Ria Percival verlängert in Jena

Von am 23. April 2013 – 15.30 Uhr 10 Kommentare

Die neuseeländische Nationalspielerin Ria Percival hat bei Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena einen neuen Vertrag unterschrieben.

Die Chemie stimmt
„Es gefällt mir hier in Jena und mit der gesamten Mannschaft verstehe ich mich auf sowie neben dem Platz sehr gut. Es macht Spaß hier Fußball zu spielen“, so Percival, die sich bis zum 30. Juni 2014 an die Thüringerinnen band. „Ich möchte nun meinen Teil dazu beitragen, dass wir diese Saison noch so erfolgreich wie möglich beenden und freue mich auf die kommende Spielzeit.“

Ria Percival

Ria Percival bleibt ein weiteres Jahr in Thüringen © FF USV Jena

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Tore verhindern und schießen
2012 kam die flinke Außenverteidigerin vom 1. FFC Frankfurt in die Saalestadt und sorgte für Belebung auf der linken Seite im Spiel des FF USV, wo sie auch ihre ersten beiden Treffer in der Frauenfußball-Bundesliga erzielte. „Es ist natürlich meine Aufgabe zu verteidigen und anzugreifen, aber letzteres macht mir mehr Spaß“, so die 24-Jährige, die ihre Karriere im Mittelfeld begann.

Fester Bestandteil
Dass sie verteidigen kann, zeigte Percival beim Olympischen Frauenfußball-Turnier in London 2012, als die BBC sie auf der Verteidigerposition in die Elf des Turniers wählte. Auch aus der Startelf des FF USV Jena ist sie kaum noch wegzudenken.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • DAWIDenko sagt:

    Gute Sache. Schon die nächste wichtige Spielerin die verlängert.
    Freut mich für Jena.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Tja, es gibt eben auch Spielerinnen, die nicht unter Heimweh (vorgeblich?) leiden, sondern ihre sportlichen Ambitionen in den Vordergrund stellen. Für Jena freut´s mich, dass das Gros des Teams eine Vertragsverlängerung angenommen hat, dererlei Meldungen hatten wir ja dieser Tage mehrfach. Ob allerdings eine Arnold ihren Weggang zum SCF nicht schon bereut hat, mag mal dahingestellt sein…

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  • Johannes sagt:

    @Schenschtschina Futbolista Häh? Percival war in Frankfurt doch immer gesetzt. Und was sind noch mal die sportlichen Ambitionen von Jena? Ob man nun im fußballerischen Niemandsland oder um Champions League Plätze spielt, sollte eigentlich für eine Nationalspielerin relevant sein.

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  • be sagt:

    @ Johannes: Es war wahrscheinlich, dass Percival in Frankfurt u. a. durch die Verpflichtung von Peter eben nicht mehr gesetzt gewesen wäre, und sie hat sicher auch deshalb damals die Möglichkeit zur vorzeitigen Vertragsauflösung in Frankfurt erhalten. Wichtig ist für eine Nationalspielerin vor allem Spielpraxis auf hohem Niveau, und als Abwehrspielerin dürfte sie bei einem „schwächeren“ Verein eher noch mehr gefordert sein.

    Gut für Jena und auch schön, dass die Phase der Negativpresse durch Trainerquerelen und Finanzierungslücke auch überstanden zu sein scheint. Vielleicht sollte man langsam Mehrjahresverträge anbieten? 🙂

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Johannes
    Verstehe kein Wort von dem was Du geschrieben hast! Habe weder explizit den Namen Percival und erst recht nicht Frankfurt erwähnt. Auch über die sportlichen Ambitionen des USV schrieb ich keine Silbe – ergo, das Schwarze sollst Du lesen und nicht irgendwas dazwischen!

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  • FF-Talent sagt:

    Sehr gute Neuigkeiten für alle Jena-Fans! Was man so via Internet mitbekommt, ist sie ja auch mittlerweile Publikumsliebling (bzw. eine der beliebtesten im Team).

    Bei den „kleinen“ reinen FF-Clubs in der BuLi sieht das Bild zur Zeit so aus:
    – Neuenahr vermeldet fast nur große/ schlimme Abgänge
    – Essen muss seit letzter Woche schauen, wo sie das Geld fürs Stadion nächste Saison herbekommen, das schmälert auch den Transfergeldbeutel
    – Duisburg hat ganz andere Sorgen
    – SiFi und Gü. planen die Kader für Liga 2
    => Da ist Jena mit diversen News über Vertragsverlängerungen zur Zeit leider der einzige solide wirkende Verein.

    @ Schen. Futbol.: Ist S. Arnold letztes Jahr nicht auch wegen Studium / Ausbildung nach Freiburg gewechselt? Warum sie dort so wenig spielt, müssten die Freiburg-Insider hier erklären (nicht wieder fit geworden seit ihrer langen Verletzungspause)?

    @ Johannes: „fußballerisches Niemandsland oder Champions-League als Anspruch“ … also ob Percival in Jena nicht-CL spielt oder in Frankfurt nächstes Jahr nicht-CL spielt, ist doch kein Riesenunterschied, oder? 🙂

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  • Spielerfrau sagt:

    Sehr schön – für Ria UND für Jena!

    Stimme da unserer russischen Fußballfrau und dem FF-Talent vollkommen zu – lieber Stammbesetzung in einem kleineren Verein, als Bank bei den „Großen“.

    Beweist die gute Arbeit von Anja Kunick, und auch, dass der Ligaerhalt doch – relativ früh – in der Saison erreicht wurde, spricht für einen guten Job von Trainer Daniel Kraus.

    Weiß jemand (und hat Jenaer Einblicke), was der Grund der „Negativ-Presse“ zu Anfang der Saison war? Warum wird ein Verein so „runtergeschrieben“?

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  • frek sagt:

    @Spielerfrau

    das Problem mit der Negativpresse ist auf einen Journalisten zurückzuführen, der wie auch immer einen Kampf auszufechten hat. Die Gründe liegen in der Vergangenheit. Problematisch ist einfach, dass er nur einen kleinen Anreiz benötigt um über den Verein herzuziehen, in letzter Zeit ist es glücklicherweise etwas ruhiger geworden.

    Das mit dem „frühen“ Klassenerhalt sehe ich etwas differenzierter, dass es so „früh“ war, liegt einzig an der Schwäche der beiden Aufsteiger. Wenn sie jetzt die letzten Spiele gut machen, dann kann man von einer Steigerung sprechen.

    Ziel von Jena kann es nicht sein, und ist es auch nicht, Jahr für Jahr gegen den Abstieg zu spielen, die Mannschaft hat genug Potential.
    Ich hoffe für die nächste Saison auf Besserung.

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  • sitac sagt:

    Also die 1.Bundesliga der Frauen in Deutschland würde ich generell nicht als fußballerisches Niemandsland ansehen. Allerdings denke ich auch, dass sie selbst lieber in einem Verein spielen würde(und dies eigentlich auch verdient hätte), der höhere Ambitionen hat als Saison für Saison gerade mal den Klassenerhalt zu schaffen. Allein schon deshalb: FF USV Jena, streng dich an! Ich kann da „frek“ nur zustimmen. Dieses Jahr für Jahr unten Rumhängen ist ätzend.
    Aber jetzt erst mal uneingeschränkt Glückwunsch zu dieser elementar wichtigen Vertragsverlängerung.

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  • CuJo31 sagt:

    Essen hat ein taugliches Stadion vorher schon gehabt,nur wollte man unbedinngt in das große Wechseln.
    Also hat man deswegen jetzt nicht die Probleme,da man wieder ins alte zurückkehren kann.

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