Algarve Cup: DFB-Elf schlägt Japan

Von am 8. März 2013 – 15.06 Uhr 33 Kommentare

Nach dem Auftakt-Remis gegen Dänemark konnte die DFB-Elf ihr zweites Spiel beim Algarve Cup gegen Japan in Parchal gewinnen.

Beim 2:1 (1:1) im Estadio Municipal da Bela Vista war es Verena Faißt, die die zunächst überlegene DFB-Elf in der ersten Halbzeit in Führung brachte (7.), ehe Mina Tanaka nach einer Standardsituation der Ausgleich für die Japanerinnen gelang (18.). Dzsenifer Marozsán brachte die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid dann mit einem schönen Heber wieder auf die Siegerstraße (50.).

Bundestrainerin Silvia Neid war mit der Leistung ihres Teams zufrieden: „Wir haben gut begonnen, dann aber durch eine Unaufmerksamkeit das 1:1 erhalten. In der zweiten Halbzeit waren wir aber von Anfang an sehr dominant, und haben kaum etwas zugelassen. Wir haben auch unser aufgrund der Platzverhältnisse ein wenig geändert, das hat dem Ergebnis gut getan.“

Anzeige

Früher Führungstreffer
Anders als noch im Spiel gegen Dänemark ging die DFB-Elf diesmal von Beginn an zielstrebiger zu Werke und wurde im strömenden Regen schnell belohnt, als Faißt, die nach Vorarbeit von Célia Okoyino da Mbabi aus dem Getümmel die frühe Führung gelang (7.). Faißt kam kurzfristig zum Einsatz, weil sich bei Linda Bresonik beim Aufwärmen die Symptome einer Bronchitis verstärkten. Einem weiteren Treffer von Anja Mittag wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. „Wir wollten von Anfang an aggressiver in die Zweikämpfe gehen und ich denke, das ist uns gut gelungen“, so Nadine Keßler, die zum dritten Mal in Folge in der Startaufstellung stand.

Tanaka düpiert deutsche Abwehr
Doch die schwungvolle deutsche Anfangsphase wurde durch den Ausgleichstreffer jäh gestoppt, Tanaka nutzte eine Unsicherheit der deutschen Abwehrreihe zum Ausgleich. Und fortan vermochten die Japanerinnen immer wieder Nadelstiche zu setzen, die die Viererkette vor Probleme stellte. Luisa Wensing hatte Pech bei einem Kopfball, auch Dzsenifer Marozsán ließ eine gute Torchance aus.

 

Dzsenifer Marozsán gelang der Siegtreffer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Dzsenifer Marozsán gelang der Siegtreffer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Marozsán trifft mit Glück und Gefühl
Doch anfangs der zweiten Halbzeit gelang der DFB-Elf neuerlich ein schneller Treffer, Marozsán sah, dass die japanische Torhüterin Ayumi Kaihori ein wenig weit vor ihrem Tor stand und hob den Ball geschickt über sie zur 2:1-Führung hinweg (54.).

Schlagwörter: ,

DFB-Elf kommt mit schwierigen Platzverhältnissen gut klar
Marozsán räumte jedoch freimütig ein: „Der Heber war nicht geplant, da war viel Glück dabei, der Wind hat mitgespielt und die Flugbahn hat sich so ergeben, dass die Torhüterin ihn falsch berechnet hat. Das war ein lustiges Tor.“ Die Deutschen hatten nun auf dem vom Regen völlig durchtränkten Rasen wieder Oberwasser, dennoch blieb Japan gefährlich, etwa als Nahomi Kawasumi Leonie Maier auf und davon lief, ihr Schuss aber knapp am Tor vorbeistrich (56.).

Gute Chancen durch Peter und Okoyino da Mbabi
Doch auch die DFB-Elf hatte weitere gute Chancen, durch Babett Peter die den Ball aus aussichtsreicher Position nicht an Kaihori vorbeibrachte (76.) oder bereits zuvor vor allem Célia Okoyino da Mbabi, die kurz vor ihrer Auswechslung an der glänzend per Fuß reagierenden Kaihori scheiterte (70.). Tanaka hatte bei einem Konter den Ausgleich für Japan auf dem Fuß, doch ihr Heber war zu flach, um Almuth Schult vor ernsthafte Probleme zu stellen, so dass es beim 2:1-Erfolg der Deutschen blieb.

Deutschland – Japan 2:1 (1:1)

Deutschland: Schult – Faißt (82. Huth), Wensing, Bartusiak, Peter – Keßler (46. Odebrecht), Goeßling – Mittag (73. Kerschowski), Marozsan, Maier – Okoyino da Mbabi (70. Popp)

Japan: Kaihori – Ariyoshi, Iwashimizu, Kumagai, Sameshima – Takase, A. Tanaka (46. Y. Tanaka), Utsugi, Kawasumi – Ogimi, M. Tanaka

Tore: 1:0 Faißt (7.), 1:1 M. Tanaka (18.), 2:1 Maroszan (54.)

Gelbe Karte: M. Tanaka

Schiedsrichterin: Margaret Domka (USA)

Algarve Cup, Ergebnisse Tag 2

Deutschland – Japan 2:1
Norwegen – Dänemark 0:0
China – USA 0:5
Island – Schweden 1:6
Portugal – Ungarn 0:2
Mexiko – Wales 0:1

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

33 Kommentare »

  • gerd.karl sagt:

    aber herr juchem was war mit den 4 100½ chancen die das deutsche team nach dem 2-1 hatte.

    bitte nichr vergessen, das war ein gutes spiel der deutschen mannschaft, bei dem wetter,mit vielen chancen.
    ps. habe das spiel gesehen.

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @gerd.karl: Da hatte es beim Rüberkopieren leider einen ganzen Absatz geschluckt, der ist jetzt hinzugefügt.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @gerd karl,
    Also ich habe nur 2 Top-Chancen (Celia & BABBS) für Deutschland nach dem 2:1 gezählt!!!
    Bei einer 100%-igen von Kawasumi!!!

    Gut ist jetzt relatv!!!
    Gut wenn man das Dänemark-Spiel als Maßstab nimmt OK!!!
    Aber gut im Sinne von EM-Topfavorit, da melde ich mal berechtigte Zweifel an!!!

    Das 1:0 nach klarem Handspiel von ANJA!!!
    Allerdings wurde das erste Tor von ihr mM nach zu Unrecht nicht gegeben, denn ich habe auch in der Wiederholung kein Abseits gesehen!!!

    Das 2:0 nach klarem Torwartfehler von Kaihori!!!

    Es gab aber auch ein paar herausgespielte Chancen (BABBS nach Superpass von Maro), die dann allerdings recht leichtfertig vergeben wurden!!!

    Gegen Top-Mannschaften wie Japan bekommt man normalerweise nur sehr wenige klare Chancen, die man dann auch nutzen sollte!!!

    Übrigens eine sehr gute Schiedsrichterleistung der Amerikanerin!!!
    Wenn man mal von den mMn zu Unrecht nicht gegebenen Abseitstor, und dem Tor nach klarem Handspiel mal absieht!!!

    (0)
  • Kleinschwarz sagt:

    Man konnte meiner Meinung nach sehen, dass sich die deutsche Mannschaft für dieses Spiel richtig etwas vorgenommen hatte. Der Einsatz war vorbildlich. Ich gönne ihr den Sieg von Herzen. Weiter so!

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Ein paar Punkte: Aufstellung TOP! Das ist zur Zeit das beste, was wir in Deutschland haben!

    Leistung: Für die Bedingungen gut, bei der Schlammschlacht ließ sich spielerisch nicht unbedingt mehr daraus machen!
    Gerade in der zweiten Halbzeit waren gute Ansätze dabei, die aber einfach aufgrund der sehr schlechten Platzverhältnisse nicht zu Ende geführt werden konnte.

    Allerdings haben wir natürlich wieder Luft nach oben. Wenn man sich beispielsweise anschaut, was Bartusiak und Schult in der einen Situation wieder fabriziert haben, wo am Ende eine völlig unnötige Ecke draus entstand, dann plädiere ich sogar dafür, beide zusammen nicht wieder spielen zu lassen – entweder die eine oder die andere.

    Generell aber ist das wieder eine deutsche Mannschaft gewesen, bei der ich sogar mal wieder ganz vorbehaltlos mitfiebern konnte, einfach, weil ich wusste, dass das eine Aufstellung ist, mit der man leben kann. Und das ist schon ein großer Schritt in Richtung EM!

    (0)
  • gerd.karl sagt:

    detlef, sehr kritisch eingestellt gegen die deutsche mannschaft.
    dann müsstest du , wenn du so kritisch bist, auch sagen das das 1-1 der japanerinnen nur gefallen ist, weil ogimi wensing im strafraum zufall gebracht hat und somit die frei stehende japanerin das tor machen konnte.

    celia hatte nach dem 2-1 zwei 100 ½ chancen, 1 peters, und noch eine maro.
    das angebliche handspiel war auch nach der 100 wiederholung nicht zu sehen, das hat die schiedsrichterin, die sehr gut war, auch so richtig gesehen.

    das erste deutsche tor , das angeblich abseits war, war regulär, die linienrichterin hat so früh die fahne gehoben als ob sie eine japanische und eine deutsche spielerin verwechselt hätte.

    also kann man bei den schlechten wetterbedingungen von einem guten spiel der deutschen mannschaft sprechen.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Norwegen-Dänemark 0:0. Damit ist Deutschland noch nicht durch. Selbst bei nem torlosen Unentschieden muss man hoffen, dass Dänemark gegen Japan nicht gewinnt.

    (0)
  • balea sagt:

    Das 1:0 war irregulär, klares Handspiel mit dem rechten Arm. Allerdings habe ich bei dem nicht gegeben Tor auch nicht gesehen, wieso das nicht zählte. Das japanische Tor dagegen war korrekt – Wensing fliegt ja in den Ball hinein und wird keineswegs gefoult.
    Ich habe übrigens den englischen Kommentar von Eurosport gehört und kann den Kommentatoren dort nur beipflichten, das wiederholt Fouls für Deutschland gegeben wurde, die nicht nachvollziehbar waren.

    Unterm Strich wohl verdient, aber wären die Japanerinnen effektiver gewesen, hätte es auch schnell anders aussehen können.

    Reine Vermutung, aber ich denke dass die sehr schlechten Platzverhältnisse besonders in der zweiten Hälfte auch eher mehr die Japanerinnen in ihrem Stil behindert hat.

    Ich will die deutliche Verbesserung ggü dem ersten Spiel auf keinen Fall klein reden – aber man sollte die Leistung gegen Japannerinen mit nur einer halben A – Mannschaft, die ihrerseits seit Olympia erst einmal wieder zusammen gespielt haben auch nicht überbewerten.

    Besonders gefallen haben mir Wensing und Peter.

    (0)
  • Wolle sagt:

    Also das der Ball beim 1:0 gg. die Hand sprang konnte man schon erkennen aber sicherlich nicht absichtlich. Keine Ahnung ob man sowas abpfeifen muss.
    Von Japan war ich enttäuscht, vielleicht kamen unsere Mädels mit den schwierigen Verhältnissen einfach besser zurecht. Auf alle Fälle hat das ständige Pressing bei den Japanerinnen Eindruck hinterlassen. Viel kam da nicht zustande, auch wenn der dt. Spielaufbau viel Luft nach oben hat.
    Die Leistung von Schult fand ich ok, am Gegentor machtlos. Vielleicht noch zu ruhig. Wensing in der Abwehr wieder stark, die beste 4 die wir z. Zt. haben. Maier fand ich rechts solide ohne zu glänzen, da geht noch mehr. Peter mit aufsteigender Form, Bartusiak mal wieder der Schwachpunkt in der Kette. Vielleicht einfach mal Wensing mit Henning testen.
    Auf der 6-Position haben wir die Qual der Wahl, meine Favoriten sind im Moment Kessler und Odebrecht. Kulig ist nach ihrer Verletzung noch nicht soweit und wenn Laudehr wieder fit ist gehört Sie eigentlich in die Startelf.
    Die größten Probleme haben wir auf beiden Außen. Seit Garefrekes Rücktritt und ist Rechts ein Loch entstanden, ähnliches Links durch Bajramajs Verletzung. Und warum Huth immer wieder eine Chance bekommt ist mir ein Rätsel. Bresonik oder Mittag auf rechts sind im Moment wohl die Besten, vielleicht könnte eine gesunde Laudehr da auch spielen. Ansonsten sehe ich da niemanden mit internationalem Format. Links ist Faißt sehr Bemüht, es fehlen aber die Überraschungsmomente wie bei Bajramaj. Vielleicht mal Popp auf Links testen, auf alle Fälle ist da Handlungsbedarf bis Bajramaj fit ist.
    Auf der 10 ist Maroszan für mich gesetzt. Der Ball war schon immer Ihr Freund, mittlerweile kann Sie sich auch im 1 gg. 1 durchsetzen und fighten. Celia sehe ich vorne auch als gesetzt. Auch wenn Sie im Moment vor dem Tor etwas Pech hat, ist Sie für die Mannschaft enorm wichtig. Das denke ich hat man heute wieder gesehen.
    Meine Wunschelf z. Zt.:
    Schult / Angerer
    Bresonik, Henning, Wensing, Peter
    Kessler, Odebrecht
    Mittag, Maroszan, Popp
    Celia

    (0)
  • Lusankya sagt:

    @Sheldon: Deutschland muss sowieso gewinnen, da bei jedem anderen Resultat Norwegen immer vor Deutschland ist.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Lusankya: Stimmt ja, gibt ja keine HFs.

    Zum 1:0: Es könnte sein, dass beim Rückpass auf Maro sie im Abseits stand. Aber naja…

    Wolles Aufstellung ist gut, doch wieso brauchen wir denn Außen, wenn wir keine haben? Fakt ist, rechts haben wir Bajramaj, links haben wir niemanden.

    Zwei Möglichkeiten also: Entweder wie du sie hast mit einem Drei-Mann-Sturm mit Mittag, Celia, Popp/Bajramaj, falls sie wieder fit ist. Dann mit Marozsan/Keßler als Kreativabteilung und Odebrecht als Abräumerin. Oder man zieht bei ner defensiveren Variante Bresonik ins Mittelfeld und lässt hinter ihr Maier spielen. Dann hätte man eine Formation mit Raute und 2 Stürmerinnen. Bresonik und Keßler würden dann auf den Halbpositionen spielen. Faißt für Peter wäre ne offensivere Variante! Das macht Deutschland variabel.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @gerd.karl,
    Ich bin nicht nur zu Deutschland kritisch eingestellt!!!

    Aber Kritik am Weltmeister zu üben, ist Aufgrund der vielen fehlenden Leistungsträgerinnen eigentlich müßig!!!
    YUKI war sehr bemüht, aber die Position hinter den Spitzen liegt ihr einfach nicht, weder bei TURBINE, noch in der Nationalmannschaft!!!
    Auch die anderen Stammkräfte waren heute nicht in der Form, die sie noch in den wichtigen Turnieren hatten!!!
    Und die Neulinge im Team Nippon haben heute zumindest gesehen, daß sie es durchaus schon mit einem Topteam aufnehmen können!!!

    Ich stimme balea zu, daß das Tor von Tanaka absolut regelkonform fiel!!!
    Lulle fällt eher über die eigenen Füße!!!

    Wahrscheinlich haben wir beide unterschiedliche Definitionen, was eine 100%-ige Chance ist!!!
    Ich habe jedenfalls (nach der erneuten Führung)nur zwei gesehen!!!
    Celias Chance, die Kaihori noch mit dem Fuß parieren konnte, und die von BABBS, als sie freistehend an der japanischen Keeperin scheiterte!!!

    @Wolle,
    Ob es Absicht war oder nicht ist ersteinmal unwichtig, der Treffer hätte nicht zählen dürfen!!!
    Wenn die Schiedsrichterin eine Absicht erkannt hätte, hätte ANJA noch eine gelbe Karte sehen müssen!!!

    (0)
  • gerd.karl sagt:

    detlef, die sagst japan fehlten die leistungsträgerinnen, was soll da deutschland sagen.
    prinz, hingst, garefriekes, grings, müller, fuss sind zurückgetreten.
    laudeher, bajramaj und krahn sind verletzt und dann der einsatz der jungen spielerinnen und trotzdem seit 21 spielen ungeschlagen, das kann nur deutschland oder die usa verkraften.
    ich stelle mir vor wie es ist frankreich, kanada, england oder schweden hätten dies verkraften müssen, sie wären nicht mehr unter den top 10.

    also bitte, eine würdigung der grossen leistungen der deutschen nationalmannschaft wäre gut.

    (0)
  • wrack sagt:

    @ balea: „Das 1:0 war irregulär, klares Handspiel mit dem rechten Arm.“

    Klares Handspiel, ja. Und keiner hätte etwas sagen können, wenn das Tor nicht gegeben worden wäre. Aber irregulär ? Nein, denn es gilt die uralte inoffizielle Regel: Tor ist es, wenn die Schiri es gibt. Also auch kein Tor in Minute 2.
    Ansonsten hätte das Spiel gestern – und nicht nur das – gleich mehrere „Schattenergebnisse“. Gestern z.B. 3:1, 3:0, 2:0 oder 1:1. Und dabei habe ich die großen Chancen auf beiden Seiten sogar ausgeklammert… 🙂
    Der Nutzen solcher Betrachtungen leuchtet mir nicht ein, denn beim Fußball gibt es eine „temporale Kausalitätskette“: Wenn das 1:0 schon nach 2 Minuten gefallen wäre, wäre das Spiel z.B. anders gelaufen. Wie, kann keiner sagen. Nur jedenfalls anders.

    Nach meinem Gefühl war der deutsche Sieg verdient, das deutsche Spiel verbessert. Japan hat mich nur rund 10 Minuten von der 16. bis zur 28. in seiner Gefährlichkeit beeindruckt. Ansonsten waren da nur Kawasumi und Ogimi mit „Lärm“ unterwegs.
    Das Spiel wurde auch durch die leichte Sichtbehinderung und den schlechten Boden beeinflußt. (Aber warum die Deutschen in der 2. Halbzeit auf links immer wieder in dieselbe tiefe Pfütze vor dem japanischen 16er spielen mussten, verstehe ich nicht ?!)

    Maro war für mich beste Spielerin, Faißt gefiel mir in der Summe beider Spiele bisher am besten. Wensing hat mich trotz ein, zweier Fehler für sich eingenommen. Und es ist im Gegensatz zum Dänen-Spiel ein ganz anderes Feeling im deutschen Team, wenn Celia „da vorn“ die gegnerische Abwehr „tyrannisiert“.
    Für Spielerinnen bzw. „Neulinge“ wie Nadine Keßler und meinem Liebling Leonie Maier, welche in den vergangenen Monaten ja immer zum Einsatz gefordert wurden, ist nun die harte Realität des mehrfachen Einsatzes gekommen und welche Überraschung: Es läuft nicht so wie (von uns) erträumt 🙁 . Beide haben sich aber für weitere Spiele durchaus empfohlen. Trotzdem fehlt dem Team nicht nur im Mittelfeld bzw. offensiv eine Simone Laudehr – es fehlt auch ihr Einsatz, ihre kämpferische Art, ihre Persönlichkeit (Gegen Dänemark schmerzlich empfunden).

    Am Ende wird abgerechnet, zwei Spiele noch, die ich mit Spannung erwarte. Wie es so aussieht, ist eine Begegnung entweder mit Schweden oder den USA im Platzierungsspiel recht wahrscheinlich. Da muss das Pass-Spiel noch besser klappen und die Abwehr viel besser stehen, sonst ist es mit der tollen Serie vorbei 😉

    (0)
  • FFFan sagt:

    Das war eine deutliche Leistungssteigerung ggü. dem schwachen Auftaktspiel gegen Dänemark. Die deutsche Mannschaft spielte von der ersten Minute an sehr druckvoll, gab keinen Ball verloren und ließ sich auch von den widrigen Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen. Mit entschlossenem Mittelfeldpressing (hier tat sich besonders ‚Geburtstagskind‘ Lena Goeßling hervor) wurden viele Bälle erobert und auch Torchancen herausgespielt. Allerdings fehlte im letzten Drittel noch die Präzision bzw. war vieles auf Zufall angelegt. Ein kleiner ‚Schönheitsfehler‘ an diesem Sieg ist, dass der erste Treffer klar irregulär war (Handspiel von Anja Mittag), aber andererseits wurde dem DFB-Team zuvor ein einwandfreies Tor (es war kein Abseits!) aberkannt, das gleicht sich also wieder aus. Ein ‚Highlight‘ war natürlich das Freistoßtor von Marozsan, auch wenn es, wie die Torschützin hinterher freimütig einräumte, nicht unbedingt so gewollt war. Die Frankfurterin hat ja bereits das „Nationalmannschaftstor des Jahres 2012“ erzielt, gestern gab sie ihre Bewerbung zum „Nationalmannschaftstor des Jahres 2013“ ab…
    Auch an der Defensivleistung der Mannschaft gab es diesmal wenig auszusetzen. Ab und zu gab es Probleme, wenn ein Ball durch die ‚Schnittstelle‘ hinter die Viererkette gespielt wurde, aber das lässt sich nicht vermeiden, wenn man eine ‚hohe‘ Abwehrlinie spielt. Um so wichtiger war es, mit Wensing eine schnelle Innenverteidigerin zu haben, die den einen oder anderen Ball in der Rückwärtsbewegung dann noch ‚ablaufen‘ kann.

    @ balea:
    „Ich will die deutliche Verbesserung ggü dem ersten Spiel auf keinen Fall klein reden – aber man sollte die Leistung gegen Japannerinen mit nur einer halben A – Mannschaft, die ihrerseits seit Olympia erst einmal wieder zusammen gespielt haben auch nicht überbewerten.“

    Der Weltmeister ist mit einer ersatzgeschwächten und nicht eingespielten Formation angetreten, das stimmt. Aber auch Deutschland spielte ohne Bajramaj, Laudehr, Krahn, Schmidt, Kulig, Bresonik und Angerer quasi nur „mit einer halben A-Mannschaft“! Anscheinend passt bei uns der ‚zweite Anzug‘ besser als bei Japan – ohne das Ganze jetzt überbewerten zu wollen.

    Kleine Randnotiz: Mit Almuth Schult, Leonie Maier und Celia Okoyino da Mbabi stellte Bad Neuenahr in der Startelf genauso viele Spielerinnen wie Frankfurt (Bartusiak, Peter, Marozsan).
    Der „SC 07 Deutschland“? 😉

    (0)
  • balea sagt:

    @FFFan

    Keine Frage, auch D fehlen wichtige Spielerinnen wegen Verletzungen, teils seit längerer Zeit. Die zurückgetretenen lasse ich für den Vergleich mit Japan mal aussen vor, das liegt meist zu lang zurück
    und seit der WM gabs nun reichlich Spiele.
    Aber betrachtet man nur den Zeitraum des letzten halben Jahres hatten die DFB Frauen einige gemeinsame Zusammenkünfte, spielten 2 EM Qualis und 4 hochkarätige Freundschaftsspiele. Da hat sich auch teilweise der „2. Anzug“ schon etwas aufeinander einspielen können.
    Für die Japanerinnrn war das Spiel gegen Norwegen das erste überhaupt seit dem Olympiafinale am 9.8.2012. Soweit ich es gelesen habe, gab es seitdem auch nur ein kurzes Manschaftstreffen.
    Ich meine schon, dass das gewisse unterschiedliche Voraussetzungen sind und wollte darauf hinweisen. Nicht um die deutsche Mannschaft zu kritisieren, aber um die Relation zurechtzurücken. Ich denke, dass das Niveau sich international genauso verbessert hat wie die Bundesliga ausgeglichener geworden ist, und da kann der Blick auf Statistiken vielleicht auch manchmal täuchen.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @gerd karl,
    Die zurückgetretenen Spielerinnen darfst Du gar nicht in die Wertung einbeziehen!!!
    Wenn die ein ernster Faktor wären, würde dies der Bundesgöttin ein miserables Zeugnis ausstellen, daß sie nicht rechtzeitig für Nachwuchskräfte gesorgt hätte!!!
    Dies kann man ihr aber nicht vorwerfen, wenn man auf den aktuellen Kader blickt!!!

    Ihr Glück ist es natürlich, daß ihr dafür die BuLi-Vereine ein schier unfassbar großes Reservoir an jungen Talenten zur Verfügung stellt, aus dem sie sich bedienen kann!!!

    Simon, LIRA und Annike sind die Langzeitverletzten!!!
    Bei allen drei Spielerinnen muß man aber sagen, daß ihre Leistungen vor der Verletzung eher durchwachsen waren!!!
    Simon mag ein Kämpertyp sein, aber sie übertreibt es auch oft, und greift dabei immer wieder zu „unerlaubten Mitteln“!!!
    Ihre Vertretungen (KESSI, Lena, VIOLA) haben ebenfalls gut gekämpft!!!

    Linda, SCHMIDTI, Kim (auch Celia) sind eher kurzfristige Ausfälle, bei denen man immer von Spiel zu Spiel schauen muß!!!
    Auch auf sie trifft ähnliches zu wie auf die ersten Drei, denn keine konnte sich zuletzt mit durchgängig starken Leistungen präsentieren!!!

    NADZE war kein „Ausfall“, denn sie saß ja auf der Bank!!!

    Ich stimme also Sheldon zu, daß der aktuelle Kader wohl das Beste repräsentiert, was der deutsche FF im Moment zu bieten hat!!!
    Die großen Leistungen, deren Würdigung Du hier so wehement einforderst, liegen für mich schon ein ganzes Weilchen zurück!!!
    Die Mannschaft ist im Umbruch, und da muß sich vieles erst finden!!!

    Eine Leistungssteigerung mag gegenüber dem Dänemark-Spiel erkennbar gewesen sein!!!
    Ich hab dieses Spiel nicht gesehen, aber was ich hier so gelesen habe, muß das ziemlich grottig gewesen sein!!!
    Wenn es also eine Steigerung gab ist das eher normal, aber muß deswegen noch lange nicht „gut“ gewesen sein!!!

    Das kann man sehr gut mit TURBINE vergleichen, die in Freiburg ein wirklich grottiges Spiel ablieferten, und höchstens 40% ihres Leistungsvermögens zeigen konnten!!!
    Im Pokalhalbfinale gegen Bayern konnten sie sich zwar deutlich steigern, aber mehr als 60% war das auch noch nicht!!!

    Dieses Spiel also mit „gut“ zu bewerten würde heißen, sich in die eigene Tasche zu lügen!!!

    @wrack,
    Bevor die „uralte inoffizielle Regel“ zur Anwendung kommt, sollten doch bevorzugt die offiziellen FIFA-Regel gelten!!!
    Es war keine natürliche Armhaltung bei ANJA, und der Ball bekam dadurch erst die entscheidende Richtungsänderung zu Faißt!!!

    (0)
  • metalCORE sagt:

    …was auf jeden Fall augenscheinlich wird: Sobald eine Spielerin Turbine Potsdam verlässt, erhöhen sich die Chancen signifikant, für die Nationalelf berufen zu werden.

    Das hat dermassen System, das es schon mehr als auffällig ist… und Co. ist eh klar.

    Insofern ärgere ich mich doppelt, dass viele Spielerinnen auch gegen Japan merkwürdig kopflos agiert haben. Bei der Spieleröffnung statt auf den freien Nebenspieler oder lang zu spielen, wird ein Haken geschlagen und das Dribbling mit dem Gegenspieler gesucht…? Das war so absurd, das ich schon fast lachen musste.Ich glaub betreffende Szene war Odebrecht…

    Dass sogar Spielerinnen wie Maier eine Chance bekommen, muss man anerkenned erwähnen. Aber gut, sie spielt ja auch nicht bei Potsdam. 😉

    So sehr ich es hasse das zu sagen: Sollte sich Saarholz entschliessen, zu Wob oder Fra zu wechseln, dürfte sie über kurz oder lang in der Nationalelf im Tor stehen. Besser als Schult ist sie allemal, auch wenn man dieser gegen Japan nicht allzu viel vorwerfen konnte…

    (0)
  • Jan sagt:

    Der Schlüssel zum Erfolg war wohl, Japan unbedingt den Schneid abkaufen zu wollen – wenn’s auch oft fast zum Verzweifeln war: Sei’s die mangelnde Chancenverwertung, oder wie viele etliche Male man sich verzettelte und den Ball ausgerechnet immer dorthin passte, wo grad eine Japanerin stand. Das sagt m.E. einiges über die mathematisch ausgeklügelte Spielweise u. Klasse Japans aus! (Allein wenn ich daran denke, wie Japan für die WM 2007 noch in die enge Relegation gegen Mexiko musste – aber 4 Jahre später Weltmeister wurde!) Ja ich könnte mir sogar vorstellen, dass Norio Sasaki diese 2 Niederlagen aufschlussreicher fand als 2 japan. Siege!

    Das Positive nach dem 0:0 gegen Dänemark war u. ist, dass Deutschland das Finale aus eigener Kraft erreichen kann. Die letzten Gruppenspiele SWE-USA u. GER-NOR avancieren quasi zu Halbfinals. Danach könnte es zu 3 reizvollen Derbys kommen: USA – Deutschland (1. vs. 2. der Weltrangliste); Schweden – Norwegen; sowie China – Japan oder Dänemark – Island (ehem. dän. Kolonie). In Gruppe C ist erfreulicherweise noch alles offen; wo zudem keiner mehr alle Spiele verlieren kann.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Volle Zustimmung!

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @metalCORE: Bleiben wir mal fair, zur Zeit gibt es auch keine Potsdamerin, die sich anbieten würde. Kemme, Elsig, Sarholz und Hanebeck sind alle nicht in Form bzw. lange Zeit verletzt gewesen. Eine Spielerin wie Bremer ist noch zu jung und muss sich noch beweisen. Mirlach, Doorsoun und Draws haben einfach nicht die Grundqualität, die sie brauchen, damit Neid was mit ihnen anfangen kann.

    Natürlich ist es auffällig, dass mittlerweile sogar schon Isabel Kershowski nominiert wird, die bei Potsdam schon gut gespielt hat, sich aber nun bei einem Abstiegskampf durchkämpft. Selbst wenn sie dort gute Leistungen bringt, für ne A-Elf ist das nicht genug.

    @Jan: Ich frage mich, wieso du Dänemark vergisst. Sollten sie mit 2 Toren Unterschied gegen Japan gewinnen, dann wird entweder Deutschland oder Norwegen auf Platz 3 durchgereicht. Das muss man immer bedenken! Dänemark ist nicht so schlecht, dass sie gegen Japan chancenlos wären. Auch gegen Deutschland hatten sie einige gefährliche Aktionen und das Spiel hätte auch gut und gerne 1:0 für Dänemark ausgehen können!

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    SARA DOORSOUN ist auch noch nicht richtig fit, denn sie war lange verletzt!!!

    ULLA DRAWS ist wohl eine der am meisten unterschätzten Spielerinnen der Bundesliga!!!
    Solange Bartusiak und Krahn auch nur in die erweiterte Auswahl der Natio kommen, wäre ULLA jederzeit eine bessere Wahl!!!

    Und welche „Grundqualitäten“ eine Spielerin haben muß, damit Frau Bundesgöttin etwas mit ihr „anfangen“ kann, möchte ich auch nicht wirklich wissen!!!

    (0)
  • Jan sagt:

    @Sheldon,
    mir ging’s lediglich um die Möglichkeit dieser reizvollen Derbys; weniger darum, dass Dänemark noch 1., 2. od. 3. des Turniers werden könnte. Sollten aber die Nadeshikos Dänemark nicht bezwingen u. Gruppenletzter werden, blüht ihnen vllt. nicht nur die Kirschblüte, oder? 😉

    Erfreulich fand ich auch die sofortige Kompromisslosigkeit der dt. Abwehr bei heiklen Situationen; od. wie Schult bei einer jap. Riesenchance sich nicht hat tunneln lassen. 🙂

    (0)
  • fisch sagt:

    @metalCORE „…was auf jeden Fall augenscheinlich wird: Sobald eine Spielerin Turbine Potsdam verlässt, erhöhen sich die Chancen signifikant, für die Nationalelf berufen zu werden.“

    Ich kann Dir nur voll zustimmen. Dazu habe ich eine lange Namensliste von ehemaligen Turbinespielerinnen im Sinn. Vor allem, wenn diese dann in F oder WOB angelangt waren, ging’s mit der Natio-Berufung ganz schnell. Selbst Desi Schumann wurde als Ersatztorhüterin von F schon mal nominiert, als Potsdamer Nr.2 niemals. Klar hat @Sheldon recht, in Potsdam gibts augenblicklich wirklich keine echte Kandidatin.
    Cramer ist nur ein Feigenblatt für Frau Neid, die hat eh keine reale Chance.

    (0)
  • wrack sagt:

    @ Detlef: „Aber gut im Sinne von EM-Topfavorit, da melde ich mal berechtigte Zweifel an!!!“

    Ich denke schon, dass man Deutschland als einen der Topfavoriten bezeichnen kann. Oder würdest du nun Frankreich auch ausschließen ?
    Die haben seit September (gegen Schottland) nicht mehr gewonnen. 6 Remis in Folge gegen England, Niederlande und je zweimal Deutschland und Brasilien (Und das mit einem Team, dass sich kaum noch ändert). Gegen Brasilien gestern (1:1) ein Eigentor, ein verschossener Elfmeter und der Ausgleich durch Elfmeter in Minute 90+5′. Gegen die Niederlande lief das ähnlich. Und doch bleibt Frankreich für mich einer der drei (Schweden) Topfavoriten.
    Und damit bin ich beim zweiten Thema, denn natürlich ist es egal, wann der Ausgleich fällt und wie, ob der Strafstoß berechtigt ist oder nicht, ob es strafwürdiges Handspiel war oder nicht. Du hast offensichtlich meine Haltung zu diesem Thema nicht verstanden, denn:

    Detlef schrieb: „Bevor die “uralte inoffizielle Regel” zur Anwendung kommt, sollten doch bevorzugt die offiziellen FIFA-Regel gelten!!!
    Es war keine natürliche Armhaltung bei ANJA, und der Ball bekam dadurch erst die entscheidende Richtungsänderung zu Faißt!!!“

    Ich hatte vorher geschrieben: „Klares Handspiel, ja. Und keiner hätte etwas sagen können, wenn das Tor nicht gegeben worden wäre. Aber irregulär ? Nein, denn es gilt die uralte inoffizielle Regel: Tor ist es, wenn die Schiri es gibt…Der Nutzen solcher Betrachtungen leuchtet mir nicht ein…“

    Beim Fußball zählt in allererster Linie das Ergebnis. Deswegen u.a. ist Japan Weltmeister (durch ein reguläres Tor natürlich), obwohl Deutschland im Viertelfinale die „bessere“(ANFÜHRUNGSZEICHEN!) Mannschaft war.

    Egal, ob ein Tor „unberechtigt“ fällt – wenn der Schiri pfeift, zählt es. Natürlich gibt es „Ungerechtigkeiten“ – aber da muss man sich trösten, dass, wenn man lange genug spielt, sich diese irgendwann ausgleichen. Und so kann auch schon einmal ein schlechter Schiedsrichter die Leistung eines Teams aufwerten. Dafür hat ein anderer Schiri sie früher einmal abgewertet 🙂

    Zu den Verschwörungstheorien um Potsdam und die Bundestrainerin habe ich früher schon kritisch Stellung genommen. Wenn euch die eigenen Widersprüche nicht auffallen, ich bin es inzwischen leid, noch darauf hinzuweisen. Cramer tut mir aber ein wenig leid, dass sie hier als Argument („Feigenblatt“) gegen Neid herhalten muss und dies nicht zum erstenmal. Passt sie für einige Potsdamer Fans nicht mehr in die „Weltauswahl“ ? Immerhin ist sie jetzt doch auch Nationalspielerin 😉

    (0)
  • fisch sagt:

    Turbine ist ja an deutschen Nationalspielerinnen auch ratzeputz-mausetot leergekauft. Und immer ist es wie mit dem 7-köpfigen Drachen, dem man einen Kopf nach dem anderen abschlägt. Genau das ist ja auch die hochprofessionelle, vom DFB gehuldigte und geförderte Wettbewerbsphilosophie der Geldclubs F und WOB. Deshalb lieben wir Turbinefans diese beiden auch so inniglich.
    Niemand hätte was dagegen, wenn diese Clubs diesbezüglich international agieren würden und nicht Jahr für Jahr so den nationalen Wettbewerb verzerren würden.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Mit Grundqualitäten meine ich, dass Schröder aus manch einer Spielerin eine bestimmte Leistung durch die Art, wie er sie einsetzt, herausholen kann. Diese Leistung könnte Neid aus ihr nicht herausholen und sie würde in der Nationalelf versagen. In Potsdam kann vieles durch den Teamgeist und den unermüdlichen Einsatz füreinander abgefangen. Diese Gruppendynamik hat man in der N11 nicht. Da kommt es nur auf die Leistung des Einzelnen an, was bei 3-4 Tagen Vorbereitungszeit auch verständlich ist.

    Deswegen sehe ich einfach bestimmte Kandidatinnen vorn, und dazu gehören zur Zeit die Potsdamer Spielerinnen nicht. Werden allerdings eine Johanna Elsig, eine Anna-Felicitas Sarholz oder eine Patricia Hanebeck wieder richtig fit und kommen in Form, dann sind das in jedem Fall Alternativen auf ihren Positionen.

    (0)
  • never-rest sagt:

    Also ich vermisse seit langem eine Spielidee oder eine besser noch einen Spielsystem in der Frauen-Nationalmannschaft. Damit meine ich nicht nur die Frage, ob mit 4-2-3-1 oder 4-3-3 oder sonstwie aufgestellt wird. Der Aufstellung muss eben auch ein Spielplan zugrunde liegen, wie z.B. Japan (in Topform) mit Ihrem technisch anspruchsvollen Ballbesitzfußball oder Tempo-Umschaltspiel aus einer gesicherten Defensive oder ständiges Gegenpressing und Umschalten über die Flügel oder oder. Gerade im Spielaufbau kommen mir manchmal die Tränen angesichts der vielen leichten Abspielfehler, irgendwie auch kein Wunder bei dem Durcheinander gerade im Mittelfeld, und dass trotz teils herausragender Einzelspielerinnen wie Maroszan, Keßler und Bresonik. Ohne Spielplan entsteht auch kein Spielfluß.

    Dazu gehört dann auch, dass die Trainerin nicht nur nach dem Namen und der aktuellen Form der Spielerinnen aufstellt werden, egal wohin, sondern dannach, welche Postition die Spielerin in dem Spielsystem optimal ausfüllen kann. Wie z.B. Bresonik, Faißt, Behringer, u.a. mit ihren Aufgaben und Positionen ständig auf dem Platz verschoben werden, ohne Rücksicht auf ihre Fähigkeiten, nervt einfach. Wahrscheinlich auch die damit überforderten Spielerinnen selbst.

    Das Spielerinnenpotenzial der Nationalmannschaft ist jedenfalls sehr gut, aber was nützt das, wenn dieses wie beim 1FFC in der Liga mangels spieltaktischer Grundidee nicht optimal auf dem Platz umgesetzt werden kann.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @wrack,

    Natürlich wird Deutschland als Serieneuropameister im Sommer als Favorit an den Start gehen!!!
    Meine Formulierung sollte lediglich Zweifel daran anmelden, daß wir jetzt schon diese Favoritenrolle mit Substanz ausfüllen!!!
    Das ist definitiv noch nicht der Fall, und die Zeit läuft der Bundesgöttin so langsam davon!!!
    Die wenigen guten Ansätze müssen in den wenigen noch zur Verfügung stehenden Lehrgängen und Testspielen noch weiter gefestigt und verstärkt werden!!!

    Man muß mit den Spielerinnen auskommen die man jetzt zur Verfügung hat!!!
    Auf LIRA und Simon brauchen wir gar nicht erst spekulieren, denn sie werden zur EM definitiv nicht fit und schon gar nicht eingespielt sein!!!
    Für Kulig und SCHMIDTI könnte die Zeit noch reichen, und dafür ist es gut, daß sie für die Algarve geschont werden!!!

    Was jetzt JENNY CRAMER angeht, so dürfte es wohl keinen echten TURBINE-Fan geben, der ihr diese Nominierung nicht von ganzem Herzen gönnen würde!!!
    Die Bezeichnungen „Feigenblatt“, oder wie ich es genannt habe „Quotenpotsdamerin“, waren hauptsächlich auf ihren Einsatzzweck als Krahn-Ersatz gemünzt!!!
    Das ist nicht ihr Spezialgebiet, und da kann sie eigentlich nur schlecht aussehen!!!
    Die Frage darf/muß also erlaubt sein, was man mit so einer völlig deplatzierten Nominierung eigentlich erreichen möchte???

    Hätte man JENNY als Backup für Faißt, bzw als Motivationsverstärker für Behringer ins Team geholt, hätte ich Frau Bundesgöttin Applaus gespendet!!!
    Das ist die Position, auf der sie den größtmöglichen Nutzen fürs Team bringen würde!!!
    Und das Thema Vielseitigkeit muß man hier nicht bemühen, denn JENNY kann auch als Linksfuß auf der rechten Mittelfeldseite, und zur Not auch Abwehr (außen) spielen!!!
    Von Frau Behringer wurde ja auch noch nie verlangt, daß sie sich mal als Abwehrspielerin (zumal noch in der IV) versucht!!!

    @never-rest,
    Ich stimme Dir absolut zu!!!
    Deine Schilderungen beinhalten das, was ich oben als Substanz bezeichnete!!!

    (0)
  • Aldur sagt:

    fisch sagt:
    „Dazu habe ich eine lange Namensliste von ehemaligen Turbinespielerinnen im Sinn. Vor allem, wenn diese dann in F oder WOB angelangt waren, ging’s mit der Natio-Berufung ganz schnell.“

    Die Liste würde mich mal interessieren. Außer der angesprochenen Schumann fällt mir da niemand ein, auf den diese Behauptung zutrifft, und deren einmalige Berufung war ja auch eher einem kurzfristigen verletzungsbedingten Torhüterinnen-Engpass geschuldet, und hat sich seither nicht wiederholt.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Ich verstehe einfach nicht, warum man dem Duo Keßler / Marozsan nicht die Chance gibt, sich langfristig einzuspielen und aneinander zu gewöhnen. Das war gegen Frankreich ganz ordentlich und ausbaufähig. Aber jetzt beim Algarve Cup wird Keßler zurecht gestutzt, indem sie 2 Mal nach 45 Minuten auf die Bank gesetzt wird.

    Dazu wird Marozsan dann auch noch im 1. Spiel im Sturm eingesetzt, was schon an Schwachsinn grenzender Unsinn ist.

    Wie letztes Jahr bei den Olympia-Teilnehmern sehe ich das diesjährige Turnier vor allem als Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Und da wäre es schon sehr wünschenswert, wenn die Kreativität im deutschen Spiel nicht nur den Namen Marozsan trägt, zumal sie den Hang hat, abzutauchen, wenn die Gegenspielerin körperlich härter spielt und konditionell besser ist (was man Beides bei der EM erwarten darf).

    Die Mannschaft sollte sich hier einspielen und vor allem an den Rhythmus gewöhnen, dass man innerhalb weniger Tage immer wieder ein Spiel hat. Da wäre es gerade bei dem Duo wünschenswert, wenn sie das tun dürften. Langfristig werden sie das Herz der Mannschaft sein, wenn man denn Bajramaj auf eine der Außenbahnen schickt, wenn sie wieder fit ist.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „Ich verstehe einfach nicht, warum man dem Duo Keßler / Marozsan nicht die Chance gibt, sich langfristig einzuspielen und aneinander zu gewöhnen.“

    Mich würde eher das Duo Keßler/Odebrecht interessieren. In Wolfsburg ergänzen sich beide auf der ‚Doppel-Sechs‘ nahezu ideal. In der defensiven Phase hat meist Keßler den ‚jagenden‘ und Odebrecht den absichernden Part, während in der offensiven Phase Odebrecht mit ihren strategischen Fähigkeiten aus der Tiefe das Spiel lenkt und Keßler eher ‚zwischen den Linien‘ agiert, den finalen Pass in die Spitze spielt oder selbst torgefährlich wird.
    An der Algarve haben wir diese Kombination bisher noch gar nicht gesehen, da beide nie gleichzeitig auf dem Platz standen. Das Spiel gegen Norwegen könnte also eine gute Gelegenheit sein, das auch in der Nationalmannschaft einmal zu testen.

    „Dazu wird Marozsan dann auch noch im 1. Spiel im Sturm eingesetzt, was schon an Schwachsinn grenzender Unsinn ist.“

    Anders als in ihrem Verein wurde Marozsan bis auf ein, zwei Ausnahmen in der Nationalmannschaft immer als ‚hängende‘ Spitze eingesetzt. Sie hat also gegen Dänemark auf keiner anderen Position gespielt als in den Spielen gegen Frankreich und Japan. Es kann aber sein, dass es unterschiedlich wirkt, je nachdem, ob sie mit Celia oder mit Anja Mittag den Angriff bildet.
    Ob das auf Dauer ihre Position sein wird, muss man sehen; bisher sind die Erfahrungen damit aber nicht schlecht, weswegen ich dein Urteil auch zu hart finde.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Ich denke auch, dass Maro eine Art Messi-Spielerin sein könnte. Sie hat nen guten Abschluss und trifft in wichtigen Spielen. Daher plädiere ich seit langem für ein 4-3-3 bzw. 4-1-2-1-2 mit Maro jeweils als hängender Spitze. Wir haben für dieses System exakt die richtigen Spielerinnen, identisch zu Barca. Defensiv Odebrecht (Busquets), Halbpositionen Keßler und Bresonik/Kulig/Laudehr/Faißt (Xavi und Iniesta/Fabregas) und im Sturm sogar noch überragender mit Mittag/Celia (Villa – Pedro/Iniesta/Tello).
    Die Spielerinnen wurden exakt so ausgebildet, wie man es braucht, Bresonik auf rechts spielte sowohl defensiv als auch offensiv und auch schon im DM, die Position RM wäre für sie die Kombination aller drei Positionen. Ebenso Faißt auf links, die offensiv und defensiv schon zum Zug kam. Keßler und Kulig sind dagegen Spielerinnen, die stärker ins Zentrum ziehen würden, was Platz für die Außenverteidigerinnen schaffen würde. Laudehr kann darüber hinaus sogar als Außenstürmerin agieren. Und selbst Behringer könntest du in dieses System integrieren. Wieso also immer dieses rückständige 4-2-3-1, wo sich „10“er und Mittelstürmer ständig den Platz wegnehmen…

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar