Bernd Schröder kritisiert Turbine-Fans

Von am 25. März 2013 – 12.55 Uhr 71 Kommentare

Bernd Schröder, Trainer beim 1. FFC Turbine Potsdam, hat nach dem 3:0-Sieg beim SC 07 Bad Neuenahr öffentliche Kritik an Teilen der eigenen Anhängerschaft geäußert.

Unter dem Titel „Bernd Schröder: In eigener Sache“ kritisiert Schröder das Verhalten der Fans beim Auswärtsspiel im Apollinarisstadion.

Bernd Schröder

Bernd Schröder distanziert sich von Aussagen der Fans © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

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Schröder: „Distanzieren uns auf das Schärfste“
„Wir sind sehr froh über den sehr guten Auftritt unserer Mannschaft in Bad Neuenahr. Jedoch bedauern wir in gleichem Zusammenhang die vereinzelten unnötigen Rufe und Äußerungen bezüglich der Leistung der Nummer 2 der Nationalmannschaft Almuth Schult, die während des Spiels aus unserem Fanblock gekommen sind. Wir distanzieren uns von derartigen Äußerungen auf das Schärfste“, so Schröder.

Respekt vor Spielerinnen und Gegner
Dies helfe dem Frauenfußball nicht weiter. „Das hat auch immer etwas mit Respekt vor dem Gegner zu tun. Wir haben Respekt vor jeder gegnerischen Spielerin und Mannschaft.“ Mit dem Spiel seiner Elf war er hingegen zufrieden:  „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit einen sensationellen Fußball gespielt!“

Schröder: „Müssen unsere Spielerinnen schützen“
Auf Womensoccer-Anfrage präzisierte Schröder: „Als die Tore gefallen sind, haben sich unter den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid einzelne negativ über das Leistungsvermögen von Almuth Schult und ihre Leistung geäußert. Wir fanden das nicht gut, denn wir können davon ausgehen, dass jede Spielerin einmal nicht den besten Tag hat. Ich wurde dann auch von Bad Neuenahrer Seite darauf angesprochen, deswegen sind wir auch nicht damit einverstanden, wenn es Rufe gegen einzelne Spielerinnen gibt, egal ob gegen unsere eigenen Spielerinnen oder die des Gegners. Wir sind eine Liga und müssen unsere Spielerinnen und die gegnerischen Vereine schützen.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

71 Kommentare »

  • Fee sagt:

    „Da es den Daumen hoch nicht mehr gibt – volle Unterstuetzung fuer die Beitraege von Ina, Noworever , Wrack , und Marcus Juchem. Da hab ich nichts mehr hinzuzufuegen . Und natuerlich Hut ab vor Bernd Schroeder.“

    Das kann ich so unterschreiben.

    Über die Beiträge eines Sheldon sollte man dagegen besser den Mantel des Schweigens legen.

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  • jochen-or sagt:

    Hei Sheldon “ Quatsch“ und „Quatsch “ und „totaler Quatsch“ ?!
    Da solltest Du mal grundlegende Überlegungen anstellen!

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  • Tim Wolf sagt:

    @ Sheldon

    Denk bitte immer noch einmal über deinen Kommentar nach bevor du auf „Kommentar posten“ klickst. Dein Theater und v.a. dein Kinobeispiel, im Grunde alle angeführten Beispiele sind völlig unsinnig. Du bezahlst an der Stadionkasse dafür, das du ein Spiel sehen darfst. Genauso wie du es an der Kinokasse tust um einen Film zu sehen. Und genausowenig, wie du an der Kinokasse das Anrecht auf einen unterhaltsamen Film hast, hast du im Stadion das Anrecht auf ein unterhaltsames Spiel. Hinzu kommt, das du im Kino jedesmal ca. 10 Euro zahlst, egal ob der Film 100 Mio. Euro gekostet hat und die teilnehmenden Schauspieler 10 Mio. Euro Gagen bekommen haben oder eben nur einen Bruchteil davon. Die von dir angeführte Prämisse bezüglich der Gehalter ist schlichtweg falsch. Leistung wird sowohl an der Kino- als auch an der Stadionkasse mit der Anzahl der verkauften Karten honoriert und nicht über den Preis der Karte. Alles Andere ist ein Irrglaube.
    Damit auch du es verstehst, ein kleines Gedankenspiel: Zwei Filme laufen in ein und dem selben Kino, einer mit mäßigen Schauspielern und ebensolcher Story und einer bei dem Beides hervorragend ist. Selbst wenn es keine Werbung für beide Filme gibt und anfänglich nur jeweils 10 Leute den Film schauen, werden 2 Wochen später, wesentlich mehr Leute den letzteren Film sehen und gesehen haben.
    Nun stell dir das Gleiche mit zwei Fusballmannschaften vor, die im selben Stadion spielen. Eine mit hervorragenden Spielern und System, eine ohne. Was glaubst du wird nach 2 Wochen, nach einem Jahr, nach zehn Jahren passieren?
    Du kannst immer ein gutes Spiel erwarten und darauf hoffen.
    Aber ein Anrecht, abhängig vom Eintrittspreis oder den Gehältern der Spieler hast du absolut nicht. Wäre dem so, wäre die Eintrittskarte für die Allianz-Arena bei einem Spiel der Bayern ein wahres Schnäppchen im Vergleich zur Karte im Karli bei einem Spiel der Turbinen.
    Denn würde man deiner Argumentation folgen, wäre es ja durchaus legitim, wenn Bayern bei mutmaßlich besserer Leistung und Gehaltskosten von ca. 112 Mio./Jahr, jetzt muss ich schätzen, dass ca. 250 fache für eine Eintrittskarte verlangen wie die Potsdamerinnen.
    Als ich das letzte Mal geschaut habe, hat die günstigste Eintrittskarte in München keine 1000 Euro gekostet.

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  • Sheldon sagt:

    @Tim Wolf: Ich habe gar nicht über die Staffelung des Preises argumentiert. Mir ist es klar, dass ich einerseits ins Potsdamer Stadion für 4 € hineinkomme, andererseits ins Duisburger Stadion für 9 €. Im Potsdamer Stadion kriege ich höchstwahrscheinlich eine bessere Leistung geboten.

    Es geht um den Preis, den derjenige verdient, den ich mir anschaue. Es ist uns doch wohl allen klar: Von einem Film mit Orlando Bloom, Keira Knightley, George Clooney, Bruce Willis, Morgan Freeman usw. darf man wohl mehr erwarten als von einem Film, wo nur irgendwelche B-Prominenz mitspielt.

    Und wenn dann so ein Film zu einem Rohrkrepierer wird, dann ist die Empörung groß.

    In den verschiedenen Bereichen wird dann auch Empörung laut, in welcher Form auch immer. Bei Filmen ist es die Goldene Himbeere, mit denen Filme und Filmdarsteller in aller Öffentlichkeit total gedemütigt werden. Beim Fußball ist es nunmal die direkte Meinung des Fans auf dem Platz.
    Es geht hier nicht darum, wieviel ich bezahlt habe, sondern DASS ich bezahlt habe.

    Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten, die ein Fan ergreifen kann, beispielsweise einfach nicht mehr zum Spiel kommen. Ich weiß nicht, ob ihr das ernsthaft als Alternative sehen wollt?!?!

    Ich verstehe euch nicht. Einerseits schreibt ihr in den Foren, dass der FF wachsen soll, dass mehr Leute kommen sollen, dass Deutschland Weltmeister oder Europameister werden soll, dass er gefördert werden soll.
    Andererseits wollt ihr die Begleiterscheinungen dieses Wachsens nicht akzeptieren. Das ist wie ein Jugendlicher, der endlich erwachsen werden will, aber dabei keine Pickel kriegen will. Wie ein Schüler, der unbedingt das Abitur haben will, aber dafür nicht lernen will.

    Im Leistungssport überleben nunmal nur die Stärksten. Mental und physisch. Das ist kein Sport für Weicheier. Jeder, die da unten auf dem Platz steht, muss klar sein, dass sie jedes Spiel 100% Leistung bringen muss, um im Leistungssport zu bestehen. Dass sie keine Schwäche zeigen darf.
    Leistungssport ist nicht menschlich, Leistungssport ist animalisch. Fressen oder gefressen werden.

    Wenn man das wirklich will, wenn man FF betreiben will, im ganz großen Stil, dann muss man das ertragen. Oberschicht-FF kann man gerne haben, aber dann hat man nunmal nur 200-500 Zuschauer pro Woche im Stadion. Wenn man das will, dann soll man es sagen.

    Es geht darum, was wir wollen. Wir können nicht alles haben. Wollen wir die Kommentare nicht, dann sind es eben nur 100 Zuschauer. Wollen wir Zuschauer, dann gibt es eben auch solche Kommentare. Ist nunmal so. Erzieht eure Kinder anders, dann wird es vielleicht mal bisschen anders werden. Aber die Gesellschaft war schon immer so und wird auch immer so bleiben, so ist nunmal die Welt!

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  • Sokrates sagt:

    @ Ina: Sehr gute Beiträge.

    @ Markus: Treffende und witzige Anmerkungen zum „TV-Theoretiker”.

    @ Sheldon: Nimmst Du Dich selber ernst? Sei froh, dass wenigstens wir deine sozialdarwinistische Deutung des Leistungssport und deine herablassenden und antidemokratischen Äußerungen über das „ungebildete” und „unzivilisierte” „Volk” nicht ernst nehmen.
    Und noch etwas: Lastet dich der liebe Gott in deinem Theologie-Studium nicht genug aus oder warum hast du so viel Zeit zum Schreiben? Ich kann gar nicht so viel lesen, wie du schreibst.
    Wenn du du als Werkstudent etwas Geld neben deinem Studium verdienen und in einen geeigneten Beruf reinschnuppern willst, könntest du mal ein Praktikum bei der Bild-Zeitung machen.

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  • noworever sagt:

    @Sheldon
    „Aber die Gesellschaft war schon immer so und wird auch immer so bleiben, so ist nunmal die Welt!“

    ob sie immer so bleiben wird, können wir nicht wissen … ich würde eher darauf tippen, dass sie sich (tiniest step by tiniest step) hin zu einem sog.’besseren‘ verändert.
    aber, das ist nicht der punkt.
    der witz bei der sache ist nämlich, dass ‚gesellschaft‘ im eigentlichen sinne ein fiktiver begriff ist … und, eine fiktion kann man alleine schon dadurch nicht verändern, weil sie sich jeder realitätsgrundlage entzieht.
    bevor sich jetzt hier ein eventuelles aufbrausen (vollends) in bewegung setzt … laß mich dies an einem ganz simplen beispiel erläutern:
    stell dir vor, du triffst einen alien(jemand von einer anderen welt) … und du erzählst ihm von der achso schlechten gesellschaft hier etc etc.
    jetzt stell dir aber vor: dieser alien hat überhaupt keine begriffsvorstellung von „gesellschaft“ – NULL ahnung was das ist … ganz einfach, weil es diese vorstellung(als definition eines gemeinsamen miteinanders) in seiner ‚welt‘ nicht gibt.
    das einzig reale/konkrete für ihn (in diesem moment) ist: ein ‚du'(sheldon) und ein ‚ich'(alien).
    da dies das einzig reale (vor-ihm-stehende) ist, ist es auch das einzige, das verändert/beeinflußt werden kann. (wenn man’s denn überhaupt möchte)
    bevor dies allzu sehr ausartet in etwas zu theoretisches/philosophisches oder thema-verfehltes, laß es mich auf den eigentlichen punkt bringen:
    wenn wir hier uns gegenseitig eingestehen, dass die sog. sitten und verhaltensweisen im fußball (egal ob ff oder mf) immer mehr verrohen … ist das auf einer gewissen ebene eine absolut richtige beobachtung.
    wenn wir aber wirklich etwas daran verändern wollen, MÜSSEN wir auf eine andere ebene wechseln … eine ebene, die absolut real ist und dadurch für ‚impulse‘ auch empfänglich ist.
    mit dem schlagwort „gesellschaftveränderung“ geht allzu oft eine vorstellung einher, dass dies nur etwas sein kann … wie z.b., eine magische alles-verändernde-geisteswelle die sich um den erdball bewegt … und dann ist alles (wieder?) gut.
    wenn wir möchten, dass sich im fanverhalten beim ff etwas ändert, geht das NUR, wenn ich etwas in meinem verhalten ändere … als da wäre, z.b.: ich höre meinen fan-nachbarn etwas einer spielerin zurufen, dass eventuell dazu beiträgt, dass die, der dieser zuruf gilt, dies nicht als so humorvoll empfindet(wie es der rufende vielleicht empfindet) … und stattdessen eher das gegenteil, als etwas schmerzliches – DANN – wenn ich mir wirklich NICHT SICHER bin … dann schließe ich mich nicht meinem nachbar an … und bin stattdessen lieber still … oder, treffe sonstige konsequenzen.
    aber – und das genau ist der punkt – allein mit diesem (so ganz einfach erscheinenden) stille-halten habe ich einen glitzekleinen possitiven beitrag dazu geleistet, dass sich im fanverhalten des ff … tatsächlich etwas verändert hat!
    dies ist nur ein einziges beispiel … aber, jeder hat (so weit er ‚ohren‘ hat zu hören) in jedem augenblick immer wieder aufs neue die gelegenheit zu reagieren … und sich zu entscheiden … entweder mit den wölfen zu heulen, oder … stille zu sein.
    sheldon, ich hoffe, du fasst dies nicht als eine ‚belehrung‘ auf … ist nur eine art selbst-reflektion … you: are my mirror 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @noworever: Das ist alles gut und schlau erkannt. Doch darum geht es mir nicht. Ich würde die Schreihälse einfach stehen lassen, wie du es vorschlägst, und eben nicht mitmachen, wie es beispielsweise ein Tom Schlimme im Bad der Menge gemacht hat (wenn ich das machen würde, wäre ich sicher schon mal irgendeinem aufgefallen ;)).

    Mir geht es hier erstmal um zwei Sachen:
    1. die Grenze zu ziehen, was man wirklich kritisieren muss. Hier geht es nicht darum, eine Meinung zu verurteilen, sondern allen Fans pauschal einen Maulkorb anzulegen. Was wird dann passieren? Die Fans werden zwar nicht mehr meckern, sie werden aber auch nicht mehr kommen.
    Ich frage mich, wieso ich solche Kommentare, wie ich sie hier gerade lese, nicht gelesen habe, als die Fans bei der WM ein riesiges Plakat hochhielten (wohlgemerkt die deutschen Fans), auf dem „Neidmare“ stand, abgeleitet von „Nightmare“ = Albtraum. Das war ein genauso wertendes Beispiel, was Silvia Neid ebenfalls ziemlich nervlich beansprucht haben wird. Aber damals war das ja alles okay, weil jeder hier die Meinung geteilt hat, dass das Spiel der Deutschen tatsächlich so war und dass dieses Mittel legitim ist.
    Seht ihr es als Lösung an, lieber leere Stadien zu haben? Hier haben alle nach dem USA-Spiel und dem Frankreich-Spiel auf Almuth Schult rumgehackt, alle, insbesondere auch so Herrschaften aus dem Frankfurter Sektor wie Michele. Da ging es darum, dass Almuth Schult nichts taugt zur N11-Torhüterin, dass Nadine Angerer deutlich besser sei und dass man doch lieber mal Lisa Weiß und Kathrin Längert testen soll. Das war also alles okay, weil die Potsdam-Fans gegen Saskia Bartusiak Betrieb gemacht haben, der sie die Fehler unterstellt haben. Da ging es ja nur darum, die eigenen Spielerinnen zu schützen und so selbst gut bei weg zu kommen.
    Und die wollen sich hier nun als Moralapostel aufspielen, weil es dieses Mal die Potsdamer Fans ihnen gleich getan haben, nur eben auf direktem Wege und nicht von hinten durch die Brust ins Auge via Internet?
    Ich möchte dann aber auch von denjenigen, die hier meinen, solche Kritik würde Spielerinnen nachhaltigen Schaden zufügen, nie wieder irgendein schlechtes Wort über irgendeine Spielerin hören. Kein „Das war ein klares Rachefoul von Kemme an Bajramaj, das hätte Rot geben müssen“ (Michele). Dann muss man sich auch das eigene Joch auflegen, unter das man die anderen knüppelt.

    Ich für meinen Teil finde, dass man damit die Relationen nicht geklärt hat. So ein Spruch, der hat nicht die Absicht, langfristig irgendjemandem weh zu tun, und das tut er auch nicht, wenn die Spielerin mental fit ist. Und da steht die Spielerin auch in der Pflicht. Selbst gegen psychische Krankheiten kann man was tun, nicht jeder muss so enden wie Robert Enke, nur weil die Fans etwas härter sind, es gibt natürliche Auswege daraus.

    Man sollte sich nicht lächerlich machen, sonst hat man, wenn es wirklich härter wird, kaum noch Möglichkeiten, die Strafen wirklich noch zu erhöhen. Man schadet damit nur dem FF, wenn man Fans dazu zwingen will, ihren Frust oder auch ihren Spaß künstlich in sich drin zu behalten.

    Und da kommen wir zum 2.: Bei einem Spiel von 1000 Leuten, da mag es vielleicht noch gehen, dem pöbelnden Fan gegenüber zu stehen und das Verhältnis aufzubessern bzw. ihm zu sagen, wo es lang geht. Fakt ist aber, dass man das spätestens ab einer Zahl von 4000-5000 Fans nicht mehr kontrollieren kann. Da kann ich zwar ins Stadion gehen und mich so verhalten, wie du es gesagt hast, aber ich werde mich in einer Umgebung aufhalten, in der ich nur noch mein direktes Umfeld selbst kontrollieren kann. Das ist sicherlich möglich und dennoch: Es sind nicht meine Kinder, über die ich eine Erziehungspflicht besitze, sondern es sind selbst denkende Menschen, die für ihr Tun verantwortlich sind.

    Wie Markus es sagt: Wenn es Einzelne gibt, die man ausfindig machen kann als Ruhestörer, kann der Verein ein Stadionverbot erteilen. Doch ich denke, dass – wenn man wirklich mit dem Maßstab rangeht, den hier viele haben – bereits Unzählige Fans aus dem Stadion geflogen wären.

    Erstaunlich ist auch, dass man noch kein einziges Wort aus Bad Neuenahr gehört hat bzgl. dieser Sache. Das zeigt doch auch, dass man dort diese ganze Sache überhaupt nicht so wild sieht und wie hier schon gesagt wurde, peinlich berührt sein wird, dass diese Dinge so hochgespielt wurden.
    Gerade in Bad Neuenahr muss man schließlich mit einem Trainer auskommen, der nach diesem Maßstab längst Stadionverbot in sämtlichen Stadien haben müsste, so wie der zum Teil auf die Spielerinnen und Schiedsrichterinnen einschreit.

    Insofern einfach mal den Ball flach halten. Wenn es wirkliche Probleme gibt, dann kann man immer noch einschreiten (so wie es beim Spiel Potsdam-Frankfurt notwendig gewesen wäre), aber man muss hier auch nicht aus ner Maus nen Elefanten machen.

    Das Spiel Jena-Bad Neuenahr war übrigens wieder souverän von Schult, nach allem, was ich gehört und gelesen habe. Es scheint, als hätte sie dieses Spiel gegen Potsdam nicht verunsichert, sondern gepusht!

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  • istdochegal sagt:

    Was für eine Diskussion, bei einigen Kommentaren finde ich, sind wir schon arg weit vom eigentlichen Thema, nämlich dem Statement vom Bernd abgekommen. Hier schlägt man sich verbal ja schon gegenseitig die Schädel ein über Werte- und Moralvorstellungen. Sollte sich in naher Zukunft vielleicht zeigen, wieso Bernd unbedingt jetzt dieses Statement abgab, wo es doch zu einem anderen Zeitpunkt gegebenenfalls angebrachter gewesen wäre, als ausgerechnet nach dem Spiel gegen den SC07, werden sich vielleicht alle Kritiker ebenso wie die Beführworter an den Kopf fassen.

    Zu diesem Thema von mir, over and out.

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  • noworever sagt:

    @sheldon:

    mir geht es um den respekt vor dem anderen (genau diesen respekt, den bernd schröder angesprochen hat) und nicht um irgendwelche vergangenen oder zukünftigen vorstellungen und phantastereien.
    diesen respekt kann ich in einem jeden moment und egal wo ich bin praktizieren … ob nun auf dem fußballplatz, der umkleidekabine oder an der würstchenbude.
    bedingung dafür ist einzig&alleine, ob ich mich selbst – oder, anders ausgedrückt – meine eigene, eigentliche stimme – respektiere.
    dafür muss ich aber erst mal in der lage sein, sie überhaupt zu hören! … denn, ist die permanente einflussnahme meiner verstandessprache so eindringlich, wird mir dieses kunststückchen nicht gelingen.
    es liegt in der natur dieser, von den ‚leuten‘ allgemein praktizierten (laut)sprache, dass sie alles was ihnen daher kommt mit viel tara und schlauheit zu übertönen versucht(!!!) … und auf ALLES eine absolut 100% ‚richtige‘ anwort parat haben.
    in wahrheit jedoch steht diese stimme, obwohl man sie an jeder beliebigen ecke hören kann, ziemlich einsam und verlassen da.
    wen dieses (oberflächliche) ‚zuhören‘ zu zufriedenstellenden ergebnissen führt – dem, sage ich: go ahead! – dive in … until you get truly sick of it! 😉
    ich habe kein prolem damit.
    noch einmal, sheldon, ob du’s glaubst oder nicht, DU kannst absolut niemanden oder irgendetwas ändern (zero chance!) … kein ff, keine bartusiak, keinen sigi, die ganze böse welt/gesellschaft etc etc – dies liegt (zum glück!) in niemandes händen – du kannst allerhöchstens (so schwer es auch fallen mag) ein glitzekleines bei-spiel geben.
    … wobei dieses ‚glitzekleine‘ für viele von uns … ein wahres ‚unding‘ darstellt.
    … it just can’t be soo simple! 🙁 😉

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  • noworever sagt:

    @sheldon

    … du verlangst z.b. „professionelle strukturen“ im ff.
    wunderbar!
    dann fang doch bitte an diese geforderten ‚professionellen strukturen‘ erst mal bei DIR einzuführen. (warum erst der ‚andere‘?)
    höre doch mal WIRKLICH auf DICH und nicht auf das, was dein verstand dir ununterbrochen vorplappert.
    ununterbrochen? – okay, jeder hat mal seine lichten momente …
    ‚lichte momente‘ fallen aber unter die katekorie ‚amateurhaft'(familienfußball) – du jedoch hast den anspruch professionelle strukturen einzuführen.
    also, bitte schön: respektiere doch mal gefälligst das, was du wirklich zu sagen hast … was deiner (eigentlichen) ‚profession‘ entspicht.
    … und, in jedem augenblick neu, ein full-time job ist … ein job, der NUR durch professionelle strukturen zu meistern ist.

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  • Sheldon sagt:

    @noworever: Ich verstehe absolut nicht, was du mir mit diesem Beitrag sagen willst. Klar unterstütze ich alles das, aber in welcher Hinsicht widerspricht es meinem Beitrag?

    Es geht hier doch darum: Da gab es einige Fans, die ein paar flotte Sprüche rausgehauen haben, weil Almuth ein paar Fehler gemacht hat. Eine Reaktion, die durchaus verständlich ist. Ob die Reaktion nun berechtigt war oder nicht, weiß ich nicht. Wenn wir es mal auf den einen Satz „Almuth hat den Ball“ eingrenzen, fällt das meines Erachtens nicht aus dem Rahmen des Erlaubten und moralisch Vertretbaren.
    Ob dieser Satz nun verletzend war, sollten wir vielleicht Schult selbst überlassen, das einzuordnen.

    Dann gibt es einen Herrn Schröder, der sich immer und immer wieder zurückgehalten hat – ob es nun die Schlägereien damals betraf, ob es das Frankfurt-Spiel betraf, ob es verschiedene andere Anlässe betraf. Nie hat man ein Wort der Kritik von ihm gehört. Dass er jetzt auspackt und den Moralisten gibt, hat sicherlich andere Gründe als das bloße Statement.
    Ich fühle mich dadurch bestätigt, dass das nicht der Auslöser allein war, wenn ich mir so SC07-Fanatiker anhöre, da es anscheinend selbst im eigenen Team bei Bad Neuenahr härter zur Sache geht als bei diesem Spruch (übrigens, wie ich vermute auch bei Potsdam auf dem Trainingsplatz).

    […]

    Dann kommen hier Diskussionen über die Gesellschaft usw. Die Gesellschaft, die vom Zeitgeist bestimmt ist, ein Zeitgeist, den doch gerade diejenigen, die hier schreiben mit ihrer Inkonsequenz heraufbeschwören. Da polemisieren sie derart dagegen, was andere tun, tun es aber selbst genauso.

    Und was kommt dabei raus, at the end of the day?? Almuth Schult zeigt gegen Jena eines ihrer seit langem besten Spiele, kassiert nur ein Gegentor, als das Spiel schon entschieden war, und Bad Neuenahr fuhr den ersten Sieg seit 3 Spielen gegen Jena, und den ersten Sieg seit insgesamt 7 sieglosen Spielen ein.

    Da kann man sich doch freuen und beruhigt sagen: „Almuth hat den Ball!“

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • noworever sagt:

    @sheldon:
    „Da gab es einige Fans, die ein paar flotte Sprüche rausgehauen haben, weil Almuth ein paar Fehler gemacht hat. Eine Reaktion, die durchaus verständlich ist. Ob die Reaktion nun berechtigt war oder nicht, weiß ich nicht.“

    … flotte sprüche sind für dich also etwas ganz normales (wohl eine art endogene reflexe) … etwas, das einfach so passiert und ja natürlich ‚völlig menschlich‘ ist … etwas, dass man bei SICH (und nicht, bei einer almuth!) NICHT zu hinterfragen braucht.
    okay … i think that’s it – ich geb’s auf.
    mein versuch, über eine gewisse vorgegebene thematik „respekt“ für (sich&) den anderen, oder „professionalität im ff“ eine quasi sheldonische brücke zu schlagen … um in die unergründlichen tiefen sheldonischen verstehens einzutauchen, darf als gescheitert betrachtet werden.
    egal – macht aber absolut nix! – kein gebrauchter tag! (niemals) – lebbe geht weider! 😉

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