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DFB-Elf auf der Suche nach der Konstanz

Von am 6. April 2013 – 14.07 Uhr 48 Kommentare

Eine Halbzeit lang bot die deutsche Frauenfußball-Nationalelf dem Weltranglistenersten USA beim schmeichelhaften 3:3 in Offenbach physisch und auch spielerisch gut Paroli. Doch in den zweiten 45 Minuten geriet sie besorgniserregend ins Wackeln, nur ein ähnlicher Kraftakt wie in Frankreich gepaart mit einem Quäntchen Glück verhinderten trotz abermaligem 1:3-Rückstands eine Niederlage. Bis zur EM bleibt nicht mehr allzu viel Zeit, die Leistungsschwankungen in den Griff zu bekommen.

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Vor 16 090 Zuschauern auf dem Bieberer Berg zog die DFB-Elf in den ersten 45 Minuten die richtigen Lehren aus der 0:2-Niederlage gegen die USA beim Algarve Cup. Viel beherzter als noch Wochen zuvor gingen die deutschen Spielerinnen in die Zweikämpfe, der Gegner schien in der Anfangsphase gar ein wenig überrascht und beeindruckt ob der deutschen Spielweise.

Kompakte erste Halbzeit
Denn die DFB-Elf machte die Räume geschickt eng und ließ dem US-Team nur wenig Raum zur Entfaltung. Alex Popp meinte: „Wir haben in der ersten Halbzeit ein super Spiel geliefert, da hat einfach das Tor gefehlt.“ Und Bundestrainerin Silvia Neid erklärte: „Da haben wir die USA nicht ins Spiel gekommen lassen.“

Wie verwandelt aus der Kabine
Doch die Halbzeitpause bekam der DFB-Elf nicht gut, von der Kompaktheit, Organisation und taktischen Disziplin der ersten 45 Minuten war plötzlich nicht mehr viel zu sehen. Die Abstände waren auf einmal nicht mehr so gut, die Standards der Amerikanerinnen sorgten für zusätzliche Verunsicherung.

DFB-Elf außer Tritt
„Das Problem lag zwischen den Mannschaftsteilen, deswegen waren wir einfach nicht mehr so kompakt“, meinte Nadine Keßler. Kim Kulig konstatierte: „Wir haben dann ganz dumme Fehler gemacht“, und Torhüterin Nadine Angerer ergänzte: „Wir haben in den ersten 15 Minuten nach der Halbzeit ein bisschen Lehrgeld bezahlt, da mussten wir uns erst wieder sortieren.“

US-Stars spielen Klasse aus
Die Amerikanerinnen nutzten die deutsche Schwächephase dank der individuellen Klasse von Spielerinnen wie Alex Morgan, Abby Wambach, Megan Rapinoe oder Lauren Cheney eiskalt aus und die DFB-Elf hätte sich Mitte der zweiten Halbzeit nicht darüber beschweren dürfen, mit 1:4 oder gar 1:5 in Rückstand zu geraten, so besorgniserregend präsentierte sie sich in den ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit.

Saskia Bartusiak im Duell mit Alex Morgan

Saskia Bartusiak im Duell mit Alex Morgan © Nora Kruse / ff-archiv.de

Keßler: „Haben gewackelt“
„Wir haben definitiv gewackelt, aber genau solche Wackler müssen wir minimieren und eingrenzen, immer wieder zurückkommen und ins eigene Spiel finden“, so Keßler, die einräumte: „Das haben wir heute noch nicht geschafft, aber die USA sind ja auch keine schlechte Mannschaft, da muss man 90 Minuten voll da sein, um das Spiel kontrollieren zu können.“ Angerer meinte hingegen: „Ich fühle mich so, wie wenn wir gewonnen hätten. Wir haben uns wieder einen Schritt weiterentwickelt und wir haben ja noch ein bisschen Zeit.“

DFB-Elf gibt nicht auf und belohnt sich
In der Schlussphase gelang der DFB-Elf wie schon in Frankreich beim 1:3-Rückstand dann doch noch, durch späte Treffer eine Niederlage zu verhindern. „Es war natürlich genial, wenn man so ein Spiel noch drehen und 3:3 spielen kann“, so Kulig. Und Keßler ergänzte: „Wir haben nicht aufgesteckt und die Kulisse hat uns nach vorne gepeitscht.“

Popp: „Immer noch verdient hinter den USA“
Doch derlei Kraftakte wie in Straßburg oder Offenbach werden nicht immer möglich sein, so dass es gilt, sich in den verbleibenden Testspielen und Lehrgängen schnell die nötige Konstanz zu erarbeiten, um gar nicht erst immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Popp meint: „Dass wir den Rückstand aufgeholt haben, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, aber auch dass wir immer noch verdient hinter den USA in der Weltrangliste stehen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • Kim sagt:

    @Sheldon: 100% Zustimmung

    Mit einer Außnnahme…

    „Die Doppelsechs habe ich gestern tatsächlich schwach gesehen, insbesondere eine Kim Kulig. Sie ist zur Zeit von denen, die dort gestern auf dem Platz standen, die Einzige, die zur Zeit nicht N11-tauglich spielt.“

    Ich halte auch Behringer zur Zeit nicht mehr N11-tauglich. Die Zeit ihrer legendären Freistöße und Flanken sind meiner Meinung nach leider vorbei.

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  • Sheldon sagt:

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich diesen Artikel zu diesem Moment für unsinnig halte. Deutschland hat gestern mit Sicherheit eines seiner besten Spiele seit der WM gemacht. Es war eben auch eines der besten Spiele der USA. Sie haben ihre Qualitäten wirklich überragend ausgespielt.

    Ich sehe die deutsche Mannschaft auf einem wirklich guten Weg. Es fehlt lediglich ein wenig Phantasie im Spiel und die letzte Konsequenz.
    Natürlich fehlen uns auch noch einige Spielerinnen, Odebrecht, Goeßling oder Bajramaj, die natürlich nochmal deutlich mehr Qualität mitbringen würden.

    Silvia Neid hat ein Problem, sie kann nicht loslassen. Sie hat dieses System entdeckt, das mag sein, sie kann stolz darauf sein, dass die Männer sich an diesem System orientiert haben, aber mittlerweile ist es viel zu sperrig. Es wirkt immer mehr wie ein 4-4-1-1, man kommt über die Defensive nicht heraus. Spielerinnen wie Bresonik oder Behringer fehlt dort auch einfach die Grundschnelligkeit zu schnellen Kontern aus der Defensive heraus.
    Es wird Zeit, wieder stärker offensiv zu denken. Und es wird auch Zeit, die Kreativität wieder zu fördern. Das, was unsere Deutschen dort auf dem Platz abliefern, ist zu starr, zu berechenbar, zu geplant.
    Silvia Neid muss die Zügel stärker laufen lassen.

    Auch an dieser Stelle erinnere ich noch einmal an das Deutschland-Frankreich-Spiel der Männer. Als Jogi Löw Mario Gomez runtergeholt hat und dafür Toni Kroos eingewechselt hat, war das sehr mutig, weil er damit in der Mannschaft innerhalb des Spiels das System gewechselt hat, hin zu einem System, was keiner dieser Spieler bisher jemals gespielt hatte. Das heißt aber auch, es war nichts eingeübt, keiner wusste, was nun in den 30 Minuten kam, wahrscheinlich nicht mal Löw.
    Was sich dann auf dem Platz abspielte, waren vermutlich die besten 30 Minuten der deutschen Mannschaft in den letzten 5 Jahren. Es war ein Spiel, dass nun auf dem Platz gelenkt wurde und nicht mehr von außen. Löw hat die Spieler vor eine Situation gestellt, die sie selbst lösen mussten. Die Spieler mussten sich selbst verständigen, sie mussten eigene Ideen entwickeln, sie mussten kreativ spielen. Und das ist voll und ganz aufgegangen.

    Ich denke, bei den vielen Kreativspielerinnen, die Neid im Team hat (Odebrecht, Goeßling, Bresonik, Keßler, Marozsan), sollte und kann sie die Spielerinnen wirklich das Spiel selbst gestalten lassen. Sie dazu bringen, selbst nachzudenken, was in der jeweiligen Situation nun als nächstes zu tun ist, und nicht nur das zu spielen, was man in der jeweiligen Situation zu tun gelernt hat.

    Sie sollte ihnen die wichtigsten Fähigkeiten beibringen, was Athletik, Technik und Taktik betrifft, ihnen aber sonst freie Hand lassen und Vertrauen haben, dass diese Spielerinnen dazu in der Lage sind, ihr Spiel zu machen.

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  • DAWIDenko sagt:

    Wie es dann läuft, wenn es darauf ankommt (EM), ist natürlich eine andere Sache.
    Aber in den vielen Partien gegen die hochklassigen Gegner ( es gibt keine Nationalmannschaften die momentan besser sind als die letzten Gegner Usa, Japan, Frankreich) hat man sich ganz gut geschlagen. Es gab viele fehler aber auch positives.
    Ich bin, was die Nationalmannschaft angeht auch eher skeptisch, aber die Entwicklung in letzer Zeit lässt hoffen.
    Man setzt vermehrt auch auf junge aufstrebende Spielerinnen und gibt ihnen die Chance sich zu zeigen, wie Leonie Meier, Luisa Wensig, Lena Lotzen oder Jenni Cramer.

    In einer sogennanten Bestbesetzung konnte man auf Grund der vielen Verletzungen und Rücktritte nach der WM auch noch nicht spielen. Da bin ich wirklich gespannt wer da das Rennen macht.
    Aber alles in allem hat man in den vergangenen Monaten gegen die USA, als derzeit bestes Nationalteam 3 mal unentschieden gespielt, nur einmal verloren. Teilweise war man die bessere Mannschaft, bzw. einem Sieg näher, und man hat sich zurückkämpfen können. Zweimal nach 1:3 Rückstand!
    Auch in der Vegangenheit glörreicherer Tage hat man gegen die USA teils herbe Niederlagen einstecken müssen, hat also gegen diesen Gegner sleten geglänzt. Große Ausnahme natürlich 2003 im Halbfinale.
    Das ist auf jeden Fall ein posivier Aspekt bei der neuformierten Nationalmannschaft.
    Ein Spiel souverän zu bestreiten von Anfang an, zeigt eine hohe Qualität. Allerdings ist es auch eine wichtige Fähigkeit auch nach einem schlechten Start zurück zukommen. Das hat die Deutsche Mannschaft jetzt schon zweimal gegen starke Gegner bewiesen.

    kleines off-topic:
    Mittlerweile freue ich mich auf die EM in Schweden.
    Allerdings anbei formuliert, gibt es für mich keinen Toppfavoriten. Mein Favoritenkreis setzt sich aus Schweden, Frankreich, Deutschland aber auch England zusammen.
    England sollte man nicht unterschätzen, trotz einer durchwachsenen WM und einer enttäuschenden Heimolympiade.
    Mit England muss zurechnen sei, vor allem wenn man sieht wie stark Arsenal spielt.

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  • Rudi Pohlhammer sagt:

    Ich kann Sheldon nur zustimmen.
    Das Unentschieden gegen die USA war sehr glücklich und einer in der 2. Halbzeit sehr schwachen Schiedsrichterleistung geschuldet, die ein klares Tor der US-Girls nicht gegeben hat ( war nie und nimmer abseits! ) sowie einen unberechtigten Elfmeter gegen die USA verhängt hat.
    Ich hoffe dieses Remis wird richtig bewertet, wenn man schon Äusserungen von Nadine Angerer liest “ das ist wie ein Sieg für uns“!!! Dann frage ich mich wie sie das wohl gemeint hat?!

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  • jochen-or sagt:

    Bei aller Kritik darf man nicht vergessen, dass die Mannschaft zuletzt fast nur gegen Topmannschaften der Welt gespielt hat.

    Ich persönlich sehe die Entwicklung positiv.

    Mit Wensing dürfte man endlich einen Ersatz für die Schwachstelle Krahn in der Abwehr gefunden haben und auch Leonie Maier ist eine zukunftsträchtige Spielerin, um die Schwäche aus der Vergangenheit – die Abwehr – zu beseitigen.
    Mit Schmidt und ggf. auch Gößling stehen noch andere für die Abwehr bereit.

    Was fehlt ist dort noch eine echte Konkurrenz für Angerer, die ja zuletzt nicht immer ordentlich spielte. Da sehe ich in Zukunft weiterhin Sarholz, wenn diese in der nächsten Saison unverletzt bleibt und wieder spielt.

    Ich meine weiterhin, dass eine aktuell nicht besonders formstarke Peter gut Bartusiak ersetzen könnte, weil ihre Qualitäten auf deren Position – wie in der Vergangenheit bei Turbine – viel besser zur Geltung kommen. Dann könnte ggf. Feisst áuf der linken Verteidigerpsotion spielen, die schnell genug ist und über Außen Druck machen kann.

    Für die anderen Positonen gibt es eine Vielzahl von ordentlichen, allerdings auch nicht überragenden Spielerinnen. Leider fehlt für die Spitze eine Spielerin der Qualität Morgan – Prinz, die dann auch Marozsan helfen würde, deren Regie-/Passqualitäten mangels adäquaten Abnehmern im Sturm aktuell leider nicht besonders zur Geltung kommen. Popp stagniert derzeit und wird zu Recht nicht von Anfang an eingesetzt. Da Mbabi hat leider immer noch gewisse technische Mängel bei der Ballannahme und Ballverarbeitung.

    Insoweit haben uns die USA gerade dort im Sturmspiel einiges voraus.

    Dennoch finde ich, dass wir besser dastehen, als noch vor einem Jahr erwartet.

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  • enthusio sagt:

    @Rudi Pohlhammer:

    Einen 2-Tore-Rückstand gegen eine so starke Mannschaft wie die USA in der Schlussphase eines Spiels noch aufzuholen und so eindrucksvoll das ursprünglich amerikanische “ they never give up“ zu demonstrieren, „ist wie ein Sieg für uns“, für diese junge und in dieser Besetzung überhaupt nicht eingespielte Mannschaft. So könnte Nadine Angerer es gemeint haben – und damit hat sie völlig recht.

    Und hört doch jetzt endlich mal auf, über die Schiedsrichterinnenleistung zu lamentieren ! Die US-Girls haben nicht wegen der Schiedsrichterin verloren, sondern wegen eigener Abwehrfehler, die die junge deutsche Mannschaft gnadenlos bestraft hat. Aber das scheint ja einigen von Euch egal zu sein. Ich denke, der amerikanische Trainer wird schon erkannt haben, dass es auch bei seiner Mannschaft mit ihren jungen Spielerinnen wie Dunn und Mewis im Abwehrverhalten noch Verbesserungsbedarf gibt. Fakt ist, dass unsere junge Mannschaft sich gegen die Niederlage mit Erfolg gewehrt hat und dank der Klasseaktion von Faißt auf der Linie ein glückliches und mutmachendes Unentschieden erreicht hat. Das sollte man neidlos anerkennen und dazu sollte man unserer jungen Mannschaft gratulieren. Immerhin haben sie gegen die US-Girls phasenweise mehr überzeugt und auf jeden Fall mehr erreicht als beim Algarve-Cup.

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  • Sheldon sagt:

    @DAWIDenko: Man sollte durchaus auch Norwegen zu den Favoriten zählen. Sie haben bei Europameisterschaften immer schon eine gute Rolle spielen können und haben zuletzt wieder beachtliche Erfolge eingefahren.

    Halbfinale ist sicherlich drin, denn im Viertelfinale würde man als 2. seiner Gruppe auf den 2. der Gruppe A treffen, voraussichtlich Dänemark oder Italien. Sogar Finale ist drin, dazu müsste man aber Schweden im Halbfinale rauswerfen, was allerdings nicht unmöglich scheint (siehe Algarve-Cup).

    Generell sehe ich auch der EM optimistisch entgegen und denke schon, dass man Deutschland zur Zeit tatsächlich als Topfavorit sehen darf und kann.

    Auch dem Kader für die EM sehe ich optimistisch entgegen. Meines Erachtens wird er wie folgt aussehen:

    Tor: Angerer, Schult, Längert – in Ordnung, Angerer wird die Nummer 1 sein, was okay ist

    Abwehr: Wensing, Henning, Faißt, Maier, Schmidt, Peter, Bartusiak – auch okay, das sind die Spielerinnen, die N11-Erfahrung haben und auch zur Zeit in einer Form sind, die N11-tauglich ist. Mit diesen Spielerinnen kann man zumindest leben.

    Mittelfeld: Odebrecht, Goeßling, Bresonik, Keßler, Marozsan, Kulig – bis auf Kulig absolut gerechtfertigt. Alle mit ihren Qualitäten. Dabei Odebrecht, Goeßling, Bresonik und Kulig auf der Doppel-6, Keßler und Maro auf der „10“

    Sturm: Celia, Mittag, Lotzen, Popp, Bajramaj – ich wünsche mir wirklich, dass Bajramaj den Sprung auf den EM-Zug noch schafft. Sie ist für uns eine nicht zu ersetzende Waffe im Spiel nach vorne. Lotzen wurde zuletzt nicht nominiert, wird sich aber gegen Behringer durchsetzen.

    Alles in allem bis auf Lotzen und Bajramaj die immer Nominierten, Behringer wird sich mit der Zuschauerrolle begnügen müssen.
    7 Wolfsburgerinnen, 7 Frankfurterinnen, 3 Bad Neuenahrinnen, 2 Bayerinnen, 1x PSG und 1x Malmö, das geht so in Ordnung.

    Die Jungen Wilden wie die Freiburgerinnen Benkarth und Leupolz, die Potsdamerinnen Kemme und Cramer oder auch einige Leverkusenerinnen (Petzelberger, Kershowski, Linden etc.) gilt es dann, nach der EM in die Mannschaft zu integrieren.

    Alles in allem kann man ganz zufrieden damit sein, was wir aufzubieten haben. Neid jedenfalls hat vor diesem Turnier ein deutlich besseres Standing (zumindest bei mir) als vor der WM.

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  • Sheldon sagt:

    @Rudi Pohlhammer: Ich frage mich, wie sie sagen können, dass sie mir zustimmen. Ich habe nichts von Kritik an der deutschen Mannschaft geschrieben, das war gestern ein hochklassiges Unentschieden, ein verdientes Unentschieden, dass man sich gut erkämpft hat und was man wirklich als eine Art Sieg verbuchen kann.

    Meine Überlegungen gehen nur dahin, wie man dennoch das Spiel stärker gestalten kann und die Qualitäten der Spielerinnen noch stärker herauskommen können.

    Soviel nur zur Klarstellung. Klar hat die Schiedsrichterin dazu beigetragen, aber das muss man auch mal haben. Klar hat man 3 Tore gefangen, aber das geht gegen die USA in Ordnung, gerade wenn man sich anschaut, wie die Tore gefallen sind. Alle Kombinationen, die gut durchdacht und ausgeführt wurden. Das war nichts, wo man sagen kann, das war ein klarer Fehler, das war alles schon so in Ordnung. Da muss man anerkennen, dass man nunmal gegen den Weltranglisten-Ersten gespielt hat.

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  • Krissi sagt:

    @Sheldon und @DAWIDenko: Ich würde mich auch Eurer Meinung anschließen – so sehr schlecht war das deutsche Team auch in der 2. HZ nicht – na klar, die erste Phase der 2. HZ war schlecht, da muss man nicht drum rum reden, aber kämpferisch war das doch schon sehr gut, was unsere DFB-Elf dann noch geboten hat. Luft nach oben ist immer da…@DAWIDenko: ich freue mich auch schon sehr auf die EM, stimme deinem Favoritenkreis weitestgehend zu – aber ich würde auch Norwegen wieder auf der Rechnung haben…die sind auch wieder im Aufwind (was mich persönlich sehr freut 😉 )

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  • Krissi sagt:

    @Sheldon: dem ist eigentlich nix mehr hinzuzufügen 🙂 – aber es freut mich, dass noch jemand Norwegen für die EM auf dem Zettel hat… 🙂

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  • wrack sagt:

    jochen-or: „Mit Wensing dürfte man endlich einen Ersatz für die Schwachstelle Krahn in der Abwehr gefunden haben“

    Warum du (und andere) Annike Krahn als Schwachstelle sehen, ist mir ein Rätsel. Vor ihrer Verletzung hat sie zwei Spiele gegen die USA bestritten, die beide remis endeten. Auch in beiden Testspielen gegen Frankreich ist ihr kein grober Bock unterlaufen, den anderen „Alten“ und den jungen Spielerinnen dagegen schon (Ich verzichte auf Aufzählung, der Kenner weiss Bescheid. Die werden natürlich besser und konzentrierter und sind die Zukunft).
    Das Krahn-Bashing hatte zuvor hier immer auf ihre einfachen technischen Fähigkeiten gezielt. Sie aber als Schwachstelle in der Verteidigung zu bezeichnen, schreit nach Belegen !
    Meiner unüberprüfbaren und deswegen unwiderlegbaren Meinung nach wären einige Tore gegen das deutsche Team in den letzten Spielen mit Krahn in der Abwehr nicht gefallen, gerade gegen die USA. Aber natürlich ist Annike Krahn verletzt und man muss Wensing oder auch Henning heranführen und testen.
    Dies zur Ehrrettung einer Spielerin, die es auf Basis von Fakten wahrlich nicht verdient hat, als „Schwachstelle“ in der Verteidigung bezeichnet zu werden.

    @Rudi Pohlhammer: „Ich hoffe dieses Remis wird richtig bewertet, wenn man schon Äusserungen von Nadine Angerer liest ” das ist wie ein Sieg für uns”!!! Dann frage ich mich wie sie das wohl gemeint hat?!“

    Es ist für eien Spieler besser, mit einem 3-3 vom Platz zu gehen als mit einem 1-4. Natürlich wissen die Spielerinnen, wer im Agenblick die NUmmer 1 im FF ist.
    Die meisten Spieler betrachten den Schiedsrichter wie den Torpfosten als zum Spiel gehörig. Für das Endergebnis ist es deswegen irrelevant, ob nun der Pfosten oder der Schiedsrichter den Ball ins Tor bringt. Wenn also ein Schiri ein Spiel nicht völlig verpfeift, gehören seine Entscheidungen zum allgemeinen Spielglück, dass jedes Team braucht, dazu. Denn man kann ganz sicher sein: Einen geschenkten Elfmeter muss man früher oder später wieder an ein anderes Team abgeben oder man hat es schon getan. Und Deutschland hatte z.B. noch ein „Abseitstor“ von Celia beim 2-2 gegen Spanien gut. Damals wurde das wenig erwähnt, denn natürlich hätte das deutsche Team dieses Tor nach einer 2-0 Führung gar nicht brauchen dürfen :-). Da hätte einmal damals jemand mit argumentieren müssen, als die Kritik losbrach !
    Nun, die US-Girls haben den Sack auch nicht zugemacht. Das hätten sie halt tun müssen. Und wie Abby Wambach schon sagte: Das gehört zum Spiel. Und in der Statistik fragt in zehn Jahren niemand mehr, wie das 3-3 zustande kam. Auch ein Grund, sich darüber zu freuen 😉

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  • wrack sagt:

    @ Krissi: „…aber ich würde auch Norwegen wieder auf der Rechnung haben…die sind auch wieder im Aufwind (was mich persönlich sehr freut 😉 )“

    Leider hat Norwegen heute sein Testspiel in der Schweiz mit 3-1 verloren. Allerdings soll das nichts besagen, denn die Schweiz wird auch immer stärker. Zur Zeit habe ich allerdings nur 4 Topfavoriten: Deutschland, Frankreich, Schweden, England.

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  • Sheldon sagt:

    @jochen-or: Vielleicht ist Krahn nicht die „Schwachstelle“ in der Abwehr, dennoch gehört sie wie Behringer zu der Generation Spielerinnen, die aufgrund ihrer mangelnden technischen Ausbildung ihren Platz im Team zwangsläufig verlieren werden.

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  • Homer-Simpson sagt:

    Vielleicht habe ich keine Ahnung von Fußball, aber ich habe Kim Kulig überhaupt nicht so schlecht gesehen, wie sie hier bei Euch wegkommt. Im Gegenteil, ich fand sie sogar richtig klasse gestern und war dagegen von Kessler etwas enttäuscht. Beide passen noch nicht so zusammen. Kann Kessi denn nicht auch über außen spielen (Behringer-Position)? Auch von Maro kam meiner Meinung nach nicht so wirklich was. Ein bischen was an der Mittellinie für die Gallerie reicht nicht. Leonie Maier war für mich die beste gestern. Lulle war auch gut – trotz ihres Fehlers. Wir haben in der Tat ganz vorne derzeit ein Problem, da muss Neid sich noch was ausdenken.

    Aber für die EM ist mir nicht bange. Warum auch? Die derzeit beste Mannschaft der Welt, die USA, ist nicht dabei und die anderen Konkurrenten Schweden, Frankreich und evtl. Norwegen und England kochen doch mit dem gleichen Wasser wie unsere Elf.

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  • DAWIDenko sagt:

    @ Sheldon & Krissi:

    Ok, mit Norwegen hatte ich mir auch kurz als möglichen Geheimfavorit überlegt.
    Allerdings sehe ich sie insgesamt noch eher hinter den von mir genannten 4 Teams. ( Siehe auch Niederlage gegen die Schweiz, allerdings nur vom Ergebnis betrachtet)
    Da sehe ich bei den anderen Teams qualitativ (bessere Einzelspielerinnen) und quantitativ (Breite des Kaders) noch einen zu großen Vorteil.
    Aber gerade da die EM ja im Nachbarland stattfindet, könnte dass dem Team noch zusätzlich Schwung geben.

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  • Sheldon sagt:

    @Homer-Simpson: Nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität kommt es im Fußball an. Marozsan und Keßler waren bei allen Toren entscheidend beteiligt. Vor dem 1:2 steckt Keßler den Ball genial auf Schmidt durch, die dann auf außen durchbrechen konnte, vor dem 2:3 und dem 3:3 spielten jeweils Marozsan und Keßler den Ball auf Faißt, die dann durch die scharfe Flanke die Tore erzwang.

    Kulig dagegen gelang nicht viel, ich habe selbst bei genauem Hinschauen von ihr nur den Abstauber feststellen können. Ihre Aktionen versiegten im Sand, sie scheint mir erstaunlich wenig Ballkontakte gehabt zu haben. Generell kam von ihr jedenfalls zu wenig, sie fiel überhaupt nicht auf. Selbst im defensiven Part war Keßler agiler und zweikampfstärker, obwohl man es bei dieser Besetzung eigentlich von anderer Rollenverteilung hätte ausgehen können.

    Marozsan jedenfalls hat neben ihren Vorbereiterqualitäten und Ballverteilerqualitäten auch durch den gewinnbringenden Einbau ihrer technischen Qualitäten im Zweikampfverhalten geglänzt. So viele Dribblings gewann sie glaube ich noch nie.

    Marozsan sollte an ihrer Schnelligkeit arbeiten, dann ist sie ein deutscher Messi. Alles andere bringt sie mit. Auf außen sollte man stärker auf Flügelstürmerinnen bauen, Popp/Celia und Bajramaj, dahinter Keßler. Das wäre eine unglaubliche Offensivqualität.

    Insgesamt muss man noch viel stärker an den Übergängen von Abwehr zu Angriff arbeiten. Ansonsten aber auf jeden Fall schonmal Note 2 für das Spiel.

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  • wrack sagt:

    Schweden schlug übrigens Island mit 2-0 (0-0) durch zwei Tore von Schelin.
    Die Schweiz ging bereits in der 2. Minute durch Maendly in Führung und erhöhte in der 33. auf 2-0 (Kopfball Crno). Obwohl die Schweiz in der ersten Hälfte dominant war, kam Norwegen in der ersten Hälfte zum Anschlusstreffer durch Ada Hegerberg.
    Umgekehrtes Bild nach der Pause: Norwegen dominierte und verschoss sogar einen Elfmeter durch Isaksen. Ebenfalls mit einem Elfmeter sicherte dann Crnogorcevic den 3-1-Sieg.
    Die Schweiz läßt in diesem Jahr aufhorchen ! Beim Cyprus Cup Platz 4 (Sieg gegen Finnland, Remis gegen Niederlande, Verloren gegen Kanada), wobei sie ja im Spiel um Platz 3 gegen Neuseeland bis zur 85′ mit 1-0 führten, um dann erst durch einen Doppelschlag noch mit 1-2 zu verlieren. MVT macht da offenbar gute Arbeit, wenn man den offensichtlich geringen Stellenwert des Schweizer FF im eigenen Verband bedenkt.
    Und nun immerhin einen EM-Favoriten geschlagen. Freue mich auf die WM-Quali.

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  • enthusio sagt:

    Hier noch ein schöner, ausführlicher Spielbericht von Fansoccer, der noch eínmal eine gute Zusammenfassung des Spiels liefert:

    http://fansoccer.de/11456/nationalmannschaft-usa-immer-noch-eine-klasse-fur-sich/

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  • Wolle sagt:

    Ich fand das Spiel von beiden Mannschaften sehr unterhaltsam. Am meisten hat mich die Paßgenauigkeit der US-Girls überrascht. Bei Ballbesitz ging es zielstrebig und effizient aufs deutsche Tor. Natürlich war das 3:3 schmeichelhaft, aber gegen so einen starken Gegner nach 1:3 noch auszugleichen, dazu gehöirt schon enormer Wille, Respekt.
    Positives aus dt. Sicht:
    Nadine Angerer habe ich schon lange nicht mehr so stabil gesehen. Das war wirklich eine enorme Steigerung zu den letzten Spielen.
    Maier und Wensing waren für mich die Gewinner des Spiels. Auch wenn Maier manchmal nicht schnell genug zurückkam hat Sie immer mutig nach vorne gespielt und auf rechts wie nachher auch auf links für Gefahr gesorgt. Wensing ist für mich als Innenverteidiger gesetzt. Zweikampfstark, Kopfballstark und wenig Fehlpässe.
    Bartusiak war für mich in der Abwehr wieder der Schwachpunkt. Alleine ihre zahlreichen Pässe in des Gegners Füße in der Vorwärtsbewegung brachten Ihre Mitspieler oftmals in Bedrängnis (z.B. beim 1:3 sieht dadurch Wensing schlecht aus). Vielleicht mal Peter mit Wensing als Innenverteidiger, rechts Schmidt und links Maier. In BN spielt sie mittlerweile auch links.
    Total enttäuscht war ich von den Au0en, Behringer und Bresonik. Bei Bresonik hatte ich das Gefühl sie wäre nicht fit. Sie verlor jeden Zweikampf. Auch mit Faißt wurde es links nicht besser, ich sage nur Situation zum 1:0. Sie hat deutlich ihre begrenzten Fähigkeiten aufgezeigt bekommen. Mit Mittag auf rechts wurde es deutlich besser.
    Die beiden 6er Kessler und Kulig fand ich für das 1. mal gar nicht so schlecht. Bei Kulig merkt man halt die fehlende Spielpraxis, aber dafür sind ja solche Spiele auch da. Ich finde diese Kombination hat was, Wiederholung erwünscht.
    Celia und Maro waren mehr oder weniger auf sich gestellt, daher finde ich die Kritik an beiden total überzogen, da hatten Morgan und Wambach viel mehr Hilfe.
    Ich denke ähnlich wie Sheldon, dass Fr. Neid viel zu sehr an einem System klebt. Warum nicht mal mit 4-4-2, das dt. Spiel ist ausrechenbar geworden. Ich denke das sie dazu genügend Spieler hat, die intelligent genug sind, mehrere Systeme zu beherrschen.
    Meine Wunschelf z. Zt.
    Angerer
    Schmidt, Wensing, Peter, Maier
    Kulig, Kessler
    Mittag, Maroszan, Popp
    Celia

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  • Sheldon sagt:

    @Wolle: Wo ist Lena Goeßling? Für mich zur Zeit als Zentrumsspielerin einfach unverzichtbar. Sie verkörpert für mich so eine Art Khedira-Typ, immer mal wieder mit im Vorwärtsgang, allerdings mit Absicherung nach hinten. Außerdem kennen sich Goeßling und Keßler, da stimmt das Zusammenspiel.
    Ansonsten kann ich dir aber zustimmen.

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  • Homer-Simpson sagt:

    Man muss vielleicht auch mal sagen, dass die US-Nationalspielerinnen weitestgehend nichts anderes machen als Länderspiele spielen. Die haben zur Zeit keine Liga, in der sie jedes Wochenende Leistungsdruck verspüren und sich die Knochen kaputttreten lassen müssen. Und so was wie Champions League haben die sowieso nicht.

    Natürlich fällt es da leichter, verletzungsfrei, fit und ausgeruht zu solchen Testspielen anzureisen und über 90 Minuten Tempo zu machen. Und natürlich kennen die Spielerinnen ganz genau die Laufwege der Mitspielerinnen, wenn sie fast das ganze Jahr zusammen trainieren. Da lassen sich perfekt Spielzüge und Offensivsituationen einstudieren.

    Das kann die Bundestrainerin aber nicht, sie hat nun mal ihre Mädels nur ein paar Tage vor dem Spiel zusammen. Und in der Zeit muss sie sogar das Training mal ausfallen lasen, weil die Spielerinnen teilweise jetzt schon hundkaputt ankommen.

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  • Krissi sagt:

    @Homer-Simpson: das is n witz, oder? was sollen die US-Girls denn machen (bis die Liga anfängt)??? 20 Mal im Jahr gegen Kanada spielen, vielleicht?? haha, der Frauenfussball in Europa ist – insgesamt gesehen – nunmal der stärkste auf der Welt…wie gesagt: gutes Spiel von beiden Mannschaften…nur hätten eben die USA gewinnen müssen (aber so hatten unsere DFB-Mädels eben auch mal Glück, wenn auch riesengroßes 😉 )

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  • Sheldon sagt:

    @Homer-Simpson: Natürlich ist das ein Vorteil, wenn man das ganze Jahr das Team zusammen hat. Natürlich sind die US-Girls wie ein eigener Verein, daraus resultiert ihre Stärke.

    Aber ich denke nicht, dass dem nichts entgegenwirken kann. Ich denke, dass man gerade deswegen die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und N11 enger verknüpfen müsse. Hier braucht es von beiden Seiten ein Aufeinanderzugehen.
    Die Trainingsstunde ist aber nicht ausgefallen, weil die Spielerinnen körperlich erschöpft waren, sondern mental, so wurde es jedenfalls kommuniziert. Ich denke auch nicht, dass man nach den knapp 30 Spielen, die eine Wolfsburgerin bis jetzt bestritten haben dürfte, schon so kaputt sein sollte, zumindest nicht, wenn man noch 3 Titel holen will, da war das bisher nur das Aufwärmprogramm.

    Und letztlich hat es ja auch geklappt.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Dass Du Kulig absolut nicht magst, ist ja bekannt, aber Du solltest nicht immer so übertreiben. Sie hier als einzige, die nicht N11-tauglich ist hinzustellen, geht an der Realität meilenweit vorbei. Sicher ist sie noch nicht bei ihrem alten Leistungsvermögen angekommen, was nach ihrer Verletzungshistorie der letzten 2 Jahre aber auch kein Wunder ist. Dennoch hat sie gestern 1 Tor geschossen, im defensiven Mittelfeld viele Bälle erobert und sich vor allem mit Verve in den Kampf gestürzt. Diese Wettkampfhärte fehlt vielen anderen völlig. Absolut N11-untauglich habe ich neben der inzwischen wirklich viel zu langsamen Behringer vor allem Bresonik gesehen. Sie war ja wohl ein einziges Grauen auf der rechten Seite. Total umständlich, viel zu langsam, null Zweikampfhärte und nicht eine Flanke von der rechten Seite, die ihr Ziel erreicht hat. Dagegen hat Kulig eine Glanzleistung gebracht, obwohl ihr auch so einiges nicht gelungen ist. Die einzige, die über die Flügel positiv in Erscheinung getreten ist, war Leonie Maier, ein echter Lichtblick. Faisst in der 2. Hälfte auf links war zwar besser als Behringer, aber auch sie geht seltsam verkrampft und mutlos in die Zweikämpfe und auch ihre Flanken kommen selten bei einer Mitspielerin an. Auf rechts wäre es vielleicht eine Option Leonie Maier ins Mittelfeld vorzuziehen und dahinter Bianca Schmidt als Rechtsverteidigerin. Und überhaupt hat mich die Abwehr noch am meisten überzeugt. Wensing hat mir gut gefallen. Sie war sehr kompromisslos gegen Wambach und auch Bartusiak hat bis auf diesen misslungenen Ball vor dem 1:3 keine Fehler gemacht.

    Insgesamt hat mich aber doch erschreckt, dass vorne kaum Alternativen da sind, wenn Spielerinnen wie Bajramaj verletzt sind und anderen wie vielleicht Mittag noch die Spielpraxis fehlt. Celia hing da vorne völlig in der Luft und hat daneben selber auch noch einige Schwierigkeiten bei der Ballannahme. In der Spitze scheint der Deutsche Frauenfußfall dünner besetzt zu sein als das früher der Fall war. In der 2. Halbzeit war das ein echter Klassenunterschied. Solch präzise Flanken wie sie im Dutzend in den Strafraum von Angerer -die im übrigen sehr viel Sicherheit ausgestrahlt hat- geflogen kamen, hat man von der Deutschen Mannschaft nicht eine gesehen und das 0:2 von Rapinoe, was für ein toller Schuss. Da kommt der blanke Neid auf, wenn man die vielen Stockfehler Deutscher Spielerinnen mitansehen muss. Und dieses Tempo und das direkte Passen erst, mit dem die US-Girls ihre Angriffe vorgetragen haben. Wenn man dagegen unser langsames und umständliches Spiel nach vorne gesehen hat. Erschreckend wie groß der Abstand zwischen diesen beiden Mannschaften in der 2. Hälfte war.

    Positiv bleiben Teile der 1. Hälfte in Erinnerung, als man es durch frühes und energisches Stören geschafft hat, die USA nichts ins Spiel kommen zu lassen und selber durchaus einige Möglichkeiten gehabt hat bzw. gehabt hätte, wenn nicht unpräzise Flanken oder umständliches und zu langsames Spiel immer wieder dafür gesorgt hätten, dass es nicht zu brenzlig im amerikanischen Strafraum wurde. Außerdem ist die Erkenntnis tröstlich, dass es eine Mannschaft wie die USA in Europa nicht gibt. Dadurch bleibt trotz allem der Optimismus, dass es mit der Titelverteidigung in Schweden noch was werden kann.

    (0)
  • Homer-Simpson sagt:

    @Krissi:

    Warum soll es ein Witz sein, wenn ich sachlich darauf hinweise, dass ein Großteil der US-Spielerinnen seit geraumer Zeit in keinem Ligabetrieb antreten dürfen (oder müssen), geschweige denn dass sie den körperlichen und mentalen Belastungen von 22 Pflichtspielen in einer der stärksten Vereinsligen der Welt und zusätzlich noch (im besten Fall) neun Spielen auf internationeler Vereinsebene ausgesetzt sind.

    Es ist nun mal so, dass die US-Spielerinnen ihre Länderspiele spielen und ansonsten weitestgehend „nur“ trainieren.

    Aber wie bereits mal hier geschrieben: Dieser Gegner fällt bei der EM weg. Und was kommt nach den USA? Brasilien? Japan? Die sind auch nicht bei der EM. Frankreich? Die sind doch derzeit eher die Unentschiedenköniginnen. Gastgeber Schweden? Was so ein Heimturnier aus einer Mannschaft macht, wissen wir ja.

    Also: Das drei zu drei – egal ob glücklich, unglücklich, zurecht oder zuunrecht – macht auf mich große Hoffnungen auf die EM. Wenn die Langzeitverletzten Krahn, Laudehr und Bajramaj wieder dabei sein werden, um so besser.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Eigentlich hat mir das Zusammenspiel auf rechts gar nicht mal so schlecht gefallen. Wenn Bresonik schon nicht selbst gut gespielt hat, so verstand sie es zumindest, mit Maier insofern zu harmonieren, dass sie ihre Gegenspielerin in die Mitte zog und Maier dadurch freie Bahn hatte. Das klappte 4-, 5-mal sehr gut.

    Zu Kulig: Es ist nichts gegen sie. Doch wenn man auf der Doppel-6 vier, fünf Alternativen besitzt (neben Keßler noch mindestens Odebrecht, Goeßling und Bresonik), dann reicht es meines Erachtens für Kulig noch längst nicht. Die drei Wolfsburgerinnen zumindest sind ihr meilenweit voraus, was den Leistungsstand betrifft. Gerade eine Goeßling kannst du zur Zeit kaum entbehren.

    Kulig ist für mich noch ein absoluter Gefahrenherd in der eigenen Mannschaft, weil sie viel zu oft unnötig Foul spielt und damit permanent Karten gefährdet ist. Ich erinnere vor allen Dingen an einen Ellenbogenschlag im Spiel gegen Potsdam im Luftzweikampf bereits nach 10 Minuten oder auch an den völlig unnötigen Freistoß gegen Essen, der zum 1:0 verwandelt wurde. Solange Kulig noch nicht wieder bei 100% ist, wie es noch zu sein scheint, solange bin ich dagegen, dass sie eine so verantwortungsvolle Rolle übernimmt.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Die Wahrheit liegt immer auf dem Platz und da war Kulig gegen die USA bei weitem nicht so schwach wie Du sie hier machst. Der gleichen Meinung sind wir aber mit der Aussage, dass sie noch nicht bei 100% ist. Und das Goessling sich in dieser Saison wirklich hervorragend entwickelt hat, da stimme ich auch zu. Du hast auch recht, dss Kulig hat einen etwas agressiveren Spielstil hat, den ich aber eher als Plus ansehe, gerade gegen so eine Mannschaft wie die USA, wo man einfach dagegen halten muss. D.h. natürlich nicht, dass Ellenbogenchecks ok sind. Aber so hat halt jeder seine Favoriten oder Spielerinnen, die er nicht mag. Ich fand halt Linda Bresonik zum wiederholten Male unterirdisch. Ich glaube, ich habe noch kein Spiel von Bresonik in der N11 gesehen, in der ich sie gut fand. Bei Bresonik wird ja immer gesagt, dass sie so eine tolle Technikerin sei. Da frage ich mich dann eben, warum sie dann nicht in der Lage ist, auch nur eine Flanke auf den Punkt, nämlich den Kopf oder den Fuß einer Mitspielerin zu schlagen.

    PS: Ich habe gerade festgestellt, dass ich wohl eine andere Partie gesehen habe. Auf dfb.de wurde Bresonik hinter Leonie Maier (sehe ich auch so) zur zweitbesten Spielerin des Spiels gewählt. Ich muss mir wohl eine andere Sportart suchen.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Es mag sein, dass Kulig gegen USA eine gute Alternative ist als Zerstörerin. Aber beispielsweise bei einem Gegner wie Kanada oder Japan, die beide fantastische Freistoßschützinnen haben (Miyama/Sinclair), ist das einfach viel zu gefährlich. Sie wissen, dass sie selbst nur zu Null spielen müssen und auf eine Ungeschicklichkeit von Kulig warten müssen.

    Es geht mir zur Zeit auch nicht um Spielerinnen, die ich mag oder nicht mag. Ich mag Schmidt auch nicht, dennoch hat sie ein super Spiel gemacht. Ich mag auch Goeßling nicht wirklich, dennoch spielt sie eine überragende Saison. Und selbst Bartusiak und Angerer haben für mich ein gutes Spiel gemacht, obwohl ich beide absolut unsympathisch finde.

    Es geht mir um Folgendes: Wir spielen in 3 Monaten eine Europameisterschaft. Da brauchen wir eine funktionierende Mannschaft. Und da sehe ich für Kulig leistungstechnisch nur die Reservistenrolle. Denn ein Duo Keßler/Goeßling, Goeßling/Odebrecht oder Odebrecht/Keßler sehe ich in jedem Fall vor ihr.

    Ich hoffe dagegen, dass für die Außenbahn eine Spielerin wie Bajramaj noch zurückkehrt. Wir brauchen einfach 3 Stürmerinnen und nicht nur eine, die vollständig in der Luft hängt. Das ist viel zu leicht zu verteidigen.

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  • enthusio sagt:

    @Andreas:
    Ich kann Dir nur zustimmen, was die Leistung von Linda Bresonik angeht. Ich hatte ja am Ende meines Kommentars zum Spiel am Freitag gepostet: „Am enttäuschendsten war die Leistung von Bresonik, der für mich schlechtesten Spielerin auf dem Platz.“ Aber dass sie von den Fans bei dfb.de zur zweitbesten Spielerin des Spiels gewählt wurde, hat mich auch voll umgehauen.
    Grundsätzlich halte ich sie zwar für eine solide Spielerin, aber auch ich denke, dass sie ihre Möglichkeiten momentan nicht voll ausschöpft. Vielleicht hat das damit zu tun, dass sie in der Natio eine andere Position spielt als in Paris. Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass sie in Paris auf einer zentraleren Position eingesetzt wird, wo ihre Vorzüge besser zur Geltung kommen. Auf jeden Fall habe ich mich vor dem Fernseher tierisch über ihre vielen Fehlpässe und ihr schlechtes Zweikampfverhalten aufgeregt, weil ich eben von ihr wesentlich mehr erwartet habe als von dem Küken Leonie Maier, das ja in der Offensivbewegung absolut überzeugen konnte. Es beruhigt mich ja, dass ich nicht allein mit dieser Einschätzung dastehe.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Ich meinte mit Spielerinnen, die man mag auch nicht, ob man die symphatisch findet, sondern natürlich deren Leistungen. Hier ist bestimmt niemand davor gefeiht, die eine oder andere Spielerin ein wenig gefärbt wahrzunehmen. Ich war ja noch nie ein Fan von Behringer. Also achte ich im Spiel bestimmt auch eher auf Aktionen, die mein Urteil bestätigen als umgekehrt. Und solange sie nicht krass anders gespielt hat, als ich es erwartet habe, wird sich das sicher auch auf mein Urteil auswirken. Ich kenne ja auch keine der Spielerinnen persönlich. Daher beurteile ich auch gar nicht, ob ich die symphatisch finde. Bei den kurzen Interviews nach den Spielen ist mir auch niemand aufgefallen, den ich besonders unsymphatisch finde. Im Zweifel ist es mir auch egal, ob eine Spielerinnen ein Kotzbrocken sein sollte. Mir reicht es, wenn mir ihre Leistung auf dem Spielfeld zugesagt hat.

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  • Sheldon sagt:

    Nun, Bresonik leidet in der N11 vielleicht ein wenig darunter, dass sie munter auf verschiedenen Positionen durchgewechselt wird. Ich würde sie auf der Doppel-6 einsetzen. Auf den Außen sollten wir mit Celia, Popp, Bajramaj, Mittag, Lotzen genug Sturmalternativen haben. Wenn man unbedingt defensiv spielen will, sollte man mit Raute bzw. 4-3-1-2 spielen.

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  • wfm sagt:

    @enthusio & @andreas
    Die Wahl von Bresonik ist nicht ganz koscher abgelaufen – so wenig wie die von Maier.
    Nach dem unerklärlicherweise Popp zu Spielerin des Jahres gewählt worden ist, was doch nur Celia sein konnte, habe ich mir die Mühe gemacht und mir ab und zu die Votings nebenher auf meinem Notebook angesehen. Wie wahrscheinlich ist es, wenn z.B. nachts zwischen 2 und 3 Uhr ca 100 Stimmen allein auf das Konto von Bresonik eingehen? Etwas vergleichbares gab es bei Maier bei der Wahl zur Spielerin des Algarve-Cups kurz vor dem Ende des Votings.
    Da sollte sich der Fan-Club mal etwas überlegen. Wer sich ein bisschen mit Cookies auskennt, kann den Spam-Schutz relativ leicht aushebeln.

    (0)
  • Pauline sagt:

    Welpenschutz scheint bei der Wahl der besten Spielerin eine große Rolle zuspielen, eigentlich sollte eine Spielerin
    die diese Krone bekommt wesentlich an spielentscheidenten Situationen beteiligt sein sowie Ihre Position vollständig ausfüllen,ohne das Gefahr droht. Ich glaub alle Tore der letzten zwei Spiel fielen über rechts weil der Gegner(in)einfach schneller war (wir wurden einfach überlaufen) …..aber der eine bekommt die Zugeständisse und andere eben nicht.
    Kulig war auch so eine Himmelstürmein im Schatten von Prinz.
    Leider ist es Ihr seit 2010 noch nicht gelungen uns zu überzeugen.

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  • enthusio sagt:

    Bianca Schmidt ist bei dem Voting überhaupt nicht aufgeführt worden. Das ist mir aufgefallen, weil ich eigentlich für sie voten wollte. Sie hat nach ihrer Einwechselung ziemlich viel Druck auf der rechten Seite ausgeübt und war ja auch maßgeblich an der Vorbereitung des ersten Anschlusstores beteiligt. Insofern ist das ganze Voting dort ein Witz. Also muß auch der Fanklub bis zur EM noch viel lernen … :p

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  • Andreas sagt:

    Angesichts ihrer Zweikampfschwäche würde ich persönlich Bresonik auf der 6 für eine Fehlbesetzung halten. Da haben wir mit Keßler, Goesling, Odebrecht, Kulig und irgendwann wieder mit Laudehr genug bessere Spielerinnen. Die Doppel 6 ist auch nicht Deutschlands Problemzone. Problematisch ist es ja offensichtlich eher davor und dahinter.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Nun, Bresonik war, wenn sie auf der Doppel-6 agierte, oft beste Spielerin des Spiels, so zum Beispiel im Viertelfinale gegen Japan.

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  • enthusio sagt:

    Hier ist die Antwort des Fanklubs Deutsche Nationalmannschaft auf meine Frage, warum Bianca Schmidt – anders als Anja Mittag -beim Voting nicht aufgelistet wurde:

    „Vielen Dank für deine Nachricht. Wir haben bei den zuständigen Kollegen nachgefragt und folgende Erklärung erhalten:
    Es stehen prinzipiell nur die Spielerinnen zur Wahl, die mindestens eine Halbzeit gespielt haben. Ausnahmen werden nur bei den Spielerinnen gemacht, die weniger als 45 Minuten gespielt haben, aber entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf genommen haben. Dies war bei Anja Mittag der Fall, da sie den Treffer zum 3:3 Endstand erzielt hat.“

    Das bedeutet im Umkehrschluss ja, dass die Vorbereitung des 1:2 durch Bianca Schmidt keinen entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf gehabt haben soll. Kann man sich drüber streiten, sehe ich ganz anders …

    (0)
  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Das habe ich mindestens so nicht in Erinnerung, allerdings habe ich dieses Spiel auch nur das eine Mal in der Liveberichterstattung gesehen. Von daher kann ich Deine Meinung auch nicht widerlegen. Auf jeden Fall ist sie da in der 65. Minute ausgewechselt worden. In meiner Erinnerung wurde damals als Grund angegeben, dass sie platt war.

    Fakt bleibt für mich, dass ich mich an kein wirklich gutes Spiel in der N11 von ihr erinnern kann. Für mich gehört sie ganz klar zu den Spielerinnen, die ich bestenfalls für die Bank mit nach Schweden nehmen würde. Vor allem, weil ich bei ihr eben die Deutschen Tugenden vermisse. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie ihre „angeblich“ vorhandenen technischen Fähigkeiten nicht ausspielen kann.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Ihre deutschen Tugenden hat sie in einem Spiel mehr bewiesen, als jede andere. Geht es darum, dann ist es mit Popp genauso. Ist sie es nicht, die nach jeder Körperberührung 5 Minuten liegen bleibt? Das ist für mich keine deutsche Tugend.
    Bresonik hat diese Qualität im Spiel Duisburg gegen Potsdam letztes Jahr bewiesen, als sie von allen schon totgesagt wurde. Da hat sie das Spiel nahezu im Alleingang gedreht.

    Und zum Spiel Japan-Deutschland: Das soll nicht dein Ernst sein, dass du wirklich nicht mitbekommen hast, dass es genau dieser Wechsel war, für den Neid nachher von allen Medien ganz böse Schelte bekommen hat? Beim Wechsel wurde sie sogar bereits ausgepfiffen dafür. Später haben sich alle renommierten Kräfte des FFs (natürlich nicht die Neid-Fans vom DFB) diesen Wechsel als Grund für das Ausscheiden gewertet.

    Ich würde dir empfehlen, hier die Beiträge einmal von damals zu lesen.

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  • Pauline sagt:

    @enthusio Was ist das für ein Armutszeugnis? Wir brauchen im Spiel nur noch Vollstrecker und keine Vorbereiter.
    Die Zuständigen hätten lieber keine Erklärung abgeben sollen. Wo ist den deren fussballerische Horizont. (werden nicht auch Scorerpunkte vergeben—wer hat die meisten Tore vorbereitet und geschossen)

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Natürlich habe ich das mit dem Wechsel mitbekommen. Das Gegenteil geht aus meinem Post auch nicht hervor. Unschwer erkennbar meinte ich, dass ich mich nicht richtig an die Leistung von Bresonik erinnern kann, außer, dass sie mir nicht groß aufgefallen war. Ich selber sehe das mit dem Wechsel genauso. Allerdings lag der Fehler von Neid nicht in der Auswechslung von Bresonik. Die war m.E. richtig (Ich habe auch nichts positives in den Medien zu Bresonik gelesen, das zeig mir mal, wo das gestanden haben soll). Der Fehler war die Einwechslung von Goesling, weil das nichts für die schwächelnde Offensive bewirkt hat und nicht bewirken konnte. Meine Meinung damals wie heute war, dass sie Bajramaj hätte einwechseln und Behringer auf die 6 zurückziehen müssen. Das wäre der einzig logische Wechsel gewesen.

    Der Rest ist egal und irgendein Ligaspiel, wo sie mal gut war, geschenkt. Ich wiederhole noch ein mal. In der N11 habe ich noch kein wirklich gutes Spiel von ihr gesehen, dafür schon viele schlechte und da Du wieder ein Spiel aus der Bundesliga herauskramst, hast Du wohl in der N11 auch kein gutes Spiel von Bresonik gesehen.

    Noch ein Satz zu Popp. Sie hat eine andere Rolle als Bresonik, ist also auch nicht mit ihr vergleichbar. Popp ist in erster Linie Vollstreckerin, was sie bis zu ihren Verletzungen in der EM Qualifikation auch ganz gut gemacht hat. Sie ist jetzt aber in einer Zwischenphase angekommen. Popp muss jetzt den entscheidenden Schritt machen, um eine Große zu werden. Wenn ihr das nicht gelingt, wird sie im Mittelmaß versinken und von anderen verdrängt werden.

    Und bei der Struktur des Frauenfußballs ist für Deutsche Spielerinnen vor allem entscheidend, wie sie sich gegen die großen Gegner präsentieren. Ob man gegen Kasachsan gut spielt ist doch eher nebensächlich, da es eine absolute Selbstverständlichkeit darstellt.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Wie auch immer: Bresonik hat in dem Spiel gegen Japan eine wichtige Rolle gespielt. Lies dir noch einmal die Kommentare durch, ich bin mir sicher, dass du dort etwas finden wirst. Allein die Bestnote für eine deutsche Spielerin, die ihr vom Kicker verliehen wurde, sollte Bände sprechen.

    Zu dem Spiel in der Bundesliga: Wurde von mir gewählt, weil das einfach ihr bestes Spiel war. Sicherlich wird man auch gute bis sehr gute Spiele von ihr in der N11 finden, doch in diesem Spiel stach sie heraus, wie es kaum eine Spielerin sonst geschafft hat. Es war auch nicht irgendein Ligaspiel, es war gegen den späteren Meister Turbine Potsdam. Es war das Spitzenspiel. Und dort wurde ein 2:0-Rückstand gedreht. Ich frage mich, welche Mannschaft das je zuvor überhaupt geschafft hat gegen Potsdam. Und hier hat es eine Spielerin fast im Alleingang geschafft.

    Zu Popp: Ihre fußballerischen Fähigkeiten mögen unbestritten sein. Doch es ziemt sich nicht für eine deutsche Nationalspielerin, wegen jeder Kleinigkeit liegen zu bleiben. Ich habe im letzten Jahr glaube ich kein einziges Spiel gesehen, wo sie nicht behandelt wurde. Dabei hatte sie letztlich kaum eine echte Verletzung, mir fällt jedenfalls nur der Handbruch ein.
    Und das geht einfach nicht. Als deutsche Nationalspielerin solche Theatralik anzuwenden, gerade auch zum Zeit schinden, verbietet sich einfach gegenüber den Gegnern, aber auch gegenüber den Zuschauern. Da erinnert nicht nur der Name an Italiens Stürmer Filippo „Pippo“ Inzaghi, sondern leider noch etwas ganz anderes…

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  • karl sagt:

    Dass Popp besonders lange liegenbleibt nach fouls ist mir noch nicht aufgefallen. Aber selbst wenn es so sein sollte muss man ihr auch zugute halten dass sie den Kopf noch hinhaelt wo die meisten anderen schon den Fuss wegziehen 🙂

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  • FFFan sagt:

    @ Andreas & Sheldon:

    Linda Bresonik hat 84 Länderspiele für Deutschland bestritten, da werden sicherlich auch ein paar gute dabei gewesen sein…

    Eigentlich bringt sie alles mit, was eine Weltklassespielerin ausmacht: Technik, Übersicht, Ruhe am Ball…

    Und doch scheiden sich an ihr die Geister, weil sie offenbar größere Leistungsschwankungen hat als andere Nationalspielerinnen und an schlechten Tagen oft geradezu lustlos wirkt – z.B. im Oktober 2011 gegen Schweden, woraufhin die Bundestrainerin ihr eine „Denkpause“ verordnete!

    Ich kann mich aber sehr wohl auch an starke Leistungen von ihr im Nationaltrikot erinnern. Im ersten Spiel nach besagter „Denkpause“, dem 5-0 in der Türkei, spielte sie wie ‚aufgedreht‘, in der ersten Halbzeit lief jeder gefährliche Angriff über sie. Überragend auch das Spiel gegen Rumänien in Bielefeld, wo der frühe Führungstreffer (1.Min.) ihr Flügel zu verleihen schien. Aber das zählt vielleicht nicht, weil es keine ‚großen‘ Gegner waren…

    Zum Spiel gegen Japan bei der WM 2011:

    Silvia Neid hat die Auswechslung von Bresonik (65.min.) später damit begründet, dass sich im Mittelfeld im Lauf des Spiels immer mehr ‚Löcher‘ aufgetan hätten. Dem wollte sie mit der Einwechslung von Goeßling entgegenwirken.

    Das Echo in der Presse auf diese Maßnahme fiel damals geteilt aus: während der ‚kicker‘ dafür überhaupt kein Verständnis zeigte und in Bresonik gar die beste Spielerin auf dem Platz sah („auf einmal hatte Deutschland eine Spielmacherin“), fanden andere Kommentatoren (u.a. in der ‚Frankfurter Rundschau‘ und der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘) den Wechsel „nachvollziehbar“. Mir persönlich ist Bresonik in diesem Spiel nicht besonders aufgefallen, weder positiv noch negativ.

    Zu dem Bundesligaspiel in Potsdam im November 2011:

    Das war sicherlich nicht Bresoniks bestes Spiel, aber sie schrieb sozusagen die Geschichte des Spiels: die erste Halbzeit war für sie ja der reinste Alptraum mit dem Eigentor und dem verschossenen Elfmeter, doch dann folgte die große Wende in der zweiten Halbzeit, wobei ausgerechnet Bresonik in der Schlussminute den Siegtreffer markierte! „Großes Kino“ nannte sie rückblickend die 90 Minuten in der ‚Filmstadt‘ Babelsberg…

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  • del Piero sagt:

    Möchte meinen Kommentar zu zwei Spielerinnen abgeben, die bei einigen hier nicht gut weggekommen sind: Kim Kulig – jemand bezog sich schon auf ihre lange Verletzungsmisere. Das sehe ich ganz genauso. Finde es unfair und völlig daneben ihr N11-Untauglichkeit vorzuwerfen. Sie hat doch nicht das Fußballspielen verlernt. Sie ist noch jung und sie findet zurück zu alter Stärke. Sie braucht nur noch etwas Zeit. Geduld heißt das Zauberwort und mit solchen Kommentaren bringt man sie auch nicht weiter nach vorn.
    Linda Bresonik – an ihrer Leistung hat die Trainerin maßgeblichen Anteil. Schon als ich die Aufstellung sah, fragte ich mich was sie dort soll??? Sie ist doch keine Außenbahnspielerin, die durch ihre Flankenläufe besticht. Linda gehört in die Zentrale. Ihre Stärke sind Pässe in die Tiefe/Gasse. Sie hat das Auge und die Technik dafür. Aber um Himmelswillen ist sie keine Spielerin, die 90 min die Linie rauf und runter marschiert und Flanken vors Tor bringt. Nö, Frau Neid, das war mal gar nix! Aber wer weiß, vielleicht war es ja auch so gewollt…Spekulatius…

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  • Jennifer sagt:

    Ali Krieger hat sich vergangene Woche in der FAZ zu den Leistungen der FFC Spielerinnen in der Natio, aber auch zu ihrem Weggang, geäußert:

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/ali-krieger-ich-war-nicht-mehr-gluecklich-beim-ffc-12134492.html

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  • noworever sagt:

    noch eine art folgeinterview zu ali kriegers kommentar … und zu dem, was die leistungskonstanz einzelner spielerinnen der n11 betrifft, wie z.b. nadine angerer:

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  • Therese sagt:

    UEFA Ausloesung Qualifikation WM 2015 Kanada 16.04.2013 14:00

    Gruppe 1: Deutschland, Russland, Irland, Slowakei, Slowenien und Kroatien

    Gruppe 2: Italien, Spanien, Tschechien, Rumanien, Estland und Mazedonien

    Gruppe 3: Daenemark, Island, Schweiz, Serbien, Israel und Malta

    Gruppe 4: Schweden, Schottland, Polen, Nordirland, Bosnien und Faeroeer Inseln

    Gruppe 5: Norwegen, Niederlande, Belgien, Portugal, Griechenland und Albanien

    Gruppe 6: England, Ukrainien, Weissrussland, Wales, Tuerkei und Montenegro

    Gruppe 7: Frankreich, Finland, Oesterreich, Ungarn, Bulgarien und Kasachstan

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