Frankfurt nimmt Kurs auf Champions League

Von am 24. April 2013 – 19.36 Uhr 31 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat sich mit einem knappen Sieg gegen einen enttäuschenden 1. FFC Turbine Potsdam einen kleinen Vorteil im Kampf um das Erreichen der UEFA Women’s Champions League verschafft. Unterdessen steht der FSV Gütersloh 2009 als erster Absteiger fest.

Vor 3 180 Zuschauern im Stadion am Brentanobad gewannen die Frankfurterinnen durch einen Treffer von Melanie Behringer mit 1:0 (1:0) und haben nun als Tabellenzweiter vier Punkte Vorsprung vor Potsdam, das allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Frankfurt unverändert, ein Wechsel bei Potsdam
Der 1. FFC Frankfurt bot dieselbe Startformation auf, die am Sonntag mit 5:2 gegen den FCR 2001 Duisburg gewann, beim 1. FFC Turbine Potsdam spielte nach der 0:1-Niederlage bei der SGS Essen Patricia Hanebeck von Beginn an für Lisa Evans.

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Frankfurt kommt besser ins Spiel
Die Frankfurterinnen eroberten sich von Beginn an eine optische Überlegenheit. Kerstin Garefrekes versuchte, Turbine-Torhüterin Alyssa Naeher mit einem Schlenzer zu überwinden, doch die Amerikanerin, die den Verein zum Saisonende verlassen wird, parierte (9.).

Führung durch Behringer
Die Gäste kamen erstmals in der 20. Minute gefährlich vor das gegnerische Tor, doch Genoveva Anonmas Schuss ging knapp vorbei. Und nur Augenblicke später vergab die Stürmerin aus Äquatorialguinea nach Flanke von Hanebeck die nächste gute Gelegenheit, als sie den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor setzte. Doch im Gegenzug ging Frankfurt in Führung: Stefanie Draws klärte eine Hereingabe von Dzsenifer Marozsán zentral, beim anschließenden Pressschlag zwischen Behringer und Alex Singer behielt die Frankfurterin die Oberhand und netzte aus 14 Metern ein (22.). Potsdam tat sich weiterhin schwer, in die Partie zu finden, dennoch kam das Team durch eine Standardsituation dem Ausgleich nah, doch Yuki Ogimi traf bei einem Freistoß aus 18 Metern nur den Pfosten (35.).

Naeher Turbines Beste
Kim Kulig versuchte es mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der über das Tor ging (37.).  Wenige Minuten vor der Pause kam erneut Behringer zu einer Großchance, doch Naeher, Turbines Beste am heutigen Tag, war beim Distanzschuss auf der Hut (42.).

Ein einziger Treffer reichte dem 1. FFC Frankfurt zum Sieg © Nora Kruse / ff-archiv.de

Ein einziger Treffer reichte dem 1. FFC Frankfurt zum Sieg © Nora Kruse / ff-archiv.de

Nur spärliche Chancen
Auch in der zweiten Halbzeit hatte Frankfurt die erste Chance, doch Kozue Ando köpfte nach Flanke der eingewechselten Ana-Maria Crnogorcevic über das Tor (50.). Die Partie bewegte sich weiter auf mäßigem Niveau. Potsdam kam nur selten gefährlich vor das Frankfurter Tor, etwa als Ogimi die eingewechselte Ada Hegerberg bediente, die statt zu schießen jedoch quer legte und die Frankfurter Abwehr klären konnte (72.). Einen Kopfball von Saskia Bartusiak lenkte Naeher über die Latte (75.). Hegerberg hatte nach Freistoß von Ogimi noch einmal die Ausgleichschance, kam aber nicht richtig zum Zug (87.). Nadine Angerer fing in der Nachspielzeit einen Freistoß von Steffi Draws sicher (90.+3).

Wolfsburg glanzlos zum Dreier
Tabellenführer VfL Wolfsburg erarbeitete sich beim FCR 2001 Duisburg einen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg und ist weiter auf Titelkurs. Einmal mehr war es Stürmerin Conny Pohlers, die mit ihrem Treffer in der 58. Minute den Vorsprung der Wölfinnen verteidigte. Aufgrund der nur knappen Niederlage gegen den Champions-League-Finalisten war FCR-Trainer Sven Kahlert „mehr als zufrieden. Wir wollten die Räume eng machen, mit viel Laufarbeit und guter Arbeit am Mann, und vor allem das schnelle Spiel in die Spitze unterbinden. Das ist uns gut gelungen; der Sieg von Wolfsburg ist trotzdem verdient, sie hatten viel mehr Ballbesitz und waren letztlich auch gefährlicher.“

Gütersloh erster Absteiger
Der FSV Gütersloh 2009 steht als erster Absteiger in die Zweite Bundesliga fest. Die Elf von Trainer Markus Graskamp unterlag in einem Nachholspiel vom 13. Spieltag mit 1:2 (1:2) beim VfL Sindelfingen, der zumindest noch rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt hat. Für Sindelfingen erzielte Anna-Lena Vollmer (8., 44.) beide Treffer, für Gütersloh traf Marion Gröbner zum zwischenzeitlichen Ausgleich (24.).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Ironiemus sagt:

    Glückwünsche nach Frankfurt!

    Bin gespannt woran es diesmal lag. Schiri? Sonne? Sooo gemeine Frankfurter Spielerinnen? Gekaufte Fans? Schwarze Magie? Die Wahrheit liegt irgendwo da draussen.

    Ich freue mich, dass sich Frankfurt nun doch ein wenig zu berappeln scheint. Weiter so!

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  • FF-Talent sagt:

    SiFi wird ja noch richtig zur Heimspiel-Macht! 🙂

    KORREKTUR: Der DFB führt Güterslohs T. Rinkes mit einem Eigentor als „Siegtorschützin“ zum 2:1 für SiFi in der offiziellen Statistik. Aber bei Torhütern ist die Wertung Eigentor / „der war haltbar“ / „unglücklich“ / kein Eigentor ja immer ein bisschen kniffelig … außer man spielt Männerfußball und heißt Piplica. 😀

    …und jetzt ans andere, obere Tabellenende: Ring frei in diesem Forum für die Potsdamer und FFMler! 🙂

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  • FFFan sagt:

    Das wird spannend am Sonntag: der 1.FFC Frankfurt muss gegen Wolfsburg gewinnen, um den Vorteil, den er jetzt ggü. Potsdam hat, nicht gleich wieder zu verlieren. Und wenn der VfL gewinnt, dann sind die ‚Wölfinnen‘ bereits am 20.Spieltag Deutscher Meister! Potsdam könnte in diesem Fall nicht mehr herankommen, auch das eine Folge der heutigen Niederlage.

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  • xXx sagt:

    Ohje, war das ein schlechtes Spiel zwischen Frankfurt und Potsdam. Besonders von Potsdam. Eine so wichtige Saisonphase, ein Spitzenspiel um die CL-Teilnahme und bei den Damen stimmt nicht mal die Körpersprache.

    Scheinbar können sich die Spielerinnen ja nicht mehr motivieren. Das ist einfach ein „nur noch die Saison iwie beenden“. Kaum zum hinschauen gegen Essen und Frankfurt. In beiden Spielen zusammen vielleicht ein oder zwei Torchancen erspielt.

    Da machen sich die Spielerinnen die ganze Saison gerade selber innerhalb weniger Tage kaputt, obwohl ihnen Frankfurt mit der Niederlage gegen Freiburg und Unentschieden gegen Jena die CL-Quali praktisch auf dem Silbertablett serviert hat.

    Gerade von Ogimi und Hanebeck bin ich enttäuscht in diesen beiden Spielen. Da sie wohl ohnehin wechseln werden, sollte Bernd Schröder sie schon jetzt aussortieren, wenn sie augenscheinlich keine Lust mehr haben.

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  • Ralf sagt:

    Ist die Luft raus???!!!

    Dann war’s wohl die Pneumatik des Spielgerätes!
    Auf Deutsch:“Der Ball ist schuld.“

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  • Lucy sagt:

    Was ein Auf- und Ab in den letzten Wochen 😮 Erst dahin gedümpelt und verdient die Punkte verloren und zwei Wochen später dann wieder ein Sieg gegen Turbine erarbeitet 🙂

    Freue mich für Frankfurt, weiter so, der Endspurt muss jetzt klappen 🙂

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  • Speedy75 sagt:

    Bei Turbine scheint die Luft raus zu sein so hab ich den Eindruck. Frankfurt fängt sich zum Ende hin wohl doch noch.

    Schön auch das SiFi gewonnen hat auch wenn ja die Chance auf den Klassenerhalt nicht wirklich gross gestiegen sind.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Schade, ich glaube bei meinen Turbinen zeichnet sich das ab, was ich schon vor Monaten prophezeit habe, die Abstinenz von der CL, wo ich sogar mutmasse, dass diese durchaus einen ähnlichen Trend einnehmen könnte, wie es dem heutigen Gegner erging.
    Da heißt es eben kleine Brötchen backen und damit zufrieden sein, demnächst nur noch die 1. Kraft im Osten zu sein. Meistertitel in den kommenden Jahren werden wohl genauso Utopie sein, wie auch der Pokal im Mai… Nur kämpfen alleine reicht eben nicht! Wenn Anja Mittag das hat kommen sehen und deswegen das Weite gesucht hat, wie auch Peter, Schmidt und Odebrecht, dann waren deren Luftveränderung persönlich sinnvoll, weil erfolgreich.
    Kann aber auch sein, dass meine derzeitige Gemüts- und Stimmungslage wegen einer wiederholten Niederlage auf des Gegners Platz ohne eigenem Treffer inkl. dem Nebengeräusch, die CL-Quali aus eigener Kraft nicht mehr schaffen zu können, zu sehr schwarz sehe – nur, wenn´s besser kommt, nehme ich es gern mit – keine Frage!

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  • waiiy sagt:

    Zunächst einmal muss man Frankfurt gratulieren zu einer konzentrierten Leistung. Es wurden nicht wie oft sonst vermeidbare Fehler gemacht. So ließ man wirklich wenige wirklich gute Chancen zu. Das hat gestern den Ausschlag gegeben.

    @Ironiemus: Ich denke nicht, dass hier irgendwer, irgendwelche Ausreden finden wird, warum Potsdam gestern verloren hat, die nicht im eigenen Gefüge zu suchen sind. Vielleicht ist Dein Gefühl für solche Wahrheiten einfach verschoben, weil zuviel Ironie dabei ist…

    Bei Turbine muss man sagen, dass der Wille gestern schon da war. Man konnte den Auftritt nicht als „blutleer“ bezeichnen. Aber die Leistung, die gestern kam, war wohl einfach das, was derzeit machbar ist. Das bestätigt auch Schröders Aussage (siehe framba.de).

    Dass Schröder diese Aussage tätigt, finde ich am niederschmetterndsten. Damit sagt er eigentlich, dass er nicht mehr rausholen kann. In mir macht sich das Gefühl breit, dass der Manager Schröder den Rücktritt des Trainers Schröder nach dieser Saison annehmen wird.

    Traurig ist auch das Auftreten von Patti und Yuki. Man sieht ihnen das Wollen an, aber sie scheinen auch hilflos zu sein, weil sie ihre Fähigkeiten nicht auf den Platz bringen können. Ich denke aber nicht, dass es an den Wechseln liegt. Trotzdem scheint für Beide und für Potsdam der Abgang von Beiden der richtig zu sein.

    Ich denke, dass sich langsam auch der (durch die langen Verletzungen) schmale Kader auswirkt. Von daher freue ich mich, dass dieses Jahr in der Sommervorbereitung die meisten (bis auf die EM-Starter) teilnehmen werden und hoffe, dass dann auch körperlich bis zum Ende der Saison wieder alles durchgehalten werden kann.

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  • kopfballungeheuer sagt:

    Schon eine verrückte Saison! Noch vor einer Woche war für Frankfurt die Saison gelaufen und man vermutete, nur noch um die sprichwörtliche goldene Ananas zu spielen. Und nun hat man die CL Quali wieder selbst in der Hand.
    Was zwei kleine Änderungen des neuen Trainers doch großes bewirken können… Den gestrigen Sieg hat man sich dann erarbeitet – und das verdient! Glückwunsch dazu!!
    Nun kann man diesen Sieg am Sonntag „vergolden“. Mit einem Sieg gegen den kommenden Meister!

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  • waiiy sagt:

    Glückwunsch nach Wolfsburg!

    Uli Hoeneß hat mal gesagt, dass man Meister wird, wenn man solche Spiele gewinnt und damit hatte er Recht. Normal enden solche Spiele 0:0 oder gehen in der Schlussphase durch einen individuellen Fehler verloren. Und zwischen Arsenal und Frankfurt zählen einfach nur die 3 Punkte.

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  • Aldur sagt:

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Euphorie des dfbtv-Kommentators ob der vermeintlichen Qualität des Spitzenspiels auch nicht teilen kann. Defensiv haben das beide Mannschaften ordentlich gemacht. Offensiv war Frankfurt sehr bemüht – übermäßig viele gute Chancen kamen dabei aber auch nicht heraus. Offenkundig ist zumindest, dass Frankfurt viel selbstbewußter auftritt, als vor dem Trainerwechsel. Potsdams Offensivspiel fand ich bis auf wenige Ausnahmen ähnlich unstrukturiert, wie zuletzt hier in Essen. Die wenigen Chancen wurden wieder kläglich vergeben. Wirklich gefährlich wirkte nur der Ogimi-Freistoß an den Pfosten.

    Angesichts des Schneckenrennens auf den Plätzen dürfte Wolfsburg wohl wirklich nicht mehr aufzuhalten sein. Den Kampf um Platz 2 halte ich aber weiter für offen. Entscheidend wird wohl das Abschneiden beider Teams gegen Wolfsburg, und das Ergebnis von Frankfurt gegen deren neuen Angstgegner Bayern München sein. Ich halte es durchaus für nicht unwahrscheinlich, dass diese Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt.

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  • Thomas sagt:

    Schon schwierig zu verstehen, besonders als Außenstehender, was bei TP passiert. Nach den Abgängen von Peter, Schmidt und Odebrecht vor der Saison und auch Winters in der Winterpause und den vielen Verletzungen konnte man keine Wunder erwarten. Trotzdem war man zum Ende der Hinrunde nur einen Punkt hinter Wolfsburg und auch im Halbfinale des DFB-Pokals.

    Dann kam die Winterpause, eine sehr gute Hallensaison, Neuverpflichtungen, das Lazarett lichtete sich und nun dieser Absturz. Niederlagen in München, Essen und Frankfurt und das ohne ein erzieltes Tor!

    Eine Ursache ist mit Sicherheit die Formschwäche von Spielerinnen wie Anonma, Hanebeck, Göransson und Ogimi. Auch die Neuverpflichtungen im Winter (Mjelde, Ada und Andrine Hegerberg, Nagasato, Yango) sind bisher kaum eine Verstärkung.
    Auch die bevorstehenden Abgänge von Naeher, Ogimi, Hanebeck und Doorsoun dürften für etwas Unruhe gesorgt haben.

    Allerdings sollte man sie noch nicht abschreiben. Sollte man gegen Leverkusen, Wolfsburg, Sindelfingen, Gütersloh noch 9 Punkt holen wäre der zweite Platz noch möglich, da Frankfurt gegen Wolfsburg, Bad Neuenahr und Bayern München bestimmt auch noch Punkte verlieren wird.

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  • Michele sagt:

    Glückwunsch an meine Mädels vom FFC! Da steht ja plötzlich eine Mannschaft auf dem Platz, wo jede für die andere kämpft! Jetzt muss man am Sonntag gegen den VFL natürlich auch gewinnen, sonst wird es mit der CL-Quali, wieder eng. Mich freut es ganz besonders für Mel, dass sie das Tor des Tages erzielt hat! Sie musste so viel Kritik einstecken und hat sich aber nie unterkriegen lassen und weiter an sich geglaubt!

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  • waiiy sagt:

    @Thomas: Ich habe mir auch viele Gedanken gemacht, warum die Leistung von Turbine so den Bach runtergeht grad. Aber da gibt es verschiedene Faktoren:

    1. Die Langzeitverletzten kommen jetzt gerade wieder auf den Platz. Einige haben schon in der 1. Mannschaft reingeschnuppert (z.B. Demann), andere sind in der 2. Mannschaft aktiv (z.B. Elsig, Zietz, Andonova). Aber alle haben gemeinsam, dass ihnen die Vorbereitung und damit die Kraft fehlt.

    2. Andere Verletzungen (Doorsoun, Evans, Singer, Mirlach) und Erkrankungen (Hanebeck, Kemme) haben dazu beigetragen, dass auch diese Spielerinnen zumindest phasenweise hinterherhinken (aktuell Evans u. Kemme).

    3. Die aktuellen Nationaspielerinnen wirken ausgelaugt (Görannsson, Cramer, Evans, Ogimi).

    4. Die 3 Norwegerinnen sind eine Bereicherung, haben aber noch nie auf dem Level der Bundesliga gespielt und trainiert. Ihnen fehlt eine richtige Sommervorbereitung, um sich komplett darauf einzustellen. Hut ab vor Maren Mjelde, die fast jede Minute durchspielt.

    5. Pauline Bremer merkt man langsam das Pensum an. Sie ist zwar körperlich immer noch gut drauf. Aber die Gedankenfrische und damit die Frechheit geht ein wenig verloren.

    6. Anscheinend hat Hanebeck schon länger die Probleme in ihrer Seele, die jetzt auch dazu führen, dass sie wechselt. Sie ist nicht nur körperlich nicht gut drauf (durch ihren Ausfall bedingt), sich scheint auch mental total blockiert zu sein. So viele Rückpässe wie im Spiel gegen Duisburg habe ich lange nicht von ihr gesehen, dabei ist die doch die Spielerin, die den „tödlichen“ Pass mit am besten spielen kann.

    7. Anonma spielt und kämpft verbissen um jeden Ball. Bei ihr habe ich das Gefühl, sie will immer unbedingt gewissen und will alles kompensieren, was andere liegen lassen. Dabei verkrampft sie teilweise bzw. macht zuviel allein. Darunter leidet ihre Lockerheit und Effektivität.

    8. Taktische Umstellungen wie die von Ogimi ins Mittelfeld sind einfach schief gegangen und haben so die Kraft im Sturm UND im Mittelfeld geraubt.

    Fazit: Im Prinzip muss man jetzt zusehen, dass man die Saison gut zu Ende bringt. Vielleicht kann man sich ein wenig warm schießen und dann noch einmal eine Energieleistung zu Hause gegen Wolfsburg abrufen und sie dann (wenn sie in der Meisterschaft wahrscheinlich durch sind) schlagen. Dann kann man mit Glück noch die CL erreichen. Aber ansonsten ist die Sommerpause und Julia Simic eine große Chance für Turbine, die aber nominell von der Stärke her weiterhin „nur“ Team Nr. 3 sein werden in der Liga. Im Prinzip hat Turbine fü die nächste Saison mit Elsig, Simic, Mjelde, 2 x Hegerberg schon ordentlich Zugänge für die Startelf.

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  • balea sagt:

    Im Vergleich zum Essen – Spiel fand ich TP deutlich verbessert, insbesondere was den „Willen“ betrifft. Frankfurt hatte mehr Torchancen, aber als Heimmannschaft, die unter einem ähnlichen oder stärkeren Druck aufgrund der äuseren Umstände stand ist das auch nicht verwunderlich.
    Richtig ist die frustrierte Feststellung von Schröder, dass bei den letzten 3 Auswärtsspielen kein Tor gelungen ist. Neben Ogimi hatte Anonma aber tatsächlich einige extrem gute Möglichkeiten. Ist da nun einfach Pech was am Schuh klebt, oder etwas anderes?
    Auffällig fand ich die sehr schwache Zweikampfleistung. Ogimi hat sich endlos oft den Ball stehlen lassen – sonst entgeht sie den Duellen, weil der Ball schon wieder abgespielt wurde. Hanebeck erschrak geradezu vor den Gegenspielerinnen und Göranson ist einfach zu lieb wie so viele andere auch.
    Frankfurt hat die ganze Erfahrung der gestandenen Natiospielerinnen in die Waagschale geworfen.

    Vielleicht ist das unterm Strich, was Potsdam durch die Abgänge von Odebrecht, Peter und Schmidt verloren hat. Erfahrung, Zweikampfstärke, Coolness. Da reicht jetzt eine Draws oder Kemme nicht aus. Hegerberg und Bremer sind nach mM aber auf einem guten Weg, so etwas auszugleichen.

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  • enthusio sagt:

    Andes als von vielen hier prophezeit ist nicht Wolfsburg, sondern Potsdam in der Endphase der Liga die Luft ausgegangen. Nach der trotz der vielen verletzten Spielerinnen erstaunlich erfolgreichen Hinrunde scheint es jetzt einen Bruch zu geben. Allerdings ist mir nicht klar, warum Sara Doorsoun bei Schröder keine Einsatzchance mehr bekommt und stattdessen ein junges, unerfahrenes Talent wie Pauline Bremer verheizt wird. Die Positionswechsel von Ogimi in den letzten Spielen waren dem Spielfluss auch nicht gerade förderlich. Mit der Einwechselung von Evans kam zu Beginn der 2. Halbzeit gestern etwas Schwung über den rechten Flügel auf, aber die Frankfurter Abwehr stand diesmal sicher (Ausnahme: die beiden Anonma-Torchancen in der 1. Halbzeit). Die Frankfurter Fans konnten gestern das Spiel insgesamt recht entspannt verfolgen, auch wenn Turbine – zumindest in der 1. Halbzeit – deutlich engagierter spielte als neulich in Essen. Mal sehen, ob Frankfurt am Sonntag gegen den Favoriten Wolfsburg bestehen kann.

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  • Sheldon sagt:

    Also, ich habe mir ja jetzt einmal ein wenig von dem Spiel Potsdam-Frankfurt angeschaut. Und ich muss ehrlich sagen, grauenhaft. Wir sollten bedenken, das ist (oder war mal) ein Spitzenspiel nicht nur des deutschen FFs, sondern des weltweiten FFs.

    Und dann kommt da sowas bei heraus. Noch dazu zu einem Zeitpunkt direkt zwischen den beiden CL-Halbfinals von Dortmund und Bayern.

    Im direkten Kontrast ist es heute schon fast ne Schande, sich den FF noch anzutun, wenn er nicht mehr zu bieten hat.

    Noch vor zwei Jahren hatte man gedacht, dass der FF dem MF vielleicht einmal gleichwertig werden kann, man hat gedacht, das stehe kurz bevor. Doch heute muss ich sagen, nach den Abendgalas und diesem Herumgestochere gestern, hat der MF den FF wieder sehr weit hinter sich gelassen.

    Meines Erachtens werden wir in nicht allzu ferner Zeit auch bei den Frauen einen dominierenden FC Bayern haben, denn dort versteht man es sinnvoll zu investieren und vor allem zu arbeiten.
    Sobald ein Matthias Sammer sich mal die Frauen eingehender betrachtet, werden wir innerhalb von 3-4 Jahren eine Frauenelf haben, die den FF europaweit Jahre und Jahrzehnte lang beherrschen wird.

    Das Niveau, auf dass der deutsche FF im Besonderen gesunken ist, ist erschreckend ohne Ende.

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  • Lucy sagt:

    Jeder der mag, kann gerne beim MF bleiben, sollten ihm die Augen vom FF wehtun 😉 Und ob sich ein Herr Sammer jemals herablässt, sich um den FF zu kümmern, steht auch noch in den Sternen !

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  • hapl27 sagt:

    Oje Sheldon!

    Eigentlich dachte ich, ich hätte es mit einem Frauenfußballkenner und -liebhaber zu tun. Aber der neuerliche Beitrag belehrt mich eines besseren.
    Sicherlich hatte das Spiel gestern kein Frauenfußballspitzenniveau, aber dafür stand für beide Teams zu viel auf dem Spiel. Die Tränen einer Yuki Ogimi nach Spielschluss und die Jubeltraube der Frankfurter beweisen das. Aber zu behaupten oder zu hoffen, das der FFC auf Männerfußballniveau kommt und noch viel besser die Spiele der Frauen mit der CL der Männer zu vergleichen ist absurd. Männer-und Frauenfussball ist eine komplett unterschiedliche Sportart! Vergleiche sind unangebracht, die Frauen sind in jeglicher Hinsicht ( körperlich,finanziell,technisch…) unterlegen. Steffi Graf wurde auch nie mit Boris Becker verglichen und Maria Höfl-Riesch nicht mit Felix Neureuther. Und in beiden Fällen bin ich mir sicher, dass die Frau jeweils klar unterlegen wäre.Der FFC oder sonst welche deutschen Frauenfußballvereine werden nie das Niveau des Männerfußballs erreichen. Wer sich damit nicht abfinden kann ( Zitat: „Im direkten Kontrast ist es heute schon fast ne Schande, sich den FF noch anzutun, wenn er nicht mehr zu bieten hat.“)sollte sich ganz schnell ein neues Hobby suchen! Solche Vergleiche sind untunlich und schaden dem Frauenfußball.
    In meinen Augen hat der Frauenfußball eine enorme Entwicklung genommen und ist weltweit so stark wie noch nie. Auch in Deutschland sind wir auf einem guten Weg. Vor 3,4 Jahren gab es nur Turbine und Frankfurt und mit Abstrichen Duisburg in der Spitze. Diese 3 Teams haben sich gegenseitig die Punkte weggenommen, aber gegen die anderen 9 Teams der Liga meistens haushoch gewonnen. Nun haben wir auf einmal den „Luxus“, dass Turbine in Essen verliert, dass Frankfurt in Freiburg verliert und der FCB den drei Spitzenteams ein Bein stellt. Es ist eben nicht mehr alles voraussehbar und die Bundesliga hält viele Überraschungen bereit. Davon lebt der Fußball. Auch spielerisch hat sich einiges getan, die Spielerinnen sind atheltischer geworden und haben größtenteils eine Technik die noch vor 3-4 Jahren nicht vorhersehbar war.
    Es gilt der Entwicklung des Frauenfußballs weiter Zeit zu lassen. Es müssen kleine Brötchen gebacken werden und vor allen Dingen keine Vergleiche zum Männerfußball gezogen werden.
    Zum gestrigen Spieltag:
    Glückwunsch an Wolfsburg und Frankfurt. Wolfsburg gönne ich den Titel von Herzen. Ich bin beeindruckt von Spielerinnen wie Nadine Keßler und Lena Goeßling. Sie haben ein hervorragendes Spielverständnis und dürften auch für Frau Neid unverzichtbar sein.
    Bei Frankfurt scheint Sascha Glass ein guter Mann für den Saisonendspurt zu sein. Zwar wird auf ein altes taktisches System (4-4-2) zurückgegriffen, aber die Spielerinnen scheinen damit besser klar zu kommen. Sidi sollte sich überlegen, ob man zur neuen Saison wieder den Trainer wechselt oder Herrn Glass einfach im Amt belässt. Sollte ihm der Coup gelingen und ein Sieg gegen Wolfsburg am Sonntag dabei herausspringen, wäre das zumindest eine hervorragende Bewerbung!

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  • Matze sagt:

    @hapl27 : Prima Beitrag, kann ich so unterschreiben.

    Nur mit dem „Sieg gegen Wolfsburg“ bin ich nicht einverstanden. 🙂

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  • Karl sagt:

    @sheldon: Das ist reine Geschmacksache. Ich fand das Spiel super. Es war spannend und kampfbetont bis zum Schluss , ein echtes Spitzenspiel. Ausserdem hat es mich besonders gefreut dass ausgerechnet Melanie Behringer den Siegtreffer erzielt hat , die wurde ja in den letzten Wochen und Monaten von vielen ziemlich heftig kritisiert.
    Also ich werde auch weiterhin den Frauenfussball dem Maennerfussball vorziehen , ich kann noch nicht mal genau sagen warum, aber seit ich in den 90ern das erste mal ein Frauenfussballspiel gesehen habe langweilt mich der Maennerfussball irgendwie.

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  • enthusio sagt:

    @Sheldon:

    Du hast das Halbfinal-Rückspiel Wolfsburg gegen Arsenal am Sonntagmittag offensichtlich nicht gesehen, sonst hättest Du den letzten Satz Deines Beitrags nicht geschrieben. Und dass Wolfsburg im ersten Jahr gleich ohne Niederlage durch die Champions League marschiert ist und ein Kaliber wie Arsenal mit zwei Siegen ausgeschaltet hat, läßt mich erst recht schwer daran zweifeln, dass Du recht haben könntest.

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  • Detlef sagt:

    Es war gestern sicher kein Spitzenniveau, was beide Teams gezeigt haben!!!
    Ist auch nicht verwunderlich, denn beide Teams gehören (zumindest momentan) nicht zu den Top-Klubs in Europa!!!

    Im Gegensatz zu hapl27 scheue ich nicht den Vergleich zum MF!!!
    Deswegen sehe ich aber auch Sheldons Vergleiche mit den Top-Spielen in der MF-CL als total unpassend an!!!
    Warum vergleicht er diese beiden Top-Partien nicht mit den beiden Top-Begegnungen der Frauen, WOB-Arsenal und Lyon-Juvisy???
    Außerdem dominierten sowohl die Bayern-Herren, als auch die Jungs vom BVB ihre Spiele gegen die spanische Konkurrenz!!!
    Frankfurt und Potsdam neutralisierten sich dagegen über weite Strecken gegenseitig, und die Abwehrreihen dominierten das Geschehen!!!
    Das so ein Spiel dann nicht so toll zum anschauen ist, wie die Begegnungen Potsdam gegen Jena, oder Frankfurt gegen Duisburg, wo beide Favoriten ein leichtes Spiel hatten, ist auch verständlich!!!

    Ich kann balea zustimmen, daß TURBINE gestern um Klassen besser gespielt hat als noch am Sonntag in Essen!!!
    Da war zumindest der Wille erkennbar, sich für die Blamage zu rehabilitieren!!!
    Und Frankfurt mag vielleicht mehr Torchancen gehabt haben, aber die Zwingenderen hatte ganz klar TURBINE!!!
    Aber unser Problem ist, daß wir im Moment keine Knipserin mehr haben!!!
    Weder YUKI noch AYOMA oder TONI haben zur Zeit die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor!!!
    Und ADA hat ihre Unbekümmertheit leider zu schnell abgelegt!!!
    Ihr war der Respekt vor den (großen) deutschen Nationalspielerinnen gestern förmlich anzusehen!!!

    Natürlich ist Potsdam im Moment spielerisch arg limitiert, vor allem weil PATTI absolut keinen Plan zu haben scheint!!!
    Ist das pure Interessenlosigkeit, oder hat sie im Moment ganz andere Sachen im Kopf als Fußball???
    Unser Glück war dabei, daß Marozsan ähnlich schlecht spielte, und damit auch die Frankfurter Kreativabteilung gestern keine Sprechstunde hatte!!!
    Auch ein Grund dafür, warum es beide Abwehrreihen relativ leicht hatten!!!
    Sogar die zuletzt so völlig unter ihren Möglichkeiten spielende BABBS machte eine starke Partie!!!

    TURBINE war völlig auf „Diät“!!!
    Sie verzichteten weitgehend aufs Mittelfeldspiel, sie verzichteten ebenfalls auf ein Flügelspiel, und auch auf Distanzschüsse verzichteten sie völlig!!!

    Frankfurt war ballsicherer, und fabrizierte weniger Fehlpässe als der deutsche Meister!!!
    Allerdings war der finale Paß auch beim Gastgeber meistens ein Abspielfehler!!!

    Jetzt kommt es am WE also darauf an, ob sich Mainhatten noch steigern kann!!!
    Denn das müssen sie, denn sonst werden sie von den Wölfinnen förmlich vom Platz gefegt!!!
    WOB will am Sonntag unbedingt den ersten Titel eintüten, und entsprechend werden sie auftreten!!!

    TURBINE könnte dann in der Tat davon profitieren, daß der (dann bereits feststehende) neue deutsche Meister nicht mehr mit der gleichen Intensität im KARLI agieren wird, und sich seinen absoluten Siegeswillen fürs Pokalfinale aufspart!!!

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  • Isi sagt:

    Ich war gestern im Stadion und fand schon, ein Spitzenspiel gesehen zu haben. Es gab wenige technische Fehler, gute Pässe, eine gute Ballbehandlung und interessante Chancen. Aus meiner Sicht hat Frankfurt mit einer 3er-Kette in der Abwehr gespielt und mit 3 Stürmern. Ein Totalausfall war für mich Fr. Butt, die wohl nur einen Zweikampf gewonnen hat. Dagegen spielt Melanie Behringer vor der Abwehr sehr solide. Turbine hat im Sturm mit langen Pässen oft die freien Räume gefunden, allerdings zu wenig daraus gemacht und in anderen Situationen das Mittelfeld dann zu wenig eingebunden. Stark aus meiner Sicht in der 1. Halbzeit insb. P. Bremer, die wirklich mit ihrer Dynamik ein Gewinn ist und St. Draws. Erschreckend schwach fand ich Anomna, die sich immer wieder festdribbelte, kaum einen gescheiten Pass spielte und so immer wieder den Spielfluß unterbrach. So passt sie eigentlich nicht in die Mannschaft. Lisa Evans war nach ihrer Einwechslung ebenfalls kaum zu sehen, während Alex Singer sehr souverän agiert. Es hätte auch gut unentschieden ausgehen können, allerdings hat man als TP-Fan bei jeder Ecke von Frankfurt gezittert, da Alysa Naeher doch etwas ziellos durch den Strafraum flog.

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  • Sheldon sagt:

    @hapl: Zwei Dinge zu deinem Post:

    Punkt 1: Der FF konnte sich selbst nie genug mit dem MF vergleichen. Sie konnten nicht den Hals voll bekommen davon, dass sie Weltmeister waren und die Männer nicht. Man hat immer damit geprahlt, das taktische 4-2-3-1 erfunden zu haben.

    Dann muss man sich auch mit dem MF vergleichen lassen, wenn man diese Beziehungen selbst schafft.

    Zudem ist, anders als in vielen Sportarten, Fussball eine Sportart, die nicht in erster Linie von Kraft und Geschwindigkeit lebt, sondern vor allem von Taktik und Technik. Und da kann man MF und FF durchaus vergleichen, denn dazu bedarf es keiner geschlechterspezifischen Fähigkeiten.

    Punkt 2: Druck ist keine Entschuldigung für ein schlechtes Spiel. Für Bayern und Dortmund stand ebenso viel auf dem Spiel wie für Frankfurt oder Potsdam. Und die haben trotzdem gut gespielt.

    Und genau hier sehe ich noch die Schwäche des FF: Wenn du dort gegen eine der besten Mannschaften der Welt auf Abwarten spielst, bzw. vorsichtig in ein Spiel hineingehst, kannst du das gewinnen. Das gibt es im MF nicht mehr. Da ist das Ganze pure Psychologie, wer da auch nur die Spur nervös auf dem Platz ist, der hat das Spiel schon vor Anpfiff verloren.

    Ich will damit nicht sagen, dass ich den FF grundsätzlich in die Tonne kloppe und sage: Das wird sowieso nichts. Der FF hat durchaus seinen Reiz.
    Doch es wird Zeit, dass man nicht mehr hier das Märchen erzählt, von wegen, die anderen haben aufgeholt, der FF hat sich sehr weit entwickelt, bla bla bla…

    Fakt ist, dass der FF gerade mal den ersten Schritt auf einem langen Weg gemacht hat. Er ist Amateursport. Da fehlt es noch an allen Ecken und Enden. Die Professionalisierung ist notwendig, wenn man 1. international mithalten will und 2. FF in bester Qualität anbieten will. Und dieser Anspruch hat der deutsche FF doch, oder?

    Der FF muss sehr, sehr stark in Bereich Sportdirektion/Management/Finanzierung investieren. Gesunde Finanzierungsmodelle! Sachen wie in Wolfsburg können nur kurzfristig finanzieren.
    Es braucht Leute, die sich dort auskennen. Gerade die mangelnden Sponsorengelder wird man in Zukunft nur generieren können, wenn man wirtschaftliche Managementkonzepte nachweisen kann. Vor allem aber brauchst du als Vereinsvorstand eine geradlinige Hand. Solche Dinge wie das, was sich der DFB mit Neid erlaubt, geht absolut gar nicht im Vereinsbetrieb. Da springt dir jeder Sponsor ab.

    Deswegen brauchen wir Leute wie Sammer, mit nem guten Auge für Transfers, die geradlinig und vor allem kantig genug sind, den sportlichen Erfolg um jeden Preis zu fordern, wir brauchen Leute wie Hoeneß, die die Finanzen im Griff haben und den Verein kurz genug halten, wir brauchen Leute wie Heynckes, die fähig sind, jeden einzelnen Spieler eines Kaders zu absoluter Weltklasse zu formen.

    Wir brauchen weder Sozialromantiker wie Schröder noch Mäzene wie Dietrich und Winterkorn, wir brauchen Menschen, die mit Geld umgehen können und die sportlich eine neue Qualität schaffen.
    Im MF haben wir eine rasante Entwicklung zwischen 2006 und 2013, im FF haben wir nahezu Stillstand mit minimalen Veränderungen.
    Allein bei Bayern ist die Entwicklung unglaublich schnell. Was Heynckes innerhalb 1 bis 1 1/2 Jahren beispielsweise aus Alaba, Dante, Mandzukic oder Shaqiri gemacht hat, ist nicht in Worte zu fassen. Von allen hatte man gedacht, dass sie sich sicher nicht durchsetzen werden, heute sind das alles Weltstars, die zurecht in der besten Mannschaft der Welt stehen.

    Entwicklungen im Sport sind immer schnell und sprunghaft. So wie in Japan unter Sasaki. Es gibt keinen Grund, sie im Schneckentempo durchzuführen, wenn es viel schneller möglich wäre.

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  • berggruen1 sagt:

    Interessant, wie unterschiedlich das gleiche Spiel doch gesehen werden kann.
    Eines sei anzumerken: Die meisten „Spitzenspiele“ der Männerbundesliga sind eher das Gegenteil. Dass die „Spitzenspiele“ der beiden vergangenen Saisons, FCB-BVB sowie BVB-und dieser andere Verein, ziemlich gute Spiele waren, lag vor allem an der Spielfreude des BVB. Bereits in dieser Saison waren diese Partien eher langweilig, die Spannung ergab sich v.a. aus der Rivalität und dem Kontext und weniger aus dem Spiel als solchem. Wer sich noch an das CL-Finale „dahoam“ erinnert (und wenn es ein Spitzenspiel gibt, dann ja wohl CL-Finale), dem ist noch leidvoll das grauenhaft langweilige Gekicke im Gedächtnis.
    Insofern ist es nicht wirklich überraschend, dass zwei Teams, die momentan offenbar beide Probleme haben, kein grandioses Feuerwerk zünden. Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun und sagt schon gar nichts über die Qualität des FF (in Deutschland) aus.

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  • Marcel sagt:

    Naja ich weiss nicht fürn Spitzenspiel war mir das zu wenig,beide Teams waren solide im Defensivspiel aber im Angriffsspiel wurde schwach und ideenlos agiert.Man merkt das bei beiden Teams der Wurm drin ist, bei Turbine halt ein bisschen mehr.
    Schade das sich meine Käse-Prognose anfangs der Saison jetzt doch noch bewahrheiten wird (wegen der vielen Neuen bei Turbine)das Turbine mal die CL-Quali verpasst 🙁

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  • Andreas sagt:

    Ich muss Sheldon mal wieder in Schutz nehmen. M.E hat er mit seiner Zustandsbeschreibung des aktuellen Niveaus im Frauenfußball durchaus recht. Auch wenn ich das nur durch die Länderspiele beurteilen kann. Aber da stehen ja wohl die besten Spielerinnen des Landes auf dem Platz. Was da in letzter Zeit in technischer Hinsicht zu beobachten war, hat mich doch oft erschreckt. Und da kann man es dann doch mit dem Männerfußball vergleichen, der den Abstand in dieser Hinsicht eher noch vergrößert hat. Ich beobachte im Vergleich zur WM 2011 auch eher einen Rückschritt. Das macht es dann in der öffentlichen Wahrnehmung auch schwieriger voranzukommen. Die Quoten der Länderspiele sind ja auch nach wie vor nicht toll. Der Ottonormalfußballfan wird sich wahrscheinlich sagen, dieses Gegurke tue ich mir nicht an. Es ist also noch viel zu tun im Frauenfußball.

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  • laasee sagt:

    Sheldon makes a valid comment.

    Three of the four semi final teams in CL are MF clubs, with Lyon being the best example of a MF club investing in FF.

    I worry about the future for the Indepndent FF clubs. FCR are no longer a top club, Potsdam will suffer without CL football.
    Frankfurt are not the best example of an Independent club because they rely totally on financial dominance over the other buli clubs. They have also enjoyed the ‚patronage‘ of the DFB over the years. However, Wolfsburg have shown that when a MF club invests in FF that SiDi can not compete at that level.

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