DFB-Pokal: Potsdam folgt Wolfsburg ins Finale

Von am 3. März 2013 – 15.43 Uhr 58 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam steht zum sechsten Mal im Endspiel des DFB-Pokals. In einem umkämpften Halbfinale gewannen die Potsdamerinnen gegen den FC Bayern München mit 4:1 nach Verlängerung.

Nach regulärer Spielzeit stand es im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion 1:1.

Torlose erste Hälfte
Die Bayern begannen gut, und schon in der vierten Minute hatte Hagen das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß. Doch Potsdams Torhüterin Alyssa Naeher parierte den Fernschuss der US-Amerikanerin. Mit fortschreitender Spielzeit kamen die „Turbinen“ besser ins Spiel. Lisa Evans setzte in der 17. Minute einen Schuss aus der Drehung über den Kasten, drei Minuten später parierte Bayern-Torfrau Kathrin Längert einen Schuss von Stefanie Draws. Beide Mannschaften neutralisierten sich in der Folge ein wenig, und es ging mit dem 0:0 in die Halbzeitpause.

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Spielszene Potsdam gegen Bayern

Kämpften bis zum Umfallen: Laura Feiersinger (li.) und Genoveva Anonma © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Potsdam munter aus der Halbzeit
Die Potsdamerinnen kamen gut aus der Kabine und begannen die zweite Halbzeit stark. Der Lohn für den Einsatz kam in der 51. Minute. Carina Wenninger klärte eine Hereingabe von Pauline Bremer vor die Füße von Evans, die souverän zum 1:0 einnetzte. Zehn Minuten später hatte Evans das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch im 1:1-Duell an Längert. Insgesamt ließ das Spiel der Potsdamerinnen jedoch nach. Man sei nach der Führung „total eingebrochen“, so Potsdams verletzte Abwehrspielerin Inka Wesely. Die „Turbinen“ ließen physisch nach und agierten entsprechend unkonzentriert. Viele kleine Fehler verhinderten immer wieder einen strukturierten Spielaufbau.

US-Kombination führt zum Ausgleich
Die Gäste wussten dies zu nutzen und waren in den letzten zwanzig Minuten der regulären Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft. Zunächst fehlte es noch an der letzten Konsequenz, aber schließlich gelang in der 81. Minute der verdiente Ausgleich. Niki Cross spielte einen langen Ball auf ihre US-Landsfrau Hagen, die sich im Strafraum gegen die Potsdamer Defensive behaupten konnte und überlegt zum 1:1 traf. In der Folge hatten die Gastgeberinnen zwar die Möglichkeit zum neuerlichen Führungstreffer. Doch in der 83. Minute war Längert hellwach und griff Genoveva Anonma einen Ball weg, zwei Minuten später verfehlte Tabea Kemme mit einem Flachschuss das Bayern-Tor nur knapp. Insgesamt waren die Münchenerinnen jedoch in der Schlussphase das aktivere Team, das auf den Ausgleich drängte und physisch frischer wirkte. Erfolg brachte es keinen, mit dem 1:1 ging es in die Verlängerung

Spielszene Potsdam gegen Bayern

Zweikampf der Neuzugänge: Maren Mjelde (li.) im Duell mit Amber Brooks © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Strafstoß bringt Potsdamer Führung
In der ersten Hälfte der Verlängerung gingen die Potsdamerinnen schließlich mit einem Strafstoß in Führung. Nach einem Foulspiel von Amber Brooks an Evans verwandelte Ogimi (103.) sicher zum 2:1. Nur etwa eine Minute später waren die Gäste vor 2 260 Zuschauern allerdings im Glück, als Ivana Rudelic nur den Pfosten traf. Die Münchenerinnen drängten und warfen alles nach vorne, doch für die Entscheidung sorgte Evans.

Die Schottin behielt in der 118. Minute in der 1:1-Situation mit Längert die Nerven und traf überlegt und souverän zum 3:1. In der Nachspielzeit legte Bremer das 4:1 nach. „Das Ergebnis täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg“, resümierte Turbine-Trainer Bernd Schröder nach der umkämpften Partie. „Wir werden uns steigern müssen“, so der Trainer mit Blick auf das Endspiel gegen den VfL Wolfsburg.

Die Wolfsburgerinnen hatten bereits gestern nach einem souveränen 5:0 (1:0)-Sieg beim SC Freiburg ihr Finalticket gebucht. Das Endspiel findet am 19. Mai in Köln statt.

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58 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Es war ein richtig klasse Pokalfight. Das Spiel war sicher übre weite Phasen nicht hochklassig. Aber beide Mannschaften haben gekämpft und es gab viele Phasen, da hätte das Ergebnis auch zur anderen Seite kippen können.

    Glückwunsch auch an die Bayern, die erneut bewiesen haben, dass sie sich gerade gegen Mannschaften, die nominell stärker sind und gegen die sie Außenseiter sind, gut in Szene setzen können. Da werden die großen Drei auch in der Rückrunde der Bundesliga noch ihre Schwierigkeiten bekommen.

    Glückwunsch aber auch an Turbine, die sich nie aufgegeben haben und den Kampf angenommen haben. Letztendlich haben sie in der Verlängerung ihre Chancen sehr konsequent genutzt und dadurch die Waage zu ihren Gunsten haben ausschlagen lassen.

    Schön war auch, dass die Bayern wie erwartet den lautstarken Anhang mitgebracht haben. So macht ein Fußballspiel gleich noch mehr Spaß. Ich schätze mal, dass es so um die 250 Anhänger waren und damit quasi so viele, wie Bayern daheim als Schnitt hat. Das ist wiederum ein trauriger Fakt, dass man um Berlin herum so viele Fans mobilisieren kann, wie zu Hause (auch wenn die komplette U17 mit aus München dabei war).

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  • waiiy sagt:

    Zur Kritik an unseren Turbinen:

    Die besten Spielerin war einmal mehr Alyssa Naeher. Sie hat wirklich alles wegfangen können, was ging. So einen Rückhalt wie sie braucht die Mannschaft.

    Ansonsten gefielen vor allem Pauline Bremer und Jenny Cramer (diesmal in der Außenverteidigung). Beide waren sehr aktiv und auch in den Zweikämpfen sehr erfolgreich. Schön, dass sich Pauline Bremer am Ende in die Torschützenliste eintragen konnte. Das hat ihre Leistung gekrönt.

    Gefallen hat mir auch Ada Hegerberg, die bis zu ihrer (für mich) zu frühen Auswechslung sehr aktiv war und bei einigen Angriffsaktionen sehr gut stand und bei genaueren Pässen durchaus hätte Tore machen können.

    Statt ihr hätte in meinen Augen lieber Yuki Ogimi ausgewechselt werden sollen. Sie war völlig von der Rolle, hat viele viele Fehlpässe fabriziert und sich auch oft im Zweikampf ausspielen lassen. Das Spielen im Mittelfeld ist einfach nicht ihr Ding. Man tut ihr wirklich keinen Gefallen, ihr die Regisseurrolle zu geben.

    Nach dem Wechsel (Hanebeck kam für Hegerberg) blieb Yuki im Mittelfeld und man spielte fortan im 3-5-2 und später (nach Einwechslung von Kemme) eher noch im 4-4-2. Beides hat sich negativ bemerkbar gemacht, weil man sich immer weiter hat hinten reindrücken lasse.

    Die prägende Spielerin war letztendlich Lisa Evans. Sie war an 4 Toren beteiligt (2 Tore selbst, 1 Strafstoß herausgeholt und der Nachschuss von Bremer folgte auf Schuss von Evans). Aber es waren quasi fast ihre einzigen Aktionen. Aber was soll man das einer Stürmerin sagen? Wer trifft hat Recht und so hat sie Turbine heute den Sieg und die Reise nach Köln gesichert.

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  • metalCORE sagt:

    …dem 4:1 ging die Vorlage von Evans voraus, sie hat den Ball für Bremer quergelegt. Das dem ein Torabschluss von Lisa vorausging ist eine andere Sache…

    …warst du live vor Ort oder hast du dich aufgrund der merkwürdigen Schilderung im letzten Absatz vom Kommentator auf rbb beeinflussen lassen?

    Der war der Gipfel der Peinlichkeit – schon die uninformierten Fussballkommentatoren bei Nationalmannschafts-Spielen sind hart, aber was der heute abgeliefert hat, spottet jeder Beschreibung. […] Ich werde die Tage noch einen Brief an den rbb verfassen – schön, dass es FF im Fernsehen gibt, aber die Berichterstattung ist unwürdig gewesen.

    Inka Weseley hat das in Ansätzen rausreissen können, denn der Moderator war auch nicht viel besser…

    Das Spiel könnte man wirklich nicht besser als „Fight“ beschreiben – man muss allerdings sagen, dass es gegen Ende wirklich den Anschein machte, als dass die Münchnerinnen die fitteren Spielerinnen waren – das sollte zu denken geben. Nichts neues hingegen, dass die Potsdammerinnen auch spielerisch enttäuschten (da sah ich den FVB ebenfalls vorn, sie hatten einfach bessere Aktionen) – bei Turbine ragiert zunehmend „langer Ball nach vorne, erobern, schauen was geht“ – das sist angesichts der Spielerinnen und deren unbestreitbarer Qualität (sonst wäre das Spiel anders ausgegangen) deutlich zu wenig.

    Mir fehlt einfach der Spielwitz, Spielverständnis und ein klarer taktischer und spielerischer Leitfaden. Es kann nicht sein, dass 75% der Aktionen, ob offensiv oder defensiv, im Sande verlaufen – Beispiele: unzählige Klärungsversuche in der Defensive (ob langer Ball oder Pass) landeten beim Gegner oder wurden geblockt. Ein Unding! Offensiv hat man gar kein Muster erkennen können.

    Ich denke, Bernd Schröder in allen Ehren, aber man sollte unbedingt einen zweiten Trainer oder Co-Trainer einstellen, der an sowas arbeiten kann – dann kann sich BS auch ganz auf die Kondition und körperliche Ertüchtigung konzentrieren… 😉

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • fisch sagt:

    Oh, oh, das war viel knapper, als das Ergebnis vermuten lässt.
    Jetzt bin ich aber heilfroh, wie clever die Torchancen durch Turbine auch genutzt wurden. Denn über das ganze Spiel gesehen, hatte Bayern das bessere Spiel aufgezogen. Das Mittelfeld gehörte überwiegend den Bayern, das Kombinationsspiel war sicherer, die freien Räume wurden gekonnt genutzt. Aber bei der Turbineverteidigung war meistens Endstation. Alle 3, Cramer (sie rechtfertigte die Natio-Nominierung absolut), Draws und Singer, außer beim 1:1 sehr souverän, Lys Naeher wie gewohnt top und sicher. Sie sollte aber noch Abschläge und Abstöße üben. Allerdings stand ihr die z.Zt. beste deutsche Torfrau, Kathrin Längert, nicht nach. An allen 4 Toren war sie aber machtlos.
    Yuki im Mittelfeld fand ich nicht ganz so optimal, ihr verwandelter Elfmeter dafür um so mehr. Im Sturm scheint sie mir wirkungsvoller. Ganz toll dagegen das noch 16-jährige Turbineküken Pauline Bremer. Ballbeherrschung, Spielübersicht und Vollstreckerin schon sehr ausgeprägt. Mit der Nr. 31 (ehemals bei Turbine und auch noch in Malmö Anja Mittag, sowie Bastian Schweinsteiger) trägt sie ein ganz schön schweres Markenzeichen auf dem Trikot. Aus der kann eine ganz Große werden.
    Im Sturm war natürlich Lisa Evans heute das Nonplusultra. Sie hat heute das Spiel entschieden, mehr will man doch garnicht.
    Anonma war dafür ein glatter Ausfall, Ada Hegerberg habe ich auch nicht so stark wie @waiiy gesehen.
    Bei den Bayern-Ladies gefielen mir neben Längert vor allen Hagen, Brooks, Feiersinger, Lotzen und Bürki durch ihre Ballsicherheit und Kombinationsspiel. Gegen die haben die „3 Großen“ in der Liga-Rückrunde noch nicht gewonnen.
    Für das Finale im April hat Bernd Schröder jedenfalls noch viel zu tun. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt. Mal sehen, was BS heute abend als Gast in der Sportplatz-Sendung auf RBB dazu sagt.

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  • Kalki sagt:

    Das war maln Pokalfight richtig spannend mit zwei guten Teams auch wenns vor allem im Mittelfeld zur Sache ging war man doch gebannt dabei.
    Ich bin schon richtiger Fan von Pauline Bremer muss ich sagen auch wenn man so junge Dinger nicht gleich in den Himmel jubeln soll,aber Hut ab mit 16 meistens so souverän spielend als wäre man schon Jahre dabei und auch noch offensiv richtig gut dabei.

    Anonma hatte heut wohl kein Glück bei ihren offensiv Aktionen aber eins muss man ihr lassen sie ist über all zu finden und versucht ihre Fehler wieder gut zu machen und hilft auch viel hinten aus z.Bsp. als in der 2.HZ hinten oft die Linksverteigerin fehlte (warum auch immer).
    Insgesamt kann man sagen ne deutliche Steigerung zum Freiburgspiel in der Hinsicht bin ich mal optimistisch das es auch noch spielerisch besser wird und das man Wolfsburg dann gut Paroli bieten kann.

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  • balea sagt:

    Als Stadionbesucher würde ich sagen, dass Bremer super gut gespielt hat, Anonma das ganze Spiel über vorn und hinten effektiv gerackert hat, Draws im Lauf des Spiels besser wurde, Ada Hegerberg gut aufgefallen ist, Naeher sehr gut – und Yuki Ogimi unverzichtbar für die Turbinen ist. Die Kritik an ihr kann ich nicht verstehen. Regie ist vielleicht nicht ihre Hauptrolle, aber sie nimmt sie an, hatte entsprechend enorm viele Ballkontakte und deswegen auch den einen oder anderen Fehler. Aber sie war immer präsent und positiv prägend und hat das Spiel gelenkt.

    Evans hätte ich nach der ersten Halbzeit schon ausgewechselt. Es kam so gut wie kein Angriff über den Evans- oder Göransson Flügel nach vorn, weil beide schlicht und einfach zu langsam waren. Pauline Bremer zB wäre jeweils in der selben Zeit die doppelte Entfernung gelaufen. Nach dem Tor hat sie sich verbessert, war dann aber auch mehr zentral als über den Flügel.

    Die Bayern waren sehr stark mit vielen Chancen, hatten sich aber während des Spiels irgendwann die anfängliche Domninaz nehmen lassen.

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  • preuße sagt:

    Ich wollte auch einmal was positives zu einem
    Potsdamer Spiel der letzten Monate schreiben,aber ich würde mich selbst belügen,wenn ich das täte.Schön das einige hier
    immer noch was positives im Spiel von Potsdam sehen,könnte
    ich beneiden.Der Erfolg gibt euch ja meistens auch Recht.
    Ich jedenfalls kann mich an dem 4:1 nicht wirklich laben.
    Man könnte, so wie schon von metalCore erwähnt,den Eindruck
    gewinnen,es wird nur noch Torschuß und Kondition trainiert.
    Vielleicht sollte man auch langsam aufgeben,Turbine als eine
    Mannschaft mit internationalen Anspruch zu sehen.

    Ich schäme mich bereits fürs Pokalendspiel,wenn das
    Gekicke in ganz Deutschland zu sehen ist,ähnlich wie gegen
    Wolfsburg in der Bundesliga.
    Damit gewinnt man keine zusätzlichen Fans.

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  • Kalki sagt:

    @preuße

    Naja man kanns auch übertreiben schämen müssen sich die Mädels für nichts.
    Das Spiel heute war ja von der taktischen Ausrichtung der Bayern klar, mit 5 Mittelfeldspielerinen, das es wenig Torchancen geben wird.Trotzdem hat man in ein paar Spielzügen gezeigt das man die spielerischen Mittel hat wie z.Bsp. die Szene die den Elfmeter verursachte.
    Aber wie gesagt das war heut ein Pokalfight wenn zwei Teams sich neutralisieren gewinnt halt das Team das die wenigen Chancen´am besten ausnutzt.
    Sicher wünscht man sich das wieder wie zu „alten Mittag und bajramay“ Zeiten das wieder Doppelpass Hacke eins zwei drei die Gegner an die Wand gespielt werden.
    Aber die Zeiten sind nun mal vorbei das Team ist nunmal ein ganz anderes und brauch Zeit sich zu finden und meistens brauch man da mehr als nur eine Saison und noch dazu sind die Gegner nunmal keine Laufkundschaft mehr die haben auch ihre Ambitionen ,mit Bayern haben wir wahrscheinlich auch einen zukünftigen Konkurenten um die Meisterschaft heute gehabt.

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  • waiiy sagt:

    @preuße und metalCORE:

    Mich würde gern mal die Erwartungshaltung interessieren, die Ihr so an den Tag legt und wo Ihr diese hernehmt. Das Potsdamer Spiel hat schon in den letzten 3 Jahren von der Kraft, der Laufbereitschaft und dem unermüdlichen Kampfgeist gelebt. So wurde 2010 Lyon niedergekämpft, obwohl Turbine nicht besser war. So wurde vorletzte Saison der Patzer von Frankfurt gegen Duisburg ausgenutzt, wonach Frankfurt den 1 Punkt bis zum Saisonende nicht mehr aufholen konnte. So wurde letzte Saison Wolfsburg bis zur Zielgeraden auf Distanz gehalten, obwohl haufenweise so knappe Spiele wie heute abgeliefert und sogar mehrere Punkte eingebüßt wurden.

    Ich glaube, in Euren Augen werden vergangene Jahre mit Nationalspielerinnen wie Mittag, Peter, Schmidt, Bajramaj, Keßler, Hennig und anderen wie Schumann, Wich, den beiden Kerschowskis und noch mehr Spielerinnen heroisiert, obwohl die Leistungen auch bei weitem nicht durchgängig super waren. Wenn man wirklich Fan ist, ins Stadion geht und nicht nur bei Chips und Weizen mal ein Pokalspiel im Fernsehen verfolgt, dann weiß man die Leistungen, die die Mannschaft bringt zu schätzen. Das heißt nicht, dass man nicht auch Kritik anbringt oder mit allem zufrieden ist. Aber man setzt doch keine Generalkritik an, wenn es nicht angebracht ist.

    Die Mannschaft ist definitiv im Umbruch. Das muss man einfach mal einsehen. Und in dieser Zeit sind die meisten Fans froh, dass sich das Team kämpferisch unter den ersten 2 Mannschaften der Liga hält und hoffentlich den CL-Platz erreicht. Wenn das nicht klappt, wäre eigentlich die Normalität eingetreten. Aber soweit ist es noch nicht, weil auch andere Mannschaften durchaus ihre Fehler machen, obwohl sie diese oben angesprochenen Heroen in ihren Reihen haben und dafür Talente wie Jäger oder Choijnowski auf der Bank schmoren lassen bzw. vertreiben werden. Da lobe ich mir lieber eine Mannschaft, die junge Spielerinnen aufstellt, auch wenn diese dann Fehler machen.

    Und man darf beim heutigen Spiel auch nicht verkennen, dass es sich bei Bayern um die Mannschaft handelt, die auch schon gegen Wolfsburg und Frankfurt in dieser Saison gezeigt hat, zu was sie fähig ist.

    Also Kritik ist immer richtig, wenn sie sachlich ist. Aber man sollte sie dabei auch immer die richtige Basis stellen.

    Ach ja, noch etwas zu den „Fanzugewinnen“: Wenn die Fans, die heute im Stadion waren (ja, ich war dabei), anderen erzählen, welche Begeisterung da war und welche Leidenschaft, dann ziehen diese Fans sicher mehr neue Zuschauer ins Stadion als irgendein anderer Verein der Liga. Allein schon, dass ca. 2.000 Leute das erzählen können, ist ein vielfacher Multiplikator zu der Kulisse, die die zur Zeit beste deutsche Mannschaft bei ihrem Finaleinzug beobachtet haben. Und die von sich behauptete beste Mannschaft hätte beides ja als Anschauungsunterricht nutzen können, weil sie sich schon seit einigen Wochen „voll auf die Meisterschaft konzentrieren“ kann.

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  • waiiy sagt:

    @preuße: Du brauchst Dich nicht schämen, wenn Du keine emotionale Bindung zur Mannschaft hast. Und Du würdest Dich nicht schämen, wenn Du emotional drinhängen würdest und die Mannschaft (wie heute) alles gibt. Von daher ist, der Satz völlig unverständlich.

    Ich bin stolz auf die Einstellung der Mannschaft heute, auch wenn sie Bayern nicht auseinander genommen hat, was ich aber auch nie erwartet hatte.

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  • jochen-or sagt:

    Die bessere Mannschaft hat heute verloren.

    Das war für mich eines der schwächsten Spiele von Turbine, an das ich mich erinnern kann.
    Selbst bei dem verlorenen Spiel gegen Arsenal war man um eine Klasse besser, weil da noch die alte Kampfstärke zu spüren war, die heute nur ansatzweise (15 Minuten nach der Pause) sichtbar war.

    Yuki ist im Mittelfeld eine Fehlbesetzung und erst Pat brachte ein wenig Struktur und Übersicht in ein bis dahin äußerst schwaches Mittelfeld, welches weder nach vorne Druck machen konnte noch nach hinten die Löcher stopfen konnte. Natürlich fehlte da auch die notwendigen Unterstützung von vorne und auch hinten.

    Schröder hätte viel früher reagieren und auf eine Stürmerin verzichten müssten, um das Übergewicht der Bayern im Spielaufbau zu bekämpfen. Aber er hält ja stur an 3 Stürmerinnen fest, die heute eigentlich so gut wie nichts zustande brachten – ausgenommen diesen guten Angriff, der zum Elfmeter führte.

    Man mag dies auch darauf zurück führen, dass mit den 3 Neuen die Mannschaft noch nicht eingespielt ist. Aber vorher war es ja in dieser Saison – wie preuße zutreffend fest stellt – kaum anders.
    Wie man Fußball spielt, zeigten für mich heute nur die Bayern.

    Sicherlich ist Bremer ein Talent, war Jenny Cramer o.k. und es ist auch erkennbar, dass Maren und Ada Verstärkungen werden können. Aktuell sind sie aber nur Durchschnitt und geben dem Spiel kein Gepräge.

    Selbstverständlich lag einiges heute auch am Gegner.
    Waren die Turbinen am Ball, so wurde die Ballführende sofort gedoppelt, so dass kein Spielfluss entstehen konnte. Dagegen stand bei den Bayern stets eine Spielerin frei und wurde auch gesucht und angespielt.
    Grauselig wie oft auf der rechten Seite eine unbeachtete Bayernspielerin auftauchte und wie in einigen Szenen die Bayern sich ungehindert den Ball zuspielen konnten und durch das Mittelfeld und die Abwehr marschierten. Gott sei Dank waren sie nicht besonders torgefährlich.

    Überragend wie schon in der Bundesligabegegnung war für mich wieder Hagen – aber die anderen spielten auch recht gut, waren viel in Bewegung und boten sich stets zum Anspiel an – eine prima Mannschaftsleistung.

    Aber so ist Fußball – da läuft jedes Spiel anders und verteilt sich das Glück nicht immer gerechtl. Vielleicht kann Turbine mit Unterstützung seines großen Anhangs den Favoriten Wolfsburg im Endspiel bezwingen.
    Als Außenseiter spielt es sich ja leichter.

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  • fisch sagt:

    @ preuße
    Wie es sich gehört, respektiere ich Deine Meinung schon. Rein nüchtern und zusammenhanglos ist ja auch vieles richtig. Ich möchte dem aber entgegnen, dass ich vor der Arbeit Bernd Schröders trotzdem tief den Hut ziehe. Welche Tugend er immer wieder aus der fast jährlichen Not des von hauptsächlich der beiden Frankfurter und Wolfsburger Geldclubs leergekauften Mannschaft macht, ist einfach beispiellos. Zur Internationalisierung der Mannschaft hat er vor diesem Hintergrund garkeine andere Alternative, wenn er im nationalen und internationalen Rennen bleiben will. Heute waren acht Nationalitäten im Aufgebot (incl. D und B). Das muss man erstmal unter einen Hut bringen, geschweige denn in Kürze eine schlagkräftige, eingespielte Mannschaft präsentieren.

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  • istdochegal sagt:

    Sorichtig viel konnte ich dem Spiel heute auch nicht abgewinnen, ich freue mich natürlich das Turbine ins Finale eingezogen ist, aber spielerisch war das gar nichts. Wenn ich mir den Kommentar von balea durchlese beginnt bei mir das große Kopfschütteln, dem einzigen welchem ich zustimmen kann, ist das Pauline Bremer ein für Ihre 16 Jährchen tolles Spiel gemacht hat. Eine Aussage wie: „Anonma das ganze Spiel über vorn und hinten effektiv gerackert hat“ lässt mich schon fast erzürnen, wenn ich sehe wie sie am eigenen 16ner versucht gegen 2-3 Bayern Spielerinnen mit einem Dribbling, was natürlich durchweg mißlang, den Ball zu behaupten, bekomme ich einen Herzkasper. Als Stürmerin darf sie das gerne am gegnerischen 16ner machen und wenn das dort vielleicht ein, zweimal gut geht ergeben sich tolle Torchancen, aber am eigenen Strafraum… . Das Ada anstelle von Yuki rausgenommen wurde, hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen, sie fand ich eigentlich noch recht gut in einem Team welches einfach keinen ansehnlichen Fussball mehr spielt. Alyssa war, was die Leistung angeht gewohnt sicher, aber auch hier sollte der Herr Heinrichs als Torwarttrainer einmal ein wenig an den Schwächen mit ihr arbeiten, sie bekommt den Ball beim Abschlag nicht einmal über die Mittellinie was nur allzu oft zur Folge hat das er umgehend wieder in ihren Besitz gelangt. Yuki ist und bleibt eine Stürmerin, sie ist im Mittelfeld als Denkerin und Lenkerin ungeeignet. Sie hat durchaus gute Ideen, aber in der Regel solche die nur unmittelbar im Strafraum Gefahr bringen, wie z.B. mit einem kurzen Doppelpass die gegnerische Spielerin auszuspielen und dann direkt zum Abschluss zu kommen, im Mittelfeld kommt dann die nächste Verteidigerin und die Pille ist weg.

    Sonst geht meine Meinung was Spiel und Trainer angeht absolut konform mit der von metalCORE. Es muss dringend etwas im taktischen Bereich gemacht werden, dieses grauenhafte kick and rush bringt heutzutage keinen Erfolg mehr, ein neuer Trainer muss zwingend neue taktische Ideen mit ins Team einfließen lassen, der sprichwörtliche „frische Wind“ fehlt. Man sieht z.B. an Wörle das gerade die jungen Trainer wissen wie heute schöner, effektiver Fussball gespielt wird, Bayern ist für mich was das angeht absolut Top aufgestellt. Nur mit Kondition und robuster Spielweise, gewinnt man vielleicht dieser Jahr noch einen Blumentopf, aber für die Zukunft sehe ich da schwarz. Beste Beispiele sind Lyon und Japan, welche wie ich meine, technisch die bessten Teams kontinental und international sind und auch nicht zwingend als Konditionsmonster verschriehen sind.

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  • Kalki sagt:

    Ich glaub einige haben ein bisschen zu große Erwartungen hier oder zu wenig Geduld und was Bayern bitte jetzt viel besser gemacht haben soll muss mir auch mal einer erklären.
    Es warn Kampfspiel wo das eine Team ne gute Phase mal hatte wie die andere sowie auch schlechte.Insgesamt gabs aber genauso viele Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe (wenn nicht mehr) auf Bayernseite.
    Dann Vergleiche mit Lyon, Japan verbieten sich schonmal schon vom Budget her, wie auch diese ihre Team zusammenhalten konnten über Jahre und Turbine in den letzten Jahren viele Leistungsträger ersetzen musste.

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  • H2O sagt:

    Auch von mir mal meine Wahrnehmung des Spiels:

    – Generell war es ein sehr spannendes Spiel, was vom Verlauf eine sehr gute Werbung für den Frauenfußball war. Leider sind solche Spiele viel zu selten.

    – Qualitativ haben sich beide Mannschaften wenig genommen, wobei der Spielstil sehr unterschiedlich war. Bayern ist meiner Meinung nach auf dem Niveau der anderen großen 3 angekommen.
    Ich finde es nicht richtig FF aus der Topgruppe herauszunehmen. Vielleicht passiert dies auch nur weil FF bei vielen Fans keinen guten Ruf hat.
    Das heißt, wir haben 4 Mannschaften in der Liga die sich gegenseitig schlagen können. (Meiner Meinung nach.)

    – Ich finde es sehr interessant, dass es hier einige Kommentare zum Spielstil von TP gibt. Genau die gleichen Gedanken hatte ich beim schauen des Spiels auch.
    Während BM erkennbare Spielzüge mit übersichtlichem Spielaufbau anstrebte war ich von Potsdam überrascht.
    (Fast) Immer direkt, hoch und schnell nach vorne. Ich will jetzt nicht sagen, dass es generell schlecht ist aber überlegt sah das oft nicht aus. Momentan ist dies in Kombination mit dem viel gerühmten Kampfgeist offensichtlich auch noch Möglich erfolgreich umzusetzen. Ich frage mich nur wie das in Zukunft aussieht, wenn die technischen Fertigkeiten der Spielerinnen noch zunehmen (die nachrückenden Generationen sind ja bekanntermaßen viel besser ausgebildet als die jetzt spielenden) (oder wie bei dem Starensemble vom Lyon) dürfte dann vieles ins leere laufen.

    – Zum Abschluss: Die Defensivarbeit beider Mannschaften hat mir gut gefallen. 🙂

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  • xXx sagt:

    Jo, sehe jetzt auch nicht, wo Bayern zwingend BESSER gewesen sein soll. Das MEHR an Torchancen lag in jedem Fall bei Turbine Potsdam. Das Spiel hätte auch schon nach 90 Minuten für Potsdam entschieden sein können bei etwas besserer Chancenverwertung.

    Fehlpässe und Ballverluste gabs sowieso auf beiden Seiten zu Hauf. Das ist aber auch weiter nicht verwunderlich, denn schließlich war es für Turbine Potsdam das 2. Spiel nach langer Winterpause und für Bayern gar das 1.. Da fehlte es einfach bedeutend an Spielpraxis. Hallenturniere und Testspiele können das auch nicht ausgleichen.

    Und mit langen Bällen und schnell über die Außen spielt Turbine Potsdam auch schon seit Jahren. Auch, als Mittag, Bajramaj etc. noch in Potsdam gespielt haben. Das hat sich nicht viel verändert, nur habe ich das Gefühl fehlt es einigen Spielerin manchmal an der Ruhe am Ball und so werden sie schnell hektisch, wenn sie unter Druck gesetzt werden.

    Aber wo das jetzt so schlimm sein soll, wie Turbine Potsdam jetzt spielt, kann ich nicht erkennen.

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  • waiiy sagt:

    @Kalki: Ja, so sehe ich das auch.

    Die andere Frage ist auch, wie man Niederlagen von Wolfsburg und Frankfurt gegen Bayern denn erklären will, wenn das, was Potsdam heute gemacht hat, so schwach war. Vielleicht liegt die Leistung der Offensivabteilung von Turbine auch einfach in der starken Leistung des Mittelfeldes von Bayern begründet.

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  • metalCORE sagt:

    @waiiy: Es kann schon sein dass es die von dir beschriebene Gattung „Fans“ gibt, ich gehöre aber nicht dazu. 😉

    In der Tat gab es gerade in der Vergangenheit (zur entsprechenden Konkurrenz gesehen) bei Turbine spielstarke Mannschaften, jede mit der eigenen Prägung, denen aööen gemein war, dass sie durch überragende körperliche/konditionstechnische Vorteile dem Gegner (gerade gegen Ende oder bei Verlängerungen) überlegen waren und dann die spielerische Komponente noch stärker zum tragen kam. Selbst vor 1-2 Jahren kann ich mich noch an Spiele erinnern, wo Potsdam trotz schwacher Leistung Spiele in der Endphase entscheiden konnte, weil der Gegner am Ende einfach „platt“ war. Dass das nicht immer so bleiben wird, war abzusehen.

    Dass jedoch der Gegner deutlich „fitter“ erscheint, verwundert dann doch. Insofern war es heute als Energieleistung zu sehen, dass Energie trotz auch spielerischer Defizite das Ruder nochmal herumreissen konnte.

    Entscheidend, und worauf ich eigentlich schon mit dem ersten Post hinauswollte, und istdochegal hat es in seinem Kommentar schon angeschnitten, ist der Vergleich zur Konkurrenz.

    Man muss (so mache ich das objektiv, und jeder sollte mir rechtgeben können) man einfach festhalten, dass andere Mannschaften Potsdam nicht nur eingeholt, sondern überholt haben. Normalerweise sollte man mit der Konkurrenz wachsen, stattdessen ist bei Potsdam nicht nur Stagnation sondern Ansatzweise sogar Rückschritt erkennbar.

    Den Spierinnen ist das nicht unbedingt geschuldet – ja, der Kader hat sich verändert, was auch an der bösen Konkurrenz aus Wob und Fra liegt (was gerade die Spielerinnen, die Unaussprechlichen 😉 , dort an „Verbesserung“ gefunden haben wollen, erschliesst sich mir dennoch nicht), jedoch ist der Verjüngungsprozess durchaus als positiv zu werten – dass dies nicht nur mit deutschen oder sogar mit Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs gelingt, sollte klar sein. Gerade eine Evans ist mit ihren 20 jedoch schon eine recht komplette Spielerin. Dass die Mannschaft nicht die Qualität von vor 2-3 Jahren hat – geschenkt: Damals hatte man Spielerinnen im Kader, denen ebenfalls Jahre der Entwicklung zugestanden wurden.

    Ein Zwischeneinwurf von mir: wenn die jetzigen ausländischen Spielerinnnen sich langfristig an Potsdam binden und nicht wie die Legionäre der letzten Saisons (ich meine gerade und vor allem div. Abwehrspielerinnen die zur Konkurrenz abgewandert sind) sofort nach kurzem erfolgreichem Intermezzo weiterziehen, sind sie mir sogar weitaus lieber. 😉

    Man sollte weiter und intensiver an körperlich/ausdauertechnischen Bereich arbeiten, um die Vormachtstellung dort zu halten oder zurückzuerlangen, jedoch finde ich es als immens wichtig, anzuerkennen, das man spielerisch von der Konkurrenz überholt wurde und dort im eignen Verein den Hebel ansetzt. Wie gesagt sehe ich nicht unbedingt die Notwendigkeit, auf den Trainer zu schimpfen, jedoch sollte man sich dafür entsprechende Fachkompetenz ins Boot holen.

    Ich denke dass die aktuelle Mannschaft anbsolut die Qualität hat, solche Ansprüche auch umzusetzen – jedoch muss man ihr diese spielerische Komponente aufzeigen, sowas lernt man kaum im Selbststudium…

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  • waiiy sagt:

    Zur Leistung von Bayern hat übrigens auch Thomas Wörle seine (nicht exklusive) Meinung: „Das war vielleicht das stärkste Spiel, was ich je von meiner Mannschaft gesehen habe.“

    Das heißt im Klartext, dass schwächere Leistungen gereicht haben, um Frankfurt gleich 2 Mal aus dem Pokal zu werfen und Wolfsburg in der Meisterschaft zu schlagen. Und dann gab es da heute eine Mannschaft, die, zugegebenermaßen glücklich, diese Mannschaft niedergerungen hat. Das sollte den Miesmachern der Leistung von Potsdam zu denken geben. Aber wahrscheinlich sprechen die Thomas Wörle auch den Sachverstand ab…

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  • H2O sagt:

    @waiiy
    Naja, ein besseres Spiel von dieser Mannschaft kann er ja auch noch nicht gesehen haben, da sie in dieser Besetzung wohl das erste Pflichtspiel absolviert haben. 😉

    Außerdem weißt du aber schon das “Das war vielleicht das stärkste Spiel, was ich je von meiner Mannschaft gesehen habe.” nicht bedeutet:
    „Ich habe alle Spiele vor Augen und genau mit diesem Verglichen und komme zu dem Schluss das wir noch sie so gut gespielt haben“ sondern eher etwas in der Kategorie von: „Wir haben heute richtig gut gespielt, besser als erwartet und sind bis an die Grenzen von dem gegangen was wir können“.

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  • waiiy sagt:

    @H2O: Ja klar hat man dann nicht alle Spiele im Kopf, aber doch die richtungsweisenden des letzten halben Jahres. Da waren es auch nicht allzu viele, die Wörle meinen kann: das Pokalfinale 2012, der Rauswurf von Frankfurt in der aktuellen Saison und das Spiel gegen Wolfsburg sind ihm sicher durch den Kopf gegangen oder meinst Du, dass er die schon aus dem Kopf gestrichen hat? An welche Spiele soll er dann gedacht haben?

    @metalCORE: Ja, da hast Du Recht. Man sollte der Mannschaft ihre Zeit geben. Das Potential hat sie auf jeden Fall. Aber diese Saison ist eine Übergangssaison und vielleicht sogar die nächste noch. Und man sollte eben auch an Grottenkicks aus den letzten Spielzeiten denken, die es durchaus gab. Und Du hast auch recht, dass die anderen aufgeholt haben. Aber das war zu erwarten und man muss es einfach auch akzeptieren.

    Was die Langfristigkeit angeht, denke ich, dass man da durchaus Glück haben kann, wenn man die Verträge ansieht. Mit etwas Glück werden Ende der Saison „nur“ Yuki und vielleicht „Lyss“ gehen. Beides wären natürlich wieder große Verluste, aber eben nichts im Vergleich zum Aderlass der letzten Saison. Von daher sehe ich gutes Potential.

    Zum Trainer muss man sagen, dass Schröder sofort den Stuhl von selbst räumen würde, wenn er Jemanden finden würde, dem er es zutrauen würde, weiterzumachen. Das war schon vor ca. 2 Jahren sein Plan. Da habe ich heute übrigens einen komischen Zwischenton gehört… 😉

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  • istdochegal sagt:

    @waiiy

    Natürlich will ich nicht alles schlecht machen, meine angesprochenen Baustellen bestehen aber dennoch und ich denke genauso wie metalCORE, das zusätzlich zu Schröder und Heinrichs noch eine weitere Fachkraft ins Trainerteam geholt werden sollte. Aus den eigenen Reihen würde sich z.B. ein Herr Weigand anbieten der ja nun mit der U17 tolle Resultate erziehlt und genau diesen schön anzuschauenden, technisch attraktiven Fussball lehrt und spielen lässt. Und aus eigener Erfahrung ist es zum Teil so das Schröder beim Training gar nicht das Komando übernimmt, sondern der aktivere Part von Heinrichs übernommen wird, Schröder steht nur am Rand und äußert gelegentlich einmal hier und dort lautstark seinen Unmut, wenn ihm zu viel gequatscht wird oder ihm etwas anderes nicht gefällt. Natürlich ist das nur ein kleiner Einblick den ich hier und da mal gewinne, wenn ich zufällig am Luftschiffhafen beim Training vorbei schaue, aber ein dritter Mann/Frau um das ganze mit einer neuen Sichtweise und neuen Methoden zu erweitern, kann meiner Ansicht nach nicht schaden.

    Und das Herr Wörle solch eine Äußerung tätigt spricht für mich ganz klar dafür, dass er auch an die Psyche seiner Frauen denkt, oder würdest du in der Öffentlicheit an seiner Stelle sagen das, weil sie verloren haben, es ein schlechtes Spiel von seiner Mannschaft war, damit erreicht er keinen positiven Effekt. Mal ganz davon abgesehen, das es ein wirklich gutes Spiel seiner Mädels war, ob nun das Beste, darüber lässt sich natürlich streiten. Das ist etwas was ich z.B. an Schröder nicht so gut finde er ist zwar sehr offen mit dem was er sagt, aber oftmals im eifer des Effekts sehr Rücksichtslos was die emotionale Verfassung einer Spielerin angeht, wo er dann im Nachhinein mit viel positiver Energie dem wieder entgegenwirken muss.

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  • enthusio sagt:

    Eine Anmerkung zur Zuschauerzahl: am 6. Bundesliga-Spieltag im Oktober kamen 2.700 Besucher gegen Bayern ins Karli, heute zu einem wichtigen Pokalhalbfinale nur 2.260 Zuschauer, darunter einige hundert Bayern-Fans. Da hat die Liveübertragung wohl reichlich Turbine-Fans vom Besuch des Spiels abgehalten.

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  • be sagt:

    Das Spiel war wie erwartet auf Augenhöhe, einem Halbfinalspiel absolut würdig. Hätte mir nur noch ein paar mehr Zuschauer gewünscht. Die verletzungsbedingten Verstärkungen vor einem Jahr haben Bayern in Sachen Konstanz ein gutes Stück nach vorn gebracht, und das hat man seitdem weiter ausgebaut. Es ist gut, wenn sich – gerade auch durch das Wegbrechen von Duisburg an der Tabellenspitze – weitere starke Mannschaften etablieren und die Liga offen(er) gestalten. Und es keine Meister mit 21 gewonnenen Ligaspielen mehr gibt.

    Dass Potsdam nach den ständigen Abgängen in den vergangenen Jahren immer noch in einer Art Umbruchphase ist, wissen wir. Das Potential ist da, und ich sehe den Kader auf dem Papier nicht als schwächer an als den von Frankfurt und Wolfsburg. Problematisch war für Potsdam im vergangenen Halbjahr die Verletzungsmisere, die ein ständiges Umstellen erforderte. Auch dass das Einbinden der Winterzugänge noch nicht abgeschlossen sein kann, leuchtet ein. Adas Auswechslung dürfte wohl vor allem konditioneller Natur gewesen sein, wie bereits gegen Freiburg. Umso überraschter bin ich von Bremer, dass sie die 120 Minuten auf dem Niveau bereits voll durchspielen konnte und gönne ihr auch den Abstauber zum Schluss. Bis wann hat sie noch gleich Vertrag?

    Auf Potsdamer Seite fand ich das offensive Zusammenspiel insbesondere in der ersten Halbzeit (mal wieder) nicht überzeugend. Das haben wir diese Saison schon wesentlich besser gesehen. Schöne Abspielideen waren dabei; nur dumm, wenn dort dann keine Mitspielerin stand. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass immer irgendein rotes Bein zur Stelle war. Ich hoffe, dass daran in den kommenden Übungseinheiten gearbeitet wird. Göransson war heute doch eher blass und wurde nicht ohne Grund so früh ausgewechselt, Añonma spielte mir nach vorne doch etwas zu eigensinnig. Die Abwehr fand ich im Großen und Ganzen okay; möge sie insbesondere in den kommenden Spitzenspielen vergleichbar stabil sein.

    Unnötig fand ich die Klopapieraktionen des Bayern-Blocks, immer mal wieder eine Rolle vor Längerts Kasten ausbreiten.

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  • FFFan sagt:

    Das war ein schwer erkämpfter Sieg der ‚Turbinen‘ gegen einen bärenstarken FC Bayern!
    Interessant war, dass Thomas Wörle das Spielsystem seiner Mannschaft umgestellt hat: dem Potsdamer 3-4-3 setzte er ebenfalls eine Dreierkette entgegen und drei Stürmerinnen, die immer wieder die Positionen tauschten. Die Formation des Gegners wurde quasi ‚gespiegelt‘ (warum ist auf diese Idee vorher noch niemand gekommen?) und damit kam Turbine anfangs überhaupt nicht zurecht.

    Ob jetzt aus Potsdam Plagiatsvorwürfe erhoben werden? 😉

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  • waiiy sagt:

    Bei Bayern wollte ich noch einmal Kathrin Längert hervorheben. Sie nimmt als Torhüterin auch aktiv am Spielgeschehen teil. Sie ordnet ihre Abwehr, provoziert Gegenspielerinnen, verzögert wenn nötig das Spiel, diskutiert mit dem Schiedsrichterteam (wobei man hier auch daran denken muss, dass sie auch Kapitänin ist). Natürlich bringt sie damit auch das gegnerische Publikum gegen sich auf. Aber für ihre Mannschaft wird sie dadurch neben ihrer sportlichen Leistung (an der wirklich nichts zu beanstanden war) um so wichtiger. Sie erinnert mich in ihrer Art ein wenig an Sarholz.

    Torhüterinnen, die gut halten können, gibt es in Deutschland viele. Aber für mich gehört zu einer richtig guten Torhüterin eben ein wenig mehr dazu. Und das hat Kathrin Längert.

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  • neutral77 sagt:

    Mal eine Frage am Rande.
    Wenn ich richtig gezählt habe, hat Anonma gestern ihre dritte gelbe Karte erhalten. Ab wieviel Karten ist man denn bei den Frauen im DFB Pokal gesperrt (bei den Männern nach der fünften) ?

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  • xXx sagt:

    Bei den Frauen ist man auch erst nach der 5. Gelben Karte gesperrt. Da sind die Regeln auch nicht anders. Man kann im DFB-Pokal kaum gelbgesperrt fehlen, weder bei den Männern, noch bei den Frauen.

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  • Matze sagt:

    @neutral77: Richtig gezählt. 😉
    Anomna ist im Finale nicht dabei.

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  • waiiy sagt:

    @FFFan: Ich glaube, der Satz mit „fast wie ein Sohn“ von Schröder zeigt eher Stolz als Plagiatsvorwürfe in Richtung Wörle. 🙂

    Aber Du hast Recht, wobei ich bei Wörle immer wieder überrascht bin, wie gut er eine Mannschaft einstellen kann. Ich hab Hochachtung vor ihm, wenn ich sein Auftreten an der Linie manchmal auch nicht so mag. Aber das ist Geschmackssache und vor und nach dem Spiel immer völlig vergessen. Da ist er dann immer guter Sportsmann.

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  • Jennifer sagt:

    Spiel in voller Länge Turbine Potsdam – FC Bayern München gibt es hier:

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  • Markus Juchem sagt:

    @Matze: wieso sollte denn Anonma im Finale nicht dabei sein?

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  • Matze sagt:

    Markus, ich beziehe mich auf einen Artikel in unserer Zeitung „WAZ“. Dort steht das so. Wenn das nicht so stimmt, entschuldige ich mich für die Fehlmeldung .

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  • Jennifer sagt:

    @Matze: Warum ist Anonma im Finale nicht dabei? Kannst du das bitte noch erklären. Danke!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Matze: Kein Problem.

    In der DFB-Spielordnung heißt es in $43:

    5. Ein Spieler einer Amateur- oder Lizenzspieler-Mannschaft der in der Endrunde des DFB-Vereinspokals fünfmal durch Vorweisen der Gelben Karte verwarnt wurde, ist für das nächste Spiel dieser Endrunde gesperrt, an dem seine Mannschaft teilnimmt. […]

    Der vorstehende Absatz gilt entsprechend für Spielerinnen im DFB-Vereinspokal der Frauen.

    Einem Einsatz von Genoveva Anonma im Finale steht also nichts im Weg.

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  • neutral77 sagt:

    Was ist das denn wieder für eine DFB Regel ??

    Da die ersten sechs Mannschaften aus der Bundesliga nicht an der ersten Runde teilnehmen, kann ja „nie“ eine Spielerin gesperrt werden, da das fünfte Spiel das Finale ist ….

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  • DAWIDenko sagt:

    Glückwunsch an Turbine zum Weiterkommen. Großen Respekt an die Leistung und die Entwicklung der Bayern-Mädels in den letzten Jahren.
    Seit einigen Spielen schafft es Bayern immer besser, dem Gegner mehr entgegenzusetzten: Auch schon beim 2:1 im Hinspiel war dies zu erkennen. Heute schaffte man nach Liga-Modus ein Remis!!! Wenn zählt im Fußball nichts, aber nur der Pfosten verhinderte nach Yukis Führung per Elfemter den Postwendenden Ausgleich.(Schuss Rudelic?)
    Da war die Turbinen-Abwehr (noch) ungeordnet.
    Es war ein hartumkämpftes Spiel gerade im Mittelfeld, mit teils Vorteilen für die Bayern, die mit ihrem guten Passspiel und sicheren Raumgewinn den Turbinen das Spiel sehr schwer machten.
    Allerdings war gerade das Zusammenspiel der Turbinen eher mangelhaft. In frühreren Spielen lag bei Turbine eher die Gefahr den Ball durch verkomplizierendes Kombinationsspiel ins Tor tragen zu wollen. Das konnte man sich so von der Leistung gestern kaum vorstellen.
    Dafür war es auch lobend das auch einmal aus der 2. Reihe der Abschluss gesucht wurde. (1. Halbzeit Evans, Draws und kurz vor Schluss Kemme)
    Ansonsten klappte im Kombinationsspiel bie TP sher wenig.
    Nicht nur das Mittelfeld mit Ausnahme der gewinnbringenden Pauline Bremer ließ vieles zu wünschen übrig, auch der Sturm funktionierte so nicht.

    Auf das gesamte Spiel bezogen zeigte Lisa Evans keine große Partie Fehlpässe, Stockfehler schon bei der Ballannahme. Trotz dem war sie die entscheidende Spielerin. Ich hätte auch Bernd Schröder verstanden sie auszuwechslen.

    Da fand ich die glücklose Anonma viel bemühter als Evans, die gerade in der 1. Halbzeit nur wenig positiv auffiel und eher untertauchte. Anonma arbeitete viel nach hinten mit, und schaffte durch ihre Sololäufe zwar ncihts zielbringendes für die Offensive zu leitsten, doch zumindest als eine der wenigen den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten. Den Münchern gehörte duch stetiges Nachsetzen das Mittelfeld.
    Mjelde eher unaffällig, Yuki zwar sehr bemüht mit vielen Ballkontakten, aber kaum in der Lage das Spiel zu gestalten.
    Auffallend fand ich auch das sie von der Grundausrichtung sehr defensiv agierte. Auch scon vor der Einwechslung von Patti.
    Am besten zeigte sich Pauline Bremer, die es mit zunehmender Spieldauer auch schaffte sich noch zu steigern.
    Großer Einsatz, aber auch intelligente Pässe und gute Tempodribblings brachten immer wieder Belebung und Entlastung in das zähe und fehlerhafte Turbinenspiel.
    Göransson auch mit Fehlern aber mit zunehmedner Spielzeit ein immer größerer Aktivposten. Auch sie verstand sich zu steigern.
    Hervorheben möchte ich noch Jenny Cramer, die kämpferisch ein absoluter Gewinn war und mit ihren Abwehrkolleginnen ein gutes Bollwerk schuf.
    In der Gesamtheit der Partie ließ Turbine wenig Chancen zu.
    Flanken die Alyssa gekonnte abfing oder in Bedrängnis wegfaustete zähle ich hier nicht dazu.
    Gleich zu Anfang eine Chance von Hagen, dann das Tor der selbigen und die Pfostenchance von Rudelic.
    Ähnlich aussichtsreiche Chacen hatte Turbine da schon.
    Vor allem nach der 1:0 Führung, gab es aussichtsreiche Möglichkeitendie allerdings leider kläglich vergeben wurden. (Doppelchance Lisa, Anonma (60) und Hannebecks unglücklicher Querpass freistehend im Strafraum 70)
    Es hätte sich beinahe gerächt…

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  • DAWIDenko sagt:

    Die Rolle von Yuki im Mittelfeld finde ich äußerst befremdlich.
    Ich hoffe, dass dies zeitnah nicht so häufig vorkommt.
    Wie Bernd Schröder sich gerne äußert, ist Fußball Aktion gleich Reaktion.
    Daher spielte Yuki vielleicht besonders weit defensiv, da die Bayern schon im Mittelfled die Initiative übernahmen und nach Klärungsaktionen der Turbineabwehr sofort nachsetzten und den Gegner unter Druck zu setzten.
    Hannebeck war wohl noch nicht ganz fit? Anders erkläre ich mir ihre späte Einwechslung.
    Für den Laien, wie mich, war komisch, dass Yuki nach Adas Aus-und Pattis Einwechslung im Mittelfekd blieb und sogar noch hinter Patti agierte. Zeitweise mit Maren auf der Doppelsechs.
    Schön war das Sara Doorsoun wieder im Kader war.
    In der Pause machte sie einen gnaz „fidelen“ Eindruck. Ich hoffe auf baldige Einsätze. Auch Demann müsste bald wiederkommen.
    Es gibt also weitere Alternativen im Mittelfeld und Yuki kann sich wieder dem Tore-Schießen widmen, gerade da sie sowieso in der Liga so weit vorne steht. 😉

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  • Hanne sagt:

    Warum spielt TP keinen Fußball mehr – keine kreativen Ideen, kein Kurzpassspiel, nur Kick and Rush?! Schade, alle anderen Vereine sind spielerisch mittlerweile auf Augenhöhe und einige sogar darüber, leider ! Nur fitter als alle anderen zu sein, wird auf Dauer nicht reichen!!

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  • jochen-or sagt:

    Sand,Freiburg und München – alles Siege ohne jeglichen Glanz – dabei zuletzt zwei sog. häßliche Siege!
    Im Mittelfeld ohne Hanebeck ein Riesenloch, kein vernünftiger Spielaufbau aus der Abwehr heraus – kein frühes Pressing, wenn der Gegner am Ball ist! Lange kann so was nicht gut gehen.
    Da kann man nur hoffen, dass sich da aus der 2. Reihe noch jemand findet, der dies kann oder lernt.
    Immerhin sind Bremer, Demann, Doorsun und Andrine Hegerberg, aber selbst Mjelde noch so jung, dass man solches mit ihnen üben kann. Ich habe aber Zweifel, ob so was überhaupt trainiert wird.
    Yuki, Genoveva, Ada ( die immerhin erkennbar spielen will – also das Passspiel sucht) und Lisa sind klassische Stürmerinnen. Yuki hat jetzt mehrmals gezeigt, dass das Mittelfeld nicht ihre Position ist und ob sie bleibt ist zudem fraglich.

    Es ist ja schön, wenn man sog. „Renner“ wie Göransson, Doorsun und jetzt wohl auch Bremer hat und der Erfolg gibt Schröder ja auch in gewisser Weise mit seiner geübten Spielweise recht.
    Aber die anderen Mannschaften hinter Wolfsburg und Frankfurt haben – wie man gestern oder auch gegen Freiburg schon sehen konnte – aufgeholt.

    Sowohl Freiburg als auch München gefielen durch sich ständiges Anbieten, gepflegtes Passspiel und frühes Pressing und ließen damit Turbine kaum zur Entfaltung kommen.

    Das schnelle Spiel nach vorne ist sicherlich gefährlich, aber offensichtlich läuft dann nichts mehr, wenn der Gegner dies durch konsequentes Pressing unterbindet.
    Dann ist man eben auf die Hilfe durch eine mehr oder minder zufällig entstandene Spielsituation angewiesen, die z.B. bei der gestern eher blaßen Lisa zu Großchancen führte. Rausgespielt war da mit Ausnahme der Elfmetersituation sowie am Ende, als München seine Verteidigung quasi auflöste, so gut wie nichts.

    Auch den Rhythmus/Tempo und die Spielart wechseln zu können, gehört zum modernen Fußball.
    Vielleicht sollte man auch dies mal üben.

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  • Hanne sagt:

    @jochen-or
    Du sprichst mir und vielen TP-Fans aus der Seele – moderner und attraktiver Fußball ist das noch nicht einmal ansatzweise, den spielen mittlerweile andere Mannschaften, siehe gestern Bayern. Mal schauen, wie lange sich das Glück noch auf Seiten von TP hält!

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  • Holle sagt:

    Erfolg heiligt die Mittel, liebe Leute…und an Erfolg herrschte in den letzten Jahren bei Turbine kein Mangel.

    Auch diese Saison KANN eine erfolgreiche werden, mit Platz 2 in der Liga und einem Pokalsieg.

    Richtig ist, dass man als Zuschauer im Karli oft verrückt werden könnte, wenn Bälle lang unbd hoch nach vorne geschlagen werden oder das Direktspiel zum Dogma erhoben wird, auch wen manchmal Zeit genug wäre den Ball erstaml kontrolliert anzunehmen. Nichts gegen one touch football, nur sollte der Ball auch die Mitspielerin erreichen.

    Auch wenn es meckern auf hohem Niveau ist (fast alle anderen Vereine wären neidisch auf TPs status quo), habe ich doch regelmäßig das Gefühl Berndte S. ist als Trainer nicht auf der Höhe der Zeit (Adoptivsohn Wöhrle eher). Als Bezusperson für Sponsoren, als Netzwerker und profunder Kenner des Frauenfußballs seit 41 Jahren ist er unersetzbar.

    Ich schließe mich jedoch den diversen Vorrednern an, die eine Verstärkung des Trainerteams vorschlagen, um frischen Wind reinzubringen. Loslassen mag nicht zu seinen Stärken gehören, vielleicht hat er auch zu viel Angst um sein Lebenswerk, aber ich möchte meinen, dass man aus dieser Mannschaft, aus diesen Spielerinnen noch ganz andere Leistungen rausholen kann.

    Dann wieder gibt es Momente, wo ich denke, wenn wir ohne Schrödi das Tabellenende begutachten, wird ihm wohl so mancher mehr als eine Traine nachwhinen!!!

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  • Jennifer sagt:

    Spiel in voller Länge Turbine Potsdam – FC Bayern München gibt es hier:

    (Link wurde vom RBB geändert – Info (s.o.; heutiger Eintrag von 10.33 Uhr) ist daher nicht mehr gültig.

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  • LibudaStan sagt:

    Also mal ganz ehrlich, kaum jemand würde im Männerfußball auf die Idee kommen, einen klaren 4-1 Halbfinalsieg als eine Art „Glücksfall“ auszulegen. Ich war im Stadion und habe mir das mal angeschaut. Entscheidungen der Unparteiischen haben nichts dazu beigetragen, die lagen zwar oft daneben aber nicht zugunsten von Potsdam. Das wurde zwar auch nicht behauptet, sollte aber mal erwähnt werden. Ich vermute das ständige Tiefstabeln vom Trainer Berd Schröder ist da mit die Ursache. Bayerns Trainer ist da mehr der „Politiker“ , man war klar der Bessere, hat alles richtig gemacht, nur zum Schluss hat man halt 4-1 verloren.
    Bayern war was das Kurzpassspiel anbelangt sehenswert, nur wenn man angeblich physisch so aufgeholt hat darf in der Verlängerung nicht so in die Konter laufen. Noch ein Wort zu Lisa Evans, wer in der 118 Min. noch so einen Lauf hinlegt und so überlegt verwandelt , kann nicht „blass“ gewesen sein. Für mich eine geniale Fussballerin.

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  • grammfon sagt:

    Also, jetzt hab ich mir das Spiel auch endlich mal im Stream anschauen können (danke @Jennifer). Nach dem, was ich hier gelesen habe, hab ich ja schon das Schlimmste befürchtet. Aber es war mMn ein klasse Spiel zwischen zwei klasse Teams! Also, großes Lob an München. Die haben diese Saison wirklich eine Mannschaft, die mit den ‚großen‘ mithalten kann. Es war auch insgesamt sehr fair, und auch die Schiedsrichterin fand ich eigentlich sehr gut, was ja eigentlich alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.

    Dass Potsdam gerade in den ersten 15 Minuten Probleme hatte, den Ball aus der eigenen Hälfte zu bekommen, lag auch an der Taktik von Wöhrle, das Mittelfeld zu füllen und hoch zu verteidigen. Dieses extrem hohe Pressing lässt aber auch in der Abwehr Lücken, weshalb es eigentlich Taktisch sinnvoll ist mit langen Bällen dagegen zu kontern. Von daher verstehe ich die Kritik an den langen Bällen nicht. Und später hat Potsdams direktes Spiel eigentlich sehr gut funktioniert. Ich war selbst erstaunt, wie viele direkte lange Bälle aus schwierigen Situation ankamen.

    Zu den Spielerinnen: Die Dribblings von Göransson, Hagen und Lotzen waren für mich besonders ästhetisch. Ich war in der Vergangenheit auch immer Kritisch gegenüber Yukis Leistung im Mittelfeld, fand aber dass sie ihre Sache sehr gut gemacht hat. Sie gefällt mir im defensiven Mf (auf ner Art doppel-6 mit Mjelde, die vor allem defensiv stark war) sogar besser als auf der 10. Nur fehlt sie dann leider im Sturm. Evans hat ihre Stärke als Konterstürmerin bewiesen. Und klar, Bremer war eine Sensation. Mit 16 schon 120 Minuten auf so einem Niveau zu spielen… einfach Klasse.

    Also ich freue mich schon auf die Rückrunde. Und demnächst bin ich auch wieder in Potsdam und kann zu ein Paar Spielen ins Karli kommen 🙂

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  • Detlef sagt:

    Ersteinmal Glückwunsch an meine TURBINEN!!!

    Die Marschroute von Schröder war doch ganz klar ausgegeben!!!
    Gewinnen, egal wie!!!

    Beim ausgeben dieses Mottos, dürfte dem TURBINE-Coach sicher die sehr schwache Leistung in Freiburg noch im Hinterkopf geblieben sein!!!
    Es war wohl vorher klar, daß es unserer Mannschaft sicher nicht gelingen wird, die Bayern-Ladies spielerisch auseinanderzunehmen!!!

    Hauptgrund hierfür ist leider der lange Ausfall von PATTI!!!
    Ohne die Spielmacherin geht uns jegliche Kreativität abhanden!!!
    Und hier liegt das große Problem, denn es gibt keinen Backup für die oft kränkelnde- und leider sehr verletzungsanfällige Rheinländerin!!!
    Aber auch wenn sie sicher nicht richtig fit war, brachte ihre pure Anwesenheit auf dem Platz schon mehr Struktur in Potsdams offensiven „Hühnerhaufen“!!!

    YUKI war und ist leider ein schlechter PATTI-Ersatz!!!
    Schröder hoffte wohl, die Weltmeisterin auf dieser Position etablieren zu können, aber er tut YUKI und auch der Mannschaft keinen Gefallen damit!!!
    Mal abgesehen davon, daß YUKI damit vorne im Sturmzentrum fehlt, und Potsdam somit ihre Torgefährlichkeit vermisst, krankt auch der restliche Angriff, weil er kein „Futter“ bekommt!!!

    Das hier bemängelte „kick and rush“ ist sicher ein probates Mittel, wenn man so schnelle Spielerinnen wie LISA, TONI und AYOMA hat, aber es darf halt nicht das einzige System sein!!!

    Wem ich die „PATTI-Vertreterolle“ mittelfristig zutrauen würde wäre NATASCHA!!!
    Bei „TURBINE zum Anfassen“ hat sie ja kürzlich erzählt, daß die Position hinter den Spitzen ihre eigentliche Lieblingsposition ist, und sie dort auch in der Nationalmannschaft bereits spielt!!!
    So neu ist das alles für sie nicht, und Potsdam hätte eine Variante mehr im Programm!!!

    All die Leute die hier geschrieben haben, daß andere Vereine inzwischen schöneren Fußball spielen als TURBINE haben sicher nicht unrecht!!! Aber welche Potsdamer Mannschaft nehmen sie da als Maßstab???
    Die von voriger Saison, oder der davor, oder noch einer davor??? Denkt mal kurz darüber nach, wie viele Spielerinnen seither den Verein verlassen haben!!!
    Es kann gar nicht mehr die gleiche Leistung sein, weil einfach zu viel Qualität verloren gegangen ist, die jetzt erst wieder aufgebaut werden muß!!!

    Es war sicher keine spielerische Glanzleistung der TURBINEN gewesen, aber es war immerhin schon wesentlich besser als in Freiburg!!! Und mit steigender Spielpraxis wird sich auch das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile weiter verbessern!!!
    Viele Angriffe konnten nur durch minimale Fehlabspiele, bzw durch Mißverständnisse nicht erfolgreich zuendegespielt werden!!!
    So etwas läßt sich durch Training abstellen!!!
    Und mal ehrlich, dafür das es eigentlich noch nicht so gut läuft, läuft es doch eigentlich schon ganz gut!!! 😉

    Leider wird für das Frankfurtspiel keine ernsthafte Vorbereitung möglich sein, da viele TURBINEN an der Algarve sind!!!
    Hier haben Frankfurt und Wolfsburg den großen Vorteil, daß sie das Gros der Natio stellen, und sich mit dem Segen des DFB in aller Ruhe einspielen können!!!
    Die Zerstückelung der Bundesligaspieltage ist für mich eines der größten Hindernisse, um eine Mannschaft vernünftig einzuspielen!!! Erst der verstümmelte Ligastart wegen der U20-WM, dann wieder Pause wegen USA-Reise der Natio, gefolgt von der alljährlichen Verschiebungsodyssee wegen unbespielbarer Stadien, und nun kommt auch noch der Algarve-Cup!!!
    Aber das ist wieder ein anderes Thema!!!

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  • busyr sagt:

    Ich war gestern auch im Stadion und möchte mich auch mal zu einigen Punkten äußern. Hierzu ist vorab zu sagen, dass ich, zusammen mit 3 anderen Leuten, die erste Halbzeit auf der überdachten Tribüne hinter dem – zu dieser Zeit – Bayerntor verbrachtet habe und danach auf die gegenüberliegende Tribüne nehmen die Bayern-Fans gewechselt bin, wo ich dann den Rest des Spiels inkl. Verlängerung verfolgt habe.

    Daher kann ich auc zunächst mal sagen, dass dort keinesfalls mehrere hundert Bayern-Fans anwesend waren, sondern vielleicht maximal so 100 – 150. Dass diese mit Papierrollen geworfen, die Tribüne mit Bierdeckeln überschüttet und einige von denen nach dem Bayern-Tor direkt mal den Zaun bestiegend voller Kraft an diesem gerüttelt haben, gefielen mir hierbei eher nicht. Die Gesänge hat man natürlich als nebenan stehender Turbine-Fan eher mit einem Lächeln aufgenommen (besonders das „ohne Schiri habt ihr keine Chance“ (vor allem weil die Schiedsrichterin viel zu häufig zu Gunsten der Bayern falsch entschieden hat, bspw. bei der Aktion in der 1. HZ auf der linken Seite neben dem Bayern-Strafraum, als die Münchnerin gegen Anonma geklärt hat (und aus unserem Blick, wenn nicht Anonma getoffen, dann aber auf jeden Fall den Ball ins Aus geschlagen) und die Schiedsrichterin kurioserweise auf Einwurf für Bayern München entschieden hat … entsprechend negativ war auch die Reaktion des Publikums im Stadion).

    Das Lisa Evans hier so schnell / schwach angesehen wird von einige, kann ich eher nicht verstehen. Bis zuletzt war sie bei Kontern immer wieder gefährlich und hat ihre Gegenspielerin überlaufen. Wie LibudaStan schon schrieb, kann ja wohl jemand, der selbst in der 120. Minuten noch solche Tempoläufe hinlegt, wohl kaum „blass“ gewesen sein. Schwächer fand ich da eher noch Anonma (wobei ich zugegeben muss, dass ich defensive / Klärungsaktionen nicht wirklich beurteilen kann, da ich ja, wie gesagt, jeweils hinter dem Bayern-Tor saß und daher der Turbine-Strafraum für mich immer ne Ecke weit weg und nicht alles so gut erkennbar war) – sie hat mehr als ein Mal zu egoistisch agiert und die beser postierte Mitspielerin nicht gesehen und auch so fand sich sie eher weniger auffällig (wie gesagt, soweit ich das von meiner Position aus beurteilen kann). Gut gefallen haben mir neben Lisa Evans vor allem auch Pauline Bremer und, mit Ausnahme der ersten Minuten, Ada Hegerberg. Yuki im Mittelfeld fand ich, wie andere hier, auch eher schwach, was aber eher mit Ihrer Position zusammenhängt, wo sie als gelernt und herausragende Stürmerin einfach nicht klar kommt. Bernd Schröder sollte sie besser wie in den Sturm beordern, Lisa Evans dafür evt. ins Mittelfeld auf die Außenbahn setzen. Man hat allerdings gesehen, das von den technischen Fähigkeiten vor allem Yuki und Genoveva herausstechen und gerade bei den jüngeren Spielerinnen hieran auch noch ordentlich dran gearbeitet werden muss.

    Insgesamt hab ich das Spiel jetzt auch nicht so schlecht gesehen, wie einige hier. Klar gehört auch wenig Glück dazu – aber auch das nötige Können, um Kontern bzw schnelle Angriffe so auszuspielen wie Turbine. Einzig die Abwehr fand ich immer mal wieder anfällig und das fehlende Pressing bzw. „Draufgehen“ auf die ballführende Spielerin der Münchenerin. Die Bayerinnen kamen da oftmals viel zu leicht bis in den Strafraum von Turbine, fand ich. Auf jeden Fall habe ich das Spiel, trotz allem, über weite Strecken genossen und bin sehr froh, mal wieder live dabei gewesen zu sein.

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  • metalCORE sagt:

    @Detlef: Wenn du schon einige der erwähnten Kritikpunkte aufgreifst, solltest du die entsprechenden Posts auch komplett lesen. So habe nicht nur ich erklärend hinzugefügt, dass die Substanz früherer Mannschaften auch dem Umstand geschuldet war, dass sich die Spielerinnen mehrere Jahre lang aufeinander „einspielen“ konnten und dies bei dem aktuellen Team noch nicht der Fall sein KANN.

    Dabei ist es unerheblich, wie viele Spielerinnen den Verein verlassen haben, dass man in bestimmten Situationen „intelligenter“ agieren muss – dass kann natürlich auch taktisch geschult werden, aber es sollte als gegeben vorausgesetzt werden, dass man am eigenen 16er nicht ins Dribbling geht, und flache Pässe in Drucksituationen zu vermeiden sind (die Männer spielen das trotzdem, aber, mit Verlaub, die trainieren das entsprechend und können das auch – alleine die Präzision wird bei den semi-professionellen Mädels kaum zu finden sein).

    Bestest Beispiel: In der Mediathek mal alles um Minute 117 herum ansehen, da kann einem Angst und Bange werden. Dort gehört im einfachsten Fall der Ball ins aus, wenn gar keine freie Schussbahn gegeben ist, oder lang und hoch rausgedroschen. Das ist so einfach wie banal, hilft aber immer.

    Zum Thema Spielanlage, wurde auch erläutert. Einfach mal die Szene ab Minute 102 (müsste es etwa sein) ansehen, die zum Elfmeter führte. Dort wurde endlich mal schnell und direkt gespielt, und auch präzise, und quasi schon als logische Konsequenz sprang eine gefährliche Situation heraus (genauer der Elfmeter). Mit Einschränkungen gilt das auch für das 1:0, dem eine Balleroberung in der Münchner Vorwärtsbewegung vorausging und recht schnell nach vorn gespielt wurde.

    So funktioniert Fussball meistens, vor allem wenn man einer taktisch gut eingestellten Mannschaft wie dem FCB keine Zeit gibt, auf Situationen zu reagieren…

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  • enthusio sagt:

    Ich hab das Spiel auch erst heute abend (danke, Jennifer) sehen können. Meine Meinung: Bayern hat zwar ein gutes Pressing gespielt, war aber – mit Ausnahme dreier guter Szenen (Hagens Schuß in der 4. Minute sowie ihr stark herausgespieltes Ausgleichstor, dazu Rudelics Pfostenschuss) – im Angriff viel zu harmlos. Potsdam hatte insgesamt doch etwas mehr klare Torchancen, an denen fast immer Evans beteiligt war. Allein das schnelle Kombinationsspiel, das zum Elfmeter führte und das 3:1 in Vorbereitung und Durchführung waren absolut sehenswert. Insofern bin ich der Meinung, dass es ein schwer erkämpfter, aber verdienter Sieg war. Lisa Evans hat mit ihrer Schnelligkeit und Übersicht den Unterschied ausgemacht.

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  • Detlef sagt:

    @metalCORE,
    Ich habe die Posts alle komplett gelesen, und durchaus zur Kenntnis genommen, daß einige User die Abgänge erwähnten!!!
    Was mich erst recht fragen läßt, wie man dann auf Formulierungen wie;
    „Man muss (so mache ich das objektiv, und jeder sollte mir rechtgeben können) man einfach festhalten, dass andere Mannschaften Potsdam nicht nur eingeholt, sondern überholt haben. Normalerweise sollte man mit der Konkurrenz wachsen, stattdessen ist bei Potsdam nicht nur Stagnation sondern Ansatzweise sogar Rückschritt erkennbar.“
    kommen kann???

    Du wiedersprichst Dir quasi selber im nächsten Absatz, als Du die Abgänge erwähntest!!!
    Also was willst Du uns damit kundtun???

    Ich kann doch die Leistungen nur dann miteinander vergleichen, wenn der Kader in etwa gleich besetzt ist!!!
    Es ist doch logisch das ich einen „Rückschritt“ bekomme, wenn ich beinahe in jeder Saison Schlüsselpositionen neu besetzen muß!!!
    Wenn Du Spielerinnen halten willst, mußt Du die große Schatulle aufmachen!!!
    Und unsere ist nun mal kleiner als die in Frankfurt oder Wolfsburg!!!
    Das wir trotzdem mit beiden Mannschaften sportlich mithalten können ist da schon fast eine Sensation!!!

    Wir haben aber auch in dieser Saison, mit diesem Kader, schon wesentlich besser gespielt als am Sonntag!!!
    ZB das Spiel gegen Frankfurt war spielerisch um Klassen besser, bloß haben wir da unsere Chancen leider nicht nutzen können, und dann am Ende mehr als unglücklich verloren!!!
    Hier wird ja gerade so getan, als ob unsere Mädels nur „Kick and Rush“ spielen könnten!!!
    Sie können auch anders, nur muß sich das Kombinationsspiel nach der Winterpause erst wieder finden!!!
    Auch das Flügelspiel war fast nicht vorhanden, weil aber auch die Bayern-Ladies sehr geschickt verteidigt haben!!!

    TONI hatte einen gebrauchten Tag erwischt, und konnte nur sehr selten ihr Können zeigen!!!
    Ihr eigentliches Backup mußte ja für Frau Ballweg in der Defensive „Schaulaufen“, was JENNY aber ganz toll gemacht hat!!!
    PAULI machte zwar ein tolles Spiel, lief sich aber über rechts oft in der Bayern-Deckung fest, und kam so auch kaum zum Flanken!!!
    Aber sie ist ja noch jung, und wird aus diesem Spiel sicher so einiges gelernt haben!!!

    Was jetzt die Dribblings in der eigenen Hälfte angeht, so bin ich ganz bei Dir!!!
    Hier müßte Schröder ein Bußgeldsystem einführen, wo riskante Pässe und unnötige Dribblings in der eigenen Gefahrenzone mit Geldstrafen in die Mannschaftskasse zB der U17 bestraft werden, und zwar unabhängig davon, ob die Aktion gut oder schlecht ausgegangen ist!!!
    So etwas muß unbedingt ein klares „no go“ werden!!!

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  • grammfon sagt:

    Also nochmal zu Yuki: Ja, offensiv hat sie nicht so viel gemacht, und Patti hat sie auch nicht ersetzen können, aber das war in diesem Spiel auch nicht ihre Aufgabe. Soweit ich das erkennen konnte war sie hauptsächlich mit Mjelde im defensiven Mittelfeld und hat da vor allem in der 2. HZ und Verlängerung gut für Stabilität gesorgt und generell viel defensive Arbeit geleistet.

    @Detlef: Andonova auf der Patti Position, das würde mich auch mal interessieren. Kann ich mir sehr gut vorstellen.

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  • maxsee sagt:

    Hallo, Turbinefans
    Jeder mag seine eigene Meinung über den Stil und die Spielauffassung der Turbinen. Aber keiner sollte dabei vergessen, daß 2 Mannschaften auf dem Spielfeld stehen und die Bayern mit Qualität dagegen hielten. Wer am Sonntag im Karli dabei war, hat gesehen welche Stärke die Bayern ausstrahlten. Mir hat das gesamte kraftvolle Spiel sehr gefallen. Und das die Tuurbinen Ihre Chancen 11 %ig genutzt haben, das war der i-PUNKT

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  • speedy75 sagt:

    Jetzt macht doch mal Turbine nicht so schlecht, man muss halt schon sehen das da auch einiges im Umbruch ist und die Bayernladies sollte man von ihrer Stärke nicht unterschätzen.

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  • DAWIDenko sagt:

    So, nun habe ich mir das Spiel auch noch einmal in der Mediathek angeschaut. (Danke Jennifer)
    Ich muss meine Einschätzung, gerade bezüglich Lisa Evans doch noch einmal revidieren.
    Sie war diesmal in manchen Aktionen nicht so sicher, sicherlich erwartet man (ich u. A.) mittlerweile von ihr immer die absolute Topp-Leistung.
    Durch das Pressing der Bayern kam sie nicht so zur Wirkung und konnnte nicht so gut in Szene gesetzt werden, allerdings war sie an fast allen gefährlichen Aktionen dabei!
    Und in einem solchen lauf- und kampfintensiven Spiel ist es absolut bemerkenswert, dass man nach fast 2 Stunden Spielzeit 3 mal zu solchen tollen Sprints in den letzten Minuten ansetzt und dabei noch mit extremer Coolness verwandelt, sowie danach noch die Übersicht behält und querlegt auf Pauline Bremer.
    Meine Kritik an ihr, war viel zu überzogen gewesen.

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  • jochen-or sagt:

    Hab es wie DAWIdenko gemacht und fand da Turbine besser als vor Ort beim Spiel! Allerdings sieht man im Fernsehen nicht, wie ungedeckt immer wieder Bayernspielerinnen auftauchten.
    Lisa hatte zwar dank ihrer Schnelligkeit diese großen Momente, aber über lange, lange Zeit sah man nichts von ihr. ( Und ich bin schon seit sie mit Glasgow hier war, ein Fan von ihr!)

    Aber alles ist subjektiv – für mich war Hagen von Anfang an präsent und überragend! Laut Fernsehkommentar war sie bis zu ihrem Tor quasi untergetaucht.

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  • Detlef sagt:

    jochen-or schrieb;
    „Aber alles ist subjektiv – für mich war Hagen von Anfang an präsent und überragend! Laut Fernsehkommentar war sie bis zu ihrem Tor quasi untergetaucht.“

    Dem Fernsehkommentator kann ich mich zumindest in diesem Punkt anschließen!!!
    In der 4. Minute hatte sie die erste Großchance für die Bayern-Ladies, und danach tauchte sie bis zu ihrem Tor in der 81. Minute fast völlig ab!!!
    Da hatten sie die TURBINEN schon nicht mehr auf dem Schirm, und prompt machte sie den Ausgleich!!!

    Für eine Mannschaft, die zweimal den FFC Deutschland, und einmal den Vizemeister und Tabellenführer Wolfsburg besiegt hat, spielte der FC Bayern allerdings eher zu harmlos!!!
    In der Defensive standen sie ausgezeichnet, und Thomas Wörle hat uns mit seiner Aufstellungstaktik eine sehr harte Nuss zu knacken gegeben!!!
    Für mich spielten mit Feiersinger und Cross auch die beiden (mit Abstand) besten Feldspielerinnen in Rot-Weiß!!!
    Gleich dahinter kam Kathrin Längert, die mit einigen Weltklasseparaden ihr Team lange im Spiel hielt!!!

    Die Münchnerinnen waren insgesamt viel ballsicherer als TURBINE, und ließen das Leder sehr gut durch die eigenen Reihen laufen!!!
    Allerdings war die Sicherheit dann vorm gegnerischen 16-er wie weggeblasen, und ab da an fabrizierten sie GsD ähnlich blöde Fehlpässe wie die Hausherrinnen!!!
    Kam doch mal eine Spielerin in gute Schußposition, vergaben sie die Chancen oft kläglich!!!

    Sehr gut hat mir auch die Raumaufteilung der Wörle-Truppe gefallen!!!
    Sie machten das Spiel richtig breit, und so kam es immer wieder zu den Situationen, die jochen-or beschrieben hat!!!
    Allerdings nutzten sie diesen Vorteil (zum Glück) nie richtig aus, da sie die frei stehende Spielerin entweder nicht sahen, oder miserabel anspielten!!!

    ALYSSA mußte (für mich überraschend) kaum ernsthaft eingreifen!!!
    Das sah in Freiburg noch ganz anders aus, als Angriff auf Angriff aufs TURBINE-Tor rollte!!!
    LYZ wirkte Sonntag auch wieder souveräner und sicherer in ihrem Kasten!!!
    Gerade bei hohen Bällen war sie immer da!!!
    Allerdings zeigte sich ihre alte Schwäche wieder, Abschläge!!!

    Insgesamt kann ich also der These, daß die Bayern-Ladies das bessere Team gewesen wären, nicht wirklich zustimmen!!!
    Es sah besser und durchdachter aus als beim deutschen Meister, aber im Abschluß waren sie (ähnlich wie Potsdam) einfach zu harmlos!!!

    Man darf gespannt sein, wie das Aufeinandertreffen in 3 Wochen ausgehen wird, wenn TURBINE zum wahrscheinlich letzten Ligaspiel nach Aschheim fahren muß!!!

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  • Altwolf sagt:

    Im Vorfeld der Pokalbegegnung in Köln haben sich der VFL und Turbine geeinigt einen Begegnungsschal anzubieten,was ich sehr begrüße und bereits ein Exemplar erworben habe. Auf der Fahrt nach Köln im Auto hoffe ich dann viele davon auf der A2 von WOB bzw. Berlin/Potsdam entdecken zu können.

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  • grammofon sagt:

    Ich weiß nicht ob es hier schon erwähnt wurde, aber falls es jemand verpasst hat, hier kann man die am Sonntag gesendete Doku über Bernd Schröder im Internet sehen:

    MMn eine sehr schöne und vor allem ehrliche Doku, wo man auch ein bisschen zur Geschichte des FF allgemein in Deutschland und in der DDR lernt. Nicht nur für Turbine Fans interessant.

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