Das Restprogramm der Top 3

Von am 25. April 2013 – 15.42 Uhr 7 Kommentare

In der Frauenfußball-Bundesliga geht es in den kommenden Wochen auf die Zielgerade, Womensoccer gibt einen Überblick auf das Restprogramm der drei besten Mannschaften.

An der Spitze hat Tabellenführer VfL Wolfsburg (47 Punkte) bei einem weniger ausgetragenen Spiel sechs Punkte Vorsprung und vor dem Duell mit dem schärfsten Verfolger alle Trümpfe in der Hand. Die Wolfsburgerinnen können am Sonntag, 28. April, beim 1. FFC Frankfurt (ab 11 Uhr live auf DFB-TV) mit einem Sieg den Meistertitel unter Dach und Fach bringen.

Ausgelaugte Wolfsburgerinnen
Allerdings hat der Tanz auf drei Hochzeiten erste Spuren hinterlassen, beim knappen 1:0-Sieg gegen den FCR 2001 Duisburg unter der Woche wirkte die Elf von Trainer Ralf Kellermann vor allem mental ausgelaugt, so dass der 1. FFC Frankfurt sicherlich nach den Siegen gegen Duisburg und Potsdam eine gute Chance wittert, die Titelentscheidung zu vertagen und den eigenen Anspruch auf einen Champions-League-Startplatz in der kommenden Saison zu untermauern.

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Lena Goeßling und Genoveva Anonma im Zweikampf

Lena Goeßling (li.) im Zweikampf mit Genoveva Anonma © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Nur noch ein Heimspiel für Wolfsburg
Für die Wolfsburgerinnen stehen nach dem Gastspiel in Frankfurt zwei weitere schwere Auswärtsspiele an, zunächst bei Bayer 04 Leverkusen, danach beim 1. FFC Turbine Potsdam, ehe zum Saisonabschluss ein Heimspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr ansteht. Auch wenn die Wolfsburgerinnen bereits eine Hand am Meistertitel zu haben scheinen, entschieden ist noch nichts.

Anspruchsvolles Restprogramm für Frankfurt
Bei einer Niederlage des 1. FFC Frankfurt (41 Punkte) gegen Wolfsburg dürfte auch der Tabellendritte 1. FFC Turbine Potsdam (37 Punkte) noch einmal Morgenluft wittern, denn für die Frankfurterinnen geht es danach noch zum Auswärtsspiel zum SC 07 Bad Neuenahr und zum Abschluss steht ein Heimspiel gegen den FC Bayern München auf dem Programm, sechs Punkte sind hier mitnichten garantiert.

Potsdam noch im Rennen
Von der Papierform her darf man den 1. FFC Turbine Potsdam im Kampf um Platz 2 sicherlich noch nicht abschreiben, denn in zwei der vier verbleibenden Spiele gegen es gegen die abgeschlagenen Aufsteiger VfL Sindelfingen und FSV Gütersloh 2009, äußert wichtig ist bereits das nächste Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen, das für die Potsdamerinnen in der gegenwärtigen Verfassung kein Selbstläufer werden dürfte, im letzten Heimspiel geht es dann gegen Spitzenreiter Wolfsburg.

Das Restprogramm der Top 3 im Überblick

VfL Wolfsburg (47 Punkte, 63:11 Tore)

28.04.13: 1. FFC Frankfurt – VfL Wolfsburg
01.05.13: Bayer 04 Leverkusen – VfL Wolfsburg
05.05.13: 1. FFC Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg
12.05.13: VfL Wolfsburg – SC 07 Bad Neuenahr

1. FFC Frankfurt (41 Punkte, 48:24 Tore)

28.04.13: 1. FFC Frankfurt – VfL Wolfsburg
05.05.13: SC 07 Bad Neuenahr – 1. FFC Frankfurt
12.05.13: 1. FFC Frankfurt – FC Bayern München

1. FFC Turbine Potsdam (37 Punkte, 57:16 Tore)

28.04.13: 1. FFC Turbine Potsdam – Bayer 04 Leverkusen
01.05.13: 1. FFC Turbine Potsdam – VfL Sindelfingen
05.05.13: 1. FFC Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg
12.05.13: FSV Gütersloh 2009 – 1. FFC Turbine Potsdam

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • xXx sagt:

    Turbine Potsdam hat natürlich den Vorteil, dass noch ein Spiel mehr, als für Frankfurt, zur Verfügung steht und das man auch die etwas leichteren Gegner (Sindelfingen und Gütersloh) hat. Wenn man aus diesen 4 Spielen 9 Punkte hol, ist der CL-Platz sicherlich noch drin, da bei den 3 Spielen für Frankfurt mit Wolfsburg UND Bayern noch 2 ziemliche Brocken dabei sind, wo Frankfurt wahrscheinlich nochmal Punkte liegen lassen wird.

    Allerdings braucht Potsdam sicherlich ne Leistungssteigerung gegenüber den letzten Spielen, um auch sicher die 3 Punkte aus Leverkusen mitzunehmen.

    Zünglein um den CL-Platz wird sicher Wolfsburg sein. Wer in diesen Spielen gegen WOB, von Potsdam und Frankfurt, mehr Punkte liegen lässt schaut am Ende ahrscheinlich in die Röhre.

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  • jochen-or sagt:

    Ich gestehe, dass ich mir das Spiel 1.FFC – Turbine nicht angeschaut habe, weil ich einfach nicht an einen Erfolg meiner Torbienen nach den letzten müden Auftritten ( auch schon vor dem Essen-Spiel) glauben konnte. Natürlich hatte ich auf ein Unentschieden gehofft, daran geglaubt aber nicht – da ist das Ergebnis und klingt ja die Schilderung des Ablaufs noch überraschend „milde“ .

    Essen war für mich das eigentliche Schlüsselspiel der Saison.

    Dementsprechend glaube ich auch nicht an eine echte Chance auf Platz 2. Selbst Leverkusen ist für mich noch nicht besiegt – erst recht nicht Wolfsburg.

    Aktuell wirkt es so, dass der Mannschaft der „Spirit“ – lies auch „Powerfrauen“ – wie dies Viola, Jenny Zietz oder auch vielleicht Babett und Anja waren, fehlt.
    Als Persönlichkeit in diesem Sinne erlebe ich eigentlich nur Singer, die aber leider eine reine Zerstörerin mit begrenzten technischen Fähigkeiten ist. Auch Geneoveva kämpft unerbittlich und sollte wieder kommen, ist aber im Team wohl keine Leitfigur.
    Doorsun hat selbst nach ihrer letzten Einwechslung gut gekämpft und ich verstehe nicht so recht, dass sie jetzt bei den Schlüsselspielen gänzlich in der Versenkung verschwindet, auch wenn sie geht.

    Hanebeck hängt deutlich sichtbar schon längere Zeit durch – leider.
    Eine positive Ausstrahlung hat Ada – aber sie ist einfach noch zu jung. Von ihr erwarte ich aber nächstes Jahr noch einiges – und dann wieder den Abgang, wer weiß wohin.

    Mit den jetzt bekannten Abgängen kommt aber wieder mal so eine Endzeitstimmung auf.

    Wie soll man da noch was Großes leisten.

    Mit Wolfsburg ist jetzt ein 2. wesentlich finanzstärkerer Verein in der Bundesliga, so dass es Turbine womöglich tatsächlich so gehen kann wie einstmals Gladbach: nach einer großen Zeit als Talentschmiede mit Meisterschaften – national und international – siegt letztendlich doch das Geld und man muss sich mit einem Platz im Mittelfeld begnügen.
    Da hoffe ich wenigstens auf die treue Anhängerschaft!

    Mal sehen, ob Schröder in den nächsten Jahren ein weiteres Wunder gelingt.
    Immerhin hat man in dieser Saison als Ausgleich für das Glück in den letzten Spielzeiten auch einiges Pech gehabt – so der Unfall im Frankfurthinspiel, die Lastminutegegentreffer bei Wolfsburg, aber auch die Lattentreffer in den letzten Spielen.
    Das gleicht so manches Glück in den Vorjahren bei wichtigen Lastminuteerfolgen aus.

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  • Karl sagt:

    In dem Abschnitt:
    „Potsdam noch im Rennen
    Von der Papierform her darf man den 1. FFC Turbine Potsdam im Kampf um Platz 2 sicherlich noch nicht absteigen,“
    war statt „absteigen“ doch sicher eher „abschreiben“ gemeint ?

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke Karl, ist korrigiert.

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  • FFFan sagt:

    Nach dem hart erkämpften Finaleinzug in der Champions League ist ein gewisser ‚Spannungsabfall‘ bei den Spielerinnen des VfL Wolfsburg nur allzu verständlich. Etwas gewundert hat mich deshalb, dass Ralf Kellermann fast genau dieselbe Elf aufbot wie gegen Arsenal (nur Popp ersetzte an alter Wirkungsstätte Wagner). Vielleicht wollte er damit ein Zeichen setzen, wie wichtig dieses Spiel ist.
    Am Sonntag gegen Frankfurt werden die ‚Wölfinnen‘ aber sicherlich wieder hochkonzentriert und -motiviert zu Werke gehen, zumal im Erfolgsfall bereits vorzeitig der Meistertitel winkt. Sollte dies gelingen, wird in den restlichen Bundesligaspielen wahrscheinlich kräftig ‚rotiert‘ werden; einige Spielerinnen, die in dieser Saison bislang wenig Einsatzzeit hatten, dürften Gelegenheit bekommen, sich zu zeigen. Davon könnte evtl. Potsdam profitieren, die erst am vorletzten Spieltag gegen Wolfsburg spielen. Der Spielplan meint es hier also gut mit den ‚Turbinen‘, die auch ansonsten im Vergleich zu Frankfurt das leichtere Restprogramm haben.
    Anders sähe es freilich aus, wenn der VfL am Brentanobad verlieren sollte. Dann hätte nicht nur Frankfurt drei Punkte mehr, auch die Meisterschaft könnte sich Wolfsburg dann erst am 5.Mai im ‚Karli‘ endgültig sichern.

    So oder so bestehen aber am erstmaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch den VfL Wolfsburg kaum noch Zweifel.

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  • waiiy sagt:

    @jochen-or: Eigentlich ist jetzt nur das passiert bei Potsdam, was man vor der Saison erwarten durfte. Die Mannschaft hat in der Konstellation offensichtlich lange an ihrer Grenze gespielt und kann diese jetzt nicht mehr erreichen. Von daher ist der 3. Platz durchaus ein gutes Ergebnis, wenn viele (mich eingeschlossen) nach der starken Phase mehr erwartet (erhofft) hatten.

    Ich sehe auch die nächste Saison durchaus positiv, auch mit den jetzt bekannten Abgängen. Alle sind, gemessen an der augenblicklichen Phase, durchaus ersetzbar und mit Ada Hegerberg und Julia Simic kann die Qualität sogar gesteigert werden. Bei Sarholz für Naeher erhoffe ich mir zumindest gleichwertigen Ersatz.

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  • Sheldon sagt:

    Nun wird das Restprogramm ja doch noch interessant. Wir sollten nicht vergessen, es ist immer noch ein Dreikampf, selbst Potsdam ist noch nicht ganz aus dem Meisterschaftsrennen. Wolfsburg stolpert in letzter Zeit immer mehr, ist – wie oben beschrieben – ziemlich ausgelaugt.

    Potsdam dagegen hat heute überzeugt, wie es aussieht und hat nur noch ein wirklich schwieriges Spiel. Gewinnen sie gegen Wolfsburg, wird das nochmal ne ganz heiße Kiste.
    Wolfsburg braucht noch 3 Punkte, nicht nur für die Meisterschaft, sondern auch für den CL-Platz. Denn wenn man gegen Potsdam verliert, ist auch dieser noch nicht sicher.

    Das Spiel gegen Leverkusen wird den Ausschlag geben. Sollte Wolfsburg gewinnen, ist die Sache gegessen, denn das Torverhältnis ist deutlich besser als von Frankfurt, die theoretisch noch punktgleich werden könnten. Wenn man Unentschieden spielt, dann kann Potsdam es bis zum letzten Spieltag noch offen halten.

    Der Weg von Wolfsburg nach Gütersloh für die Meisterschale ist nicht so weit 😉

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