Innenraumsperre für Freiburgs Trainer Pilipovic

Von am 2. April 2013 – 17.51 Uhr 12 Kommentare

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Trainer Milorad Pilipovic von Frauenfußball-Bundesligist SC Freiburg wegen unsportlichen Verhaltens in zwei Fällen mit einer Innenraumsperre und einer Geldstrafe belegt.

Pilipovic darf drei Spiele lang den Innenraum nicht betreten und muss zudem eine Geldstrafe von 500 Euro bezahlen.

Unsportliches Verhalten
Pilipovic hatte sich bei der 1:2-Niederlage des SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg am 24. März 2013 unsportlich verhalten, indem er sich nach Spielende beleidigend gegenüber Schiedsrichterin Christina Biehl geäußert hatte und ein gewollt fester Händedruck bei Biehl zu Schmerzen und einem Hämatom geführt habe.

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Glimpflich davongekommen
Zur Urteilsbegründung sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts: „Wir haben keine Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen der Schiedsrichterin. Von einer Funktionssperre konnten wir gerade noch absehen, weil sich Herr Pilipovic über Jahre als Trainer untadelig verhalten hat.“

Binnen einer Woche kann der Verein gegen das Urteil Berufung einlegen. Auf Antrag des Kontrollausschusses beschloss das Sportgericht die sofortige Vollziehung des Urteils.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • SC07FanatikerXXÖ sagt:

    Wenistenst langweilt er uns nicht wie viele andere Trainer im Fußballgeschäft…

    Wo sind die ganzen Leute, die sich noch so sehr über die Potsdamer Fans empört haben?! Heute keine Lust auf Shitstorm, oder ist Freiburg zu egal?

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  • MOPessen sagt:

    @SC07FanatikerXXÖ ich persönlich finde Körperverletzung und Beleidigung nicht amüsant oder unterhaltend. Geschweige denn das es eine positive Eigenschaft ist.

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  • H2O sagt:

    @MOPessen
    Genau so ist es.

    Hatte mir auch überlegt etwas dazu zu schreiben, mich dann aber dagegen entschieden.
    Da es ja leider keine Bewertungsfunktion für Kommentare mehr gibt, was den Blog meiner Meinung nach deutlich schlechter gemacht hat, möchte ich dann auf diese Art meine Zustimmung ausdrücken.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    Ich sehe in einem festen Händedruck keine Körperverletzung, sry. Eher eine maßlose Übertreibung der Schiedsrichterin und des Verbandes! Zu den Beleidigungen kann ich nichts sagen, da ich nicht dabei war und auch dann wahrscheinlich nicht hören hätte können, was Pilipovic mutmaßlich zu ihr gesagt hat.
    Ich habe lediglich ein Problem damit, wenn man Meldungen seitens des Verbandes einfach abnickt und nicht hinterfragt, das sollte man nämlich desöfteren tun…

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  • Markus Juchem sagt:

    @SC07FanatikerXXL: Dein Kommentar ist ebenfalls pure Mutmaßung. Ich finde es schon richtig, wenn derartige Fehlgriffe sanktioniert werden.

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  • FFFan sagt:

    @ SC07FanatikerXXL:
    „Zu den Beleidigungen kann ich nichts sagen, da ich nicht dabei war…“

    Wenn du nicht dabei warst, kannst du aber auch zum „festen Händedruck“ nichts sagen. Vielleicht hat er ihr fast die Hand zerquetscht? Wir wissen es nicht! Fakt ist: das Sportgericht hat den Aussagen der Schiedsrichterin Glauben geschenkt.

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  • FF-Fuchs sagt:

    Ich war im Stadion, doch von der Auseinandersetzung habe ich nichts mitbekommen. Nur eines ist sicher, ein Verband wird immer hinter dem oder der Schiedsrichter(in) stehen.

    Ich war lange Zeit in verschiedenen Funktionen bei einem Verein tätig, was mir zeigt, dass die Beweislage doch nicht so eindeutig war, sonst hätte MP statt einer Innenraumsperre eine Funktionssperre erhalten. Auch von einer Berufung des Urteils würde ich abraten, da der Verband am längeren Hebel sitzt.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FF-Fuchs: Die Innenraumsperre anstelle einer Funktionssperre wurde aber damit begründet, dass Pilipovic sich in der Vergangenheit noch nichts hat zu schulden kommen lassen.

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  • Kika sagt:

    Was ist mit dem Hämatom ? Seiner Natur nach ist es sichtbar. Ich weiß nicht, ob Frau Biehl es sich bei einem Arzt hat attestieren und dokumentieren lassen. Aber man kann doch wohl davon ausgehen, dass es da war. Denn wer behauptet die Existenz eines Hämatoms, wenn es gar nicht sichtbar ist ? Zumindest ihre Assistenten werden es gesehen haben.
    Um einer Frau die Hand so fest zu drücken, dass ein Hämatom entsteht, muss man schon einiges an Kraft aufwenden. Das ist keine Fahrlässigkeit. Das ist Gewalt.

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  • FF-Fuchs sagt:

    @Markus Juchem: Das ist die Aussendarstellung des Verbandes. Man zeigt der Schiedsrichterin man steht hinter ihr und zeigt nach Außen Milde gegenüber dem Beschuldigten.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei den Verhandlungen die Vereinsseite zwar angehört werden, doch in aller Regel werden alleine die Aussagen der Schiedsrichterin anerkannt.

    Bei kleinen zweifeln der Beweislage kommen dann solche Urteile zustande.

    Jetzt wird sicher noch ein Skandal daraus, denn es stand heute sogar in der Bild!! 😉

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  • wrack sagt:

    FF-Fuchs: Du hast deine Erfahrungen, aber Biehl hat ein „“ärztlich diagnostiziertes Hämatom an der rechten Hand“ (Kicker). Das nennt man einen physischen Beweis. Ich diagnostiziere bei dir ein Vorurteil 😉

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  • FF-Fuchs sagt:

    @wrack: Vorurteil gegen wen??? 😉

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