Champions League: Wolfsburg will Finaleinzug perfekt machen

Von am 20. April 2013 – 16.30 Uhr 2 Kommentare

High noon in der Wolfsburger Arena: Am Sonntag, 21. April (ab 12.00 Uhr live im NDR) will der VfL Wolfsburg gegen Arsenal LFC den Einzug ins Finale der UEFA Women’s Champions League perfekt machen. Die Ausgangsposition ist hervorragend, doch es fehlen die gelbgesperrte Alex Popp und womöglich auch Kapitänin Nadine Keßler.

Nach dem etwas schmeichelhaften 2:0-Hinspielsieg am vorigen Sonntag hat die von Trainer Ralf Kellermann alle Trümpfe in der Hand, doch der Verlauf der ersten Partie hat den Wölfinnen auch gezeigt, dass wohl noch einmal 90 schwere Minuten bevorstehen.

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Popp gesperrt, Keßler fraglich
Zumal Alex Popp für das Rückspiel wegen ihrer zweiten Gelben Karte im Wettbewerb gesperrt ist und der Einsatz von Nadine Keßler nach ihrem Handgelenksbruch und Operation am Donnerstag sich erst kurzfristig entscheiden wird. „Sie hat eine Spezialschiene bekommen und wird am Samstag damit das Abschlusstraining bestreiten. Danach werden wir sehen, ob es für Arsenal reicht“, so Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann, der bereits nach dem Erfolg in London auf die Euphoriebremse trat. „Wir haben noch nichts gewonnen“, so seine eindringliche Warnung. Wolfsburg muss zudem auf die Langzeitverletzte Zsanett Jakabi und auch Ivonne Hartmann verzichten.

Starkes Arsenal
„Keine Mannschaft in dieser Pflichtspielsaison hatte es vorher geschafft, uns so sehr unter Druck zu setzen wie Arsenal im Hinspiel“, so Kellermann. „Deswegen sind wir noch lange nicht durch und werden erneut eine Topleistung brauchen, um das Endspielticket zu lösen. Dabei hoffen wir sehr auf die volle Unterstützung des Wolfsburger Publikums.“

Jubel des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg hofft noch auf den Einsatz von Kapitänin Nadine Keßler (Mi.) © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Smith-Einsatz wahrscheinlich
Zumal Arsenal im laufenden Wettbewerb bereits beim 4:3-Auswärtssieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam bewies, auswärts Tore erzielen zu können und am Sonntag nicht nur Abwehrspielerin Ciara Grant wieder mit dabei sein wird, sondern vermutlich auch Kelly Smith, die zwar nicht mehr den Glanz früherer Tage versprüht, aber allein durch ihre Präsenz den Engländerinnen frischen Mut verleihen dürfte.

Finalsperren drohen
Es dürfte in Wolfsburg als noch einmal richtig zur Sache gehen, allerdings dürfen die Spielerinnen beider Teams nicht zu rustikal zu Werke gehen, denn beim VfL Wolfsburg droht Viola Odebrecht, Lena Goeßling und Anna Blässe bei einer weiteren Gelben Karte eine Sperre fürs Finale. „Ich erwarte aber trotzdem, dass sich niemand zurücknimmt“, so Kellermann. „Wir alle wollen in dieses Endspiel und werden am Sonntag deshalb Vollgas geben.“ Bei Arsenal sind gar gleich sechs Spielerinnen vom selben Schicksal bedroht – Gilly Flaherty, Stephanie Houghton, Kim Little, Alex Scott, Yvonne Tracy und Rachel Yankey.

Arsenal gibt sich nicht auf
Arsenal-Trainerin Shelley Kerr ist trotz der 0:2-Hinspielniederlage überzeugt, dass ihr Team das Blatt noch wenden kann. „Das ist sicherlich eine riesige Herausforderung, aber ich glaube, wir können das Ergebnis erzielen, das wir brauchen. Die Spielerinnen müssen einfach effizienter werden, dann bekommen wir auch Torchancen.“

Juvisy mit dem Rücken zur Wand
Im zweiten Halbfinal-Rückspiel muss Juvisy FCF ab 16.30 Uhr im Stade Robert Bobin in Evry einen 0:3-Rückstand gegen Titelverteidiger Olympique Lyonnais aufholen, der ohne seinen gesperrten Trainer Patrice Lair auskommen muss. Im Hinspiel bot der Pariser Vorstadtverein phasenweise eine ansprechende Leistung, doch diesmal wird eine Leistungssteigerung und ein frühes Tor notwendig sein, um den scheinbar unschlagbaren Gegner noch in die Knie zu zwingen.

Thiney: „Werden alles geben“
Juvisy-Stürmerin Gaëtane Thiney glaubt: „Wenn wir ein frühes Tor schießen, werden wir an den Sieg glauben und wir werden sowieso alles geben, was wir haben. Im Hinspiel haben wir sie frustriert und sie waren besorgter, als sie das erwartet hatten. Uns hat vielleicht ein bisschen die Erfahrung gefehlt.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • gerd.karl sagt:

    na herr juchem, was sich womensoccer wünscht scheint nach ihrem artikel ,ganz klar zu sein.

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  • Michele sagt:

    Viel Glück, VFL Wolfsburg!

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