9 Spielerinnen, die kontinuierlich in der Startelf standen, Romert und Wenninger wurden sogar in allen Spielen eingesetzt). Sehr gut, dass man solche wichtigen Spielerinnen halten konnte, das zeigt, dass das Vertrauen in die Nachhaltigkeit und in den Erfolg des Konzeptes bei den Spielerinnen vorhanden ist.

    Dazu kommt, dass alle noch recht jung sind (Wenninger 22, Romert 18, Feiersinger 20), sodass man auch die Zukunft auf diese Spielerinnen aufbauen kann.
    Dieses Bekenntnis wird für weitere Verpflichtungen sehr von Vorteil sein. Weiter so, Bayern 🙂

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  • hapl27 sagt:

    Glückwunsch FCB!

    Das sind sehr klare Signale! Grade Romert ist ein Riesentalent und wird sich sicher unter Wörle noch weiter verbessern. Ich freue mich auf die neue Saison. Wenn es Wörle schafft noch etwas mehr Konstanz ins Team zu bringen, haben wir in der Saison nicht 3 Topteams sonder 4! Ich glaube dran!

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  • Sheldon sagt:

    Frage: Wo spielt Romert eigentlich genau? Doppel-6 oder Abwehr?

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  • waiiy sagt:

    Für mich ist Längert die wichtigste Spielerin in der jungen und internationalen Mannschaft von München. Sie hält den Laden zusammen und bestimmt den Takt in der Mannschaft. Sie ist für mich eine der beiden besten Torhüterinnen in Deutschland, weil sie nicht nur halten kann, sondern darüber hinaus das Spiel prägt und der Mannschaft immer wieder die richtigen Signale gibt. Sie hat Persönlichkeit (wenn ich sie auch für genau ihr Auftreten verfluche, wenn sie in Potsdam spielt, aber sie tut eben genau das Richtige für ihr Team). Glückwunsch zu ihrer Verlängerung in München!

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  • ente-lippens1962 sagt:

    Waiiy=Stimme deinem Kommentar in allem zu,gut geschrieben.

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  • Detlef sagt:

    Ich hatte eigentlich die Bayern-Ladies schon in dieser Saison ganz weit vorn vermutet!!!
    Aber vielleicht fehlte diesem jungen Team einfach noch etwas Erfahrung, um über die ganze Saison auf diesem hohen Niveau zu agieren, wie sie es gegen die Top-Teams zeigten!!!

    Diese 4 Vertragsverlängerungen, plus die Top-Verpflichtung einer Leonie Maier werden wichtige Bausteine sein, um in der nächsten Saison die Spitze der BuLi zu erklimmen!!!

    @Waiiy,
    Auch ich stimme Dir vollkommen zu!!!
    Kathrin Längert ist für mich im Moment die beste deutsche Torfrau, Punkt aus!!!

    Sie ist eine echte Leaderin auf dem Platz und auch daneben, die auch mal die ungeschminkte Wahrheit sagen kann!!!
    Und genau das ist auch das Problem, zumindest für den DFB!!!
    Deshalb hat sie von allen DFB-Torhüterinnen das wohl schlechteste Standing bei den Bundesgöttinnen, denn andere Keeperinnen sind da sicher viel „pflegeleichter“!!!

    Aber genau solche Typen bräuchte die arg weichgespülte DFB-Elf viel mehr, wie früher eine ARI HINGST oder eine CONNY POHLERS oder eine Inka Grings!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Frage: Wo spielt Romert eigentlich genau? Doppel-6 oder Abwehr?“

    Beim FC Bayern in der „Doppel-6“, in der U19-Natio in der Innenverteidigung.

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  • Jennifer sagt:

    @waiiy: totale Zustimmung!

    Genau deswegen ist es für mich immer so super unverständlich, dass eine Kathrin Längert nicht als Torhüterin nominiert wird. Wenn Nadine Angerer zurück tritt bzw. ihre Leistung nicht mehr bringt dann soll m.M. Kathrin Längert ihre Nachfolgerin werden.

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  • Speedy75 sagt:

    @Jennifer
    Das verstehen einige nicht aber Detlef hat hierfür eine meiner Ansicht nach gute Erklärung geliefert. Die würde im übrigen auch auf Sarholz passen denn auch sie hat dieses „Gen“ das Längert ebenfalls hat.

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  • waiiy sagt:

    @Speedy: Ja, ich finde ich die Eine in der Anderen wieder.

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  • Altwolf sagt:

    K.Längert hat, wie noch mehr auch A.Vetterlein, das Handicap mit 175 cm Körpergröße nicht das wohl erforderliche Maß für die Idealvorstellung einer deutschen Torhüterin zu haben.Ich vermute deshalb ist auch A.Schult(180 cm) für S.Neid die Nachfolgerin von N.Angerer. Hier könnte für mich auch die Erklärung der Vorabkündigung des Vertrages bei Bad Neuenahr liegen, mit der Neid`schen Empfehlung bei einem Top-Club anzuheuern, um sich weiterzuentwickeln und nur dann auch die Nummer 1 werden zu können.In diesem Zusammenhang hat mich der Kommentator des dfbtv mit seinen Vermutungen und Kicker-Zitaten dazu ziemlich genervt.

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  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „K.Längert hat, wie noch mehr auch A.Vetterlein, das Handicap mit 175 cm Körpergröße nicht das wohl erforderliche Maß für die Idealvorstellung einer deutschen Torhüterin zu haben.“

    Für Vetterlein (169 cm) mag das vielleicht noch stimmen, aber Längert ist genau so groß wie Angerer. Das kann also nicht der Grund sein!
    Außerdem ist die Körpergröße nicht der ausschlaggebende Faktor. Sagt jedenfalls Silke Rottenberg, beim DFB als Torwarttrainerin für die Nachwuchsteams zuständig: „Das ist nicht meine Philosophie. Mir ist wichtig, dass meine Torhüterin weiß, warum sie die Handschuhe anhat. Wenn ich nur eine großgewachsene Torhüterin habe, dann reicht das vielleicht noch in der U-15. Aber das wird sich relativ schnell verflüchtigen. In späteren Jahrgängen sind neben einer körperlichen Robustheit vor allem Athletik, Beweglichkeit, Geschmeidigkeit und Schnelligkeit enorm wichtig.“

    http://de.fifa.com/tournaments/archive/u17womensworldcup/azerbaijan2012/news/newsid=1748147/index.html

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,

    […]

    Wenn es in der FF-BuLi eine Torhüterin gibt, die ganz genau weiß warum sie die Handschuhe an hat, dann ist es Kathrin Längert!!!
    Die ist immer höchst motiviert, egal ob sie gegen Gütersloh, gegen Potsdam, oder gegen Lyon spielen muß!!!

    Bei NATZE bin ich mir da zB gar nicht mehr so sicher!!!
    Für sie ist es wohl (gerade in der Natio) eher eine Art Gewohnheitsrecht!!!
    Also mit der Motivationsschiene muß ROTTI da nicht kommen!!!

    Und es ist für eine Torhüterin auch nicht immer von Vorteil, wenn sie so groß gewachsen ist!!!
    Oft leidet dann ihre Beweglichkeit darunter, und sie braucht zB bei Flachschüssen entscheidende Millisekunden länger um unten zu sein als eine etwas kleinere Torfrau!!!

    Almuth Schult ist hier eine positive Ausnahme!!!
    Trotz ihrer Länge ist sie enorm beweglich und hat starke Reflexe!!!
    Dies zeigt sich nirgens besser als in der Halle!!!
    Dort kann sie auch ihre Probleme beim rechtzeitigen Herauslaufen, und bei hohen Bällen sehr gut kaschieren!!!

    Ein positives Beispiel für eine sehr kleine Torfrau ist die italienische Nationaltorhüterin Picarelli!!!
    Sie ist enorm schnell, und verfügt über eine starke Sprungkraft, sodaß sie wie ein Gummiball durch ihren 5m-Raum hüpft!!!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Spielerfrau sagt:

    Hm, merkwürdig, ich hätte Kathrin Längert gleich groß eingeschätzt – meiner Beobachtung nach arbeitet sie eher in die „Höhe“.

    Die Längert-Bilanz ist mit 24 Treffern im eigenen Kasten fast gleichauf wie mit Natze/Desi (26) und liegt vor Schult (29).

    Bedauernswert, wenn der Club DER ausschlaggebende Faktor bei der Nominierung für die Natio wäre. Nach der Logik müsste sie prompt nach Frankfurt wechseln.

    Eventuell ist es aber als Torfrau strategisch sogar besser, bei einem Club im guten Mittelfeld zu arbeiten, hat frau doch mehr „zu tun“.

    Ein ehrlicher Wettstreit um Platz 1 von Längert, Desi und Schulth (und Felix!) wäre doch wünschenswert – warum werden da keine Signale gesetzt?

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  • enthusio sagt:

    @Spielerfrau
    Du hast Lisa Weiß und Laura Benkarth bei Deiner Aufzählung vergessen, man sollte auch Vetterlein nicht aus den Augen verlieren. Sarholz muß sich ohnehin erst mal wieder bei Potsdam als Nr. 1 (gegen die noch unbekannte Nachfolgerin von Alyssa Naeher) durchsetzen, Schumann sich erst mal bei Frankfurt bewähren.

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  • speedy75 sagt:

    Womit wir wieder beim Punkt wären dass es in Deutschland viele gute Torhüterinnen gibt, nur einige davon haben eben diese besondere „Gen“ in sich.

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  • Sheldon sagt:

    Generell muss man sagen, dass Längert vielleicht noch die Konstanz auf hohem Niveau fehlt. Da ist es wirklich ein echtes Problem, wenn jedes Jahr nur zwei Teams in der CL spielen, und dann von diesen beiden Mannschaften eine bald wieder Stammtorhüterin konsequent ignoriert wird.
    So hat nur eine (und zwar Alisa Vetterlein) zur Zeit die Gelegenheit, regelmäßig in einer Saison mehrere Spiele gegen Top-Mannschaften zu bestreiten.

    Das könnte auch der Grund sein, wieso Angerer in letzter Zeit solche Aussetzer hatte. Frankfurt hat in den letzten 4 Jahren nur in einem Jahr CL gespielt, das wirkt sich gerade bei Torhüterinnen halt aus, wenn sie kaum und vor allem nicht konstant gefordert werden.

    Es wäre wichtig, den Torhüterinnen die Möglichkeit zu geben, mehr Spiele und vor allem mehr Spiele auf hohem Niveau zu bestreiten.

    Beispielsweise eine Playoff-Runde am Ende der Bundesliga wäre dort hilfreich, wo dann nur die Besten auf die Besten treffen.
    Das wäre dann ein Belastungstest, der gerade für die Nationalspielerinnen, aber vor allem auch für die Torhüterinnen von immenser Wichtigkeit wäre.

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  • Spielerfrau sagt:

    @enthusio,

    richtig – Felix sehe ich eher langfristig, sie war ja lange verletzt. Allerdings scheint es hier auch … Mauern bei einer so grandiosen Torpersönlichkeit zu geben?

    Es gibt ja immer nur eine Nummer 1, der Konkurrenzkampf ist hart – aber den sehe ich gerade nicht, obwohl in den letzten Jahren keine größeren Turniere gespielt werden konnten.

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  • Spielerfrau sagt:

    @ speedy, wie würdest du dieses „Gen“ beschreiben?

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  • Speedy75 sagt:

    @Spielerfrau
    Na so direkt beschreiben da tut man sich mit schwer, es liegt in der Persönlichkeit, der Möglichkeit ein Spiel prägen zu können, als Impuslgeberin für die Mannschaft zu dienen und eben immer dieses unbändige Gewinnertypus. waiiy und Detlef haben das weiter oben ja schon mal erwähnt.

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  • Altwolf sagt:

    Die Spielpraxis gegen wirklich starke Gegner ist sicherlich eine Vorraussetzung sich als Torfrau steigern zu können.Allerdings braucht man, um sich ständig weiter zu entwickeln, auch im Verein e.guten Torwarttrainer und noch wichtiger eine starke Nr.2, die genügend Druck auf d.Nr.1 macht.Ich fand z.B.daß J.Burmeister im Spiel gegen Turbine eine gute Leistung gezeigt hat u.R.Kellermann mal vor nicht allzu langer Zeit gesagt hat, er sehe A.Vetterlein u.J.Burmeister inzwischen auf Augenhöhe.Wenn man also mal den Kicker-Spekulationen über A.Schult folgen würde,hätte WOB mit A.Schult dann 4.rel.gute Torfrauen,die sich Konkurenz machen könnten,wobei dann wohl J.Burmeister u.M.Frohms in d.2.Buli spielen würden u.A.Vetterlein u.A.Schult sich um d.1.Liga streiten könnten. Hmmh, ob das gut ist?

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  • Spielerfrau sagt:

    @ speedy,

    schöne Charakterisierung.

    In den Spielen der Top-Mannschaften gegen die Fast-Absteiger immer interessant zu beobachten – die Torfrau, die verzweifelt 4 oder mehr Tore reingedonnert bekommt, dabei aber auch mal 40 hält. DAS sind für mich die wahren Größen. Angesichts der Ligaunterschiede innerhalb der Liga ein sich wiederholendes Spiel. Und ich glaube, daran wächst gerade eine Torfrau mehr als in einem „Superverein“.

    Die Logik „Topverein = Natio“ erschließt sich mir nur in Verbindung mit CL-Quali.

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