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U19-EM: DFB-Elf schlägt Spanien

Von am 4. April 2013 – 13.23 Uhr 8 Kommentare

Die deutsche U19-Frauenfußball-Nationalelf hat einen großen Schritt Richtung EM-Endrunde gemacht. Zum Auftakt der zweiten Qualifikationsrunde kam die Elf von Trainerin Maren Meinert zu einem knappen Erfolg gegen den vermeintlich schärfsten Konkurrenten Spanien. Zur Matchwinnerin avancierte Lina Magull.

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Beim 2:1 (1:0)-Sieg vor 782 Zuschauern im Waldstadion von Viernheim erzielte die Wolfsburger Stürmerin beide Treffer (2., 62.), Raquel Pinel gelang für die Spanierinnen nur noch der Anschlusstreffer (72.).

Frühe Führung durch Magull
Der DFB-Elf gelang ein Auftakt nach Maß: Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus knapp 25 Metern brachte Lina Magull die Gastgeberinnen früh in Führung (2.), Gäste-Torhüterin Ane Ochoa war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, ließ ihn aber passieren.

Nur eine brenzlige Situation
In der Folge entwickelte sich eine recht ausgeglichene Partie, Spanien kam nur selten gefährlich vor das deutsche Tor, etwa bei einem Schuss über das Tor von Celia Jiménez (12.) oder einem Getümmel im deutschen Strafraum, als DFB-Torhüterin Meike Kämper zunächst den Ball nicht festhalten konnte (28.). Kurz zuvor musste Deutschlands Außenverteidigerin Jacqueline Klasen wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden.

Gute DFB-Chancen vor der Pause
Auch die DFB-Elf erarbeitete sich zunächst kaum Chancen, doch kurz vor der Pause kam sie einem zweiten Treffer nah: Erst lenkte Ochoa mit den Fingerspitzen einen Kopfball von Linda Dallmann nach Vorarbeit von Kapitänin Melanie Leupolz über die Latte (45.), nur Augenblicke später hatte die spanische Torhüterin bei einem Drehschuss von Leupolz das bessere Ende für sich (45.+1).

Lina Magull in Aktion gegen Spanien

Lina Magull erzielte beide Treffer gegen Spanien © Nora Kruse / ff-archiv.de

Magull erhöht, doch auch Pinel trifft
Auch in der zweiten Halbzeit blieben zunächst die Deutschen am Drücker, Panfil scheiterte mit einem Schuss an Ochoa (54.), doch nach eine guten Stunde war es soweit, Magull baute mit ihrem zweiten direkt verwandelten Freistoß aus spitzem Winkel die Führung aus (62.). Doch wer dachte, das Spiel sei damit entschieden, sah sich getäuscht, denn Raquel Pinel gelang für die Gäste der Anschlusstreffer (72.). Die DFB-Elf kam durch die eingewechselte Silvana Chojnowski einem dritten Treffer nah (87.) und rettete den Vorsprung über die Ziellinie.

Meinert: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel“
Bundestrainerin Maren Meinert erklärte nach der Partie: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel, indem sich zwei ausgeglichene Mannschaften gegenüberstanden. Wir sind der glückliche Sieger der Partie, aber ich muss meiner Mannschaft auch ein Kompliment machen, denn unser Zweikampfverhalten in der zweiten Halbzeit hat sich gesteigert, auch wenn die Tore durch zwei Standards gefallen sind, was irgendwie typisch für uns ist. In der ersten Halbzeit hat uns die richtige Einstellung zum Spiel gefehlt und wir können froh sein, mit einem 1:0 in die Pause gegangen zu sein.“

Nächste Spiele gegen Griechenland und die Tschechische Republik
Die DFB-Elf und hat nun beste Chancen, sich für die im August ausgetragene EM-Endrunde in Wales zu qualifizieren. In ihrem zweiten Spiel trifft die DFB-Elf am Samstag in Heidelberg (11 Uhr) auf Griechenland, zum Abschluss geht es dann am Dienstag in Walldorf (17 Uhr) gegen die Tschechische Republik.

Deutschland – Spanien 2:1 (1:0)

Deutschland: Kämper – Klasen (25. Becker), Romert, Barth, Meister – Magull, Däbritz – Jäger (66. Chojnowski), Dallmann, Panfil – Leupolz

Spanien: Ochoa, Rodriguez (46. Pomares), Ivana, Murua, Mendoza, Maestro (60. Troyano), Gema (75. Ortiz), Torrecilla, Jiménez, Pinel, Putellas

Tore: 1:0 Magull (2.), 2:0 Magull (62.), 2:1 Pinel (72.)

Schiedsrichterin: Morag Pirie (Schottland)

Zuschauer: 782

Gelbe Karten: Leupolz; Ivana

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Kalki sagt:

    Glückwunsch an die Mädels die erste Hürde schon mal erfolgreich überstanden.

    Mit Lina Magull hat man endlich mal jemanden der auch Freistösse verwertet, nicht unwichtig wenns mal ausm Spiel nicht raus funtioniert.
    Jetzt sollte man natürlich die anderen beiden nicht unterschätzen mögen vielleicht keine Spitzenteams sein aber die werden sich da natürlich mit allen elfen schön verbunkern das muss man dann auch erstmal knacken.

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  • Lusankya sagt:

    Zum Glück kommen von diesem starken Jahrgang weiterhin nur gute Neuigkeiten. Da dieses Jahr die Endrunde auch gleichzeitig das Qualifikationsturnier für die U-20 WM ist, wäre hier ein Ausscheiden natürlich besonders bitter gewesen.

    Der Sieg gegen Spanien war zwar der wichtigste Schritt auf dem Weg zum Gruppensieg, aber man darf natürlich weder die Tschechische Republik noch Griechenland einfach so als Sparringspartner abtun. Mit zwei konzentrierten Leistungen sollte es aber nicht mehr zu größeren Problemen kommen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Im zweiten Spiel der deutschen Gruppe 6 hat die Tschechische Republik mit 2:0 gegen Griechenland gewonnen.

    Die erste Überraschung gibt es auch schon: In Gruppe 4 verliert England zum Auftakt mit 4:5 gegen Serbien!

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  • Therese sagt:

    Gruppe 6
    04.04.2013
    14:00 Tschechische Republik – Griechenland (1-0HZ) 2-0EZ

    06-04-2013
    11:00 Deutschland – Griechenland (Heidelberg)
    14:00 Spanien – Tschechische Republik (Heidelberg)

    09-04-2013
    17:00 Deutschland – Tschechische Republik (Walldorf)
    17:00 Spanien – Griechenland (Viernheim)

    Gruppe 4 (in Norwegen)
    04-04-2013
    14:00 England – Serbien (2-3HZ) 4-5EZ
    18:00 Norwegen – Ungarn

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  • abc sagt:

    Habe beide Spiele gesehen. Herzlichen Glückwunsch für den Sieg gegen Spanien.Die beiden anderen Gegner sollten man nicht unterschätzen.Ich pers. hoffe,Frau Meinert hat bemerkt,dass Kasen eine absolute Fehlbesetzung für hinten ist und Becker beim nächsten Spiel den Vorzug gibt.
    Hoffe die Mannschaft schafft den Einzug in die Endrunde!

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  • stevie sagt:

    @abc: Jacqueline Klasen als ‚absolute Fehlbesetzung‘ zu bezeichnen, geht mir dann doch zu weit. Sie war wohl einfach angeschlagen. Marie Christin Becker hat allerdings einen guten Eindruck hinterlassen, ebenso Melanie Leupolz und die starke Linda Dallmann. Von Lina Magull habe ich mir wesentlich mehr erwartet, aber Tore zählen eben, und der zweite Freistoß war schon klasse.
    Was die Gegner betrifft: sicher darf man in der Quali keine Mannschaft unterschätzen, aber die Griechinnen … mit Verlaub, das war nix. Keine Struktur, kein erkennbares Konzept, ab der 10. Minute waren sie damit beschäftigt, den Ball lang hinten rauszuhauen, und bis zur Pause waren sie nicht einmal gefährlich vor das tschechische Tor gelangt. Die Matchstatistik spricht da auch eine deutliche Sprache. Anders die Tschechinnen, da war schon eine Spielkultur zu erkennen – allerdings halte ich die Spanierinnen für stärker. Aber die Trainerinnen haben sich das Spiel ja auch angesehen.

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  • abc sagt:

    Ich denke Klasen hat ganz schnell gemerkt,dass sie überfordert war und sich in diese ,,Verletzung“ geflüchtet.Sie ist keine ausgebildete Abwehrspielerin und hatte bis zur U19 keine Erfahrung bei einer Jugendnationalmannschaft. Sie wurde ja zum Schluss noch nicht mal bei der Westfalenauswahl berücksichtigt.Wie soll dann eine Spielerin in so kurzer Zeit ihre Defizite ablegen.Die Endrunde werden die Mädels auf jeden Fall erreichen,sollten aber mal das Tor treffen!Es kann doch nicht sein,dass man dem Gegner sein Spiel auffzwingt und nicht in der Lage ist den Ball in das Tor zu schießen.Von Magull hätte ich auch mehr erwartet,wie von Jäger.Bei Jäger wird die Spielpraxis fehlen,da sie in der 1. Mannschaft von Wolfsburg keine Einsatzzeiten bekommt.Magull darf ja wenigstens mal eine Halbzeit bei den Wolfsburgerinnen. Ich hoffe nun,dass der Knoten jetzt gegen Grichenland platzt und die Mädels viele gut herausgespielte Tore schießen!

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  • Lusankya sagt:

    Und der nächste Schritt wurde getan, 9:0 gegen überforderte Griechinnen. Jetzt darf man es nur nicht am letzten Spieltag gegen Tschechien vermasseln. Aber mal sehen wie die sich überhaupt heute gegen einen guten Gegner präsentieren.

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