Verfolger wollen Wolfsburg unter Druck setzen

Von am 22. Februar 2013 – 21.46 Uhr 16 Kommentare

Früher war die Partie zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem FCR 2001 Duisburg mal ein Spitzenspiel, heute kämpft der FCR gegen die Insolvenz und den Abstieg. Am Sonntag stehen sich beide im Karl-Liebknecht-Stadion gegenüber. Doch den Auftakt am 14. Bundesligaspieltag macht bereits am Samstag die Begegnung zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FFC Frankfurt.

Anstoß im Ulrich-Haberland-Stadion ist um 14 Uhr, DFB-TV wird live vom Spiel berichten.

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Dahm hat gute Erinnerungen an die Werkself
Das Hinrundenspiel endete 4:2 für die Frankfurterinnen, die Philipp Dahm damit einen erfolgreichen Einstand als FFC-Cheftrainer bescherten. Weit weniger Tore erzielte der FFC am vergangenen Wochenende gegen die SGS Essen. Es gelang zwar ein knapper 1:0-Sieg, doch die Leistung in der zweiten Halbzeit war wenig ansprechend. In Leverkusen rechnet Dahm mit „einem jungen und hungrigen Team. Trainer Thomas Obliers wird seine Elf gewohnt aggressiv einstellen und aus einer sicheren taktischen Grundordnung heraus agieren lassen.“ Auf FFC-Seite fehlen die beiden Langzeitverletzten Fatmire Bajramaj und Simone Laudehr. Außerdem steht Bianca Schmidt nicht zur Verfügung; der Einsatz von Sandrine Brétigny ist wegen Knieproblemen noch unsicher.

Yuki Ogimi und Genoveva Anonma

Yuki Ogimi (li.) und Genoveva Anonma könnten Potsdam vorübergehend an die Tabellenspitze schießen. © Lutz Kollmann / girlsplay.de

Potsdam vor Sprung an die Spitze
Sollten die Frankfurterinnen ihrer Favoritenrolle gerecht werden, blieben sie dem Spitzenduo der Liga weiter auf den Fersen. Während die Partie von Tabellenführer VfL Wolfsburg beim VfL  Sindelfingen wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt worden ist, spielt Verfolger 1. FFC Turbine Potsdam gegen den FCR 2001 Duisburg – früher ein Duell auf Augenhöhe, heute eines mit gänzlich unterschiedlichen Vorzeichen. Dennoch gibt sich FCR-Trainerin Petra Hauser optimistisch: „Wir hoffen schon, dass wir das Unmögliche möglich machen und dem Favoriten ein Beinchen stellen können; auf jeden Fall werden wir nicht mit einer kompletten Mauertaktik auflaufen.“

Ob die Partie stattfinden kann, ist noch nicht endgültig entschieden. Bei einer ersten Begehung gab die Platzkommission grünes Licht, allerdings wird das Grün im „Karli“ am Sonntag um 8 Uhr ein weiteres Mal unter die Lupe genommen. Sicher ist hingegen, dass dem FCR in Potsdam Stürmerin Mandy Islacker und Torfrau Ashlyn Harris fehlen werden. Sollten die „Turbinen“ gewinnen, übernähmen sie zumindest vorübergehend wieder die Tabellenführung.

Gütersloh empfängt den Sportclub
Auf Rang vier könnte der SC Freiburg springen – ebenfalls wohl nur vorübergehend, wenngleich dafür ein Unentschieden beim FSV Gütersloh 2009 reichen würde. Das Hinspiel gewannen die Breisgauerinnen – trotz Rückstand – mit 4:1. Am Sonntag rechnet SC-Trainer Milorad Pilipovic allerdings mit einem „harten Brocken“, wenngleich es das erste Pflichtspiel für die Ostwestfälinnen in diesem Jahr ist. Entsprechend werden auch die Neuzugänge Lara Keller und Marion Gröbner wohl ihr Debüt in der Tönnies-Arena geben. „Das wird kein einfaches Spiel werden. Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen“, fordert Pilipovic.

Viele Absagen in der Zweiten Bundesliga
Die SGS Essen trifft außerdem auf den SC 07 Bad Neuenahr, die Begegnung zwischen dem FF USV Jena gegen den FC Bayern München ist bereits abgesagt worden. Absagen hagelte es auch in der Zweiten Bundesliga. So fallen in der Nordstaffel fünf der sechs Partien aus:
BV Cloppenburg – SV Werder Bremen
SV BW Hohen Neuendorf – Herforder SV
SV Meppen – 1. FFC Turbine Potsdam II
1. FC Lübars – FFC Oldesloe
Holstein Kiel – 1. FC Lok Leipzig

In der Südstaffel sind bislang zwei Spiele abgesagt worden:
1. FC Saarbrücken – ETSV Würzburg
FFC Niederkirchen – SV Bardenbach

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16 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Ein Stadion abkaufen, für das Babelsberg keinen müden Cent bezahlt hat???
    Die einzig richtige Lösung ist es, daß die Stadt Potsdam wieder als Haupteigentümer auf den Plan tritt!!!
    Sie pulverten sowieso schon über 8 Millionen Euro Steuergeld dort hinein, und zahlen dem SVB03 jährlich einen sechsstelligen Zuschuß!!!
    Es wäre überhaupt einmal interessant zu erfahren, wie und wo die 8 Millionen eingesetzt wurden!!!

    Die 03-er haben weder das Geld, noch die richtigen Leute, um das KARLI weiter zu unterhalten!!!
    TURBINE hätte übrigens auch nicht die Mittel, um auch nur die Betriebskosten des KARLI aufbringen zu können, geschweige denn kostspielige Reparaturen!!!

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