Bayern München gelingt Pokal-Revanche

Von am 30. März 2013 – 18.59 Uhr 25 Kommentare

Der FC Bayern München erweist sich in der Frauenfußball-Bundesliga weiter als Favoritenschreck: Am 17. Spieltag gewannen die Münchnerinnen gegen den 1. FFC Turbine Potsdam und revanchierten sich somit für die Niederlage im DFB-Pokal-Halbfinale vor knapp vier Wochen.

Beim 2:0 (0:0)-Sieg vor 860 Zuschauern im Sportpark Aschheim wurde Nationalspielerin Lena Lotzen bei nasskalter Witterung mit zwei Treffern (46., 72.) zur Matchwinnerin.

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Highlights der Partie anschauen

Bayern kämpferisch überragend
„Wir haben kämpferisch überragend gespielt“, freute sich Lotzen nach der Partie über die Leistung ihrer Mannschaft. Dabei war es der Gast aus Potsdam, der in der ersten Halbzeit die klareren Torchancen hatte. So musste Bayern-Verteidigerin Amber Brooks bereits früh in letzter Sekunde eine Aktion von Genoveva Anonma unterbinden (2.).

Lotzen im Mittelpunkt
Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Münchnerinnen war Lena Lotzen, die bei der ersten guten Gelegenheit der Gastgeberinnen im Strafraum von Pauline Bremer von den Beinen geholt wurde, der fällige Elfmeterpfiff von Schiedsrichterin Martina Storch-Schäfer blieb aber aus (12.). Kurz darauf stand erneut Lotzen im Mittelpunkt, ihren abgefälschten Schuss konnte Naeher jedoch parieren (15.).

Turbine vergibt beste Chancen
Die beste Chance der ersten Halbzeit ließ jedoch Anonma aus. Nach einem weiten Abschlag von Naeher verschätzte sich Laura Feiersinger, die Afrikanerin ging allein auf Bayern-Torhüterin Kathrin Längert zu, doch sie schob den Ball am Pfosten vorbei (19.). Bei einem weiten Pass von Yuki Ogimi auf Antonia Göransson war die aufmerksame Längert auf der Hut und kam rechtzeitig aus dem Tor heraus (25.). Und auch bei einem Schuss von Bremer zeigte Längert ihr ganzes Können. Und kurz vor der Pause musste Carina Wenninger in höchster Not klären, als Patricia Hanebeck Längert bereits ausgespielt hatte (42.).

Turbine-Abwehr schläft beim Gegentreffer
Doch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ging der FC Bayern München in Führung, nach einer Flanke von Feiersinger nutzte Lotzen eine Unachtsamkeit in der Potsdamer Hintermannschaft eiskalt zur Führung aus (46.). „Da haben nach dem Anstoß gleich drei unserer Spielerinnen geschlafen“, monierte Turbine-Trainer Bernd Schröder, während die Torschützin konstatierte: „Nach der Führung lief es für uns fast von allein.“

Bayern immer sicherer
Die Gäste wirkten nun geschockt, die Bayern bekamen das Spiel immer besser unter Kontrolle. Nach einer knappen Stunde hatte Vanessa Bürki nach tollem Pass von Vicki Schnaderbeck den zweiten Bayern-Treffer auf dem Fuß, doch Naeher klärte per Fußabwehr und Feiersinger traf den Nachschuss nicht richtig (59.). Die Gäste waren zwar bemüht, ihrem Offensivspiel etwas mehr Struktur zu verleihen, doch insgesamt blieben die Aktionen harmlos und verpufften.

Lena Lotzen

Lena Lotzen traf doppelt beim Bayern-Sieg © Karsten Lauer / girlsplay.de

Lotzen sorgt für Entscheidung
Besser machten es die Münchnerinnen, Lotzen fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und traf mit einem sehenswerten Treffer zum 2:0 (72.). In der Schlussphase kam Potsdam einem Treffer noch einmal nahe, doch Längert drehte einen Anonma-Schuss mit den Fingerspitzen um den Pfosten (86.).

Starke Längert
Bayern-Torhüterin Längert, die sich mit ihrer fehlerfreien Leistung für einen Länderspiel-Einsatz empfahl, meinte nach der Partie: „Ich freue mich, dass wir gewonnen haben, das ist lange nicht mehr passiert gegen Potsdam. Einziger Wermutstropfen ist, dass wir letzte Woche in Leverkusen verloren haben, sonst wäre der Dreier heute doppelt schön.“

Schröder: „Nicht unverdient verloren“
Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte: „Wir haben nicht unverdient verloren, denn wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt. Es war ein würdiges Spitzenspiel und die Mannschaft, die ihre Chancen genutzt hat, hat heute gewonnen. Wir haben nach dem Gegentreffer nicht mehr ins Spiel gefunden.“

Ergebnisse Frauenfußball-Bundesliga, 17. Spieltag

FC Bayern München – 1. FFC Turbine Potsdam 2:0 (0:0)
1. FFC Frankfurt – VfL Sindelfingen (31.3., 11 Uhr)
FF USV Jena – Bayer 04 Leverkusen (31.3., 11 Uhr)
VfL Wolfsburg – SGS Essen (31.3., 13 Uhr)
FCR 2001 Duisburg – SC Freiburg (31.3., 14 Uhr)
SC 07 Bad Neuenahr – FSV Gütersloh 2009 (31.3., 14 Uhr)

Tabelle

Rang Verein Spiele Torverhältnis Punkte
1. VfL Wolfsburg 14 48:10 35
2. 1. FFC Turbine Potsdam 14 45:13 31
3. 1. FFC Frankfurt 14 33:18 31
4. FC Bayern München 15 33:16 27
5. SC Freiburg 16 26:19 25
6. SGS Essen 15 19:19 19
7. SC 07 Bad Neuenahr 14 15:20 17
8. Bayer 04 Leverkusen 15 23:31 17
9. FF USV Jena 14 12:27 15
10. FCR 2001 Duisburg 14 19:25 14
11. FSV Gütersloh 2009 14 14:50 7
12. VfL Sindelfingen 13 5:44 5

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • Needle sagt:

    Auch heute und nicht nur nach dem Pokal-HF-Sieg sollte in der Turbinenkabine der DtH-Hit „An Tagen wie diesen“ laufen, denn man hätte noch zig Stunden ohne einen einzigen Treffer zu erzielen spielen können! Man war heute nicht, wie angekündigt, auf Augenhöhe, und das war auch gut so – zumindest für den VfL und den 1.FFC Ff. Diese Elf ist ein Torso, wo einige mit ihren Gedanken schon nicht mehr in Potsdam sind.
    Erschreckend wie schwach manche der Turbinen heute über den Rasen sich bewegte, allen voran MM, die das auch (Gott sei dank) nur eine HZ lang durfte. PH ist keine Spielelenkerin und spielt weit unter Form, und das dazu noch ohne Kampfgeist, sondern eher Larifari. Als die Riesenchancen der 1. HZ kläglich versemmelt wurden, war für mich klar, wer heute den Platz als Sieger verlassen würde!

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  • Michele sagt:

    Danke, Bayern München! Heute hat die bessere und leidenschaftlichere Mannschaft gewonnen!

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  • sharky sagt:

    Danke, Lena ! Du hättest schon den Elfmeter verdient und Anonma eine Gelbe für die Attacke auf Katie. Überhaupt ließ die Schirie den Potsdamerinnen in HZ1 zuviel durchgehen und ich dachte schon, am Ende holen sie sich das Ding noch. Aber Lena war Klasse (Hoffentlich auch nächste Woche !) und ließ sich auch durch die vielen Tritte nicht beirren. Sie übte wohl schon für die USA 🙂
    Das ganze Spiel über war Bayern dominant, aber Potsdam war wie eine Schlange. Meistens träge, dann aber ganz plötzlich schlugen sie zu und hatten Riesenchancen. Danke, Katie ! Ohne dich… Gott sei Dank konnten die POtsdamernnen heute nicht durch die Lederhosen beissen :-))
    In der nächsten Saison spielen wir mit um den Titel !

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  • Thomas sagt:

    Herzlichen Glückwunsch nach München. Absolut verdienter Sieg der Bajuwarinnen die dahoam wirklich eine Macht sind.

    Etwas entäuschend fand ich die Bayern Fans die kaum zu hören waren, angenehm aufgefallen sind mir diesmal die Turbine Fans die ihre Mannschaft lautstark und fair unterstützten.

    Bei Turbine haben mich Göransson, Hanebeck, Ogimi etwas enttäuscht, der Rest spielte ordentlich aber das reichte heute nicht.

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  • jochen-or sagt:

    Im Vergleich zum Pokalhalbfinale fand ich Turbine in der ersten Halbzeit mit den mehreren Großchancen trotz Niederlage besser als damals.
    Überzeugend bei den Münchnerinnen war insbesondere Lena Lotzen, von der man in dieser Form auch auf internationaler Ebene noch einiges erhoffen kann.

    Leider kam dann nach dem Führungstor der Münchnerinnen von Turbine nichts mehr. Wie auch zuletzt ist der Platz im Mittelfeld nicht die richtige Position für Yuki.
    Ada´s Einwechslung für die recht schwache Maren war m.E. auch nicht die richtige Wahl. War Doorsun oder Demann nicht im Kader? Im Mittelfeld muss man weiterhin was machen, während ich die Abwehr recht ordentlich fand. Jedenfalls musste man bei Standards nicht so zittern wie noch vor einigen Monaten.

    Nach dem vielen Glück, was Turbine in den Vorjahren hatte, kommt eben dann auch mal die Zeit, wo dies nicht mehr eintrifft.
    Offensichtlch hat dieses Glück dieses Jahr Wolfsburg mit den Last-Minute-Siegen.

    Solche Großchancen wie in Halbzeit 1 kommen nicht beliebig wieder und dann wird man dafür von einer Mannschaft, die schon im Karli jedenfalls gleichwertig, m.E. sogar besser, war, bestraft.

    Jetzt kann man nur hoffen, dass man in Frankfurt nicht verliert, auch wenn ich in dieser Form daran nicht so recht glauben will – denn dann wäre auch der Championsleagueplatz weg.
    Auch wenn Wolfsburg Schwächen zeigt, war eigentlich die Meisterschaft für mich kein Thema. Leider scheint dagegen Frankfurt stabilisiert.

    Dass Yuki und Alyssa ( aber auch Jaques) gehen, kann man sich schon lange denken.
    Ungeachtet all der guten Leistungen von Alyssa freue ich mich auf Felix, die ich immer noch für die beste deutsche Torfrau bzw. das größte Talent erachte. Nach einer gewissen Einspielzeit wird sie uns wieder viel Freude bereiten. Wie ich hier schon mal geschrieben habe, ist die Bindung von Ausländern natürlicherweise geringer als die eines Einheimischen und daher kann man nicht erwarten, dass diese dauerhaft das Gerüst einer Mannschaft bilden.
    Die Norwegerinnen müssen sich – wie sie selbst schreiben – erst mal an das Tempo des hiesigen Fußballs gewöhnen. Da muss man ihnen Zeit lassen. Sie helfen aktuell noch nicht in dem erhofften Maß und müssen dies auch nicht.
    Auch muss man da sehen, dass es womöglich auch aus anderen Gründen, etwa wegen Heimweh oder weil der Freund in der Heimat vermisst wird, nicht zu einem längeren Engagement in Deutschland kommt.

    Nach der nicht unerwarteten Niederlage gibt es keinen Grund den Kopf hängen zu lassen. Schon der 2. Platz wäre ein Riesenerfolg und man hat ja noch die Chance im Pokalfinale.

    Ich finde es weiterhin äußerst beachtlich, wie Schröder neuerlich den Umbruch bewerkstelligt hat und man kann nach solch herben Verlusten von Stammspielerinnen/Führungsspielerinnen nicht erwarten, dass es wie in den Vorjahren weiter geht.

    Es tut in der Liga auch ein wenig Abwechslung gut – auch wenn ich befürchte, dass in Zukunft zunehmend die bessere Kasse genügt, Meister zu machen.

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  • Spielerfrau sagt:

    Starke Leistung von Kathrin Längert, die damit wirklich ans Länderspieleinsatz-Tor trommelt!

    Wunderbar, der neue Medien-Kanal, den der FC Bayern erschlossen hat, scheint die Spielerinnen zusätzlich gepusht zu haben.

    Glückwunsch an die Bayern – interessant, wie sich in der Frauen-Bundesliga die „Fußball-Marken“ wandeln.

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  • FFFan sagt:

    Der FC Bayern hat es tatsächlich geschafft, im heimischen Sportpark Aschheim alle drei Top-Teams (Frankfurt, Wolfsburg, Potsdam) zu besiegen. Leider hat man auswärts zuviele Punkte ‚liegenlassen‘ (auch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte), sonst könnte man jetzt noch um den Meistertitel mitspielen.

    Hier zeigt sich eine Parallele zum VfL Wolfsburg in der Saison 2010/11: auch die ‚Wölfinnen‘ schlugen zuhause die damaligen „großen Drei“ (Frankfurt, Potsdam, Duisburg), was ihnen am Ende aber nicht viel nutzte: der VfL beendete die Saison auf Rang 7…

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  • preuße sagt:

    Sehr geehrter Herr Schröder,
    so sehr ich Sie als Fussballfachmann und Ihre Erfolge
    mit Turbine Potsdam schätze, aber scheinbar sind 3 x Training
    am Tag eben doch nicht des Weiheits letzter Schluß,wenn
    spielerisch seit Monaten nichts zusammenläuft.
    Absoluter Pflegmatismus,immer und immer wieder dieselbe stereotype Spielweise egal mit welchen Spielerinnen über
    Jahre zu beobachten.Bald wird man auch gegen Leverkusen
    nicht mehr gewinnen.Auch Marta und Necib würden nach 3 Monaten
    Training bei Potsdam ihrer Qualitäten beraubt.
    An der Qualität der Spielerinnen kann es meiner Meinung nach
    nicht in erster Linie liegen.Denn in ihren jeweiligen
    Nationalmannschaften treten eine Anomna und Göranson ganz
    anders auf.
    Getreu der Grönemeyererschen Textpassage:
    Stillstand ist der Tod
    ist es traurig,dem fortschreitenen spielerischen Niedergang
    tatenlos zusehen zu müssen, während andere Mannschaften
    immer weiter an qualitativer Fahrt gewinnen.

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  • Thomas sagt:

    @jochen-or,

    weißt Du etwas genaueres zu Alyssa Naeher ?

    Wo soll sie denn hingehen ?

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  • preuße sagt:

    Alles was hier an Gründen,für die gezeigten Leistungen
    gesagt wird ist verständlich und nachvollziehbar,aber
    andere Mannschaften wie München etc. haben auch ausreichend
    ausländische Spielerinnen gleichen Kalibers mit den gleichen
    emotionalen Empfindungen usw. in ihren Reihen.
    Man kann doch nicht gebetsmühlenartig immer dieselben Gründe
    anführen,warum das Potsdamer Spiel so unattraktiv blutleer
    geworden ist.
    Die Technik entwickelt sich auch immer weiter.Die
    Trainingsmethodik auch.Auch das sollte man mal irgendwann
    einsehen,denke ich.
    Auch wenn im vorigen Jahr noch der Titel geholt wurde,
    ist Jahr für Jahr ein stetiger Rückschritt im spielerischen Bereich erkennbar.

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  • waiiy sagt:

    Herzlichen Glückwunsch nach München! Der Platz war schwer und ließ nur kampfbetontes Spiel zu. Da waren die Bayern einfach besser. Sie haben meiner Meinung nach die gesamten 90 Minuten dominiert, auch wenn Potsdam die gefährlicheren Chancen in der 1. Halbzeit hatte. Außerdem wurde der klare Strafstoß verweigert, der das Spiel frühzeitig entschieden hätte.

    Glückwunsch auch an Lena Lotzen, die sich trotz auch körperlich starker Gegenwehr durchsetzen konnte. Sie nutzte die Freiräume, die durch die Sonderbewachung von Hagen entstanden, gut aus.

    Potsdam ist heute an der schwachen Leistung einiger Spielerinnen, aber vor allem auch an groben taktischen Fehlern von der Bank gescheitert. Da waren doch einige Entscheidungen dabei, die mir sehr unverständlich waren bzw. Fehler, die wiederholt gemacht wurden. Da scheint Schröder in meinen Augen seinen Willen durchsetzen zu wollen, wo es einfach nicht geht.

    Die Sonderbewachung von Hagen durch Singer hat der Kommentator schnell erkannt und eben auch Bayern, was viel schlimmer war. Wie kann man eine von 3 Abwehrspielerinnen als Sonderbewacherin abstellen? Kein Wunder, dass es hinten Lücken gab, wenn sich Hagen fallen lässt und Singer mitnimmt. Da kann man von Glück sagen, dass Draws noch sehr gut stand und viele Chancen im Keim ersticken konnte. Ich halte Sonderbewachung für ein probates Mittel, aber dann muss sie so gemacht werden wir beim Heimspiel gegen Frankfurt gegen Marozsan, als es Doorsun als Mittelfeldspielerin erledigt hat und so die Abwehr nicht dadurch geschwächt wird.

    Mjelde war sicher nicht gut. Aber viel lag auch daran, dass Bayern ungestört durch die Mitte kommen durfte. Der eigentliche Schwachpunkt (offensiv wie defensiv) war nämlich Hanebeck, die entweder auf die Flügel auswich oder wie eine Slalomstange umkurvt wurde. So viele Löcher konnte Mjelde gar nicht stoppen, wie sich da auftaten.

    Hanebeck scheint einfach noch nicht fit oder nicht in Form zu sein. Dass ihr Bewegungsradius beschränkt ist, weiß man und akzeptiert man. Aber er wird halt nochmals viel geringer, wenn sie so spielt wie gestern. Dann kommen auch keine genialen Ideen mehr und sie kann auch kein Spiel mehr lenken. Wie hätte man es besser machen können? Sicher mit Göransson. Aber auch Doorsun oder Demann machen es besser, wenn sie fit sind.

    Der Wechsel und vor allem die damit verbundenen Positionswechsel zur Halbzeit war für mich auch ziemlich unverständlich. Wenn ich Mjelde rausnehme, muss ich sie adäquat ersetzen. Dass das Yuki nicht kann, hat sie schon bei vorhergehenden Experimenten hinreichend bewiesen. Warum tut man ihr und der Mannschaft das an? Yuki ist diese Saison die beste Stürmerin in der Liga und ihrer Stärken mutwillig beraubt. Da würde mich die Erklärung von Schröder mal interessieren. Dabei hätte man das gut auffangen können. Man zieht Kemme ins defensive Mittelfeld, Cramer zurück in die Verteidigung und Göransson auf die linke Seite ins Mittelfeld. Alle Drei spielen auf Positionen, die sie gut ausfüllen können und Hegerberg hat im Sturm Yuki noch neben sich. Man hätte auch einfach Doorsun, Demann oder Mirlach für Mjelde einwechseln können. Alle hätten es besser gemacht.

    Wenn es dann nach 70 Minuten 2:0 steht und Potsdam nicht mehr den Anschein macht, ein Tor schießen zu können, dann muss Schröder auch mal was unternehmen, was zum Erfolg führen kann. Stattdessen sitzt Schröder schmollend auf der Bank und tut nichts! Dann nehme ich Hanebeck raus und werfe Andrine Hegerberg, Doorsun oder Demann rein, um mal einen Akzent zu setzen. Wenn es schief geht, nimmt man genauso viele Punkte mit, als wenn man nichts tut, nämlich Null. Aber so hätte man auch nach dem 2:0 vom Platz gehen können.

    Wenn man als Favorit verliert und nicht alle Wechselmöglichkeiten ausnutzt (obwohl die Bank ja diesmal gut gefüllt war mit Spielerinnen, die auch wirklich Gefahr ausstrahlen können), dann braucht man auch nicht mehr Trainer sein. Tut mir leid, aber da steht sich Schröder und der Verein selbst im Weg.

    Und so bleibt für mich eine Erkenntnis, die ich schon bei den Auftritten von Bayern im Karli immer wieder hatte und die sich weiter verhärtet: Potsdam braucht im Sommer genau einen Zugang – Thomas Wörle.

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  • waiiy sagt:

    Oh, jetzt habe ich doch glatt die positiven Aspekte gestern vergessen.Da wäre an erster Stelle Alyssa Naeher zu nennen. Großes Kino, was sie mit der Konstanz abrufen kann, sie ist für mich derzeit mit Längert die beste Torhüterin der Liga, wobei Längert die Mannschaft mehr mitnehmen kann.

    Gute Leistung auch erneut wieder von Bremert. Sie ackert unermüdlich auf der Seite und lässt innerhalb der 90 Minuten auch kaum nach. Vielleicht sollte man mehr Spielerinnen einsetzen, die sich auf ihren Einsatz freuen…

    Gute Leistung auch von Draws. Die stand mehrere Male goldrichtig, um Pässe in die Tiefe abzufangen oder abzulaufen. Singer und Kemme lieferten das, was man von ihnen erwarten konnte. Sie sind fast immer mit guten Leistungen dabei. Mit den Dreien steht man hinten wieder sicher. Und bis auf Draws sind auch alle gut durch Cramer, Mirlach und Doorsun zu verstärken.

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  • Thomas sagt:

    @waiiy,

    Und so bleibt für mich eine Erkenntnis, die ich schon bei den Auftritten von Bayern im Karli immer wieder hatte und die sich weiter verhärtet: Potsdam braucht im Sommer genau einen Zugang – Thomas Wörle.

    Ich kann es mir sehr schwer vorstellen, daß Wöhrle nach Potsdam kommt.
    Ich glaube eher das im München, ähnlich wie damals in Wolfsburg, noch viel entstehen wird. Warum sollte er dann München verlassen ?

    Daß Hanebeck durchgespielt hat ist mir auch unverständlich. Obwohl Göransson auch nicht gut gespielt hat war sie zumindest engagierter.
    Hanebecks Leistung grenzte fast schon an Arbeitsverweigerung.

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  • Grace Kelly sagt:

    Nur am Rande muss ich hier auch mal sagen, dass ich Naeher bis jetzt jedes Mal, wenn ich sie sehe, grandios finde. Ich denke, dass wir einige gute Torhüterinnen in der Bundesliga haben und mache mir wenig Sorgen um die nächste Nummer 1, aber Naeher scheint momentan noch eine Klasse besser als alle Deutschen, die wir haben.

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  • Speedy75 sagt:

    Dem was waiiy schreibt ist fast nichs mehr hinzuzufügen. Das Gen welches er bei Längert anspricht das hat im übrigen auch Felix. Sollte also Alyssa Naeher nach Saisonende gehen mach ich mir da keine Sorgen denn mit Felix steht auch wieder jemand sehr gutes im Tor.

    Ich glaub im übrigen auch nicht das Thomas Wörle nach Potsdam gehen würde, eher könnte ich mir das schon den Coach der Freiburgerinnen in Potsdamm vorstellen.

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  • O. Christ sagt:

    Stimme Speedy zu, Schröders Spezi Pilipović könnte einer seiner Wunschkandidaten für seine Nachfolge sein. Aber wer weiß, wann er dann mal abdankt.

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  • Altwolf sagt:

    @wally.Wie Du das Spiel analysiert hast ist schon gut nachvollziehbar, aber ich denke man muß auch der Leistung Bayerns gerecht werden,die von der Taktik her aus einer guten Defensive,wie auch Freiburg,Essen u.Bad Neuenahr,jetzt bald wohl auch Leverkusen,dann mit schnellem Umschalten nach vorn spielen. Das hat durch L.Lotzen sehr gut funktioniert.Wenn man, wie die 3 Top-Mannschaften, das Spiel dabei machen will u.dann auch als Spitzenmannschaft sollte, mußt du gehörig Druck aufbauen können.Das geht aber nur mit einem gut agierenden Mittelfeld und einer guten physischen Verfassung, insbes. bei diesem schweren Boden.Gestern hatten die Turbinen beides nicht,denn inzwischen haben zumindest im physischen Bereich einige Mannschaften diesen Nachteil gegenüber den Turbinen ausgleichen können.Wir haben das Ende letzten Jahres auch bei Bayern erleben müssen,da die Kraft nicht ausreichte konzentriert die Chancen noch nutzen zu können.Bayern wird noch 1 Jahr evtl.noch 2 Jahre benötigen um auch zu einer Top-Mannschaft zu werden,nämlich um selbst erfolgreich Spiele machen zu können.Das können sie derzeit noch nicht (siehe d. Niederlagen der Vergangenheit).Derzeit haben nur Frankfurt u.WOB das nötige gute Mittelfeld.

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  • Sylvijaaa sagt:

    Schröder kann auch nichts dafür, dass Winters mitten in der Saison den Abflug macht. Und als Mjelde auf dem Platz war, stand es immerhin noch 0-0. Danach wurde es keineswegs besser.

    Auch die Verletzung von Lisa Evans sollte nicht vergessen werden. Sie hat die Bayern im Pokal fast alleine abgeschossen und ist eine der besten Flügelspielerinnen der Hinrunde gewesen.

    Außerdem hat Bayern jetzt gegen alle 3 „Großen“ gewonnen. Daher denke ich, darf auch Turbine dort mal verlieren, ohne dass man gleich über Trainer oder Neuzugänge lästert.

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  • Speedy75 sagt:

    Btw. mal noch was ganz anderes. Das Spiel des SV Babelsberg im Karli wurde wiederholt angesagt, wenn man sich das Foto vom Platz ansieht fragt man sich wenn Turbine da das nächste mal spielen kann.

    http://www.kicker.de/news/fussball/3liga/startseite/584075/artikel_wieder-kein-spiel-im-karl-liebknecht-stadion.html

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  • grammfon sagt:

    Auch von mir Gratulation an München. Ein verdienter Sieg. Mit denen muss man immer mehr rechnen.

    Eine erfreuliche Nachricht aus potsdamer Sicht: „Andonovic“ ist wieder da.

    (Aber mal ehrlich: Ich finde es klasse, dass Eurosport das Spiel übertragen hat und eigentlich haben sie auch immer gute Kommentatoren, aber dieser Kommentator war noch um Meilen schlimmer als der von DFB-TV!)

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  • Detlef sagt:

    Erstmal Glückwunsch an die Bayern-Ladies!!!
    Da ich mir ein FF-freies Osterfest gegönnt habe, konnte ich erst gestern das Spiel in voller Länge anschauen!!!
    Und da muß ich Sylvijaaa erst einmal zu 100% zustimmen!!!
    Ich bin auch ein großer Kritiker von Bernd Schröder, aber so falsch können seine Methoden dann auch wieder nicht sein, sonst wäre TURBINE schon längst in der Versenkung verschwunden!!!

    Auch jochen.or stimme ich zT zu, daß Potsdam in Hälfte Eins sogar etwas besser gespielt hat als beim Pokalspiel im KARLI!!!
    Natürlich ist das Aufbauspiel von TURBINE im Moment stark limitiert, und wird am Ehesten mit langen Bällen auf AYOMA für Gefahr gesorgt!!!
    Letzte Saison hätte sie sicherlich 3 ihrer 4 Großchancen auch genutzt, nur zur Zeit agiert sie doch leider recht unglücklich!!!
    Aber sie ist hochmotiviert, und gibt kaum einen Ball verloren, auch wenn sie dabei manchmal übers Ziel hinausschießt!!!
    Ihre Attacke gegen Längert mußte nicht sein, und hätte mit Gelb bestraft gehört!!!

    LISA hat Samstag an allen Ecken und Enden gefehlt!!!
    Ihre Schnelligkeit war im Pokalspiel unser Trumpf im Ärmel, der Samstag schmerzlich vermißt wurde!!!
    TONI hatte leider keinen guten Tag erwischt, und somit lag das komplette Potsdamer Flügelspiel tod am Boden zestört!!!
    Nur AYOMA und PAULI versuchten es ab und zu mal mit Wiederbelebungsversuchen, aber leider fanden sie im Zentrum keine Abnehmer!!!

    Denn da sollten eigentlich YUKI und/oder ADA stehen!!!
    Aber die Eine ließ sich immer wieder tief ins Mittelfeld zurückfallen, und die Andere ist immer noch nicht so ganz in der Bundesliga angekommen!!!
    YUKIS Schritt hinter die Spitzen ist wirklich eine Verschwendung ihres Könnens!!!
    Und deshalb läuft auch PATTI oft rum wie „Falschgeld“, und weiß nicht so richtig wo sie hin soll, weil YUKI ihre 10-er Position „beschlagnamt“ hat!!!
    Das hat sie an der Algarve sogar im Team Nippon getan, und es ging auch dort schief!!!
    Wenn PATTI auf dem Platz steht, hat YUKI nix auf der 10 zu suchen!!!

    Ein Lichtblick war dafür NATASCHA, die endlich wieder fit ist!!!
    Allerdings hat sie natürlich noch nicht wieder ihre alte Top-Form von vor ihrer Verletzung, aber ihr Einsatz brachte nochmal Schwung in die Offensive!!!

    Ein großes Manko war der fehlende Druck auf die bayrische Abwehrreihe!!!
    TURBINE schaltete zu langsam von Defensive auf Offensive um, was mM nach vor allem an YUKI lag!!!
    Sie zog im Mittelfeld alle Bälle nahezu magisch an!!!
    Aber anstatt sie schnellstmöglich zu ADA oder AYOMA weiterzuleiten, nahm sie fast immer erst einmal das Tempo raus, und drippelte so lange, bis die Bayern-Abwehr wieder richtig postiert war!!!
    Auch TONI machte diesen „Blödsinn“ immer wieder mit, anstatt mit ihrer Schnelligkeit die Bayern-Ladies unter Druck zu setzen!!!

    Ich fand jetzt auch nicht, daß die Gastgeberinnen das bessere Team waren, denn auch ihnen unterliefen sehr viele Fehlpässe!!!
    Aber sie waren am Ende die effizientere Mannschaft, die dieses Mal eben auch das nötige Quentchen Glück gehabt hatten, daß ihnen im Pokal noch gefehlt hatte!!!
    Dort hatte TURBINE eben dieses, als Brooks LISA im Strafraum foulte!!!
    Diesmal triumpfierten halt die Bayern, als TONI, ALEX und ULLA für einen kurzen Moment ihre Konzentration verloren!!!

    TURBINE kann jetzt immer noch aus eigener Kraft den 2. Platz erreichen!!!
    Und falls WOB dann doch noch über die englischen Wochen, oder die eigenen Nerven straucheln sollte, dann ist möglicherweise auch der 5. Meistertitel noch drin!!!

    Die Bayern-Ladies werden wohl diese Saison nicht mehr in den Dreikampf eingreifen können!!!
    Aber nächste vielleicht???

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  • enthusio sagt:

    @Detlef:
    Ich kann Deinen Ausführungen im wesentlichen zustimmen, verstehe auch nicht, warum Bernd Schröder Yuki Ogimi so weit zurückgezogen agieren läßt. Ich meine aber erkannt zu haben, dass Schröder sie nicht auf der 10er-Position von Patricia Hanebeck, sondern eher auf der 6er-Position von Sara Doorsoun spielen ließ. Auf ihrer alten Position im Sturm hätte sie die Bayern-Abwehr sicherlich gut beschäftigt und Anonma noch mehr Möglichkeiten kreieren können. Und vor allem verstehe ich nicht, warum Schröder Sara Doorsoun das komplette Spiel auf der Bank versauern ließ. Sind ihre Trainingsleistungen noch nicht wieder so gut, dass sie Turbine weiterhelfen kann ? Und auch der Ausfall von Lisa Evans konnte tatsächlich nie kompensiert werden. Spielentscheidend war, dass Lena Lotzen nie in den Griff zu bekommen war (wer war eigentlich für sie zuständig ?) und dass Anonma ihre hochkarätigen Torchancen nicht verwertet hat. Im Vergleich zu Wolfsburg hakt es bei Potsdam momentan im Spielaufbau. Das schien mir das größte Manko zu sein. Hanebeck war gegen Bayern ein Totalausfall und auch von Göransson kamen keine Impulse. Ich kann für Potsdam nur hoffen, dass Schröder erfolgreich an der einen oder anderen Schraube dreht und dass Andonova nach ihrer Verletzung wieder zu ihrer Torgefahr zurückfinden wird, die sie vor ihrer Verletzung so eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Sonst könnte man am Ende tatsächlich mit leeren Händen dastehen bei Meisterschaft, Pokal oder Champions League – Qualifikation. Denn dass Wolfsburg aufgrund der Belastungen der „Englischen Wochen“ im Endspurt der Bundesliga einbrechen wird, glaube ich nicht.

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  • Detlef sagt:

    enthusio schrieb;
    „Denn dass Wolfsburg aufgrund der Belastungen der “Englischen Wochen” im Endspurt der Bundesliga einbrechen wird, glaube ich nicht.“

    Warum glaubst Du das nicht???
    In der Hinrunde ist doch genau das passiert!!!
    Da gabs ein 0:3 gegen die Bayern-Ladies, und ein 2:2 gegen Bad Neuenahr!!!
    Und gegen eine geschwächte TURBINE-Truppe hätte man (trotz Übermacht) auch „fast“ verloren!!!

    enthusio schrieb;
    „Ich meine aber erkannt zu haben, dass Schröder sie nicht auf der 10er-Position von Patricia Hanebeck, sondern eher auf der 6er-Position von Sara Doorsoun spielen ließ.“

    SARA spielte eher selten auf der „6“, und wenn doch, dann hatte sie die defensivere Aufgabe!!!
    Dort spielte aber MAREN, die mit dem schnellen-, und körperbetonten Spiel der Bayern-Ladies so ihre Probleme hatte!!!
    Wahrscheinlich hat SARA noch zu viel Rückstand, um ihren Stammplatz in der Mannschaft wieder einnehmen zu können!!!

    enthusio schrieb;
    „Spielentscheidend war, dass Lena Lotzen nie in den Griff zu bekommen war (wer war eigentlich für sie zuständig)“

    Sie hatte wohl keine feste Bewacherin, wurde aber meistens von TABBI angegriffen!!!
    Da Schröder sich für die Fraudeckung von Hagen entschied, entstand (durch das Fehlen von ALEX) immer wieder eine Lücke, in die Lena Lotzen keck hineinschlüpfen konnte!!!

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  • enthusio sagt:

    @Detlef:
    Ich finde nicht, dass man die Endphase einer Hinrunde zum Maßstab für das Ende einer Rückrunde, in der es für Wolfsburg um alles geht, machen kann. Wolfsburgs Kader ist ausreichend stark besetzt, um mit den Belastungen der „Englischen Wochen“ klarzukommen. Es wird bei den Spielerinnen genügend Adrenalin freigesetzt, um etwaige Schwächephasen im Spiel auszugleichen. Wolfsburg hat – im Gegensatz zu Potsdam und Frankfurt – noch nie was gewonnen und wird daher die restlichen Spiele wesentlich motivierter und fokussierter angehen als Frankfurt und Potsdam. Insgesamt erwarte ich daher für die verbleibenden Spiele eher Schwächephasen bei den Verfolgern als bei Wolfsburg. Wie auch immer, wir werden ja im Mai sehen, was dabei herauskommt.

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  • Detlef sagt:

    @enthusio,
    In der Rückrunde steigt aber auch der Druck, und dem ist schon so manche Mannschaft nicht gewachsen gewesen!!!
    Und es ist ja nicht so, als ob es in WOB nicht genügend Spielerinnen geben würde, die das Gefühl nicht kennen würden, Titel zu gewinnen!!!
    Es müßten in WOB mittlerweile mehr „erfolgsverwöhnte“ Spielerinnen geben als zB in Potsdam!!!

    Und WOB mag sicherlich gut besetzt sein, aber der zweite Anzug sitzt noch nicht so gut wie der Erste!!!
    Aber dazu hatte ich ja hier; http://www.womensoccer.de/2013/03/31/wolfsburg-festigt-spitze-frankfurt-auf-platz-zwei/ schon einiges geschrieben!!!

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