Bernd Schröder kritisiert Turbine-Fans

Von am 25. März 2013 – 12.55 Uhr 71 Kommentare

Bernd Schröder, Trainer beim 1. FFC Turbine Potsdam, hat nach dem 3:0-Sieg beim SC 07 Bad Neuenahr öffentliche Kritik an Teilen der eigenen Anhängerschaft geäußert.

Unter dem Titel „Bernd Schröder: In eigener Sache“ kritisiert Schröder das Verhalten der Fans beim Auswärtsspiel im Apollinarisstadion.

Bernd Schröder

Bernd Schröder distanziert sich von Aussagen der Fans © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

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Schröder: „Distanzieren uns auf das Schärfste“
„Wir sind sehr froh über den sehr guten Auftritt unserer Mannschaft in Bad Neuenahr. Jedoch bedauern wir in gleichem Zusammenhang die vereinzelten unnötigen Rufe und Äußerungen bezüglich der Leistung der Nummer 2 der Nationalmannschaft Almuth Schult, die während des Spiels aus unserem Fanblock gekommen sind. Wir distanzieren uns von derartigen Äußerungen auf das Schärfste“, so Schröder.

Respekt vor Spielerinnen und Gegner
Dies helfe dem Frauenfußball nicht weiter. „Das hat auch immer etwas mit Respekt vor dem Gegner zu tun. Wir haben Respekt vor jeder gegnerischen Spielerin und Mannschaft.“ Mit dem Spiel seiner Elf war er hingegen zufrieden:  „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit einen sensationellen Fußball gespielt!“

Schröder: „Müssen unsere Spielerinnen schützen“
Auf Womensoccer-Anfrage präzisierte Schröder: „Als die Tore gefallen sind, haben sich unter den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid einzelne negativ über das Leistungsvermögen von Almuth Schult und ihre Leistung geäußert. Wir fanden das nicht gut, denn wir können davon ausgehen, dass jede Spielerin einmal nicht den besten Tag hat. Ich wurde dann auch von Bad Neuenahrer Seite darauf angesprochen, deswegen sind wir auch nicht damit einverstanden, wenn es Rufe gegen einzelne Spielerinnen gibt, egal ob gegen unsere eigenen Spielerinnen oder die des Gegners. Wir sind eine Liga und müssen unsere Spielerinnen und die gegnerischen Vereine schützen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

71 Kommentare »

  • WUDU sagt:

    Was gesagt werden muss, muss gesagt werden!
    Völlig in Ordnung, muss sich auch jeder mal an die eigene Nase fassen.

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  • Kaethe sagt:

    Turbine hat die mit Anstand schlimmsten Fans der Liga. Als würden die nur zum Pöbeln zu den Spielen kommen. Klar unterstützt man sein Team aber dann doch bitte mit ein wenig mehr Niveau! Vielleicht sollte man auch ein wenig an das Image vom Team denken, weil die letztendlich mit ihren Fans assoziiert werden.

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  • enthusio sagt:

    @Kaethe:
    Deinen Eindruck kann ich bisher als allgemein interessierter Fan anhand meiner eigenen Stadionbesuche an verschiedenen Orten unseres Landes nicht bestätigen. Allerdings gehen mir manche Ressentiments und gehässigen Äußerungen von einigen Turbine-Fans hier im Forum gegen Frankfurt, Siggi Dietrich oder inzwischen auch Wolfsburg zu weit.
    Wie auch immer, am 24. April wird man ja erleben können, wie niveauvoll die Frankfurter und Potsdamer Fans sich verhalten werden.

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  • WUDU sagt:

    @ Kaethe

    Anstand=Abstand.
    Auch die Fans müssen die Möglichkeit haben, sich verbessern zu können. Die Worte bleiben mit Sicherheit nicht ungehört in Potsdam und bei der größten Anhängerschaft der gesamten Liga. Schröder ist offen und sachlich, warum nicht auch im eigenen Lager. Sollten da einige den „guten Ton“ verloren haben, dann ist das jetzt genau der richtige Zeitpunkt das abzustellen.
    Dem Umfeld wird es nur gut tun und in Zukunft noch mehr Fans zu unseren „heißgeliebten Turbinen“ ziehen!
    Viva Turbine!!!

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  • waiiy sagt:

    Ich schäme mich dafür, auch wenn ich nicht da war.

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  • Sven sagt:

    Ich finde es richtig das Schröder das Thema anspricht. Es sind immer die selben, und ich kann mir fast denken wer das war. Auch die Potsdamer Torfrau hatte schon mal ein nicht zu gutes Spiel. Was mich aber stört, das wieder alle in einen Topf geworfen werden. Es sind ja nicht alle so. Anscheinend war an diesem Tag auf beiden Seiten das Fairplay nicht zu Hause, wenn ich das von Celia so lese auf Neuenahrer Seite.

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  • Ina sagt:

    Ich finde es ärgerlich und nervig, dass vereinzelte Tubine-Fans dem Verein Anlass geben ein offizielles Statement zu machen, bin gleichzeitig sehr dankbar, dass der Verein und Coach Schröder die Pflicht erkennt dieses zu tun.

    Als Turbine-Fan distanziere ich mich ebenfalls von solchen respektlosen Äußerungen.
    Daher finde ich Kaethes Kommentar „Turbine hat die mit Abstand schlimmsten Fans der Liga“ widerum auch ärgerlich und grenzwertig, da diese Äußerung wieder mal sehr verallgemeinert und auch den Großteil der Fans anspricht, die keinesfalls negativ auffallen.

    Leider werden solche Dinge auch zukünftig vereinzelt auftreten und aus Erfahrung über Fans anderer Mannschaften m.E. bestimmt nicht nur im Turbine-Fanblock.

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  • Mini sagt:

    Jeder der hier was geschrieben hat, den frag ich:

    Was wurde denn gebrüllt?

    Das wird so unfassbar aufgebauscht und keiner, der meisten die kommentieren, weiß wirklich was gesagt wurde.

    Also bitteschön.
    Als würden immer nur die Potsdamer rumpöbeln.Das ist eine absolute Frechheit wie man ständig hier dargestellt wird.

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  • istdochegal sagt:

    Oh man, jetzt gehts aber los hier. Da ich persönlich nicht vor Ort war, kann ich dazu nur das sagen was ich von denen gehört/gelesen habe die persönlich vor Ort waren. Und das ganze Thema wird anscheinend sowas von unnötig aufgebauscht, das einzige was wohl immer wenn Frau Schult den Ball hatte gerufen wurde war genau jenes: „Almuth hat den Ball“. Was daran jetzt verwerflich sein soll erschließt sich mir nicht, schließlich sind wir hier beim Fussball und nicht in der Kirche.

    Das einzige wozu dieser Artikel gut ist, ist das jetzt wieder alle die Turbine und deren Fans nicht leiden können wieder Futter bekommen um auf die doch so „bösen“ Turbine-Fans schimpfen können. Es tut mir leid, aber einige Kommentare hier wirken schon wieder sehr armselig.

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  • Markus Juchem sagt:

    @istdochegal: Was heißt „unnötig aufgebauscht“? Der Verein und Trainer Bernd Schröder werden ja nicht aus Jux und Tollerei eine öffentliche Stellungnahme abgeben. Man muss sicherlich nichts aufbauschen, aber auch nichts verharmlosen.

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  • Mini sagt:

    @ Markus Juchem:

    Wissen Sie denn was gesagt wurde?

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  • de nubbbel sagt:

    Wieder ein typischer Schrödi. Direkt und gerade raus. Nur alle jetzt über einen Kamm scheren ist zu billig. Ich kenne einige der Turbine Fans und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Die zwei bis drei Idioten sind allgemein bekannt. Einer hat ja schon unliebsame Erfahrungen mit russischen Fäusten gemacht, als Potsdam bei Rossijanka gespielt hat. Warum werden diese Affen dann überhaupt noch mitgenommen?

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  • Sheldon sagt:

    Großer Sport von Bernd Schröder! Gutes Statement von ihm. Hat mal wieder gezeigt, was für ein großer Sportsmann er ist! So etwas wäre manch anderem Trainer oder Manager wohl nicht so leicht über die Lippen gekommen.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    Ich halte „Die Almuth hat den Ball!“ jetzt nicht für dermaßen unter der Gürtellinie, dass man dafür extra ein offizielles Statement herausgeben muss…

    @Markus Juchem: Deine Aussage erinnert mich an solche Aussagen, die oft zu hören sind, wenn es mal wieder zu übertriebener Polizeigewalt rund um deutsche Fußballstadien kommt: „Wenn die Polizei was macht, dann muß schon was gewesen sein!“

    Nein, eben nicht!

    Ich halte viel von Schröder und wenig von weiten Teilen der TP-Anhänger, aber hier bin ich mal auf Seiten der Fans, die garantiert nichts von sich gegeben haben, zumindest nichts, was im Stadionrund vernehmbar war, was in irgendeiner Weise extrem diskriminierend gegenüber Almuth war!

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  • istdochegal sagt:

    Selbst jene die vor Ort gewesen sind, also genau diese Fans welche die doch so schlimmen Äußerungen getätigt haben sollen, verstehen nicht was Bernd hier geritten hat so ein Statement zu äußern. Damit produziert er nur wieder einen Imageschaden aus dem nichts. Und wenn es wirklich nur dieser harmlose Ausspruch: „Almuth hat den Ball“ gewesen sein soll, welcher Bernd zu diesem Statement bewogen hat schadet er damit nur dem Verein und die eigenen Fans macht er damit auch nicht gerade glücklich. Und genau das ist nach meiner Ansicht wie bereits erwähnt „unnötig aufgebauscht“.

    Ich persönlich finde es einfach nur traurig wie jetzt wieder einige die das Spiel nicht gesehen haben, wozu ich mich narürlich auch zähle, dazu aber auch keinerlei Hintergrund Infos von jenen haben die vor Ort waren, sich also nur auf dieses Statement beziehen jetzt wieder Hasstiraden gegen Turbinefans äußern.

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  • Markus Juchem sagt:

    @de nubbel: Warum werden diese „Affen“ dann überhaupt ins Stadion reingelassen, wenn sie bekannt sind?

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  • noworever sagt:

    @Detlef:
    „Erschreckend war (wieder einmal) die Leistung der Nationaltorhüterin Almuth Schult!!!
    Sie scheint zur Zeit nur noch ein Nervenbündel zu sein!!!“

    … trotz sorgsamer/potsdamer psychologischer betreuung???

    na dann – ist ihr wohl wirklich nicht mehr zu helfen!!! 😉

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  • Mini sagt:

    Da gestern nur 405 Zuschauer da waren, können nur 405 Zuschauer mitdiskutieren.

    Dazu zählen Sie ja anscheinend auch nicht Herr Juchem.

    Ich kann bestätigen. Der Satz um den es hier geht ist: „Die Almuth hat den Ball“ (Ich habe diesen Satz dennoch nicht mitgerufen, saß aber im Block)

    Und die Turbinefans werden dargestellt als hätten sie Almuth aufs Übelste beschimpft und angepöbelt.

    Ich als TP-Fan kann herrn Schröder überhaupt nicht verstehen und sehe das als Schlag ins Gesicht.

    Ordentlich recherchierte Berichterstattung sieht anders aus.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Mini: Nein – denn Wenn hier nur die mitdiskutieren dürften, die jede Woche ins Stadion gehen, könnten wir die Kommentarfunktion hier gleich deaktivieren.

    Ich war nicht vor Ort, weiß deswegen auch nicht, welche Worte bzw. Sätze gefallen sind. Ich wüsste nur nicht, warum Herr Schröder sich zu einem öffentlichen Statement bzw. einer öffentlichen Distanzierung genötigt sehen sollte, wenn es nur um den Satz „Die Almuth hat den Ball“ gehen würde.

    Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt. Um welchen Satz, welche Sätze es geht, kann mit Verlaub, auch jemand, der im Stadion war, nicht hundertprozentig beurteilen.

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  • Mini sagt:

    Es kann sich um keinen anderen Satz drehen, denn es kam sonst kein anderer Satz,der in irgendeiner Art die andere Mannschaft behandelte!

    Ja doch. Wer nicht im Stadion war, kann einfach KEINE Ahnung vom Sachverhalt haben und somit sich NULL Urteil erlauben.

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich behaupte mal, dass 90 bis 95 Prozent der WS-Leser nicht ins Stadion gehen. Zum Glück entscheiden wir noch selbst, ob diese an der Diskussion teilnehmen dürfen oder nicht. 😉

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    Wie gesagt, ich kann Minis Ausführung nur bestätigen.
    Ich bin aktiver Fan des gestrigen Gegners von Turbine, wie man an meinem Nick ja bereits sehen kann, und habe nichts, was irgendwie unter der Gürtellinie wäre, aus dem Potsdamer Block auf der Haupttribüne gehört.

    Wenn es nach Schröders Ausführungen ginge, dann wäre von unserer Gruppe bereits jeder zweite langfristig aus dem Stadion verbannt worden.

    Es gab gestern keinerlei diskriminierende Gesänge seitens der Potsdamer gg. Almuth Schult, ausser angesprochenes „Almuth hat den Ball!“, was ich persönlich alles andere als wirklich bösartig finde, sondern im Gegenteil, eher peinlich ob des nicht vorhandenen Einfallsreichtums…

    Die TPler sind damit schon gestraft genug, da muss nicht noch ein „offizielles Vereinsstatement“ her, welches die eigenen Anhänger (!) dermaßen an den Pranger stellt!

    Schröders Aussagen sind im höchsten Maße populistisch und unangebracht, das sagt ein Augenzeuge und eigentlich jemand, der der Anhängerschaft von Turbine alles andere als wohlgesonnen ist!

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  • Markus Juchem sagt:

    Herr Schröder erklärt auf unsere Nachfrage folgendes:

    „Als die Tore gefallen sind, haben sich unter den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid einzelne negativ über das Leistungsvermögen von Almuth Schult und ihre Leistung geäußert. Wir fanden das nicht gut, denn wir können davon ausgehen, dass jede Spielerin einmal nicht den besten Tag hat. Ich wurde dann auch von Bad Neuenahrer Seite darauf angesprochen, deswegen sind wir auch nicht damit einverstanden, wenn es Rufe gegen einzelne Spielerinnen gibt, egal ob gegen unsere eigenen Spielerinnen oder die des Gegners. Wir sind eine Liga und müssen unsere Spielerinnen und auch die gegnerischen Vereine schützen.“

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  • wrack sagt:

    @ istdochegal: „Damit produziert er nur wieder einen Imageschaden aus dem nichts.“

    Ich kann nur für mich als Vereins-Neutralo sprechen. Meine Rückmeldung diesbezüglich lautet: Image-Gewinn für Schröder und den Verein Potsdam bei mir.

    @ Mini: „Wer nicht im Stadion war, kann einfach KEINE Ahnung vom Sachverhalt haben und somit sich NULL Urteil erlauben.“

    Du kannst dir m.E. auch als Zuschauer vor Ort kein Urteil darüber erlauben, WELCHE Sätze Schröder zu seinem Kommentar veranlasst haben (Oder bist du „allhörend“?), welcher übrigens sehr differenziert ist:

    „…die vereinzelten unnötigen Rufe und Äußerungen …, die während des Spiels aus unserem Fanblock gekommen sind. “

    Schröder war übrigens auch im Stadion. Wenn man als Potsdam-Fan ihm nicht vertraut, ob der Kommentar nötig war, wem dann ? Und wenn ein Potsdam-Fan ihm vertraut, warum sollte ich als Neutralo seine Äußerung nicht ernst nehmen und dazu Stellung nehmen ?
    Bravo, Herr Schröder !

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  • Sokrates sagt:

    Zunächst einmal Respekt an Bernd Schröder (und einige Turbine-Fans) für die öffentliche Kritik am Verhalten bestimmter Turbine-Fans und Respekt für die öffentliche Scham eines waiiy über ein solches Fan-Verhalten.
    Schröder hat diese Äußerung nicht ohne Grund gemacht. Auch ein mehrfach wiederholter ironischer oder spöttischer Ruf wie „Die Almuth hat den Ball!”, der möglicherweise von lautem Gelächter begleitet wird, ist eine Vehöhnung der gegnerischen Torfrau. Normalerweise werden allerdings noch viel schlimmere Dinge von bestimmten Potsdamern gerufen. Abgesehen von dem gestrigen Vorfall sollte die Vereinsführung von Turbine angesichts der seit mehreren Jahren bestehenden Probleme mit einigen Fans vielleicht über disziplinarische Maßnahmen gegen diese Fans wie ein (befristetes) Stadionverbot im Karli oder ein Ausschluss von den Fanbusfahrten bei Auswärtsspielen nachdenken. Auch die beiden Fanclubs könnten solche Personen, wenn sie bei Ihnen Mitglied sind, ausschließen. Gelegentliche verbale Distanzierung von Schröder oder den beiden Fanclubs oder Ermahnungen des Turbine-„Oberfanatikers” durch die Pressesprecherin von Turbine unter vier Augen scheinen jedenfalls nicht auszureichen. Aber verbale Entgleisungen und sonstiges Fehlverhalten einiger Fans wie auch den richtige Umgang mit politischen Stimmungsmachern vom linken und rechten Rand im Karli müssen die Turbinen selber intern besprechen und sanktionieren.

    Abschließend muss man aber ausdrücklich festhalten, dass Turbine nicht nur die schlimmsten Fans, sondern auch die besten Fans der Buli hat. Es gibt keinen anderen Verein in Deutschland, in dem es so viel Begeisterung, Engagement und Ideenreichtum der Fans für den FF und es so viele nette und offene Fans gibt, die trotz allen internen Konflikten und persönlichen Abneigungen – z.B. zwischen den beiden Fanclubs – solidarisch zusammenhalten, wenn es um den eigenen Verein geht. Das gibt es in Frankfurt so nicht.

    PS: Ich lese gerade Schröders Äußerungen auf die Nachfrage von womensoccer.de. Ich finde es sehr gut, dass er Mitgefühl mit Almuth zeigt und solidarisch den Schutz aller Spielerinnen und der gegnerischen Vereine vor respektlosem Verhalten einiger Fans und Zuschauer einfordert.
    (Auch ein Lob für die gute jornalistische Arbeit, Markus.)

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  • hapl27 sagt:

    Ich war gestern nicht mit im Stadion und kann mir also laut Mini kein Urteil bilden. Deswegen möchte ich mich aber zu einer anderen Begebenheit äußern. Und zwar war ich (leider) hautnah dabei, wie im September 2012 Desirée Schumann aufs übelste von einigen sogenannten Potsdam Fans beschimpft wurde. Nach diesem Spiel herrschte sicherlich eine nicht ungerechtfertigte, überhitzte Stimmung, aber die Beschimpfungen gegenüber einer ehemaligen Spielerin, die 5 (!) Jahre für den Verein gespielt hat, die dort gefallen sind, waren ein absolutes „no-go“!! Sollte es gestern also nicht so dramatisch gewesen sein, bin ich trotzdem froh, dass nun dennoch ein Statement von offizieller Potsdamer Seite gekommen ist! Und sei es, dass nun dadurch solche Vorfälle wie im September 2012 vermieden werden!

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  • Sheldon sagt:

    Mir ist diese Fokussierung auf die Potsdamer etwas zu einseitig, auch wenn sowas natürlich nicht geht.

    Allerdings gibt es so etwas auch in anderen Stadien. Ich kann mich beispielsweise an wüste Beschimpfungen und Pfeifkonzert der Frankfurter gegen Tabea Kemme, einer damals 18-jährigen Schülerin erinnern, nach ihrer „Tätlichkeit“ gegen Garefrekes, nicht nur von den Fans, sondern auch von der Frankfurter Presse und insbesondere damals von Kahlert, der die Stimmung noch künstlich hochgetrieben hat.

    Ich bin gespannt, ob es dieses Mal anders wird, nachdem Kemme ja alles Mögliche unterstellt wurde nach dem Hinspiel von Fans (auch hier!) und Presse, von wegen Revanchefoul gegen Bajramaj.

    Da soll sich bei aller berechtigten Kritik auch mal jeder an die eigene Nase fassen.

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  • fisch sagt:

    Ich war auch nicht mit in BN. Kann mir aber vorstellen, dass es einzelne (wenige) TP-Anhänger gab, die sich wieder mal verbal und stilistisch daneben benommen haben, worauf auch Bernd Schröder nach dem Spiel evtl. angesprochen wurde. Es war völlig richtig von ihm, solche Vorfälle, nicht mal ansatzweise, auf sich und Turbine nicht sitzen zu lassen und solchen Vorwürfen progressiv und offensiv zu begegnen. Und wer die Turbinefans in ihrer Gesamtheit kennt, weiß wie sie sind: begeistert, manchmal überschäumend euphorisch, treu, sensibel und manchmal ob empfundener Ungerechtigkeit empfindlich bis emotional und leider auch nachtragend. Und dann kommen auch vereinzelt solche unschönen Dinge vor. Die weit überwiegende Grundhaltung ist aber von großer Fairneß, Respekt,Anerkennung und Achtung geprägt. Soll doch der dies prüfende FF-Fan mal zu „normalen“ Spielen (außer gegen FfM und WOB) ins „Karli“ kommen. Tief im Gemüt der Turbinefans stecken aber die bleibende Schmerzen verursachten jährlich erfolgten, zielgerichteten Abwerbungen von Leistungsträgerinnen durch F und WOB. Auch die aus TP-Fan-Sicht seit Jahren ungerechtfertigte Nichtberücksichtigung von A.F. Sarholz in jeglicher FF-Auswahl nach einmalig erfolgter Absage äußert sich dann bei Anwesenheit von S. Neid wie jetzt wieder in solch unschönen Einzelaktionen. Das kann man aber auch mal souverän ignorieren. Bei allen Emotionen, die nun mal zum Fussball dazu gehören, ist wichtig: niemals Gewalt, wie sie leider im MF schon oftmals anzutreffen ist. Wir haben im Potsdamer Karli zu Turbine-Spielen noch nie einen Polizisten gebraucht.

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  • Detlef sagt:

    Ich war auch Augen- und Ohrenzeuge des gestrigen Spiels!!!
    Und jetzt wird es ganz schlimm, ich oute mich hier öffentlich als einer von den „bösen Krawallmachern“, der auch „Almuth hat den Ball“ gerufen hat!!!

    War das jetzt beleidigende, brutale Pöbelei???
    Tut mir Leid, ich kann daran nix Verwerfliches finden!!!
    Sicher war es jetzt auch keine Sternstunde Potsdamer Fangesänge, aber gleich von Respektlosigkeit oder gar Verhöhnung zu sprechen, ist dann doch etwas zu sehr mit Kanonen auf Spatzen geschossen!!!

    Ich kenne Almuth jetzt nicht so genau!!!
    Aber bei den letzten beiden Hallenturnieren in Jöllenbeck habe ich mit ihr mal das eine oder andere Wort gewechselt!!!
    Ich schätze sie so ein, daß sie sich gestern vor allem über sich selber maßlos geärgert hat!!!
    Sicherlich konnte sie über die „nette Tatsachenbeschreibung“ der TURBINE-Fans, die wirklich auch nur einmal gerufen wurde, zumindest gestern nicht mitlachen!!!
    In ein paar Wochen sieht sie es bestimmt schon wieder viel lockerer!!!

    Also was Schröder da gestern geritten hat möchte ich wirklich mal wissen???
    Ich wage es kaum zu denken, aber mir kommt es so vor, als ob er sich bei der Bundesgöttin einschleimen will/wollte, da er sie ja explizit in seinem „Statement“ mit eingebunden hat???
    WARUM hat er sonst ausgerechnet gestern die eigenen Fans kritisiert???
    Ausgerechnet gestern, wo außer „Almuth hat den Ball“ wirklich nix gewesen ist!!!

    WARUM eigentlich nicht schon viel früher, frag ich mich da ganz spontan???
    Wo es wirklich genug Gründe zum kritisieren gab, und ausreichende Gründe zum „sich davon distanzieren“ , und auch genügend Gründe zum fremdschämen???
    Wo wirklich gegnerische Spielerinnen, Trainer, Fans und Manager aufs zT Übelste beschimpft wurden!!!
    Und man kann das Kind ja ruhig beim Namen nennen, es ging dann fast ausnahmslos gegen „Lieblingsgegner“ Frankfurt!!!
    […]
    Nee, nee Bernd, wenn schon Kritik, dann auch zum richtigen Zeitpunkt!!!

    Und damit ist auch schon klar, welche Spiele Kaethe gesehen haben muß!!!
    Aber nur von den Frankfurt-Spielen gleich auf alle anderen Begegnungen zu schließen, und dann gleich alle TURBINE-Fans in einen Topf zu werfen, und durch den Kakao zu ziehen, daß ist nicht in Ordnung!!!

    Es hat auch schon einige Fortschritte im Potsdamer Fanwesen gegeben!!!
    Gerade nach dem letzten BuLi-Spiel gegen Frankfurt im heimischen KARLI, wo es wieder lautstarke Pöbeleien gegen Frankfurter Spielerinnen (LIRA) gegeben hat, fühlten sich die beiden TURBINE-Fanklubs dazu genötigt Erklärungen abzugeben, die sich von diesen wirklich zutiefst beleidigenden Rufen distanzierten!!!
    Das kann wirklich als Fortschritt angesehen werden, den es so früher nicht gegeben hätte!!!

    […]

    Allerdings gebe ich mich keinem überzogenem Optimismus hin, daß sich dies am 24. April nicht wiederholen wird!!!
    Dazu sind zu viele Emotionen im Spiel, und die Ressentiments zwischen Potsdam und Frankfurt zu groß!!!
    Dann wird auch waiiy wieder einen echten Grund dazu haben sich mit mir fremdzuschämen!!!

    Für das gestrige „Almuth hat den Ball“ ist Scham sicher nicht angebracht gewesen!!!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Jennifer sagt:

    Respekt, Herr Schröder, Respekt!

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  • jochen-or sagt:

    Da ich sehr oft zu Hertha und gelegentlich zu Union gehe, denke ich, wenn ich das hier alles lese, dass ich im falschen Film bin. Klar sind Fans recht einseitig auf ihren Verein fixiert. Das ist nun mal so – was da aber im Karli abgeht, ist im Vergleich zu den zitierten Berliner Veranstaltungen so was von harmlos! Das, was bei den Männern regelmäßig geschieht, habe ich bei Turbine nur ansatzweise beim Besuch des „Erzfeinds“ Frankfurt erlebt.
    Das Frauenfußballpublikum ist u.a. deshalb vergleichsweise gesittet, weil kaum Leute da sind. Da hat Turbine schlicht den Nachteil, dass sie eine echte Fanschaft haben, zu denen dann auch ein paar Fanatiker gehören. Wo kaum einer ist, da werden sich auch weniger daneben benehmen.
    Es ist zudem das Schicksal eines jeden, der in der Öffentlichkeit steht, dass er Kritik aushalten muss. Dies gilt für den Politiker genauso wie für den Sportler, der ja leider zudem sichtbar versagen kann.

    Schröder träumt und lebt ja noch in der FF-Familie. So muss man auch seine Sichtweise der offensichtlich hämischen Sprüche interpretieren. Aber auch beim FF ist man nicht mehr beim Tanztee,insbesondere wenn da 1000 und mehr Zuschauer dem Spiel beiwohnen.

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  • balea sagt:

    Ich geb mal meinen Senf als unregelmässiger Potsdam Stadionbesucher dazu: Meist gehen wir mit mehreren Leuten und stehen dann auf der Gegengraden (immer seltener) oder (eher) auf der überdachten Tortribüne. Fastimmer kommt es aber dazu, dass wir während des Spiels den Standort noch wechseln, weil irgendwo in überlauter Hörweite dann doch ziemlich penetrant und unfair kommentiert wird. Meist ist das Problem 10 oder 15 Meter weiter dann behoben.

    Mit unfair meine ich all die Äusserungen, die sich aus einer grundsätzlichen Antipathie meist gegen den Verein als solchen, oder gegen einzelne Spielerinnen (aufgrund ihrer „Geschichte“) speisen. Bein Pokalhalbfinale gegen München zB gab es immer wieder aus einer Ecke solches laute Geschimpfe – Geldklub etc etc. Uns nervt das, weil es hindert, dass man auch die richtig guten Leistungen der Gegenerinnen überhaupt erstmal wahrnimmt! Wenn man als Zuschauer kommt und von vornherein eine komplett gefärbte Brille hat, sieht man doch nur die Hälfte! Aber ich schau mir doch deswegen doch so ein Spiel an, um mitzufiebern, wie da zwei Mannschaften, so gut wie sie es können gegeneinander antreten.

    Mein Herz schlägt besonders im Stadion für Turbine und ich ärgere mich bei Fehlern von den Turbinen, bange bei besonders guten Spielzügen der Gegegnerinnen und bin genervt von „falschen“ Schirientscheidungen. (Übrigens bin ich zB überzeugt, dass dem Bayern Ausgleich beim Pokalfinale ein Handspiel im 11er vorausging – ich meine es live genau gesehen zu haben, wenn es auch im TV später nicht so zu erkennen war…) Aber sowas hakt man dann im Stadion eher mit einem lustigen oder gequälten Spruch ab, je nach Geschmack. Und da gibts auch viele Fans, die das perfekt beherrschen: Wir amüsieren uns immer wieder (ganz positiv gemeint!) über tief empfundene Stoßseufzer wie: „Junge, Junge, Junge“ und „Mann, Mann, Mann“.

    Hätte Turbine nicht soviele Fans, wäre die Wahrscheinlichkeit für einige „Störenfriede“ nicht so gross – das eine bedingt eben das andere. Während eines Spiels da Einfluss zu nehmen ist nach meiner Erfahrung wenig zielführend. Es wäre schon sinnvoll, ausserhalb des Spiels, innerhalb der Fanclubs mal über die oder andere Position mancher Leute zu reflektieren.
    Es macht viel mehr Spass, den eigenen Verein anzufeuern und mitzufiebern, wenn man die objektiven guten Leistungen der Anderen anerkennt.

    Und was Häme über schlechte Leistungen der Gegenerinnen betrifft: Das ist sowieso komplett daneben. Man kann es zur Kenntnis nehmen, wenn Schult einen schlechten Tag hat, man darf sich drüber freuen, wenn man deswegen mal ein Tor erzielt (genauso wie man sich drüber ägern darf wenn Wolfsburg in der 94. Min noch 3 Punkte einfährt) – aber wenn man versucht, lautstark Einfluss zu nehmen, ist eine Grenze überschritten.

    Vielleicht ist das mit dem 12.Mann oder der 12. Frau dann so zu verstehen: Support ist jederzeit erwünscht und willkommen – aber dem Gegner von hinten in die Beine zu grätschen ist nicht nur unnötig (da haben die Mädels auf dem Platz viel bessere Fähigkeiten) sondern schlicht unfair. Und wenn Bernd Schröder meint, die Gelbe Karte zeigen zu müssen, muss man das in dem Fall als Tatsachenentscheidung einfach mal hinnehmen.

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  • enthusio sagt:

    Lieber Bernd Schröder, wenn ich bei Google die Stichworte „Frankfurt Potsdam Frauen“ eingebe, wird mir als erstes folgender Link angeboten:

    http://www.rp-online.de/sport/fussball/frauen/hass-duell-schockiert-den-frauen-fussball-1.3015987

    Und wenn ich dann den Bericht lese, finde ich über die Frankfurter Mannschaft bzw. den 1.FFC Frankfurt folgendes Zitat von Ihnen: „Die kommen aus einer Banken-Metropole. Das ist eine andere Philosophie, als wir sie haben“.
    Und in einem anderen Zeitungsbericht werden Sie wie folgt zitiert: „Der Hass zwischen beiden Teams ist wieder geschürt worden.“

    Damit haben Sie selbst leider unverantwortlich öffentlich Öl ins Feuer gegossen. Es wäre schön, wenn Sie sich selbstkritisch vor dem Frankfurt-Spiel von diesen wenig hilfreichen Sätzen distanzieren würden, stattdessen erneut zur Fairness aufrufen und sich auch selbst an die Gebote der Fairness halten würden. Denn was ich damals nach dem verlorenen Spiel gegen Frankfurt von Ihnen hören und lesen mußte, klang pharisäisch und selbstgerecht und entsprach nicht Ihrem (von Ihnen oft selbst zitierten) christlichen Anspruch.

    Und jetzt komme mir keiner hier im Forum mit dem abgedroschenen Satz von den „Emotionen nach dem Spiel“ ! Die Sache ist damals – nicht nur wegen Schröders Aussagen nach dem Spiel – überall extrem hochgekocht worden, aber solche Reaktionen schaden dem friedlichen Frauenfußball, der sich ja in vieler Hinsicht wohltuend vom aggressiven Männerfußball unterscheidet. Und angesichts der mickrigen Zuschauerzahlen, die das „große“ Interesse der Öffentlichkeit an solch einem Spitzenspiel in der Frauenbundesliga beweisen, ernsthaft von „Hass“ zwischen beiden Mannschaften oder den (wenigen) Fans zu reden, ist ja wohl lächerlich.

    Aber es gibt ja zum Glück auch noch schöne Nachrichten:

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  • Tom Schlimme sagt:

    In dem 1970iger Jahren war ich als Jugendlicher dabei, als der FC Bayern (Männer) bei Eintracht Frankfurt gastierte. Ich stand im Eintrachtblock, und wir riefen: „Maier, du bist nervös“!
    Das funktionierte! Der legendäre Bayernkeeper und Nationaltorwart Sepp Maier verlor mit seinem Team 6:0 in Frankfurt, ein legendäres Spiel, und ich weiß noch heute genau, dass ich in dem Gefühl nach Hause fuhr, dass ich ein kleines bisschen mitgeholfen hatte, die großen Bayern zu schlagen. Maier hatte sich einen Eckstoß direkt reinlegen lassen und auch sonst nicht gut ausgesehen. Er war wirklich nervös geworden. Ich habe bei dem Gedanken daran auch heute kein schlechtes Gewissen.

    Aber: beim Frauenfußball habe ich so etwas noch nie gemacht, und ich käme auch gar nicht auf die Idee dazu. Wieso eigentlich, wo ist der Unterschied? Nach einigem Grübeln sehe ich einige Unterschiede: es fängt mit dem Geld an, die Männerfußballer bekommen Millionen, die Frauen müssen sich meist einer Doppelbelastung mit Beruf und Ausbildung nebenher aussetzen. Mir würde es in der Seele weh tun, eine Spielerin, von der ich weiß, wie viele Opfer sie alle miteinander für ihren Sport, damit auch für uns Fans, bringen, zu verspotten, wenn sie einen schlechten Tag erwischt.

    Zweiter Unterschied: die Nähe zu den Spielerinnen. Ich finde es klasse, dass es beim Frauenfußball möglich ist, auch mal ein paar Worte zu wechseln, dass man die Spielerinnen oft sehr menschlich erlebt. Aber das verursacht bei mir dann auch eine Art „Beißhemmung“. Ich kann mir echt nicht vorstellen, wie man das hinbekommen soll, in Jöllenbeck nett kurz plaudern, und dann die gleiche Spielerin für einen schlechten Tag verspotten. Also mir geht das ab.

    Bei der Person Almuth Schult ist die Situation in meinen Augen noch mal ganz besonders schwierig. Ich habe gerade neulich meine Bilder von der U20-WM 2010 durchgesehen. Almuth Schult stand da für Deutschland im Tor, ist mit einer sehr guten Leistung U20-Weltmeisterin geworden. Mir schoss in den Sinn, wie schade ich es finde, dass Schult derzeit so eine Krise durchmachen muss. Ich gehöre zu denen, die ihre Auftritte in der A-Natio neulich als wirklich richtig schlecht empfunden haben. Schon im Frankreichspiel, und bei den Patzern gegen die USA habe ich in meinen Fernseher gebrüllt, so sauer war ich, und bin der Meinung, dass uns diese Keeperin bei einem guten Spiel des übrigen Teams um die Chance auf einen Sieg gegen die USA gebracht hat. So hart sehe ich das. Aber gerade weil ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt bin, dass Schult neben ihrem großen Talent auch ein Nervenproblem hat, dass sie in den Griff bekommen muss, gerade deswegen verstehe ich die Verantwortlichen von Bad Neuenahr, dass sie versuchen, ihre Spielerin vor weiterer Verunsicherung zu schützen.

    Offensichtlich hatte Schult gegen Potsdam schon wieder einen schlechten Tag. Keine Ahnung, was die Ursache ist, aber mit Spott hilft man ihr ganz bestimmt nicht aus dieser Situation. Bitte denkt an die U20-WM zurück und welches Potential Schult da gezeigt hat, und macht diese Spielerin nicht kaputt! Gerade im Tor spielen die Nerven nun mal eine noch viel größere Rolle als auf dem Platz.

    Ein Wort noch zu den üblichen Angriffen gegen Frankfurt, von wegen, wir hätten ja viel weniger Fans, deswegen könnten bei uns auch weniger aus der Rolle fallen: der 1. FFC Frankfurt hat sehr viele Fans, möglicherweise sogar die meisten im deutschen Frauenfußball überhaupt. Allerdings sind diese Fans tatsächlich nicht so enthusiastisch und schon gar nicht so reisefreudig wie eine große Gruppe Potsdamer Fans. Da hat Potsdam die Nase vorn, ganz klar. Aber mir persönlich sind die ruhigeren, sachlicheren und lieber zu Hause bleibenden Frankfurter Fans trotzdem genauso lieb wie meine Bewunderung für die Reisefreudigkeit einiger Potsdamfans groß ist. Gegen Unterstellungen, wir Frankfurter hätten weniger Herzblut für unser Team, muss ich uns aber in Schutz nehmen, das erlebe ich anders. Ich möchte auch nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass von Frankfurter Fanseite auch in Zukunft immer alles fair und sportlich gehandelt wird, bin aber stolz darauf, dass das fast immer so ist und appelliere an alle: überdenkt noch mal, ob Spott gegen eine junge Nationaltorhüterin, die gerade in einer Krise steckt, wirklich in Ordnung ist. Almuth Schult ist eben nicht Sepp Maier. Der musste das abkönnen, dazu stehe ich heute noch, aber im Frauenfußball ticken die Uhren anders, und genau deshalb bin ich ja inzwischen auch im Frauenfußball gelandet!

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  • Sokrates sagt:

    @ Tom Schlimme: Kluge Bemerkungen zur Psychologie von Almuth. Ich halte sie auch für eine begabte Torhüterin, wenngleich ich sie bei der U20-WM in Deutschland 2010 – mit Ausnahme des Finales, in dem sie fehlerfrei war und einen sicheren Eindruck ausstrahlte – nicht so stark gesehen habe wie du und ich in der Tat Super-Talent Felix für die legitime Nachfolgerin von Natze halte. Aber man sollte vorsichtig mit dieser jungen Frau aus Bad Neuenahr umgehen, die zur Zeit durch eine schwierige sportliche Phase geht – auch wenn sie eine Person des öffentlichen Lebens ist. Ich kenne Almuth nicht persönlich, aber vielleicht ist sie ein sehr sensibler und übermäßig ehrgeizer Mensch, der mit dem öffentlichen Druck und eigenen schlechten Leistungen (noch) nicht gut umgehen kann und sich vielleicht auch selber zu sehr unter Druck setzt. Nicht jede Torhüterin ist eine „coole Sau” und ein geborener Champ wie Felix.

    Man kann sicherlich die Frage aufwerfen, warum sich Schröder (erst) jetzt öffentlich kritisch zu einigen Turbine-Fans äußert und dies nicht schon früher nach einigen viel schlimmeren Vorfällen im Karli gegenüber Frankfurtern oder dem „Flugblatt-Anschlag” auf Dietrich in Frankfurt 2008 getan hat. Aber ich würde ihm deswegen nicht unterstellen, dass er sich bei Neid einschleimen wollte. Auch Schröder musste vielleicht Lernprozesse durchlaufen und es ist besser spät als nie kritisch auf Distanz von einigen Fans des eigenen Vereins zu gehen. Außerdem ist sein Verhältnis gegenüber Bad Neuenahr verständlicherweise persönlich nicht gestört wie zu den Frankfurtern, die ihm fast eine ganze Mannschaft abgeworben und immer wieder zum Neuanfang gezwungen haben, der ihm auf bewundernswerte Weise jedes Mal gelungen ist.

    Der Hinweis, dass es im MF noch viel schlimmer zugeht als im FF im Allgemeinen und im Karli im Besonderen, ist kein Trost, weil wir im FF uns ohnehin nicht am MF orientieren. Übrigens kommt eine Legende und Ikone der Turbine-Fans von den Männern der Hertha und auch einige Fans vom BFC Dynamo kommen anscheinend zu den Heimspielen ins Karli.

    Sheldon sagt:
    25. März 2013 um 18.22 Uhr
    Mir ist diese Fokussierung auf die Potsdamer etwas zu einseitig, auch wenn sowas natürlich nicht geht.

    Allerdings gibt es so etwas auch in anderen Stadien. Ich kann mich beispielsweise an wüste Beschimpfungen und Pfeifkonzert der Frankfurter gegen Tabea Kemme, einer damals 18-jährigen Schülerin erinnern, nach ihrer “Tätlichkeit” gegen Garefrekes, nicht nur von den Fans, sondern auch von der Frankfurter Presse und insbesondere damals von Kahlert, der die Stimmung noch künstlich hochgetrieben hat.

    Ich bin gespannt, ob es dieses Mal anders wird, nachdem Kemme ja alles Mögliche unterstellt wurde nach dem Hinspiel von Fans (auch hier!) und Presse, von wegen Revanchefoul gegen Bajramaj.

    Da soll sich bei aller berechtigten Kritik auch mal jeder an die eigene Nase fassen.

    […]

    Es gab noch nie ein Pfeifkonzert und wüste Beschimpfungen gegen Kemme durch FFC-Fans. Beim „Skandalspiel” im Karli im August 2010 wurde nicht Kemme nach ihrem Ballwurf gegen KG ausgepfiffen, sondern KG wurde als Opfer bei jedem Ballkontakt von Potsdamern ausgepfiffen und ausgebuht bis zum Spielende. (Dass du Kemmes Aktion nur als „Tätlichkeit” in Anführungszeichen gelten lässt, verrät viel über deine Gesinnung oder zeigt einmal mehr, welch übler Provokateur du bist.) Beim Rückspiel gab es nicht eine einzige laute Unmutsäußerung gegen Kemme im Frankfurter Stadion. […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • wrack sagt:

    @ Detlef: „WARUM hat er sonst ausgerechnet gestern die eigenen Fans kritisiert???“

    Du solltest einmal Schröders Kommentare genau lesem. Er hat nicht DIE eigenen Fan kritisiert, sondern dies differenziert. Du solltest diesbezüglich deine eigenen Worte lesen:

    „…und dann gleich alle TURBINE-Fans in einen Topf zu werfen, und durch den Kakao zu ziehen, daß ist nicht in Ordnung!!!“

    Nein, Schröder meinte nicht DIE Turbine-Fans, sondern vermutlich die „“bösen Krawallmachern”“ (Detlefs Worte), also auch dich. Also ziehe doch bitte die anderen Fans nicht zu dir ins Boot.

    Und ich sehe nicht, wie Almuth Schults eigener Ärger über ihre Leistung die Verhöhnung rechtfertigen könnte. Natürlich, verglichen mit den Ausfällen im MF erscheint der genannte Satz weniger schlimm. Und wahrscheinlich steht Schult da drüber.
    Aber es ist peinlich für den fairen FF. Jede Reise, ob in die richtige oder falsche Richtung, beginnt mit einem Schritt. Ich finde, man sollte den Anfängen wehren und diese am Sonntag gezeigte Handlungsweise als das benennen, was sie war: Eine Verhöhnung des Gegners. Als unsportlich. Als unfair. Und wenn jemand sein Recht fordert, sich auf dem Fußballplatz gegenüber seinen Nächsten anders zu benehmen als im normalen Leben, bitte geht doch zum MF. Und jammert dort bei der nächsten Gedenkfeier für den nächsten Robert Enke, wie rücksichtslos doch der professionelle Fußball und seine Macher sind.

    Ich schließe mich @Balea an: „Es macht viel mehr Spass, den eigenen Verein anzufeuern und mitzufiebern, wenn man die objektiven guten Leistungen der Anderen anerkennt.“

    Deswegen wurde ich Fan des FF. Schröder hat gestern durch seine Kritik BEI MIR einiges an Sympathie für Potsdam zurückgewonnen, welche einige, wenige Fans in diesem Forum zuvor über viele Monate strapaziert haben.

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  • istdochegal sagt:

    Oh mein Gott, was hier wieder rumdiskutiert wird über eine, wie ich schon in meinen beiden obrigen Kommentaren verlauten ließ, nach meiner Meinung, absolute Banalität. Socrates fordert sogar Stadionverbote und den Ausschluss von Fanbusfahrten. Jeder Fan/Anhänger einer Mannschaft hat naturgegebenermaßen eine mehr oder weniger gesunde Abneigung gegen die Konkurrenz, welche sich dann in einer dem Individuum entsprechendem Form wiederspiegelt und solange wir hier nicht über extrem persönlich anfeindende/rassistische Äußerungen, bzw. Handgreiflichkeiten gegen Spielerinnen, Trainer, Fans etc. reden, sollten wir aber mal gehörig die Kirche im Dorf lassen. Wo an dieser Stelle drastische Sanktionen gefordert werden, gibt es im Männerfussball, Eishockey, Basketball, etc. ein müdes Lächeln und nicht einmal eine Reaktion von entsprechend Betroffenen. Und all jene, welche hier wieder einmal auf den Turbinefans rumhacken, welche ach so schlimmen Anfeindungen doch von diesen kommen, sollten jetzt einmal ganz ehrlich sein und zugeben das Sie im innersten kein Deut besser sind. Jeder Anhänger seines bevorzugten Teams verteufelt im stillen Kämmerchen die Spieler, Trainer, Fans etc. des Gegners/Erzrivalen etc. mal mehr mal weniger. Also an alle Moralapostel hier die Bitte, sich einmal selbst zu hinterfragen und vielleicht einfach mal einzugestehen das wir in der Hinsicht alle gleich sind, nur mit dem Unterschied das die einen besser dazu in der Lage sind Rational abzuwegen was ich wann und wo von mir gebe. DANKE!

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  • Winter sagt:

    Schade, das es die Daumenfunktion nicht mehr auf WS gibt. Wäre wirklich interessant.

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  • noworever sagt:

    @balea, @Tom Schlimme, @Sokrates, @wrack

    vielen dank für die beiträge aus einer etwas mehr distanzierteren und damit mehr neutralen perspektive … einer sichtweise, die nicht auf feindbildern eines bösen ‚anderen‘ beruht … und dafür dem raum eines gemeinsamen wirs den so (ge)nötig(t)en ’spielraum‘ gibt.
    es ist etwas sehr herz-erfrischendes an solch menschlichen ‚regungen‘ teilzunehmen … gerade hier auf diesem forum, wo es leider allzu oft regel(ge)recht unmenschlich zugeht …

    … ach ja – chapeau!* – bernd schröder!

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  • Lattenrost sagt:

    Seit langem stiller Leser hier, noch länger jedoch Turbinefan und treuer Stadionbesucher seit fast zwei Jahrzehnten möchte ich mich zu dieser Diskussion hier im Besonderen, den Turbinefans im Allgemeinen äußern.

    Zunächst einmal hat Bernd Schröder in seinem Statement differenziert und nicht alle Fans über einen Kamm geschert. Vielleicht sollten diejenigen, die sich hier am meisten darüber aufregen ebenso wie ein Teil der Turbinefans, die sich auf der Facebook-Seite des Vereins zu Schröders Beitrag auslassen, den Beitrag noch einmal ganz genau und auch zwischen den Zeilen lesen.

    Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich das Fanklientel der Potsdamerinnen über die letzten Jahre sehr verändert hat. Und selbst die härtesten und treuesten Fans können, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind, nicht von der Hand weisen, dass es vereinzelte Anhänger gibt, die bei den Spielen mit ihren Äußerungen, Rufen und ihrem Verhalten mitunter deutlich unter die Gürtellinie gehen und sich daneben benehmen.

    Seit Jahren verfolge ich die Spiele der Turbinen von der Haupttribüne. Was mich u.a. an Turbine, seiner Mannschaft und vor allem auch dem Trainer immer sehr begeistert hat war neben dem Sportlichen auch das freundschaftliche, respektvolle und einfach angenehme Drumherum, gerade auch mit den Gästemannschaften. Bernd Schröder wird nicht müde in vielen Interviews immer wieder darauf hinzuweisen, dass er vor jeder anderen Mannschaft Respekt hat. Der größte Teil der Turbineanhänger und Zuschauer folgt dem auch. Jedoch gibt es eben auch eine Handvoll „Chaoten“, die sich im Stadion nicht unter Kontrolle haben, wobei ich mir sicher bin, dass Potsdam mit diesem Problem nicht allein ist.

    Bernd Schröder weiß um die Treue und die einmalige Unterstützung der Turbinefans für seine Mannschaft und seinen Verein, auch das betont er – auch öffentlich – oft genug. Ich bin mir daher sicher, dass er mit seinem öffentlichen Statement nicht die Turbinefans als gesamtes meint, sondern die Handvoll „Chaoten“, auf die seine gemachten Aussagen auch tatsächlich zutreffen. Und jeder ehrliche und faire Turbinefan weiß, dass er damit auch Recht hat. Ich bin mir sicher, dass der harte Kern, der die Spiele zusammen verfolgt, sich sogar denken kann, welche Personen Bernd Schröder genau meint.

    Ich bin es inzwischen leid, mir die Spiele von der Haupttribüne aus anzuschauen. Denn wenn man neben dem Hardcore-Fanblock sitzt ist es manchmal unerträglich zuzuhören, was dort teilweise auf den Rasen, Richtung Schiedsrichter, Gästebank und Gästetrainer gerufen wird. Peinlich und respektlos gegenüber Menschen, die ebenso viele Opfer für die schönste Nebensache der Welt bringen wie unsere Mannschaft, die sich ebenso bemühen, immer ihr Bestes zu geben, aber eben auch mal einen schlechten Tag haben können (sei es Spielerin oder Schiedsrichterin oder Schiedsrichterassistentin).

    Ich begrüße das Schröder-Statement und denke, dass das auf lange Sicht allen zu Gute kommt. Wenn es jetzt eine Diskussion anstößt, dann kann das nur gut sein. Hoffentlich bewirkt es etwas. Am Ende geht es uns allen doch um das Gleiche – wir wollen, dass unsere Mannschaft erfolgreich ist und guten Fußball spielt und wir wollen den Frauenfußball als Ganzen weiter voranbringen. Unflätige Beschimpfungen udn respektloses Verhalten gegenüber gegnerischen Teams bringt uns da nicht weiter, da können wir auch alle zum Männerfußball gehen (polemisch gesagt). Und die Turbinefans, die zu Recht zu den reisefreudigsten, aktivsten und engagiertesten in der Liga gehören, machen sich am Ende zum Einen durch Verhalten wie das hier angeprangerte aber auch durch den übertriebenen Aufschrei und ihr (falsches) Unrechtsempfinden („wie kann der Trainer nur sowas tun und sagen, das stimmt ja alles gar nicht, wir haben doch nur das und das gerufen“) viel selbst kaputt. Einfach mal in Ruhe drüber nachdenken, worum es Schröder geht.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    Ich bin zu 1907% bei istdochegal.
    Sind im Frauenfußball wirklich so viele Sesselpupser und Langweiler unterwegs, dass man sich jedes mal solche Diskussionen anhören muss wg. Nichtigkeiten?

    Wir in Bad Neuenahr haben einen Trainer, der gibt während des Spiel „schlimmere“ und „aggressivere“ Dinge von sich und wird dafür von uns gefeiert, weil er eben mal nicht so ein Trainer/Spieler/Fan ist, der ständig darauf bedacht ist allen gefallen zu müssen.

    Und so sehen wir es (inzwischen) auch auf der Gegengerade in Bad Neuenahr. Wir müssen und wollen gar nicht mehr irgendwelchen anderen Leuten gefallen!

    Ich glaube Almuth fasst sich an den Kopf, wenn sie mit kriegt (man weiß es ja nicht), was hier so geschrieben wird und wie sehr das ganze hochgepusht wird. Vllt. ist sie sogar peinlich berührt ob dem, was manche hier so von sich geben.

    Die Frau ist alt genug und hat auch in ihrem dennoch jungen Alter schon genug erreicht, um sich nicht von ein paar langweiligen Zwischenrufen von irgendwelchen Hanseln aus Potsdam verrückt machen zu lassen.

    Bitte mal die Kirche im Dorf lassen! Für mich ist es ein größerer „Skandal“ (obwohl das Wort nicht einmal annähernd passt), dass sich ein Bernd Schröder überhaupt zu so einer Aussage hinreißen lässt.

    Auch dieses Argument „die Spielerinnen geben so viel auf und leisten so viel“ zieht bei mir nicht! Das tun die Fans, die regelmässig ihrem Team hinterherfahren, auch, und die kriegen dafür wirklich gar nichts in Form von finanzieller Unterstützung, oder sonstigem! Im Gegenteil, man opfert Zeit, Geld und Nerven, um sein Team zu unterstützen, wo immer man auch spielt, wieviel Aufwand es benötigt etc.

    Eine Spielerin muss nicht dafür sorgen, dass sie zum Auswärtsspiel kommt. Eine Spielerin zahlt weder Anfahrt, noch Unterkunft, noch Eintrittskarte, noch Fanartikel, noch Fanaktionen etc. pp.

    Hier wird ellenlang darüber diskutiert, wie arm die Spielerinnen doch dran sind. So arm, dass Spielerinnen des FC Bayern mit vom Sponsor gestellten Audis durch die gegen fahren, während Fans sich Gedanken darüber machen müssen, wie sie möglichst günstig, aber dabei noch möglichst angenehm zum nächsten Auswärtsspiel mittwochs um 15 Uhr nach Jena kommen. Da sind wird dann auch wieder bei Anschaffungskosten für z.B. einen Bus, Spritkosten, eventuell Unterkunft, falls gewünscht. Und dann gehen auch noch 2-3 Urlaubstage flöten!

    Die Vereine sollten sich eher darüber Gedanken machen wer ihr Kapital ist! Gerade im Frauenfußball, wo die treue Anhängerschaft sowieso deutlich geringer ist, als in anderen Sportarten, oder bei den Männern!

    Jetzt werden Argumente kommen: Zuschüsse vom DFB, Fernsehverträge, Sponsorenverträge seien die Protagonisten, wodurch die Vereine am meisten einnehmen. Stimmt auch, aber ohne Fans würde sich kein Sponsor, kein Fernsehsender und auch kein Verband überhaupt für diese Sportart interessieren, das ist nunmal leider in der heutigen Zeit so.

    […]

    Ich als Fan würde mir mehr als vergrault vorkommen, käme eine ähnliche Aussage von dem Verein, den ich unterstütze!

    Es ist klar, dass man sich auch als Fan nicht alles erlauben kann, aber wg. solch einer Nichtigkeit, wie es hier der Fall war, solch eine Szene zu veranstalten, sry, das ist in meinen Augen einfach nur peinlich und lächerlich!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • noworever sagt:

    bernd schröder sprach von „einzelnen“.
    den hier geposteten gegendarstellungen zufolge, scheinen sich erstaunlich ‚viele‘ angesprochen zu fühlen …

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  • GästeFanatikerXXL sagt:

    Ich bin aktiver Fan des gestrigen Gastes des Gegners, wie man an meinem Nick ja bereits sehen kann, und habe nichts, was irgendwie unter der Gürtellinie wäre gehört.

    Grundsätzlich darf ja auch jeder frei seine Meinung äußern. Sprich freie Meinungsäußerung im Stadion, in Deutschland und hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft überall auf der Welt macht nichts.
    Meinungsäußerung macht frei.
    Ein an sich völlig harmloser Kommentar kann allerdings im entsprechenden Kontext auf einmal garnicht mehr so harmlos sein.

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  • Ina sagt:

    Noch mehr Senf dazu, weil ich viele Meinungen hier sehr enttäuschend finde.
    Mir kann keiner erzählen, dass die Rufe der Fans eine Aufmunterung von Schult bezwecken sollten, wie ich auch schon in Rechtfertigungsversuchen auf FB gelesen habe.

    Jeder, der ein Grundverständnis von respektvollen Verhaltensregeln hat (und dieses hat fast jeder, der eine gute Kinderstube hatte) weiß, dass es sich hierbei um Verspotten der Gegenspielerin handelt.
    Einige hingegen, die wohl dabei waren und vielleicht sogar mitgemacht haben erwähnten ja schon, dass die Rufe sicher nicht so nett waren, aber gleichzeitig sind eben jene Leute der Meinung, dass man es trotzdem nicht kritisieren oder verurteilen dürfe/sollte, weil es dazu trotzdem noch zu wenig ist. Es wird abgetan als „Nichtigkeit“. Es wird gemeint, dass es nicht aggressiv ist und jeder, der es verurteilt ein „Langweiler“ ist.

    Natürlich ist es nicht so schlimm wie Ausbuhen, persönliche direkte Beleidigungen oder gar Übergriffe auf eine andere Person. Es ist nur eine Kleinigkeit, jedoch ist es immer noch respektlos. Dann bin ich eben ein Langweiler.
    Wenn ich bei einem Spiel bin und nach Fanrufen ein komisches Gefühl in der Magengegend bekomme oder sogar im Alltag etwas höre, was meine Behaglichkeit beeinträchtigt, weiß ich, dass man so etwas wohl nicht rufen/sagen sollte. Bei dem Ausruf „Almuth hat den Ball“ kombiniert mit den Spielsituationen geht es mir ähnlich.

    Viele verstehen die ganze Diskussion hier nicht, weil sie diese Respektlosigkeit nicht erkennen. Ich verstehe diese Diskussion auch nicht, aber aus einem anderen Grund. Ich bin der Meinung, dass es eine solche Diskussion nicht geben sollte, weil doch eigentlich JEDER das ABC des respektvollen menschlichen Miteinanders schon im Kindergarten gelernt haben sollte, um es mal etwas albern auszudrücken. Dazu gehört auch niemanden zu verspotten, weder auf der Straße, noch im Internet, noch über Dritte, ob man ihn kennt oder nicht!
    Natürlich beeinflussen Emotionen enorm und auch das ist menschlich. Letztenendes sollte aber jeder so viel Beherrschung und Verständnis über und für seine eigenen Emotionen haben, dass sie nicht in solchen Dingen enden.
    Ich kann mir dieses Unverständnis für solche eigentlich einfachen Dinge wie respektvollem Umgang nur so erklären, dass die meisten Leute einfach schon zu abgestumpft sind. Hier wird immer gefordert, jeder solle sich an seine eigene Nase fassen. Ich fordere jetzt einfach, dass jeder sich mal wieder ein bisschen sensibilisieren sollte auf solche „Nichtigkeiten“.

    Eine Parallele zum MF zu ziehen ist vielleicht unangebracht, aber für mich heute das ideale Beispiel zu dieser ganzen Diskussion hier:
    In dem Länderspiel heute hat Manuel Neuer einmal gepatzt und daraufhin das Gegentor kassiert. Daraufhin wurde er von den Fans jedesmal, wenn er den Ball berührte erst ausgebuht und -gepfiffen, später bei jedem gesicherten Ball spöttisch bejubelt. Nachdem ich mich über das Verhalten der Fans aufregte, meinte mein Gegenüber zu mir: „Naja, das kennen wir ja schon, ist halt so!“.
    Die Dimensionen im MF sind zwar größer als im FF, der Grat zwischen Verspotten und Schlimmerem ist allerdings derselbe und er ist verdammt schmal. Ich möchte auf keinen Fall, dass im FF irgendwann dieselbe Gleichgültigkeit über solche sensiblen Dinge herrscht und sich eine Regelmäßigkeit einschleicht! Daher finde ich das Statement von Schröder, auch wenn sich jetzt viele überrumpelt fühlen und es für manche vielleicht zum falschen Zeitpunkt geschieht, verdammt richtig.

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  • Detlef sagt:

    Es ist schon merkwürdig, daß ausgerechnet die SC07-Fans sich verwundert die Augen darüber reiben,
    welche Wellen diese banale Äußerung einiger TURBINE-Fans schlägt!!!

    Nach reiflicher Überlegung komme ich zu dem Schluß, daß es wohl daran liegt, daß von Vereinsseite, und vor allem von Bernd Schröder selbst, viel zu lange zu diesem Thema geschwiegen wurde!!!
    Jetzt ist endlich der Knoten geplatzt, und nun reichte schon ein Satz wie „Almuth hat den Ball“, um endlich mal das zu sagen, was eigentlich schon längst überfällig gewesen war!!!

    Und jetzt haun hier alle in die gleiche Kerbe, denn es geht hier ja eigentlich schon längst nicht mehr um das was Sonntag in Bad Neuenahr passiert ist, sondern es geht um das was schon lange einmal gesagt werden mußte!!!

    Irgendwer meinte sogar, daß Bernd Schröder erst einen Lernprozeß durchmachen mußte!!!
    Na klar, der Mann ist seit über 40 Jahren im Geschäft, und hat erst jetzt gelernt, daß man Spielerinnen vor üblen Pöbeleien und wüßten Beschimpfungen schützen sollte???
    Da glaube ich doch lieber wieder an den Osterhasen!!!

    Und wenn Almuth wirklich so ein Sensibelchen wäre, wie Tom und ein paar andere hier vermuten, dann hätte sie es wohl nicht mal zur Stammtorhüterin in Magdeburgs Zweitligamannschaft gebracht!!!
    Aber sie ist jetzt nicht nur Stammtorhüterin eines Erstligaklubs, sondern im Moment sogar die wahrscheinliche Nachfolgerin von NADZE!!!
    Die Hackordnung ist in einer FF-Mannschaft sicher nicht geringer als bei den Männern!!!
    Wer sich da durchsetzen will, braucht auch starke Nerven!!!
    Diese wird Almuth jetzt auch brauchen, um sich aus ihrer derzeitigen Formkrise noch rechtzeitig vor der EM herauszuziehen!!!
    Das bisschen Schadenfreude der TURBINE-Fans muß sie da schon aushalten!!!
    Wenn nicht, ist sie fehl am Platz!!!

    Silke Rottenberg hat von TURBINE-Fans mal Socken geschenkt bekommen, weil sie sich in einem Interview darüber beklagt hatte, daß sie im KARLI kalte Füße bekommen hat!!!
    Sie hat sie mit einem verschmitzten Lächeln entgegengenommen!!!
    Die Spielerinnen haben viel mehr Humor als ihnen hier zugetraut wird!!!

    wrack schrieb;
    „Jede Reise, ob in die richtige oder falsche Richtung, beginnt mit einem Schritt. Ich finde, man sollte den Anfängen wehren und diese am Sonntag gezeigte Handlungsweise als das benennen, was sie war: Eine Verhöhnung des Gegners. Als unsportlich. Als unfair.“

    Ich gehe jetzt also nie mehr in ein Stadion, denn ich könnte ja auch in die falsche Richtung gehen!!!
    Deine Vergleiche sind einfach ein schlechter Witz!!!
    Robert Enke hatte eine schlimme Krankheit, daß kannst Du doch nicht im Ernst mit Almuth vergleichen!!!

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  • enthusio sagt:

    Detlef, Du hast offensichtlich nichts verstanden. Der letzte Absatz Deines Beitrags läßt das vermuten. Schade !

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  • wrack sagt:

    @ Detlef: „Robert Enke hatte eine schlimme Krankheit, daß kannst Du doch nicht im Ernst mit Almuth vergleichen!!!“

    Jeder, der meinen Beitrag lesen kann, wird den von dir unterstellten Vergleich nicht finden. Ich habe geschrieben:

    „Und wenn jemand sein Recht fordert, sich auf dem Fußballplatz gegenüber seinen Nächsten anders zu benehmen als im normalen Leben, bitte geht doch zum MF. Und jammert dort bei der nächsten Gedenkfeier für den nächsten Robert Enke, wie rücksichtslos doch der professionelle Fußball und seine Macher sind.“

    Es ist einfach nur noch peinlich.

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  • stoner sagt:

    1. Die russischen Fäuste flogen nicht in der Oblast Moskau sondern bereits 2004 in der ersten UEFA Cup Saison am Vortag des allerersten Turbine UEFA Cup Auswärtsspiels in Voronesh. Im übrigen völlig unprovoziert beim Stadtbummel.

    2. Unabhängig davon was tatsächlich am vergangen WE gerufen wurde, sind die Worte überfällig. Potsdam hst ein Fanproblem und das seit Jahren. Im Karli manchmal schon schwer erträglich weiß man bei Auswärtsspielen manchmal nicht, wo man sich verstecken soll, um nicht mit diesem – sich fernab von jedem Fußball Sachverstand bewegenden – Gepöbel in Verbindung gebracht zu werden. Deswegen bleibe ich – wie der größte Teil derjenigen, die als erste Turbinefans regelmäßig auswärts dabei waren – inzwischen zu Hause.

    3. Glaubhaft kann sich nur ein Fanclub von diesen Geschichten distanzieren, da die größten Schreihälse – z.B. der Recipient der russischen Fäuste – Mitglied im anderen sind oder ihm zu mindestens nahe stehen.

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  • noworever sagt:

    @Detlef

    bei deinen (werte)vorstellungen braucht man sich wirklich nicht zu wundern, dass die welt so ist, wie sie ist. (und, wenn nichts bahnbrechendes dazwischen kommt, auch noch ne weile sich so treu bleibt)

    in deinen augen ist bernd schröder wohl auch (wie almuth) einfach nur ein „sensibelchen“? (klar, passt ja auch völlig zu ihm)
    … nej, halt! – sorry, du hattest ja schon eine erklärung für (s)ein verhalten, dass sich dir nicht zu erschließen scheint:
    „Ich wage es kaum zu denken, aber mir kommt es so vor, als ob er sich bei der Bundesgöttin einschleimen will/wollte, da er sie ja explizit in seinem “Statement” mit eingebunden hat???“

    vielleicht solltest du doch ein wenig mehr auf dein sog. herz hören … im gegensatz zu deiner umgangssprache kommt diese kommunikationsweise allerdings ganz ohne deine geliebten 3-fachen ausrufe!!!-zeichen aus.
    … andererseits scheint dein 3-fach ausrufe-zeichen-verhalten auch wiederum nur von der kalamität zu zeugen in der du dich damit manöveriert hast:
    die sprache des herzens kann durch 3-fach-ausrufe-zeichen nicht ‚aktiviert‘ werden – da kann man noch so laut ausrufen, sie äußert sich einfach nicht … und bleibt dafür lieber … still.

    @Ina
    danke für deinen beitrag 🙂

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  • ellisvau sagt:

    Danke, Ina, für den treffenden Beitrag.
    Danke, Bernd Schröder.

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  • istdochegal sagt:

    @stoner

    Wenn ich deinen Kommentar lese muss ich aber auch ein, zwei Dinge hinterfragen. Man kann zu dem Statement von Bernd gerne Stellung nehmen wie man es für richtig hält, da sehe ich kein Problem, deswegen ist das ja hier solch eine muntere Diskussion und dein Standpunkt hast du ja klar gemacht. Jedoch Aussagen wie: „Deswegen bleibe ich – wie der größte Teil derjenigen, die als erste Turbinefans regelmäßig auswärts dabei waren – inzwischen zu Hause.“ lassen mich nur den Kopf schütteln. Erstens, ein echter Turbinefan lässt sich nicht aufgrund von Ein, Zwei Idioten davon abhalten sein Team auch auf fremdem Platz zu supporten und was in diesem Fall noch schlimmer ist, du vergibst damit auch die Möglichkeit an der nach deiner Ansicht nicht tollerierbaren Situation selbst etwas zu ändern. Lieber verkriechst du dich dann irgendwo in einer Stadionecke, wo du nichts mehr hörst. Wenn da wo ich im Karli sitze mir jemand persönlich mit irgendwelchen dummen Sprüchen/Äußerungen in Richtung von wem auch immer kommt, dann bekommt er notfalls auch mal von mir ne kleine Standpaucke aller „lass den Scheiß“. auch wenn es vieleicht nicht die vornehmste Wortwahl ist.

    Auch folgende Aussage von dir: „Glaubhaft kann sich nur ein Fanclub von diesen Geschichten distanzieren, da die größten Schreihälse – z.B. der Recipient der russischen Fäuste – Mitglied im anderen sind oder ihm zu mindestens nahe stehen.“ finde ich nicht wirklich schön. Turbineadler oder Turbinefans, diese Ressentiments unter den beiden Fanclubs finde ich einfach nur albern, beide wollen das Team so gut wie möglich unterstützen, sich jetzt hier hinzustellen und zu sagen mein Fanclub ist besser als der andere bzw. gibt glaubwürdigere Statements ab als der andere, zeugt von Engstirnigkeit und lässt mich sogar vermuten, das du aktuell nur aus diesem Grund den Standpunkt pro Schröder-Aussage vertrittst, weil du vielleicht die Hoffung hegst das der von dir ungeliebte Fanclub mal eins von den Vereinsverantwortlichen auf Dach bekommt.

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  • Sheldon sagt:

    @Ina: Du übersiehst eins beim Vergleich mit Neuer: Es waren die eigenen Fans, die ihn ausgebuht haben. Und wieso? Weil sie einfach stinksauer waren. Viele von denen haben viel Geld bezahlt für dieses Spiel und sie kamen sich einfach nur verarscht vor. Ich hätte das genauso gemacht. Neuer hat Kasachstan wieder ins Spiel gebracht und damit fast einen sicheren Sieg noch zunichte gemacht.

    Jeder von euch, der den Klempner oder den Tischler ins Haus bestellt, erwartet, dass dieser seine Arbeit ordentlich macht, denn ihr bezahlt ihn schließlich dafür. Wenn er seine Arbeit nicht ordentlich macht, beschwert ihr euch dafür und werdet ihn womöglich nicht wieder kontaktieren.

    Was unterscheidet hier Profifußball von anderen Dienstleistungen? Meines Erachtens gar nichts. Die Fans, die ins Stadion gehen, bezahlen für sie Eintritt, Eintritt, von dem nicht nur, aber auch die Gehälter der Spielerinnen bezahlt werden. Das bedeutet, ich als Fan bin dafür mitverantwortlich, dass diese Spielerin die Chance bekommt, auf diesem Level zu spielen. Dementsprechend habe ich auch ein Anrecht auf eine gewisse Leistung.

    Meines Erachtens hatten die Sprüche, die Sonntag zu hören waren, nicht nur was mit dem Auftreten von Schult da zu tun, sondern waren auch noch Nachwirkungen vom Algarve-Cup. Man war sauer, dass sie die N11, die man selbst unterstützt, um den verdienten Lohn, den Sieg beim Algarve-Cup gebracht hat. Man war sauer, dass sie die N11 um den Sieg gegen Frankreich gebracht hat. Und man war genauso sauer, dass sie Sonntag genau da weiter gemacht hat.

    Ich kann deswegen gut verstehen, wieso hier SC07-Fanatiker diese Sache herabspielt, denn ich kann mir gut vorstellen, dass die Bad Neuenahr-Fans ebenfalls einen Riesenhals hatten bezüglich Almuth Schults Leistung.
    Und ich kann auch die Potsdam-Fans sehen. Da fährt man zum Auswärtsspiel in der Bundesliga und muss vom Gegner so eine Vorstellung ertragen. Natürlich ist man dann sauer, dass man sich so etwas auch noch antut.

    Wir sollten bei aller Liebe nicht vergessen: Diese Spielerinnen sind Profis, das heißt, sie machen das auf dem Spielfeld nicht zum Spaß, sondern sie arbeiten dort, sie verdienen ihr täglich Brot. Und da spielt es keine Rolle mehr, dass die Frauen soviel weniger verdienen als die Männer. Ich kann mir vorstellen, das manch ein Potsdam-Fan, der mitreist, selbst weniger als eine Bad Neuenahr-Spielerin verdient. Natürlich erregt das dann Unmut, wenn man sieht, wie so eine Spielerin monatelang nahezu keine Leistung bringen darf und dafür auch noch im Fernsehen gezeigt wird, während er selbst 40 Stunden auf dem Bau arbeiten muss, vielleicht keinen Kündigungsschutz hat (bei jedem kleinsten Fehler rausgeworfen werden kann) und am Ende sogar noch weniger auf dem Kontoauszug hat.

    Es soll keine Entschuldigung sein, aber diese Wut ist dieselbe Wut, die wir allerorts bei den Bänkern sehen: Dass nämlich Menschen in dieser Republik für keine Arbeit auch noch großzügig bezahlt werden, während andere Menschen Vollzeit arbeiten und nicht mal genug zum Leben haben. Sie ist normal.

    Man muss sich entscheiden, ob man eine große Familie sein will oder ob man Profifußball haben möchte. Wenn man sich für Profifußball entscheidet, dann lebt Schröder in einer Traumwelt. Denn spätestens dann, wenn man Eintrittsgelder nimmt, muss es dafür eine Leistung geben, die dem angemessen ist. Und dann hat der Fan genauso das Recht, sich zu beschweren wie bei jedem anderen Dienstleistungsjob.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Sheldon:

    „Viele von denen haben viel Geld bezahlt für dieses Spiel und sie kamen sich einfach nur verarscht vor.“ – Quatsch

    „Neuer hat Kasachstan wieder ins Spiel gebracht und damit fast einen sicheren Sieg noch zunichte gemacht.“ – Quatsch

    „Dementsprechend habe ich auch ein Anrecht auf eine gewisse Leistung.“ – Totaler Quatsch

    „Da fährt man zum Auswärtsspiel in der Bundesliga und muss vom Gegner so eine Vorstellung ertragen.“
    – Ah ja, die Potsdam-Fans fänden es sicherlich besser, wenn Bad Neuenahr so gut ist, dass sie 5:0 gewinnen würden.

    „Diese Spielerinnen sind Profis“ – Nein, eben nicht!

    „Natürlich erregt das dann Unmut, wenn man sieht, wie so eine Spielerin monatelang nahezu keine Leistung bringen darf“- Mal wieder eine dieser Beleidigungen…

    Darüber hinaus würde ich neben einem Stadionbesuch auch mal den Besuch eines Bob- oder Rodelrennens bzw. eines Skisprung-Wettbewerbs vorschlagen, dann würde manch TV-Theoretiker vielleicht auch merken, dass das keine „Kurzsportarten“ sind.

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  • Karl sagt:

    Da es den Daumen hoch nicht mehr gibt – volle Unterstuetzung fuer die Beitraege von Ina, Noworever , Wrack , und Marcus Juchem. Da hab ich nichts mehr hinzuzufuegen . Und natuerlich Hut ab vor Bernd Schroeder.

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  • Ina sagt:

    @Sheldon

    Ich habe nichts übersehen. Ich habe ja geschrieben: „… daraufhin wurde er von den Fans…“. Ich habe damit natürlich die eigenen Fans gemeint und bewusst eine Hervorhebung des Wortes „eigenen“ ausgelassen.
    Dass du das jedoch als Gegenargument verwendest zeigt mir jedoch leider, dass du meine Meinung zu dem Thema nicht verstanden hast. Es tut für mich nichts zur Sache, ob es die eigenen Fans sind oder die Fans auf der anderen Seite. Es ist und bleibt respektlos und unfair. Mir ging es viel eher darum, dass solche Dinge wie gegen Schult oder Neuer als harmlos angesehen werden, was sie in meinen Augen nicht sind.
    Es mag dir und anderen vielleicht utopisch vorkommen, aber ich glaube daran, dass beides möglich ist: Professionalität im Fußball und respektvollen Umgang miteinander.
    Natürlich hat der Fan das Recht sich zu beschweren, weil er Geld, Mühe und Zeit investiert, aber der Ton macht die Musik und leider klingt diese Musik (nicht nur im Fußball, leider auch im Alltag) viel zu oft unerträglich.

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  • Sheldon sagt:

    @Markus Juchem: Vielleicht sollten sie sich erst einmal O-Töne vom gestrigen Spiel anhören (insbesondere Neuer), bevor sie alles mit Quatsch titulieren.

    Neuer hat selbst gesagt, dass er die Kasachen dadurch wieder ins Spiel gebracht hat und war selbstkritisch genug. An den FB-Einträgen einiger Leute, die zum Teil gestern im Stadion waren, kann man enorme Wut feststellen, selbst noch nach dem Spiel.

    Natürlich habe ich in Deutschland, wenn ich für etwas bezahle, Anrecht auf eine gewisse Leistung. Das ist überall so. Wenn ich im Kino bezahle, habe ich ein Anrecht darauf, den Film zu sehen, den ich sehen möchte. Bezahle ich im Theater, darf ich davon ausgehen, dass die Schauspieler ihre Texte können. Bezahle ich im Supermarkt, stehen mir gewisse Lebensmittel zu, für die ich bezahlt habe.
    Genauso ist es im Fußball. Eine Spielerin, die beispielsweise 10.000 Euro bekommt, muss gegenüber einer Spielerin, die 1.000 Euro bekommt, deutlich mehr Leistung bringen.
    Keine Person würde einer Spielerin, die schlechter spielt, als eine andere Spielerin, mehr Geld geben. Das ist unlogisch.

    Dementsprechend kann man an eine Torhüterin wie Almuth Schult den Anspruch anlegen, den man an eine N11-Torhüterin hat. Wenn dies nur noch von den gegnerischen Fans passiert, sollten wir uns überlegen, ob der FF wirklich zum professionellen Sport gehört. Wenn weder Neid noch Bell noch die SC07-Fans sich dazu äußern, dann ist das sehr bedenklich und führt in eine völlig falsche Richtung.

    Dass Almuth Schult in den letzten Monaten irgendeine, sportliche Leistung gebracht hat, sollten sie mir erstmal beweisen. Das war keine Beleidigung, das war eine sachliche Feststellung.

    [Und zu ihrem letzten Punkt: Natürlich weiß ich, dass Rodeln und Bob keine Kurzzeitsportarten sind. Sowas kann durchaus schon mal über mehrere Stunden gehen. Allerdings kann man es als Kurzzeitsportart ausstrahlen, da die Qualitätsunterschiede sehr gering sind und die Besten immer erst am Ende kommen. Dadurch verkürzt sich die für den Zuschauer relevante Zeitspanne auf vielleicht 5 bis maximal 10 Minuten. Das gehört aber zum anderen Thema, daher in Klammern.]

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  • Kika sagt:

    Ich würde gern eimal eine vielleicht mehr weibliche Perspektive einwerfen. Wir sind ja beim FF.
    Der grundlegende, wenig ausgesprochene Dissens liegt vielleicht in verschiedenen Vorstellungen, wie sich der FF denn entwickeln möge. Einige weisen auf den MF hin und welche Verhaltensmuster dort akzeptiert sind. Sie wünschen sich offenbar Zuschauer, die sich nach Mustern des MF entfalten können. Einige wollen die Fairness und Toleranz, die den FF immer ausgezeichnet hat, auch bei den Zuschauern bewahren. Ich glaube, die meisten Fans, die sich am Sonntag unangenehm bemerkbar gemacht haben, waren wohl Männer. Man muss sich also nicht wundern, dass diese den FF entdeckt haben, um „gepflegt“ und nach ihren Vorstellungen ein Fußballspiel zu beobachten. Man muss da auch Verständnis haben. Für sie ist FF ein Entwicklungssport und sie wollen den Frauen nur helfen, sich weiterzuentwicklen und nicht nostalgisch auf die Jahre zurückzublicken.
    Den Nostalgikern würde ich gern sagen: Auch auf dem Feld ist es härter geworden. Sicher, Fair sollte vorgehen und ich Sesselpupserin möchte persönlich auch nicht neben Maulpupsern stehen. Trotzdem werden wir sie solange nicht los, solange der FF dem MF nacheifert oder versucht, ihn zu kopieren.
    Ob Schröder nun auf den oft zitierten Satz reagiert hat oder schlimmere Worte, weiß hier wohl keiner. Ich zähle ihn trotzdem zu den Nostalgikern. Seine Worte werden Leute wie Detlef oder SC07FanatikerXXL nicht aufhalten. Das ist schade für die Frauen, aber wohl bei der augenblicklichen Entwicklung unumgänglich. Leider sind die meisten Fans auf den Tribünen wohlmeinende Männer, die den Frauen nur helfen wollen. Erst wenn der FF andere Zuschauerschichten wie Frauen oder Familien erschließen kann und ein eigenes Gesicht bekommt, könnte die Nostalgie zurückkehren. Bis dahin müssen wir uns wohl mit rauher werdenden Sitten abfinden und uns weiter von Männern sagen lassen, wie man Fußball spielt. Vielleicht demnächst mit Schlammcatch-Einlagen in den Pausen 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Ina: Das ist ein allgemeines Gesellschaftsproblem, mit dem man im FF leben muss, wenn man den Anspruch hat, Volkssport zu sein. Das Volk ist nunmal ungebildet und unzivilisiert. Das ist und war immer so, und das kannst du nur ändern, indem du die Gesellschaft veränderst.

    Ansonsten musst du den FF zu einem Elitesport machen. Beim Hockey hört man sowas auch nicht, genauso wenig wie beim Tennis oder ähnlichem. Das sind aber auch keine Volkssportarten, die interessieren niemanden.

    Ich habe immer noch nichts Verwerfliches an diesem einen Zitat gefunden, nicht ein kleines Bisschen. Sowas hört man selbst beim Amateursport, und nicht nur das. Teilweise hört man sowas dort sogar vom eigenen Trainer und seinen Mitspielern, wenn man nen schlechten Tag hat.

    Das Problem, was wir hier haben, ist doch Folgendes: Wir haben einen Sport, der von männlichen Eigenschaften dominiert ist, dem wir nun den Anstand einer Frau beibringen wollen. Das verträgt sich nicht, genauso wenig wie es sich verträgt, wenn ein Prim kauender, unrasierter Cowboy zum Square Dance oder zur Teestunde der alten Damen geht.

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  • mrx sagt:

    Sheldon, welches Frauenfußballspiel schaust Du Dir demnächst live an?! Mich würde mal interessieren ob Du Deine Position(en) auch real vertreten würdest…

    😀

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  • Fee sagt:

    „Da es den Daumen hoch nicht mehr gibt – volle Unterstuetzung fuer die Beitraege von Ina, Noworever , Wrack , und Marcus Juchem. Da hab ich nichts mehr hinzuzufuegen . Und natuerlich Hut ab vor Bernd Schroeder.“

    Das kann ich so unterschreiben.

    Über die Beiträge eines Sheldon sollte man dagegen besser den Mantel des Schweigens legen.

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  • jochen-or sagt:

    Hei Sheldon “ Quatsch“ und „Quatsch “ und „totaler Quatsch“ ?!
    Da solltest Du mal grundlegende Überlegungen anstellen!

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  • Tim Wolf sagt:

    @ Sheldon

    Denk bitte immer noch einmal über deinen Kommentar nach bevor du auf „Kommentar posten“ klickst. Dein Theater und v.a. dein Kinobeispiel, im Grunde alle angeführten Beispiele sind völlig unsinnig. Du bezahlst an der Stadionkasse dafür, das du ein Spiel sehen darfst. Genauso wie du es an der Kinokasse tust um einen Film zu sehen. Und genausowenig, wie du an der Kinokasse das Anrecht auf einen unterhaltsamen Film hast, hast du im Stadion das Anrecht auf ein unterhaltsames Spiel. Hinzu kommt, das du im Kino jedesmal ca. 10 Euro zahlst, egal ob der Film 100 Mio. Euro gekostet hat und die teilnehmenden Schauspieler 10 Mio. Euro Gagen bekommen haben oder eben nur einen Bruchteil davon. Die von dir angeführte Prämisse bezüglich der Gehalter ist schlichtweg falsch. Leistung wird sowohl an der Kino- als auch an der Stadionkasse mit der Anzahl der verkauften Karten honoriert und nicht über den Preis der Karte. Alles Andere ist ein Irrglaube.
    Damit auch du es verstehst, ein kleines Gedankenspiel: Zwei Filme laufen in ein und dem selben Kino, einer mit mäßigen Schauspielern und ebensolcher Story und einer bei dem Beides hervorragend ist. Selbst wenn es keine Werbung für beide Filme gibt und anfänglich nur jeweils 10 Leute den Film schauen, werden 2 Wochen später, wesentlich mehr Leute den letzteren Film sehen und gesehen haben.
    Nun stell dir das Gleiche mit zwei Fusballmannschaften vor, die im selben Stadion spielen. Eine mit hervorragenden Spielern und System, eine ohne. Was glaubst du wird nach 2 Wochen, nach einem Jahr, nach zehn Jahren passieren?
    Du kannst immer ein gutes Spiel erwarten und darauf hoffen.
    Aber ein Anrecht, abhängig vom Eintrittspreis oder den Gehältern der Spieler hast du absolut nicht. Wäre dem so, wäre die Eintrittskarte für die Allianz-Arena bei einem Spiel der Bayern ein wahres Schnäppchen im Vergleich zur Karte im Karli bei einem Spiel der Turbinen.
    Denn würde man deiner Argumentation folgen, wäre es ja durchaus legitim, wenn Bayern bei mutmaßlich besserer Leistung und Gehaltskosten von ca. 112 Mio./Jahr, jetzt muss ich schätzen, dass ca. 250 fache für eine Eintrittskarte verlangen wie die Potsdamerinnen.
    Als ich das letzte Mal geschaut habe, hat die günstigste Eintrittskarte in München keine 1000 Euro gekostet.

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  • Sheldon sagt:

    @Tim Wolf: Ich habe gar nicht über die Staffelung des Preises argumentiert. Mir ist es klar, dass ich einerseits ins Potsdamer Stadion für 4 € hineinkomme, andererseits ins Duisburger Stadion für 9 €. Im Potsdamer Stadion kriege ich höchstwahrscheinlich eine bessere Leistung geboten.

    Es geht um den Preis, den derjenige verdient, den ich mir anschaue. Es ist uns doch wohl allen klar: Von einem Film mit Orlando Bloom, Keira Knightley, George Clooney, Bruce Willis, Morgan Freeman usw. darf man wohl mehr erwarten als von einem Film, wo nur irgendwelche B-Prominenz mitspielt.

    Und wenn dann so ein Film zu einem Rohrkrepierer wird, dann ist die Empörung groß.

    In den verschiedenen Bereichen wird dann auch Empörung laut, in welcher Form auch immer. Bei Filmen ist es die Goldene Himbeere, mit denen Filme und Filmdarsteller in aller Öffentlichkeit total gedemütigt werden. Beim Fußball ist es nunmal die direkte Meinung des Fans auf dem Platz.
    Es geht hier nicht darum, wieviel ich bezahlt habe, sondern DASS ich bezahlt habe.

    Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten, die ein Fan ergreifen kann, beispielsweise einfach nicht mehr zum Spiel kommen. Ich weiß nicht, ob ihr das ernsthaft als Alternative sehen wollt?!?!

    Ich verstehe euch nicht. Einerseits schreibt ihr in den Foren, dass der FF wachsen soll, dass mehr Leute kommen sollen, dass Deutschland Weltmeister oder Europameister werden soll, dass er gefördert werden soll.
    Andererseits wollt ihr die Begleiterscheinungen dieses Wachsens nicht akzeptieren. Das ist wie ein Jugendlicher, der endlich erwachsen werden will, aber dabei keine Pickel kriegen will. Wie ein Schüler, der unbedingt das Abitur haben will, aber dafür nicht lernen will.

    Im Leistungssport überleben nunmal nur die Stärksten. Mental und physisch. Das ist kein Sport für Weicheier. Jeder, die da unten auf dem Platz steht, muss klar sein, dass sie jedes Spiel 100% Leistung bringen muss, um im Leistungssport zu bestehen. Dass sie keine Schwäche zeigen darf.
    Leistungssport ist nicht menschlich, Leistungssport ist animalisch. Fressen oder gefressen werden.

    Wenn man das wirklich will, wenn man FF betreiben will, im ganz großen Stil, dann muss man das ertragen. Oberschicht-FF kann man gerne haben, aber dann hat man nunmal nur 200-500 Zuschauer pro Woche im Stadion. Wenn man das will, dann soll man es sagen.

    Es geht darum, was wir wollen. Wir können nicht alles haben. Wollen wir die Kommentare nicht, dann sind es eben nur 100 Zuschauer. Wollen wir Zuschauer, dann gibt es eben auch solche Kommentare. Ist nunmal so. Erzieht eure Kinder anders, dann wird es vielleicht mal bisschen anders werden. Aber die Gesellschaft war schon immer so und wird auch immer so bleiben, so ist nunmal die Welt!

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  • Sokrates sagt:

    @ Ina: Sehr gute Beiträge.

    @ Markus: Treffende und witzige Anmerkungen zum „TV-Theoretiker”.

    @ Sheldon: Nimmst Du Dich selber ernst? Sei froh, dass wenigstens wir deine sozialdarwinistische Deutung des Leistungssport und deine herablassenden und antidemokratischen Äußerungen über das „ungebildete” und „unzivilisierte” „Volk” nicht ernst nehmen.
    Und noch etwas: Lastet dich der liebe Gott in deinem Theologie-Studium nicht genug aus oder warum hast du so viel Zeit zum Schreiben? Ich kann gar nicht so viel lesen, wie du schreibst.
    Wenn du du als Werkstudent etwas Geld neben deinem Studium verdienen und in einen geeigneten Beruf reinschnuppern willst, könntest du mal ein Praktikum bei der Bild-Zeitung machen.

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  • noworever sagt:

    @Sheldon
    „Aber die Gesellschaft war schon immer so und wird auch immer so bleiben, so ist nunmal die Welt!“

    ob sie immer so bleiben wird, können wir nicht wissen … ich würde eher darauf tippen, dass sie sich (tiniest step by tiniest step) hin zu einem sog.’besseren‘ verändert.
    aber, das ist nicht der punkt.
    der witz bei der sache ist nämlich, dass ‚gesellschaft‘ im eigentlichen sinne ein fiktiver begriff ist … und, eine fiktion kann man alleine schon dadurch nicht verändern, weil sie sich jeder realitätsgrundlage entzieht.
    bevor sich jetzt hier ein eventuelles aufbrausen (vollends) in bewegung setzt … laß mich dies an einem ganz simplen beispiel erläutern:
    stell dir vor, du triffst einen alien(jemand von einer anderen welt) … und du erzählst ihm von der achso schlechten gesellschaft hier etc etc.
    jetzt stell dir aber vor: dieser alien hat überhaupt keine begriffsvorstellung von „gesellschaft“ – NULL ahnung was das ist … ganz einfach, weil es diese vorstellung(als definition eines gemeinsamen miteinanders) in seiner ‚welt‘ nicht gibt.
    das einzig reale/konkrete für ihn (in diesem moment) ist: ein ‚du'(sheldon) und ein ‚ich'(alien).
    da dies das einzig reale (vor-ihm-stehende) ist, ist es auch das einzige, das verändert/beeinflußt werden kann. (wenn man’s denn überhaupt möchte)
    bevor dies allzu sehr ausartet in etwas zu theoretisches/philosophisches oder thema-verfehltes, laß es mich auf den eigentlichen punkt bringen:
    wenn wir hier uns gegenseitig eingestehen, dass die sog. sitten und verhaltensweisen im fußball (egal ob ff oder mf) immer mehr verrohen … ist das auf einer gewissen ebene eine absolut richtige beobachtung.
    wenn wir aber wirklich etwas daran verändern wollen, MÜSSEN wir auf eine andere ebene wechseln … eine ebene, die absolut real ist und dadurch für ‚impulse‘ auch empfänglich ist.
    mit dem schlagwort „gesellschaftveränderung“ geht allzu oft eine vorstellung einher, dass dies nur etwas sein kann … wie z.b., eine magische alles-verändernde-geisteswelle die sich um den erdball bewegt … und dann ist alles (wieder?) gut.
    wenn wir möchten, dass sich im fanverhalten beim ff etwas ändert, geht das NUR, wenn ich etwas in meinem verhalten ändere … als da wäre, z.b.: ich höre meinen fan-nachbarn etwas einer spielerin zurufen, dass eventuell dazu beiträgt, dass die, der dieser zuruf gilt, dies nicht als so humorvoll empfindet(wie es der rufende vielleicht empfindet) … und stattdessen eher das gegenteil, als etwas schmerzliches – DANN – wenn ich mir wirklich NICHT SICHER bin … dann schließe ich mich nicht meinem nachbar an … und bin stattdessen lieber still … oder, treffe sonstige konsequenzen.
    aber – und das genau ist der punkt – allein mit diesem (so ganz einfach erscheinenden) stille-halten habe ich einen glitzekleinen possitiven beitrag dazu geleistet, dass sich im fanverhalten des ff … tatsächlich etwas verändert hat!
    dies ist nur ein einziges beispiel … aber, jeder hat (so weit er ‚ohren‘ hat zu hören) in jedem augenblick immer wieder aufs neue die gelegenheit zu reagieren … und sich zu entscheiden … entweder mit den wölfen zu heulen, oder … stille zu sein.
    sheldon, ich hoffe, du fasst dies nicht als eine ‚belehrung‘ auf … ist nur eine art selbst-reflektion … you: are my mirror 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @noworever: Das ist alles gut und schlau erkannt. Doch darum geht es mir nicht. Ich würde die Schreihälse einfach stehen lassen, wie du es vorschlägst, und eben nicht mitmachen, wie es beispielsweise ein Tom Schlimme im Bad der Menge gemacht hat (wenn ich das machen würde, wäre ich sicher schon mal irgendeinem aufgefallen ;)).

    Mir geht es hier erstmal um zwei Sachen:
    1. die Grenze zu ziehen, was man wirklich kritisieren muss. Hier geht es nicht darum, eine Meinung zu verurteilen, sondern allen Fans pauschal einen Maulkorb anzulegen. Was wird dann passieren? Die Fans werden zwar nicht mehr meckern, sie werden aber auch nicht mehr kommen.
    Ich frage mich, wieso ich solche Kommentare, wie ich sie hier gerade lese, nicht gelesen habe, als die Fans bei der WM ein riesiges Plakat hochhielten (wohlgemerkt die deutschen Fans), auf dem „Neidmare“ stand, abgeleitet von „Nightmare“ = Albtraum. Das war ein genauso wertendes Beispiel, was Silvia Neid ebenfalls ziemlich nervlich beansprucht haben wird. Aber damals war das ja alles okay, weil jeder hier die Meinung geteilt hat, dass das Spiel der Deutschen tatsächlich so war und dass dieses Mittel legitim ist.
    Seht ihr es als Lösung an, lieber leere Stadien zu haben? Hier haben alle nach dem USA-Spiel und dem Frankreich-Spiel auf Almuth Schult rumgehackt, alle, insbesondere auch so Herrschaften aus dem Frankfurter Sektor wie Michele. Da ging es darum, dass Almuth Schult nichts taugt zur N11-Torhüterin, dass Nadine Angerer deutlich besser sei und dass man doch lieber mal Lisa Weiß und Kathrin Längert testen soll. Das war also alles okay, weil die Potsdam-Fans gegen Saskia Bartusiak Betrieb gemacht haben, der sie die Fehler unterstellt haben. Da ging es ja nur darum, die eigenen Spielerinnen zu schützen und so selbst gut bei weg zu kommen.
    Und die wollen sich hier nun als Moralapostel aufspielen, weil es dieses Mal die Potsdamer Fans ihnen gleich getan haben, nur eben auf direktem Wege und nicht von hinten durch die Brust ins Auge via Internet?
    Ich möchte dann aber auch von denjenigen, die hier meinen, solche Kritik würde Spielerinnen nachhaltigen Schaden zufügen, nie wieder irgendein schlechtes Wort über irgendeine Spielerin hören. Kein „Das war ein klares Rachefoul von Kemme an Bajramaj, das hätte Rot geben müssen“ (Michele). Dann muss man sich auch das eigene Joch auflegen, unter das man die anderen knüppelt.

    Ich für meinen Teil finde, dass man damit die Relationen nicht geklärt hat. So ein Spruch, der hat nicht die Absicht, langfristig irgendjemandem weh zu tun, und das tut er auch nicht, wenn die Spielerin mental fit ist. Und da steht die Spielerin auch in der Pflicht. Selbst gegen psychische Krankheiten kann man was tun, nicht jeder muss so enden wie Robert Enke, nur weil die Fans etwas härter sind, es gibt natürliche Auswege daraus.

    Man sollte sich nicht lächerlich machen, sonst hat man, wenn es wirklich härter wird, kaum noch Möglichkeiten, die Strafen wirklich noch zu erhöhen. Man schadet damit nur dem FF, wenn man Fans dazu zwingen will, ihren Frust oder auch ihren Spaß künstlich in sich drin zu behalten.

    Und da kommen wir zum 2.: Bei einem Spiel von 1000 Leuten, da mag es vielleicht noch gehen, dem pöbelnden Fan gegenüber zu stehen und das Verhältnis aufzubessern bzw. ihm zu sagen, wo es lang geht. Fakt ist aber, dass man das spätestens ab einer Zahl von 4000-5000 Fans nicht mehr kontrollieren kann. Da kann ich zwar ins Stadion gehen und mich so verhalten, wie du es gesagt hast, aber ich werde mich in einer Umgebung aufhalten, in der ich nur noch mein direktes Umfeld selbst kontrollieren kann. Das ist sicherlich möglich und dennoch: Es sind nicht meine Kinder, über die ich eine Erziehungspflicht besitze, sondern es sind selbst denkende Menschen, die für ihr Tun verantwortlich sind.

    Wie Markus es sagt: Wenn es Einzelne gibt, die man ausfindig machen kann als Ruhestörer, kann der Verein ein Stadionverbot erteilen. Doch ich denke, dass – wenn man wirklich mit dem Maßstab rangeht, den hier viele haben – bereits Unzählige Fans aus dem Stadion geflogen wären.

    Erstaunlich ist auch, dass man noch kein einziges Wort aus Bad Neuenahr gehört hat bzgl. dieser Sache. Das zeigt doch auch, dass man dort diese ganze Sache überhaupt nicht so wild sieht und wie hier schon gesagt wurde, peinlich berührt sein wird, dass diese Dinge so hochgespielt wurden.
    Gerade in Bad Neuenahr muss man schließlich mit einem Trainer auskommen, der nach diesem Maßstab längst Stadionverbot in sämtlichen Stadien haben müsste, so wie der zum Teil auf die Spielerinnen und Schiedsrichterinnen einschreit.

    Insofern einfach mal den Ball flach halten. Wenn es wirkliche Probleme gibt, dann kann man immer noch einschreiten (so wie es beim Spiel Potsdam-Frankfurt notwendig gewesen wäre), aber man muss hier auch nicht aus ner Maus nen Elefanten machen.

    Das Spiel Jena-Bad Neuenahr war übrigens wieder souverän von Schult, nach allem, was ich gehört und gelesen habe. Es scheint, als hätte sie dieses Spiel gegen Potsdam nicht verunsichert, sondern gepusht!

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  • istdochegal sagt:

    Was für eine Diskussion, bei einigen Kommentaren finde ich, sind wir schon arg weit vom eigentlichen Thema, nämlich dem Statement vom Bernd abgekommen. Hier schlägt man sich verbal ja schon gegenseitig die Schädel ein über Werte- und Moralvorstellungen. Sollte sich in naher Zukunft vielleicht zeigen, wieso Bernd unbedingt jetzt dieses Statement abgab, wo es doch zu einem anderen Zeitpunkt gegebenenfalls angebrachter gewesen wäre, als ausgerechnet nach dem Spiel gegen den SC07, werden sich vielleicht alle Kritiker ebenso wie die Beführworter an den Kopf fassen.

    Zu diesem Thema von mir, over and out.

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  • noworever sagt:

    @sheldon:

    mir geht es um den respekt vor dem anderen (genau diesen respekt, den bernd schröder angesprochen hat) und nicht um irgendwelche vergangenen oder zukünftigen vorstellungen und phantastereien.
    diesen respekt kann ich in einem jeden moment und egal wo ich bin praktizieren … ob nun auf dem fußballplatz, der umkleidekabine oder an der würstchenbude.
    bedingung dafür ist einzig&alleine, ob ich mich selbst – oder, anders ausgedrückt – meine eigene, eigentliche stimme – respektiere.
    dafür muss ich aber erst mal in der lage sein, sie überhaupt zu hören! … denn, ist die permanente einflussnahme meiner verstandessprache so eindringlich, wird mir dieses kunststückchen nicht gelingen.
    es liegt in der natur dieser, von den ‚leuten‘ allgemein praktizierten (laut)sprache, dass sie alles was ihnen daher kommt mit viel tara und schlauheit zu übertönen versucht(!!!) … und auf ALLES eine absolut 100% ‚richtige‘ anwort parat haben.
    in wahrheit jedoch steht diese stimme, obwohl man sie an jeder beliebigen ecke hören kann, ziemlich einsam und verlassen da.
    wen dieses (oberflächliche) ‚zuhören‘ zu zufriedenstellenden ergebnissen führt – dem, sage ich: go ahead! – dive in … until you get truly sick of it! 😉
    ich habe kein prolem damit.
    noch einmal, sheldon, ob du’s glaubst oder nicht, DU kannst absolut niemanden oder irgendetwas ändern (zero chance!) … kein ff, keine bartusiak, keinen sigi, die ganze böse welt/gesellschaft etc etc – dies liegt (zum glück!) in niemandes händen – du kannst allerhöchstens (so schwer es auch fallen mag) ein glitzekleines bei-spiel geben.
    … wobei dieses ‚glitzekleine‘ für viele von uns … ein wahres ‚unding‘ darstellt.
    … it just can’t be soo simple! 🙁 😉

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  • noworever sagt:

    @sheldon

    … du verlangst z.b. „professionelle strukturen“ im ff.
    wunderbar!
    dann fang doch bitte an diese geforderten ‚professionellen strukturen‘ erst mal bei DIR einzuführen. (warum erst der ‚andere‘?)
    höre doch mal WIRKLICH auf DICH und nicht auf das, was dein verstand dir ununterbrochen vorplappert.
    ununterbrochen? – okay, jeder hat mal seine lichten momente …
    ‚lichte momente‘ fallen aber unter die katekorie ‚amateurhaft'(familienfußball) – du jedoch hast den anspruch professionelle strukturen einzuführen.
    also, bitte schön: respektiere doch mal gefälligst das, was du wirklich zu sagen hast … was deiner (eigentlichen) ‚profession‘ entspicht.
    … und, in jedem augenblick neu, ein full-time job ist … ein job, der NUR durch professionelle strukturen zu meistern ist.

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  • Sheldon sagt:

    @noworever: Ich verstehe absolut nicht, was du mir mit diesem Beitrag sagen willst. Klar unterstütze ich alles das, aber in welcher Hinsicht widerspricht es meinem Beitrag?

    Es geht hier doch darum: Da gab es einige Fans, die ein paar flotte Sprüche rausgehauen haben, weil Almuth ein paar Fehler gemacht hat. Eine Reaktion, die durchaus verständlich ist. Ob die Reaktion nun berechtigt war oder nicht, weiß ich nicht. Wenn wir es mal auf den einen Satz „Almuth hat den Ball“ eingrenzen, fällt das meines Erachtens nicht aus dem Rahmen des Erlaubten und moralisch Vertretbaren.
    Ob dieser Satz nun verletzend war, sollten wir vielleicht Schult selbst überlassen, das einzuordnen.

    Dann gibt es einen Herrn Schröder, der sich immer und immer wieder zurückgehalten hat – ob es nun die Schlägereien damals betraf, ob es das Frankfurt-Spiel betraf, ob es verschiedene andere Anlässe betraf. Nie hat man ein Wort der Kritik von ihm gehört. Dass er jetzt auspackt und den Moralisten gibt, hat sicherlich andere Gründe als das bloße Statement.
    Ich fühle mich dadurch bestätigt, dass das nicht der Auslöser allein war, wenn ich mir so SC07-Fanatiker anhöre, da es anscheinend selbst im eigenen Team bei Bad Neuenahr härter zur Sache geht als bei diesem Spruch (übrigens, wie ich vermute auch bei Potsdam auf dem Trainingsplatz).

    […]

    Dann kommen hier Diskussionen über die Gesellschaft usw. Die Gesellschaft, die vom Zeitgeist bestimmt ist, ein Zeitgeist, den doch gerade diejenigen, die hier schreiben mit ihrer Inkonsequenz heraufbeschwören. Da polemisieren sie derart dagegen, was andere tun, tun es aber selbst genauso.

    Und was kommt dabei raus, at the end of the day?? Almuth Schult zeigt gegen Jena eines ihrer seit langem besten Spiele, kassiert nur ein Gegentor, als das Spiel schon entschieden war, und Bad Neuenahr fuhr den ersten Sieg seit 3 Spielen gegen Jena, und den ersten Sieg seit insgesamt 7 sieglosen Spielen ein.

    Da kann man sich doch freuen und beruhigt sagen: „Almuth hat den Ball!“

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • noworever sagt:

    @sheldon:
    „Da gab es einige Fans, die ein paar flotte Sprüche rausgehauen haben, weil Almuth ein paar Fehler gemacht hat. Eine Reaktion, die durchaus verständlich ist. Ob die Reaktion nun berechtigt war oder nicht, weiß ich nicht.“

    … flotte sprüche sind für dich also etwas ganz normales (wohl eine art endogene reflexe) … etwas, das einfach so passiert und ja natürlich ‚völlig menschlich‘ ist … etwas, dass man bei SICH (und nicht, bei einer almuth!) NICHT zu hinterfragen braucht.
    okay … i think that’s it – ich geb’s auf.
    mein versuch, über eine gewisse vorgegebene thematik „respekt“ für (sich&) den anderen, oder „professionalität im ff“ eine quasi sheldonische brücke zu schlagen … um in die unergründlichen tiefen sheldonischen verstehens einzutauchen, darf als gescheitert betrachtet werden.
    egal – macht aber absolut nix! – kein gebrauchter tag! (niemals) – lebbe geht weider! 😉

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