Turbine Potsdam: Leaderin verzweifelt gesucht

Von am 26. April 2013 – 11.44 Uhr 26 Kommentare

Nach der dritten Auswärtsniederlage in Folge läuft der 1. FFC Turbine Potsdam Gefahr, in der kommenden Saison zum ersten Mal seit der Spielzeit 2008/09 nicht mehr in der UEFA Women’s Champions League vertreten zu sein. Dem Team fehlt es derzeit nicht nur an offensiver Durchschlagskraft, sondern auch an einer echten Führungsfigur.

0:2 in München, 0:1 in Essen, 0:1 in Frankfurt – die Chancen des 1. FFC Turbine Potsdam, in der kommenden Saison an der UEFA Women’s Champions League teilzunehmen, haben sich durch die letzten beiden Niederlagen innerhalb von drei Tagen bedeutend verschlechtert. Und das, obwohl der 1. FFC Frankfurt mit der Niederlage in Freiburg und dem Remis in Jena den Potsdamerinnen wie ein taumelnder Boxer eine Steilvorlage zum K.-o.-Schlag geliefert hatte. Doch die Potsdamerinnen hauchten dem kränkelnden Patienten vom Main mit der Niederlage in Essen neues Leben ein.

Ladehemmung im Sturm
„Frankfurt war schon tot, der Knackpunkt war das Spiel in Essen, dadurch sind wir ins Strudeln gekommen“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder gegenüber Womensoccer. Ausgerechnet in den zwei Spielen, wo sein Team nicht auf Dritte angewiesen war, blieb das Team ohne Punkte. „Es ist auch eine Frage der Qualität, das muss man so sehen, auch wenn uns das nicht gefällt.“ Noch schlimmer als die Niederlagen wog die Tatsache, dass seine Elf in den Spielen keine Tore schoss. „Die Offensive funktioniert im Moment nicht, die Spielerinnen haben eine Ladehemmung.“

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Kein Aufbäumen
Dabei gab es sowohl in München, Essen und auch Frankfurt durchaus Momente, die Partie zum Positiven zu gestalten. „Der Unterschied ist, dass in Situationen, in denen es nicht läuft, kein nervlicher Ruck durch die Mannschaft geht.“ Bei der 0:1-Niederlage in Frankfurt steigerte sich Turbine zwar nach der blutleeren Vorstellung in Essen, doch auch der Gegner hatte mit dem Sieg gegen Duisburg drei Tage zuvor und dem dankbaren Potsdamer Ausrutscher in Essen den Hebel rechtzeitig vor dem Klassiker umgelegt.

Patricia Hanebeck

Fußballerisch top, aber keine Leaderin: Patricia Hanebeck © Herbert Heid / girlsplay.de

Team ohne Lautsprecher
In der derzeitigen Schwächephase gibt es keine Spielerin, die die Ärmel hochkrempelt, das Zepter in die Hand nimmt und ein Zeichen setzt. „Wir spielen gut, wenn alle gut spielen und die Mannschaft ist in ihrer Gesamtstruktur zu ruhig“, analysiert Schröder. Leaderin verzweifelt gesucht: „Wir haben in dieser Mannschaft keine“, sagt Schröder. Zwar gibt es hervorragende Akteurinnen, wie etwa Abwehrspielerin Steffi Draws, doch sie ist wie auch alle ausländischen Spielerinnen nicht der Typ, der die Mitspielerinnen wenn nötig zusammenstauchen und mitreißen kann. Stürmerin Genoveva Anonma wirkt blockiert, seit sie ihr selbst gestecktes Ziel, Torschützenkönigin zu werden, nicht mehr erreichen kann. Und Patricia Hanebeck hat zwar das fußballerische Vermögen, doch wenn es brennt, ist sie eine der ersten, die die Flügel hängen lässt.

Simic und Wälti sollen für Kreativität sorgen
So ruhen die Hoffnungen schon jetzt darauf, dass Neuverpflichtung Julia Simic in der kommenden Saison diese Rolle im kreativen Mittelfeld für die zum SC 07 Bad Neuenahr wechselnde Hanebeck übernehmen kann, unterstützt von der Schweizer Nationalspielerin Lia Wälti, die auf wärmste Empfehlung von Martina Voss-Tecklenburg von Young Boys Bern nach Potsdam wechselt und die abwandernde Sara Doorsoun-Khajeh ersetzen soll, von der sich die Verantwortlichen ebenfalls mehr versprochen hatten. „Wälti ist zur Zeit das größte Talent, das die Schweiz zu bieten hat“, freut sich Schröder auf die Verstärkung.

Schwindender Erfolgshunger
Seit 2004 hat der 1. FFC Turbine Potsdam in 9 Jahren 17 Titel geholt, 6 Meistertitel, 3 DFB-Pokal-Sieg, 6 Hallenpokal-Titel und zweimal gar die europäische Krone gewonnen, so dass die Erwartungshaltung ins Unermessliche gestiegen ist. Nach zuletzt vier Meistertiteln in Folge ist es auch ein ganz normaler Prozess, dass die Spannung und auch der Erfolgshunger im Team ein wenig nachlassen. Ärgerlich ist dennoch, dass ausgerechnet in der entscheidenden Endphase der Meisterschaft der Startplatz in der Champions League womöglich verspielt wird, auch wenn die Bundesliga-Konkurrenz aus Wolfsburg und Frankfurt sicherlich über einen stärkeren Kader verfügt.

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Pauline Bremer (Mi.) ist eine der großen Hoffnungen für die Zukunft © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Pauline Bremer (Mi.) ist eine der großen Hoffnungen für die Zukunft © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Hoffen auf Champions League
Denn mit den Neuverpflichtungen und den nach und nach aus der Reha zurückkehrenden Spielerinnen wie Jennifer Zietz oder Johanna Elsig sowie den noch in der Anpassung befindlichen Norwegerinnen, wie der jungen Ada Hegerberg oder der viel versprechenden Pauline Bremer, hat der 1. FFC Turbine Potsdam auch in der kommenden Saison einen Kader, der europäischen Ansprüchen genügt. „Wir werden eine gute Mannschaft haben, deswegen ist der zweite Platz wichtig.“

Mehr Spirit im Team
Zumal die Potsdamerinnen noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer haben, denn eine noch junge, aber bereits erfahrene Spielerin aus den USA soll dem Team in Zukunft auch ein Quäntchen Fighting Spirit einhauchen. „Mit Amerikanerinnen haben wir gute Erfahrungen gemacht, die haben diese Power. Wenn wir so eine in der Mannschaft hätten, würde sie ganz anders funktionieren.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Katerli sagt:

    dja – warum hat man Isy Kerschowski soweit gebracht, dass sie gehen wollte? Ich freue mich schon auf sie am Sonntag im Karli, wenn auch leider auf der falschen Seite.
    Und die Aussage von Schröder zu Sara Doorsoun-K. verstehe ich gar nicht. Vor ihrer Verletzung hat sie sich toll in die Mannschaft eingepasst und gut gespielt. Nach der Verletzung hatte sie ja bis auf ein paar Minuten keine Spielzeit mehr. Und die paar Minuten waren auch nicht so schlecht von ihr. Aber wenn man nicht spielen darf – warum auch immer – sinkt die Motivation.
    Ich wage es kaum zu schreiben, aber vielleicht benötigt Potsdam doch mal einen neuen Trainer. Schröder kann ja weiter auf Talentsuche gehen, das macht er großartig.

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  • Winter sagt:

    Selbst wenn Potsdam nicht die CL erreicht. Sie werden stärker zurückkommen!
    2007 und 2008 waren auch etwas bescheidenere Jahre. Von Zeit zu Zeit tut das sogar mal gut um sich neu zu überdenken und Kraft für neue Erfolge zu sammeln.
    Wir gönnen die Erfolge auch anderen wenn sie besser sind, ist doch nur sportlich!

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  • Marcel sagt:

    Das grosse Problem ist und bleibt das Mittelfeld meiner Meinung nach,da ist einfach keine Konstanz drin.
    Keelin Winters Verpflichtung fürn halbes Jahr und dann in der 2.Halbserie durch Mjelde zu ersetzen ne ziemliche Schnapsidee zumindest wenn man vorhat die CL-Quali zu schaffen oder gar die Meisterschaft zu gewinnen.
    So sieht das Spiel dann halt auch aus zerfahren und mit vielen Fehlpässen behaftet,notdürftig wird dann mit langen Bällen operiert.Man kann Mjelde auch keinen Vorwurf machen erstmal in eine neues Team reinfinden brauch Zeit und dann noch nach der Winterpause ist halt nicht gerade Ideal.
    Nächste Saison kommt J.Simic das ist ja auch gut aber dafür geht Patti und ob das jetzt ne Verbesserung ist muss man auch erstmal sehen.Als ne viel schnellere Spielerin hab ich Simic jetzt auch nicht in Erinnerung und das war ja das Hauptmanko bei Patti.
    Wie auch immer das Personalkarusell bei Turbine dreht sich zur Zeit viel zu schnell.

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  • jochen-or sagt:

    Führungsspielerinnen kann man leider nicht backen.

    Sie müssen neben Persönlichkeit auf und außerhalb des Platzes auch sportlich zu den Besseren im Team gehören und zudem auch eine gewisse Routine und abgeklärt in vielen „Schlachten“ erworben haben.

    Viola war es, Babett hatte – zumindest im Umfeld Turbine – das Zeug dazu und erscheint jetzt durch die m.E. falsche Vereinswahl unter ferner liefen.

    Da werden auch eine Simic und wohl auch 2 neue junge Ausländerinnen nichts ändern.

    Es mag auch der Grund sein, warum Frankfurt so schlecht da steht.

    Ich sehe auch dort nicht die „Leaderin“ und es ist bezeichnend, welch wichtige Rolle Garefrekes dort noch spielt.

    Nur Wolfsburg hat mit Odebrecht und Keßler, aber auch einigen anderen wie Pohlers, vielleicht auch Jakabfi, starke Persönlichkeiten, die auch Leaderqualität haben, und mit Wensing sollte da auch noch eine nachwachsen.

    Sarholz ist eigentlich eine gemeinte Leaderin – aber sie scheint ja einige Probleme zu haben; zudem braucht man nicht nur eine, die im Tor steht.

    Auf sie freue ich mich aber am meisten, so sie tatsächlich wieder spielen wird.

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  • Lolly sagt:

    Ich bin einfach gespannt, was nächste Saison wird. Das da eine fehlt, die mal auf den Tisch haut, ist sicher jedem schon aufgefallen.
    Aber bekanntlich macht ja Turbine immer wieder das Beste draus, auch wenn sich das Personalkarussell dreht.
    Abre mit Simic und Wälti ist ein guter Anfang gemacht und auf die noch unbekannte Amerikanerin bin ich auch gespannt. Genauso wie auf die Rückkehr der Langzeitverletzten Zietz und Elsig, denn Elsig ist bekannt dafür, das sie auf dem Feld auch mal aggressiv und laut werden kann 😉 Und Zietz als langjähriger Kapitän, weiß natürlich wie der Hase läuft. Klar hat Turbine keine Odebrecht oder Keßler, da muss ich JOCHEN-OR leider recht geben, aber es gibt Leute bei Turbine, die das Zeug dazu haben.
    Immer wieder sieht man z.B. bei Ada Hegerberg, das wenn sie eingewechselt wird, sie immer wieder zu ihren Kolleginnen ruft und in die Hände klatscht, so nach dem Motto *Kommt Mädels, jetzt packen wirs* udn wenn man bedenkt das sie erst 17 ist, finde ich persönlich das toll. 🙂
    Und ich muss auch MARCEL recht geben, das Mittelfeld hat Potential, macht aber zu wenig draus, das klammert die gesamte Offensive eig. ein.
    Das liegt an einem natürlich daran, das eine wie Ogimi den Kopf hängen lässt und wahrscheinlich schon mit den Gedanken bei Chelsea ist oder auch das von einer Göransson viel zu wenig kommt. Hanebeck ist ne super Fußballerin, hat aber, so wie man es rausgehört hat, auch evtl privat mit einigen Dingen zu kämpfen (neben ihren Verletzungen) und ist nicht mit dem Kopf dabei, Anonma hat ne Ladehemmung, Hegerberg spielt (noch) zu wenig und der Rest wie Cramer, Bremer und Evans machen ihre Sache recht gut, aber reicht leider noch nicht ganz 🙂
    Ich denke schon das es nächste Saison wieder anders aussieht, auf jeden Fall wird die Saison wieder spannend und ich freue mich auf den Dreikampf von Potsdam, Frankfurt und Wolfsburg und vlt. auch von einem Überraschungsteam! 🙂
    Ps.: Auch mit WINTER teile ich meine Meinung 🙂

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  • speedy75 sagt:

    @jochen-or
    Turbine hat halt durch die ganzen Abgänge die „Leaderinnen“ verloren. Kerschowski war u.a auch eine, Doorsoun hätte eine werden können, schade dass sie wieder geht.

    Sarholz kann das eigentlich aber da muss man erstmal abwarten wenn die nächste Saison wieder im Tor steht wie es sich entwickelt. Jenny Zietz kommt ja auch zurück. Dazu dann noch Elsig und Simic, es gibt also schon einige die das könnten nur sollte man denen auch Zeit geben sich zu entwickeln.

    Selbst wenn Turbine diese Saison nur den 3ten Platz erreichen sollte, Potenzial für die nächste Jahre ist das gutes vorhanden.

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  • Sheldon sagt:

    Meines Erachtens sollte Turbine die nächste Saison mal dazu nutzen, den Verein aufzuräumen und neu zu strukturieren. Dazu gehört auch, sich vom Trainer zu verabschieden bzw. den Abgang von Schröder vorzubereiten.

    Schröder ist mittlerweile kein Trainer mehr, er ist Präsident. Er sollte sich dieser Aufgabe widmen. Er ist viel besser, wenn er sich auf das Präsidium und das sportliche Management konzentrieren kann.

    Dazu sollte man einen echten Manager installieren, der gerade die Finanzen und die wirtschaftliche Attraktivität Potsdams auf die Beine bringt.

    Als Trainer sollte man einen jungen, fitten, dynamischen Trainer engagieren, der es versteht, Konstanz in die Leistungen der Mannschaft zu bringen. Das ist nämlich in letzter Zeit das Problem, dass selbst Leistungsträger nicht kontinuierlich Leistungen bringen, weswegen Potsdam die CL dieses Jahr nicht erreichen wird.

    Was Potsdam fehlt, ist ein Konzept, sportlich und finanziell. Sportlich hat man immer von der Qualität der Einzelspielerinnen gelebt, Finanziell immer von der aufopferungsvollen Arbeit und z.T. ehrenamtlichem Engagement Einzelner. Struktur hatte da aber wenig.

    Sportlich ist das 3-4-3 von Potsdam auch mit dieser Mannschaft nun überholt. Es gilt hier, auch das System zu überarbeiten und den meines Erachtens viel zu aufgeblähten Kader etwas auszudünnen.

    Viel Arbeit also in kurzer Zeit, aber man muss das Übel bei der Wurzel packen, wir müssen endlich die Zeiten hinter uns lassen, wo man einzelnen Personen nachgetrauert hat. Dazu haben wir keine Zeit. Badstuber beispielsweise hat eine fantastische WM 2010 gespielt, jetzt ist er verletzt und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass er nächste Saison einen Stammplatz haben wird, denn Lahm, Boateng, Dante und Alaba sind absolut gesetzt.
    Hat man da bei Bayern lange rumgeheult? Nein! Dante ist eingesprungen und fertig! So muss das!

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  • hapl27 sagt:

    Es muss sicherlich auch die Frage erlaubt sein, warum die Leaderinnen, die es zweifelsohne immer wieder in Potsdam gab, Potsdam verlassen haben. Der ein oder andere Wechsel ist sicherlich nicht untypisch, aber in Potsdam kann man fast mit schlafwandlerischer Sicherheit davon ausgehen, dass Leader, die auch erst in Potsdam Leader wurden, Turbine verlassen.
    Wie Sheldon schon sagt, ist Herr Schröders Zenit in Potsdam vielleicht auch einfach überschritten. Absolute Führungsspielerinnen scheinen mit ihm ab einem gewissen Punkt auch einfach anzuecken. Herr Schröder hat viel für Turbine und den Frauenfußball geleistet, aber vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich als Trainer aus dem Geschehen zurückzuziehen.

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  • Needle sagt:

    Bei der Diskussion, das angeblich gerade die Leaderinnen TP verlassen bzw. generell Spielerinnen den Verein wechseln, wird generell die Frage ausser acht gelassen, ist die Situation deshalb so, weil die Verträge auslaufen, weil der Verein kein neues Angebot vorgelegt hat oder eben die Spielerin selbst den Vetrag hat auslaufen lassen!
    Die meisten hier gehen doch wohl eher von einer „Spielerinnenflucht“ als von einem Ausschlagen eines Vertragsangebotes aus.
    Explizit wird dies insbesondere bei Hanebeck so kommuniziert!
    Ich meine aber eher, dass Patti selbst die Drahtzieherin des Wechsels ist, d.h. ein Vertragsangebot ausgeschlagen hat, genauso wie Doursoon, die wohl lt. meinem Gefühl mit dem Trainer so gar nicht konnte. Ihre weitgehend indiskutable Leistung korrelierte jedenfalls nicht mit ihrem wahren Leistungsvermögen, sie konnte (wollte?) es nicht optimal abrufen. Insgesamt gab es in den letzten Saisons zuviele Ausfälle (Elsig ausgenommen!), die hätten vermieden werden müssen. Krasses Beispiel ist Winters, die wegen angeblicher Knieprobleme die Segel strich, aber in der US-Liga wohl spielt! Insofern bei Turbine die Dinge wohlweislich unter der Decke gehalten und eben nicht publik gemacht werden, schiessen die Spekulationen darüber zwangsläufig ins Kraut…
    Wenn man hier am Trainerstuhl sägt, vermisse ich dennoch die namentliche Nennung des neuen Heilbringers auf diesem Posten – ich sehe nämlich keinen mit der nötigen Akzeptanz in diesem Portal! Würde ich eine Fee kennen,bei der ich einen Wunsch frei hätte, würde ich Simic sagen, sie soll ihren Noch-Trainer bei der Hand nehmen und mitbringen!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Needle: Hanebeck und Doorsoun haben beiden noch gültige Verträge in Potsdam bis zum 30. Juni 2014, ohne Zustimmung Potsdams wäre ein Wechsel also gar nicht möglich, so es denn keine Ausstiegsklausel gibt.

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  • Needle sagt:

    Nun, Markus, also bleibt es dabei, dass beide Spielerinnen so oder so die Initiatoren des Wechsels sind. Bei Doorsoun nannte ich ja meine Vermutung und Hanebeck wird wohl die Trainingsbelastung in Potsdam als zu stressig empfunden haben. Man sagt ihr eh nach, etwas bewegungsfaul zu sein.
    Bei beiden Spielerinnen ist wohl Schröder bzgl. einer TP-Eignung heftig daneben gelegen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Needle: Wenn es bei Hanebeck an der Trainingsbelastung liegen würde, wäre sie kaum zwei Jahre in Potsdam geblieben. Sicherlich hat man sich von ihr mehr erhofft, auch in Richtung Nationalmannschaft, aber es war bei ihr schon immer ein schmaler Grat. Ich kann die Leistung von Doorsoun über die Saison nicht beurteilen, aber ich meine mich zu erinnern, dass zumindest einige hier, die häufiger Spiele von ihr sehen, ihre Leistung definitiv nicht als „weitgehend indiskutabel“ eingeschätzt haben.

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  • Spielerfrau sagt:

    Danke, Markus Juchem, für den Artikel – allerdings ist Platz 3 nach dem „Ausbluten“ des Potsdamer Kaders immer noch beachtlich – auch als Trainerleistung (ich bin fassungslos darüber, wie so ein „Urgestein“ im FF, der pro bono arbeitet, hier im Forum „runtergeschrieben“ wird).

    Platz 2 ist und bleibt für den Mega-Kader in Frankfurt mit diesem Trainerverschleiß immer noch eine Enttäuschung. Für die Frankfurter Spielerinnen wäre ein neuerlicher CL-Ausfall schlichtweg eine Katastrophe – mal sehen, ob dieser Fall eintreten wird.

    Was in Potsdam mE fehlt, ist ein Eigengewächs – haben Sie nachgefragt, ob beispielsweise mit Felicitas Sarholz in der nächsten Saison „nachrückt“ – da stimme ich speedy zu?

    Vielleicht sollte man nach Bayern schauen – für mich ein Beispiel eines Kaders, das im Mannschaftsgefüge funktioniert und das in dieser Saison fähig war, alle drei Topteams zu schlagen.
    ME stimmt auch in Wolfsburg die Chemie – und da sehe ich auch ein breites, gut eingespieltes Mannschaftsgefüge und Zusammenspiel.

    Was fehlt – und mir seit einigen Saisonen quer durch alle Clubs auffällt -, sind echte, unverwechselbare Charaktere auf dem Spielfeld. Durch das Wechselreigen sind die Spielerinnen austauschbarer gewordne.

    Braucht’s denn noch die Leitwölfin, Herr Juchem, oder ist ein gutes Gefüge nicht mindestens ebenbürtig?

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  • Needle sagt:

    Nun, 2 Jahre waren für Patti sicher genug und jünger geworden ist sie schliesslich auch nicht. Wenn man seitens TP mit ihr unzufrieden gewesen wäre, hätte sie ja ihren Vertrag notfalls aussitzen können und mit weniger Einsätzen zufieden sein können.
    Was ich aber nicht zu beurteilen vermag!
    Wenn man wie Patti so lange Wunschkandidatin-Nr.1 von Schröder gewesen sein soll, dann ist meine Verwunderung exorbitant, stellt man die gezeigte 2-Jahresleistung und die Trennung gegenüber.
    Doorsouns Leistung hat sich in die Überraschung ob ihrer Verpflichtung nahtlos eingeordnet. Mittelmass – das war´s und eben nicht die erhoffte Verstärkung. Es soll auch Spielerinnen geben, die haben ein Problem, wenn sich ihr Standing im Team gegenüber dem alten nicht bestätigt/fortsetzt.
    Bzgl. Neuverpflichtungen/Verstärkungen hätte sich meiner Meinung nach Potsdam eher wie Freiburg bemühen sollten. Auch eine Simon scheint in Schröders Notizblock keine Aufnahme gefunden zu haben, was ich eigentlich bedaure.
    @Spielerfrau
    Das beim VfL die Chemie stimmt, mag wohl in erster Linie mit dem anhaltenden Erfolg in Einklang bringen zu sein! Sollte die Situation mal länger anhaltend umschlagen, dann gucke mal genauer hin, ob´s nicht doch gärt im Team.

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  • preuße sagt:

    Ich meine,das die junge nachwachsene Generation von
    Spielerinnen,auf die B.S. immer so baut,inzwischen dieses einst erfolgreiche Trainingskonzept nicht mehr mitgehen will.
    Man ist,ob der Erfolge neugierig auf den Führungsstil des
    Trainers,möchte sich den letzten Schliff holen,ist aber dann
    vermutlich doch entsetzt,wie hart es wirklich ist.
    Und das Härte im Training nicht alles ist,sehen wir inzwischen
    auch bei anderen Mannschaften.
    Fussball spielt man mit Freude am Spiel und durch Können.
    Beides kann man momentan nicht sehen, weil dieser Führungsstil
    warscheinlich nicht mehr dafür taugt.Die einhergehende
    Fluktation tut ein Übriges.
    Schade ist nur, das die Vereinsführung nicht zu uns Fans
    mal ehrlich auch eventuelle Fehler eingestehen kann, so wie
    das in Frankfurt gelegentlich der Fall ist.
    Dann bräuchten wir uns hier im Forum nicht immer nur mit
    Spekulationen abgeben.

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  • Sheldon sagt:

    Generell sehe ich den „Exodus“ nicht als derart schlimm an. Es ist gut, dass ein paar Spielerinnen gehen, bei einem Kader von mittlerweile 27 Spielerinnen.
    Es werden sicherlich auch neue Spielerinnen kommen. In der Abwehr insbesondere.

    Zum Trainerposten: Da gibt es mehrere Optionen. Zum einen kann man es so machen wie Frankfurt und mit Sven Weigang den Trainer der B-Juniorinnen befördern.
    Ebenso kann man aber auch eine ehemalige Spielerin auf diese Position befördern, wie beispielsweise Ariane Hingst oder Britta Carlson, die in Wolfsburg ja sogar schon Erfahrung hat.
    Wenn ich ehrlich bin, würde ich sogar „bei der Konkurrenz wildern“ und einen der Ex-Frankfurter Trainer wie Hans-Jürgen Tritschoks oder Monika Staab holen.
    Auch ein Heidi Vater, Achim Feifel oder ein Marco Ketelaer wären Alternativen, genauso wie Milorad Pilipovic, sollte er Freiburg verlassen.

    Sollten alle Stricke reißen, könnte man auch wie bei Bad Neuenahr einen Ex-Profi von den Männern holen.

    Und einen Kandidaten gäbe es dann noch Ralf Peter, der zwar beim DFB angestellt ist, aber nach mehr als 10 Jahren durchaus für ne Veränderung zu haben wäre.

    In diesem Bereich hat man also genug Leute. Für den Managementbereich bräuchte man nen Profi aus dem Männerfußball.

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  • Sheldon sagt:

    @Spielerfrau: Schröder wird nicht heruntergeschrieben. Doch es kommen Zeiten, wo es Veränderungen braucht.
    Beispiel: Hoeneß war 30 Jahre lang Manager bei Bayern. Dennoch war es gut, dass er das Präsidentenamt übernommen hat und nun Sammer das Amt hat. Bayern würde sonst nie so gut spielen, wie sie es tun.

    Nostalgie in allen Ehren, aber auch ein Bernd Schröder muss sich dem Erfolg der Mannschaft unterordnen.

    Dass wir in Deutschland keine Charaktere mehr haben, liegt nicht am Wechselreigen, sondern daran, dass in der Nationalelf jahrelang nicht nach dem Leistungsprinzip verfahren wurde.
    Wenn man, wie es bei den Männern üblich ist, knallhart und ohne Rücksicht auf Verluste nach dem Leistungsprinzip vorgeht, dann gäbe es Charaktere, denn dann würden sich wirklich nur die sportlich UND mental stärksten Spielerinnen durchsetzen.

    Charaktere, wie sie eine Sarholz mal war, sind unbequem, aber genau die braucht man im Fußball. Und wer als Trainer mit solchen Typen nicht umgehen kann, der ist im Profifußball absolut falsch.

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  • Spielerfrau sagt:

    Hmmm – d’accord,

    @ Needle – ich beobachte den VfL schon länger – da merkte man, es „stimmt“ in der Mannschaft. Erinnert mich an die Glanzzeiten in Duisburg, sans Ruhrpottfeeling?
    Immerhin bemerkenswert, was da in Wolfsburg geschaffen wurde. Und auch der Aufstieg von Wolfsburg ist stetig erfolgt.

    @ Sheldon,
    deinen Ausführungen zu den Charakteren stimme ich zu (und bei TP – we agree to disagree ;o). Ich halte nach wie vor einen dritten Platz für eine positive Bilanz, und hoffe auf Besseres.

    Frage mich, ob da bei der Natio irgendwann doch die Quittung kommt (bzw. die Quittung war ja schon da).

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  • grammofon sagt:

    Vielen Dank, Markus Juchem. Ein sehr guter Artikel, gut recherchiert und auch gut analysiert.

    Was die Trainerfrage hier angeht, das ist doch völliger Schwachsinn. Schröder ist schon seit über 40 Jahren Trainer und hat schon viel schlimmeres durchgemacht als dass er jetzt eventuell nur dritter wird. Und egal was Leute hier schreiben, er wird eh nicht gehen. Außerdem hat er es trotz des enormen Aderlasses im letzten Sommer noch geschafft eine Konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen, was wirklich nicht viele erwartet hatten. Da kann man nur Respekt für haben. Und warten wir es erst mal noch ab, vielleicht schafft Potsdam ja noch die CL Quali.

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  • FFFan sagt:

    Das Fehlen einer ‚Anführerin‘ ist sicher nicht der einzige Grund dafür, dass der amtierende Deutsche Meister eine für seine Verhältnisse schwache Saison spielt.

    Man macht es sich auch zu einfach, wenn man nur auf die Abgänge vor der Saison verweist. Es hat bei Turbine Potsdam im Kader der 1.Mannschaft in den letzten Jahren eigentlich immer eine relativ große personelle Fluktuation gegeben. Oft hat sich diese ‚Blutauffrischung‘ sogar als Vorteil erwiesen, weil die Neuzugänge richtige ‚Volltreffer‘ waren (2011 etwa schlugen Hanebeck, Anonma, Göransson und Naeher hervorragend ein und konnten den Verlust von Bajramaj, Keßler, Henning sowie die Verletzung von Sarholz problemlos kompensieren). Diesmal hat es zum ersten Mal nicht funktioniert. Von den neu hinzugekommenen Spielerinnen wusste lediglich Evans zu überzeugen. Dass Elsig schon verletzt ankam, war natürlich Pech, aber Doorsoun, Mirlach und Jacques waren nicht die erhofften Verstärkungen und die ebenfalls hinter den Erwartungen zurückgebliebene Winters hat den Verein bereits wieder verlassen (ihre Kopfballstärke wird jetzt bei Standards schmerzlich vermisst!), so dass in der Winterpause noch mal ’nachgekauft‘ werden musste.

    Das Problem sind aber nicht nur die Spielerinnen, die den Verein verlassen haben bzw. neu verpflichtet worden sind. Das Problem sind nicht zuletzt die, die geblieben sind: mit Hanebeck und Anonma laufen zwei Leistungsträgerinnen der letzten Saison in diesem Jahr ihrer Form meilenweit hinterher, auch Göransson und (trotz ihrer vielen Tore) Ogimi haben mehr oder weniger stark abgebaut. Dasselbe Phänomen (dass nämlich die zweite Saison schwächer ist als die erste) war seinerzeit auch schon bei Bajramaj und Keßler zu beobachten. Woran das liegt, ob falsch trainiert wird, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen.

    Ein wichtiger Punkt ist auch, dass in taktischer Hinsicht keine Weiterentwicklung stattgefunden hat – im Gegenteil! Was Turbine früher stark gemacht hat – schnelles Umschalten nach Ballgewinn, wenn der Gegner in der Defensive noch unsortiert ist, und rasches Nachrücken vieler Spielerinnen in die Offensive – ist momentan kaum zu sehen. Der Spielaufbau geht umständlich und fehlerhaft vonstatten, häufig wird das Tempo verschleppt. So entsteht kaum Gefahr für das gegnerische Tor.

    Eine weitere große Potsdamer Stärke war in früheren Zeiten die Athletik und Fitness der ‚Torbienen‘. Nicht selten wurden Spiele in der Schlussphase noch ‚gedreht‘ oder der Gegner regelrecht überrannt. Neuerdings ist es eher so, dass Potsdam gegen Ende ‚platt‘ wirkt oder jedenfalls nicht mehr zulegen kann. Ob die aktuelle Mannschaft in diesem Bereich nicht mehr so gut ist wie ihre Vorgänger oder die anderen Teams aufgeholt haben, ist schwer zu sagen.

    Trotz dieser kritischen Bestandsaufnahme muss für die Zukunft nicht unbedingt schwarz gesehen werden. Eine gute sportliche Substanz ist im Verein vorhanden und wenn man sich wieder auf seine Stärken besinnt, zu denen neben gezieltem Scouting auch eine gute Nachwuchsarbeit zählt, und vielleicht noch den Spielstil etwas modernisiert, könnte es schon bald wieder aufwärts gehen. Der Verein muss jetzt einfach seine ‚Hausaufgaben‘ machen, die „Leader“-Debatte ist dabei nur ein Randthema!

    P.S: bzgl. Sara Doorsoun, deren Leistung hier ja kontrovers diskutiert wird, ist mir aufgefallen, dass sie in der Hinrunde extrem ‚herumgeschoben‘ wurde: beim Saisonauftakt in Sindelfingen wurde sie auf die Liberoposition gestellt, beim nächsten Spiel in Duisburg agierte sie im defensiven Mittelfeld, bevor sie dann im Heimspiel gegen Frankfurt als ‚Sonderbewacherin‘ von Marozsan mit einer Spezialaufgabe betraut wurde. Später wurde sie gegen Bayern München als linke Verteidigerin eingesetzt, beim nächsten Spiel in Jena dann im linken Mittelfeld, bevor sie schließlich in Wolfsburg wieder ihren Dienst im zentralen Mittelfeld verrichten durfte, wo sie mit Winters eine Art ‚Doppel-Sechs‘ bildete (und das waren jetzt nur die Spiele, die ich via DFB-TV verfolgen konnte)…
    Natürlich darf und soll ein Trainer sich die Vielseitigkeit einer Spielerin zunutze machen; dennoch denke ich, dass es für eine Akteurin, die neu in der Mannschaft ist, besser (gewesen) wäre, sich mal über mehrere Spiele auf einer Position einspielen zu können.

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  • Detlef sagt:

    @Spielerfrau,
    Ist Schröder wirklich eine „unantastbare“ Person???
    Er selber fordert immer wieder eine Streitkultur, also muß er sich auch gefallen lassen, daß man ihn kritisiert!!!

    Ich weiß nicht so recht, ob sein 3-4-3 wirklich in die Mottenkiste gehört!!!
    Warum muß man denn unbedingt immer dem Mainstream folgen, wenn man auch mit einem anderen System Erfolg hat???
    Needle hat einen wichtigen Punkt angesprochen, als er die gute Chemie in WOB mit deren Erfolgswelle in Verbindung brachte!!!
    Erfolg macht bekanntlich nicht nur sexy, sondern er übertüncht auch viele kleinere- und einige größere Mankos im Team!!!
    Wer wüßte dies besser als wir TURBINE-Fans!!!

    Wenige Zentimeter entscheiden im Fußball über Sieg oder Niederlage!!!
    Und wenn AYOMA bei ihren beiden 100%-igen Chancen den Ball nur ein paar Zentimeter weiter rechts (bzw links) getroffen hätte, oder YUKIS Freistoß nur ein paar Zentimeter (vielleicht hätten da schon Millimeter gereicht) weiter links den Pfosten berührt hätte, oder ADA ein paar Zentimeter höher gesprungen wäre, um so besser hinter den Ball zu kommen, dann gäbe es die ganze Diskussion hier gar nicht!!!
    Alle hätten sich wieder auf Mainhatten gestürzt, und Sidi zum Teufel gewünscht, obwohl Frankfurt an diesem Tag seine wahrscheinlich beste Saisonleistung zeigte, wie mir einige Frankfurt-Fans nach dem Spiel sagten!!!
    Also wegen diesen wenigen fehlenden Zentimetern, muß man doch nicht gleich die Systemfrage stellen!!!

    Man kann immer Dinge verbessern, und da gäbe es beim noch amtierenden deutschen Meister sicherlich einige Baustellen!!!
    Und wenn man die ganze Vorgeschichte kennt, mit den ständigen Aderlässen und Neuformierungen seit Jahren, mit dem unfassbaren Verletzungspech in dieser Saison, usw, dafür hat Potsdam eine hervorragende Saison gespielt!!!
    Es kann also gar nicht so viel falsch gelaufen sein an der Havel!!!
    Und sie können sich selber dafür immer noch belohnen, wenn sie die restlichen Ligaspiele gewinnen, und in Köln den Pokal holen!!!

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  • Meta sagt:

    @ Sheldon: Britta ist vom Markt. Sie geht zur neuen Saison als „Nachwuchs-Chefin“ & Co-Trainerin zum VfL zurück.

    Im bin ich, was die zukünftige Rolle von Herrn Schröder angeht, eher für einen echten Cut. Entweder ganz oder gar nicht. Als Präsident wäre er immer eine Art „Schattentrainer“! So ähnlich wie SD in Frankfurt.

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  • balea sagt:

    In einem Interview – ich meine im TV, aber weiss nicht mehr wo, schon ein paar Monate her – hat Bernd Schröder sehr selbstkritisch erkärt, dass die Nachwuchsarbeit des Vereins in den letzten 2 Jahren schlecht gewesen sei. Bzw. sei sie schlecht gewesen, dass für etwa 2 Jahre keine grosse Verstärkung aus dem Nachwuchskader zu erwarten sei, anders als in der Vergangenheit. Er meinte, dass das Manko aber erkannt und abgestellt wurde. Bis aber aus dem eigenen Nachwuchs für die erste Mannschaft wirklich gute Talente nachkommen dauert es eben eine Weile.

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Es geht nicht darum, was Schröder macht, sondern was er machen sollte. Professionell heißt eben auch Veränderung, wenn es nicht läuft.

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  • Antje sagt:

    Vor einem Jahr bekam ich hier im Forum eine fette Schelte und unzählige Daumen runter, als ich monierte, dass es in Potsdam keine selbsternannte Leitdame in Aktion gäbe. Lediglich Viola machte damals etwas Fantumulte, und Radau im Spiel und auf’m Platz, doch dies oft auch nur im Alleingang. Die anderen Spielerinnen wirkten verschüchtert und demotiviert, auch eine Babett oder Bianca – Anja sowieso.
    Nun wird hier festgestellt, dass eine Leaderin in Potsdam fehle, eine Macherin – ach was?
    Gab es die nach 2007 überhaupt? Seit den Weggängen von Pohlers, Hingst, Angerer und Co fehlt mE auch jede Persönlichkeit/Individualität im Stadion. Es ist lediglich ein Züngeln, mal hier mal da flammt es auf. Es ist ein Plätschern, oder wie ein Stückwerk aus kleineren und größeren Stars, Individualistinnen und Mitläuferinnen fighten auf’m Acker. Und immer fieber ich mit.
    Doch bei aller Liebe zu Potsdam – mir fehlt schon lange das Format und jeglich modernes Geschick, neben und auf’m Platz, um solch einen Haufen unterschiedlichen Alters und verschiedenster Kulturen zu inspirieren und zueinander zu führen.
    Da brüllt ein Bernd, die Teambetreuerin wütet sowieso mit, der Heini fässt sich an den Kopf und aufgebrachte Fans wissen, was die Schiedsrichterinnen längst hätten wissen sollen. Überall ist angespannte Stimmung, ach weh, und es werden erneut irgendwelche Ertwartungen nicht erfüllt.

    Nicht falsch verstehen: Ich liebe diese Heimspiele! Doch irgendwie ist der Drops gelutscht und ich frage mich, woran das liegen könnte.
    Vielleicht sollte sich das Turbineteam tatsächlich erst einmal finden, zusammen erwachsener und reifer werden. Doch eine Saison geht nur eine Saison, da kommen neue Spielerinnen und die liebgewonnenen gehen. So ist das wohl!

    Bei dem Geschick, das Schröder an den Tag legt, um neue Talente zu suchen und sie ins Team zu holen, muss doch in der Ausführung wesentlich mehr drin sein. Ich rede nicht von Titeln, sondern auch von schönem und leidenschaftlichem Fußball, von Spaß im Stadion, von echtem Kult.
    Bin ich die einzige, der das alles nur noch zu mechanisch vorkommt?
    Viele der Turbinespielerinnen (Yuki, Lisa, Anonma usw.) haben ein dermaßen beeindruckendes Ballverständnis und jede ihre eigene Athletik, da kann man doch nur staunen? Aber spielen sie zusammen, da fehlt ihnen oft der Zauber, das gewisse Etwas. Und immer will man glauben: Heute wird’s!

    Doch selbst wenn es mal gelingt, dass die Bälle für die Noch-Meisterinnen standesgemäß in die Kästen flutschen, fehlt der Erwartungserfüllung oft die Magie, der sogenannte Funke, der überspringen sollte, um neue Feuer zu entfachen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Obgleich mir der von Dir angesprochene und mit zahlreichen Daumen runter benotete Beitrag nichts sagt, gebe ich Dir für den obigen 30 sinnbildliche Daumen hoch, Antje!
    Auch wenn ich die Aussage „da brüllt ein Bernd“ als schon lange nicht mehr zutreffend, weil einer gehörigen Portion Resignation gewichen, einstufe.
    Ansonsten treffen alle Kritikpunkte auch meinen Nerv, stelle ich doch identische Defizite schon seit geraumer Zeit fest, wie auch das unerfüllte Wunschdenken, diese alten, guten und erfolgreichen Zeiten mögen nicht nur FF-Nostalgie bleiben!

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