Leverkusen vergrößert Duisburgs Sorgen

Von am 3. März 2013 – 17.46 Uhr 18 Kommentare

Sven Kahlert musste bei seinem ersten Pflichtspiel auf der Trainerbank des FCR 2001 Duisburgs eine Niederlage einstecken. Sein neues Team unterlag in der Nachholpartie des 13. Spieltags auf eigenem Platz Tabellennachbar Bayer 04 Leverkusen mit 1:2 (1:0).

Durch den Auswärtserfolg klettert Leverkusen auf den achten Tabellenrang und hat nun sieben Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der FCR liegt hingegen auf dem zehnten Rang mit vier Punkten Vorsprung.

Kahlert nimmt Umstellungen vor
In seinem ersten Spiel als Chefcoach der Löwinnen veränderte Sven Kahlert die Startelf auf einigen Positionen, die 4-2-3-1-Grundordnung wurde aber beibehalten. Im Tor lief Chiara Kirstein auf, weil Meike Kämper noch unter den Folgen einer schweren Grippe zu leiden hatte. In der Viererkette aufgestellt: Himmighofen, Neboli, Silva und Weichelt; als Doppel-Sechs Müller/Cengiz, im offensiven Mittelfeld Oster, Groenen und Martens, davor als alleinige Sturmspitze Mandy Islacker.

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Islacker trifft zur FCR-Führung
Die erste gute Möglichkeit gehörte den Gästen aus Leverkusen. Nach einem Freistoß wegen Handspiels traf Eunice Beckmann allerdings nur die Latte. Im Anschluss erspielten sich allerdings auch die Duisburgerinnen erste Möglichkeiten. Doch zunächst verzog Jennifer Oster knapp. Anschließend stand Islacker im Abseits. In der 25. Minute hatte der FCR dann seine bis dato beste Möglichkeit, doch Bayer-Torhüterin Lisa Schmitz parierte glänzend gegen Islacker. Den Abpraller schoss Lieke Martens über das Tor. In der 36. Minute machte es Islacker dann besser. Nach Vorarbeit von Barbara Müller und Oster vollendete Islacker mit ihrem zehnten Saisontreffer zum 1:0.

Gelbrot für Müller
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Leverkusen deutlich entschlossener, und schon in der 57. Minute wurden die Offensivbemühungen belohnt. Isabelle Linden ließ Kirstein im FCR-Tor mit einem Kopfball-Aufsetzer seine Chance. In der Folge agieren die Duisburgerinnen nicht mehr so konsequent wie in der ersten Halbzeit, und ab der 65. Minute standen sie nur noch zu zehnt auf dem Feld: Nach ihrer zweiten Gelben Karte musste Müller vorzeitig in die Kabine.

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18 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Wie immer: Ein Islacker-Tor reicht Duisburg einfach nicht. Das Problem von Duisburg liegt im Sturm, außer Islacker trifft niemand mehr. Ando ist weg, sie war mit 2 Toren die zweitbeste Torschützin, da Islacker allein 10 der 16 Tore von Duisburg geschossen hat, mehr als 60%.

    Duisburg wird höchstwahrscheinlich selbst auf sportlichem Weg absteigen, nach dem Algarve-Cup muss man gegen Gütersloh und Sindelfingen ran, was beim jetzigen Stand eine schwere Sache werden wird.

    Meines Erachtens sollte man Islacker zu nem guten Preis verkaufen, bei ihrer Trefferquote dürfte sie neben Celia eine der beliebtesten Stürmerinnen sein.

    Damit kann man sich dann neu aufbauen, mit ner jungen frischen Mannschaft in der 2. Liga!

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  • wieb ke sagt:

    Leverkusen hat schon oft unglücklich verloren (auch gegen Duisburg), also haben die Mädels jetzt auch einmal verdient „glücklich zu gewinnen“.

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  • DAWIDenko sagt:

    Glückwunsch Leverkusen.
    Nach der doch eher enttäuschenden Hinrunde
    starten sie jetzt doch richtig durch.
    Schon gegen Frankfurt zeigten sie ein gutes Spiel, leider ohne Erfolg.

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  • Beobachter sagt:

    „… flossen bei den Spielerinnen in der Kabine einige Tränen – was den Trainer beeindruckte: „Das kenne ich allenfalls nach großen Endspielen; wenn Spielerinnen aber nach einem verlorenen Punktespiel weinen, zeigt das mir sehr deutlich, wie engagiert diese Mannschaft bei der Sache ist.“

    Die Spielerinnen haben besser als der Trainer erkannt, was Sache ist.

    Neben der Niederlage weiterer trauriger Tiefpunkt beim FCR: nur 624 ZuschauerInnen

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  • Sheldon sagt:

    Wie gesagt, Kahlert ist ein Trainer, der Abstiegskampf nicht kennt bzw. bei dem ich bezweifle, dass er überhaupt den Fußball kennt. Es ist schon erstaunlich, denn selbst ich kannte das von früher, dass man natürlich wütend, zornig, traurig ist, wenn man ein wichtiges Spiel (und das war es ohne Frage) bzw. überhaupt ein Spiel auf diese Weise verliert. Als Mann hat man da dann nicht unbedingt geheult, sondern seine Wut an was weiß ich ausgelassen, aber das ist ganz normal.

    Dass Kahlert solche Reaktionen nicht kennt, zeigt nur wieder, welcher Typ Spielerin bei Frankfurt unter Vertrag stand. Und da muss man dann auch sagen, dass man es gar nicht mehr Kahlert ankreiden kann, wie er trainiert hat, sondern wenn die Spielerinnen derart emotionslos auf Niederlagen reagieren, dann können sie noch so talentiert sein, aber Siegspielerinnen sind das dann nicht.

    Kahlert hat mit diesem einen kleinen Satz deutlich gemacht, was das Problem des ganzen FFs ist, ob Frankfurt oder N11. Niederlagen werden nicht mehr ernst genommen und berühren die Spielerinnen überhaupt nicht. Berührt werden sie nur dadurch, wieviel am Ende auf dem Gehaltsscheck steht.

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  • waiiy sagt:

    Ist mir klar, dass Kahlert keine Tränen bei Spielerinnen nach einer verlorenen Partie kennt. Dazu muss eine Mannschaft ja ein Herz haben. Das hatte seine letzte Mannschaft nicht.

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  • enthusio sagt:

    Kahlert hat seine Mannschaft – wie auch Obliers – aus der Coaching-Zone engagiert angetrieben und auch einzelne Spielerinnen aufgemuntert oder gelobt. Das hat mir gut gefallen. Duisburg hat insgesamt eine gute, engagierte Leistung gezeigt – besonders in der 1. Halbzeit, wo sie Leverkusen recht gut beherrscht haben. In der 2. Halbzeit und erst recht nach dem Platzverweis von Müller kam leider ein Bruch ins Duisburger Spiel und Leverkusen hat endlich durch Bella Linden bewiesen, dass es seine wenigen Torchancen auch in Zählbares ummmünzen kann. Das machte heute den entscheidenden Unterschied aus : die Verwertung der wenigen hochkarätigen Torchancen.

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  • franksquasher sagt:

    …naja ich denke die Spielerinnen haben eher geweint weil der Insolvenzverwalter kein Gehalt rausrückt…;-)…viel schlimmer in dieser Situation ist die Tatsache dass die Zuschauerzahlen Cloppenburg-Niveau erreichen. Scheint so als hätten die Nationalspielerinnen der letzten Jahre immer ihre ganzen Sippen mit ins Stadion gebracht, warum gerade jetzt bei so einem wichtigen Spiel nur noch knapp 600 Leute kommen ist wirklich schlimm, aber in Duisburg im Trend…die hiesige Sportszene geht geschlossen den Bach runter…traurig aber wahr…

    …auch wenn der FCR sich gegen Gütersloh und Sindelfingen durchsetzt…langfristig hat er nur auf der anderen Rheinseite eine Überlebenschance…

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  • enthusio sagt:

    Duisburg kommt auch im zwischenmenschlichen Bereich nicht zur Ruhe, die Ablösung von Trainerin Petra Hauser und des sportlichen Leiters Jörg Schemberg (der auch ihr Lebensgefährte ist) geschah leider nicht einvernehmlich.

    Quelle: http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/duisburg/der-verschenkte-sieg-id7681488.html

    Vor diesem Hintergrund wundere ich mich, dass die Mannschaft in der 1. Halbzeit eine so überzeugende Leistung gebracht hat. Leider ist neben Müller auch Silva für das nächste wichtige Spiel gegen Gütersloh gesperrt und Neboli wurde heute humpelnd ausgewechselt. Hoffentlich geht sportlich und finanziell für Duisburg doch noch alles seinen guten Gang !

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  • O. Christ sagt:

    Kahlert hat sich im Pressegespräch nach dem Spiel (Bericht bei Fansoccer) auch zu ein paar Bemerkungen zur „Zusammenstellung der Truppe“ (also seitens Siggi Dietrich) und mangelndem „Spaß im Training“ (also seitens einiger Spielerinnen) bei seinem ehemaligen Arbeitgeber hinreißen lassen, die sicherlich von einigen hier, und nicht nur den notorischen Frankfurt-Hassern, geteilt werden können.

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  • FFFan sagt:

    Nach dieser Niederlage ist die Lage für den FCR Duisburg endgültig prekär geworden. Die Pause durch den Algarve-Cup kommt genau zur richtigen Zeit. Sven Kahlert kann und muss diese Zeit nutzen, um die Mannschaft genauer kennenzulernen sowie personell und taktisch richtig abzustimmen. Dass ausgerechnet jetzt mit B.Müller und Silva zwei Spielerinnen gesperrt sind, ist natürlich ärgerlich, darf aber keine Ausrede sein. In den nächsten beiden Spielen geht es gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf. Gelingt zuhause gegen Gütersloh sowie auswärts bei Schlusslicht Sindelfingen jeweils ein Sieg, sollte der Klassenerhalt bereits ‚in trockenen Tüchern‘ sein – rein sportlich gesehen! Viel schwieriger wird es, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen Verbleib in der Bundesliga zu schaffen…

    @ Sheldon:
    „Kahlert hat mit diesem einen kleinen Satz deutlich gemacht, was das Problem des ganzen FFs ist, ob Frankfurt oder N11. Niederlagen werden nicht mehr ernst genommen und berühren die Spielerinnen überhaupt nicht. Berührt werden sie nur dadurch, wieviel am Ende auf dem Gehaltsscheck steht.“

    Das stimmt ja mal überhaupt nicht. Nach dem WM-Aus sind bei den Spielerinnen viele Tränen geflossen, sicher nicht nur wegen der entgangenen Prämien. Abgesehen davon ist das aber auch gar kein Gradmesser für die Einstellung auf dem Platz.

    Bei Fansoccer sind Auszüge aus der Pressekonferenz wiedergegeben, in der Kahlert es leider nicht lassen konnte, gegen Frankfurt nachzukarten:

    http://fansoccer.de/10369/verspatetes-pressegesprach-mit-sven-kahlert-die-hoffnung-stirbt-zuletzt/

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  • Beobachter sagt:

    „Ich bin menschlich und persönlich vom Verein so enttäuscht, dass ich weder die Platzanlage noch das PCC Stadion jemals noch einmal betreten werde, es sei denn als gegnerische Trainerin“, so wird Petra Hauser, die bis Freitagnachmittag Trainerin war, von fansoccer zitiert.

    Ein weiteres Zeichen für den Niedergang des FCR 2001 Duisburg – finanziell, sportlich, organisatorisch, menschlich.

    Die Zuschauerinnen und Zuschauer kommen nicht mehr, sie wissen, warum. Das ist nicht mehr ihr Verein.

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Macht den Laden zu!

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  • waiiy sagt:

    @Beobachter: Da hast Du natürlich Recht und es ist auch traurig. Auf der anderen Seite muss man jetzt wohl akzeptieren, dass in Duisburg in der Phase Menschen das Sagen haben, die die Karre finanziell aus dem Dreck ziehen und sowohl in sportlichen Belangen als auch menschlich nicht unbedingt den Schwerpunkt legen. Das kommt dann natürlich teilweise sehr emotionslos, ja unmenschlich rüber und nicht alle Maßnahmen müssen sich auch für alle erschließen oder allen erklärt werden. Wenn die Insolvenz abgewendet werden kann, wurde es richtig gemacht und die Opfer waren dafür richtig, auch wenn wir oder Petra Hause sie als nicht richtig bzw. unfair empfinden. Leider ist Duisburg in so einer Lage… 🙁

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  • Jennifer sagt:

    An den Bemerkungen Kahlerts sieht man einfach auch seine fehlende Klasse. Er war nicht in der Lage „sein Starteam“ zum Trainieren zu bewegen. Seine Bemerkungen sind – wie immer – einfach nur peinlich. Er hat nie Spielerinnen weinen sehen? Wo hat der denn zu Frankfurter Zeiten hingeschaut?

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Naja, die Tränen, weiß nicht, ob man die wirklich ernst nehmen kann. Da ist keine emotional aus sich herausgegangen. Wir haben einfach keine emotional reagierenden Nationalspieler mehr in Deutschland.

    Was die Pressekonferenz angeht, Kahlert spricht doch nur aus, was 90% aller Mitglieder in diesem Forum denken und was er zu seiner Zeit als Trainer nicht aussprechen durfte. Dass da jetzt was platzt, das ist doch okay.

    @Jennifer: Ich habe zumindest keine einzige Spielerin über eine Niederlage weinen gesehen beim FFC Frankfurt. Im Gegenteil, man war oft sehr erstaunt darüber, dass die andere Mannschaft a) dazu überhaupt im Stande war, gegen sie zu gewinnen und b) sich das dann auch noch dazu getraut hat. Ähnlich lief es in der Nationalmannschaft. Dass ein Team wie Japan die technischen und taktischen Mittel hat und sie auch noch nutzt, Deutschland bereits im Viertelfinale rauszukegeln, das war einfach nicht im Denkhorizont der N11-Spielerinnen drin.
    Da wurde mechanisch gedacht. Es gab Mannschaften, gegen die konnte man verlieren und da war das dann auch mal okay. Und es gab Mannschaften, gegen die konnte man eben nicht verlieren. Aber es gab keine Mannschaft, an die man mit der Einstellung rangehen musste: Wir können und müssen die schlagen, auch wenn die uns schlagen können. Und das fehlt Frankfurt und der N11 noch heute!

    Beispiel: Das 1:1 in Gütersloh. Man hat sich geärgert, man war erstaunt, man hat nüchtern betrachtet, was falsch gelaufen ist (nicht, was man falsch gemacht hat), aber keine Spielerin hat so richtig Dampf abgelassen. Und wenn du keine Enttäuschung zulässt bzw. ne negative Emotion, dann passt man automatisch seine eigenen Ansprüche an das Minimum an.

    Gegenbeispiel: USA 2011 nach dem Finale. Die Spielerinnen waren fix und fertig, die Tränen flossen wie sonst was und vor allem: Man hat sich selbst echte Vorwürfe gemacht. Und man hat dem Gegner fair gratuliert.

    Da spürtest du zwei grundlegende Haltungen heraus: 1. Jeder Gegner kann uns schlagen, und deswegen gebührt ihnen auch Anerkennung. 2. Wir haben aber dennoch den Anspruch, auch ein solches Spiel zu gewinnen, und deswegen zeigen wir nun auch Enttäuschung!

    Und das eine produziert Verlierertypen, das andere Siegertypen!

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  • Kommando GWAF sagt:

    Auf das was die Ex-Teilnehmer der Familie FCR so kundgeben würde ich nur bedingt hören. Hauser/Schemberg sind nicht in der Lage Selbstkritik zu üben. Huäääähuääää…die anderen sind schuld.
    Fakt ist: Die Leistung des Teams war Sonntag ansprechend und engagiert. Nur leider ohne Glück. Das wird sich aber noch erarbeitet.

    Schon beim ersten Training mit Herrn Kahlert war eine Befreiung der Mädels zu spühren. Begeistert, lachend und doch konzentriert ging es da zu werke.
    Das Team wirkte auch Sonntag nicht verunsichert durch den Wechsel. Im Gegenteil: Alle wirkten befreiter und gingen körperlich weiter als in jedem Spiel des Saison zuvor.

    Weniger Zuschauer? Mag sein. Das Eventpublikum ist weg. Logo. Die Zuschauerzahlen sind eh rückläufig, da FFBall auf dem absteigenden Ast ist.
    Aber lieber 600 die mit dem Herzen dabei sind und (wie man sehen konnte) den Verein mit Aktionen und Hilfe repräsentieren.

    Und…seid mal ehrlich: Über die Eintrittsgelder finanziert sich KEIN FFVerein.

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  • noworever sagt:

    @Jennifer:

    i agree with you – such reactions speak for themselves – a character with some integrity has no need for such statements.

    maybe … he really should come in touch with Sheldon … to receive some comfort? 😉

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  • HolgerH sagt:

    Leverkusen war über fast die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.

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