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Frankfurt bleibt auf Tuchfühlung zur Spitze

Von am 23. Februar 2013 – 20.19 Uhr 5 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat am 14. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga mit einem klaren Auswärtssieg bei Bayer 04 Leverkusen Anschluss zu den beiden führenden Teams aus Wolfsburg und Potsdam gehalten.

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Beim 3:0 (1:0)-Sieg vor 318 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion brachte Ex-Nationalspielerin Kerstin Garefrekes ihr Team in Führung (18.), nach der Pause sorgten der eingewechselte australische Neuzugang Tameka Butt (65.) sowie erneut Garefrekes (79.) für die Entscheidung.

Highlights der Partie anschauen

Frankfurt bleibt oben dran
Durch den Erfolg zog Frankfurt nach Punkten vorerst zum Tabellenzweiten 1. FFC Turbine Potsdam auf, dessen Spiel gegen den FCR 2001 Duisburg genauso abgesagt wurde wie die Partie des mit einem Punkt Vorsprung führenden Tabellenführers VfL Wolfsburg beim VfL Sindelfingen. Bayer 04 Leverkusen rutschte hingegen aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter den FCR 2001 Duisburg auf Platz 10 zurück.

Kerstin Garefrekes

Kerstin Garefrekes traf in Leverkusen doppelt © Nora Kruse, ff-archiv.de

Effiziente Gäste, Leverkusen im Pech
Unter den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid sorgten die Frankfurterinnen über die Außenbahn für Gefahr, doch auch die Gastgeberinnen erarbeiteten sich Torchancen. Garefrekes sorgte per Kopf für die Gästeführung, zuvor hatte Ramona Petzelberger die Führung für Leverkusen auf dem Fuß. Und auch bei einem Freistoß von Isabel Kerschowski, den Garefrekes an die Latte abfälschte, hatten die Gäste Glück.

Overgaard Munk verletzt
Doch der 1. FFC Frankfurt erwies sich als die effektivere der beiden Mannschaften. Butt baute die Führung mit einem sehenswerten Schuss in den linken Torwinkel aus, Garefrekes sorgte mit einem Abstauber für die endgültige Entscheidung. Getrübt war der Frankfurter Sieg von einer Bänderverletzung des dänischen Neuzugangs Lise Overgaard Munk.

Garefrekes: „Das war ein Arbeitssieg“
Doppel-Torschützin Kerstin Garefrekes meinte: „Das war mit Sicherheit ein Arbeitssieg und wir mussten uns in die Partie reinarbeiten. Leverkusen hat mit schnellen Kontern immer für Gefahr gesorgt. Ich bin froh, dass wir die drei Punkte haben.“

Obliers: „Klar bessere Mannschaft hat verloren“
Bayer Leverkusens Trainer Thomas Obliers haderte nach der Partie: „Heute hat die klar bessere Mannschaft gegen die individuelle Klasse des Gegners verloren. Aber wenn der letzte Pass noch besser gespielt wird, dann schlägst Du auch so eine Mannschaft wie Frankfurt.“

Vier Spiele abgesagt
Nach den bereits am Freitag erfolgten Absagen der Spiele FF USV Jena gegen den FC Bayern München und VfL Sindelfingen gegen VfL Wolfsburg wurden am Samstag zwei weitere Spiele abgesagt. Die noch am Freitag für durchführbar erklärte Partie zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem FCR 2001 Duisburg wird genauso wenig stattfinden wie das Spiel zwischen der SGS Essen und dem SC 07 Bad Neuenahr.

Frauenfußball Bundesliga, 14. Spieltag, Ergebnisse

Bayer 04 Leverkusen 1. FFC Frankfurt 0:3 (0:1)
FSV Gütersloh 2009 SC Freiburg -:- (-:-)
1. FFC Turbine Potsdam FCR 2001 Duisburg abgesagt
SGS Essen SC 07 Bad Neuenahr abgesagt
VfL Sindelfingen VfL Wolfsburg abgesagt
FF USV Jena FC Bayern München abgesagt

Frauenfußball Bundesliga, Tabelle

Rang Verein Spiele Torverhältnis Punkte
1. VfL Wolfsburg 12 42:8 29
2. 1. FFC Turbine Potsdam 12 42:11 28
3. 1. FFC Frankfurt 13 28:16 28
4. FC Bayern München 12 28:13 21
5. SC Freiburg 13 20:15 21
6. SGS Essen 13 16:15 18
7. SC 07 Bad Neuenahr 12 11:16 14
8. FF USV Jena 11 8:17 14
9. FCR 2001 Duisburg 12 15:23 11
10. Bayer 04 Leverkusen 13 19:29 11
11. FSV Gütersloh 2009 12 11:41 7
12. VfL Sindelfingen 11 4:40 4

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Einfach nur schlecht, dieser FFC!

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  • enthusio sagt:

    Ich muß sagen, ich hab das Spiel in Leverkusen live vor Ort gesehen und war auch entsetzt, wie schlecht teilweise das Zusammenspiel der Frankfurterinnen aussah. Für mich war im Mittelfeld überhaupt keine geordnete Struktur zu erkennen, die Rolle von Smisek erschloß sich mir nicht, Munk war vorne völlig abgemeldet, von Marozsan gingen wenig Akzente aus, die Pässe von Behringer landeten meist beim Gegner. Das einzige, was mir gefallen hat, war die effektive Chancenverwertung: schöner Kopfball Garefrekes, sehenswerter Schuß von Butt, abgeklärtes Abstaubertor von Garefrekes. Außer einem weiteren Garefrekes-Schuß gab es ansonsten keine nennenswerten Frankfurter Torchancen. Ganz anders Leverkusen, das insbesondere über Isabel Kerschowski mehrfach für erhebliche Unruhe durch schnelle Konter in der Frankfurter Abwehr sorgte. Fast alle gefährlichen Aktionen liefen über sie. Umgekehrt war aber auch der Torabschluss bei Leverkusen äußerst harmlos,die präzisen Pässe Kerschowskis wurden mit Glück (Frankfurt) und Unvermögen (Leverkusen) nicht in Tore umgemünzt. Insgesamt ist der Frankfurter Sieg wegen der Kaltschnäuzigkeit beim Verwerten der wenigen Torchancen zwar verdient und hat den Unterschied zu einer Mannschaft wie Leverkusen aufgezeigt, aber Silvia Neid wird vieles am Frankfurter Zusammenspiel nicht gefallen haben. Auch Siggi Dietrich wird sich so seine Gedanken machen müssen. In dieser Form wird es nichts mit einer Champions-League-Qualifikation für Frankfurt.

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  • Sokrates sagt:

    Michele hatte bereits nach dem Spiel gegen Essen gefragt, ob Frankfurt nicht mehr mit einer Doppel-Sechs spielt. Recht hatte sie (und ich korrigiere mich hier selber): Dahm will jetzt offensichtlich mit eine 4-3-3 spielen, das de facto wohl eher ein 4-3-2-1 ist. Will er damit die zu großen Abstände und Lücken zwischen Abwehr und Sturm bzw. offensivem Mittelfeld füllen? Nach meinem Geschmack spielt jedenfalls Maro zu defensiv. Sie ist zu weit weg vom gegnerischen Strafraum und Tor.

    Im Unterschied zu vielen anderen FFC-„Fans” und Dahm fand ich die Leistung gegen gute Leverkusenerinnen nicht so schlecht wie gegen Essen. Es war diesmal etwas mehr Bewegung vor dem Ball und es gab deutlich weniger Quer- und Rückpässe am und im eigenen Strafraum. Saki hat diesmal das Spiel besser aufgebaut aus der Abwehr, Natze war erneut gut beim Rauslaufen und Abfangen langer Pässe des Gegners und die beiden Neuen Tameka und Theresa haben mehr Geschwindigkeit in das nach wie vor zu langsame Spiel des FFC gebracht. Dennoch überwiegt der Eindruck, dass die Frankfurterinnen überbezahlte, verwöhnte „Pseudo-Stars” (Bernd Schröder) sind, die den Anschluss an die neuesten Entwicklungen im FF verpasst haben. Die Mannschaft spielt routiniert, abgeklärt und betont taktisch, aber auch uninspiriert und ohne Spielfreude und Leidenschaft ihren Stiefel runter. Es gelingt ihr auch gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld nicht mehr, dominant aufzutreten, Druck aufzubauen und sich viele klare Torchancen herauszuspielen. Munk als einzige und zudem zu langsame und unbewegliche Spitze reicht offensichtlich nicht aus, um das Angriffsspiel zu beleben und auf ein neues Niveau zu heben. Die Abwehr ist nach wie vor zu langsam und anfällig bei Steilpässen des Gegners in die Spitze. Den Spielerinnen fehlt es immer noch an Antrittsschnelligkeit, das Passspiel ist zu langsam und es sind scheinbar kaum Laufwege und Spielzüge einstudiert. Schließlich fehlen Spielerinnen, die mit ihrer Klasse und mentalen Stärke ein Spiel entscheiden können. […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Pudel sagt:

    man muss schon sagen das Kerschowski bei so einer Leistung in die Startelf der Nationalmannschaft gehört…starke Leistung von ihr

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  • waiiy sagt:

    Vielen Dank für die Zusammenfassungen und die Bewertungen.

    Mir sind beim Ansehen der Zusammenfassung vor allem auch die großen Chancen von Frankfurt aufs eigene Tor (Schuss von Bartusiak und Kopfball an die Latte) aufgefallen…

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