SV Meppen verzichtet auf die erste Liga

Von am 19. März 2013 – 11.59 Uhr 15 Kommentare

Nach 13 Spieltagen führt der SV Meppen die Tabelle der Nordstaffel der Zweiten Frauenfußball-Bundesliga an, doch aufsteigen will er nicht. Die Emsländer haben keine Lizenzunterlagen für die Erste Bundesliga eingereicht.

Die Vereine waren bis zum vergangenen Freitag aufgefordert, die Lizenzunterlagen beim DFB einzureichen. Der SV Meppen hat lediglich Unterlagen für die Zweite Bundesliga eingereicht.

Traditionsmannschaft der Liga
Die Fußballerinnen des SV Meppen gehören seit der Gründung der Zweiten Bundesliga zur Nordstaffel, bis vor anderthalb Jahren gehörten sie allerdings noch zum SV Victoria Gersten. Dabei gab es im Laufe der Jahre wenig Fluktuation innerhalb der Mannschaft, die sich auch vor Beginn der laufenden Saison gezielt und qualitativ gut verstärkt hat. „Es ist beachtlich, welche sportlichen Leistungen die Mannschaften aktuell zu Tage fördert, und wir sind sehr angetan von der sportlichen Entwicklung im Frauen- und Mädchenfußball des Vereins“, so Vorstandssprecher Andreas Kremer.

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Logo des SV Meppen

Logo des SV Meppen © SV Meppen

Anforderungen zu hoch
Im technisch-organisatorischen Bereich sehe man aufgrund der Infrastruktur und Stadionqualität der MEP-Arena weniger Probleme. Doch die Umstellungen im sportlichen Bereich werden als zu hoch angesehen. „Die verstärkten Anforderungen an Hauptamtlichkeit, die teils erheblichen Veränderungen in punkto Trainingsintensität für die Spielerinnen und notwendiger Aufwand im Spielbetrieb der Bundesliga hätten auch ein deutlich anderes Gesicht im sportlichen Umfeld erfordert. Heute ist der Frauenfußball beim SV Meppen nach wie vor sehr stark von den ideellen Eigenschaften und Charakteren geprägt, was in der Form im Rahmen der FBL kaum noch darstellbar gewesen wäre“, so Kremer weiter.

B-Juniorinnen in der ersten Liga
Mit den B-Juniorinnen möchte der Verein allerdings weiter in der Bundesliga spielen und die Talente im Zweitligateam weiter fördern. „Sollte sich mittelfristig dann erneut die Möglichkeit eines Aufstieges ergeben, könne die Entscheidung dann sicherlich auch eine andere sein“, erklärt Kremer.

Duell zwischen Cloppenburg und Herford
Die Meisterschaft hat man in Meppen weiterhin zum Ziel erklärt, aufsteigen würde dann der Tabellenzweite. Das ist derzeit der BV Cloppenburg, der allerdings nur einen Zähler Vorsprung auf den Herforder SV hat. Nur geringe Chancen dürfte der SV Werder Bremen haben, der weitere neun Punkte Rückstand auf die Herforderinnen hat.

 

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15 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Es ist schade, dass man das liest und die Argumentation versteht und einsehen muss, dass leider nicht anders funktioniert.

    Aber wenn man davon ausgeht, dürfte wohl auch kaum eine andere Mannschaft in dieses kalte Wasser springen, weil spätestens der Knackpunkt kommt, wenn die Mannschaft nach einer Saison wieder absteigen sollte.

    Es tut mir leid für die Spielerinnen und auch für alle im Verein, die alles geben, oben stehen und doch wissen, dass es nicht weitergehen wird.

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  • Sheldon sagt:

    Ich finde es großartig, dass Mannschaften wie Meppen diesen Finanz- und Schuldenwahnsinn des DFB nicht mitmacht. Lieber 1. der zweiten Liga als 3. der ersten Liga.

    Meppen hat ne super Jugendarbeit, und die lassen sie sich nicht kaputt machen. Sie drehen dem DFB ne lange Nase, sie zeigen, dass Tradition wichtiger ist im Fußball als Erfolg. Große Geste!

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  • FFFan sagt:

    Ziemlich ‚verquastes‘ Zeug, was der Vorstandssprecher da von sich gibt…
    Anscheinend will man in Meppen lieber im Amateurismus verharren. Schade, aber so profitiert von dieser Entscheidung ggf. eben ein Verein, der auch bereit ist, die Voraussetzungen für Bundesligafußball zu schaffen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Sheldon: Worin besteht der Finanz- und Schuldenwahnsinn? Bitte Fakten und Zahlen statt populistischer Phrasen.

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  • J. Edgar sagt:

    Im Männerfussball gibt es das doch auch einige Male. Also eigentlich nichts ungewöhnliches…

    http://www.fupa.net/berichte/profilizenz-nein-danke-top-trio-verzichtet-46911.html

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  • Sheldon sagt:

    @Markus: Die Fakten liegen auf der Hand. Allein, wenn man sich den HSV oder den FCR Duisburg anschaut, ist es klar, dass ein reiner Frauenfußballverein finanziell immer zu kämpfen haben wird.

    Wenn man sich anschaut, was aus anderen Teams geworden ist, die abgestiegen sind, dann muss man sich sagen, dass ein Jahr in die 1. Bundesliga für kleine Vereine nicht erstrebenswert ist.

    Das ging 2005/06 mit dem Abstieg und der Auflösung vom FSV Frankfurt los. 2006/07 ging es weiter mit Heike Rheine, lange Zeit fester Bestandteil der Bundesliga und der erste selbständige FF-Verein Deutschlands, wurde durchgereicht bis zur Regionalliga, wo sie bis heute festhängen. Pulheim erging es genauso, sie wurden direkt bis in die Regionalliga durchgereicht, konnten allerdings wieder aufsteigen, wo sie aber nun aus finanziellen Gründen an den 1. FC Köln angegliedert wurden. Die SG Wattenscheid musste nach ihrem Abstieg vom VfL Bochum übernommen werden. TB Berlin wurde nach dem Abstieg 2010 auch durchgereicht und musste die Mannschaft mittlerweile auflösen.
    Der FC Saarbrücken konnte nur so gerade im letzten Jahr den Abstieg in die Regionalliga verhindern.

    Viele Mannschaften schafften es nicht, sich langfristig in der 1. Liga zu halten. Viele stiegen wieder ab und kaum eine Mannschaft war dann wieder konkurrenzfähig im Kampf um den Aufstieg, zu groß war das finanzielle Loch, das durch die 1. Liga gerissen wurde. Eine ganze Reihe von Vereinen mussten sich an Männervereine angliedern, was in Meppen jedoch kaum möglich ist.

    Deswegen ist dieser Weg, den Meppen geht, vernünftig. Zumal der Zuschauerschnitt bei 200 liegt und die Sponsoren auch nicht derart groß sein dürften.
    Bei den Gehaltforderungen von Spielerinnen und Beratern in der BuLi sind da die Einnahmen nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

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  • timmy sagt:

    Find das auch eine gute Entscheidung von Meppen. Wer sich das nicht leisten kann, sollte auch nicht aufsteigen.

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  • enthusio sagt:

    @Sheldon:

    Ich verstehe aber nicht, was das mit dem DFB zu tun hat, dem Du „Finanz- und Schuldenwahnsinn“ vorwirfst. Was meinst Du damit konkret ? Für fehlende Sponsoren oder die Höhe der Gehaltsforderungen von Spielerinnen ist doch nicht der DFB zuständig.

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  • Sheldon sagt:

    Das nicht. Doch der DFB hätte die Möglichkeiten, diesen Wahnsinn zu regulieren. Stattdessen befeuert er das nur noch, indem er den Hype noch pusht und eng mit Mannschaften wie Frankfurt oder Wolfsburg zusammenarbeitet, die diesen Wahnsinn symbolisieren.

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  • noworever sagt:

    @Sheldon

    … gähn.

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  • berggruen1 sagt:

    „Die Fakten liegen auf der Hand. Allein, wenn man sich den HSV oder den FCR Duisburg anschaut, ist es klar, dass ein reiner Frauenfußballverein finanziell immer zu kämpfen haben wird.“

    War nicht ausgerechnet der HSV ein einem Männerverein angegliederter, der deshalb abgewickelt wurde, weil er zu viel Geld kostete?

    Bleiben wir einmal realistisch: Meppen, wo sich bekanntlich Hase und Ems gute Nacht sagen und rund 35000 Einwohner ihr Zuhause haben, würde es selbst in einer Bundesliga, die nicht Frankfurt (übrigens auch ein reiner FF-Verein, der sich nicht dafür schämen muss, dass er potente Sponsoren hat. Der Verein kann auch Nichts für die Schieflage der Banken.) und Wolfsburg in ihren Reihen hätte, immens schwer haben, sich zu etablieren und zu halten oder gar irgendwann einmal die Meisterschaft zu gewinnen. Dann müsste man schon eine Bundesliga etablieren, die aus Vereinen zusammengestellt ist, die die gleichen regionalen und wirtschaftlichen Bedingungen mitbringen. Andernfalls hätten grundsätzlich Vereine/Städte wie Potsdam, München, Köln, Duisburg oder auch Jena… immer die Nase ganz weit vor Meppen und Co.
    Die Frage, die sich jeder Verein, der aufsteigen kann, stellen muss, ist eben die finanzielle. Manche trauen es sich und ihrem Kader zu, andere nicht. Beide Entscheidungen haben ihre Berechtigung.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Ich könnte jeden Tag zweimal hier posten, um die Unwahrheiten richtig zu stellen, die Sheldon hier verbreitet. Dass ich es nicht tue, liegt einfach daran, dass meine Zeit zu knapp und mir zu schade ist, um sie auf diese Art zu verbringen. Das heißt jedoch nicht, dass mir die vielen Unwahrheiten nicht auffallen, mein Nichtreagieren also bitte nicht als Zustimmung deuten.

    Dies vorausgeschickt, möchte ich diesmal ausnahmsweise doch mal wieder einen der vielen krassen Fälle korrigieren. Die Geschichte beim FSV Frankfurt war damals sowas von anders, dass ich es einfach so nicht stehen lassen kann, zumal ich befürchte, dass viele aufgrund der Tatsache, dass es jetzt doch schon etliche Jahre her ist, nicht darüber informiert sind. Es war nämlich keineswegs so, dass der FSV Frankfurt, einst ein ruhmreicher Traditionsverein im Frauenfußball mit vielen Titeln, daran kaputt gegangen ist, dass er abgestiegen ist. Es war anders herum: die Frauenabteilung wurde vom Gesamtverein systematisch kaputt gemacht, sämtliche Spielerinnen verließen den Verein, dann wurden völlig ligauntaugliche Spielerinnen regelrecht gecastet und für Billiglohn verpflichtet, die dann mit grausigem Torverhältnis abstiegen. Daraufhin wurde die Frauenabteilung dann komplett ausgelöst. Also erst wurde die Abteilung kaputt gemacht, dann kam der Abstieg!

    Hintergrund des Ganzen war, dass die damals viertklassigen Männer dringend Geld für den Aufstieg brauchten, und bei den Frauen war was zu holen. Außerdem war „mann“ es wohl auch einfach Leid, dass die Frauen über so viele Jahre hinweg erfolgreicher waren als die Männer. Diese Strategie ging sogar auf, was ich sehr bedauere. Die Männer des FSV stiegen wirklich auf, sogar zweimal hintereinander, und spielen heute noch 2. Liga. Man kann das Bild verwenden, sie haben sich auf der Leiche der Frauenabteilung über den Zaun gehievt.

    Ich habe das damals sehr intensiv verfolgt, und wenn du, Sheldon, die Sache damals mitbekommen hättest, hättest du dich darüber genauso empört wie ich. Aber das war wohl vor deiner Zeit beim Frauenfußball. Jedenfalls jetzt diese Geschichte so zu verdrehen, wie du es hier tust, tut extrem weh.

    Deine anderen Behauptungen in diesem Thread sind so dermaßen Banane, dass ich nicht mehr viel dazu schreiben will. Deine Behauptung, dass der DFB eng mit dem 1. FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg zusammenarbeitet, glauben außer dir noch ca. 100 Potsdamer Fans, von denen gefühlt 50 hier im Forum schreiben, der Rest der Welt sieht den DFB zwar durchaus kritisch, aber als neutrale Distanz und nicht als Partei.

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  • noworever sagt:

    @Tom Schlimme
    leider hast du ja so recht – doch! – dies ist nicht die volle wahrheit! – obwohl du im detail recht hast, bist du einer entscheidenden tatsache auf den leim gegangen.
    hatte dies bereits schon mal früher angesprochen, verkünde es hier aber noch einmal auf deutsch:
    das synonym @Sheldon ist in wahrheit ein fake – es, d.h., der/die sich dahinter verbirgt, existiert nämlich überhaupt nicht!
    … und wurde von markus&nora nur ins gepostete leben berufen, damit hier immer ein bißchen die action abgeht.
    leider verlieren(oder wiederholen) sich die beiden mitunter so sehr in ihren illustren vorstellungen, dass es dann für viele beteiligte letztendlich doch zu langweilig wird … und sie die dargebotene kost erst garnicht anrühren.
    also markus&nora: ein bißchen mehr mäßigung würde dem geschäft sehr gut anstehen! 😉

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  • tomdo sagt:

    @Tom Schlimme

    Volle Zustimmung, sowohl was die ständigen Falschbehauptungen und Verdrehungen von Sheldon betreffen, als auch die Beerdigung der FSV-Frauenabteilung.

    Auch ich habe keine Zeit, hier dauernd korrigierend einzugreifen, und auch keine Lust auf die dann folgenden rechthaberischen Ergüsse.

    Als jemand, der Jahrzehnte dem Frauenfußball verbunden ist, ständig in ganz Deutschland zu Spielen ALLER Vereine unterwegs ist und auch entsprechende Kontakte pflege, kann ich mich nur wundern über viele hier geäußerten Behauptungen, Spekulationen, Provokationen und Feindbildern.

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  • Matze sagt:

    @noworever: gewagte These. 😉
    Und noch kein Dementi?
    Das gibt zu denken….. 🙂

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