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DFB-Elf: Ist das Glas halbleer oder halbvoll?

Von am 14. Februar 2013 – 11.42 Uhr 12 Kommentare

Nur mit Mühe hat die DFB-Elf einen Fehlstart ins EM-Jahr 2013 vermieden. Rund fünf Monate vor EM-Beginn leistete sich das Team beim 3:3 gegen Frankreich in Straßburg eine ganze Reihe von individuellen Fehlern. Und darf dennoch für die kommenden Monate auch Positives mitnehmen.

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Im mickrigen Presseraum des alten Stade de la Meinau präsentierten sich Bundestrainerin Silvia Neid und Frankreichs Trainer Bruno Bini nach dem 3:3 vor der guten Kulisse von 15 888 Zuschauern gut gelaunt und zufrieden.

Highlights Frankreich gegen Deutschland anschauen

Neid: „Haben große Moral bewiesen“
„Wir haben ein Spiel auf sehr hohem Niveau gesehen. Wir haben uns selbst zwei Tore geschossen, das ist gegen einen Gegner wie Frankreich natürlich schwer aufzuholen. Aber trotz des 1:3-Rückstands haben wir große Moral bewiesen, unterm Strich sind wir mit diesem Unentschieden zufrieden“, zog Neid trotz zahlreicher Fehler ihrer Spielerinnen und dreier Gegentore ein positives Fazit. Eine Einschätzung, die Bini mit einem süffisanten Kommentar quittierte: „Das ist schon etwas Neues, dass Silvia zufrieden ist, wenn sie gegen uns unentschieden spielt.“

Viele Fehlpässe und Ballverluste
Ist das Glas also halbvoll oder halbleer? Dies dürften sich beide Seiten nach dem neuerlichen Remis gefragt haben. Die DFB-Elf muss sich einerseits Kritik gefallen lassen, warum sie nach einer guten Anfangsphase und einer schnellen Führung so rasch wieder den Faden verlor. Und warum sie sich mit zahlreichen Fehl- und Rückpassen und gefährlichen Ballverlusten immer wieder selbst in Bedrängnis brachte.

Verunsicherung durch Ausgleich
Sie darf aber auch eine Menge Hoffnung aus der letzten halben Stunde ziehen, dass bei konzentrierter Spielweise und aufopferungsvollem Kampf auch ein Topgegner wie Frankreich Probleme mit dem Spiel der DFB-Elf bekommt. „Nach dem 1:1 hätten wir normal weiterspielen müssen, aber das hat die Spielerinnen etwas verunsichert und nervös gemacht, dann kamen zu viele einfache Fehlpässe, da werden die Wege nach hinten weit und Frankreich macht richtig Tempo über die Außen, das ist dann schwierig zu verteidigen“, erläuterte Neid.

Mangelnde Souveränität, ungewohntes Tempo
So hatten etwa einige DFB-Spielerinnen Defizite in der Antrittsschnelligkeit und Probleme mit dem hohen Spieltempo, etwa Kim Kulig. „Es liegt auch viel an der Maske, dass sie nicht so schnell sehen kann, was links und rechts ist. Die muss sie noch ein bis zwei Wochen tragen“, so Neid. Und auch Nadine Keßler, die mit ihren zwei Treffern die DFB-Elf vor einer Niederlage bewahrte, brauchte eine gewisse Zeit, um ins Spiel zu finden. „Sie hat sich reingebissen“, so Neid, die analysierte: „Wir verpassen es oft, einfach mal Ruhe ins Spiel zu bringen und spielen nicht souverän genug von hinten raus.“

Keßler will Chance nutzen
„Im Vergleich zu meinen ersten Länderspielen ist das ein großer Unterschied, das Spieltempo ist richtig hoch“, so Keßler, die sich Schritt für Schritt in die Mannschaft spielen will. „Ich bin froh, wenn ich wieder eingeladen werde. Ich möchte einen Schritt nach dem anderen machen, mich gut im Verein präsentieren und dann hoffentlich wieder meine Chance nutzen.“ Zufrieden war Neid mit der Leistung ihrer jungen Nachwuchsspielerinnen.

Frauenfußball - Saskia bartusiak

Saskia Bartusiak: „Jeder macht mal einen Fehler“ © Nora Kruse / ff-archiv.de

Bartusiak: „Das war ein katastrophaler Fehlpass“
„Svenja und Leonie waren zwar nervös, aber sie haben die Herausforderung trotzdem gut angeommen, geführt von einer jungen Marozsan und einer Célia, die in der zweiten Halbzeit Akzente gesetzt. Luisa war auch sofort im Spiel, das hat sie gut gemacht.“

Einen rabenschwarzen Tag erwischte hingegen Saskia Bartusiak. Sie erklärte: „Der Rückpass zum Tor, das war ein katastrophaler Fehlpass, das geht klar auf meine Kappe, aber jeder macht mal einen Fehler. Das war natürlich doof, denn dadurch pusht man den Gegner, wenn man ihm Tore schenkt.“

Schult: „Aus so einem Fehler lernt man“
Torhüterin Almuth Schult hatte ihren Anteil am zweiten Gegentreffer. „Aus so einem Fehler lernt man, dass man den Ball früher wegschlagen muss und nicht so viel hinten rum spielen darf. Beim ersten Gegentor hat Necib genau in den Winkel getroffen. Ich weiß nicht, ob ich da so viel machen kann.“

Leistungssteigerung nötig
Nun gilt es, in weiteren hochkarätigen Testspielen das Leistungsniveau bis zur EM weiter anzuheben. Neid meint: „Alle Nationen werden sich bis zum Sommer noch entwickeln, wir sicherlich auch. Wir haben uns die Gegner bewusst so ausgesucht, es hilft uns nichts, Spiele 4:0 oder 5:0 zu gewinnen. Heute musste jede 110 Prozent geben, um zu bestehen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • gerd karl sagt:

    aber herr bini, ist es nicht viel schlimmer das man eine 3-1 führung verspielt und von einer deutschen mannschaft fast geschlagen wird die nicht ihren besten tag hatte.

    deutschland wird sich steigern und dann wird die euro ein leichtes spiel.

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  • Andreas sagt:

    @gerd karl:
    Das ist eine sehr mutige Aussage. Unter der Voraussetzung, dass es SN gelingt, endlich eine Abwehr zu formieren, die hinten sicher steht und zudem noch einen anständigen Spielaufbau hinbekommt, würde ich das sogar unterschreiben. Wenn das allerdings weiter so ein Hühnerhaufen bleibt, kann der Schuss nach hinten losgehen. Ich bin aber ebenfalls optimistisch. In Europa gibt es eben noch keine Gegner wie die USA oder Japan. Gegen diese beiden hätte man so ein Spiel wie gestern wohl verloren.

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  • Sheldon sagt:

    Zur Zeit ist das Glas halbleer. Wenn man sieht, welche Spielerinnen man noch auf der Bank hat, muss man sagen: Man muss sich das in der Abwehr nicht antun. Für die Spieleröffnung brauchst du unbedingt die Wolfsburgerinnen. Da geht uns soviel Qualität verloren ohne sie. Von Josi Henning habe ich noch nie gesehen, dass sie einen Ball in Bedrängnis zurückspielt, sondern versucht dann immer über die Außen, den Ball nach vorne noch zu bringen. Dazu Lena Goeßling, vllt auch nochmal Babett Peter, um Stabilität hineinzubekommen. Und natürlich Viola Odebrecht auf der „6“, es gibt keine, die die Position des „Abräumers“ so gut wie sie verknüpft mit der Spieleröffnung.

    Da ist noch viel zu tun. Das, was wir in Deutschland an Potential haben, schöpfen wir leider noch lange nicht aus!

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  • Spielerfrau sagt:

    Danke, Herr Juchem, für diesen Artikel.

    Ich möchte – hoffentlich – keine Diskussion um „schönschreiben“ oder „niedermachen“ starten, aber:

    Die Zeit zwischen den „großen“ Turnieren, wurde sie wirklich genutzt, um neue Talente aufzubauen und gleichzeitig eine Gefüge zu festigen?

    Warum diese Nervosität einer doch gut ein- und aufgestellten Mannschaft, die es nicht schafft, überzeugend Siege einzufahren?

    Personell – last but not least: Warum bekommt eine Kathrin Längert keine Chance, sich auch im Tor zu beweisen?

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  • Sheldon sagt:

    @Spielerfrau: Diese Frage nach Längert kam hier schon öfter auf: Ich finde das Anliegen ja schön und gut, doch welchen Sinn hat das? Im Tor haben wir die wenigsten Probleme. Ob dort nun Längert, Schult, Weiß, Benkarth oder Sarholz drin steht, die nehmen sich nicht viel von der Qualität. Solange eine davon im Tor steht, sollte man zufrieden sein.

    Zumal ich auch sagen muss, dass Schult die Einzige ist, die in den letzten 1 1/2 Jahren wirklich konstant souveräne bis überragende Arbeit geleistet hat. Deswegen ist diese Nominierung auch gerechtfertigt.

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  • Jan sagt:

    Pressing ist ja modern. – Nur: Warum extrapoliert bislang Keiner dessen Entwicklung und setzt es mal in der allerkonsequentesten Form um? Jedenfalls brachten 2 – 3 Pressing versuchende dt. Stürmerinnen die japan. Abwehr beim Spielaufbau kaum in Verlegenheit im WM-VF 2011.

    Nun aber stürzen sich 4! Französinnen zeitweilig auf die dt. Viererkette, während auch alle anderen dt. Spielerinnen gedeckt sind, und schon klingelt’s 2x im dt. Tor – aber nur vordergründig aufgrund individueller Fehler. Denn erwirkt wurden die Fehler dadurch, dass Spieler/innen in Abwehr und Mittelfeld es beim Spielaufbau überhaupt nicht gewohnt sind, partout keine Anspielstation zu finden! (außer zum Torwart)

    In Hz.2 verlagerte Deutschland sein Spiel zügig weiter nach vorn, statt von hinten aufzubauen – denn das wäre das Falscheste, was man bei dieser frz. Taktik tun würde. Und als die Französinnen mit 2 Toren führten, versuchten sie diese neue ungewöhnliche Taktik bei dt. Spielaufbau auch nicht mehr, sondern suchten ihren Vorsprung zu halten, was misslang. Aber Bini weiß jetzt, dass seine Taktik temporärer totaler Manndeckung voll aufging und er ein mögliches EM-HF 2013 gegen Deutschland so durchaus gewinnen könnte.

    So eine totale Manndeckung scheint jedoch in der aktuellen Fußball-Lehrmeinung nicht vorzukommen, oder? Aber vllt. ist sie ja DAS Erfolgsrezept gegen Spielstärkere und Tikitaka-Fußball, für die/den Anspielstationen so essentiell sind?! Vllt. probiert die dt. Elf sie beim Algarve-Cup sporadisch mal gegen Japan? Neids Team hat jetzt 4 Spiele in Folge nicht gewonnen. Im Frühjahr 2007 war es sogar 5 Spiele in Folge sieglos geblieben – und wurde Weltmeister. Ein gutes Omen also?

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  • FFFan sagt:

    @ Jan:
    „Aber Bini weiß jetzt, dass seine Taktik temporärer totaler Manndeckung voll aufging und er ein mögliches EM-HF 2013 gegen Deutschland so durchaus gewinnen könnte.“

    … wenn nicht das Trainerteam um Silvia Neid bis dahin ein wirksames ‚Gegengift‘ gegen dieses taktische Mittel gefunden hat!
    Ich denke, dass eine „totale Manndeckung“ nur wirksam ist, wenn sie als Überraschung kommt, weil viele schon vergessen haben, wie man dagegen spielen muss.

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  • Wolle sagt:

    Nach all den gelesenen Komentaren und Kritiken an Schult, Krahn und Bartusiak habe ich mir am WE endlich mal das Länderspiel in Ruhe anschauen können.
    Schult habe ich ja schon des öfteren in BN live gesehen, ich halte Sie für eine der besten „Fußballer“ der dt. Torhüterinnen. So einen Lapsus wie beim 2:1 habe ich bei ihr noch nie gesehen. Allerdings hat man bei dem Ballgeschiebe vor dem 16er förmlich darum gebettelt, dass man ein Ei reingelegt bekommt. Ich kann mir das nur so erklären, dass Sie ihre Nerven nicht richtig im Griff hatte, ansonsten wirkt sie in solchen Situationen recht cool. Beim 1:1 sah sie auch nicht gut aus, von Torwartfehler würde ich jedoch nicht reden, vielleicht hat sie die Situation etwas spät erkannt. Benkrath, Längert, Weiss und Angerer hätten diesen Ball wohl auch nicht gehalten da Schult die größte von den genannten ist. Ich denke der Ausgleichstreffer ist gefallen, weil nicht konsequent gg. Necip verteidigt wurde.
    Zu Bartusiak und Krahn will ich gar nicht mehr viel schreiben, einfach zwecklos. Ich bin jedesmal kurz vor einem Herzinfarkt wenn Bartusiak oder Krahn angespielt werden. Solch schlampige Abspiele wie beim 2:1 und 3:1 sind bei ihnen ja keine Seltenheit. Außerdem sind beide viel zu steif und langsam wenn es gegen schnelle Stürmer wie gg. Fra oder Japan geht. Die haben einfach nichts in der N11 verloren. Es herrscht ständig Unruhe in der Abwehr, Souveränität sieht anders aus (siehe Frankreich).
    Zum Schluß noch ein paar Worte zu Angerer. Man hätte schon 2012 mit der Torwart-Rotation beginnen müssen als man das EM-Ticket in der Tasche hatte. Zum jetzigen Zeitpunkt finde ich es nicht richtig. Natze hat ihren Zenit überschritten, von ihren Weltklasseleistungen von 2007 meilenweit entfernt. Ich glaube aber das es zum jetzigen Zeitpunkt richtig war eine Nr 1 festzulegen, um sich für die EM einzuspielen. Auf alle Fälle sind ihr Weiß und vor allem Schult auf die Pelle gerückt. Vielleicht habe ich Schult durch meine BN-Brille zu positiv bewertet, aber ich denke Ihr gehört die Zukunft auch wenn Sie noch Luft nach oben hat.
    Für die EM sehe ich unsere Chancen auf den Titelgewinn als sehr gut, wenn es Fr Neid schafft eine vernünftige Abwehr aufzustellen. Und wenn es geht bitte ohne Krahn und Bartusiak, da sinkt bei mir schon mal das Infarkt-Risiko.

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  • Jan sagt:

    Genau; @FFFan.

    1 ‚Gegengift‘ hatte Frau Neid wie gesagt in der Hz. lobenswerter Weise gefunden: Den Ball schnell nach vorn spielen (statt 08/15-Spielaufbau von hinten). Ein zweites, unorthodoxes, bewährtes Mittel wäre, den Gegner mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen; nämlich den Spieß einfach umdrehen: Also IHM Ballbesitz und Spielaufbau überlassen, um ihn dabei massiv zu attackieren – was völlig unorthodox scheint, und wozu sich nur Wenige durchringen mögen, weil man äußerst ungern die Initiative abgibt ; Bsp. WM 1982: AUT-ALG 2:0 (nachdem Deutschland 1:2 Algerien unterlag).

    Meine triviale bzw. hochphilosophische spinnerte Vision, wie Fußball sich weiterentwickeln könnte, ist die: Vor 40 Jahren liefen Spieler ca. 3,5 km pro Spiel ; Anfang des 21.Jh. ~10 km! – was heute als Nonplusultra und Grundlage von Pressing und Tikitaka-Fußballs gilt. Extrapoliert man das jedoch weiter, dann könnten in 40 Jahren Äthiopien, Kenia und Tansania (in alphabetischer Reihenfolge) die (Herren)WMs unter sich ausmachen, wenn sie mit 20-25 km! Laufen pro 90 Minuten totale Manndeckung realisieren und damit jedwedes Pressing und Tikitaka unterbinden könnten, und zudem innovative Pausenbetreuung betrieben! (die ich hier nicht ausplaudern möchte; allein wenn ich bedenke, wie vorsintflutlich meine eigene oder die im WM-Film von 2007 war…)

    Meine futuristische Sicht ist eine simple bzw. höhere Fußball-Philosophie, und gleicht der von „Schere-Stein-Papier“ (Ching Chang Chong) = Raumdeckung : Tikitaka : totaler Manndeckung. Das Erste verliert gegen das Nächste und gewinnt gegen das Übernächste; im Sport mit jeweils einer gewissen signifikanten Wahrscheinlichkeit. (Demnach bedürfte es Mitte des 21.Jh. gegen Äthiopien, Kenia od. Tansania also einer perfektionierten Art der Raumdeckung. 😉 )

    Die EM 2013 jedenfalls könnte zu 90% von Deutschland, Frankreich oder Schweden gewonnen zu werden, sowie zu 10% von England od. Norwegen. 5 Teams, denen ich es echt gönne. 🙂 Es kann also gar nichts schiefgehen, oder? 😉 Aber ich bin ja eh für Island! 😉

    Zur EM ist Angerer die Nr. 1 – noch. Das 1:1 von Necib war so unvermeidlich wie beim Flipper; es sei denn, sie wird am Schuss gehindert. Ein unhaltbares, sensationelles, ästhetisch perfektes Tor! Dafür war das 0:1 ganz wunderbar herauskombiniert. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Jan: Nur gut, dass Fußball auch irgendwo konstruktiv sein muss. Nur Verteidigen führt beim Fußball zu gar nichts, wenn man nicht die Technik hat, den Ball zu halten und selbst zum Abschluss zu kommen. Besser gesagt, zwei Teams, die 90 Minuten mit 11 Mann in der eigenen Hälfte verteidigen, begegnen sich nicht.
    Nur „Miles&More“ bringt es gegen eine technisch überragende Mannschaft nichts. Auch heute laufen die Spieler bei Barca bereits 15, 16 km pro Spiel im Schnitt. Totale Manndeckung hätte bei Henning und Maier im Abwehrzentrum auch nicht funktioniert, weil die technisch einfach überragend sind und das Spiel selbst so schnell machen können, dass das Timing in der anderen Mannschaft einfach nicht mehr da ist und man so den Ball hält, indem man Fouls provoziert!

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  • andi90 sagt:

    15 kilometer läuft keiner.
    http://www.uefa.com/uefachampionsleague/season=2013/statistics/round=2000347/players/index.html
    die laufintensivsten spieler machen um die 12 kilometer, aber im schnitt ist es deutlich darunter, messi läuft z. b. knapp über 8 kilometer pro spiel.
    also bitte erst fakten checken, bevor man behauptungen aufstellt.

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  • Jan sagt:

    @Sheldon: Wenn man es mit einem starken od. überlegenen Gegner zu tun hat, der vom schnellen Kombinationsspiel lebt, ja dessen ganze Spielphilosophie darauf beruht – warum sollte man da nicht probieren, ihm einfach sämtliche Anspielstationen und damit dessen wichtigste Waffe und entscheidenden Vorteil zu nehmen? Wäre doch nur logisch, oder? Selbst konstruktiv spielen würde man vermehrt erst, wenn der Gegner vom extrem vielen Laufen zu erschöpft ist.

    Altes ist nun mal nicht modern. Warum sollte es im Fußball anders sein? Fußball von vor wenigen Jahrzehnten erscheint uns schon antiquiert. Heute nun wird die Erfolgsmasche des gegenwärtig modernen Fußballs als erstrebenswert propagiert u. nachgeahmt, als wär’s ein Abgott! Betrachtete man dies jedoch aus 40-50 Jahren Zukunft – müsste einem der heutige „moderne“ Fußball dann nicht auch als antiquiert erscheinen?!

    Warum also testet man (gegen gleichstarke u. stärkere Gegner) nicht den übernächsten Schritt, und entwickelt selbst innovative Visionen für ein überlegenes Erfolgsrezept gegen das heutige schnelle Kombinationsspiel + Pressing?! Bini hat’s endlich gewagt u. getan!! Ich bin mir fast sicher, dass auch die US-Abwehr gegen totale Manndeckung überfordert wäre! Aber wer würde so dreist sein, das gegen diesen Gegner zu wagen?! Da gibt’s wohl Denkblockaden. Aber vllt. ist es ja wie bei dem possierlichen Eichhörnchen am Waldboden, das plötzlich die nahe auflauernde Katze attackiert – womit jene nie und nimmer rechnet, vor allem aber in keinster Weise darauf vorbereitet ist, und Reißaus nimmt! (In Freundschaftsspielen od. beim Algarve Cup sollte man die USA jedoch nicht unbedingt auf diese Taktik aufmerksam machen, oder?)

    Ein drittes bewährtes Mittel gegen Stärkere ist Konterspiel (z.B. UEFA-Cup 1980: HSV-AS St. Etienne 0:5, WM-HF 2007: USA- BRA 0:4, Olympia-HF 2008: GER-BRA 1:4, U17-WM-VF 2010: GER-PRK 0:1, od. wie Chelsea 2012 HF u. Finale der CL gewann). Denn immerhin ist es allein schon milchmädchenrechnerisch 5x einfacher u. effektiver, gegen 2 Verteidiger zu treffen als gegen 10 – wenn’s klappt.

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