Sven Kahlert neuer Trainer beim FCR 2001 Duisburg

Von am 1. März 2013 – 17.03 Uhr 26 Kommentare

Frauenfußball Bundesligist FCR 2001 Duisburg ist immer wieder für eine Überraschung gut. Heute Nachmittag präsentierte der finanziell angeschlagene Verein einen neuen Trainer: Sven Kahlert.

Der ehemalige Trainer des 1. FFC Frankfurt ist seit dem heutigen 1. März Vollzeittrainer beim FCR 2001 Duisburg. Der 42-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende und wird das Team bereits am Sonntag im ersten Heimspiel des Jahres gegen Bayer 04 Leverkusen betreuen.

Kahlert als Feuerwehrmann
Kahlert erklärt: „Ich freue mich sehr, dass der FCR 2001 mir in dieser schwierigen Situation das Vertrauen ausspricht, so dass ich wieder in der Frauen-Bundesliga und dort bei einem ebenso traditions- wie erfolgreichen Verein arbeiten kann. Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt und dieses Ziel ist machbar; denn das Team hat absolut die Qualität dafür.“ Gleichzeitig mit der Entscheidung für den Wechsel auf dem Trainerposten hat der FCR 2001 Duisburg auch den Vertrag des sportlichen Leiters Jörg Schemberg aufgelöst.

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Sven Kahlert

Sven Kahlert heißt der neue Chef im Löwinnen-Zirkus © FCR 2001 Duisburg

Trainerwechsel erhöht Sanierungschance
Sanierungsvorstand Dr. Gregor Reiter erklärt: „Die Trennung von Petra Hauser und Jörg Schemberg hat ihren Grund ausschließlich in der Sanierungsperspektive für den Verein. Frau Hauser hat immer offen kommuniziert, dass sie nur bis zum 30.06.2013 zur Verfügung steht. Da aber die Position des Cheftrainers auch für die Sanierungschance des Vereins von maßgeblicher Bedeutung ist, mussten wir reagieren. Gleichzeitig haben wir uns auch von Herrn Schemberg getrennt. Beide haben dem Verein in schwieriger Zeit sehr geholfen, wofür wir Ihnen dankbar sind.“

Die ersten Trainingseinheiten
Der neue Cheftrainer wurde am Freitagnachmittag der Mannschaft vorgestellt und will bis zum Spiel mit dem Team noch zwei Trainingseinheiten absolvieren. Der Kader ist nach derzeitigem Stand komplett, auch die vereinzelten grippalen Infekte sind mehr oder weniger auskuriert.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Winter sagt:

    Wer hätte gedacht, dass ich Sven Kahlert einmal die Daumen drücke!
    Viel Glück!

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  • Michele sagt:

    Dieser Verein lernt aber auch gar nichts aus seinen Fehlern! Wie kann man bitteschön, Sven Kahlert, als Trainer verpflichten? Er versteht sehr wenig von richtigem Training und das Führen einer Mannschaft, ist auch nicht seine Stärke! Vielleicht schafft er es ja in Duisburg, aber mit der Mannschaft aus Frankfurt, kam er nicht wirklich zurecht!
    Ich weiß, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient hat, aber von diesem Trainer bin ich nicht überzeugt!

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  • Sheldon sagt:

    Hm… was soll ich dazu sagen? Ich bin wirklich sprachlos. Ich habe Duisburg immer die Daumen gedrückt, aber gerade bin ich etwas blockiert. Das ist eine Entscheidung, die wirklich überraschend kommt. Kahlert als Feuerwehrmann? Tut mir leid, aber das will mir einfach nicht einleuchten, dass man das in der Realität überhaupt denken kann?!

    Naja, egal, was er macht, er kann nicht verlieren. Vielleicht auch positiv…

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  • Speedy75 sagt:

    Also der FCR Duisburg ist derzeit wohl jeden Tag für eine Überraschung gut. Damit hätte ich nun auch nicht gerechnet.

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  • xXx sagt:

    Warum sollte das denn nicht funktionieren? Weil Frankfurt unter ihm so schlecht gespielt hat? Unter Dahm ist es in Frankfurt ja nun kein bisschen besser geworden, also kann das schlecht an Kahlert gelegen haben.

    Ist halt schwierig in Frankfurt, weil einem da der Dietrich immer rein zu quatschen scheint.

    Vielleicht bekommt Kahlert als Trainer in Duisburg jetzt alle Freiheiten (sofern das mit den finanziellen Problemen möglich ist).

    Vielleicht kommt Kahlert so besser zu Recht.

    Sollte man erstmal abwarten, bevor man das verurteilt.

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  • sarah sagt:

    Die Argumentation ist in sich ja widersprüchlich. Kahlert hat ja auch nur einen Vertrag bis 30.06.2013. So lange hätte Pepe auch gemacht. Sie war voll im Team akzeptiert und vor einiger Zeit erklärte man noch, man wolle Kontinuität. Aber es ist wohl immer dasselbe. Kommt ein Neuer, kommen neue Ideen. Und wer bezahlt denn Herrn Kahlert. Wurde es vielleicht mit der Ablösesummer von Ando verrechnet???

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  • Lucy sagt:

    Jetzt wird sich zeigen, woran es evtl. wirklich in Frankfurt gelegen hat 😉

    Drücke ihm und dem FCR die Daumen.

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  • Jennifer sagt:

    Großes Kopfschütteln. Duisburg will sich doch finanziell sanieren, sie haben eine Trainerin bis zum 30.6. und stellen gleichzeitig den Kahlert bis zum 30.6. ein. Das verstehe mal einer oder habe ich da etwas missverstanden? Martina Voss hat den Verein schon als Karnevalsverein bezeichnet – so langsam bin auch ich geneigt ihr zuzustimmen.

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  • FFFan sagt:

    Als ich die Meldung gelesen habe, musste ich erst mal aufs Datum gucken: tatsächlich, wir schreiben den 1.März und nicht den 1.April, es scheint also ernst gemeint zu sein…

    Warum ausgerechnet Kahlert? Will da ein erfolgloser Verein einen erfolglosen Trainer verpflichen, um „Synergieeffekte“ zu erzeugen?? 😉

    Ohnehin bin ich der Meinung, dass der FCR in seiner momentanen Situation keinen „Feuerwehrmann“ benötigt, sondern einen ‚Brandstifter‘ (im positiven Sinn)! Ob Kahlert dort wirklich ein ‚Feuer‘ entfachen kann? Er kennt die Mannschaft nicht und halst sich auch noch die zusätzliche Aufgabe als sportlicher Leiter bei dem krisengeschüttelten Club auf…

    Und von welcher „Sanierungschance“ redet Dr.Reiter? Soll das heißen, dass Kahlert den Verein kein Geld kostet? Wie verzweifelt muss man sein, um so etwas zu machen?

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  • Sven sagt:

    Ich war/bin auch sehr überrascht!
    Es ist zwar die gleiche Person wie in Frankfurt, aber ein völlig neuer Job! Trainer einer Mannschaft zu sein, die nur mit Nationalspielerinnen besetzt ist, in der 18 davon in der startelf stehen wollen und einem Manager der einen nicht machen lässt!
    Ich hoffe es ist ein Mensch, der seine Qualitäten beim fcr voll ausschöpfen kann:-)
    Ich Drücke weiter die Daumen und hoffe nur das beste! Die Mannschaft hat es verdient!

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  • Beobachter sagt:

    Diesem Verein ist wirklich nicht mehr zu helfen!
    Das macht traurig nach vielen Jahren der Sympathie.
    Das Problem beim FCR 2001 Duisburg waren und sind nicht nur die Finanzen!

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  • Beobachter sagt:

    Und so ein Wechsel zwei Tage vor einem entscheidenden Spiel. Leverkusen wird sich freuen.

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  • tomdo sagt:

    Hier wird vielfach vergessen, dass beim FCR aufgrund des Insolvenzverfahrens hauptsächlich der vorläufige Insolvenzverwalter das Sagen hat, auch wenn nach außen hin der Vorstand auftritt und redet.

    Kahlert übernimmt dort den Job von ZWEI Personen, neben Petra Hauser hat man sich auch von Jörg Schemberg getrennt!

    Bei den hier geäußerten schlechten Meinungen sollte man die besondere Situation von ihm in Frankfurt bedenken. Ich kann mich auch erinnern, dass Kahlert hier im Forum von einigen heutigen Kritikern als Bundestrainer ins Gespräch gebracht wurde, als Frankfurt die spielerisch überragende Saison 2010/2011 gespielt hat (103:16 Tore).

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  • enthusio sagt:

    Und es bewegt sich doch noch was in Duisburg ! Das sieht nach einer gut durchdachten Entscheidung aus. Warum ?
    Kahlert hat Erfahrung als Trainer im Frauenfußball. Und: Wer es mit seiner Mannschaft 2012 ins Champions League-Finale und DFB-Pokal-Finale geschafft hat, kann so schlecht nicht sein. Mit ihm hat Duisburg einen namhaften und im Frauenfußball bekannten Trainer bekommen. Das ist eigentlich ein kluger Schachzug, um den FCR noch vor der Insolvenz zu retten. Es kann nämlich durchaus sein, dass zukünftige Sponsoren sich von Kahlert neue Impulse für den Verein versprechen und die Schatulle öffnen werden. Vielleicht hat es im Vorfeld durch die neuen Verantwortlichen ja entsprechende Gespräche gegeben ? Bevor man also die Verantwortlichen verdammt und Kahlert verlacht, sollte man erst mal die weitere Entwicklung abwarten. Denn was hat Duisburg eigentlich noch zu verlieren ? Hat einer eine bessere Idee, Duisburg vor der Insolvenz zu bewahren ? Ich glaube nicht, dass der Insolvenzverwalter mit dieser Aktion Geld zum Fenster rausgeschmissen hat, sondern im Gegenteil noch mal alle Anstrengungen für eine finanzielle und sportliche Rettung mobilisiert hat. Für Sonntag wünsche ich Duisburg erst mal einen Sieg gegen Leverkusen und weiteren Abstand zu den Abstiegsplätzen. Und im weiteren Verlauf ein glückliches Händchen bei der Sponsorenfindung.

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  • be sagt:

    Auf jeden Fall sehr überraschende Meldung.

    Wie ist das jetzt eigentlich? Steht Kahlert noch in Frankfurt auf der Gehaltsliste, oder war er bereits abgefunden? Weil wenn Kahlert in Frankfurt noch nicht raus ist, könnte ich mir das durchaus auch als (ernsthaft) gut gemeinte Hilfe vorstellen. Dass Kahlert einerseits die Möglichkeit bekommt, sich in einem anderen Verein zu beweisen und Duisburg außerdem von Trainerkosten entlastet wird.

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  • The Insider sagt:

    Wer hier so alles zu wissen scheint ist erstaunlich. Diese Entscheidung ist durchdacht, finanziell abgestimmt und auf die Zukunft ausgerichtet. FERTIG!

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  • waiiy sagt:

    Vielleicht gibt es ja eine Trotzreaktion der Mannschaft… trotz Kahlert den Klassenerhalt schaffen… 😉

    Für mich Kahlert nicht der schlechte Trainer, weil er in Frankfurt nicht erfolgreich war. Für mich ist er ein schlechter Trainer durch seine Äußerungen, die er als Trainer gegenüber der Presse getätigt hat und die zeigen, dass er gar nicht mit einer Mannschaft umgehen kann. 🙁

    Aber es gibt sicher irgendwelche Gründe, die ihn zu diesen beiden Aufgaben qualifizieren. Egal, was nun ist, ich halte Duisburg die Daumen, dass sie am Saisonende die Insolvenz abgewendet haben und sportlich in der 1. Liga bleiben.

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  • waiiy sagt:

    @The Insider: Nach Deinen Worten bin ich nun endgültig überzeugt. Eine klare Aussage ohne Argumente. Da bin ich gleich gewillt mitzugehen… 😉

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  • FFFan sagt:

    @ be:
    „Wie ist das jetzt eigentlich? Steht Kahlert noch in Frankfurt auf der Gehaltsliste, oder war er bereits abgefunden? Weil wenn Kahlert in Frankfurt noch nicht raus ist, könnte ich mir das durchaus auch als (ernsthaft) gut gemeinte Hilfe vorstellen. Dass Kahlert einerseits die Möglichkeit bekommt, sich in einem anderen Verein zu beweisen und Duisburg außerdem von Trainerkosten entlastet wird.“

    Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt (und das Thema oben auch schon ‚angeschnitten‘). Bisher war Kahlert vom 1.FFC Frankfurt lediglich beurlaubt, d.h. er war immer noch Angestellter des Vereins und dürfte somit eigentlich keinen anderen Verein trainieren. Ich habe jedenfalls nichts davon mitbekommen, dass der Vertrag aufgelöst worden wäre (aber vielleicht ist das ja jetzt geschehen!). Sollte er tatsächlich noch beim FFC auf der Gehaltsliste stehen und gleichzeitig als Trainer und sportlicher Leiter bei einem Konkurrenten (beide spielen am 19.Spieltag am Brentanobad noch gegeneinander) amtieren, hätte das doch mehr als nur ein „G’schmäckle“, oder nicht?

    @ The Insider:
    „Diese Entscheidung ist durchdacht, finanziell abgestimmt und auf die Zukunft ausgerichtet. FERTIG!“

    Genau, und die Erde ist eine Scheibe! *scnr*

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  • Tim Wolf sagt:

    Eigentlich schade für den Verein, aber ich denke Duisburg wird für Sven Kahlert nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Potsdam, wo er in 2-3 Jahren Bernd Schröder als Trainer der Turbinen ablösen wird.

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  • Sheldon sagt:

    In einer Hinsicht muss ich Insider recht geben, diese Entscheidung ist tatsächlich auf die Zukunft ausgerichtet, eine Zukunft, in der der FCR keine Rolle mehr im FF spielen wird.

    @FFFan: Das stimmt so nicht. Kahlert hat ja keine Verpflichtungen mehr gegenüber dem FFC, sondern wird nur noch abgefunden, insofern entstehen da keine Interessenkonflikte. Außerdem ist es eigentlich immer so, dass ein Wechsel zum neuen Verein das bestehende Arbeitsverhältnis mit dem alten beendet.

    Und von Duisburg als „Konkurrenten“ zu reden, ist mehr als sarkastisch. Duisburg ist schon längst nicht mehr konkurrenzfähig, schon gar nicht jetzt, wo Harris den Verein verlassen hat. Ich hoffe, dass Islacker, Martens, Neboli, Weichelt, Cengiz und Oster die Flucht ergreifen und schnellstmöglich bei neuen Vereinen anheuern!

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  • Sheldon sagt:

    @Tim Wolf: Kahlert zu Potsdam? In Potsdam wird nur Trainer, wer Stallgeruch hat. Schröder wird sicherlich von einer ehemaligen Turbine wie Britta Carlson, Jenny Zietz, Ariane Hingst oder Aferdita Podvorica beerbt, wahlweise auch einem der Trainer, die in Potsdam aktiv sind, Co-Trainer, Jugendtrainer etc.

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  • grammfon sagt:

    @Tim Wolf: LOL

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  • Sokrates sagt:

    Die Meldung ist in der Tat sehr überraschend. Ich hätte erwartet, dass Kahlert nie wieder in den FF zurückkehrt, sondern wieder in seinem gelerntem Beruf arbeitet.

    Kahlert hat sicherlich viele Fehler in Frankfurt gemacht. Vielleicht war sein größter Fehler, Conny in Frankfurt zu verprellen und ihr die große und körperlich starke Landis vorzuziehen. Eine Handschrift als Trainer war auch nicht zu erkennen. Ihm ist es auch nie gelungen, sich als Mensch und Persönlichkeit von Dietrich zu emanzipieren. Man darf allerdings nicht die sehr schwierigen Bedingungen vergessen, unter denen er in Frankfurt arbeiten musste. Unter seinem Vorgänger (und Freund) Günter Wegmann war die verletzungsgeplagte Mannschaft innerhalb einer Saison auf ein erschreckend niedriges Niveau abgefallen. Und nicht nur Dietrich macht die Trainerarbeit in Frankfurt schwierig. Auch nicht wenige Spielerinnen scheinen nicht richtig mitzuziehen, weil für sie die Natio Priorität hat oder weil sie sich fälschlicherweise als FFC-Spielerinnen automatisch für Stars halten. Ein wirklich guter Trainer mit starker Persönlichkeit würde sich allerdings wohl auch nicht auf solche Arbeitsbedingungen einlassen oder bald kündigen. Nun muss Kahlert erneut unter extrem schwierigen, wenn auch ganz anderen Bedingungen bei einem neuen Verein arbeiten.

    Wie auch immer: Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FCR diese Buli-Saison finanziell und / oder sportlich übersteht. Auch Bad Neuenahr ist finanziell angeschlagen und wird den Exodus von Spielerinnen, der bereits eingesetzt hat und sich noch fortsetzen wird, nicht als Buli-Verein überleben. Ein weiteres Sorgenkind der FF-Buli könnte dann der FFC werden. Das Heimspiel gegen Turbine am 17. März ist fast schon ein Schicksalsspiel – auch und vor allem für den Manager

    PS: Die zum Teil überragenden spielerischen Leistungen des FFC unter Kahlert in der Saison 2010/11 – nach holprigem Saisonauftakt, als Kahlerts Entlassung nach fünf Spieltagen drohte – führe ich im Rückblick vor allem auf die Tatsache zurück, dass damals noch Birgit und Conny ihre letzte Saison beim FFC spielten – und zwar eine sehr gute Buli-Saison von Birgit und eine überragende von Conny. Ohne die beiden, aber mit Sven Kahlert (und Landis) lief es in der darauf folgenden Spielzeit deutlich schlechter.

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  • tomdo sagt:

    @Sokrates

    Kahlert soll Landis ggü. Pohlers vorgezogen haben? Er wurde gerade deswegen kritisiert, weil er Landis auf der Bank hat versauern lassen. In einer Pressekonferenz hat er sich noch dazu sehr abfällig über sie geäußert.

    Die Einsätze 2010/2011:
    Landström 16 Einsätze: 2 ganze Partien, 6 Auswechselungen, 8 Einwechselungen (oft wenige Minuten vor Ende), Gesamt-Einsatzzeit 11:27 h

    Pohlers 22 Einsätze (alle Spiele): 5 ganze Partien, 2 Auswechselungen, 15 Einwechselungen, Gesamt-Einsatzzeit 15:55 h

    Nach 5 Spielen drohte die Entlassung? Am 5. Spieltag hatte man gerade in Duisburg gewonnen! Ich kann mich nicht erinnern, dass er in Frage gestellt wurde. Der holperige Auftakt resultiert nur aus den Niederlagen in Wolfsburg (1.Spieltag) und in Potsdam (3. Spieltag). Danach folgten 12 Siege in Folge.

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  • Sokrates sagt:

    @ tomdo: Wenn Frankfurt damals auch noch am 5. Spieltag in Duisburg verloren hätte, wäre Kahlert nach drei Niederlagen in den ersten fünf Spielen – und darunter wären zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten um die Meisterschaft und CL-Plätze (nämlich Turbine und Duisburg) gewesen – in Frage gestellt worden. Connys Siegtreffer in Duisburg in der 88. Minute verhinderte das und leitete die Wende ein.

    Der Leistungsunterschied zwischen Conny und Landis war und ist eklatant. Trotzdem hat Landis in jener Saison sogar einmal öfter angefangen als Conny (8:7). (Ansonsten spielte Maro als zweite „Spitze” neben Birgit.) Hinzu kommt, dass Conny sich subjektiv aufgrund der Trainingsleistungen von Landis und ihr selber stark von Kahlert benachteiligt fühlte, wie sie mir in ihrer offenen Art mit drastischen Worten gesagt hat. Sie hat darüber auch mehrfach ohne Erfolg mit Kahlert gesprochen, mit dem sie sich – laut Conny – ansonsten gut verstanden habe. Sie wollte verständlicherweise nicht mehr meistens als Joker von der Bank kommen, sondern öfter in der Startelf stehen, was Kahlert ihr aber nicht versprechen wollte. Daraufhin ist sie im Unfrieden gegangen. Das hätte Siggi Dietrich übrigens durch ein Veto verhindern können, was er aber bekanntlich nicht getan hat.

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