U17-EM: DFB-Elf verpasst erstmals EM-Endrunde

Von am 3. April 2013 – 14.12 Uhr 24 Kommentare

Zum ersten Mal sein Einführung der U17-Europameisterschaft in der Saison 2007/08 hat die deutsche U17 sich nicht für die EM-Endrunde im Schweizer Nyon qualifiziert. Dabei hätte ein einziger Treffer gegen Belgien zum Weiterkommen gereicht.

Doch im abschließenden Spiel der Gruppe 1 kam die DFB-Elf, die im vergangenen Jahr noch U17-Europameister geworden war, in Tongeren nicht über ein 0:0 gegen den Gastgeber hinaus. Dabei leistete die Niederlande im Parallelspiel gegen Dänemark Schützenhilfe und erzielte in der letzten Minute den Ausgleichstreffer zum 2:2 (1:1), so dass der DFB-Elf bereits ein 1:0-Sieg gegen Belgien zur Qualifikation gereicht hätte.

Bernhard: „Sehr enttäuschend“
„Gerade als amtierender Europameister nicht zur EM-Endrunde zu fahren ist sehr enttäuschend. Obwohl wir klarste Möglichkeiten hatten und Belgien speziell in der zweiten Hälfte nicht mehr über die Mittellinie gekommen ist, haben wir es über 80 Minuten nicht geschafft ein Tor zu schießen“, so Bernhard.

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Kein Tor trotz vieler Torchancen
Die DFB-Elf erarbeitete sich früh gute Möglichkeiten durch Elisabeth Mayr (7.) und Jasmin Sehan (10.), doch sie trafen genauso wenig ins Schwarze wie später erneut Mayr (28.), Pauline Bremer (30.) und Madeline Gier (32.). Auch in der zweiten Halbzeit waren die DFB-Spielerinnen am Drücker, doch auch Rieke Dieckmann (47.), Johanna Tietge (53.) und erneut Sehan (54.) brachten den Ball nicht im Netz unter und auch die Schlussoffensive war nicht von Erfolg gekrönt.

Belgien nach Spanien zweiter Endrunden-Teilnehmer
Neben Deutschland fließen auch bei Dänemark Tränen, denn der Last-Minute-Treffer der Niederländerinnen kostete auch den Däninnen die Teilnahme an der EM-Endrunde, an der nun nach dem bereits als Sieger der Gruppe 3 qualifizierten Spanien Belgien als überraschender Gruppensieger teilnehmen wird, während Deutschland in der Endabrechung hinter Belgien und Dänemark sogar nur auf Platz drei abschloss.

Logo des DFB

Offizielles Logo des DFB © DFB

Die weiteren Spiele
Als Gegner der Belgierinnen wartet im Halbfinale nicht minder überraschend entweder Österreich oder Polen, das entscheidende Spiel beider Teams gegeneinander wurde am Sonntag wegen der widrigen Witterungsverhältnisse in Österreich verschoben. Der spanische Halbfinalgegner wird im letzten Miniturnier vom 9. bis 14. April ermittelt, in Gruppe 4 treffen die Schweiz, Schweden, Italien und die Tschechische Republik aufeinander.

Nächste U17-EM bereits im Blickfeld
Die DFB-Elf kommt jedoch schon bald Chance zur Rehabilitation, denn vom 26. November bis 8. Dezember wird in England dann bereits die erstmals auf acht Teams aufgestockte EM-Endrunde ausgetragen, die dann zugleich Qualifikationsturnier für die U17-WM 2014 in Costa Rica sein wird. Die erste Qualifikationsrunde wird bereits im Sommer stattfinden, die zweite Qualifikationsrunde dann zwischen dem 20. September und 20. Oktober.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • gerd.karl sagt:

    mopessen, was ist den in schweden im jahre 2013 am start, euro 2013, vielleicht eine europameisterschaft, da kann doch die deutsche mannschaft europameister werden.

    deutschland wird europameister, ja das geht noch dieses ja.

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  • FFFan sagt:

    Dieses Ausscheiden ist auch deshalb besonders enttäuschend, weil die erhoffte, aber kaum erwartete ‚Schützenhilfe‘ tatsächlich kam und man selbst nicht in der Lage war, daraus Kapital zu schlagen.
    Mich stört auch das lapidare Resümee von Frau Bernhard, dass das Ausscheiden zum Sport gehöre und die Mannschaft dadurch wichtige Erfahrungen sammele. Das ist für mich der Versuch, den Misserfolg irgendwie schönzureden. Tatsächlich bleiben nämlich zumindest den Mädchen des 1996er-Jahrgangs wichtige Erfahrungen, die sie bei einer U17-Endrunde sammeln könnten, dadurch gerade verwehrt. Der jüngere Jahrgang hat im Herbst immerhin eine neue Chance. Dann steht die Qualifikation zur U17-EM 2014 an. An der bereits im November/Dezember 2013 stattfindenden Endrunde werden erstmals acht Mannschaften teilnehmen, wodurch auch für uns die Chancen steigen, die Qualifikation zu überstehen.
    Da ist ein Erfolg dann noch wichtiger als diesmal, weil dann die Qualifikation für die U17-WM 2014 (in Costa Rica, falls sich das nicht wieder ändert!) ‚dranhängt‘!

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  • pinkpanther sagt:

    ähm, gerd.karl, ich habe u.a. geschrieben, dass es bitter ist, trotz Schützenhilfe nicht weiterzukommen und den Belgierinnen ob dieses Coup brav gratuliert … da so etwas wie Schadenfreude oder ähnliches rauszulesen, soviel Fantasie habe ich leider nicht.

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  • Wolle sagt:

    Ich frage mich langsam, wie lange Fr Bernhard noch weiterarbeiten darf bis beim DFB mal einer die Reißleine zieht.
    In den letzten Jahren ist U17 nur noch Krampf. Man wurde bei der letzten WM zwar 4. , spielerisch war dies aber keine Offenbarung. Da muss man sich als Trainerin dann auch Kritik gefallen lassen und sollte auch mal sich selber hinterfragen was da so schiefläuft. Wenn die Zahlen des DFB stimmen, ist der Mädchenfussball kontinuirlich angestiegen. Da hinkt ihre Argumentation, dass nicht so viele gute Talente vorhanden sind.
    Ihr Vorgänger Ralf Peter wurde gefeuert, weil er bei der WM-Endrunde in der Gruppenphase ausgeschieden ist. Für mich war er ein kompetenter Jugendtrainer der kontinuirlich Junge Mädchen an die Buli und Natio herangeführt hat. Maroszan, Popp, Petzelberger, Maier, Huth, Schult, Sarholz usw. , nur mal um einige zu nennen. Dabei wurden regelmäßig EM-Titel eingefahren, vor allem war aber eine klare spielerische Linie zu erkennen und es hat Spass gemacht seiner Truppe zuzuschauen.
    Ich habe nie verstanden, warum beim DFB Geschlecht vor Qualität
    als Auswahlkriterium der Trainerinnen geht. Warum MÜSSEN es Frauen sein, in der Buli trainieren überwiegend Männer. Damit wir uns nicht mißverstehen: ich habe überhaupt nichts gegen Trainerinnen, aber als 1. Auswahlkriterium sollte nun mal seine Kompetenz stehen. Da habe ich bei Frau Bernhard nach den ganzen Mißerfolgen meine Zweifel.

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  • MOPessen sagt:

    @gerd.karl wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich versuche es mal einfacher zu machen.

    Überschrift:
    U17-EM: DFB-Elf verpasst erstmals EM-Endrunde

    Zitat von mir:
    das die U17 nicht Europameister werden kann.

    Hier hat KEINER Kritik an der A-Nationalmannschaft geäußert.

    Hier nochmals zum Thema Kritik. Man darf nicht vergessen und oder ignorieren das andere Länder massiv aufgeholt haben(Frankreich insbesondere). Wenn man Kritik nicht ernst nimmt kann man auch nicht verbessern.

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  • pinkpanther sagt:

    @Wolle: Grundsätzlich stimme ich dir voll zu! Zwei Korrekturen seien mir aber erlaubt:
    1. Bei der WM 2010 scheiterte die U17-NM erst im Viertelfinale nach einem 0:1 gegen Nordkorea, nachdem sie in der Vorrunde ihre Gegnerinnen schier schwindlig gespielt hatten: wenn ich mich recht erinnere lauteten die Resultate 10:1, 9:0 und im abschließenden Vorrundenspiel dann ein souveränes 3:0 gegen den späteren Weltmeister Südkorea (hier ging es allerdings „nur“ noch um den Gruppensieg)
    2. In wieweit die Demission von Ralf Peter freiwillig war, mag ich zwar nicht zu beurteilen, aber „offiziell“ hat er von sich aus seinen Posten als U17-Nationaltrainer abgegeben.
    Trotzdem: Der Fußball, den die U17-Juniorinnen unter Ralf Peters Regie gespielt haben, hat mir auch außerordentlich gut gefallen und als „Sportpädagoge“ für die jungen Spielerinnen hat er mir immer einen sehr kompetenten Eindruck gemacht – auch er hat unterschiedlich starke Jahrgänge betreut, dies aber nie als Ausrede genommen.

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  • u17Beobachter sagt:

    Ich muss mich meinem Vorschreiber Wolle anschließen.
    Ralf Peter war und ist ein kompetenter Trainer.
    Bei Frau Bernhard ist es oft schwer zu verstehen, nach welchen Kriterien sie die Spielerinnen auswählt bzw. auch aufstellt und einsetzt.Teilweise haben die Spielerinnen Einssatzzeiten von wenigen Minuten. Jeder der schon mal Fussball spielte weiß, dass ich bei einer so kurzen Einsatzzeit, am besten noch auf falscher Position, nicht viel zeigen kann.

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  • Abelgiumfan sagt:

    Germany was the better team in the 0-0 game against Belgium. Germany is such a giant women soccer country, and the belgium girls had to give all they got to keep the zero on the scoresheet. One thing that had boosted their motivation, was that at the 2nd postponed game in the stadium of Genk, the German team was dancing after the game got postponed. To the Belgium girls, it felt like a bit of a disrespectful celebration of the postponing, because they really wanted to play in this big stadium which was a unique event for them. Probably it was not really the goal of the German team to be disrespectful, but i can only say that the dancing act was badly received and boosted their will to give it all they got at the game.
    For the rest, all the best for the good work that Germany does for women soccer in general (like the past world cup). I am sure German woman socer teams will keep to qualify for EM’s in future.

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  • Suzi sagt:

    Hat jemand von diesem spiel vielleicht ein video gemacht? Ich würde dafür 100 euro bezahlen wenn mir jemand das schicken könnte. Meine email adresse ist: a0509568@unet.univie.ac.at

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