Frankfurt nimmt Kurs auf Champions League

Von am 24. April 2013 – 19.36 Uhr 31 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat sich mit einem knappen Sieg gegen einen enttäuschenden 1. FFC Turbine Potsdam einen kleinen Vorteil im Kampf um das Erreichen der UEFA Women’s Champions League verschafft. Unterdessen steht der FSV Gütersloh 2009 als erster Absteiger fest.

Vor 3 180 Zuschauern im Stadion am Brentanobad gewannen die Frankfurterinnen durch einen Treffer von Melanie Behringer mit 1:0 (1:0) und haben nun als Tabellenzweiter vier Punkte Vorsprung vor Potsdam, das allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Frankfurt unverändert, ein Wechsel bei Potsdam
Der 1. FFC Frankfurt bot dieselbe Startformation auf, die am Sonntag mit 5:2 gegen den FCR 2001 Duisburg gewann, beim 1. FFC Turbine Potsdam spielte nach der 0:1-Niederlage bei der SGS Essen Patricia Hanebeck von Beginn an für Lisa Evans.

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Frankfurt kommt besser ins Spiel
Die Frankfurterinnen eroberten sich von Beginn an eine optische Überlegenheit. Kerstin Garefrekes versuchte, Turbine-Torhüterin Alyssa Naeher mit einem Schlenzer zu überwinden, doch die Amerikanerin, die den Verein zum Saisonende verlassen wird, parierte (9.).

Führung durch Behringer
Die Gäste kamen erstmals in der 20. Minute gefährlich vor das gegnerische Tor, doch Genoveva Anonmas Schuss ging knapp vorbei. Und nur Augenblicke später vergab die Stürmerin aus Äquatorialguinea nach Flanke von Hanebeck die nächste gute Gelegenheit, als sie den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor setzte. Doch im Gegenzug ging Frankfurt in Führung: Stefanie Draws klärte eine Hereingabe von Dzsenifer Marozsán zentral, beim anschließenden Pressschlag zwischen Behringer und Alex Singer behielt die Frankfurterin die Oberhand und netzte aus 14 Metern ein (22.). Potsdam tat sich weiterhin schwer, in die Partie zu finden, dennoch kam das Team durch eine Standardsituation dem Ausgleich nah, doch Yuki Ogimi traf bei einem Freistoß aus 18 Metern nur den Pfosten (35.).

Naeher Turbines Beste
Kim Kulig versuchte es mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der über das Tor ging (37.).  Wenige Minuten vor der Pause kam erneut Behringer zu einer Großchance, doch Naeher, Turbines Beste am heutigen Tag, war beim Distanzschuss auf der Hut (42.).

Ein einziger Treffer reichte dem 1. FFC Frankfurt zum Sieg © Nora Kruse / ff-archiv.de

Ein einziger Treffer reichte dem 1. FFC Frankfurt zum Sieg © Nora Kruse / ff-archiv.de

Nur spärliche Chancen
Auch in der zweiten Halbzeit hatte Frankfurt die erste Chance, doch Kozue Ando köpfte nach Flanke der eingewechselten Ana-Maria Crnogorcevic über das Tor (50.). Die Partie bewegte sich weiter auf mäßigem Niveau. Potsdam kam nur selten gefährlich vor das Frankfurter Tor, etwa als Ogimi die eingewechselte Ada Hegerberg bediente, die statt zu schießen jedoch quer legte und die Frankfurter Abwehr klären konnte (72.). Einen Kopfball von Saskia Bartusiak lenkte Naeher über die Latte (75.). Hegerberg hatte nach Freistoß von Ogimi noch einmal die Ausgleichschance, kam aber nicht richtig zum Zug (87.). Nadine Angerer fing in der Nachspielzeit einen Freistoß von Steffi Draws sicher (90.+3).

Wolfsburg glanzlos zum Dreier
Tabellenführer VfL Wolfsburg erarbeitete sich beim FCR 2001 Duisburg einen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg und ist weiter auf Titelkurs. Einmal mehr war es Stürmerin Conny Pohlers, die mit ihrem Treffer in der 58. Minute den Vorsprung der Wölfinnen verteidigte. Aufgrund der nur knappen Niederlage gegen den Champions-League-Finalisten war FCR-Trainer Sven Kahlert „mehr als zufrieden. Wir wollten die Räume eng machen, mit viel Laufarbeit und guter Arbeit am Mann, und vor allem das schnelle Spiel in die Spitze unterbinden. Das ist uns gut gelungen; der Sieg von Wolfsburg ist trotzdem verdient, sie hatten viel mehr Ballbesitz und waren letztlich auch gefährlicher.“

Gütersloh erster Absteiger
Der FSV Gütersloh 2009 steht als erster Absteiger in die Zweite Bundesliga fest. Die Elf von Trainer Markus Graskamp unterlag in einem Nachholspiel vom 13. Spieltag mit 1:2 (1:2) beim VfL Sindelfingen, der zumindest noch rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt hat. Für Sindelfingen erzielte Anna-Lena Vollmer (8., 44.) beide Treffer, für Gütersloh traf Marion Gröbner zum zwischenzeitlichen Ausgleich (24.).

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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