Wolfsburg muss Titelfeier verschieben

Von am 28. April 2013 – 17.53 Uhr 44 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat durch eine Niederlage beim 1. FFC Frankfurt die Chance verpasst, sich vorzeitig den deutschen Meistertitel zu sichern.

Vor  3 240 Zuschauern im Stadion am Brentanobad vertagten die Frankfurterinnen durch einen überzeugenden 2:0 (1:0)-Sieg gegen die Niedersachsen nicht nur die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft, sondern landeten auch einen wichtigen Dreier im Kampf um einen Startplatz in der UEFA Women’s Champions League.

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Zwei Standards sorgen für Entscheidung
Ein Kopfballtor von Kerstin Garefrekes nach Ecke von Dzsenifer Marozsán (15.) und ein Treffer von Saskia Bartusiak nach Ecke von Melanie Behringer (50.) sorgten für den dritten Frankfurter Sieg binnen einer Woche und untermauerten den Aufwärtstrend des Teams seit der Übernahme von Interimstrainer Sascha Glass.

Kompakt und bissig
Dabei waren die Frankfurter Spielerinnen gegenüber den Spielen in Freiburg und Jena kaum wiederzuerkennen, jede einzelne Spielerin kniete sich von Beginn an die Partie und ging bissig in die Zweikämpfe. Das Team hatte allerdings auch Glück, dass Wolfsburgs Mittelfeldspielerin Anna Blässe bei einem der wenigen gelungenen Wolfsburger Vorstöße nur die Latte traf (8.).

Pohlers trifft Pfosten
Und auch bei einem Schuss von Conny Pohlers nach tollem Pass von Lena Goeßling stand der Pfosten im Weg (31.). Frankfurts Torhüterin Nadine Angerer und Svenja Huth prallten beim Abwehrversuch mit den Köpfen gegeneinander und konnten erst nach zehnminütiger Behandlungspause weiterspielen.

Spielszene Frankfurt gegen Potsdam

Der VfL Wolfsburg kam in Frankfurt nie richtig in die Partie © Nora Kruse / ff-archiv.de

Frankfurt dominiert
Doch abgesehen von den beiden Aluminiumtreffern hatten die Frankfurterinnen das Spiel gut im Griff, allein Kerstin Garefrekes hatte weitere gute Torchancen, etwa bei einem Schuss in der Anfangsphase (9.) oder auch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2).

Vetterlein auf der Hut
In der zweiten Halbzeit stand Frankfurt sogar noch kompakter und machte die Räume immer enger, Dzsenifer Marozsán hätte beinahe Gäste-Torhüterin Alisa Vetterlein mit einem Heber aus fast 40 Metern überrascht, doch die war auf der Hut (49.).

Mentale Spritzigkeit fehlt
Wolfsburg versuchte sich zwar noch einmal in die Partie zurück zu kämpfen, doch insgesamt wirkte die Elf von Trainer Ralf Kellermann mental ein wenig ausgelaugt und nicht immer gedankenschnell. Frankfurt verkürzte den Abstand auf den Spitzenreiter auf drei Punkte, hat aber bereits ein Spiel mehr ausgetragen.

Zweikampfstärke als Schlüssel zum Erfolg
Glass meinte nach der Partie: „Ich finde es klasse, wie sich die Mannschaft in den letzten drei Spielen herausgearbeitet hat. Wir haben zum zweiten Mal gegen ein Spitzenteam zu Null gespielt. Wir hatten in der Anfangsphase ein wenig Glück, aber man hat der Mannschaft angesehen, dass sie es will. Wir waren einen Tick präsenter in den Zweikämpfen. Ein Kompliment an die ganze Mannschaft.“

Kellermann: „Heute sollte es einfach nicht sein“
Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „Wir hatten uns viel vorgenommen und waren überzeugt, dass wir hier Deutscher Meister werden können. Aus dem Spiel haben wir nur wenig zugelassen, doch nach dem zweiten Gegentreffer gingen die Köpfe etwas nach unten. Unterm Strich sollte es heute einfach nicht sein, wir waren zu fahrlässig mit unseren Torchancen.“

Genoveva Anonma

Genoveva Anonma traf doppelt gegen Leverkusen © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Anonma trifft doppelt
Der 1. FFC Turbine Potsdam kam zu einem 3:0 (1:0)-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen. Yuki Ogimi gelang kurz vor der Pause der Führungstreffer (42.), ehe Genoveva Anonma mit zwei Treffern im zweiten Durchgang (71., 85.) das Ergebnis in die Höhe schraubte.

Bayern landet Auswärtssieg
Der FC Bayern München feierte einen 3:0 (2:0)-Auswärtssieg beim SC Freiburg. Zwei Tore von Stürmerin Lena Lotzen (8., 19.) sowie ein Eigentor von Freiburgs Kapitänin Caroline Abbé (75.) bescherten den Münchnerinnen eines ihrer seltene Erfolgserlebnisse in der Fremde.

Sindelfingen de facto abgestiegen
Der VfL Sindelfingen unterlag auf eigenem Platz gegen den FF USV Jena mit 1:2 (1:2) und ist damit de facto abgestiegen, da das Team zwar nach Punkten den Tabellenzehnten FCR 2001 Duisburg noch einholen könnte, aber ein um 40 Tore schlechteres Torverhältnis hat. Die beiden neuseeländischen Nationalspielerinnen Amber Hearn (13.) und Ria Percival (42.) erzielten die Treffer für die Gäste, Nicole Loipersberger (23.) hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen.

Heimniederlagen für Gütersloh und Duisburg
Trotz einer 1:0-Halbzeitführung musste sich der FSV Gütersloh 2009 am Ende mit 1:2 gegen die SGS Essen geschlagen geben. Marion Gröbner gelang zwar die Führung (30.), doch Emma Mitchell (63.) und Isabelle Wolf (75.) drehten in der zweiten Halbzeit die Partie für die Gäste. Auch der FCR 2001 Duisburg musste sich auf eigenem Platz mit 0:2 (0:2) gegen den SC 07 Bad Neuenahr geschlagen geben, Laura Störzel (6.) und Célia Okoyino da Mbabi (36.) erzielten bereits vor der Pause die Treffer.

Ergebnisse und Tabelle

VfL Sindelfingen FF USV Jena 1:2 (1:2)
1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 2:0 (1:0)
1. FFC Turbine Potsdam Bayer 04 Leverkusen 3:0 (1:0)
SC Freiburg FC Bayern München 0:3 (0:2)
FCR 2001 Duisburg SC 07 Bad Neuenahr 0:2 (0:2)
FSV Gütersloh 2009 SGS Essen 1:2 (1:0)
Rang Verein Spiele Torverhältnis Punkte
1. VfL Wolfsburg 19 63:13 47
2. 1. FFC Frankfurt 20 50:24 44
3. 1. FFC Turbine Potsdam 19 60:16 40
4. FC Bayern München 19 41:18 36
5. SC Freiburg 20 30:29 28
6. SC 07 Bad Neuenahr 19 23:23 27
7. SGS Essen 19 22:26 26
8. Bayer 04 Leverkusen 19 25:34 22
9. FF USV Jena 19 18:37 22
10. FCR 2001 Duisburg 20 31:43 20
11. VfL Sindelfingen 19 11:63 11
12. FSV Gütersloh 2009 20 19:67 7

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

44 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Wow! Ich nehme alles zurück, was ich nach dem Potsdam-Spiel gesagt habe. Das war ein absolutes Topspiel, jedenfalls was die zweite Halbzeit betrifft (konnte die erste Halbzeit leider nicht sehen).

    Diesen Glass darf Frankfurt nicht so schnell wieder hergeben. Der ist goldwert. Was der aus diesem Kader gemacht hat, ist wirklich grandios – und das in nur zwei Wochen!

    Allen voran ist es ihm gelungen, Marozsan zu befreien. Die war wirklich überall zu finden und hat wunderbar mit der Sturmreihe Crno – Ando – Garefrekes harmoniert.
    Aber auch Behringer auf der „6“ wird immer besser als klassischer Zerstörer, sie hält Kulig den Rücken frei.

    In der Abwehr muss man Huth ganz klar hervorheben. Sie hat sich angeboten für die RV-Position in der N11, so wie sie gespielt hat. Das war sehr, sehr stark, sowohl hinten als auch immer wieder nach vorne. Was sie auch an Metern abgespult hat, unglaublich!

    Alles in allem hat heute Frankfurt meisterlich gespielt. Die werden nächste Saison wieder eine ganz große Nummer.

    Auf der anderen Seite scheint es Wolfsburg tatsächlich noch verspielen zu können. Ein Unentschieden am Mittwoch gegen Leverkusen, eine Niederlage in Potsdam und die Situation vor dem letzten Spieltag sähe wie folgt aus:

    Wolfsburg – Bad Neuenahr
    Gütersloh – Potsdam
    Frankfurt – Bayern

    1. Wolfsburg 48/+49
    2. Frankfurt 47/+29
    3. Potsdam 46/+50

    Dann wäre man in der Situation, mit einem Unentschieden gegen Bad Neuenahr noch die CL verspielen zu können, denn Potsdam wird sein Spiel voraussichtlich gewinnen.
    Frankfurt würde dann zu Hause Meister werden. Es ist also noch absolut nichts entschieden. Wolfsburg darf nicht mehr ins Straucheln kommen, sonst würde man am Ende noch von beiden Mannschaften abgefangen werden. Oder Potsdam würde bei einer Niederlage Frankfurts wieder Meister werden, was schon ziemlich erstaunlich wäre. Würde etwas an 2009 erinnern, wo sie den Bayern auf der Zielgerade die Meisterschaft noch wegschnappten.

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  • Homer-Simpson sagt:

    Für einen deutschen Meister war das aber heute Mittag ein bisserl wenig, oder?

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  • waiiy sagt:

    Frankfurt ist eindeutig im Aufwind und hat Ordnung ins Spiel bekommen. Aber Wolfsburg wird sich das nicht mehr nehmen lassen. Sie werden auf jeden Fall 3 Punkte gegen Bad Neuenahr mitnehmen und auch in Leverkusen nicht leer ausgehen. Damit reicht es schon für die Meisterschaft.

    Nach dem Sieg von Frankfurt ist Potsdam jetzt dazu verdammt, gegen Wolfsburg zu gewinnen, um noch eine Minimalchance auf Platz 2 zu haben, falls Frankfurt gegen München strauchelt. Aber das ist nicht so einfach, wie die Ergebnisse des Spieltags vermuten lassen. Bis zum 2:0 war es in Potsdam ein hartes Stück Arbeit und die Meister spielte bei weitem nicht gut. Erst als sich die Mädels um Isy Kerschowski dann danach auf Schadensbegrenzung bemühten, war es dann etwas lockerer. Aber ich sehe ehrlicherweise nicht alle 3 Punkte in Potsdam bleiben, wenn Wolfsburg kommt.

    Von daher ist der Einlauf Wolfsburg vor Frankfurt und Potsdam für mich der wahrscheinlichste. Meine Hoffnungen (aus Potsdamer Sicht) liegen dabei ein wenig auf München…

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  • be sagt:

    Das Spiel in Potsdam war heute wieder zum Davonlaufen. Fehlpässe en Masse, häufig den Ball verloren, selten anspielbare Spielerinnen, außer die Treffer auch fast keine klare Torchance (auf beiden Seiten), Potsdam hat geradezu um einen Gegentreffer gebettelt. Ich fand es bezeichnend, dass Kemme da erst noch nach vorn kommen musste Ende der ersten Halbzeit, damit überhaupt mal was brenzlich wurde im gegnerischen Strafraum. Vielleicht wäre es ja mal eine Option, Kemme wieder ins Mittelfeld zu holen und Hanebeck dafür rauszunehmen?

    Was bringt es, den Ball im Sturm bei der Annahme erst einmal zu stoppen und sich dann umzuschauen wo eigentlich das Tor ist und wieviele Gegenspielerinnen so um einen herum sind? Klar, dass der dann gleich wieder weg ist. Zur Not kann man ruhig auch mal aus der zweiten Reihe zu schießen versuchen, dabei spreche ich ganz bewusst Hanebeck an.

    Andrines Ecken fand ich etwas kurz, und bei Offensivaktionen klebte sie mehr an der Mittellinie, als sich über außen anzubieten. Weniger die fehlenden Pässe nach vorne sehe ich als größtes Problem an, sondern dass im Sturm einfach keine Anspielstationen sind. Es läuft doch kaum wer mit, nicht mal Anspielstationen aus der zweiten Reihe!

    Die Schirileistung fand ich heute nicht berauschend, wobei die nicht gegebenen „Abseits“-Treffer ohnehin zu viel gewesen wären. Selbst das 3:0 wurde dem tatsächlichen Spielverlauf nicht gerecht; 1:0 oder gar Unentschieden hätte eher gepasst. Hartmuts „Na endlich!“ beim ersten Treffer kam nicht von ungefähr. Gegen Essen hätte man es heute auch nicht gepackt.

    Schön fand ich, dass Elsig tatsächlich im Kader stand und sogar ein paar Minuten spielen durfte. Für eine Bewertung war der Einsatz aber zu kurz.

    Wie auch immer, aus Potsdamer Sicht sehe ich für kommenden Sonntag schwarz, auch wenn Wolfsburg derzeit einen leichten Hänger zu haben scheint.

    Gegen Sindelfingen böte sich vielleicht an, die Aufstellung mal stärker zu verändern, zumal das Torverhältnis nicht mehr entscheidend sein dürfte. Allein mir fehlt der Glaube.

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  • Altwolf sagt:

    GW an d.1.FFC, der heute eine sehr gute Partie gespielt hat u.sich im Vergleich zum Turbine-Spiel nochmals steigern konnte.Das man mit 2 Standard-Situationen gewinnt ist natürlich auch e.bischen glücklich, wobei der Kopfball v. K.Garefrekes perfekt war u.dann nicht mehr zu verhindern war. Beim 2. stand L.Gößling leider nicht nah genug am Pfosten,sonst hätte Bartusiak sie wohl angeschossen.Leider konnte man den Wölfinnen anmerken,daß ihnen die Frische heute fehlte,was zu vielen unnötigen Ballverlusten u.Fehlpässen führte u.insbes.V.Odebrecht keinen Zugriff auf d.Spiel fand,so daß dann Frankfurts Mittelfeld mehr Druck ausüben konnte.Entsprechend wurden dann auch die guten Torchancen auch nicht zu Ende gespielt, bzw. zu früh mit unpräzisen Schüssen abgeschlossen.So konnte man erkennen, daß keine der Wölfinnen heute überragend agierte, während ich beim 1.FFC in erster Linie S.Huth, dann Z.Maroszan u.K.Garefrekes wegen ihrer herausragenden Leistung e.Kompliment machen möchte.
    Heute war halt so ein Tag,wo du auch noch 1 Std. spielen kannst ohne d.Tor zu machen.
    Nun gut, wenn Frankfurt uns nicht feiern wollte,dann versuchen wir es halt woanders und wenn es dann erst beim Heimspiel in WOB ist, um so emotionaler.
    Aber ich muß mich doch darüber wundern, wie schnell man erst Frankfurt niedergemacht hat und jetzt wieder alles super ist. Der 1.FFC spielt jetzt das, was man eigentlich in der ganzen Saison erwartet hatte und das wäre dann meisterlich und nicht nur in e.Spiel wie heute.Ich kann meinen Wölfinnen trotz der Niederlage, die natürlich im ersten Moment alle Fans und auch Spielerinnen enttäuscht hat, nur Bewunderung aussprechen, wie sie sich bei den vielen englischen Wochen bravurös schlagen.

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  • H2O sagt:

    Glückwunsch nach Frankfurt 🙂

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  • Michele sagt:

    Warum wurde Odebrecht schon nach einer Stunde ausgewechselt? Schlecht oder verletzt? Ich habe das Spiel nicht gesehen, deshalb frage ich!

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  • hapl27 sagt:

    Glückwunsch an Frankfurt. Das war heute eine überzeugende Teamleistunng. Jede ist für die andere gerannt und hat für die andere gekämpft. So hätte es von Beginn der Saison laufen müssen, aber nunja, so „rettet“ man wohl voraussichtlich den Cl-Platz.
    Herausragend fand ich heute Dzsenifer Marosszan und Svenja Huth. Bei Maroszan durfte ja allen hinlänglich bekannt sein was für eine geniale Technikerin sie ist, aber auch heute hat sie das wieder auf den Platz gebracht. Toll, wie sie den Ball behandelt und auf der größe eines Stecknadelkopfes zwei Spielerinnen gleichzeitg austanzt. Ich hoffe, sie bleibt fit und kann die jetzige Form mit zur EM nehmen.
    Svenja Huth dagegen überrascht mich mit ihren tollen Spielen auf der RV Position. Ich habe sie nie so stark gesehen und gehörte zu denen, die ihre Nationalmannschaftsnominierungen nicht nachvollziehen konnte. Aber heute war es überragend wie sie gegen Alex Popp gespielt hat und auch trotz ihrer Gesichtsverletzung keinen Zweikampf gescheut hat. Und zudem war sie sich zu keiner Minute zu schade, mit nach vorne zu spielen und Druck über die Außenbahn auszuüben. Mit ihr und Leo Maier wachsen da zweit tolle Außenverteidigerinnen heran.
    Dazu scheinen Melanie Behringer und Kim Kulig immer mehr ihre alte Form wiederzufinden. Es scheint, als ob Herr Glass in Frankfurt einiges richtig macht. Ich würde Sidi empfehlen ganz genau zu überlegen, ob man mit Herrn Glass nicht doch auch vielleicht in die neue Saison startet.
    Zum VFL, heute hat es nicht zur Meisterschaft gereicht. Aber sie werden die Früchte ihrer Arbeit ernten und am Ende dann auch hochverdient deutscher Meister werden.

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  • noworever sagt:

    eine nochmalige leistungssteigerung von frankfurt gegenüber dem potsdam spiel.
    schon erstaunlich, wenn man bedenkt welch lahmer, uninspririerter kick das noch vor dem trainerwechsel war.
    die spielerinnen scheinen wie verwandelt – auf einmal ist viel leidenschaft und begeisterung in ihrem spiel – eigenschaften, die bis vor kurzem noch völlig fehl am&auf dem platz schienen.
    svenja huth ist hier nur ein beispiel – macht richtig spass ihr mitzuzusehen, wenn sie den kleinen turbo einschaltet! … egal, ob sie schon mal ausge-knocked für 10min am boden lag, oder, ob es in die letzten minuten geht. – wirklich beeindruckend!

    und trotzdem … ist es seltsam, dass die spielerinnen diesen so notwendigen trainerwechsel nach wie vor bedauern und für diesen ungewöhnlichen spielerischen leistungswandel für nicht verantwortlich halten (melanie behringer im dfb.tv interview nach dem spiel gegen potsdam, als auch heute, vor allem saskia bartusiak).
    laut der missmutigen gesichtsmimik saskia bartusiaks ist die mannschaft die ganze saison schon als “mannschaft aufgetreten”(wie z.b. auch “in freiburg”) und die neue welle der begeisterung einfach nur den leistungen des herrn dahrms geschuldet … früchte, die halt jetzt erst zum reifeprozess gekommen sind.
    da spricht (immer noch) eine menge verbitterung und eine völlig verblendete einschätzung der tatsachen.

    ein sigi dietrich mag ja für so einige diskussionswürdige entscheidungen verantwortlich sein – hier jedoch hat er auf jeden fall ein äußerst glückliches händchen bewiesen.
    wer dies nach dem furiosem ablauf dieser vergangenen englischen woche immer noch verleugnet, hat, aus welchen gründen auch immer … “simply lost touch with reality”.

    der interimstrainer muss sich bei solchen, geradezu starrsinnigen aussagen auch nicht gerade geschmeichelt vorkommen.

    ist das nun eine verkehrte (fußball)welt … in der, spielerinnen sich erst dann zu einer wirklich ansprechenden, erfolgreichen leistung durchringen … wenn sie ihren trainer, mit dem sie so gut ‘harmonieren’ … entzogen bekommen?
    … oder einfach nur eine alte fußballerweisheit? 😉

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  • Altwolf sagt:

    @Michele.Nach meiner Einschätzung hatte sie keinen guten Tag bzw.keinen Zugriff auf das Spiel.Dann wollte R.Kellermann mehr Druck nach vorn haben u.hat deshalb I.Hartmann für L.Gößling in d.IV genommen u.Lena dann die 6-er Position von V.Odebrecht einnehmen lassen.Ob dazu noch irgendwelche gesundheitlichen Gründe vorlagen entzieht sich meiner Kenntnis.

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  • Jennifer sagt:

    @Michele: Du kannst das Spiel in voller Länge auf DFB-TV sehen.

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  • Michele sagt:

    @Jennifer

    Danke für deine Antwort, aber wenn ich es könnte, hätte ich nicht gefragt! Geht bei mir leider nicht!

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  • Detlef sagt:

    be schrieb;
    „Die Schirileistung fand ich heute nicht berauschend, wobei die nicht gegebenen “Abseits”-Treffer ohnehin zu viel gewesen wären. Selbst das 3:0 wurde dem tatsächlichen Spielverlauf nicht gerecht; 1:0 oder gar Unentschieden hätte eher gepasst“

    Es war wirklich eine schwierige Geburt heute Mittag im KARLI!!!
    Aber das 3:0 geht für mich absolut in Ordnung, weil Potsdam das klar bessere Team war!!!
    Leverkusen kam zwar zu einigen gefährlichen Aktionen, aber die wurden allesamt äußerst kläglich vergeben!!!

    Ob die beiden Abseitstreffer wirklich Abseits waren steht auch in den Sternen, denn das Schirikollektiv nahm es heute mit den Regeln sowieso nicht so genau!!!
    Das erste Abseitstor war zu weit weg von mir, und deshalb muß man mal abwarten, ob eventuell der RBB heute Abend bei Sportplatz klärende Bilder zeigt!!!
    Aber beim zweiten Abseitstreffer von AYOMA, nach hervorragender Vorarbeit von LISA, war ich mir im Stadion zumindest sehr sicher, daß dies kein Abseits gewesen war!!!

    Ich kann Deine harsche Kritik am Spiel der TURBINEN nicht so ganz teilen!!!
    Es war sicherlich wieder viel Krampf dabei, und viele Fehlpässe störten nicht nur den eigenen Spielaufbau, sondern verhalfen auch der Werkself immer wieder zu gefährlichen Kontern!!!

    Aber ich meine schon eine sichtbare Steigerung ausgemacht zu haben, vor allem gegenüber der Grütze von Essen!!!
    Und heute hat man endlich auch das Flügelspiel wiederbelebt, und es wurde sofort gefährlich!!!
    Leider hat man daraus nicht zwingend abgeleitet, daß das sture Anrennen durch die Abwehrmitte der Bayer-Elf keine gute Idee gewesen ist, denn man versuchte es bis zum Abpfiff immer wieder damit!!!

    Sehr positiv fielen mir auch die zuletzt so gescholtenen YUKI und PATTI auf!!!
    Vor allem die Japanerin machte ein wirklich gutes Spiel, und war fast überall zu finden!!!
    Aber auch PATTI kämpfte sich nach etwas verhaltenem Beginn richtig in die Partie rein!!!
    So kämpferisch und engagiert hat man unsere Spielmacherin schon lange nicht mehr gesehen!!!
    Auch TONI konnte nach ihrer Einwechslung wieder einige gute Akzente setzen!!!
    Schade das sie ihre 100%-ige kurz nach ihrer Einwechslung nicht reingemacht hat!!!
    Auch LISA kommt so langsam wieder in Schwung!!!
    Ihr hätte ich einen Treffer gegönnt, aber leider traf sie nur die Latte!!!
    AYOMA machte heute ein gutes Spiel, und konnte sich dafür endlich mal wieder selber belohnen!!!

    Aber nichts destotrotz bleibt die Erkenntnis, daß unser Paßspiel weiter stark verbesserungswürdig bleibt!!!
    Schröder will lange Bälle aus der Abwehr auf die Spitzen sehen, verkennt dabei aber, daß selbst einfache Pässe über 3-4 Meter ohne Bedrängnis schon zur Herausforderung werden können!!!
    Und wenn die langen Bälle auch ankommen sollen, müssen sich die Stürmerinnen mehr bewegen, um so ihren Gegenspielerinnen zu entkommen!!!
    Eine typische Situation war auch heute wieder oft zu sehen!!!
    Der Ball wird in unserer Abwehr hin- und hergeschoben, Schröder brüllt „nach vorn“, aber vorn waren alle drei Potsdamer Stürmerinnen durch Leverkusenerinnen gut zugestellt, sodaß der Anspielversuch schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt war!!!
    Sollen die Bälle etwa blind nach vorne gedroschen werden nach dem Motto, hohl ihn Dir wenn Du kannst???
    Das kann ja wohl nicht wirklich sein Spielsystem sein???

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  • Sheldon sagt:

    Es ist wirklich seltsam, was da in Frankfurt abläuft. Man muss sich wundern, welche Aussagen man aus dem Munde der Spielerinnen da hört. Körpersprache und gesprochenes Wort könnten gegensätzlicher nicht sein.
    Auf der einen Seite spielt man unter dem neuen Trainer heute wie ausgewechselt, man spielt befreit auf, das war kein Kampf und Krampf, das war ein Spiel wie aus einem Guss. Das war nicht nur „eine kämpfte für die andere“, sondern das war ein echtes Zusammenspiel. Die Pässe kamen an, die Laufwege stimmten, es kamen richtige Kombinationen zustande und jede Spielerin hat gezeigt, dass sie berechtigt in dieser Mannschaft steht. Das war das, was wir uns immer gewünscht haben von dieser Mannschaft. Das war moderner Fußball, auch vom System her. Man hat dort wirklich eine Mannschaft um Marozsan aufgebaut, in der sie sich entfalten kann, mit Ando und Crno als Zubringerinnen.

    Auf der anderen Seite heult man in den Interviews dem alten Trainer nach, dem Trainer, der diesen Spielfluss nicht einmal abrufen konnte. Man hat das Gefühl, als wäre vorher alles richtig gelaufen und der Wechsel wäre unverständlich. Doch das ist es ja nicht. Vorher war das zum Teil das schlimmste Rumgegurke, das Tempo, was heute zum Teil drin war, hat man unter Kahlert und Dahm fast nie erreicht.

    Das hört sich ja fast so an, als ob man lieber wieder unter dem alten Trainer diesen Gurkenfußball spielen will, weil unter dem so gemütlich war.

    Ich bin mir sicher, wenn Glass auf die Straße gesetzt werden sollte, werden sich viele andere Vereine nach ihm strecken. Denn Glass hat ja bereits bewiesen, dass er auch mit No-Names gute Arbeit machen kann, die B-Jugend steht nicht ohne Grund auf Platz 1 ihrer Liga, vor Teams wie Bayern oder Sindelfingen.

    Ich bin gespannt, ob und wann er das ein oder andere Talent in die A-Mannschaft holt. Es wird interessant sein, ob diese Lücke unter ihm geschlossen werden kann, zwischen A-Mannschaft und Jugend, und ob diese Jugendarbeit da was abwirft.
    Eine Samantha Herrmann scheint dort offensiv zumindest ein ziemliches Talent zu sein, das Mädel ist erst 14.

    Da wird man gespannt sein, inwieweit er durch gute Leistungen das Vertrauen von Dietrich holen kann und das zu einer guten Arbeit in Frankfurt führen kann. Hält er diese Leistung aber konstant, wie Frankfurt sie heute und anscheinend auch gegen Duisburg schon gezeigt hat, dann ist Frankfurt ein ganz heißer Kandidat im nächsten Jahr für die Meisterschaft, aber auch für die CL.

    Wie schnell es manchmal doch gehen kann und wie einfach es doch manchmal geht, aus einer Mannschaft, die teilweise wie ne Gurkentruppe spielt, eine wirklich Klassetruppe zu machen! Respekt, Herr Glass!

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  • Michele sagt:

    @Danke Altwolf

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  • gerd.karl sagt:

    was musste wolfsburg für spiele machen, meisterschaft, pokal und champions league.
    da darf man ein kleines schwächeln schon erwarten.

    frankfurt konnte sich ja nur auf die meisterschaft konzentrieren.

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  • sitac sagt:

    Am allermeisten freut es mich für Dzsenifer Marozsán, dass der fussballerische Glanz wieder nach Frankfurt zurückgefunden hat. Auch ich finde es sehr spannend, wie Frankfurt mit der Personalie „Glass“ verfahren wird.

    Aber- mein Blick weilt ja traditionell auf der unteren bis ganz unteren Tabellenregion – Gratulation an Jena. Nochmal: Alle, die Jena Gutes wünschen, müssen über die Vertragsverlängerung von Ria Percival heilfroh sein. Sie wurde von der BBC nicht umsonst in die Top-Elf des Olympischen Turniers gewählt.

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  • noworever sagt:

    @sheldon

    kann dir nur beipflichten!

    wenn du das dfb.tv interview von saskia bartusiak stumm/ohne ton sehen würdest, kann man einzig nur zu der schlussfolgerung kommen, dass man wieder eine pleite eingefahren hat.

    hier hat man endlich einen trainer mit totaler lust&leidenschaft (dem, z.b. die stimme nach dem potsdam-spiel versagte) und die armen spielerinnen sind immer noch gefrustet, dass sie ihren (lieblings)trainer nicht mehr haben mit dem sie ihren grauenvollen gurkenfußball weiter durchziehen können.

    man kann es kaum glauben … aber es hat schon etwas possenartiges.

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  • DAWIDenko sagt:

    Das heutige Spiel im Karli war recht enttäuschend.
    Detlef schrieb, dass es eine Steigerung zum Essen-Spiel gewesen sei. Dazu kann ich leider nicht Stellung beziehen, da ich dieses Spiel nicht gesehen habe.
    Trotzdem war es doch recht spärlich was Turinbe zeigte, vor allem da sich Leverkusen doch eher auf defensive Kompaktheit mit marginaler Offensiventlastung beschränkte. Die Große Chance in der 2. Halbzeit, als Naeher hervorragend im 1 gegen 1 parierte, resultiere aus einem Ballverlust.
    Bei den Leverkusenern sieht man schon deutlich, dass sie gute technische Fähigkeiten haben und auch zum Teil kombinieren können, es aber heute trotzdem kaum zum Abschluss brachten .

    Bei Turbine gefiel mir besonders Yuki, die viel unternahm, auch nicht wie zuletzt sich verdribbelte, sondern auch über die Flügel das Offensivspiel belebte.
    Gerade das Flügelspiel setzte man besonders in der ersten Halbzeit zu wenig ein, man zog zu häufig in die Mitte und schaffte gegen die engstehenden Rheinländerinnen keinen Raumgewinn.
    Ansonsten schön das Anonma so sicher traf und auch sonst sich sehr abmühte. ihre Kälte vor dem Tor zeigte sie Gott sei Dank wieder.

    Immer besser spielt sich m.M. Maren Mjelde ein. Sie stopft im Mittelfeld viele Löcher und erzeugt auch Druck auch wenn das Zusammenspiel noch nicht so klappte. In der 2. Halbzeit spielte sie einen klasse- Diagonalpass auf Yuki. Ich fand eine der besten Aktionen im heutigen Spiel!!!

    Ansonsten zeigte sich Tabbi sehr eiftig, auch schön dass sie sich in die offensive einschaltete – defensiv wackelte sie am Anfang. Sie braucht noch Zeit um wieder auf ihr früheres Leistungsniveau zu kommen. Aber schön, dass sie auch den Abschluss suchte und das zweimal gar nicht so ungefährlich.

    Pauline Bremer baute nach der Pause ab. Zunächst war sie eine der agilsten Spielerinnnen.
    Gerade von ihr kamen in der zweiten Halbzeit zu häufige Ballverluste, teilweise wurde sie auch überlaufen. Da hätte ich sie früher rausgenommen.

    Sowieso schade, dass Sara nicht mit dabei war. Gegen Duisburg brachte sie enorm viel Belebung ins Spiel.

    Bis zum erlösenden 2:0 bot die Partie heute viel Leerlauf. Leverkusen war eher auf Ergebnisbegrenzung aus. Baute selbst keinen Druck auf und konterete nur nach Ballverlusten der Turbinen im Mittelfeld.
    Zum schluss war Potsdam aber nochmal aktiver.
    Die Abseitsentscheidungen waren sehr zweifelhaft, vor allem die zweite nach der Kobmination Lisa und Anonma.

    Aber ein 5:0 hätte heute vom Ergebnis auch zu sehr über die spielerischen Mängel hinweg getäuscht.
    Weiß jemand warum Toni zunächst auf der Bank blieb?

    Dass nun Wolfsburg gegen Frankfurt verloren hat, ist für Turbine wirklich das denkbr schlechteste vom Verlauf her. Frankfurt konnte sicht absetzen, nun muss Potsdam gegen Wolfsburg unbedingt gewinnen.
    Bei einem Sieg von Wolfsburg heute wäre vieles entspannter: Mit dem Nachholspiel gegen Sifi hätte man die Niederlage gegen Frankfurt wett gemacht und Wolfsbug wäre als frisch gebackener Meister auch entspannter ins Karli gekommen.

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  • waiiy sagt:

    In Potsdam hat sich Leverkusen in der 1. Hälfte schwach präsentiert. Die Mannschaft versuchte, nach hinten dicht zu machen, hat aber nach vorn keine Akzente gesetzt. Trotzdem konnte Turbine daraus kein Kapital schlagen. Bezeichnend war, dass Hanebeck aufgewacht ist, nachdem sie von einem Fan angemotzt wurde, dass sie mal wieder mehr nach vorn spielen sollte und sie wütend und nicht jugendfrei geantwortet hat. Danach schien sie mit Wut im Bauch zu spielen und war fortan an besser und gab nur Sekunden später einen ihrer genialen Pässe zum besten, den Ogimi zum 1:0 verwandelte. Auch gab sie dann das letzte Zuspiel zum 2:0 und zeigte ich mit mehreren sauberen Grätschen bei der Balleroberung sehr engagiert.

    Nach der Pause fing Leverkusen dann an zu drücken und brachte Potsdam immer wieder in Bedrängnis. Aus dieser Phase konnte sich Turbine mit dem 2:0 lösen. Danach machte Leverkusen Schadensbegrenzung und kam nicht mehr entscheidend vor das Tor von Naeher.

    Insgesamt waren die Turbinen engagiert, aber es lief wenig zusammen. Von der Leistung her würde ich es mit dem Spiel gegen Frankfurt vergleichen, aber der Gegner war eben nicht so stark. Ich möchte eher keine Prognose für das Spiel nächsten Sonntag wagen…

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  • waiiy sagt:

    um Spiel Frankfurt gegen Wolfsburg sind mir heute 2 Dinge unabhängig von allem bereits Geschriebenen aufgefallen:

    1. Frankfurt erzielte 3 Tore in Folge gegen direkte Gegner nach Standards. Da nutzt die Mannschaft jetzt eindeutig die Lufthoheit im gegnerischen Strafraum bzw. steht einfach besser (weshalb Behringer gegen Potsdam einschießen konnte). Da hat Glass Ordnung reingebracht. Das heißt aber z.B. für Bayern, dass man sich auf die Verhinderung von Standards konzentrieren muss.

    2. Vetterlein hat meiner Meinung nach ein großes Problem bei hohen Bällen und bei der Strafraumbeherrschung. Die Ecke vor dem 2:0 darf einfach nicht entstehen. Und dann darf Bartusiak auch nicht an den Ball kommen, wenn der Ball fast durch den ganzen Strafraum fliegt und das in geringer Höhe. Das heißt für Turbine, dass man viel auf Flanken setzen sollte und auch Ecken herausholt, wenn es irgend möglich ist. Vielleicht sollte man in dem Fall Ada Hegerberg und Jojo Elsig von Beginn an einsetzen…

    Für Wolfsburg heißt dass, dass sie nach der Saison, wenn man denn Verbesserungen sucht, das Team auf der Torwartposition verstärkt, um Vetterlein Druck zu machen oder zu ersetzen.

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  • H2O sagt:

    @waiiy

    Zu deinem Punkt 2. :
    Dieses Problem war in der letzten Saison mehrfach der Grund für Gegentore. Ich habe da die Meinung, dass sie einfach ein wenig zu klein für diese Position ist.

    Diese Saison ist mir das eigentlich nicht aufgefallen.
    Entweder weil sie ihr Torwartspiel enorm verbessert hat, oder weil Wolfsburg bis heute einfach nicht auf Manschaften traf, die sie so fordern konnten.

    Letzendlich würde ich mich deiner Schlussfolgerin anschließen.
    Vielleicht sollte Burmeister mal eine Chance bekommen. Die hat auch eine vernünftige Größe für eine Torhüterin.

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @wally.In der Problematik der Standards kann ich dir nur zustimmen, zumal gut getretene Flanken vor das Tor bzw.Ecken dem 1.FFC zumindest heute gut gelungen sind u.da hat D.Marozzan e.große Stärke u.mit K.Garefrekes e. perfekte Abnehmerin.Das kann man auch permanent trainieren und entsprechend muß man auch das Verteidigen solcher Standards immer wieder üben.
    Heute war A.Vetterlein beim Kopfball v. K.Garefrekes chancenlos, da sie (wie auch andere Torhüterinnen)den Ball vor dem Kontakt nie hätte erreichen können.
    Beim 2. Ball könnte das,was du anführst,eher zutreffen; aber damit muß eine Torfrau von 169 cm Größe leben,daß sie sich deutlich schwerer bei hohen Bällen im unmittelbaren Torraum tut, als jemand mit 180 cm Körpergröße. Dafür hat sie andere Qualitäten, die R.Kellermann offenbar an ihr mehr schätzt als diesen Nachteil in d.Körpergröße.Konkurenz gibt es in der Mannschaft selbst m. J.Burmeister 180 cm u.M.Frohms 173 cm Größe;
    Druck braucht sie wahrlich nicht,denn sie ist extrem ehrgeizig und macht sich den Druck schon eher selbst.
    Bei jetzt 13 Gegentoren und auch international relativ wenig Gegentoren ist das von dir aufgezeigte nur dann ein Manko,wenn die eigene Defensive nicht gut positioniert ist und die Gegenspielerinnen nicht im Blick hat.Genau das kann man auch bei den Männern immer wieder beobachten und sich darüber ärgern oder freuen,jenachdem auf welcher Seite man steht.

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  • Spielerfrau sagt:

    Frage wäre nun, ob man in Frankfurt nun wieder auf Trainersuche gehen „muss“?

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  • waiiy sagt:

    @Spielferfrau: Ich bin kein Insider, was Frankfurt angeht, meine aber gelesen zu haben, dass Glass unbedingt wieder die U17 trainieren will, die ja auch sehr erfolgreich ist. Er sieht diese Mannschaft eher als „sein Projekt“ an. Aber vielleicht kann da jemand aus dem eigenen Lager mehr dazu sagen.

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  • Spielerfrau sagt:

    @ sitac, auch von mir herzlichen Glückwunsch an Jena!

    Und für Gütersloh und Sindelfingen tut es mir ehrlich leid – Gütersloh hat hoffnungsvoll angefangen, Sindelfingen hat sich zum Schluss noch etwas Auftrieb verschafft.

    Wenn man die Liga von unten anschaut – sind die, die aufsteigen, meist die, die nächste Saison wieder absteigen.

    Kann das das Ziel der BL sein: Zwei oder drei Teams teilen sich den Kuchen, Aufsteiger haben keine – langfristige – Chance?

    Zumindest schafft es das Mittelfeld, die Liga ordentlich durcheinander zu wirbeln. Immerhin.

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Ich bin mir sicher, wenn Glass auf die Straße gesetzt werden sollte, werden sich viele andere Vereine nach ihm strecken.“

    Glass‘ Erfolge mit der Jugend in allen Ehren, aber seit wieviel Tagen ist er Interims-Trainer der A-Mannschaft ? Nicht, dass Glass nicht einen gut Teil Anteil an den beiden Siegen hat. Das soll auch von mir lobend erwähnt werden.
    Aber da gab es hier im Forum nicht mal einen Kommentator vor gar nicht langer Zeit, der die Erfolge Silvia Neids in ihren ersten JAHREN auf ihre Vorgängerin zurückführte ? Wie hieß der doch gleich ? Sheldon war sein Name.

    @ nowforever: „wenn du das dfb.tv interview von saskia bartusiak stumm/ohne ton sehen würdest, kann man einzig nur zu der schlussfolgerung kommen, dass man wieder eine pleite eingefahren hat.“

    Ich ziehe Worte der hier sehr beliebten INTERPRETATION von Körpersprache bzw. Mimik vor. Es ist zwar gerade im Sport sehr beliebt, Körperhaltung und Gesichtsausdruck zu interpretieren. Die Wissenschaft (Kinesik) kann da aber nur den Kopf schütteln. Die Deutung von Körpersprache begann schon in den Anfangstagen der Forschung, ihr Forschungsobjekt unkontrolliert zu verändern. In einer globalisierten, multimedialen Welt ist es NICHT möglich, aus der Körpersprache eines Menschen auch nur annähernd verläßlich seine Emotionen, Absichten oder Gedanken zu lesen. Das ist sozusagen Körper-Astrologie.

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  • Lucy sagt:

    Eigentlich war geplant, dass Glass die 2. Mannschaft des FFC nach Fröhlichs Weggang ab Sommer übernehmen soll.

    Mal sehen, was wird…

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  • noworever sagt:

    @waiiy
    ich“meine gelesen zu haben“, dass glass die 2.mannschaft übernehmen soll … und, dass deswegen fröhlich (zum ende der saison) seinen job verloren hat/wird … was sehr zu bedauern ist, da er, als äußerst fähiger coach, diesen job bisher hervorragend ausgefüllt hat.
    aber, wie gesagt, das war alles bevor dahm seinen geliebten stuhl entzogen bekommen hat.
    warten wir noch mal 2 spieltage ab … vielleicht werden die karten dann ja wieder neu gemischt.
    spätestens zu diesem zeitpunkt, wird es dann auch langsam zeit, dass zumindest einige der spielerinnen sich aus ihrem auferlegten schmollwinkel begeben … egal, ob der trainer nun glass oder hinz&kunz heißt!

    „Vetterlein hat meiner Meinung nach ein großes Problem bei hohen Bällen und bei der Strafraumbeherrschung… …Und dann darf Bartusiak auch nicht an den Ball kommen, wenn der Ball fast durch den ganzen Strafraum fliegt und das in geringer Höhe.“

    vielleicht solltest du mit deiner beurteilung ein wenig gnädiger umgehen.
    „großes“ problem finde ich etwas überzogen – der eckball, der von behringer zum 2:0 hereinkam, war scharf hereingetreten, mit spinn und kam etwa in höhe des langen pfostens herunter – und – kam keineswegs „in geringer höhe“ … in diesem fall wäre das manko ihrer geringen körpergröße sowieso irrelevant – dann wäre es ja der job der dafür abgestellten mitspielerinnen gewesen.
    körpergröße allein, ist noch lange kein garant für gute strafraumbeherrschung.
    man sollte auch einmal berücksichtigen, wenn sog. standards absolut perfekt auf den punkt genau ausgeführt werden … du im prinzip nur eine fast-null-chance hast, deren erfolgreiche ausführung zu verhindern … es sei denn, du bedienst dich unlauterer mittel um dich des gefahrenrisikos entlegen… dafür bekommst du dann halt den roten karton gezeigt und darfst anschließend der ausführung deines verschuldeten strafstoss’s außerhalb des spielfelds beiwohnen.(wenn du glück hast, und nicht schon in der kabine verschwunden bist)
    anyway – ich meine, die leistungen von vetterlein sind mitnichten so schlecht, wie sie hier oft geredet werden – ganz im gegenteil, sie hat sehr viel potential und ich glaube, dass sie sich auch weiterhin sehr gut weiterentwickeln wird.
    sie hat auch gestern einen sehr guten job gemacht und bei etlichen hochkarätern sehr gut reagiert … von daher schießt die hier in einigen posts geäußerte limitierung, dass beide toren ’nur‘ durch standards fielen (sprich, eigentlich durch die torhüterin verhindert werden musste) ein wenig an der realität vorbei.

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  • noworever sagt:

    @wrack:
    „Ich ziehe Worte der hier sehr beliebten INTERPRETATION von Körpersprache bzw. Mimik vor. Es ist zwar gerade im Sport sehr beliebt, Körperhaltung und Gesichtsausdruck zu interpretieren. Die Wissenschaft (Kinesik) kann da aber nur den Kopf schütteln…“

    ich gestehe ihr dieses recht auch völlig freimütig zu – das ist ja auch ihr job: den kopf zu schütteln.
    da kann sie auch (fleißig, wie sie ist) bis zu ihrem wohlverdienten kopfschüttel-ende verweilen.
    ich nehm‘ ihr diese eigenschaft auch nicht übel – etwas das wissen schafft und darauf basiert, kann garnicht umhin, als mit dem kopf zu schütteln … es liegt quasi in ihrer natur.

    andererseits bin ich mir sehr wohl bewußt, dass ALLES – jede wahrnehmung – absolut subjektiv ist.
    von daher erlaube ich mir auch die freiheit der interpretation.
    … und interpretiere die schmollwinkel einer saskia bartusiak: mit einem negativerlebnis/niederlage.
    … und das lachen einer alexandra popp: mit etwas ‚positivem‘, wie z.b. einen 3-punkte-gewinn. 😉

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  • wfm sagt:

    @nowornever
    „andererseits bin ich mir sehr wohl bewußt, dass ALLES – jede wahrnehmung – absolut subjektiv ist.
    von daher erlaube ich mir auch die freiheit der interpretation.
    … und interpretiere die schmollwinkel einer saskia bartusiak: mit einem negativerlebnis/niederlage.
    … und das lachen einer alexandra popp: mit etwas ‘positivem’, wie z.b. einen 3-punkte-gewinn.“

    Damit demonstrierst du genau die Problematik, die wrack angesprochen hat. Wenn du auf die Worte von Bartusiak bis zum Ende des Interviews achtest, dann sitzt sie nicht im Schmollwinkel, sondern sie verhält sich der Situation des FFC angemessen. Trotz aller Freude, die sie ja im und direkt nach dem Spiel gezeigt hat -, tritt sie zum einen auf die Euphoriebremse, denn es stehen durchaus noch zwei schwere Spiele bevor und zum anderen ist sie wie – übrigens auch Glass selbst – darum bemüht, die Verdienste von Dahm anzuerkennen, die bei allen Fehlern, wie man bei Tom Schlimme nachlesen kann, sich z.B. in der beeindruckenden Entwicklung von Svenja Huth zeigt.
    In Deiner Lesart wäre das Lachen von Popp allerdings geheuchelt, denn es gab ja keinen 3-Punkte-Gewinn. Kessler dagegen konnte auch ohne vergleichbares Lachen durchaus positive Worte für die weiteren Spiele finden.

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  • noworever sagt:

    @wfm

    sorry, ich für meinen teil sehe nicht, dass ich eine „problematik demonstriere“ … um es in meiner sprache auszudrücken: i see it totally lightly/playfully … at least that’s how it feels to … me.
    wie dieses sehen bei meinem sog. gegenüber ankommt, wage ich nicht zu beurteilen.

    wenn saskia bartusiak zur frage der neuen mannschaftlichen geschlossenheit erwidert, dass die schon immer so war – auch, in freiburg – erlaube ich mir, bei aller verschiedenheit der wahrnehmung, zu hinterfragen, ob hier nicht doch etwas zu rosarot gemalt/aufgetragen wird … zudem diese aussage, für mein empfinden, auch wenig mit einer „euphoriebremse“ zu tun hat.
    die deutung des dazugehöriges gesichtsausdrucks unterliegt natürlich meiner ganz persönlichen interpretation, die aber absolut keinen allgemeinen wahr-nehmungsanspruch erhebt.
    ich habe auch keineswegs die verdienste des herrn dahms abgestritten – svenja huth ist in der tat ein leuchtendes beispiel.

    habe allerdings das gefühl, nach 9 punkten in einer woche … „it is time to move on!“
    es ist offensichtlich: hier (rund ums team) besteht redebedarf – but now! – stay focussed – to the moment! … and let the past be past.

    das lachen von alexandra popp kam mir nicht geheuchelt vor … kam es doch aus dem augenblick heraus.
    und es war genau der gleiche strahlende augenblick, als saskia bartusiak (sichtlich) ihre torfreude gewähren ließ.
    sie ‚verhielt‘ sich – wie du so schön sagst – der situation angemessen: reine freude!

    ich be- oder gar verurteile niemandes verhalten (ob nun mit oder ohne hinein-interpretierten schmollwinkel).
    warum sollte ich mir das antun? 🙁

    (0)
  • Detlef sagt:

    waiiy schrieb;
    „Insgesamt waren die Turbinen engagiert, aber es lief wenig zusammen. Von der Leistung her würde ich es mit dem Spiel gegen Frankfurt vergleichen, aber der Gegner war eben nicht so stark“

    Ich würde Dir insofern widersprechen wollen, da ich die Leverkusener Abwehrreihe als ähnlich stark wie die Frankfurter bewerten würde!!!
    Sie verstanden es sehr gut, die Potsdamer Spitzen immer wieder gut zu decken, und die in der Regel ungenauen Zuspiele abzufangen!!!
    Ähnlich gut agierte auch die Frankfurter Defensive!!!

    Die Steigerung von TURBINE sah ich hauptsächlich in der größeren Vielfalt im Spielaufbau!!!
    Waren gegen ESSEN und Frankfurt hauptsächlich lange Bälle das Mittel der Wahl, spielten sie gegen Leverkusen auch hin und wieder über die Flügel, und (ich traute meinen Augen kaum) man versuchte es sogar mit Distanzschüssen!!!
    Meiner Ansicht nach lag die Steigerung der TURBINEN vor allem daran, daß YUKI und PATTI ein sehr ordentliches Spiel gemacht haben!!!

    waiiy schrieb;
    „Bezeichnend war, dass Hanebeck aufgewacht ist, nachdem sie von einem Fan angemotzt wurde, dass sie mal wieder mehr nach vorn spielen sollte und sie wütend und nicht jugendfrei geantwortet hat. Danach schien sie mit Wut im Bauch zu spielen und war fortan an besser…“

    Was lernen wir daraus???
    Vor dem Wolfsburgspiel stellen wir uns alle in Reih und Glied zum „PATTI-Bashing“ auf, damit ihre „Wut im Bauch“ auch für 90 min +X reicht, damit sie einen Zuckerpaß nach dem anderen auf den Rasen zaubert!!!

    Spielerfrau schrieb;
    „Kann das das Ziel der BL sein: Zwei oder drei Teams teilen sich den Kuchen, Aufsteiger haben keine – langfristige – Chance?“

    Das Problem fängt doch schon damit an, daß ein Herr Prüfer in Herford sich dauernd darüber beschwert, daß Reservistinnen von Erstligisten in deren Zweitvertretung Spielpraxis sammeln!!!
    Wie will er denn jemals Erstklassigkeit erreichen (und dann auch behalten), wenn er schon „Angst“ vor Spielerinnen hat, die für die erste Buli nicht mehr-, bzw noch nicht wieder stark genug sind???

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Ja, das habe ich gesagt. Nur das ist ein ganz anderer Fall: Tina Theune-Meyer war nämlich eine erfolgreiche Trainerin mit einem erfolgreichen Spielkonzept. Bis 2007 gab es dort kaum eine Änderung bei den Aufstellungen und in der Spielanlage. Ob Theune-Meyer oder Neid auf der Bank saß, hat man gar nicht gemerkt, ihre Handschriften waren identisch.

    Bei Dahm/Kahlert und Glass ist das völlig anders. Vergleiche mal das Spiel gegen Freiburg mit dem gestern. Gut, Glass ist noch nicht lange im Verein, dennoch hat er die Mannschaft vollständig umgekrempelt. Er wäre ja gar nicht im Amt, wenn Frankfurt vorher schon so gespielt hätte wie unter ihm.

    Glass hat nicht nur frischen Wind in das Spiel gebracht, er hat auch das System verändert. Die Abwehr ist sehr viel stabiler, Huth und Peter stehen sehr hoch und forcieren damit das Pressing des Teams.
    Behringer und Kulig ergänzen sich wunderbar auf der „6“, da die Rollen nun klar verteilt sind: Behringer ist der Abräumer, Kulig eine Art „8“, die ihr sehr gut liegt: Sie arbeitet gut defensiv und darf beim Angriffsspiel Akzente nach vorne setzen.

    All das mag unter Dahm schon ähnlich gelaufen sein. Dann aber kommt die Neuerung: Anders als Dahm lässt Glass mit 3, ja fast 4 Stürmerinnen spielen. Dadurch, dass Huth und Peter so offensiv stehen, können die Außenspielerinnen zu richtigen Stürmerinnen werden.
    Die Besetzung der Dreierkette ist optimal auf Marozsan zugeschnitten. Mit Crno und Ando hat man neben Garefrekes sehr variable Spielerinnen, vor allem aber keine Stoßstürmerinnen, sondern eher offensive Mittelfeldspielerinnen.
    Dadurch kommt viel mehr Dynamik in das Spiel hinein als noch vorher, wo Bretigny oder Crno im Strafraum postiert wurden und fertig. So bekommt Marozsan den Platz, den sie braucht, da vor ihr keine Spielerin starr herumsteht, die ihr im Weg steht, sondern Ando sich beispielsweise auch immer wieder fallen lässt, so dass Marozsan in die Spitze vorstoßen kann.

    All das wäre unter Dahm noch undenkbar gewesen. Da hatte jede Spielerin noch ihre feste Rolle, das System war starr, es gab kaum Rotation. Unter Glass können die Spielerinnen auch ihre wirkliche Klasse mal zur Geltung bringen, da mehr Kreativität, mehr Spielfreude, mehr individuelle Qualität gefordert wird.

    Eine Bajramaj und eine Marozsan unter ihm zusammen, es wird einen Freude sein, den beiden nächstes Jahr in diesem System zuschauen zu dürfen :).

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  • waiiy sagt:

    @Detlef: Ich liebe Deine praktischen Tipps („Patti-Bashing“)… 😉

    Aber ich hoffe im Ernst, dass sie sich jetzt wieder mehr zutraut. Mir ist eine Patti lieber, die im Spiel 10 Fehlpässe spielt, wenn daneben auch 5 – 15 Pässe ankommen, als dass sie gar keinen Pass nach vorn spielt. Fakt ist, dass viele ihrer Pässe nach vorn in einer Torchance münden.

    Hinten war Leverkusen sicher gleichwertig. Aber vorn waren sie doch recht harmlos. Da hielt man auf der Tribüne nur die Luft an, wenn die „7“ sich den Ball schnappte.

    @Spielerfrau und Detlef: Es wäre halt wünschenswert, wenn die Aufsteiger die Möglichkeit hätten, 3-4 Spielerinnen wohnlich unterzubringen und ihre Ausbildung neben der Spieltätigkeit weiterzuführen. Dann wäre es immer eine Möglichkeit, mal Spielerinnen aus den Topclubs auszuleihen, damit sie dort Spielpraxis kriegen. Aber leider geht das finanziell nicht.

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  • noworever sagt:

    @sheldon

    ich muss schon sagen – man kommt aus dem staunen garnicht mehr heraus!
    solch ein positive – und, nach meinem empfinden – absolut stimmige analyse über ein team, dessen endplazierung vor der saison (von selbigen analysten) noch irgendwo zwischen dem 6 und 8 tabellenplatz gehandelt wurde!?
    jetzt muss nur noch sidi sich bekehren lassen – und der ffc vom main hat einen neuen, eingefleischten fan in seinen reihen! 😉

    nein, im ernst, finde es toll, wenn jemandes sichtweise nicht durch engstirnigen vereinsfanatismus eingeschränkt wird und dafür eine objektive offenheit für das eigentliche – der faszination des ff’s im allgemeinen!* – auch tatsächlich (erst) möglich ist.

    wie gesagt, ich kann dir nur beistimmen – klar hat der einfluß/leistung des vorhergehenden trainers noch seine auswirkungen auf das team – diese auswirkungen aber ausnahmslos als negativ oder positiv auszulegen … neigt allzu sehr in die richtung von „das kind mit dem bade …“ usw.

    fest steht: seit der neue coach seinen einfluss (was immer das auch jetzt im konkreten fall sein mag!) in das team einbringt … ist auf einem ein völliger wandel in dem team eingekehrt.
    das bestätigen ‚überraschte‘, wie obliers, ballweg … im prinzip eigentlich alle(auch die medien), die dieser kehrtwende mitbeiwohn(t)en – selbst eine nadine angerer „konstatiert: die körpersprache ist seit dem trainerwechsel eine ganz andere … genau erklären lässt sich nicht, was hier die vergangenen tage passiert ist.“ http://www.fr-online.de/ffc-frankfurt/1–ffc-frankfurt-die-kehrtwende,1473454,22611256.html

    nur als beispiel (auch von dir bereits angedeutet) – vorher galt das gebot der stunde, den ball via kurzpass-spiel von hinten nach vorne zu ‚tragen’…
    hört sich toll an! die frage mag aber erlaubt sein, ob dieses system wirklich angebracht ist, für ein team, das mehr oder weniger permanent am schwimmen&flattern ist … das über die sicherheit, die ein solches system bedingt (momentan!) überhaupt nicht verfügt … und stattdessen zwar permanent brenzlige torraumszenen kreiert, die sich leider aber vorwiegend im eigenen strafraum abspielen.
    das freiburger spiel war ein deutliches beispiel für diese ‚taktik‘ … da war noch keine minute gespielt, und saskia hatte natze schon mit einem ihrer gefürchteten halbherzigen rückpässe ‚bedient‘.
    und so ging das dann weiter … eine luft-anhalten-situation nach der anderen … bis es dann endlich (&folgerichtig wieder) geklingelt hat. (das freiburger spiel ist, wie der geneigte beobachter weiß, kein einzelfall … und die übertragung dieser verhältnisse auf&in die n11 erweisen sich dann auch als keine allzu großen überraschungen mehr.

    auf einmal ist die hintermannschaft dieses teams mit zwei außenverteidigerinnen besetzt, die (wieder) mit selbstvertrauen strotzen und das tun wie man es sich vorstellt.
    ja, die außenverteidigerin svenja huth wurde von dahm ‚entdeckt’… das zeugt in der tat für ein gutes auge – die eigentlich, buchstäbliche leistungsexplosion war jedoch … nach seiner offiziellen ‚einflußnahme‘.
    auch tut es richtig gut zu sehen, dass die beiden innenverteidiger (sich endlich auch mal getrauen) den ball einfach hinten herauszuhauen – auch dies! … gehört zum vokabular einer neuen körpersprache.

    vorher ist das team in (lethargischer) ’schönheit‘ gestorben.

    jetzt … steht ihm das glück des tüchtigen zur seite.

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  • Karl sagt:

    @noworever: volle Zustimmung fuer deinen Beitrag. Ich hoffe nur, dass jetzt da es Frankfurt offenbar gelungen ist das rumgeeiere in der Abwehr abzustellen der Nationalelf das gleiche auch gelingt.

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  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Natürlich unterlaufen selbst bei den Herren auch den besten Spielmachern mal ein paar Fehlpässe im Spiel!!!
    Aber bei einem richtig guten seiner Zunft ist das Verhältnis eher pro als kontra!!!

    Und das PATTI solche Zuckerpässe wie zum 1:0 auf YUKI drauf hat wissen wir alle!!!
    Wenn solche Pässe aber Seltenheitswert haben, und die Adressatin (wie zB AYOMA in Frankfurt) daraus keinen Nutzen ziehen kann, dann ist ihre Effektivität eher schlecht!!!
    Was mir bei ihr in den letzten Spielen eben nicht so gefallen hat war ihre Körpersprache!!!
    Und da hat es eben doch den Unterschied gegen Leverkusen gegeben, wo eben auch PATTI den Bällen hinterhergerätscht hat, und sie sich auch in die Zweikämpfe richtig reingehaun hat!!!
    Und da muß ich eben immer an die Duisburger Fans denken, als PATTI damals noch eine Löwin war!!!
    Sie sagten über sie, daß sie eine Weltklassespielerin wäre, wenn sie gerade Lust dazu hat!!!
    Da erinnert sie mich auch so ein wenig an ANJA, die ebenfalls schnell die Lust verlor, wenn nicht alles auf Anhieb gleich funktionierte!!!
    Und zumindest mit YUKI, TONI und AYOMA müßte sie sich eigentlich fast blind verstehen, da sie bereits letzte Saison schon zusammengespielt haben!!!

    @Sheldon,
    Ich habe das Spiel Frankfurt-Wolfsburg zwar noch nicht gesehen, aber auch ich glaube nicht an „Wundertrainer“, die bereits nach 2-3 Wochen die Mannschaft „komplett umkrempeln“ können!!!
    Die Hauptarbeit in den letzten Wochen und Monaten hat in Mainhatten nun mal Dahm gemacht!!!
    Das es unter ihm aber zuletzt nicht so gelaufen ist wie erwartet ist für ihn natürlich blöd!!!
    Doch schon bei seinem Amtsantritt war es doch ähnlich wie jetzt!!!
    Kahlert hatte die Mannschaft konditionell und taktisch geschult, konnte aber selber die Loorbeeren dafür nicht ernten!!!
    Dann kam Dahm, und sofort spielte der einztige Ligaprimus wieder gut und erfolgreich, zufälligerweise auch damals schon gegen Potsdam!!!
    Nunja, wie die Dinge sich doch gleichen!!!

    Es ist eben alles reine Kopf- und Nervensache!!!
    Und hier liegt für mich der Schlüssel des Erfolges in Frankfurt, nämlich bei den Spielerinnen selber!!!
    Jeder Trainer hat so seine Lieblingsspielerinnen!!!
    Und je nach dem wie groß dessen Schmerzgrenze ist, dürfen sich diese Lieblinge auch mal einige Zeit etwas weniger anstrengen, denn sie sind ja trotzdem gesetzt!!! (man denke dabei immer an das Interview von Alex Krieger)
    Bei einem neuen Trainer muß man dann halt wieder richtig Gas geben, damit man überhaupt im Kader-, bzw in der Startaufstellung steht!!!
    Glass dürfte das große Glück haben, daß die Saison fast vorbei ist, und sich unter ihm solche Reibungsverluste kaum mehr bemerkbar machen werden!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Man merkt wirklich, dass du das Spiel von Frankfurt noch nicht gesehen hast. Das war mit dem Spiel gegen Potsdam nicht zu vergleichen. Natürlich, dort hat Frankfurt auch „gut“ gespielt, insofern, als dass der Einsatz gestimmt hat und dass man so das Spiel über den athletischen Bereich kontrollieren konnte.

    Das war aber am WE etwas ganz anderes. Das war nicht nur Kampf. Das war richtiger Fußball. Fußball, wie man ihn von Frankfurt seit Jahren nicht mehr gesehen hat, jedenfalls nicht auf dem Level. Oder kannst du dich an ein Spiel erinnern, wo man eigentlich über fast 90 Minuten lang gegen einen eigentlich gleichwertigen Gegner keinen Zweifel daran gelassen hat, dass man die 3 Punkte mitnimmt?

    Hätte man damals Glass gleich genommen, wäre das Spiel gegen Potsdam höchstwahrscheinlich noch ganz anders ausgegangen und es wäre gar nicht zu der Szene in der 88. Minute gekommen, weil Frankfurt schon 2:0, 3:0 geführt hätte, jedenfalls, was den Auftritt am Sonntag anbelangt.

    Bei Dahm war es so, dass seine Handschrift der von Kahlert sehr ähnlich war, ähnlich wie zwischen Neid und Theune-Meyer. Dahm hat ein bisschen Disziplin in den Haufen gebracht, das wars. Damit ist er ganz gut gefahren.

    Doch Glass hat den Kader ganz neu belebt. Du kannst jede Spielerin dafür einzelnd nennen.
    Ob Kumagai, der man zum ersten Mal bei Frankfurt angesehen hat, dass sie die Abwehrchefin des Weltmeisters von 2011 ist. Ob Bartusiak, die nicht einmal eine Unsicherheit offenbart hat und eine wirkliche Abwehrchefin war.
    Ob Huth und Peter, die beide endlich mal wieder nach vorne gearbeitet haben (von Peter so glaub ich in dieser Saison noch nicht gesehen).
    Ob Behringer, die als Abräumerin, als eine Art defensiver Libero, einen richtig guten Job gemacht hat und Keßler weitestgehend aus dem Spiel genommen hat.
    Ob Kulig, die defensiv ebenso einen sehr guten Job gemacht hat und auch endlich mal wieder den ein oder anderen Impuls nach vorne gesetzt hat.
    Ob Marozsan, die ein fantastisches Spiel gemacht hat und eigentlich überall zu finden war.
    Oder die 3er Reihe im Sturm, die nicht mehr nur vereinzelt und zusammenhangslos im Raum hing, sondern endlich mal richtig gut harmonierte und auch rotierte.

    Das könnte man vielleicht noch intensivieren, in der nächsten Saison, wenn eine Spielerin wie Bajramaj oder auch Laudehr, die ich ebenfalls eher auf außen sehe, wieder dabei sind.
    Garefrekes ist vielleicht hier noch nicht ganz in diese Rotation, die zwischen Crno und Ando wirklich super lief, integriert.

    Generell muss man aber auch SiDi ein großes Lob aussprechen: Mit Ando und Munk hat er tatsächlich zwei Spielerinnen für die „9“ geholt, die zu Maro passen. Beides sind keine Stoßstürmerinnen, sondern spielen sehr variabel, gerade auch in der Vertikale. So können sich beide immer mal wieder fallen lassen, sodass Maro auch mal in die Spitze vorstoßen kann. Wenn man dann noch eine Flügelzange schafft, mit Bajramaj auf rechts und Crno/Laudehr links, dann hat man endlich, endlich, endlich vorne wieder die Qualität, die einem die letzten 2 Jahre immens gefehlt hat.

    Glass scheint mir durchaus auch so kompetent zu sein, dass er persönliche Debatten gar nicht erst zulässt. Lieblingsspielerinnen im klassischen Sinne sind genau das Gift für einen Trainer. In dem Moment kann er nicht mehr professionell arbeiten. Er muss in der Lage sein, jede Spielerin spielerisch und emotional austauschen zu können, wenn es denn sein muss. Das kann er auch, bedingt durch seine U17-Arbeit. Er ist frei von persönlichen Vorlieben, denn in der U17 wechselte das Personal auch alle zwei Jahre. Das ist eine Stärke, die man nicht gering einschätzen sollte.
    Man merkt, er geht anders mit den Spielerinnen um, sein ganzes Auftreten strahlt eine viel größere Ruhe aus als beispielsweise noch unter Dahm.

    Wenn Frankfurt es schafft, diesen Trainer auch noch zu vergraulen, dann sollen sie doch bleiben…

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  • Michele sagt:

    Nach Information der FAZ verlässt mindestens eine aktuelle deutsche Nationalspielerin den FFC Frankfurt! Weiß jemand da was genaues? Saki will gehen und weitere denken über einen Abschied nach! Lira hat ja angedeutet, dass sie nicht weiß wo sie nächste Saison spielt. Schmidt ist mit ihrer Rolle mit Sicherheit auch nicht glücklich und der Vertag von Natze läuft ja sowieso aus! Hat Behringer vielleicht auch eine Ausstiegsklausel?

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  • wfm sagt:

    @Michele
    Wenn Du Dir den Artikel genauer ansiehst, dann sind das alles Gerüchte und Andeutungen, die genau so halbgar sind wie sein Gerede von der Wachablösung.
    Nicht nur ich empfinde den Artikel in der FAZ als merkwürdig, sondern auch die Leute vom frauenfussball-info siehe:

    Greifbar ist davon nur, dass Saki die einzige jüngere Spielerin ist, deren Vertrag dieses Jahr ausläuft.

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  • Michele sagt:

    @wfm

    Falsch! Lira hat selbst gesagt, dass sie den Verein vielleicht verlässt und Schmidt hat auch Probleme mit ihrer Rolle auf der Bank! Als Fan des FFC weiß ich, dass einige darüber nachdenken, den Verein zu verlassen!

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  • Speedy75 sagt:

    Wo wir schon beim Thema Wechsel sind. Die beiden Dongus-Zwillingen wechseln vom Absteiger Sindelfingen nach Hoffenheim, die derzeit gute Chancen haben in die erste Bundesliga auf zu steigen.

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  • wfm sagt:

    @Michele
    Dann müsste es ja so lauten:
    Überschrift: Lira Bajmaraj will den FFC verlassen
    Text: „Laut Micheles Kommentar auf womensoccer. de will Lira Bajmaraj den FFC verlassen, denn sie hat in einem launigen Interview gemeinsam mit ihrem Verlobten in der Bild-Zeitung (!) darauf hingewiesen, dass sie eine Ausstiegsklausel für 2013 hat.“

    So etwas nenne ich halbgar.

    Mir scheint die Lira hat nach ihrer langen Verletzung mit Blick auf die EM 2013 zurzeit ganz andere Sorgen als einen Vereinswechsel. Und wie man ihrer FB-Seite entnehmen kann, fühlt sie sich dort z.B. mit Marozsan, Crnogorcevic und Simone Laudehr recht wohl.

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