Neuzugänge halten Potsdam und Frankfurt auf Kurs

Von am 17. Februar 2013 – 16.34 Uhr 34 Kommentare

Nur zwei der sechs Spiele des 13. Spieltags der Frauenfußball Bundesliga konnten am Sonntag über die Bühne gehen. Der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt erzielten wichtige Siege und bleiben somit Tabellenführer VfL Wolfsburg auf den Fersen. Maßgeblichen Anteil bei beiden Erfolgen hatten dabei in der Winterpause neu verpflichtete Spielerinnen.

Hegerberg und Bremer treffen
Der 1. FFC Turbine Potsdam kam beim SC Freiburg zu einem 3:1 (2:0)-Sieg. Vor 528 Zuschauern im Möslestadion erzielte Turbines norwegischer Neuzugang Ada Hegerberg in ihrem ersten Bundesligaspiel die Führung für die Gäste (39.), noch vor der Pause erhöhte die 16-jährige Pauline Bremer, die ihren ersten Bundesligaeinsatz von Beginn an bestritt, auf 2:0 (45.) und stellte damit den Spielverlauf der ersten Halbzeit vollends auf den Kopf.

Zwischenstand im Bundesliga-Tippspiel anschauen

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Ogimi sorgt für Entscheidung
Carmen Höfflin konnte für die starken Gastgeberinnen zwar in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit verkürzen (57.), doch postwendend stellte Yuki Ogimi den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (60.), so dass Freiburg die erste Pflichtspielniederlage seit Ende Oktober hinnehmen musste. Potsdam festigte Tabellenplatz 2 und liegt nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter VfL Wolfsburg (29 Punkte), Freiburg ist weiter Tabellenfünfter (21 Punkte).

Schröder: „Haben glücklich gewonnen“
Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte: „Bei uns hat man gemerkt, dass das das erste Spiel nach der Winterpause war. Wir waren noch gar nicht drin und haben heute glücklich gewonnen. Wir haben zu keiner Minute wirklich ins Spiel gefunden, haben aber unsere Möglichkeiten genutzt.“

Pilipovic: „Potsdam die Tore geschenkt“
Freiburgs Trainer Milorad Pilipovic meinte: „Wir haben den Potsdamerinnen heute die Tore geschenkt. Unsere Mannschaft hat gut gespielt, insbesondere auch in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut miteinander kombiniert. Leider sind wir durch individuelle Fehler auf die Verliererstraße gekommen, die hätten nicht sein müssen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Ich freu mich für meine Turbinen. Spiele in Freiburg sind sicher nicht so einfach in dieser Saison und das 1. Spiel nach der Winterpause ist auch immer ein kleines Pokerspiel. Von daher darf man ruhig erleichtert sein, auch wenn Schröder in seiner bekannten Art nörgelt, dass man Glück gehabt hat. 🙂

    Besonders freue ich mich, dass Ada und Pauline einen so schönen Einstand hatten mit ihren Toren. Da sollte Beiden noch mehr Auftrieb geben.

    Wie lief das Spiel in Frankfurt? 1:0 klingt nach einer knappen, wackeligen Sache. War es auch so? Über die Zuschauerzahl darf man sich auf Grund der Situation in Frankfurt freuen. Das ist schon ganz ansprechend.

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  • Detlef sagt:

    Schröder hatte allen Grund zum „nörgeln“!!!
    Das Freiburg keine Laufkundschaft ist, schien sich bei den TURBINEN noch nicht so wirklich im Kopf festgesetzt zu haben!!!

    Potsdam fehlte vor allem in Hälfte Eins der Biß, der unbedingte Wille!!!
    Zu unkonzentriert, zu pomadig, zu lässig agierte der deutsche Meister, und brachte sich so immer wieder selber in höchste Gefahr!!!
    Man durfte sich bei den Breisgauerinnen bedanken, daß sie (bis auf einen) die zT krassen Potsdamer Abwehrfehler nicht in (mehr)Zählbares ummünzen konnten, und ihrerseits selber einige blöde Fehler gemacht haben!!!
    Das war heute der Unterschied zwischen Rang 2 und Rang 5, die Effektivität vor dem Tor!!!

    Großer Lichtblick bei TURBINE war die erst 16-jährige PAULINE BREMER!!!
    Sie machte ein fantastisches Spiel, und belohnte das Vertrauen ihres Trainers!!!
    ADA machte zwar das 1:0, blieb aber ansonsten recht blaß!!!
    Das lag sicher auch daran, daß heute das kreative Mittelfeld
    so gut wie wirkungslos blieb!!!
    PATTI merkte man ihre Verletzung noch an, denn ihr gelang kaum etwas Brauchbares!!!

    Freiburg zeigte unseren Mädels heute sehr deutlich auf, woran sie in den nächsten Tagen noch arbeiten müssen!!!

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  • Michele sagt:

    @waiiy

    Das Spiel war ganz schlecht! Frankfurt hat grottenhaft gespielt!
    Weiß jemand, warum Kulig nur auf der Bank saß? Mir kam es so vor, als ob Frankfurt heute ohne doppel „6“ gespielt hat! Mit so einer Leistung, können wir die Punkte gleich nach Wolfsburg und Potsdam schicken!

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  • dia sagt:

    Wenn das stimmt, was Detlef und Michele über die Potsdamer und Frankfurter Leistungen schreiben, dann können sie sich ja die Hände reichen (sehr symbolisch). Hoffen wir das sich beide, jawohl beide, steigern und es noch richtig spannend werden lassen. Wolfsburg und die anderen werden sich daran hoffentlich auch beteiligen.
    Was gibt es schöneres als einen nervenkitzelnden und hoffentlich fairen Kampf um die Meisterschaft.

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  • enthusio sagt:

    Hier kann man noch einen ausführlichen Bericht zum Spiel Freiburg-Potsdam samt den Trainerstimmen lesen:

    http://regiotrends.de/de/sport/index.news.196333.fuaeball-sc-frauen-unterliegen-potsdam-mit-31—freiburgerinnen-schlagen-sich-selbst.html

    Immerhin haben mit Ada Hegerberg und Pauline Bremer die beiden jüngsten Potsdamer Spielerinnen ein Erfolgserlebnis gehabt, für den Anfang doch gar nicht schlecht. Interessant finde ich, dass Schröder Jennifer Cramer und Lisa Evans trotz der Ausfälle (Kemme, Singer, Doorsoun) zunächst auf der Bank ließ und den beiden jungen Spielerinnen gegen eine starke Mannschaft wie Freiburg sofort sein Vertrauen schenkte.

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  • FFFan sagt:

    Trotz des ‚Rumpfprogramms‘ an diesem Spieltag (nur zwei von sechs Spielen konnten ausgetragen werden) ist die Tabelle eher ‚begradigt‘ worden: die ersten vier der Tabelle haben nun gleich viele Spiele ausgetragen, Potsdam ist dem heute spielfreien Spitzenreiter dicht auf den Fersen und Frankfurt festigt Platz 3.

    @ waiiy:

    Die Zuschauerzahl in Frankfurt ist ziemlich enttäuschend, jedenfalls weit unter dem dortigen Schnitt. Ob’s nur am Wetter liegt?

    @ Michele:

    Bei Kulig könnte es daran liegen, dass die Gesichtsmaske sie doch ziemlich behindert. Frankfurt hat ohne ‚Doppel-6‘ gespielt? Wie waren sie denn angeordnet (insbesondere im Mittelfeld)?

    @ Markus:

    Gute Idee, Ergebnisse und Tabelle in den Artikel einzubauen. Gefällt mir! 🙂

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  • Detlef sagt:

    @enthusio,
    Zumindest bei LISA war das nachvollziehbar!!!
    Sie kam leicht angeschlagen von der Natio zurück, und hatte vom USA-Trip noch ein Jetlag!!!

    Bei JENNY hatte ich mich auch gewundert, da ich sie eigentlich von Beginn an in der Abwehr vermutete, da ALEX und TABBI ja ausfielen!!!
    Dafür spielte MIRLI von Beginn an in der Abwehr!!!

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  • waiiy sagt:

    @Detlef: Bei manchen Spielen ist das Ergebnis wichtiger als die Leistung. Und diese Umstände von heute (1. Spiel nach der Winterpause, fehlende und angeschlagene Spielerinnen, Gegner zum Straucheln, auswärts, Winterwetter) haben genau solch ein Spiel vorausahnen lassen. Ich bin nicht überrascht, dass es grauenvoll anzusehen war.

    Uli Hoeneß hat mal gesagt, dass man Meister wird, wenn man aus solchen Spielen als Sieger vom Platz geht. Ganz unrecht hatte er damit nicht.

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  • Detlef sagt:

    waiiy schrieb;
    „Bei manchen Spielen ist das Ergebnis wichtiger als die Leistung.“

    Da hast Du natürlich Recht!!!
    Es hat ja auch schon in der Hinrunde einige schlechte Spiele von TURBINE gegeben (zB in Jena), die dann trotzdem noch gewonnen wurden!!!

    Was mich am heutigen Spiel nur so gestört hat war diese Lässigkeit!!!
    Dabei hätten die TURBINEN nur an das Hinspiel im KARLI denken müssen, um die richtige Einstellung zu finden!!!
    Da waren uns die Freiburgerinnen heute weit voraus, denn die kämpften um jeden Ball!!!
    Die TURBINEN gingen dem Ball nicht entgegen, sondern warteten darauf, daß er ihnen vor die Füße rollte!!!
    Da war es für die Breisgauerinnen natürlich ein Leichtes, immer wieder ein Bein oder den ganzen Körper dazwischen zu bekommen!!!
    Und selbst als sie schon 3:1 führten, traute sich keine Potsdamerin so richtig, mal eine Aktion abzuschließen!!!
    Statt dessen schob man die Pille so lange zur nächsten Mitspielerin, bis der Ball vertändelt wurde!!!

    Ich verstehe ja die ganzen genannten Gründe, warum ein tolles Kombinationsspiel heute nicht möglich gewesen ist!!!
    Doch dann sollte man trotzdem den Willen sehen, das Spiel gewinnen zu wollen!!!
    Dieser unbedingte Wille war heute besonders gut bei PAULINE BREMER zu sehen!!!

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  • Kalki sagt:

    Puh ,also die 1.HZ sahs im Mittelfeld der Turbinen aber ganz blass aus.In der Hinsicht hat sich nichts verbessert gegenüber der Hinserie in der 2.HZ liefs ein bisschen besser; trotzdem gut ist was anderes.
    Zum Glück hat man die krassen Fehler der Freiburgerinen optimal ausgenutzt und diese wiederum nicht die der Turbinen.
    Ein „dreckiger Sieg“ zum Anfang der Rückrunde geht schonmal in Ordnung, nur für die nächsten Spiele sollte man sich wesentlich steigern.

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  • waiiy sagt:

    Ich hab grad die Torshow auf DFB.tv gesehen. Das Tor für Frankfurt war ein richtiges Geschenk von Essen. Perfektes Zuspiel der Essener Abwehrspielerin zu Munk und das Tor war verwaist…

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  • enthusio sagt:

    Bernd Schröder hat im Interview nach dem Spiel dezidiert die schwache Abwehrleistung auf den Außenpositionen kritisiert und namentlich Jaques und Mirlach sowie das Fehlen der etablierten Singer und Kemme erwähnt. Auch mit dem Mittelfeldspiel war er nicht zufrieden.

    Im nächsten Spiel gegen Duisburg dürfte die Potsdamer Abwehr aber – trotz Islacker – nicht so stark gefordert werden wie heute gegen Freiburg.

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  • enthusio sagt:

    Und auch zum Spiel Frankfurt-Essen habe ich zwei kurze Berichte – aus der Sicht des Ruhrgebiets – gefunden.

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/essen/sgs-essen-verliert-0-1-in-frankfurt-id7630151.html

    http://www.reviersport.de/223214—sgs-leeren-haenden-aus-frankfurt-zurueck.html

    Bei Frankfurts Aufstellung fiel mir auf, dass Dahm sein neues Sturmduo Ando und Munk sofort in die Startaufstellung berufen hat, Bretigny aber nicht einmal als Einwechselspielerin zum Zuge kam (stattdessen Crnogorcevic und Smisek). Es scheint also auch in der nächsten Zeit so einiges herumexperimentiert zu werden. Da kann man Dahm nur ein glückliches Händchen wünschen.

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  • Sokrates sagt:

    In der ersten HZ war Frankfurt gegen relativ schwache Essenerinnen deutlich überlegen, ohne den Gegner stark unter Druck zu setzen und sich zwingende Chancen herauszuspielen. Vor allem in den letzten 20 – 25 Minuten in HZ 1 hat der FFC ganz gut kombiniert, wenn auch zu langsam. Ando hat in den ersten 20 Minuten gut gespielt, aber dann immer mehr nachgelassen bis zu ihrer Auswechselung Anfang der zweiten Halbzeit.
    In der zweiten HZ konnte Essen etwas mehr Offensivaktionen setzen und hatte zwei Torchancen (darunter ein umstrittenes Abseitstor) gegen Frankfurterinnen, die sich immer mehr auf Ouer- und Rückpässe im und am eigenen Strafraum im Zeitlupentempo gegen pressende Essenerinnen beschränkten. Natze hat nicht einmal das Spiel schnell gemacht durch einen schnellen Abwurf oder Abstoß. Es war ebenfalls einmal mehr viel zu wenig Bewegung vor dem Ball im statischen und sehr langsamen Frankfurter Spielaufbau. Die Leistung des FFC in der zweiten HZ war indiskutabel.

    Bei Frankfurt fand ich die beiden sehr offensiven AV Schmidti und Babs gut, während bei Essen Torfrau Lisa Weiß ein gutes Spiel machte. Nach meiner Wahrnehmung haben Mel und Maro die Doppel-Sechs gebildet, während davor Sveni als eine Art 10 gespielt hat. Ando (und später Crno mit ganz schwacher Leistung) haben im linken Mittelfeld gespielt. Kim wurde nicht eingesetzt, weil sie noch angeschlagen und nicht fit ist. (Auf der PK soll Dahm Neid dafür kritisiert haben, dass sie Kim als angeschlagene Spielerin im Länderspiel gegen Frankreich eingesetzt hat.)

    Die sportliche Situation in Frankfurt ist sicherlich sehr besorgniserregend. Die beiden […] auf der Trainerbank sind völlig überfordert, die Spielkultur ist in der Winterpause wie zu befürchten genauso wenig weiterentwickelt worden wie einzelne Spielerinnen. Die Neuverpflichtungen haben keine internationale Klasse und strahlen wie die gesamte Mannschaft wenig Torgefahr aus. Die Mannschaft hat nur mit einer echten Spitze, nämlich Lise Munk, gespielt und kaum schnell und direkt mit Zug zum gegnerischen Tor nach vorn gespielt. Auf der PK soll Dietrich Dahm gefragt haben, warum die Mannschaft nach dem 1:0 nicht auf das zweite und dritte Tor ausgegangen sei. Der „Trainer” soll darauf geantwortet haben, dass die Mannschaft im großen und ganzen so gespielt habe, wie er es vorgegeben habe. Es gehe sinngemäß um kurzes Flachpassspiel und wenig hohe, lange Bälle, extrem viel Ballbesitz und das Vermeiden leichter Ballverluste. Insgesamt seien angeblich erste Anzeichen bei Siggi zu erkennen, dass er sich unter dem Druck der zunehmenden journalistischen Kritik — insbesondere von Daniel Meuren — endlich der Realität stellen würde. Abwarten.

    PS: Es ist bedauerlich, dass bei einem solchen Spiel gegen einen am gestrigen Tag relativ schwachen Gegner wie Essen Silvana Chojnowski erneut nicht zum Einsatz kam, sondern stattdessen in die zweite Mannschaft abgeschoben wurde. Sie hätte etwas Erfahrung in der Buli sammeln und mit ihrer aggressiven Spielweise und ihrem Zug zum Tor ein wenig Schwung in das Frankfurter Angriffsspiel bringen können. […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „Ich hab grad die Torshow auf DFB.tv gesehen. Das Tor für Frankfurt war ein richtiges Geschenk von Essen. Perfektes Zuspiel der Essener Abwehrspielerin zu Munk und das Tor war verwaist…“

    Ja, das ist aus Essener Sicht sehr unglücklich gelaufen; offenbar lag da ein Missverständnis zwischen Weiß und da Silva Costa vor, aber auch schon der Rückpass von Oliveira Leite war unnötig.

    Auch mindestens zwei der drei Potsdamer Tore sind als ‚Geschenke‘ der Freiburger Abwehr bzw. Torfrau zu bezeichnen.

    Zur Torshow:

    @ enthusio:
    „Bei Frankfurts Aufstellung fiel mir auf, dass Dahm sein neues Sturmduo Ando und Munk sofort in die Startaufstellung berufen hat, Bretigny aber nicht einmal als Einwechselspielerin zum Zuge kam…“

    Ich habe gehört, dass sowohl Bretigny als auch Wich derzeit verletzt sind; das würde diese Wahl der Aufstellung erklären.
    Dem entgegen steht allerdings der Vorbericht auf der FFC-Homepage, wo es heißt, dass außer Bajramaj, Laudehr und Butt alle Spielerinnen zur Verfügung stehen.

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  • Herr Schulze sagt:

    Erstmal ein Danke für die Tabellenübersicht, das ist eine schöne und nützliche Neuerung.
    Ich habe nur die zweite Halbzeit in Frankfurt gesehen und war entsprechend entgeistert gewesen. Wenn ich den Trainer (FAZ / FR) und @Sokrates richtig verstehe, geht das System darauf, mit Kurzpasspiel den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Barcelona? Dazu braucht es freilich Technik und Laufbereitschaft!
    In der zweiten Halbzeit mündete diese Direktive mangels Anspielstationen in einer Serie von Fehlpässen aus der Abwehr heraus und somit in wiederholten dicken Chancen der Essenerinnen. Es sah so aus, als hätten die Spielerinnen Angst, den Ball einfach mal wegzuschlagen.
    Die drei Punkte sind letztlich mehr als nur einer Großtat der zuletzt arg gescholtenen Nadine Angerer zu verdanken. Aufatmen am Ende – und verständlicher Frust bei Essen. Leider nichts Neues also vom FFC

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  • Rainer sagt:

    Wenn ich mir die Berichterstattung über die Bundesliga aus der Ferne Schwedens anschaue, dann bin ich doch verwundert, dass Frankfurt mit seinem überragenden Kader nicht mit deutlichem Abstand die Liga anführt und immer noch Probleme hat, in Gang zu kommen.
    Genauso verwundert allerdings auch, dass Potsdam es immer wieder schafft, trotz Spielerabgängen und einer eigenen Abteilung in der Reha eines mittelgroßén Krankenhauses, so weit vorne zu liegen. Respekt!
    Wolfsburg scheint mir jedoch, obwohl nur ein Punkt Vorsprung, der klare Favorit auf den Titel zu sein oder liege ich da falsch?

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  • Thomas sagt:

    Was ist nur mit unseren Nationaltorhüterinnen los??? Schult gegen Frankreich, Benkarth und Weiß patzten.

    Das TP Probleme in der Defensive hat ist schon die ganze Saison zu beobachten, trotzdem haben sie immer noch die zweitbeste Abwehr – liegt wahrscheinlich auch mehr an der Sturmschwäche der anderen Mannschaften.

    Ich finde man darf Jaques und Mirlach keine großen Vorwürfe machen. Sie sind beides keine gelernte Außenverteidiger und das sie auf der Außenbahn gegen schnelle Spielerinnen Probleme haben ist keine Überraschung.

    Mich wundert ein bißchen die Personalpolitik bei Turbine. In der Winterpause kamen zwei Mittelfeldspielerinnen und zwei Stürmerinnen, aber keine Abwehrspielerin.

    Was war eigentlich mit Wiebke Meister? Ist sie etwa auch verletzt?

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  • jochen-or sagt:

    @thomas

    Teile voll Deine Auffassung!

    Ich finde zudem auch, dass weder Tabbi noch Alex die Klasse von Babett und Bianca besitzen, auch wenn Alex zumindest mental stark und so eine Art Leader zu sein scheint.
    Tabbi kommt vielleicht noch – mal sehen!
    Da hinten fehlt eine echte Klassespielerin. Aber die haben wir ja noch nicht einmal für die N11.

    Immerhin: Hürde 1 ist genommen aber da warten noch Bayern, FF und Bad Neuenahr – da zumindest 6 Punkte – das wäre es.

    @detlef

    Wie war eigentlich Maren – die wohl auch wegen Ihres bescheidenen Auftretens leider so wenig Beachtung erfährt.

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  • grammfon sagt:

    @Reiner:

    Ich glaube viele hier sehen es genau so wie du.

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  • Spielerfrau sagt:

    @ Reiner,

    man merkt in dieser Saison deutlich, dass sich viele von dem Frankfurter „Weg“ deutlich distanzieren bzw. nicht (mehr?) identifizieren können.
    Den Ball hin- und herschieben als Strategie?!
    Dabei hat Frankfurt eine spitzenmäßige Fanbasis in einer heimeligen Kulisse am Brentanobad.
    Und ja, ich bin auch der Ansicht, dass Spielerinnen, die ein hartes Programm an Training und Wochenendspielen neben Beruf/Studium absolvieren, anständig bezahlt werden sollten (und nicht nur ein Taschengeld bekommen sollten).

    Potsdam schafft es immer wieder, die letzten Kräfte zu mobiliseren.
    Hut ab! vor den Ebay-Versteigerungen und der Solidarität der Turbinen zu Duisburg. (Während sich Frankfurt Ando sichert.)

    Ich bin auch der Ansicht, dass in Wolfsburg die Rädchen gut aufeinander eingestellt sind. Sicher hat man die finanzielle Basis, aber man hat sie gut eingesetzt. Und mit Pohlers echte Diamanten, die anderswo nicht gewürdigt wurden.

    Die Bayern sind für mich die positive Überraschung der Saison, und ich hoffe, es reicht für einen guten dritten Platz in der Rückrunde.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Spielerfrau: Vielleicht sollte man zumindest nicht unerwähnt lassen, dass der 1. FFC Frankfurt für Ando sicherlich eine Summe x nach Duisburg transferiert hat und darüber hinaus ein Benefizspiel veranstaltet.

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  • Sheldon sagt:

    @Rainer: Viele sitzen nunmal in Deutschland dem Trugschluss auf, dass Qualität von Spielerinnen quasi nach dem Vorbild von FIFA Manager etc. über längere Zeiträume stabil bleibt bzw. die Grundqualität einer Spielerin messbar ist. Natürlich, eine Spielerin kann Weltklasse spielen, doch sie kann genauso schnell eine ganz normale durchschnittliche Spielerin sein.

    An Messi kann man das fantastisch sehen, ebenso an Bajramaj: Messi spielt bei Barca absolute Weltklasse, doch in der Nationalelf ist er ein Spieler wie jeder andere. Wieso? Weil er nicht seine Zuarbeiter hat. Bei Bajramaj war das lange Zeit ebenso.

    Es gibt Spielerinnen, die in bestimmten Konstellationen über sich hinauswachsen können. Potsdam scheint diese Konstellationen immer wieder schaffen zu können für junge Spielerinnen, Wolfsburg schafft es, ebensolche Konstellationen zu erhalten für wechselnde Spielerinnen und damit die vorher schon aufgebauten Fähigkeiten zu nutzen und Frankfurt kauft halt immer Spielerinnen, die absolut nicht die Konstellationen vorfinden, die sie brauchen.
    Und dann bist du halt schnell nur noch Mittelmaß. Beispiel: Babett Peter. Vom herausragenden Libero zu einer von vielen auf Linksaußen… So schnell kann es gehen.

    Das macht eben Fußball auch aus, dass eben die Qualitäten der Spielerinnen durch vieles beeinflussbar sind und es damit immer wieder Schwankungen gibt, die durch veränderte Umstände auftreten. Bei anderen Sportarten hast du das nicht, da sind es immer dieselben, die die Sportarten dominieren, da es Spezialsportarten, nicht Komplexsportarten sind.

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  • Spielerfrau sagt:

    @ Markus Juchem,
    d’accord – allerdings wird Duisburg durch den „Abverkauf“ von Ando natürlich auch in der Rückrunde geschwächt. Es hatte ein gewisses „Gschmäckle“, obwohl aus Sicht der Beteiligten absolut logisch und nachvollziehbar.

    Und ich hatte vom FFC-Benefizspiel auch erst NACH dem Verkauf von Ando verfahren – nun wissen Sie sicherlich mehr, ob derlei Planungen parallel erfolgt sind, und die Öffentlichkeit vom einer Nachricht (Ando) zuerst als von anderen Planungen (Benefizspiel) erfährt.

    Ich hoffe wirklich, dass uns Duisburg erhalten bleibt, und dass die Verantwortlichen auf die Stabilisierung der Finanzen und eher auf den Einsatz von lokalen Talenten setzen bzw. sogar setzen müssen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Spielerfrau: Ich kann darin kein „Gschmäckle“ erkennen. Der „Abverkauf“ ging ja vom FCR 2001 Duisburg aus, nicht nur bei Ando, sondern auch bei Banecki und Reed. Alle Wechsel waren ja ausschließlich der Tatsache geschuldet, dass Duisburg im Rahmen des Insolvenzverfahrens unter anderem die Personalkosten senken muss. Duisburgs Vorstand Dieter Weber hat sich ja sogar explizit bei den Spielerinnen bedankt für die Bereitschaft, dem Verein zu helfen, indem sie ihn verlassen. Die genaue zeitliche Abfolge von Ando-Wechsel und Vereinbarung eines Benefizspiels kenne ich nicht, ist aber auch in meinen Augen nicht besonders relevant.

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  • Detlef sagt:

    @jochen-or,
    MAREN war sehr fleißig, und lief viele Bälle ab!!!
    Leider war ihre Ballbehandlung nicht optimal, da ihr das Spielgerät oftmals weit vom Fuß wegsprang!!!
    Dies passierte aber auch einigen anderen TURBINEN an diesem Tag!!!
    Nach vorn gelang ihr nicht viel, was aber auch daran lag, daß sie defensiv voll gefordert wurde!!!

    Ich weiß es ist schon fast ein Sakrileg, aber ich möchte Bernd Schröder da etwas wiedersprechen!!!
    Für mich waren HELEEN und MIRLI nicht das Hauptproblem!!!
    Beide agierten im direkten 1 gegen 1 sogar recht erfolgreich, auch wenn MIRLI schon die fehlende Spielpraxis anzumerken war!!!

    Was mir das Hauptproblem zu sein schien, ist das richtige Zusammenwirken der Abwehrkräfte miteinander, und das rechtzeitige Verstärken der Dreierkette mit Leuten aus dem Mittelfeld!!!
    Dieses Problem ist aber nicht sonderlich neu, sondern ist (wie Thomas richtig beobachtet hat) schon die ganze Hinrunde zu sehen gewesen!!!
    Und zwar völlig unabhängig davon, in welcher Zusammensetzung die TURBINE-Abwehr agierte!!!
    Schröders Hinweis darauf, daß nächste Woche ALEX und TABBI als Stammkräfte wieder einsatzbereit sind, läßt den geneigten TURBINE-Fan zwar etwas ruhiger schlafen, aber es ist wohl nicht wirklich die Lösung des eigentlichen Problems!!!
    Mal abgesehen davon, daß Schröder nicht eine Woche in die Zukunft sehen kann, um solche Vorraussagen sicher tätigen zu können, scheint mir auch eine Dreierkette mit ULLA, ALEX und TABBI nicht wesentlich sicherer zu funktionieren!!!
    Hier werden wir uns wohl in Geduld üben müssen, bis sich wieder eine starke Abwehrreihe eingespielt hat!!!
    Dafür war dann der Aderlaß mit BABBS, SCHMIDTI und VIOLA wohl doch zu groß, als dies in wenigen Monaten wett gemacht werden könnte!!!
    So etwas braucht halt seine Zeit!!!

    @Thomas,
    TURBINE hat noch 4-5 Abwehrspielerinnen in Reserve, die allerdings zum größten Teil noch in der Reha stecken!!!
    JOJO, INKA und JENNY ZIETZ fangen erst Ende März wieder mit dem Mannschaftstraining an!!!
    Dafür ist aber TINI schon wieder im Kader, und durfte gestern sogar ein paar Minuten Erstligaluft schnuppern!!!
    Und wenn die Bundesgöttin wirklich an JENNY CRAMER interessiert ist, werden wir sie wohl auch bei TURBINE hauptsächlich in der Defensive sehen, obwohl das eine pure Verschwendung an Offensivstärke wär !!!
    Und langfristig sind dann auch noch WIBKE MEISTER und SANDRA WIEGAND eine Option!!!
    Also warum hätte man da noch eine Abwehrspielerin verpflichten sollen???

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  • grammfon sagt:

    @Spielerfrau:

    Da habe ich was verpasst. Hab ich irgendwie erst jetzt gesehen, dass die Potsdamer ihre Sachen für Duisburg versteigern. Vielleicht sollte man dafür hier auch ein bisschen mehr Werbung machen. Hier also für andere, die es auch verpasst haben, nochmal die Mitteilung auf der Potsdam Webseite:

    Eine gute Aktion!

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  • Thomas sagt:

    @Detlef,

    Was mir das Hauptproblem zu sein schien, ist das richtige Zusammenwirken der Abwehrkräfte miteinander, und das rechtzeitige Verstärken der Dreierkette mit Leuten aus dem Mittelfeld!!!

    Das liegt wohl auch daran das auf Grund der vielen Verletzten sich die Abwehr nicht so richtig einspielen konnte. Dazu noch der Abgang von Winters… Natürlich fehlt auch die Qualität, Elsig, Mirlach und Mjelde können natürlich keine Bianca, Babs oder Viola erstzen – vielleicht in 1-2 Jahren wenn sie von Verletzungen verschont bleiben.

    TURBINE hat noch 4-5 Abwehrspielerinnen in Reserve, die allerdings zum größten Teil noch in der Reha stecken!!!
    JOJO, INKA und JENNY ZIETZ fangen erst Ende März wieder mit dem Mannschaftstraining an!!!

    Das heißt bis sie wieder in Topform sind ist die Saison fast vorbei. Wie man gesehen ist für Tabbi und Alex kein Ersatz in Sicht und da hätte ich schon noch eine Abwehrspielerin verpflichtet – zumindest für 6 Monate.

    Und langfristig sind dann auch noch WIBKE MEISTER und SANDRA WIEGAND eine Option!!!

    Wenn sie denn bei Turbine bleiben. M.W. laufen bei ihnen die Verträge aus und ob sie weiterhin in der 2. Mannschaft spielen wollen bzw. bei der 1. auf der Bank sitzen wollen. Falls die Verletzten alle wieder gesund werden sinken ihre Chancen noch mehr.

    Warum durfte eigentlich Andrine noch nicht ran?

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  • Detlef sagt:

    @grammfon,

    Zwischenstand heute sind 1397,72 €!!!

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  • Detlef sagt:

    Thomas schrieb;
    „Das heißt bis sie wieder in Topform sind ist die Saison fast vorbei. Wie man gesehen ist für Tabbi und Alex kein Ersatz in Sicht und da hätte ich schon noch eine Abwehrspielerin verpflichtet – zumindest für 6 Monate.“

    Zunächst müssen TABBI und ALEX zeigen, daß sie wirklich besser sind als zB HELEEN und MIRLI!!!
    Dabei muß man natürlich auch immer die Stärke des Gegners berücksichtigen!!!
    Wie enthusio richtig anmerkte, wird TURBINES Abwehr mit dem arg zur Ader gelassenen Kader der Löwinnen wohl weniger Probleme bekommen, als mit den sehr starken Freiburgerinnen!!!
    Und eine neue Abwehrspielerin müßte sich ja auch erst an die Mannschaft, das Spielsystem (Dreierkette) und eventuelle Sprachbarrieren gewöhnen!!!

    Thomas schrieb;
    „Wenn sie denn bei Turbine bleiben. M.W. laufen bei ihnen die Verträge aus und ob sie weiterhin in der 2. Mannschaft spielen wollen bzw. bei der 1. auf der Bank sitzen wollen. Falls die Verletzten alle wieder gesund werden sinken ihre Chancen noch mehr.“

    Das ist grundsätzlich immer möglich, daß junge Spielerinnen den Verein verlassen!!!
    Aber sie sollten auch wissen was sie an Potsdam haben!!!
    Es gibt nicht sehr viele Vereine, die ähnliche Möglichkeiten haben wie TURBINE!!!
    Zumindest WIBKE wird wohl auch weiterhin bei der Ersten trainieren, und eventuell auch Einsatzzeit bekommen!!!
    SANDRA muß nach ihrer schweren Verletzung erst einmal wieder auf das Level kommen, daß sie davor schon erreicht hatte!!!

    Thomas schrieb;
    „Warum durfte eigentlich Andrine noch nicht ran?“

    Eine gute Frage!!!
    In Freiburg war sie zumindest mit dabei!!!
    Wahrscheinlich ist sie noch nicht so weit, wie Schröder sich das vorgestellt hatte!!!

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  • Spielerfrau sagt:

    @ grammfon,

    hier ist der Info-Link dazu:

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  • FFFan sagt:

    @ Rainer:
    „Wenn ich mir die Berichterstattung über die Bundesliga aus der Ferne Schwedens anschaue, dann bin ich doch verwundert, dass Frankfurt mit seinem überragenden Kader nicht mit deutlichem Abstand die Liga anführt und immer noch Probleme hat, in Gang zu kommen.“

    Das sehe ich ein wenig anders. Natürlich hat Frankfurt mit insgesamt 16 Nationalspielerinnen einen hochkarätig besetzten Kader, aber auch Wolfsburg und Potsdam sind nicht viel schwächer besetzt. Vor allem der VfL Wolfsburg hat einen sehr ausgewogenen Kader, die erste Elf besteht fast nur aus (z.T. Ex-)Nationalspielerinnen, die Ersatzbank ist ebenfalls sehr stark. Turbine Potsdam besitzt die beste Torhüterin und den stärksten Angriff der Liga, dafür sind Abwehr und Mittelfeld vielleicht nicht ganz so gut bestückt.
    In puncto individuelle Klasse nehmen sich die drei also nicht viel, den Ausschlag gibt dann eben das Zusammenspiel als Mannschaft.
    Aufgrund der Tabellensituation haben die ‚Wölfinnen‘ momentan die besten Karten, zudem weniger Verletzte als Potsdam und Frankfurt. Aber ob sie deshalb der „klare Favorit“ sind? Zumindest Turbine hat nach wie vor alle Chancen!

    @ Thomas:
    „Ich finde man darf Jaques und Mirlach keine großen Vorwürfe machen. Sie sind beides keine gelernte Außenverteidiger und das sie auf der Außenbahn gegen schnelle Spielerinnen Probleme haben ist keine Überraschung.“

    Sie spielen ja auch nicht direkt auf der „Außenbahn“, sondern eher auf ‚Halbpositionen‘ (ich gehe mal davon aus, dass Potsdam immer noch mit Dreierkette spielt); die Aufgaben dürften ihnen also durchaus vertraut sein.

    @ Spielerfrau:

    Du scheinst zu unterstellen, dass Frankfurt die Notlage des FCR Duisburg ausgenutzt hat, um sich günstig eine Spielerin zu sichern. Tatsächlich war der Transfer von Ando zum FFC aber vor allem im Interesse des FCR, denn dort hat Kostenreduzierung oberste Priorität!

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  • waiiy sagt:

    @Detlef und Thomas: Bei Tabea Kemme darf man nicht verkennen, dass sie neben ihrer sportlichen Leistung auch ganz wichtiger menschlicher Faktor im Gefüge der Mannschaft ist. Gerade in Spielen, in denen die Mannschaft ein wenig lascher reagiert, ist sie eine, die die anderen mitreißen und Zeichen setzten kann. Sie trägt nicht umsonst die Kapitänsbinde in Abwesenheit von Jenny Zietz und für die Zukunft.

    Und bei Alex Singer ist der unbändige Fighting Spirit zu erkennen, der die Amerikanerinnen auszumachen scheint. Als sie letzte Saison ins Team geworfen wurde, wirkte sie noch etwas fremd. Aber mittlerweile haut sie sich voll rein und gibt alles für den Sieg. Sie ist dann auch diejenige, die das Mittelfeld und den Sturm auffüllt, wenn unbedingt noch ein Tor her muss. Das macht beispielsweise Helen Jaques so nicht (vielleicht noch nicht). Bei Stefanie Mirlach ist das auch ansatzweise erkennbar.

    Wer aber hier kaum Erwähnung findet, ist Sarah Doorsun. Sie ist, wenn sie auf dem Platz steht, überall präsent und stopft die Löcher. Und ihr merkt man an, dass sie jede Minute auf dem Platz genießt. Bernd Schröder kann sie wirklich überall hinstellen und es kommt immer ihr Enthusiasmus zurück.

    Ich bin wirklich gespannt, wie die Leistungen nach oben gehen werden, wenn wieder mehr Spielerinnen fit sind und alle um ihren Platz in der Elf kämpfen werden. Da werden sich noch einige spannende Duelle ergeben und ich hoffe nicht, dass dann einige Spielerinnen abwandern, um diesem Konkurrenzkampf auszuweichen. Es werden wirklich alle gebraucht, wie man in dieser langen Phase seit Inka Weselys Kreuzbandriss sieht.

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  • Thomas sagt:

    @waiiy,

    im Gegensatz zu Detlef bin ich der Meinung das Tabbi und Alex die beiden Stärksten sind. Das Problem liegt darin das es momentan für die beiden keinen wirklich ädequaten Ersatz gibt.

    Wenn mal alle gesund sind hat man 10(!) Abwehrspielerinnen:
    Tabbi, Draws, Alex, Mirlach, Jaques, Elsig, Wesely, Zietz, Meister, Wiegand

    Ich bin wirklich gespannt, wie die Leistungen nach oben gehen werden, wenn wieder mehr Spielerinnen fit sind und alle um ihren Platz in der Elf kämpfen werden. Da werden sich noch einige spannende Duelle ergeben und ich hoffe nicht, dass dann einige Spielerinnen abwandern, um diesem Konkurrenzkampf auszuweichen. Es werden wirklich alle gebraucht, wie man in dieser langen Phase seit Inka Weselys Kreuzbandriss sieht.

    Ich kenne leider keine einzige Spielerin persönlich und kann daher nicht beurteilen wie weit ihr Ehrgeiz reicht. Mit Ausnahme von Wiegand und Meister wären alle bei anderen Mannschaften Stammspielerinnen – Ausnahme Frankfurt und WOB. Ich persönlich würde lieber bei einer schwächeren Mannschaft spielen als bei einer Topmannschaft auf der Bank zu sitzen.

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